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AUCTION 63 28. März 2020
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KatNr. 100200 Ernst Erwin Oehme, Blick in einen Kreuzgang mit dem Epitaph für Johannes von Schleinitz aus St. Afra in Meißen. 1865.
KatNr. 100200 Ernst Erwin Oehme, Blick in einen Kreuzgang mit dem Epitaph für Johannes von Schleinitz aus St. Afra in Meißen. 1865.

Ernst Erwin Oehme, Blick in einen Kreuzgang mit dem Epitaph für Johannes von Schleinitz aus St. Afra in Meißen. 1865.

Ernst Erwin Oehme 1831 Dresden – 1907 Dresden

Oil on canvas. Signiert "ERWIN OEHME" und datiert u.re. Verso auf der Leinwand nummeriert "31 5" o.li. In einem goldfarbenen, spätklassizistischen Hohlkehlrahmen mit Palmetten-Ornament in den Ecken und eingelegter Sichtleiste. Vierkantstäbe und schmale Hohlkehle vergoldet.

Wir danken Herrn Prof. Dr. Heinrich Magirius, Radebeul, für detaillierte Angaben zu dem dargestellten Epitaph und Grabmal.

Pittoreske Bildausschnitte und eine sensible Umsetzung von Licht- und Wetterstimmungen charakterisieren das Werk Oehmes, welches vor allem durch Landschaftsdarstellungen geprägt ist. In den 1860er Jahren wählte der Künstler für der Fertigung seiner Aquarelle vermehrt Sujets mittelalterlicher Kirchen und Burgen – ein Kontext, in den sich das vorliegende, eindrucksvolle Capriccio einreihen läßt, indem es den gotischen Kreuzgang des Meissner Domes offensichtlich als Vorlage rezipiert. Neben den gotischen Spitzbögen und den Kreuzgewölben adaptierte der Künstler auch einzelne Elemente, wie die bedachten Pfeilervorlagen oder die in den Boden eingelassene Memorialplatte und passte diese in Maßstab und Positionierung an sein Werk an. Dem benachbarten St. Afra entlehnte Oehme das linke Wandepitaph (Johannes von Schleinitz, gest. 1526) und das rechte, aufgerichtete Grabmal (Hans von Schleinitz, gest. 1476) deren eigentlicher Standort die Begräbniskapelle des Uradelsgeschlechts von Schleinitz in der benachbarten Klosterkappelle St. Afra ist.
Die Verwebung dieser charakteristischen Versatzstücke mehrerer lokaler Sakralbauten zu einer idealisierten Komposition verleihen dem Sujet einen ebenso besonderen Reiz wie die ruinöse, morbide Überformung des Motivs und die beeindruckende Umsetzung der letzten Regentropfen, die den ersten Sonnenfleck berühren.
Der Künstler setzte das Bildthema als Memento mori um – der ruinöse Baukörper, umgestürzte und herabgefallene architektonische Details, der teilweise eingestürzte Boden, Grabplatten, Epitaphe und abblühende Rosenstöcke verweisen auf die Vergänglichkeit alles Irdischen.
Die hervorragende malerische Qualität des Gemäldes, welches dem Frühwerk Oehmes zuordenbar ist und sicher zu den bedeutenderen Werken seines Gesamtschaffens zählt, stützt die Vermutung, dass es sich um das in Boetticher als "Kreuzgang im Dom zu Meißen" bezeichnete Werk handelt.

Vgl.: Boetticher (publ. 1891–1901), Bd. II, Teil 1, S. 175, Nr. 27.
Vgl.: Neidhardt, Hans Joachim: Die Malerei der Romantik in Dresden, Leipzig 1976, S. 316 f.
Vgl.: TU Dresden (Hrsg.): Erwin Oehme. Aquarelle aus dem Kunstbesitz der Technischen Universität Dresden, Meißen 2003.

Malschicht mit alterungsbedingtem Krakelee, im Bereich des vorderen Pfeilers an den Pastositäten etwas frühschwundrissig. Malschicht an den Rändern leicht berieben und mit Rahmenfalzabdrücken. Vereinzelte kleine Retuschen im Bereich der Gewölbebögen und an den Rändern. Kleine Stelle mit Malschicht-Abrieb Mi.li. Rahmen neu gefasst, partiell mit Abplatzungen.

70 x 85 cm, Ra. 91 x 102,5 cm.
KatNr. 100300 Alois Gustav Schulz, Gotische Kirchenruine im Hochgebirge. 1855.

Alois Gustav Schulz, Gotische Kirchenruine im Hochgebirge. 1855.

Alois Gustav Schulz 1805 Prag – 1860 ebenda

Oil on canvas. Ligiert signiert "Schulz", datiert sowie bezeichnet "p."[inxit] u.li. Verso auf dem Keilrahmen mit Resten eines alt bezeichneten Etiketts. In einer bronzefarbenen Holzleiste gerahmt.

Malschicht mit Klimakante und feinem Krakelee, im Falzbereich berieben und mit kleinen Fehlstellen. Im Falzbereich mit gelben Klebespuren (?). Zwei kleine Retuschen im Bereich des Himmels sowie eine Druckstelle ebenda.

83 x 50,5 cm, Ra. 47 x 59 cm. 2.400 €
KatNr. 200100 Eugen Bracht
KatNr. 200100 Eugen Bracht
KatNr. 200100 Eugen Bracht

Eugen Bracht "Schl[oss]. Assumstadt an der Jaxt [Jagst]". 1920.

Eugen Bracht 1842 Morges/Genfersee – 1921 Darmstadt

Oil on canvas. Signiert "EUGEN BRACHT" und datiert u.li. Verso auf der Leinwand betitelt und datiert sowie mit der Inventarnummer (?) 1868 versehen. Auf dem Keilrahmen bezeichnet "Kiste 999/2". In einem goldfarben gefassten Holzrahmen mit Hohlkehle.

Im September 1920 bereiste Bracht das Gebiet des Neckars und der Jagst – eine der letzten Exkursionen des Künstlers vor seinem Ableben im November 1921. Er besuchte dabei auch Assumstadt im Landkreis Heilbronn, dessen ab 1769 errichtetes Barockschloss mittig eines großen Parkes liegt. Bracht gibt im Gemälde die Gartenseite des Gebäudes mit der beginnenden Laubfärbung eines sonnigen Frühherbstes wieder.

Vgl. Großkinsky, M.; Küster, B. (Hrsg.), Eugen Bracht 1842 – 1921. Ausstellungskatalog des Museum Giersch, Frankfurt a. M., 2006, S. 178.

Leinwand sitzt etwas locker auf dem Keilrahmen. Kaum wahrnehmbare Klimakante. Malschicht im Falzbereich rahmungsbedingt minimal berieben. Zwei kleine, punktuelle Fehlstellen im Firnis über dem Schloss.

58 x 65 cm, Ra. 68 x 75 cm. 3.200-3.800 €
KatNr. 200200 Erich Fraaß

Erich Fraaß "Liebespaar". 1920.

Erich Fraaß 1893 Glauchau – 1974 Dresden

Oil on canvas. Signiert "E. Fraaß" u.re. Keilrahmen verso von fremder Hand bezeichnet. In einer hellen, schlichten Holzleiste gerahmt.
WVZ SKD 1959 1, mit Abbildung; WVZ Claußnitzer 67, dort mit abweichender Datierung "Um 1923" und dem Vermerk "Künstlernachlass".

Provenienz: Privatbesitz Dresden.

Leinwand etwas locker auf dem Keilrahmen sitzend, verso geweißt. Partiell mit Frühschwund- und Alterskrakelee. Obere Malschicht rahmungsbedingt im äußeren Randbereich partiell berieben.

100,5 x 70 cm, Ra. 106 x 75,5 cm. 7.200 €
KatNr. 200500 Gotthardt Kuehl, Dresden – Brühlsche Terrasse mit Hofkirche und Hausmannsturm. Um 1910.

Gotthardt Kuehl, Dresden – Brühlsche Terrasse mit Hofkirche und Hausmannsturm. Um 1910.

Gotthardt Kuehl 1850 Lübeck – 1915 Dresden

Gouache und Öl über schwarzer Kreide auf Karton. U.li. in Blei signiert "Gotthardt Kuehl“. Verso mit dem Papieretikett von "Emil Richter Hof-Kunsthändler Sr. Majestät des Königs". Im Originalzustand erhaltene, verso verklebte Rahmung mit goldfarbener Blattmetallauflage. Ovale, masseverzierte Leiste im Lorbeer-Dekor zwischen zwei zarten, ornamentierten Bändern sowie einer Mittelkartusche am oberen Scheitelpunkt.
Nicht im WVZ Neidhardt, vgl. jedoch motivisch WVZ Neidhardt 651.

Im Jahr 1908 beauftragte der Dresdner Stadtrat Gotthardt Kuehl mit der Ausführung von elf Landschaftsgemälden für den Sitzungssaal der Stadtverordneten im Neuen Rathaus. Die Serie umfasste Ansichten der Alt- und Neustadt, sowie der historischen Dorfkerne Kaditz und Leubnitz-Neuostra. Als besonderes Charakteristikum prägt die Serie das Oval-Format, welches im Genre der Landschaftsgemälde eine außergewöhnliche Bildgrenze zieht und die Werkgruppe unabhängig der Sujets vereinheitlicht. Das Bildmotiv gleicht dem bereits in unserer 61. Kunstauktion präsentierten Ölgemälde Kühls jener Serie.

Hinter der originalen Verglasung Reste von winzigen Insektenhüllen. Ein kleines Reißzwecklöchlein in der o. Mi. Scheibeninneres aufgrund technikbedingter Bindemittelspuren leicht mattiert. Kleine Fehlstelle an der o. Kartusche des Rahmens, sowie einzelne Risse. Partieller Verlust der Blattmetallauflage mit durchscheinendem Bolus.

BA. 49,5 x 41 cm, Ra. 59 x 47,5 cm. 9.000 €
KatNr. 200600 Gotthardt Kuehl, Blick auf den Dresdner Neumarkt mit Goldenem Reiter und Dreikönigskirche. Um 1908.

Gotthardt Kuehl, Blick auf den Dresdner Neumarkt mit Goldenem Reiter und Dreikönigskirche. Um 1908.

Gotthardt Kuehl 1850 Lübeck – 1915 Dresden

Gouache und Öl über schwarzer Kreide auf Karton. U.li. in Blei signiert "G. Kuehl“. Verso mit minimalen Resten des Papieretiketts von "Emil Richter Hof-Kunsthändler Sr. Majestät des Königs". Auf der Rückwand von fremder Hand in Blei unleserlich bezeichnet und nummeriert. Im Originalzustand erhaltene, verso verklebte Rahmung mit goldfarbener Blattmetallauflage. Ovale, masseverzierte Leiste im Lorbeer-Dekor zwischen zwei zarten, ornamentierten Bändern sowie einer Mittelkartusche am oberen Scheitelpunkt.
Nicht im WVZ Neidhardt, vgl. jedoch motivisch WVZ Neidhardt 630 und 631.

Im Jahr 1908 beauftragte der Dresdner Stadtrat Gotthardt Kuehl mit der Ausführung von elf Landschaftsgemälden für den Sitzungssaal der Stadtverordneten im Neuen Rathaus. Die Serie umfasste Ansichten der Alt- und Neustadt, sowie der historischen Dorfkerne Kaditz und Leubnitz-Neuostra. Als besonderes Charakteristikum prägt die Serie das Oval-Format, welches im Genre der Landschaftsgemälde eine außergewöhnliche Bildgrenze zieht und die Werkgruppe unabhängig der Sujets vereinheitlicht. Die Vorderseite des Goldenen Reiters bildete Kuehl um 1910 in einem Ölgemälde ab, welches heute im Stadtmuseum Dresden aufbewahrt wird (WVZ Neidhardt 644).

Hinter der originalen Verglasung Reste von winzigen Insektenhüllen. Zwei Reißzwecklöchlein in der o. Mi. Partielle Ablösung der oberen Malschicht im Bereich des Goldenen Reiters. Scheibeninneres aufgrund technikbedingter Bindemittelspuren leicht mattiert, an wenigen Stellen mit (oxidierter) Farbanhaftung. Fehlstelle an der o. Kartusche des Rahmens, sowie einzelne Risse. Partieller Verlust der Blattmetallauflage mit durchscheinendem Bolus.

BA. 49,5 x 41 cm, Ra. 59 x 47,5 cm. 9.000 €
KatNr. 200801 Otto Dix, Gartenlokal des Café Demnitz in Dresden-Loschwitz (?). Wohl 1908.

Otto Dix, Gartenlokal des Café Demnitz in Dresden-Loschwitz (?). Wohl 1908.

Otto Dix 1891 Untermhaus/Gera – 1969 Singen am Bodensee

Oil on cardboard. Unsigniert. In einem dunkelgrünen, breiten Holzrahmen mit breiter Hohlkehle und goldfarbener Innenleiste. Verso von fremder Hand in Blei nummeriert "24".
Das Gemälde wird in das in Vorbereitung befindliche WVZ Beck aufgenommen.

Mit einer schriftlichen Authentizitätsbestätigung von Prof. Dr. Rainer Beck, Coswig, vom 10.01.2013.

Recto in der o.re. Ecke Spuren eine mit Farbstift aufgebrachten "24". Drei winzige Verluste der Malschicht im u. Randbereich.

35,2 x 26,7 cm, Ra. 46,5 x 37,5 cm. 28.000 €
* Droit-de-suite of 2.00 % applies.
KatNr. 200802 Joachim Heuer, Interieur mit Büste und Stuhl. 1963.

Joachim Heuer, Interieur mit Büste und Stuhl. 1963.

Joachim Heuer 1900 Dresden – 1994 ebenda

Oil on fibreboard. Verso signiert "Heuer" und datiert. In einer schwarz gefassten, schlichten Holzleiste gerahmt.

Sehr kleine Flecken eines mikrobiellen Befalls vermehrt im Bereich der grauen Malschicht. Malschicht im Bereich der Ecken minimal berieben. Rahmen an der u.li. Ecke bestoßen.

50,5 x 56 cm, Ra. 53,5 x 59 cm. 3.500 €
KatNr. 200803 Wilhelm Rudolph, Bagger bei Nacht. Wohl 1930.

Wilhelm Rudolph, Bagger bei Nacht. Wohl 1930.

Wilhelm Rudolph 1889 Chemnitz – 1982 Dresden

Oil on canvas. U.re. signiert "W. Rudolph.". In einem breiten, goldfarbenen Holzrahmen.

Zum Motiv vgl.:
Wilhelm Rudolph: Das Phantastischste ist die Wirklichkeit. Malerei und Holzschnitte. Ausstellungskatalog Städtische Galerie Dresden. Dresden 2015. Kat.Nr. 98, Abb. S.95.

Schmidt, Martin: Wilhelm Rudolph. In Licht und Dunkelheit des Lebens und der Natur. Leben und Werk. Dresden, 2002. KatNr. 153, S. 185.

Alterskrakelee. Leinwand sitzt locker auf dem Keilrahmen.

76 x 108 cm, Ra. 92 x 123 cm. 4.800 €
KatNr. 200804 Helmut Schmidt-Kirstein, Großer Blumenstrauß. 1968.

Helmut Schmidt-Kirstein, Großer Blumenstrauß. 1968.

Helmut Schmidt-Kirstein 1909 Aue – 1985 Dresden

Oil on hessian. Signiert "Kirstein" und datiert u.re. In einer einfachen Künstler-Nagelleiste gerahmt.

Werkimmanente, punktuelle Abreibungen der oberen Malschicht.

112 x 56 cm. 2.600 €
KatNr. 300200 Franz Innocenz Kobell, Oberbayerische Landschaft. 1793.

Franz Innocenz Kobell, Oberbayerische Landschaft. 1793.

Franz Innocenz Kobell 1749 Mannheim – 1822 München

Pen and brush drawing in Tusche, laviert, über Bleistift auf Bütten. Unsigniert. U.Mi. in brauner Tusche ausführlich datiert "dem 5. November 1793" sowie verso vom Künstler mit schwarzem Pinsel abermals datiert "1793". Im Passepartout.

Die vorliegende Zeichnung gehört zur Münchner Periode Franz Innocenz Kobells, während derer er sich intensiv mit der oberbayerischen Landschaft befasste. In dieser Zeit orientierte sich der Künstler am Stil Johann Georg von Dillis' und an den idealen Landschaftsdarstellungen von Claude Lorrain.

Vgl.: Ein Zeichner zwischen Idylle und Realismus. Ausstellungskatalog Staatliche Graphische Sammlung München, München, 2005, S. 32–40.

Ränder ungerade geschnitten. Re. Rand berieben sowie mit Einrissen und Fehlstellen, dort verso mit Flüssigpapier kaschiert (evtl. durch ältere Montierung). Datierung mittig leicht verwischt.

16 x 19,5 cm, Psp. 29 x 32,5 cm. 1.200 €
KatNr. 300400 Friedrich August Kannegießer, Fünf Ansichten zu
KatNr. 300400 Friedrich August Kannegießer, Fünf Ansichten zu
KatNr. 300400 Friedrich August Kannegießer, Fünf Ansichten zu
KatNr. 300400 Friedrich August Kannegießer, Fünf Ansichten zu
KatNr. 300400 Friedrich August Kannegießer, Fünf Ansichten zu

Friedrich August Kannegießer, Fünf Ansichten zu "Dresdens Festungswerke im Jahre 1811". 1822/ 1825.

  

Watercolour über Federzeichnung in Tusche. Eine Arbeit monogrammiert "K" und datiert u.li. Entwürfe für die Blätter 11, 13, 18, 30 und 53 aus der Folge "Dresdens Festungswerke im Jahre 1811" vor der Demolierung. Jeweils an den o. Ecken im Passepartout montiert, darauf in Blei von fremder Hand bezeichnet.
Mit den Darstellungen:
"Der Zwingergraben vom Hofwaschhaus nach Westen auf die Häuser am Beginn der Ostraallee, rechts die Zwingerbrücke, links das Accishaus des Wilsdruffer Tores" (Blatt 11).

"Ansicht des SeeThores aus der Vorstadt nach der See-gaße hereinwärts" (Blatt 13).

"Das kurfürstlich-sächsische und königlich-dänische Alliancewappen an der äußeren Festungsmauer nördlich des Wilsdruffer Tores (Wilsches Tor) von der Brücke aus" (Blatt 15).

"Blick von einem Haus am südlichen Stadtgraben westlich des Seetores nach Nordwesten zur Bastion Mercur (heute Dr.-Külz-Ring und Dippoldiswalder Platz)" (Blatt 30).

"Blick von der Brücke am Pirnaischen Tor nach Süden auf den Stadtgraben" (Blatt 53).

1890 wurde die gesamte Folge mit zu den hier vorliegenden Arbeiten nahezu identischen Aquarellen als Lichtdrucke publiziert in: O. Richter (Hrsg.), Dresdens Festungswerke im Jahre 1811. Für seine Mitglieder herausgegeben vom Verein für Geschichte Dresdens. Dresden, Stengel und Markert bzw. Lehmann. 1890.

Jeweils leicht gegilbt und knickspurig. Blatt 11: Ecke u.re fehlt sowie leicht stockfleckig. Blatt 13: Papier am u.re. Rand gestaucht. Blatt 15: deutlich fingerspurig. Blatt 30: Einriss am u. Rand mittig.

Darst.13,2 x 18,4 cm, Bl. 23 x 35,7 cm, Psp. 50 x 39,5 cm. 3.000 €
KatNr. 400100 Pol Cassel, Liegende Katze. 1926.
KatNr. 400100 Pol Cassel, Liegende Katze. 1926.

Pol Cassel, Liegende Katze. 1926.

Pol Cassel 1892 München – 1945 Kischinjow in Moldavien

Watercolour und Kreide über Grafit auf Aquarellpapier. In Blei signiert "Cassel" und datiert u.re. Verso in Blei nummeriert u.li. Hinter Glas in einer hell gefassten Holzleiste mit schmaler Hohlkehle gerahmt.

Wir danken Herrn Franz-Carl Diegelmann, Zürich, für freundliche Hinweise.

Papier leicht gegilbt, in den u. Ecken etwas atelierspurig. Kleine diagonale Knickspuren u.li. und u.re. Verso leicht lichtrandig. Verso in den Ecken minimale Klebstoffreste sowie umlaufende Papierreste einer früheren Montierung.

35,5 x 41,8 cm, Ra. 43,5 x 50 cm. 3.200 €
KatNr. 400200 Otto Dix (zugeschr.) und andere Dresdner Künstler
KatNr. 400200 Otto Dix (zugeschr.) und andere Dresdner Künstler
KatNr. 400200 Otto Dix (zugeschr.) und andere Dresdner Künstler
KatNr. 400200 Otto Dix (zugeschr.) und andere Dresdner Künstler
KatNr. 400200 Otto Dix (zugeschr.) und andere Dresdner Künstler
KatNr. 400200 Otto Dix (zugeschr.) und andere Dresdner Künstler
KatNr. 400200 Otto Dix (zugeschr.) und andere Dresdner Künstler
KatNr. 400200 Otto Dix (zugeschr.) und andere Dresdner Künstler
KatNr. 400200 Otto Dix (zugeschr.) und andere Dresdner Künstler
KatNr. 400200 Otto Dix (zugeschr.) und andere Dresdner Künstler
KatNr. 400200 Otto Dix (zugeschr.) und andere Dresdner Künstler
KatNr. 400200 Otto Dix (zugeschr.) und andere Dresdner Künstler
KatNr. 400200 Otto Dix (zugeschr.) und andere Dresdner Künstler
KatNr. 400200 Otto Dix (zugeschr.) und andere Dresdner Künstler
KatNr. 400200 Otto Dix (zugeschr.) und andere Dresdner Künstler
KatNr. 400200 Otto Dix (zugeschr.) und andere Dresdner Künstler
KatNr. 400200 Otto Dix (zugeschr.) und andere Dresdner Künstler
KatNr. 400200 Otto Dix (zugeschr.) und andere Dresdner Künstler
KatNr. 400200 Otto Dix (zugeschr.) und andere Dresdner Künstler

Otto Dix (zugeschr.) und andere Dresdner Künstler "Bauernball-Kalender". 1914.

Otto Dix 1891 Untermhaus/Gera – 1969 Singen am Bodensee
Pol Cassel 1892 München – 1945 Kischinjow in Moldavien

Wood cut in colours auf "Zanders"-Bütten und feinem Japan. Zumeist im Stock monogrammiert. Einband aus festem, mehrlagigen Papier mit Siebstruktur-Prägung. Einband im Druckstock typografisch betitelt und datiert. Im vorderen Einband innen o.li. mit einer typografischen Etikette versehen "Gedacht und gemacht zum Bauernball 1914 von Schülern der Graph. Abteilung an der Königl. Kunstgewerbeschule, Dresden". Eine weitere, typografische Etikette im hinteren Einband o.re. "Textpapier u. Umschlag von J.W. Zanders Bergisch: Gladbach Druck von den Graph. Werkstätten in Dresden, Hassestr.1".
Die li. und re. Seite ist jeweils durch ein Ornamentfries umrahmt. Li. befindet sich der typografisch ausgeführte Monatsspruch, re. das dem jeweiligen Monat nebengestellte Motiv. Dieses ist jeweils auf der re. Seite als separates Blatt an den o. Ecken klebemontiert.

An dem Gemeinschaftswerk der Graphischen Abteilung der Kunstgewerbeschule waren entsprechend der verzeichneten Monogramme wohl folgende Studenten des Wintersemesters 1913/1914 beteiligt:
Rahmungen und Typografie von Herbert Wandrowsky (*1892) und Otto Erhard Grimmer (*1892).
Monatsübersicht, Kurt Friedrich Gustav Fischer (*1894).
Januar: Otto Dix (zugeschr.) (1891).
Februar: Unsigniert.
März: Johannes "Hans" Georg Lillig (*1894).
April: Unsigniert.
Mai: Unsigniert.
Juni: Unsigniert.
Mittige Doppelseite: Sommersonnenwende, Pol Cassel (*1892).
Juli: Georg Aloysius Kirsten (*1894).
August: Unsigniert.
September: Franz Curt Kölling (*1892).
Oktober: Otto Kurt Hösel (*1895).
November: Herbert Wandrowsky (*1892) .
Dezember: Erhard Otto Grimmer (*1892).

Wir danken Herrn Prof. Dr. Rainer Beck, Coswig, für freundliche Hinweise.

Einband leicht angeschmutzt, mit kleinen Knicken und Stauchungen an den Ecken, Ränder mit leichten Bestoßungen und winzigem Einriss. Rücken des Einbandes partiell leicht aufgefasert, o. und u. zwei Einrisse. Heftklammern fehlend. Blätter vereinzelt mit leichter Gilbung, partiell etwas fingerspurig, Ecken leicht knick- und gebrauchsspurig sowie die ersten fünf Seiten mit diagonaler Knickspur in Ecke o.re. Eine Arbeit (Sämann) mit Quetschfalten aus dem Druckprozess.

Einband 29 x 24,5 cm, Seite 27 x 22,5 cm, Bl. 22 x 17 cm. 2.400 €
* Droit-de-suite of 2.00 % applies.
KatNr. 400300 Conrad Felixmüller

Conrad Felixmüller "Liebesfrucht". 1918.

Conrad Felixmüller 1897 Dresden – 1977 Berlin

Lithograph in colours in Braun auf feinem hell-olivfarbenem Papier. Im Stein ligiert monogrammiert "FM" u.re. In Blei unterhalb der Darstellung signiert "Felixmüller" sowie datiert, betitelt und technikbezeichnet. Verso in Blei nummeriert u.re. "25/ ". Eines von ca. 30 Exemplaren.
WVZ Söhn 143.

Blatt im Format beschnitten. Insgesamt knickspurig. In den Randbereichen mit mehreren Einrissen und Fehlstellen, größtenteils restauriert. Am o. Blattrand drei Einrisse (bis ca. 8,5 cm) sowie zwei Fehlstellen und Abrieb, hinterlegt. Am li. Blattrand zehn kleine Einrisse (bis 5 mm) und zwei Fehlstellen, kaschiert bis auf drei Einrisse. An Ecke u.li. ein Einriss (1,5 cm) sowie ein Einriss am u. Rand (8 mm) hinterlegt. Fehlende Ecke u.re. komplett ergänzt (ca. 5,5 x 2,5 cm). Am re. Blattrand fünf Stellen mit Einrissen sowie drei kleine Fehlstellen hinterlegt. Papier an diesen Stellen etwas gewellt, teils mit Knitterfalten und Flüssigkeitsflecken. Auf der re. Blatthälfte eine vertikal verlaufende Knickspur sowie mehrere schräge Knickspuren, teils mit Farbverlust (Haare). Ein Fleck im Bereich der Darstellung (Daumen), verso durchscheinend.

St. 45 x 28,5 cm, Bl. 54,7 x 42,7 cm. 1.800 €
* Droit-de-suite of 2.00 % applies.
KatNr. 500100 Eugène Dodeigne, Personnage debout. 1970's.

Eugène Dodeigne, Personnage debout. 1970's.

Eugène Dodeigne 1923 Rouvreux, Belgien – 2015 bei Bondues, Frankreich

Bronze, gegossen, braun patiniert, partiell berieben. U. li. monogrammiert "E.D." Ohne Gießereistempel.

In den Vertiefungen Reste des Gussmaterials, zwischen den Fingern der Hände deutlicher.

H. 52 cm. 6.000-10.000 €
KatNr. 800100  Museales Tafeltuch anlässlich eines Banketts der Krönung Friedrich August I. von Sachsen, genannt August der Starke, zum König von Polen-Litauen 1697. Sachsen / Polen. 1697.
KatNr. 800100  Museales Tafeltuch anlässlich eines Banketts der Krönung Friedrich August I. von Sachsen, genannt August der Starke, zum König von Polen-Litauen 1697. Sachsen / Polen. 1697.

Museales Tafeltuch anlässlich eines Banketts der Krönung Friedrich August I. von Sachsen, genannt August der Starke, zum König von Polen-Litauen 1697. Sachsen / Polen. 1697.

Weißer Leinendamast, handgewebt. Rechteckiges Gewebe, darauf reihig angeordnete Bildfelder sowie Bildinschriften in spiegelbildlicher Musterverdopplung. Die Bildreihen mit der Darstellung des Schlosses von Krakau, oberhalb bezeichnet "CRA CAU", unterhalb ein Kanonenmotiv. Des Weiteren mit dem königlich-polnischen Wappen, unterhalb mit der Darstellung des Königs im Rapport, bezeichnet "KÖNIG IN POHLEN". Randdekor mit zarten, volutenförmigen Blütenranken, die Kanten mit Schachbrettmuster. In der oberen rechten Ecke mit den Resten eines gestickten Monogramms "H[...]" in Braun.

Vgl. ein sehr ähnliches Tafeltuch in: Prinet, Marguerite: Le damas de lin histoiré du XVIe au XIXe siècle. Berne, 1982. S. 97.
Das dort abgebildete Tuch befindet sich im Deutschen Textilmuseum Krefeld, Inv.-Nr. 11050.

Eine schriftliche Authentizitätbestätigung des Direktors Wolfgang Henning des Deutschen Damast- und Frottiermuseums Großschönau vom 17.09.1997 liegt vor.

Provenienz: 1953 Geschenk von Irene Papesch, Dresden, Freundin der 1949 verstorbenen Großmutter sowie der Mutter des EL; aus dem Besitz der Großmutter Fräulein Papeschs, ihre Brüder und Vettern besaßen Textilfabriken in Schlesien in der ersten Hälfte des 19. Jh.
Irene Papesch war Mitarbeiterin des Romanisten und Politologen Viktor Klemperers (1881 Gorzów Wielkopolski, Landsberg an der Warthe – 1960 Dresden).

Mittig vertikal verlaufende, etwas gedunkelte Verfärbung (B. 13 cm). Im oberen Drittel ein Löchlein, vereinzelt dünne Stellen. Vereinzelt geschlossene Fehlstellen. Insgesamt mit leichteren Stockflecken.

240 x 180 cm. 6.000 €
KatNr. 900100  Guan (Weingefäß). Cizhou Ofen, China. Späte Yuan-Dynastie  – frühe Ming- Dynastie. Um 1380.
KatNr. 900100  Guan (Weingefäß). Cizhou Ofen, China. Späte Yuan-Dynastie  – frühe Ming- Dynastie. Um 1380.
KatNr. 900100  Guan (Weingefäß). Cizhou Ofen, China. Späte Yuan-Dynastie  – frühe Ming- Dynastie. Um 1380.
KatNr. 900100  Guan (Weingefäß). Cizhou Ofen, China. Späte Yuan-Dynastie  – frühe Ming- Dynastie. Um 1380.

Guan (Weingefäß). Cizhou Ofen, China. Späte Yuan-Dynastie – frühe Ming- Dynastie. Um 1380.

Ceramic, heller Scherben, cremefarben engobiert, farblos glasiert und in Eisenbraun staffiert, die Innenwandung vollständig dunkelbraun engobiert. Balusterförmiger Korpus mit eingezogener Schulter und kurzem, weiten Mündungsrand. Auf der Wandung flächig ein Phönixdekor vor stilisierten ruyi-Wolken mit Binnenritzung sowie von zwei Bergmotiven flankiert. Unterhalb ein Band mit gemalten, rudimentären Blattmotiven zwischen Doppelringen. Unterseits mit der (späteren?) Bezifferung "133" und einem gepinselten Symbol (Auge?).

Der Report der Thermoluminiszenz Analyse No. 01R310120 des Labors Kotalla vom 04.02.2020 liegt vor (640 Jahre + / – 18%).

Literatur:
Yutaka Mino, Freedom of Clay and Brush Through Seven Centuries in Northern China: Tz'u-chou Type Wares 960 – 1600 A.D, Indianapolis Museum of Art, Indianapolis, 1980, p.206, fig. 254.

Im Mündungsbereich mit feinen Glasur- oder Materialrissen. Korpus mit altersbedingten Eindellungen und Lunkerbildung, Bearbeitungsspuren aus der Herstellung.

H. 34,5 cm, D. ca. 35 cm. 15.000-25.000 €
KatNr. 900200  Avalokiteshvara Bodhisattva mit elf Köpfen und acht Armen. Sino-tibetisch. 18th cent.
KatNr. 900200  Avalokiteshvara Bodhisattva mit elf Köpfen und acht Armen. Sino-tibetisch. 18th cent.
KatNr. 900200  Avalokiteshvara Bodhisattva mit elf Köpfen und acht Armen. Sino-tibetisch. 18th cent.

Avalokiteshvara Bodhisattva mit elf Köpfen und acht Armen. Sino-tibetisch. 18th cent.

Bronze, hohl gearbeitet, dunkelbraun patiniert und mit Resten einer braunen Lackierung sowie einer Lackvergoldung. Perlenbesatz in Form kleiner Türkiscabochons. In Padmasana auf einem Lotossockel sitzender Bodhisattva mit indischem Fürstenschmuck. Vor der Brust in Anjali Mudra zusammengelegte Arme. In den nach außen gehaltenen rechten Händen eine Gebetsschnur, ein Buch sowie eine Sonne, die linken Hände Lotosblüten sowie einen Mond haltend.

Alt restaurierter Zustand. Kleine Materialrissspur, verso kleine Eindellung. Steinbesatz zum Teil fehlend sowie partiell verfärbt. Gebetskette fragmentarisch. Vergoldung größtenteils berieben, Lackierung teils berieben. Partiell Korrosionsspuren.

H. 23 cm. 2.400 €
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