020 Jeremias David Fiorino (zugeschr.), Porträtminiatur der Olimpia Buti (?). 1824.
Jeremias David Fiorino 1797 Kassel – 1847 Dresden
Olimpia Buti 1804 Rom – ?
Tempera auf Elfenbein. Re. in Gold signiert und datiert "Fiorino p. 1824". In der wohl originalen Reise-Lederhülle hinter Glas gerahmt.
Jeremias David Alexander Fiorino hielt sich 1821 nachweislich in Rom auf, wo er trotz seines jüdischen Glaubens beliebt und wohlbekannt war. Eine Zeichnung weist ihn 1822 wieder in Dresden nach, vgl. "Kaskel an einem Gartentisch schreibend", Bleistiftzeichnung, 13,1 x 9,8 cm (Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kupferstichkabinett Dresden, InvNr. C
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1937–1541). Eine Miniatur des sächsischen Königs Anton wird um 1827 datiert ( 4,4 x 3,2 cm, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Gemäldegalerie Alter Meister, Gal.-Nr. M 199 A). Weitere feste Anhaltspunkte seines Lebens in der Mitte der 1820er Jahren gibt es nicht.
Die in der vorliegenden Miniatur Dargestellte mutet jedoch eher italienisch als deutsch an, sodass ein weiterer Aufenthalt in Italien bzw. Rom 1824 wahrscheinlich erscheint.
Viele Deutschrömer frequentierten damals die Casa Buti. Von Olimpia Buti, einer Tochter des Hauses, existiert eine Zeichnung im Alter von zwölf Jahren, die der hier Dargestellten ähnelt.
Vgl.: Ludwig Sigismund Ruhl "Olimpia Buti", 1817, Graphitzeichnung, 22,9 x 18,7 cm, Hessen Kassel Heritage, Graphische Sammlung, InvNr. GS 5426, abgebildet in: Ulrich Schmidt (Hrsg.): Die Kasseler Sammlung Alexander Fiorino: Katalog zur Ausstellung in der Neuen Galerie, 12. Juni – 11. September 1994. Kassel 1994, Kat. 101. Diese Zeichnung kam wohl unabhängig von Jeremias David Alexander in die Sammlung seines Neffens Alexander Fiorino, einem Kasseler Bankier.
Zur Biografie Fiorinos vgl.:
Heike Liebsch: Der Miniaturmaler Jeremias David Alexander Fiorino, in: HATiKVA. Bildungs- und Begegnungsstätte und Kultur Sachsen (Hg.): Der Alte Jüdische Friedhof in Dresden. Dresden 2002. S. 188–195, S. 189.
Wir danken Frau Dr. Heike Liebsch, Dresden, für freundliche Hinweise zur Biografie des Malers.
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Der Bildhintergrund von fremder Hand flächig übergangen. Leichte Bleiweißoxidationen im Inkarnat. Reiselederhülle deutlich gebrauchsspurig, verso mit Fehlstellen.
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7,5 x 6,1 cm, Ra. 13 x 12 cm.