617 Victor Vasarely "Vega-Cor". Wohl um 1970.
Serigraph in colours auf China, aufgewalzt auf leichtem Karton. Signiert in Blei u.re. "Vasarely". U.li. bezeichnet "E.A." Künstlerexemplar. Verso u.li. in Blei betitelt.
Mit der Serie Vega läutet Vasarely Anfang der 1960er-Jahre den Beginn der OP-Art ein. Die in leuchtenden Farben gehaltenen Formen innerhalb eines regelmäßiges Gitter sind so verformt, dass optisch der Eindruck einer Dreidimensionalität entsteht. Je nach Lichteinstrahlung und Lichtfarbe variieren die Strukturen und Farbwirkungen. Vasarely nutzt das Spiel mit verschiedenen Größen, Helligkeits- und Farbwerten, um den Effekt der Räumlichkeit zu verstärken.
Der Künstler selbst äußert sich wie folgt: "Die Vega haben etwas Monströses, Beunruhigendes. Sie setzen sich deutlich von meinen anderen Werken ab und haben, zumindest äußerlich, eine der Pop-Art verwandte, barocke Dimension. Sie scheinen schwer zu atmen – wie die Pulsare, die vor fünfzehn Milliarden Jahren aus einer riesigen Explosion entstanden sind." (Zit. nach Holzhey, S. 7.)
Lit.: Magdalena Holzhey: "Das Bild als Bildschirm". In. Dies. (Hrsg.): Victor Vasarely. 1906–1997. Das reine Sehen". Köln 2005. S. 7–12.
Neben der Darstellung re. im Karton ein restaurierter Einriss (ca. 5 cm). Minimal knickspurig.
Med. 66 x 66 cm, Bl. x 77,7 x 75,7 cm.