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| AUCTION 86 | 07. November 2026 |
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Otto Greiner
1869 Leipzig – 1916 München
Lithografenlehre im Verlag Julius Klinkhardt in Leipzig, erster Zeichenunterricht bei Arthur Haferkorn. 1888–91 Studium an der Kunstakademie München in der Malklasse von Alexander Liezen-Mayer. 1891 Reise nach Italien, wo er in Rom Max Klinger kennenlernte, mit welchem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. Nach kürzeren Aufenthalten in Leipzig und München zog Greiner 1898 nach Rom und übernahm Klingers Atelier unweit des Kolosseums. In der italienischen Wahlheimat entstand ein Großteil seines künstlerischen Werks, hauptsächlich grafische Arbeiten. Heirat mit Nannina Duranti. 1915 Kriegseintritt Italiens, Flucht nach München. Auftrag für zwei Wandgemälde im Lesesaal der Deutschen Bücherei in Leipzig, die er jedoch krankheitsbedingt nie fertigstellen konnte. Starb 1916 an den Folgen einer Lungenentzündung.
287 Otto Greiner "Golgatha (Kleine Kreuzigung Christi"). 1896.
Otto Greiner 1869 Leipzig – 1916 München
Pen Lithograph mit Tonplatte auf ockerfarbenem China, auf chamoisfarbenem Büttenkarton aufgewalzt. Im Stein u.Mi. spiegelverkehrt signiert "Greiner". U.re. außerhalb der Darstellung in Blei signiert "O. Greiner". Verso in Blei betitelt "Kleine Kreuzigung". Abzug außerhalb der Auflage für PAN II. Jahrgang 1896 (ohne den Trockenstempel der Vorzugsausgabe u.re.).
WVZ Vogel 59.
Abgebildet in: Rolf Günther: Traumdunkel – Der Symbolismus in Sachsen 1870 – 1920. Städtische Kunstsammlungen Freital, Schloss Burgk, Dresden 2005, S. 64.
Blatt unscheinbar gegilbt, mit wenigen unscheinbaren Stockfleckchen. Verso etwas unregelmäßig säuregebräunt.
St. 20,7 x 26,4 cm, Bl. 27,6 x 37,4 cm.
288 Otto Greiner "Die Deutschen in Rom". 1913.
Otto Greiner 1869 Leipzig – 1916 München
Lithograph auf gelblichem Papier. Im Stein spiegelverkehrt signiert und datiert "O. Greiner 1913" u.re. Darunter in Blei mit einer Widmung des Künstlers "Seinem lieben Pepe zur freundl. Erinnerung O. Greiner Rom Febr. 1913.". Hinter Glas in einer silbernen Leiste gerahmt.
WVZ Vogel 98 II (von III).
Das Werk wurde nicht ausgerahmt. Blatt gesamtflächig mit waagerechten Knickspur, wohl aufgrund einer ehemaligen Rollung. In den seitlichen Randbereichen, insb. re. etwas angestaubt, u.re. berieben.
St. 32,9 x 46 cm, Bl. 48,5 x 57 cm, Ra. 51,6 x 61,7 cm.