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| AUKTION 85 | 20. Juni 2026 |
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Willy Kriegel
1901 Dresden – 1966 Starnberg
1915–23 Lehre als Musterzeichner, danach Aufnahme eines Studiums der Malerei an der Dresdner Kunstakademie u.a. bei Ferdinand Dorsch, Otto Gussmann und Otto Hettner. Meisterschüler von Oskar Kokoschka. 1923/24 sowie 1938 Studienreisen nach Italien. Ab 1928 Einzelausstellungen in Berlin, Dresden, Zittau u. Chemnitz. 1928–34 Aufenthalt in Mallorca. 1931 Dürer-Preis der Stadt Nürnberg, 1936 Beteiligung an der Biennale in Venedig. 1937 Goldmedaille auf der Pariser Weltausstellung, gleichzeitig von den Nazis als "entartet" diffamiert. 1942 Übersiedlung nach Schluchsee/Schwarzwald, 1953 Umzug nach Feldafing/Bayern. Ab 1964 Lehrtätigkeit in Köln. Mit Werken u.a. vertreten in: Lindenau-Museum Altenburg, Museum der bildenden Künste Leipzig, Städt. Kunstsammlungen Dresden, Städt. Kunstsammlungen Freital u. Städt. Kunstsammlungen Chemnitz.
056 Willy Kriegel, Der Morgen (Schluchsee im Schwarzwald). 1942/1943.
Willy Kriegel 1901 Dresden – 1966 Starnberg
Öl auf Hartfaser. Monogrammiert "K." u.Mi. In einem breiten Louis-XV-Schmuckrahmen.
Aus der Folge "Die vier Tageszeiten", entstanden nach der Übersiedlung des Künstlers an den Schluchsee / Schwarzwald im Jahr 1942.
Wir danken Frau Irene Kriegel, Bad Mergetheim, für freundliche Hinweise.
Die leicht pastosen Wolken mit feinem Alterskrakelee. Großflächige fachgerechte Retusche im Himmel im Bereich der großen rosafarbenen Wolke o.Mi. sowie weitere kleine auf der Bildfläche und vereinzelte im Falzbereich. Gehrungen des Ra. nachträglich verleimt, dadurch vereinzelt Rissbildung, insgesamt etwas verzogen.
50 x 60 cm, Ra. 68,5 x 79 cm.
148 Willy Kriegel, Schweinskopf. 1954.
Willy Kriegel 1901 Dresden – 1966 Starnberg
Öl auf Holz und Assemblage (roter Kunststoff-Schmuckstein). U.li. monogrammiert und datiert "K. 54". In einem weißen Plattenrahmen.
Malschicht im Bereich des Hintergrunds o.re. mit zwei kleinen Bereibungen sowie matten Fleckchen. Oberflächlich unscheinbare Kratzer. Eine waagerechte Druckstelle (Kerbe) re.Mi. Falzbereich deutlich berieben. Vor dem Malprozess Kanten- und Randbereich umlaufend mit Klebeband montiert, dieser teilweise gelöst. Retuschen im u. Bereich wohl von Künstlerhand. Ra. gebrauchsspurig, u.re. mit Trocknungsriss, verso mit Absplitterung.
71 x 57 cm, Ra. 92 x 77 cm.