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AUCTION 63 28. März 2020
  Auction 63
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Paintings 19th ct.

000 - 020

021 - 032


Paintings, Modern

051 - 060

061 - 080

081 - 101


Paintings, Post War/Contemp

110 - 120

121 - 140

141 - 160

161 - 180

181 - 187


Graphic works, 16th-18th ct.

201 - 221

222 - 237


Graphic works, 19th ct.

241 - 261

262 - 281


Graphic works, Modern

291 - 300

301 - 320

321 - 340

341 - 360

361 - 380

381 - 400

401 - 420

421 - 440

441 - 454


Benefiz Kupferstich-Kabinett

460 - 480

481 - 488


Graphic works, Post War/Contemp

501 - 521

522 - 540

541 - 560

561 - 580

581 - 600

601 - 620

621 - 640

641 - 660

661 - 680

681 - 700

701 - 720

721 - 740

741 - 760

761 - 780

781 - 800

801 - 822


Photography

840 - 854


Sculptures

870 - 880

881 - 904


Porcelain figures

910 - 914


Porcelain, Ceramics

915 - 940

941 - 953


Earthenware

970 - 979


Glass

990 - 1000


Jewellery

1005 - 1016


Silver

1020 - 1022


Tin / Metals

1030 - 1033


Asian Graphics

1040 - 1047


Asian Porcellain & Ceramics

1049 - 1055


Asian Miscellaneous

1060 - 1070


Clocks, Watches

1075 - 1076


Miscellaneous

1081 - 1086


Frames

1100 - 1103


Lamps

1110 - 1119


Furniture, Fittings

1130 - 1140

1141 - 1146


Rugs, Carpets

1150 - 1160

1161 - 1167





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KatNr. 315 Otto Dix (zugeschr.) und andere Dresdner Künstler
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KatNr. 315 Otto Dix (zugeschr.) und andere Dresdner Künstler
KatNr. 315 Otto Dix (zugeschr.) und andere Dresdner Künstler
KatNr. 315 Otto Dix (zugeschr.) und andere Dresdner Künstler

315   Otto Dix (zugeschr.) und andere Dresdner Künstler "Bauernball-Kalender". 1914.

Otto Dix 1891 Untermhaus/Gera – 1969 Singen am Hohentwiel
Pol Cassel 1892 München – 1945 Kischinjow in Moldavien

Wood cut in colours auf "Zanders"-Bütten und feinem Japan. Zumeist im Stock monogrammiert. Einband aus festem, mehrlagigen Papier mit Siebstruktur-Prägung. Einband im Druckstock typografisch betitelt und datiert. Im vorderen Einband innen o.li. mit einer typografischen Etikette versehen "Gedacht und gemacht zum Bauernball 1914 von Schülern der Graph. Abteilung an der Königl. Kunstgewerbeschule, Dresden". Eine weitere, typografische Etikette im hinteren Einband o.re. "Textpapier u. Umschlag von J.W. Zanders Bergisch: Gladbach Druck von den Graph. Werkstätten in Dresden, Hassestr.1".
Die li. und re. Seite ist jeweils durch ein Ornamentfries umrahmt. Li. befindet sich der typografisch ausgeführte Monatsspruch, re. das dem jeweiligen Monat nebengestellte Motiv. Dieses ist jeweils auf der re. Seite als separates Blatt an den o. Ecken klebemontiert.

An dem Gemeinschaftswerk der Graphischen Abteilung der Kunstgewerbeschule waren entsprechend der verzeichneten Monogramme wohl folgende Studenten des Wintersemesters 1913/1914 beteiligt:
Rahmungen und Typografie von Herbert Wandrowsky (*1892) und Otto Erhard Grimmer (*1892).
Monatsübersicht: Im Stock signiert "GRIMMER" u.li. sowie monogrammiert "GF" u.re., Kurt Friedrich Gustav Fischer (*1894).
Januar: Otto Dix (zugeschr.) (*1891). Im Stock gesperrt signiert "DIX" u.Mi.re. (?).
Februar: Unsigniert.
März: Im Stock monogrammiert u.re. "HL", Johannes "Hans" Georg Lillig (*1894).
April: Unsigniert.
Mai: Unsigniert.
Juni: Unsigniert.
Mittige Doppelseite: Sommersonnenwende, im Stock signiert u.re. "P Cassel" (*1892).
Juli: Im Stock monogrammiert "GK", Georg Aloysius Kirsten (*1894).
August: Unsigniert.
September: Im Stock monogrammiert u.re. "CK", Franz Curt Kölling (*1892).
Oktober: Im Stock monogrammiert "OH", Otto Kurt Hösel (*1895).
November: Im Stock monogrammiert u.li. "H. W.", Herbert Wandrowsky (*1892).
Dezember: Im Stock monogrammiert u.li. "E.G.", Erhard Otto Grimmer (*1892).

Wir danken Herrn Prof. Dr. Rainer Beck, Coswig, für freundliche Hinweise.

Neben dem vorliegenden Exemplar des Bauernball-Kalenders aus dem Jahr 1914 ist lediglich die Existenz drei weiterer Exemplare bekannt, wovon zwei in der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden aufbewahrt werden. Alljährlich veranstaltete die Kunstgewerbeschule Dresden ein Kostümfest zur Faschingszeit, welches unter dem Motto eines Bauernballs geführt wurde (Vgl. Bossel-Gmeiner, S. 263). Ende der 1890er begannen Studenten der Kunstgewerbeschulen im gesamtdeutschen Raum diese Feste als Gegenveranstaltungen zu den theatralischen, historisierenden Kostümfeiern der Kunstakademien abzuhalten – das "bäuerliche Arkadien" entwickelte sich zu einem romantisch-realistischen Pendant (Vgl. Zepter, S. 97).
Das Titelblatt, sowie die Gestaltung des Motivblattes "Januar" entwarf Otto Dix wohl ebenso, wie die Einladungskarte und ein Plakat zur Werbung der Feier – nur wenige Monate bevor er seinen Dienst im 1. Weltkrieg antrat. In Gemeinschaftsarbeit mit seinen Kommilitonen der Graphischen Abteilung der Kunstgewerbeschule entstanden, wurde die druckgrafische Gesamtgestaltung am farblichen Prinzip von einem hellen Rauchblau und Ziegelrot orientiert. Die Kombination dieser Kolorierung sowie die stilisierten, volkstümlichen Motive des Kalendereinbandes erinnern an die Bemalung barocker Bauernschränke. Eine Rückbesinnung auf die bäuerliche Tradition schwingt auch in der inhaltlichen Gestaltung des Bauernball-Kalenders mit, welche in kurzen Gedichten den Jahresablauf des erfundenen Dorfes Grünlindenberg humoristisch wiedergibt. Der zentrale Druckbogen, von Pol Cassel gestaltet, gibt das fröhliche Treiben eines Mittsommer-Festes wieder. Auf der Einladungskarte appelliert eine Vorschrift an die Verkleidung in traditionell bäuerlicher Aufmachung: "Zieht ein Gewand an, das in unser Grenzdorf paßt. Wer als Salontiroler, in Masken- u. Fantasiekostüm, oder gar im Gesellschaftskleid kommt, darf nicht rein." (Vgl. Rüdiger, Bestandskatalog, Gera 1996; S. 412; Kat.-Nr. 258).

Lit.:
Gertraude Bossel-Gmeiner: Höhere Töchter, Weltkrieg und Inflation, Erinnerungen aus dem alten Dresden 1900 bis 1925, Norderstedt 2015.
Ulrike Rüdiger: Otto Dix. Bestandskatalog. Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafik, Gera 1996.
Michael Cornelius Zepter: Maskerade. Künstlerkarneval und Künstlerfeste in der Moderne, Wien Köln Weimar, 2012, S. 84–111.

Einband leicht angeschmutzt, mit kleinen Knicken und Stauchungen an den Ecken, Ränder mit leichten Bestoßungen und winzigem Einriss. Rücken des Einbandes partiell leicht aufgefasert, o. und u. zwei Einrisse. Heftklammern fehlend. Blätter vereinzelt mit leichter Gilbung, partiell etwas fingerspurig, Ecken leicht knick- und gebrauchsspurig. Die rahmenden Untersätze mit den Monatstexten alle mit einer zum Teil deutlichen Knickfalte mit partieller Stauchung, schräg in das Blatt einlaufend. Eine Arbeit (Sämann) mit Quetschfalten aus dem Druckprozess.

Einband 29 x 24,5 cm, Seite 27 x 22,5 cm, Bl. 22 x 17 cm. 2.400 €
* Droit-de-suite of 2.50 % applies.
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Prices shown are estimate prices. The majority of the lots is taxed according to "Differenzbesteuerung", so there is no V.A.T. on the item itself.

* Item of artist registered with the VG Bildkunst, upon which a droit-de-suite fee will be raised, are marked as "Droit-de-suite of 2,5 % applies"". (conditions of sale paragr. 7.4.)

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