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| AUCTION 86 | 07. November 2026 |
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Johann Carl Schönheit
1730 Dresden – 1805 Meißen
Mit nur 11 Jahren erhielt er eine Anlehrstelle als Formerlehrling in der Porzellanmanufaktur Meißen. Seit 1747 arbeitete er als Porzellanverputzer, seit 1764 als Bossierer. Er war unter Johann Joachim Kändler und Michel Victor Acier tätig und entwickelte sich zu einem vielseitigen Bildhauer und Modelleur. Nach dem Weggang von Acier arbeitete Schönheit zusammen mit Christian Gottfried Jüchtzer und Johann Gottlieb Matthäi für die Manufaktur und war für die plastische Gestaltung verantwortlich. Neben dem Kopieren monumentaler Werke fertigte er auch eigene filigrane Figurinen und Ensembles nach Darstellungen der Antike im Sinne des Klassizismus.
Johann Carl Schönheit 1730 Dresden – 1805 Meißen
Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen
Jean-Antoine Watteau 1684 Valenciennes – 1721 Nogent-sur-Marne
Porcelain, glazed, kobaltblauer Fond, Ovalreserven in polychromen Aufglasurfarben, goldrradierte Blüten- und Schleifenbordüren, matt- und glanzvergoldet. Unterseits die Knaufschwertermarke in Unterglasurblau sowie geritzte Modell-Nr. "G 59" und Bossierer-Nr. "20".
Vgl.: Königlich Sächsische Porzellanmanufaktur zu
Meissen, Preisverzeichnis 1904, Abbildung Tafel No. 62.
Eine Ecke der Plinthe mit alter Restaurierung, eine weitere mit kleinem Abschliff, dort nachvergoldet. Vergoldung teils leicht berieben. Alte Restaurierung am Knauf des Deckels, ebenfalls nachvergoldet. Unscheinbare Bereibung o.Mi. im Bereich einer Ovalreserve.
H. 29 cm.