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AUKTION 62 07. Dezember 2019
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KatNr. 168 Georg Siebert
KatNr. 168 Georg Siebert

168   Georg Siebert "Wochenende". 1928.

Georg Siebert 1896 Dresden – 1984 Köln

Öl auf Malpappe. O.li. signiert "G. Siebert" und datiert. Verso nochmals signiert "Georg Siebert", betitelt, datiert sowie bezeichnet "Dresden-Blasewitz Deutsche Kaiserallee 40 II" und mit einem Ausstellungsetikett der Galerie Gerstenberger, Chemnitz versehen. In einem breiten, schwarzen Holzrahmen mit roter, profilierter Einlegeleiste gerahmt.

1931 war das Gemälde wohl Teil der Kollektivausstellung "Georg Siebert" des Kunstsalons Gerstenberger in Chemnitz.

Den idyllischen Charme das Alltags verstand Georg Siebert in seinen Genreszenen festzuhalten. Mit spitzem Pinsel malte er zeitlebens Abbilder der Wirklichkeit und führte sein Oeuvre ohne Stilbrüche unter der Bestimmung des Realismus fort. Er betitelte mehrere Arbeiten verschiedener Sujets mit "Wochenende", ein Exemplar wird in der Fränkischen Galerie in Nürnberg bewahrt.
Zwei Motive des vorliegenden Gemäldes "Wochenende" finden sich in weiteren Werken wieder: die junge Dame mit kurzem, dunklem Lockenschopf porträtierte Siebert in dem bereits im August 1925 entstandenen Aquarell der "Schlafenden", das zusammengerollte Hündchen übernahm er identisch aus dem 1927 entstandenen Gemälde "Sonntag in einem sächsischen Dorfgasthaus".
Bekannt war der Künstler für die milieuhafte Darstellung, deren soziale Hintergründe aufgrund der naturalistischen Umsetzung offensichtlich wurde – so lag es ihm am Herzen die "[…] verbliebenen Freuden des 'kleinen Mannes' zu malen." (Georg Siebert zitiert nach Ausstellungskatalog der Galerie von Abercron, Köln, 1977, S. 4.) Das kleine Bildformat und die äußerst detaillierte Ausführung animiert den Betrachter zum nahen Herantreten. Er wird dadurch nicht nur zum Zeugen der intimen Atmosphäre des Wochenend-Picknicks, sondern – in direktem Blickkontakt mit dem liegenden Herren stehend – zum direkten Teilnehmer der Szene. Auf einer weißen Serviette sind Genussmittel arrangiert: eine Flasche guten Weines, Kuchen und Trauben – in ihrer illusionistischen Darstellung zum direkten Verzehr einladend, komplettieren sie mit dem portablen Plattenspieler die Auswahl an Dingen, welche das Gelingen eines entspannten Nachmittags im umliegenden, satten Grün garantieren.

Vgl.:
Dalbajewa, Birgit (Hrg.): Neue Sachlichkeit in Dresden, Dresden 2012, S. 74, Abb. 297.
Galerie von Abercron (Hrg.): Georg Siebert. Gemälde und Aquarelle aus sechs Jahrzehnten. Erschienen im September 1977 anlässlich einer Ausstellung der Galerie von Abercron, Köln 1977, S. 2–9, Nr. 66.

Malpappe ungerade geschnitten sowie mit oberflächlichem Einschnitt außerhalb der Darstellung u.li und o.re. Oberfläche leicht angeschmutzt. Vereinzelt minimales Frühschwundkrakelee. Drei unscheinbare Reißzwecklöchlein (D. 1 mm) am o.re. Bildrand sowie am o. Rand des Kissens und re. im Deckel des Grammophonkoffers. Minimale, punktuelle Verluste der Farbschicht u.re. Firnis partiell matt.

38,5 x 41 cm, Ra. 46 x 48 cm. 12.000 €
Zuschlag 32.000 €
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Die im Katalog ausgewiesenen Preise sind Schätzpreise. Die Mehrheit der Artikel ist differenzbesteuert, auf den Zuschlagspreis wird damit keine Mehrwertsteuer erhoben.

* Artikel von Künstlern, für die durch die VG Bildkunst eine Folgerechtsabgabe erhoben wird, sind durch den Zusatz "zzgl. Folgerechts-Anteil 2,5%" gekennzeichnet. (Versteigerungsbedingungen Punkt 7.4.)

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