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| AUKTION 86 | 07. November 2026 |
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Bernhard Kretzschmar
1889 Döbeln – 1972 Dresden
Nach einer Dekorationslehre absolvierte Kretzschmar von 1909–11 ein Studium an der Dresdner Kunstgewerbeschule. Ab 1911 an der Kunstakademie, u.a. bei Robert Sterl und Richard Müller. Kretzschmar unternahm 1913 Reisen nach Italien, Südfrankreich und Spanien. Es entstanden u.a. grafische Werkgruppen zu Ansichten von San Remo, Genua und Palma: Zeichnungen, nach denen z.T. später auch Radierungen entstanden. 1914 Meisterschüler bei Carl Bantzer. Er war Gründungsmitglied der "Gruppe 17", der auch P. A. Böckstiegel und Conrad Felixmüller angehörten sowie Mitglied der "Dresdner Sezession 1932". Während der nationalsozialistischen Diktatur wurden Arbeiten Kretzschmars beschlagnahmt und für "entartet" erklärt. Im Zuge der Bombardierung Dresdens am 13. Februar 1945 wurde der Großteil seines Werkes zerstört. 1958 heiratete Kretzschmar die Malerin Hilde Stilijanov. 1946 wurde er zum Titular-Professor an der HfBK Dresden ernannt. Ab 1969 war Kretzschmar Mitglied der Deutschen Akademie der Künste.
070 Bernhard Kretzschmar, Hafen in Palma de Mallorca. 1913.
Bernhard Kretzschmar 1889 Döbeln – 1972 Dresden
Fritz Löffler 1899 Dresden – 1988 ebenda
Öl auf Nesseltuch, ungespannt. U.li. in Grafit monogrammiert "BK". Verso in Grafit bezeichnet "No. 1".
Provenienz: Nachlass Dr. Fritz Löffler, Dresden.
Vgl. motivisch:
"Segelboote in Palma di Mallorca", 1913, Bleistift und schwarze Kreide, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kupferstich-Kabinett, abgebildet in: Sigrid Walther und Gisbert Porstmann (Hrsg.): "Deutung des Daseins": der Maler Bernhard Kretzschmar in der Städtischen Galerie Dresden. 2018. S. 154.
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24 x 32,5 cm.
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *
171 Bernhard Kretzschmar "Geburtstag – Fahrt nach Meißen". 1962.
Bernhard Kretzschmar 1889 Döbeln – 1972 Dresden
Hildegard Stilijanov-Kretzschmar 1905 Dresden – 1981 ebenda
Öl auf Leinwand. Verso mit einem verworfenen Blumenstilllebens in Öl, auf der o. Keilrahmenleiste mit einem Papieretikett des Künstlers, darauf signiert, betitelt, technikbezeichnet und mit einer Maßangabe. An den Bildrändern aufgenagelte schmale Abstandsleisten. In der originalen Rahmung des Künstlers.
Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung; erworben aus dem Nachlass des Künstlers.
Abgebildet in:
Sigrid Walther und Gisbert Porstmann (Hrsg.): "Deutung des Daseins": der
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65 x 85 cm, Ra. 86 x 105 cm.
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *
330 Bernhard Kretzschmar, Auf der Straße. 1920.
Bernhard Kretzschmar 1889 Döbeln – 1972 Dresden
Kaltnadelradierung auf festem Velin. In Blei signiert und datiert u.re. "Bernh. Kretzschmar 20".
Nicht im WVZ Schmidt, vgl. jedoch stilistisch und motivisch "Dampferpartie", 1920, Kaltnadel und Pinselätzung, WVZ Schmidt R 43 sowie "Kabarett", 1920, Kaltnadel und Pinselätzung, WVZ Schmidt R 46.
Wir danken Herrn Peter Stilijanov, Klosterneuburg, für freundliche Hinweise.
Leicht knickspurig, sowie Ränder leicht gebräunt. Verso minimal stockfleckig.
Pl. 26,3 x 30 cm, Bl. 45,3 x 52 cm.
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *
331 Bernhard Kretzschmar "Ausstellung Illustrierter Zeitschriften der Gegenwart". 1919.
Bernhard Kretzschmar 1889 Döbeln – 1972 Dresden
Lithografie auf chamoisfarbenem Werkdruckpapier. Im Stein monogrammiert "B.K." u.Mi. In Blei signiert und datiert "Kretzschmar 19" u.re.
WVZ Schmidt L 3.
Selten.
Ein weiterer Abzug wird bewahrt in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Kupferstich-Kabinett.
Abgebildet in:
Fritz Löffler, Emilio Bertonati (Hrsg.): Dresdner Sezession 1919 – 1923: Galleria del Levante München, 10 Februar – 31 März 1977. Milano; München 1977.
Hans-Ulrich Lehmann: XV. und letzte Auktion im Dresdner Kupferstich-Kabinett. Dresden 1979, Nr. 112,
Griff- und deutlich knickspurig. Mehrere kleine Einrisse (ca. 1 cm) am li. Rand. Verso leicht stockfleckig.
St. 64 x 47,5 cm, Bl. 67 x 52 cm.
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *
332 Bernhard Kretzschmar "Mein Hauswirt". 1924.
Bernhard Kretzschmar 1889 Döbeln – 1972 Dresden
Kaltnadelradierung auf kräftigem, chamoisfarbenen Papier. In der Platte o.li. monogrammiert und datiert "BK 24", o.re. betitelt "der alte Zschoche". U.re. in Blei signiert und datiert "B Kretzschmar 24". U.li. in Blei betitelt. An den o. Ecken im Passepartout montiert.
WVZ Schmidt R 143a (von b).
Gesamtflächig mit sehr hellen Stockflecken. Verso leicht angeschmutzt.
Pl. 32,5 x 18,7 cm, Bl. 41,4 x 30 cm, Psp. 64 x 48 cm.
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *
333 Bernhard Kretzschmar "Auktion". 1920.
Bernhard Kretzschmar 1889 Döbeln – 1972 Dresden
Kaltnadelradierung auf chamoisfarbenem Bütten. U.re. in Blei signiert und datiert "Bernd Kretzschmar 20". Trockenstempel der Ganymed-Presse der Marées-Gesellschaft u.re. Druck im Antiquariat Brandes, Braunschweig. Eines von 300 Exemplaren.
WVZ Schmidt R 80 b (von b).
Im weißen Rand etwas sowie am o.re. Rand der Darstellung leicht stockfleckig. Unscheinbar griff- und knickspurig. Verso an den o. Ecken Reste einer Klebemontierung.
Pl. 34,5 x 39,5 cm, Bl. 46,6 x 55,7 cm.
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *
334 Bernhard Kretzschmar "Im Fleischerladen". 1920.
Bernhard Kretzschmar 1889 Döbeln – 1972 Dresden
Radierung auf "JW Zanders"-Bütten. In Blei signiert und datiert "B. Kretzschmar '21" 1921" u.re. Blatt 6 der I. Ganymed-Mappe der Marèes-Gesellschaft, 1921. Druck Jacob Hegner, Hellerau. Eines von 200 Exemplaren.
WVZ Schmidt R 64 b (von b).
Pl. 26,7 x 28,9 cm, Bl. 33,4 x 39 cm.
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *
335 Bernhard Kretzschmar, Blick aus dem Atelier des Künstlers in Dresden-Gostritz. 1931.
Bernhard Kretzschmar 1889 Döbeln – 1972 Dresden
Aquarell. In Blei u.re. monogrammiert und datiert "B.K. 31". Verso in Feder bezeichnet "Bernhard Kretzschmar Dresden". An den o. Ecken auf Untersatzkarton montiert.
Stockfleckig. Die Blattränder mit Läsionen, umlaufend mit Bereibungen durch eine Passepartoutkante mit sehr unscheinbarem Lichtrand re. Punktuelle Bereibung im Bereich der Datierung. Verso Reste einer ehemaligen Klebemontierung.
33 x 40 cm.
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *
515 Bernhard Kretzschmar "Eleonore (II)". 1946.
Bernhard Kretzschmar 1889 Döbeln – 1972 Dresden
Kaltnadelradierung mit leichtem Plattenton. In der Platte monogrammiert und datiert o.re. "BKr 1946" und betitelt o.li. In Blei signiert und abweichend datiert u.re. "Bernh Kretzschmar 1945" sowie bezeichnet u.li. "E.V. Frau mit Schleier". Im Passepartout montiert und hinter Glas in einer silbernen Leiste gerahmt.
WVZ Schmidt R 205 a (von b).
Das Werk wurde nicht ausgerahmt.
Pl. 29,8 x 22 cm, Ra. 55 x 44 cm.
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *
516 Bernhard Kretzschmar "Elli Tietz". 1951.
Bernhard Kretzschmar 1889 Döbeln – 1972 Dresden
Grafitzeichnung. Monogrammiert und datiert "BK 51" u.re. Verso von fremder Hand ausführlich bezeichnet.
Sehr leicht griff- und knickspurig.
47,7 x 37,5 cm.
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *