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AUCTION 62 07. Dezember 2019
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KatNr. 1 Eugen Bracht
KatNr. 1 Eugen Bracht

001   Eugen Bracht "Spreewaldhof". 1885.

Eugen Bracht 1842 Morges/Genfersee – 1921 Darmstadt

Oil on canvas. U.li. signiert "Eugen Bracht" und ausführlich datiert "25.6.85". Verso auf der o. Keilrahmenleiste von Künstlerhand in Pinsel mit der Werknummer "663" bezeichnet, betitelt, nochmals signiert und ortsbezeichnet "Dresden" sowie mit weiteren Annotationen in Blei. In einer profilierten, goldfarbenen Holzleiste gerahmt.
Das Gemälde wird in das in Vorbereitung befindliche WVZ Großkinsky aufgenommen.

Provenienz: Norddeutscher Privatbesitz; 1970 Versteigerung Lempertz, Köln; 1907 Verkauf Kunstsalon Emil Richter, Dresden.

Wir danken Herrn Dr. Manfred Großkinsky, Frankfurt a. Main, für freundliche Hinweise.

Besuche auf Rügen führten Eugen Bracht erstmals in die östlichen Landschaften Deutschlands und intensivierten ab 1877 seine Hinwendung zur Freilichtmalerei. Die Berufung zum Dozenten für Landschaftsmalerei an der Kunstakademie Berlin 1882 und der damit einhergehende Wohnortswechsel hatten auch die künstlerische Auseinandersetzung mit der brandenburgischen Umgebung zur Folge.
Eugen Bracht gliederte das vorliegende Gemälde in klare, horizontale Strukturen. Jene Bildebenen verbindet der Künstler in der Vertikalen mittels drei aufragender Pappeln und einem Bach, welcher auf dem Goldenen Schnitt eine Schneise durch das gräserbewachsene Umfeld gräbt. Seine sanften Wellen spiegeln die Farben des Himmels wider und verbinden die Eindrücke zu einer Abendstimmung im Hochsommer zu Beginn der Dämmerung. Die naturalistische Darstellungsweise der Landschaft unterscheidet sich stark von seiner späteren, impressionistischen Betrachtung, deren Gegenständlichkeit zugunsten der atmosphärischen Eindrücke zurücktreten. So entstand das Gemälde in jener Schaffensphase, in welcher Bracht seine Kunst noch im Sinne der Traditionalisten fertigte – eine Einstellung, welche sich während seiner Dozentenarbeit in Berlin wandelte und schließlich ab den 1890ern auch in der modernistischen Umsetzung seiner Werke ablesbar wurde.

Zu den ostdeutschen Landschaftsdarstellungen Brachts vgl.: Großkinsky, Manfred; Küster, Bernd (Hrsg.): Eugen Bracht. 1842–1921. Frankfurt am Main, 2005. S. 97 ff.

Vollflächig auf Leinwand doubliert, Keilrahmen etwas größer als das Bildformat, dadurch recto etwa 0,5 cm der Doublierleinwand umlaufend sichtbar, diese am Keilrahmen zusätzlich festgeklebt. Originale Leinwand ungerade beschnitten. Im Randbereich vereinzelte, winzige Malschichtverluste. Firnis leicht gegilbt und mit unscheinbarem, länglichen, matten Kratzer Mi. Brauner Wachsfleck u.re. auf der Doublierleinwand.

34 x 51 cm, Ra. 42 x 59 cm. limit price 6.000 €
sold at 6.000 €
KatNr. 32 Otto Altenkirch
KatNr. 32 Otto Altenkirch

032   Otto Altenkirch "Waldweiher" (Mulde bei Siebenlehn). 1924.

Otto Altenkirch 1875 Ziesar – 1945 Siebenlehn

Oil on canvas. Signiert u.re. "Otto Altenkirch". Verso von Künstlerhand auf dem o. Keilrahmen betitelt, nochmals signiert "Otto Altenkirch" und datiert sowie bezeichnet "ph". In einem breiten, goldfarbenen Hohlkehl-Rahmen mit polimentvergoldeter, ornamental verzierter Sichtleiste.
WVZ Petrasch 1924–44–S.

Der Umzug von Dresden in die Muldestadt Siebenlehn im Jahr 1920 markierte für den Künstler Otto Altenkirch den Beginn einer neuen, kreativen Schaffensphase. Inspiriert durch sein ländliches Umfeld widmete er sich nun vorwiegend atmosphärischen Erscheinungen in der ihn umgebenden Natur. Hinsichtlich seiner thematischen sowie meditativen Konzentration auf das Sujet des Flusses wurde Altenkirch gar mit Cézanne verglichen, denn es sind vor allem auch die Mulde und ihre Wiesen sowie der Steyermühlteich, welche den Künstler in den folgenden Jahrzehnten im Wechsel der Jahreszeiten immer wieder zu neuen malerischen Darstellungen anregten.
Die vorliegende Arbeit ist eines der frühen, am neuen Lebensort des Künstlers entstandenen Gemälden. Es zeigt eine sommerliche Ansicht eines Weihers. Die wolkige Luft ist sonnig erhellt. Vor dem Betrachter eröffnet sich rechtsseitig das breite Gewässer, in dem sich das bewaldete Ufer widerspiegelt und den Blick zu der den Landschaftsausschnitt begrenzenden schattigen Tannengruppierung leitet. Von dort führt linksseitig im Bild eine Böschung zum Betrachterstandpunkt und lässt durch die angedeuteten Zaunpfähle eine sonnige Wiese vermuten. Der Malduktus ist frei und treffsicher und zeugt von einer das Sujet intensiv durchdringenden Konzentration. Kräftig gesetzte Pinselstriche sowie gespachtelte Strukturen führen den Betrachter in ein impressionistisch-dynamisches Farbenmeer – zugleich fühlt er sich in eine lichtdurchflutete und milde Sommerfrische versetzt.

Lit. Maria Petrasch: "Otto Altenkirch. 1875–1945. Leben und Werk." Dresden 2005.

Firnis etwas gegilbt. Lockerung der Malschicht an Ecke o.li. sowie der o. Farbschicht im Bereich der Signatur und Mi. Kleine Malschicht-Fehlstellen an Ecke o.li., in der Baumreihe am Rand li.o. sowie vereinzelt im Falzbereich. Drei verso mit Klebemittel geschlossene Risse in der Leinwand, vorderseitig mit ausgeprägtem Krakelee, teils aufstehender Malschicht und kleinen Verlusten sowie farbliche Ausbesserung im Wasser Mi. Verso Leinwand mit partiell durchgedrungener Grundierung (werkimmanent). Rahmen mit bestoßener Ecke o.li.

68 x 85,5 cm, Ra. 84,7 x 102 cm. limit price 4.000 €
sold at 6.500 €
KatNr. 33 Otto Altenkirch
KatNr. 33 Otto Altenkirch

033   Otto Altenkirch "Am Waldrand" (Schnee). 1929.

Otto Altenkirch 1875 Ziesar – 1945 Siebenlehn

Oil on canvas. Signiert "Otto Altenkirch" und datiert u.re. Verso auf der Leinwand von Künstlerhand betitelt, signiert "Otto Altenkirch" und ortsbezeichnet "Dresden-Siebenlehn". In einem mit vegetabilen Eck- und Mittelkartuschen masseverzierten Rahmen.
WVZ Petrasch 1929–19–S, dort als "Birken am Waldrand" betitelt.

Vgl. eine motivgleiche Ausführung mit Abbildung im WVZ Petrasch 1929–10–S, signiert und datiert u.li.

Wir danken Herrn Frank Petrasch, Dresden, für freundliche Hinweise.

Alterskrakelee im Bereich des Schnees und der Birkenstämme. Leichte Klimakante. U.re. sowie u.Mi. Malschicht mit werkimmanenter, leichter Bläschenbildung und winziger, fachgerechter Retusche. Rahmen mit retuschierter Fehlstelle im Stuck u.re.

30,5 x 25,5 cm, Ra. 37,5 x 32 cm. limit price 3.000 €
sold at 6.500 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

087   Hans Jüchser "Sonnenrosen". 1930's.

Hans Jüchser 1894 Chemnitz – 1977 Dresden

Oil on canvas. Signiert u.li. "Jüchser". Verso nochmals auf o. Keilrahmenleiste re. in schwarzer Farbe signiert "Hans Jüchser" und li. mit einem Papieretikett, darauf typografisch bezeichnet "Hans Jüchser Dresden-Wachwitz, Wachwitzgrund 56. Sonnenrosen". Zudem auf re. Leiste in blauer Kreide bezeichnet "Jüchser" und li. nummeriert "147b". In einer profilierten, gold-silberfarbenen Holzleiste gerahmt, darauf verso nochmals bezeichnet "Jüchser".
Nicht im WVZ Schmidt.

Vergleichbares Motiv in: Porstmann, Karohl (Hrsg.): Hans Jüchser. Farbe als absolute Kraft, Dresden 2010, "Knabe mit Sommerblumenstrauß", S. 43, Abb. 14.

In Jüchsers Oeuvre zeigt sich die Auseinandersetzung mit Stillleben durch alle Schaffensphasen hindurch. Entweder als eigenständiges Bildsujet oder auch eingefügt in komplexere Gestaltungskontexte finden sich Darstellungen von Blumensträußen oder arrangierten Gegenständen. In den 1970er Jahren schrieb der Künstler: "Meine Beschäftigung mit dem Stilleben ist eine Gelegenheit, die beste Möglichkeit, die formalen und farbigen Gesetze zu studieren, wobei der Gegenstand oft belanglos, der Gehalt der Gestaltung aber ebenso bedeutsam wie das Menschenbild sein kann." (Zitiert nach: Staatlicher Kunsthandel der DDR (Hrsg.): "Hans Jüchser. Malerei Grafik", Dresden, S. 4.)
Das Gemälde "Sonnenrosen" stammt aus der frühen Schaffensphase Jüchsers. In den 1930er Jahren war der Künstler als Mitglied der Dresdner Sezession aktiv, dessen Vorsitz er 1935 übernahm. In der künstlerischen Gestaltung des Bildes, den malerisch durchgearbeiteten Flächen und dem modellierenden Einsatz der teils pastos aufgetragenen Farbe zeigt sich deutlich, was Jüchsers Malerei grundsätzlich charakterisiert: Sie ist durch das Primat der Farbe bestimmt, ohne dabei Form und Kontur aufzulösen. Die Farbe, in differenzierter Nuancierung der Töne erkundet, fungiert vielmehr zugunsten einer Austarierung und Stabilisierung des kompositionellen Bildgefüges, wobei der Künstler bisweilen auch das expressionistische Cloisonné anwendet, um Farbflächen gegeneinander abzugrenzen.

Lit.: Gisbert Porstmann: "Der Maler Hans Jüchser", in: Ders. / L. Karohl (Hrsg.): Hans Jüchser. Farbe als absolute Kraft, Dresden 2010, S. 9–13.
Karin Müller-Kelwing: Hans Jüchser und die Dresdner Sezession 1932", in: G. Porstmann / L. Karohl (Hrsg.): Hans Jüchser. Farbe als absolute Kraft, Dresden 2010, S.14–18.

Malschicht vereinzelt mit feinem, unscheinbaren Alterskrakelee. Firnis glänzend. O.Mi. ein kleiner, dunkler Fleck auf der Oberfläche. Unscheinbare Leinwand-Deformationen am u. Bildrand.

93 x 65 cm, Ra.102 x 75 cm. limit price 3.500 €
* Droit-de-suite of 2.00 % applies.
sold at 3.600 €
KatNr. 168 Georg Siebert
KatNr. 168 Georg Siebert

168   Georg Siebert "Wochenende". 1928.

Georg Siebert 1896 Dresden – 1984 Köln

Oil on cardboard. O.li. signiert "G. Siebert" und datiert. Verso nochmals signiert "Georg Siebert", betitelt, datiert sowie bezeichnet "Dresden-Blasewitz Deutsche Kaiserallee 40 II" und mit einem Ausstellungsetikett der Galerie Gerstenberger, Chemnitz versehen. In einem breiten, schwarzen Holzrahmen mit roter, profilierter Einlegeleiste gerahmt.

1931 war das Gemälde wohl Teil der Kollektivausstellung "Georg Siebert" des Kunstsalons Gerstenberger in Chemnitz.

Den idyllischen Charme das Alltags verstand Georg Siebert in seinen Genreszenen festzuhalten. Mit spitzem Pinsel malte er zeitlebens Abbilder der Wirklichkeit und führte sein Oeuvre ohne Stilbrüche unter der Bestimmung des Realismus fort. Er betitelte mehrere Arbeiten verschiedener Sujets mit "Wochenende", ein Exemplar wird in der Fränkischen Galerie in Nürnberg bewahrt.
Zwei Motive des vorliegenden Gemäldes "Wochenende" finden sich in weiteren Werken wieder: die junge Dame mit kurzem, dunklem Lockenschopf porträtierte Siebert in dem bereits im August 1925 entstandenen Aquarell der "Schlafenden", das zusammengerollte Hündchen übernahm er identisch aus dem 1927 entstandenen Gemälde "Sonntag in einem sächsischen Dorfgasthaus".
Bekannt war der Künstler für die milieuhafte Darstellung, deren soziale Hintergründe aufgrund der naturalistischen Umsetzung offensichtlich wurde – so lag es ihm am Herzen die "[…] verbliebenen Freuden des 'kleinen Mannes' zu malen." (Georg Siebert zitiert nach Ausstellungskatalog der Galerie von Abercron, Köln, 1977, S. 4.) Das kleine Bildformat und die äußerst detaillierte Ausführung animiert den Betrachter zum nahen Herantreten. Er wird dadurch nicht nur zum Zeugen der intimen Atmosphäre des Wochenend-Picknicks, sondern – in direktem Blickkontakt mit dem liegenden Herren stehend – zum direkten Teilnehmer der Szene. Auf einer weißen Serviette sind Genussmittel arrangiert: eine Flasche guten Weines, Kuchen und Trauben – in ihrer illusionistischen Darstellung zum direkten Verzehr einladend, komplettieren sie mit dem portablen Plattenspieler die Auswahl an Dingen, welche das Gelingen eines entspannten Nachmittags im umliegenden, satten Grün garantieren.

Vgl.:
Dalbajewa, Birgit (Hrg.): Neue Sachlichkeit in Dresden, Dresden 2012, S. 74, Abb. 297.
Galerie von Abercron (Hrg.): Georg Siebert. Gemälde und Aquarelle aus sechs Jahrzehnten. Erschienen im September 1977 anlässlich einer Ausstellung der Galerie von Abercron, Köln 1977, S. 2–9, Nr. 66.

Malpappe ungerade geschnitten sowie mit oberflächlichem Einschnitt außerhalb der Darstellung u.li und o.re. Oberfläche leicht angeschmutzt. Vereinzelt minimales Frühschwundkrakelee. Drei unscheinbare Reißzwecklöchlein (D. 1 mm) am o.re. Bildrand sowie am o. Rand des Kissens und re. im Deckel des Grammophonkoffers. Minimale, punktuelle Verluste der Farbschicht u.re. Firnis partiell matt.

38,5 x 41 cm, Ra. 46 x 48 cm. limit price 10.000 €
sold at 32.000 €
KatNr. 177 Ida Teichmann, Mutter und Tochter. 1908.

177   Ida Teichmann, Mutter und Tochter. 1908.

Ida Teichmann 1874 Frankrfurt a. M. – ?

Oil on canvas. Signiert "I. Teichmann" und datiert u.li. Verso auf u. Keilrahmenleiste auf einem Klebeetikett typografisch nummeriert "724" sowie weitere handschriftliche Nummerierungen. In einer schmalen schwarzen Leiste gerahmt.

Zum Werk der Künstlerin siehe auch:
Weichardt, C.: Kreide-Zeichnungen von I. Teichmann. In: Deutsche Kunst und Dekoration. Hrsg. von Alexander Koch. Bd. 33. Darmstadt, 1914.

Aufspannung erneuert (Nagelung am Spannrand durch Heftklammern ersetzt). Leichte Klimakante und alterungsbedingtes Krakelee. Vereinzelte helle Fleckchen auf der Oberfläche und Ränder im Falzbereich etwas berieben. Matte, längliche Druckspur o.li.

70,7 x 69 cm, Ra. 73,7,7 x 72 cm. limit price 1.200 €
sold at 7.000 €
KatNr. 181 Hans Unger, Frauenkopf. Vor 1926.
KatNr. 181 Hans Unger, Frauenkopf. Vor 1926.
KatNr. 181 Hans Unger, Frauenkopf. Vor 1926.

181   Hans Unger, Frauenkopf. Vor 1926.

Hans Unger 1872 Bautzen – 1936 Dresden

Oil on canvas, auf fester Malpappe kaschiert. Signiert „H. Unger“ o.re. Verso auf dem Bildträger nochmals in blauem Farbstift u.li. signiert "Hans Unger" und o.re. mit dem Ausstellungsetikett der „Großen Berliner Kunstausstellung 1926“ (handschriftlich datiert) versehen und darauf schwach lesbar, typografisch nummeriert "3810" (?). Zudem o.li. mehrmals nummeriert „2“, „426“ sowie „53“. In einem hochwertigen, polimentvergoldeten Modellrahmen mit Wellenprofilen gerahmt.
Das vorliegende Gemälde wurde im Jahr 1926 auf der „Großen Berliner Kunstausstellung“ gezeigt. Dort war Hans Unger 1926 mit insgesamt 19 Werken vertreten, darunter vier Frauenporträts. Da die Nummerierungen auf dem Gemälde nicht mit den im Ausst.-Kat. aufgeführten Nummern korrespondieren, ist eine genaue Zuordnung des Bildes nicht möglich. Es könnte sich hierbei um das Gemälde Lauf.-Nr. 906: "Frauenkopf" handeln.
Vgl. „Grosse Berliner Kunstausstellung“ Berlin, 1926, S. 66.
Lit: Rolf Günther, Hans Unger Leben und Werk mit dem Verzeichnis der Druckgraphik, Dresden, 1997.

Leinwandränder umlaufend etwas ungerade geschnitten (werkimmanent). Kleines Stück der Pappe an Ecke u.re. beschnitten (werkimmant), darüber Leinwand und Malschicht im Falzbereich mit Knickspur, ebenso Ecke u.li. mit kleiner Läsion. Ehem. Knickspur an Ecke o.re., dort mit kleiner Retusche. Rahmen mit unscheinbaren Kratzern und vereinzelten Abplatzungen der Fassung.

42 x 33 cm, Ra. 59,2 x 53,2 x 4,3 cm. limit price 2.500 €
sold at 6.500 €
KatNr. 291 Rüdiger Berlit, Liebespaar. Wohl um 1920.

291   Rüdiger Berlit, Liebespaar. Wohl um 1920.

Rüdiger Berlit 1883 Leipzig – 1939 ebenda

Watercolour. Signiert u.re. "Berlit". O.re. mit Prägestempel. Hinter Glas gerahmt.

O. sowie seitlicher Rand perforiert, dort mit mehreren Reißzwecklöchlein (werkimmanent). Unscheinbar stockfleckig. Am o. und u.Rand jeweils eine horizontal verlaufende Linie (werkimmanent). Minimal knickspurig. Verso partiell mit Abrieb und Papierresten aufgrund einer früheren Montierung.

42 x 31,4 cm, Ra. 50,5 x 40,7 cm. limit price 500 €
sold at 2.200 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

347   Hermann Glöckner, Keil nach links in Schwarz und Weiß. Wohl 1980/ 1981.

Hermann Glöckner 1889 Cotta/ Dresden – 1987 Berlin (West)

Tusche und Faltung auf weißem Papier. Verso mit einer Widmung des Künstlers in Kugelschreiber, signiert "Hermann Glöckner" sowie datiert "1980–1981". Auf Untersatzkarton montiert.

Insgesamt etwas knickspurig, die Randbereiche partiell deutlicher, und mit Griffknicken. Eine werkimmanente helle Stelle innerhalb des o. schwarzen Dreiecks. Die weißen Bereiche mit vereinzelten Farbspuren, werkimmanent. Verso Reste einer älteren Montierung.

34,5 x 24,7 cm. Unters. 45 x 35 cm. limit price 1.800 €
* Droit-de-suite of 2.00 % applies.
sold at 6.000 €
KatNr. 366 Herbert Gurschner, Tiroler Bergdorf. Mitte 1920's.
KatNr. 366 Herbert Gurschner, Tiroler Bergdorf. Mitte 1920's.

366   Herbert Gurschner, Tiroler Bergdorf. Mitte 1920's.

Herbert Gurschner 1901 Innsbruck – 1975 London

Wood cut in colours auf Japan. Unterhalb der Darstellung re. in Blei signiert "H. Gurschner". Mit dem Prägestempel des Verlags "Wohlgemuth & Lissner Berlin" u.li. versehen. Umlaufend im Passepartout klebemontiert und hinter Glas in einer schmaler Holzleiste gerahmt.

Lichtrandig und wellig. Krakeleebildungen im Himmel o.Mi. Läsion am o. Blattrand, re. Rand ungerade geschnitten und umlaufend unfachmännisch im Passepartout überklebt, dort verso mit Stockflecken. Passepartout mit Wasserschaden und Passepartoutausschnitt gebräunt.

Stk. 23,5 x 21 cm, Bl. ca. 27 x 26 cm, Psp. 38 x 31 cm, Ra. 40 x 33 cm. limit price 600 €
sold at 1.300 €
KatNr. 367 Herbert Gurschner
KatNr. 367 Herbert Gurschner

367   Herbert Gurschner "Rosengarten bei Bozen". Mitte 1920's.

Herbert Gurschner 1901 Innsbruck – 1975 London

Wood cut in colours auf Japan. Unterhalb der Darstellung re. in Blei signiert "H. Gurschner". Mit dem Prägestempel des Verlags "Wohlgemuth & Lissner Berlin" u.li. versehen. Umlaufend im Passepartout klebemontiert und hinter Glas in einer schmaler Holzleiste gerahmt.

Technikbedingt etwas wellig. Rand umlaufend unfachmännisch im Passepartout überklebt, dort verso berieben. Mit vereinzelten Stockflecken verso. Passepartoutausschnitt leicht gebräunt

Stk. 20,8 x 19,5 cm, Bl. 30,7 x 25 cm, Psp. 38 x 31 cm, Ra. 40 x 33 cm. limit price 600 €
sold at 1.400 €
KatNr. 728 Hans Unger

728   Hans Unger "Studie für Salome" (Porträt Eva Plaschke-von der Osten als Salome?). Wohl 1917.

Hans Unger 1872 Bautzen – 1936 Dresden

Charcoal drawing, weiß gehöht, auf olivgrauem Papier. Signiert "Hans Unger" u.re. sowie schwer lesbar datiert , betitelt li.

Die Zeichnung entstand vermutlich im Jahr 1917 im Vorfeld der Entstehung des Gemäldes "Salome", heute Städtische Galerie Dresden, Inv.-Nr. 1960/77. Das Werk zeigt die Opernsängerin und -regisseurin Eva von der Osten. Das Thema war Hans Unger sicher bereits seit der Uraufführung der Oper "Salome" von Richard Strauß am Königlichen Hoftheater in Dresden im Jahr 1905 vertraut.
Vgl.: Günther, Rolf: Hans Unger. Leben und Werk mit dem Verzeichnis der Druckgraphik. Dresden, 1997, S. 40–41.

Deutlich knick- und fingerspurig. Papierabrieb am re.Rand. Durchgehender Fettfleck u. mittig sowie leichte Stockflecken verso.

50 x 36 cm. limit price 400 €
sold at 1.500 €
KatNr. 745 Fritz Winkler

745   Fritz Winkler "Sittiche". 1950's.

Fritz Winkler 1894 Dresden – 1964 ebenda

Watercolour und Pinselzeichnung über Graphit auf kräftigem Velin. Signiert u.re. "F. Winkler". Verso in Graphit o.li. vom Künstler sowie u.Mi. mit Tinte von fremder Hand betitelt.

Technikbedingt minimal gewellt. Verso Rückstände einer früheren Montierung in den Eckbereichen sowie kleine Farbrückstände.

48,7 x 63 cm. limit price 800 €
sold at 1.400 €
KatNr. 746 Fritz Winkler, Bisons im Schnee. Wohl 1950's.

746   Fritz Winkler, Bisons im Schnee. Wohl 1950's.

Fritz Winkler 1894 Dresden – 1964 ebenda

Brush drawing in ink und Aquarell. Unsigniert. Mit Annotationen des Künstlers in Blei o.re. und o.li. Freigestellt im Passepartout montiert und hinter Glas im schwarzen Holzrahmen gerahmt.

Leicht knickspurig an den Ecken u.re. und o.re. sowie minimal angegilbt.

42,5 x 59 cm, Psp. 45 x 61 cm, Ra. 63,5 x 83,5 cm. limit price 400 €
sold at 1.600 €
KatNr. 812  Süddeutscher Künstler, Heiliger Pantaleon. 1st half 16th cent.
KatNr. 812  Süddeutscher Künstler, Heiliger Pantaleon. 1st half 16th cent.
KatNr. 812  Süddeutscher Künstler, Heiliger Pantaleon. 1st half 16th cent.
KatNr. 812  Süddeutscher Künstler, Heiliger Pantaleon. 1st half 16th cent.
KatNr. 812  Süddeutscher Künstler, Heiliger Pantaleon. 1st half 16th cent.
KatNr. 812  Süddeutscher Künstler, Heiliger Pantaleon. 1st half 16th cent.

812   Süddeutscher Künstler, Heiliger Pantaleon. 1st half 16th cent.

Lindenholz (?), geschnitzt, aus zwei stirnverleimten Blöcken. Holzsichtig, dunkelbraun lasiert. Minimale Reste einer wohl späteren Farbfassung. Verso abgeflacht und hohl gearbeitet.

Bereits im Frühmittelalter wurde die Heiligen-Gruppe der "Vierzehn Nothelfer" angebetet und verehrt. Bestehend aus männlichen und weiblichen Heiligen des 2. bis 4. Jh., war den Märtyrern entsprechend ihrem Leben und Tod ein Aufgabenbereich zugeordnet. Während des Hoch- und Spätmittelalters – impulssetzend waren dabei die Pestpandemien – gewann die Anbetung der "Vierzehn Nothelfer" an Bedeutung. In den Kontext dieser Gruppe sind vorrangig die Darstellungen des Heiligen Pantaleons gesetzt. Als Patron der Ärzte, Hebammen und der Kranken, wurde Pantaleon – gemäß der Art seines Sterbens – auch zur Hilfe bei Kopfweh angerufen. Im Dienste Kaiser Diokletians, soll der christliche Leibarzt Pantaleon versucht haben, des Kaisers Frau zu bekehren – und leitete damit die Geschicke an, welche zu seiner Hinrichtung führten. Das Ende seines Martyriums wurde durch einen Schädel spaltenden Schwerthieb herbeigeführt. Ab dem 15. Jh. verbreitet sich die Darstellung des Pantaleons, dessen Hände mit einem Nagel auf seinem Scheitel festgeschlagen wurden.

Fuge der beiden Teilstücke im u. Viertel ablesbar. Trocknungsrisse, verso ein breiter, vertikaler Trocknungsriss mittig im Bereich von Schulter und Kopf. Zwei größere, längliche Ergänzungen, einige kleine Aussetzungen. Kleine Fehlstelle an einer Hand. Anobienfraß-Gänge (inaktiv), teils mit Kitt (Wachs?) verschlossen.

H. 74 cm, B. 29 cm, T. 26 cm. limit price 4.200 €
sold at 5.600 €
KatNr. 953  Drei Spitzkelche. Sachsen. Spätes 18. / frühes 19th cent.

953   Drei Spitzkelche. Sachsen. Spätes 18. / frühes 19th cent.

Farbloses, blasiges, partiell blaustichiges Glas mit den Resten einer Vergoldung. Konische Kuppa, in den konischen Rundschaft mit eingestochener Luftblase übergehend. Zwei Gläser schauseitig mit dem mattgeschnittenen, sächsischen Wappen unter dem Kurhut, flankiert von Blütenzweigen. Ein Glas mit dem kursächsischen Wappen, von Kurhut und doppelköpfigem Reichsadler bekrönt. Jeweils gestufter Rundfuß mit Abriss.

Zum Wappen vgl.: Haase, Gisela: Sächsisches Glas. Leipzig, 1988. Kat.-Nr. 295.

Vergoldung beinahe vollständig berieben, der Boden jeweils etwas kratzspurig. Wandung außen mit teils feinen Kratzspuren.

H. 11,2 cm. limit price 240 €
sold at 900 €
KatNr. 991 Highly Important Silver Kovsh. Fabergé, Moscow. Around 1913.
KatNr. 991 Highly Important Silver Kovsh. Fabergé, Moscow. Around 1913.
KatNr. 991 Highly Important Silver Kovsh. Fabergé, Moscow. Around 1913.
KatNr. 991 Highly Important Silver Kovsh. Fabergé, Moscow. Around 1913.
KatNr. 991 Highly Important Silver Kovsh. Fabergé, Moscow. Around 1913.
KatNr. 991 Highly Important Silver Kovsh. Fabergé, Moscow. Around 1913.
KatNr. 991 Highly Important Silver Kovsh. Fabergé, Moscow. Around 1913.
KatNr. 991 Highly Important Silver Kovsh. Fabergé, Moscow. Around 1913.
KatNr. 991 Highly Important Silver Kovsh. Fabergé, Moscow. Around 1913.
KatNr. 991 Highly Important Silver Kovsh. Fabergé, Moscow. Around 1913.
KatNr. 991 Highly Important Silver Kovsh. Fabergé, Moscow. Around 1913.
KatNr. 991 Highly Important Silver Kovsh. Fabergé, Moscow. Around 1913.
KatNr. 991 Highly Important Silver Kovsh. Fabergé, Moscow. Around 1913.
KatNr. 991 Highly Important Silver Kovsh. Fabergé, Moscow. Around 1913.
KatNr. 991 Highly Important Silver Kovsh. Fabergé, Moscow. Around 1913.
KatNr. 991 Highly Important Silver Kovsh. Fabergé, Moscow. Around 1913.
KatNr. 991 Highly Important Silver Kovsh. Fabergé, Moscow. Around 1913.
KatNr. 991 Highly Important Silver Kovsh. Fabergé, Moscow. Around 1913.
KatNr. 991 Highly Important Silver Kovsh. Fabergé, Moscow. Around 1913.
KatNr. 991 Highly Important Silver Kovsh. Fabergé, Moscow. Around 1913.

991   Highly Important Silver Kovsh. Fabergé, Moscow. Around 1913.

Peter Carl Fabergé 1846 St. Petersburg – 1920 Pully b. Lausanne
Rudolph Sack 1824 Kleinschkorlopp – 1900 Leipzig

Gift for the 50th anniversary of Rud. Sack, manufacturer for agricultural machinery in Leipzig-Plagwitz, by Dr. Walter Lessing, director of "Rabotnik", collective for agricultural machinery, Moscow.

Silver, 88 zolotnik, parcel-gilt. Hull-shaped corpus, the front segment with the sculptural figure of a falconer in historical robes on a galloping horse, flanked by additional falconers. On top of his right raised arm a falcon. Large "J"-shaped handle, on either side an ornamental relief, showing a fox and a rabbit. The rear of the body with the engraved dedication "Dem Hause "Rudolf Sack", die dankbare Act.-Ges. "Rabotnik"" and on the opposite side: "5. Mai 1863–1913". At the bottom marked "K. Fabergé" in cyrillic letters, above the two-headed eagle. Besides with the mark of the district administration of Moscow (oval and circle) as well as with the engraved inventory number "21601".

Compare Goldberg, T.: Verzeichnis der russischen Gold- und Silbermarken, München 1971, no. 870, 1938, 1941.

We thank Dr. Juliane Gohla, great-granddaughter of Rudolph Sack, for kind advice.
We thank Mrs Sabine Lessing, wife of Dr. Walter Lessing's grandson, for kind advice.

L. ca. 49,3 cm, h. 25,7 cm, weight approx. 4,8 kg.

Fabergé
The kovsh, a traditional Russian drinking vessel with the shape of a ship's hull has been in use since the Middle Ages until the 19th century throughout all levels of society. Originally a kovsh was made from wood and used as a mere basic commodity for serving food and drinks. At the beginning of the 18th century the tsar ordered gilded kovshs to give away for special merits for the country. During the 19th and beginning of the 20th century gold- and silversmiths like Fabergé created exceptional and frequently monumental kovshs of the highest quality on customer order for representation.
In 1887 Fabergé opened a branch in Moscow on Kuznetsky Most Street, a most famous boulevard. From 1900 onwards Fabergé manufactured all large silver objects in Moscow. At that time the city could be regarded as the centre of Russian silversmith business where all major companies had their headquarters and the country’s best silversmiths gathered. Another feature of the Moscow branch was the specialization on the Neo-Russian style. Russian-folkloristic themes and the recollection of Russian history became popular during the second half of the 19th century. Depiction of heroes, elements of fairy tales, epics or historical facts and personalities were seized on. Those motifs were formed three-dimensionally or placed on objects as reliefs. Fabergé designed several monumental kovshs with the bogatyr topic, the heroes from the legends of the medieval Kievan Rus. Likewise the theme of the falconer is deeply rooted in the Russian medieval history. Falconry was regarded as one of the most popular pastimes of the Russian aristocracy, especially the boyars.
The figurative part of the kovsh can be traced back to the sculpture "The tsar's falconer" (1872) by the Russian sculptor Eugeny Alexandrovich Lanceray (1848–1886). A monumental version was presented during the All-Russia Exhibition 1882 in Moscow, where Fabergé participated for the first time and obtained a gold medal.
According to the current research status, two further similar versions of falconer kovshs are known besides the one being offered. One comparable kovsh with slightly differing body form, handle and smaller divergent details with the inventory number "24682" belonged to the Swedish Nobel-family, an important customer of Fabergé. Especially Emanuel Nobel, Swedish-Russian oil magnate of the Branobel Company ordered several objects (further provenance: 20th May 1997 Sotheby's Geneva, lot 290/ 26th November 2012 Christie's London, lot 284). Another kovsh, less elaborate and not expressly attributed to Fabergé, was presented by the Grand Duke Boris Vladimirovich of Russia (cousin of Nicholas II of Russia) to Alfonso XIII of Spain in 1908 (Farnese Regiment). Both kovshs are directly attributed to an archival Fabergé sketch (Fabergé, T., p. 349).
Silver objects originating from the Fabergé Moscow branch usually remained unsigned and were exclusively marked with the manufacturer's name which is why so little is known about the designers themselves. Researchers take this as an opportunity to further scrutinize possible designers and dating of monumental bogatyr and falconer kovshs.

literature:
Fabergé, Tatiana F., et al. Fabergé: A Comprehensive Reference Book, 2012, p. 349.
Trombly, Margaret Kelly. Fabergé and the Russian Crafts Tradition, 2017.

web pages:
- Sparke, C. and Hoff, Dee Ann: "Fabergé's Monumental Kovshes with Bogatyr Themes" in: Fabergé Research Site | Newsletter 2015 Winter.
-Hoff, Dee Ann: "From Bogatyrs to Boyars" in: Fabergé Research Site | Newsletter 2016 Winter.


The Family Rudolph Sack
Rudolph Sack (1824-1900) came from a humble background and worked in his parents’ estate since early childhood. Nevertheless they focused on their son’s education and made it possible to hire a private teacher and later a training in mathematics and technical drawing with a land surveyor. Sack educated himself in the following years and worked as an estate manager for several employers. Upon the death of his stepfather he returned to his home and started improving the common inefficient ploughs. Sack constructed new, productive iron-and-steel ploughs as well as grain drills, harrows or rollers. After being successful within the region, his constructions were discussed in specialist journals and displayed in exhibitions. Sack’s first international client was the beet sugar industrialist Count Alexey Bobrinsky in Bogorodizk / Kiev who ordered 120 ploughs after a visit in 1857 on condition that they would be manufactured by Richard Garetts & Sons in Leiston, England. The contact with the technically advanced industry of Great Britain may have been a contributing impulse to establish an own company with the help of the industrialist and politician Carl Erdmann Heine (1819-1888) in Leipzig-Plagwitz. In 1873 Sack exhibited at the Vienna World’s Fair, went on trade travels and soon exported his products worldwide, for example to Austria and Russia. Within the upcoming years he expanded his business widely und successfully. In 1882 already 50% of the manufactured products were exported, in 1913, the year of the company’s 50th anniversary 72% went into export. Rudolph Sack’s son Paul entered the company in 1881, took over the daily business in 1891 and finally succeeded his father in 1900 as head of the company with growing success (fig. 1). Nearly 2.000 employees worked for Rud. Sack in 1911. An internal correspondence between the company’s export department and Otto Sack shows the beginning business relation to the joint-stock company Rabotnik (fig. 2). The company’s 50th anniversary in 1913 was celebrated on a large scale with international guests (fig. 3).
Paul Sack’s sons Otto and Dr. Hans Sack succeeded after their father’s death as company directors. In 1945 the Rud. Sack KG was closed by the US American administration, following the confiscation of all property by the Soviet administration. Production started again but all modern equipment was being dismantled and transported to the USSR in 1946. After 1948 the company, now “Leipziger Bodenbearbeitungsgerätefabrik VEB, vormals Rud. Sack” (BBG) was nationally owned and taken over by the Amazonen-Werke after insolvency in 1998.

literature:
- Dreyer, Klaus: Die Geschichte der BBG - Von Rudolph Sack bis AMAZONE, 2009.
- Rud. Sack Leipzig-Plagwitz: 1863 - 1913; Lebensgeschichte des Begründers, Entwicklung und heutiger Stand des Werkes. Leipzig, 1913.


The Family Lessing and “Rabotnik”
Director of the joint-stock company „Rabotnik“ was Dr. Walter Lessing (1881-1967), industrialist, politician and, like his father Anton Lessing (1840-1915), a major cultural sponsor in their hometown Oberlahnstein. He also continued to look after the long-term relationship between Russia and Germany. On the occasion of the 50th anniversary of Rud. Sack, Dr. Lessing was invited according to the internal, international guest list. Dr. Walter Lessings father Anton Lessing, Royal Prussian councillor of commerce and politico-economic consultant of the German embassy in St. Petersburg, can be considered a pioneer of Russian industrialisation. He laid the foundations for the families’ intensive business relation to Russia and contributed to the extension of railway construction in the country. Anton Lessing moved to Russia in 1864 and established a locomotive factory in Kolomna together with the brothers Amand and Gustav von Struwe in 1871. Lessing was responsible for material procurement as well as finances. Furthermore they founded the Tschelkowo-Society for hard coal mining and after 1881 several iron works in Russia. After Lessing’s marriage with Lydia de Cuyper (1848-1904) their principal residence was Oberlahnstein from the 1880’s on. He was awarded with honours and distinctions and became honorary citizen of Oberlahnstein and his birth city Mühlhausen.
His son Walter Lessing went to Russia of his own accord and supported his father Anton as well as his uncle Adolf Lessing in their agricultural businesses. In 1906 Walter Lessing started working for the administration of a collective for agricultural machinery “Rabotnik” (fig. 4). The collective was under the control of the ministry of agriculture and had been established by Amand von Struwe in 1866. Soon after his entry Lessing was appointed director. With its headquarters in St. Petersburg, “Rabotnik” owned branches in Moscow as well as in Kiev. “Rabotnik’s” task was to establish, supervise and finance factories for agricultural machinery to the point of production, among others a factory in Rjasan where the first Anglo Bulgarian plough was built. Walter Lessing gifted a miniature version made by Fabergé, St. Petersburg, to his father on his 70th birthday. They also represented the company Rud. Sack that delivered numerous ploughs and drill machines to Russia. Between 1912 and 1914 “Rabotnik” grew enormously in the segments total revenue, production and property purchase. In spring 1913 Walter Lessing travelled to Germany to attend the festivities of the 50th company anniversary of Rud. Sack where he met his future wife Anneliese Sack (1881-1967), daughter of Paul Sack. Only shortly before the outbreak of the 1st World War, Lessing left Russia towards Germany. After their marriage in 1919 and birth of their first son Anton-Paul in 1921, the family returned to Oberlahnstein in 1922. Lessing became director of Gauhe, Gockel & Cie., a company for lifting and construction equipment where he worked until 1938. Succeeding family generations occupied important social functions as Dr. Gregor Gysi, advocate and politician or Nobel Literature Prize laureate Doris Lessing (1919-2013), who was married to Gottfried Anton Nicolai Lessing (1914-1979) from 1945-1950.

literature:
- Lessing, W.: Vater und Sohn im Zarenreich 1859-1914 vom Sohne, typewritten manuscript, 1957, pp.3 ff., pp. 23 ff.

list of illustrations:
- fig. 1: photography family Paul Sack, private archive of Sabine Lessing.
- fig. 2: letter of the export department of Rud. Sack to Otto Sack: Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig, 20793, Rudolf Sack, Landmaschinenbau, Leipzig, Nr. 148, sheet 210.
- fig. 3: guest list 50th anniversary of Rud. Sack: Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig, 20793, Rudolf Sack, Landmaschinenbau, Leipzig, Nr. 143, sheet 1.
- fig. 4: poster "Rabotnik", private archive of Sabine Lessing.

Expertly restored condition. Gilding mostly lost. Few fine hairline cracks. The outside with some scratches, the inside and the bottom with several scratches. Bottom left of the outside corpus with small dents.

L. 49,3 cm, H. 25,7 cm, T. 25 cm, Gewicht ca. 4,8 kg. limit price 110.000 €
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