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AUKTION 65 19. September 2020
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054   Bernhard Kretzschmar, Stillleben mit Äpfeln, Kürbis und Flasche. 1917.

Bernhard Kretzschmar 1889 Döbeln – 1972 Dresden

Das Gemälde wurde 1939 durch die Städtischen Kunstsammlungen Chemnitz in dem Berliner Auktionshaus Lutz, wohl aus unmittelbarem Verkauf des Künstlers, erworben.
Es wurde mit Teilen der Kunstsammlung 1943 nach Schloss Kuhnau östlich der Neiße ausgelagert. Durch Polen erfolgte bis heute keine Rückführung verbliebener Kriegsauslagerungen.
Die Inventarisierung als Kriegsverlust erfolgte unter der in den Museumsakten geführten falschen Schreibweise des Namens.
Das Gemälde wird an die Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur restituiert.

Öl auf Leinwand. Signiert "KRETZSCHMAR" und datiert u.li. Verso ein weiteres, in Öl ausgeführtes Stillleben. Verso auf dem rückseitigen Gemälde in weißer Farbe mit alter Inventarisierungsnr. "66/39" sowie nochmals auf dem Keilrahmen. In einer breiten, profilierten, schwarz-grau gestrichenen Holzleiste gerahmt.

Vgl. stilistisch und motivisch die Gemälde "Stilleben mit Siphonflasche", 1916, Ausstellungskatatalog Galerie Neue Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden 1989, KatNr. 7, Abb. S. 70 sowie "Stilleben mit Kürbis", 1941, KatNr. 40, Abb. in: Walther, Sigrid / Porstmann, Gisbert (Hrsg.): Deutung des Daseins. Bernhard Kretzschmar (1889–1972). Malerei. Grafik. Dresden 2018. S. 25.

Noch in Ausbildung an der Akademie als Meisterschüler bei Carl Bantzer gründete Kretschmar zusammen mit Conrad Felixmüller, Otto Lange und Constantin Mitschke-Collande die "Expressionistische Arbeitsgemeinschaft Dresden, Gruppe 1917". Im selben Jahr wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und musste sein Studium für fast zwei Jahre unterbrechen.

In breiten Pinselstrichen, die Farbe pastos aufgetragen, sind die dargestellten Gegenstände in präzise ausgearbeiteter, malerischer Modulation wiedergegeben. Diagonale und senkrechte Kompositionslinien sind miteinander ins Verhältnis gesetzt, während runde Formen das Ganze im Mittelfeld aufbrechen. Die der leuchtend roten Farbflächen der im vorderen Bildgrund plazierten Äpfel korrespondieren mit der warmbraun getönten, sonnenbeschienenen Stuhllehne links und dem Holzbraun des Tisches am unteren Bildrand. Warmgelb und hell strahlt das Innere des aufgeschnittenen Kürbisses hinter dem dunklen Flaschenhals, mit dem zentral der stärkste Hell-Dunkelkontrast gebildet wird. Daneben erscheinen oliv- und tannengrün schimmernende Nuancen in der benachbarten Stofftasche mit Früchten in ockergelb und dem zweiten rechts liegenden frischgrünen Kürbis. Kompositorisch schließt die in kühlem Graublau gehaltene Stoffdrapierung das Arrangement nach rechts hin ab, anziehender Blickpunkt ist der auf dem Stoff wie eingebettet liegende rote Apfel. Der Einfall warmen Sonnenlichts von vorn rechts lässt das Ensemble in spätsommerlicher Atmosphäre erstrahlen.

Lit.: Horst Zimmermann: "Frühwerke und Architekturbilder". In: Bernhard Kretzschmar. 1889–1989. Ausst-Kat. SKD. Dresden 1989. S. 16–36.

Sigrid Walther: "`Deutung des Daseins´.Zu Gemälden von Bernhard Kretzschmar aus den Jahren 1916 bis 1967". In: Walther, Sigrid / Porstmann, Gisbert (Hrsg.): Deutung des Daseins. Bernhard Kretzschmar (1889–1972). Malerei. Grafik. Dresden 2018. S. 9–27.

Leinwand etwas locker sitzend, an Ecke o.li. mit kleinem Löchlein. Mehrere unscheinbare Leinwand-Deformationen, insbesondere in der Ecke o.li. Malschicht mit partiellem, alterungsbedingten Krakelee. Kratzer mit kleinen Fehlstellen o.re., eine Bereibung li. neben dem Zinnhumpen. Kleine Retuschen im Randbereich sowie re.Mi. im grünen Kürbis.

70,6 x 76,5 cm, Ra. 89,7 x 95,5 cm.
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
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* Artikel von Künstlern, für die durch die VG Bildkunst eine Folgerechtsabgabe erhoben wird, sind durch den Zusatz "zzgl. Folgerechts-Anteil 2,5%" gekennzeichnet. (Versteigerungsbedingungen Punkt 7.4.)

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