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AUCTION 63 28. März 2020
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KatNr. 14 Ernst Erwin Oehme, Blick in einen Kreuzgang mit dem Epitaph für Johannes von Schleinitz aus St. Afra in Meißen. 1865.
KatNr. 14 Ernst Erwin Oehme, Blick in einen Kreuzgang mit dem Epitaph für Johannes von Schleinitz aus St. Afra in Meißen. 1865.

014   Ernst Erwin Oehme, Blick in einen Kreuzgang mit dem Epitaph für Johannes von Schleinitz aus St. Afra in Meißen. 1865.

Ernst Erwin Oehme 1831 Dresden – 1907 Dresden

Oil on canvas. Signiert "ERWIN OEHME" und datiert u.re. Verso auf der Leinwand nummeriert "31 5" o.li. In einem goldfarbenen, spätklassizistischen Hohlkehlrahmen mit Palmetten-Ornament in den Ecken und eingelegter Sichtleiste. Vierkantstäbe und schmale Hohlkehle vergoldet.

Wir danken Herrn Prof. Dr. Heinrich Magirius, Radebeul, für detaillierte Angaben zu dem dargestellten Epitaph und Grabmal.

Pittoreske Bildausschnitte und eine sensible Umsetzung von Licht- und Wetterstimmungen charakterisieren das Werk Oehmes, welches vor allem durch Landschaftsdarstellungen geprägt ist. In den 1860er Jahren wählte der Künstler für der Fertigung seiner Aquarelle vermehrt Sujets mittelalterlicher Kirchen und Burgen – ein Kontext, in den sich das vorliegende, eindrucksvolle Capriccio einreihen läßt, indem es den gotischen Kreuzgang des Meissner Domes offensichtlich als Vorlage rezipiert. Neben den gotischen Spitzbögen und den Kreuzgewölben adaptierte der Künstler auch einzelne Elemente, wie die bedachten Pfeilervorlagen oder die in den Boden eingelassene Memorialplatte und passte diese in Maßstab und Positionierung an sein Werk an. Dem benachbarten St. Afra entlehnte Oehme das linke Wandepitaph (Johannes von Schleinitz, gest. 1526) und das rechte, aufgerichtete Grabmal (Hans von Schleinitz, gest. 1476) deren eigentlicher Standort die Begräbniskapelle des Uradelsgeschlechts von Schleinitz in der benachbarten Klosterkappelle St. Afra ist.
Die Verwebung dieser charakteristischen Versatzstücke mehrerer lokaler Sakralbauten zu einer idealisierten Komposition verleihen dem Sujet einen ebenso besonderen Reiz wie die ruinöse, morbide Überformung des Motivs und die beeindruckende Umsetzung der letzten Regentropfen, die den ersten Sonnenfleck berühren.
Der Künstler setzte das Bildthema als Memento mori um – der ruinöse Baukörper, umgestürzte und herabgefallene architektonische Details, der teilweise eingestürzte Boden, Grabplatten, Epitaphe und abblühende Rosenstöcke verweisen auf die Vergänglichkeit alles Irdischen.
Die hervorragende malerische Qualität des Gemäldes, welches dem Frühwerk Oehmes zuordenbar ist und sicher zu den bedeutenderen Werken seines Gesamtschaffens zählt, stützt die Vermutung, dass es sich um das in Boetticher als "Kreuzgang im Dom zu Meißen" bezeichnete Werk handelt.

Vgl.: Boetticher (publ. 1891–1901), Bd. II, Teil 1, S. 175, Nr. 27.
Vgl.: Neidhardt, Hans Joachim: Die Malerei der Romantik in Dresden, Leipzig 1976, S. 316 f.
Vgl.: TU Dresden (Hrsg.): Erwin Oehme. Aquarelle aus dem Kunstbesitz der Technischen Universität Dresden, Meißen 2003.

Malschicht mit alterungsbedingtem Krakelee, im Bereich des vorderen Pfeilers an den Pastositäten etwas frühschwundrissig. Malschicht an den Rändern leicht berieben und mit Rahmenfalzabdrücken. Vereinzelte kleine Retuschen im Bereich der Gewölbebögen und an den Rändern. Kleine Stelle mit Malschicht-Abrieb Mi.li. Rahmen neu gefasst, partiell mit Abplatzungen.

70 x 85 cm, Ra. 91 x 102,5 cm. 4.900 €
sold at 4.600 €
KatNr. 27 Alois Gustav Schulz, Gotische Kirchenruine im Hochgebirge. 1855.
KatNr. 27 Alois Gustav Schulz, Gotische Kirchenruine im Hochgebirge. 1855.

027   Alois Gustav Schulz, Gotische Kirchenruine im Hochgebirge. 1855.

Alois Gustav Schulz 1805 Prag – 1860 ebenda

Oil on canvas. Ligiert signiert "Schulz", datiert sowie bezeichnet "p."[inxit] u.li. Verso auf dem Keilrahmen mit Resten eines altbezeichneten Etiketts und unleserliche alte Annotationen in Blei. In einer gold-bronzefarbenen Hohlkehl-Holzleiste gerahmt.

Malschicht mit Klimakante und feinem Krakelee, im Falzbereich geringfügig berieben. Vereinzelte, winzige bräunliche Flecken auf der Oberfläche. Zwei kleine Retuschen im Bereich des Himmels sowie eine Druckstelle ebenda. Wenige, fachgerechte Retuschen im Falzbereich. Firnis etwas gegilbt.

83 x 50,5 cm, Ra. 47 x 59 cm. 2.400 €
KatNr. 51 Otto Altenkirch

051   Otto Altenkirch "Birken im Morgennebel". 1921.

Otto Altenkirch 1875 Ziesar – 1945 Siebenlehn

Oil on canvas. Signiert "Otto Altenkirch" u.li. Verso auf der o. Keilrahmenleiste nochmals in Pinsel signiert und bezeichnet "ph." o.re. sowie li. klein und schwach lesbar in Blei betitelt "Birken[…]". In einer weiß-grau lackierten, profilierten Holzleiste gerahmt.
WVZ Petrasch 1921–55–H.

Wir danken Herrn Frank Petrasch, Dresden, für freundliche Hinweise.

Leinwand vom Künstler zweitverwendet (erste, verworfene Bildanlage am Spannrand sichtbar). Leinwand locker sitzend und mit mehreren Deformationen und drei Durchstoßungen am Spannrand durch zu weit eingeschlagene Keile. Kleine Malschicht-Lockerung mit winzigem Verlust o.li. in den Bäumen. Oberfläche mit Schmutzablagerungen, vereinzelt mit bräunlichen Flecken.

60,8 x 50,5 cm, Ra. 68,7 x 58,4 cm. 3.000 €
sold at 4.400 €
KatNr. 54 Eugen Bracht
KatNr. 54 Eugen Bracht
KatNr. 54 Eugen Bracht

054   Eugen Bracht "Schl[oss]. Assumstadt an der Jaxt [Jagst]". 1920.

Eugen Bracht 1842 Morges/Genfersee – 1921 Darmstadt

Oil on canvas. Signiert "EUGEN BRACHT" und datiert u.li. Verso auf der Leinwand betitelt und datiert sowie mit der internen Registernummer "1868" versehen. Auf dem Keilrahmen bezeichnet "Kiste 999/2". In einem goldfarben gefassten Holzrahmen mit Hohlkehle. Das Gemälde wird in das in Vorbereitung befindliche WVZ Großkinsky aufgenommen.

Bracht verifizierte den Titel selbst als "Schloss Assumstadt bei Züttlingen a / Jagst". Im September 1920 bereiste der Künstler das Gebiet des Neckars und der Jagst – eine der letzten Exkursionen des Künstlers vor seinem Ableben im November 1921. Er besuchte dabei auch Assumstadt im Landkreis Heilbronn, dessen ab 1769 errichtetes Barockschloss mittig eines großen Parkes liegt. Bracht gibt im Gemälde die Gartenseite des Gebäudes mit der beginnenden Laubfärbung eines sonnigen Frühherbstes wieder.

Vgl. Großkinsky, M.; Küster, B. (Hrsg.), Eugen Bracht 1842 – 1921. Ausstellungskatalog des Museums Giersch, Frankfurt a. M., 2006, S. 178.

Wir danken Hernn Dr. Großkinsky, Karlsruhe, für freundliche Hinweise.

Leinwand etwas locker auf dem Keilrahmen sitzend. Sehr unscheinbare Klimakante. Malschicht im Falzbereich rahmungsbedingt minimal berieben. Firnis etwas gegilbt, insbesondere in den Tiefen von Pastositäten.

58 x 65 cm, Ra. 68 x 75 cm. 3.200-3.800 €
sold at 3.200 €
KatNr. 64 Erich Fraaß
KatNr. 64 Erich Fraaß

064   Erich Fraaß "Paar im Wald" (Doppelbildnis des Künstlers mit seiner Frau). Um 1923.

Erich Fraaß 1893 Glauchau – 1974 Dresden

Oil on canvas. Signiert "E. Fraaß" u.re. Leinwand verso mit einem ganzflächigen weiß-grauen Anstrich, wohl über einem verworfenen Gemälde. Auf Keilrahmen und Leinwand bemaßt und weitere Annotationen von fremder Hand. In einer profilierten, hellen Holzleiste gerahmt.
WVZ SKD 1959 1, mit Abbildung sowie abweichendem Titel "Liebespaar" und Datierung "1920"; WVZ Hebecker 67, dort mit dem Vermerk "Künstlernachlass".

Provenienz: Privatbesitz Dresden.

Im halbschattigen Bildmittelgrund zwischen zwei Bäumen steht Erich Fraaß selbst – das Kolorit und der Duktus, in welchem der Künstler seinen Anzug malte, gleicht jenen der neben ihm heraufragenden Stämme. Er blickt auf seine Frau Margarete, mit welcher er am 15. September 1919 die Ehe schloss. Wie eine schützende Konstante hält er sich direkt hinter dem Rücken Gretes auf. Gedankenverloren pflückt sie, in blauem Kleid vor ihm knieend, tiefrote Mohnblumen am Wegesrand. In ihrer Farbigkeit und Fragilität symbolisieren die Blüten Leidenschaft, Liebe und Vergänglichkeit.
Fraaß, Meisterschüler Robert Sterls, beschäftigte sich vorrangig mit den sozialen Themen der Malerei und wertete die geisteswissenschaftliche Betrachtung der Kunst wie folgt "Ein Kunstwerk erklärt sich selbst. Man schreibt zuviel über Kunst. Dadurch verwirrt man den Betrachter und macht ihn unfrei." So bleibt es dem Betrachter überlassen, die subtilen, friedvollen Einklänge des Werkes selbst wahrzunehmen.

Wir danken Dr. Andreas Timmler, Moritzburg, und Frau Christa Saager, Dresden, für freundliche Hinweise.

Partiell mit leichten, unscheinbaren Deformationen aufgrund beidseitiger Bemalung. Verso grauer Anstrich mit Bindemittel-Flecken. Malschicht partiell mit Frühschwund- und Alterskrakelee, vereinzelt leicht schüsselförmig. Obere Malschicht rahmungsbedingt im äußeren Randbereich stellenweise berieben. Kleine Lockerung und Malschicht-Fehlstelle u.re.

100,5 x 70 cm, Ra. 106 x 75,5 cm. 7.200 €
KatNr. 74 Gotthardt Kuehl, Blick auf den Dresdner Neumarkt mit Goldenem Reiter und Dreikönigskirche. Um 1908.

074   Gotthardt Kuehl, Blick auf den Dresdner Neumarkt mit Goldenem Reiter und Dreikönigskirche. Um 1908.

Gotthardt Kuehl 1850 Lübeck – 1915 Dresden

Gouache und Öl über schwarzer Kreide auf ockerfarbenem Karton. U.li. in Blei signiert "G. Kuehl“. Verso mit minimalen Resten des Papieretiketts von "Emil Richter Hof-Kunsthändler Sr. Majestät des Königs". Auf der Rückwand von fremder Hand in Blei unleserlich bezeichnet und nummeriert. Im Originalzustand erhaltene, verso verklebte Rahmung mit goldfarbener Blattmetallauflage. Ovale, masseverzierte Leiste mit Lorbeer-Dekor zwischen zwei zarten, ornamentierten Bändern sowie einer Mittelkartusche am oberen Scheitelpunkt.
Nicht im WVZ Neidhardt, vgl. jedoch motivisch WVZ Neidhardt 630 und 631.

Im Jahr 1908 beauftragte der Dresdner Stadtrat Gotthardt Kuehl mit der Ausführung von elf Landschaftsgemälden für den Sitzungssaal der Stadtverordneten im Neuen Rathaus. Die Serie umfasste Ansichten der Alt- und Neustadt, sowie der historischen Dorfkerne Kaditz und Leubnitz-Neuostra. Als besonderes Charakteristikum prägt die Serie das Oval-Format, welches im Genre der Landschaftsgemälde eine außergewöhnliche Bildgrenze zieht und die Werkgruppe unabhängig der Sujets vereinheitlicht. Die Vorderseite des Goldenen Reiters bildete Kuehl um 1910 in einem Ölgemälde ab, welches heute im Stadtmuseum Dresden aufbewahrt wird (WVZ Neidhardt 644).

Hinter der originalen Verglasung Reste von winzigen Insektenhüllen. Zwei Reißzwecklöchlein o.Mi. Partielle Ablösung der oberen Malschicht im Bereich des Goldenen Reiters. Scheibeninneres aufgrund technikbedingter Bindemittelspuren leicht mattiert, an wenigen Stellen mit (oxidierter) Farbanhaftung. Rahmen mit Fehlstelle an der o. Kartusche sowie einzelnen Rissen. Partieller Verlust der Blattmetallauflage mit durchscheinendem Bolus.

BA. 49,5 x 41 cm, Ra. 59 x 47,5 cm. 9.000 €
sold at 8.000 €
KatNr. 75 Gotthardt Kuehl, Dresden – Brühlsche Terrasse mit Hofkirche und Hausmannsturm. Um 1910.

075   Gotthardt Kuehl, Dresden – Brühlsche Terrasse mit Hofkirche und Hausmannsturm. Um 1910.

Gotthardt Kuehl 1850 Lübeck – 1915 Dresden

Gouache und Öl über schwarzer Kreide auf ockerfarbenem Karton. U.li. in Blei signiert "Gotthardt Kuehl“. Verso mit dem Papieretikett von "Emil Richter Hof-Kunsthändler Sr. Majestät des Königs". Im Originalzustand erhaltene, verso verklebte Rahmung mit goldfarbener Blattmetallauflage. Ovale, masseverzierte Leiste mit Lorbeer-Dekor zwischen zwei zarten, ornamentierten Bändern sowie einer Mittelkartusche am oberen Scheitelpunkt.
Nicht im WVZ Neidhardt, vgl. jedoch motivisch WVZ Neidhardt 651.

Im Jahr 1908 beauftragte der Dresdner Stadtrat Gotthardt Kuehl mit der Ausführung von elf Landschaftsgemälden für den Sitzungssaal der Stadtverordneten im Neuen Rathaus. Die Serie umfasste Ansichten der Alt- und Neustadt sowie der historischen Dorfkerne Kaditz und Leubnitz-Neuostra. Als besonderes Charakteristikum prägt die Serie das Oval-Format, welches im Genre der Landschaftsgemälde eine außergewöhnliche Bildgrenze zieht und die Werkgruppe unabhängig der Sujets vereinheitlicht. Das Bildmotiv gleicht dem in Auktion 61 unseres Hauses präsentierten Ölgemälde Kuehls jener Serie.

Hinter der originalen Verglasung Reste von winzigen Insektenhüllen. Ein kleines Reißzwecklöchlein o.Mi. Scheibeninneres aufgrund technikbedingter Bindemittelspuren leicht mattiert. Rahmen an der o. Kartusche mit kleiner Fehlstelle sowie einzelnen Rissen. Partieller Verlust der Blattmetallauflage mit durchscheinendem Bolus.

BA. 49,5 x 41 cm, Ra. 59 x 47,5 cm. 9.000 €
KatNr. 89 Wilhelm Rudolph, Bagger bei Nacht. Wohl 1930.

089   Wilhelm Rudolph, Bagger bei Nacht. Wohl 1930.

Wilhelm Rudolph 1889 Chemnitz – 1982 Dresden

Oil on canvas. U.re. signiert "W. Rudolph.". In einem breiten, goldfarbenen Holzrahmen.

Zum Motiv vgl.:
Wilhelm Rudolph: Das Phantastischste ist die Wirklichkeit. Malerei und Holzschnitte. Ausstellungskatalog Städtische Galerie Dresden. Dresden 2015. Kat.Nr. 98, Abb. S.95.

Schmidt, Martin: Wilhelm Rudolph. In Licht und Dunkelheit des Lebens und der Natur. Leben und Werk. Dresden, 2002. Kat.Nr. 153, S. 185.

Das Motiv des in einsamer Landschaft vor nächtlichem Himmel monumental aufragenden, dampfbetriebenen Baggers bearbeitete Rudolph im Jahr 1930 in mehreren Gemälden. Sie bezeugen sein Interesse an der besonderen Stimmung von Szenerien industrieller Einöden sowie am malerischen Problem des Hell-Dunkels: Es scheint, als ob ein Licht aus der Tiefe der Baugrube heraufleuchten würde. Es erfasst auch die voluminösen Rauchschwaden, die sich groß und mächtig, gemalt in Weiß- und hellen Grautönen, zum Teil sehr deutlich konturiert vom flächenhaft aufgetragenen Dunkelblau abheben.
Die Auseinandersetzung des Künstlers mit der Arbeitswelt und Industriemotiven findet bei Rudolph seit den 1920er Jahren statt und ist wohl durch das Werk seines Lehrers Robert Sterl inspiriert. Rudolph zeigt dabei eine eher landschaftliche Sicht von einem entfernten Betrachterstandpunkt aus. Seine Motive findet er im Dresdner Umfeld, so malt er beispielsweise 1930 die Industrielandschaft Heidenau.

Malschicht mit Krakelee, vereinzelt mit beginnender Schüsselung, kleiner Malschichtverlust am Bildrand Mi.li. und u.li. Leinwand locker auf dem Keilrahmen sitzend.

76 x 108 cm, Ra. 92 x 123 cm. 4.800 €
sold at 3.600 €
KatNr. 130 Joachim Heuer, Interieur mit Büste und Stuhl. 1963.

130   Joachim Heuer, Interieur mit Büste und Stuhl. 1963.

Joachim Heuer 1900 Dresden – 1994 ebenda

Oil on plywood, verso ganzflächig mit pastosem, hellgrauen Anstrich. Verso auf dem Bildträger in schwarzem Faserstift signiert "Heuer" und datiert o.re. In einer schwarz gefassten, schlichten Schattenfugen-Holzleiste gerahmt.
Das Gemälde wird in das in Vorbereitung befindliche WVZ Müller-Kelwing aufgenommen.

Wir danken Frau Dr. Müller-Kelwing, Dresden, für freundliche Hinweise.

Als nach dem Zweiten Weltkrieg in Dresden die bereits in den 1930er Jahren entwickelte Koloristik in der Malerei fortgesetzt wurde, blieben viele Künstler in bewährten Bahnen. Joachim Heuer war einer der ersten Künstler, die künstlerisch den Anschluss an die internationale Moderne suchten. So verband er in seinen Arbeiten seit den 1950er Jahren die künstlerische Expressivität der Brücke-Maler mit der bildnerischen Methodik von Picasso und Braque zu einem eigenen Personalstil. In vielen Stillleben arrangierte Heuer Gegenstände seiner unmittelbaren Umgebung und gliederte sie in reduzierter Formensprache in ein sorgfältig komponiertes, und malerisch lebendiges Bildgefüge, das sich wie bei dem vorliegenden Gemälde in mehreren Farbschichten reliefartig aufbaut mittels kräftigen Pinselstrichen, gespachtelten Flächen sowie geritzten oder abgekratzten Streifen. Zu den immer wiederkehrenden Motiven zählt auch das Mobiliar des Künstlers, zu dem mit großer Wahrscheinlichkeit auch der hier ins Bild gesetzte weiße Stuhl mit geflochtenem Sitz und Lehne gehörte, der in einem weiteren Bild Heuers dargestellt ist.

Lit. : Staatliche Kunstsammlungen Dresden. Hans-Ulrich Lehmann (Hrsg.): "Joachim Heuer zum 90. Geburtstag. Annemarie Heuer-Stauß zum Gedächtnis. Ausstellung im Albertinum, 18.3.-29.4.1990". Dresden 1990.

Fleckchen mikrobiellen Befalls vermehrt im Bereich der grauen Malschicht sowie verso auf pastosem Anstrich. Malschicht im Bereich der Ecken etwas berieben und kleine Fehlstelle o.re. Rahmenecke u.li. bestoßen.

50,5 x 56 cm, Ra. 53,5 x 59 cm. 3.500 €
sold at 3.400 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

163   Curt Querner "Portrait study Inge Auxel with braids". 1968.

Curt Querner 1904 Börnchen – 1976 Kreischa

Oil on cardboard. Unsigned. Verso inscribed "XOX" at the top right and dated on the upper left side. Unframed.

Catalogue raisonné by Dittrich No. A 318.

Corners of the carrier slightly bumped. Uneven varnished, applicated by the artist.

44 x 28 cm, Ra. 58,5 x 42,5 cm. 8.000 €
* Droit-de-suite of 2.50 % applies.
sold at 6.000 €
KatNr. 171 Helmut Schmidt-Kirstein, Großer Blumenstrauß. 1968.

171   Helmut Schmidt-Kirstein, Großer Blumenstrauß. 1968.

Helmut Schmidt-Kirstein 1909 Aue – 1985 Dresden

Oil painting auf grobem Gewebe. Signiert "Kirstein" und datiert u.re. sowie nochmals ligiert monogrammiert "HSK" und datiert u.li. In einer schmalen, entlang der Spannränder aufgenagelten, grau gestrichenen Künstlerleiste gerahmt.

Werkimmanente, punktuelle Abreibungen der o. Malschicht. Leinwand entlang der Ränder mit leichter, gleichmäßiger Wölbung nach innen aufgrund pastoser Malschicht.

110,4 x 55,4 cm, Ra. 112 x 56 cm. 2.600 €
sold at 1.650 €
KatNr. 204 Bernardo Bellotto, gen. Canaletto
KatNr. 204 Bernardo Bellotto, gen. Canaletto
KatNr. 204 Bernardo Bellotto, gen. Canaletto
KatNr. 204 Bernardo Bellotto, gen. Canaletto

204   Bernardo Bellotto, gen. Canaletto "Vue du Roc, et Forteresse de Koenigstein du coté de l'Occident, et de la Montée, aiant de l'autre coté le Lilienstein, au de-la l'Elbe, et en distance, les Montagnes de la Lusace". 1763– 1766.

Bernardo Bellotto, gen. Canaletto 1720 Venedig – 1780 Warschau

Etching auf kräftigem Bütten. In der Platte unterhalb der Darstellung in Französisch ausführlich betitelt und bezeichnet "La Vue a été prise du Cabaret nommé la Neue Schenke" sowie "Se trouvent chez l'auteur a Dresde, et chez Pierre Fouquet a Amsterdam" und "peint et gravé par Ber. Bellotto dit Canaletto Peintre Elec.". Bezeichnet "No:" u.re. Mit dem kurfürstlichen Wappen u.Mi., auf die Platte selbst radiert. Verso in Blei von fremder Hand nummeriert "2248/35". An den o. Ecken im Passepartout montiert und hinter Glas in einer hochwertigen Leiste gerahmt.
WVZ Kozakiewicz 232 II (von II); De Vesme 30. II (von III).

Kräftiger Druck mit breitem Rand. Mit dem üblichen vertikalen Mittelfalz, dieser verso fachmännisch mit Japanpapier hinterlegt. Im Darstellungsbereich vereinzelte, druckbedingte Knitterfalten und vereinzelte bräunliche Fleckchen. Vereinzelte kleine Löchlein. Mittig mit einem Rostfleck sowie im Himmel re. mit schwarzen Fleckchen. Mittg mit drei nahezu vertikalen, über das gesamte Blatt verlaufenden Knickspuren, im Bereich der Schrift eine horizontal verlaufende Knickspur. Die Blattecken mit Knickspuren. Insgesamt sowie die Blattränder angeschmutzt, fleckig und angegraut, partiell deutlicher. Verfärbte, alte Restaurierung in der Blattecke u.li. (Papierergänzung ?), im Bereich der Platte retuschiert.

Pl. 41,9 x 62,8 cm, Bl. 46,7 x 68 cm, Psp. 62 x 80 cm, Ra. 65 x 84 cm. 6.000-8.000 €
KatNr. 221 Franz Innocenz Kobell, Oberbayerische Landschaft. 1793.

221   Franz Innocenz Kobell, Oberbayerische Landschaft. 1793.

Franz Innocenz Kobell 1749 Mannheim – 1822 München

Pen and brush drawing in Tusche, laviert, über Bleistift auf Bütten. Unsigniert. U.Mi. in brauner Tusche ausführlich datiert "den 5. November 1793" sowie verso vom Künstler mit schwarzem Pinsel nochmals datiert "1793". Im Passepartout.

Die vorliegende Zeichnung gehört zur Münchner Periode Franz Innocenz Kobells, während derer er sich intensiv mit der oberbayerischen Landschaft befasste. In dieser Zeit orientierte sich der Künstler am Stil Johann Georg von Dillis' und an den idealen Landschaftsdarstellungen von Claude Lorrain.

Vgl.: Ein Zeichner zwischen Idylle und Realismus. Ausstellungskatalog Staatliche Graphische Sammlung München, München, 2005, S. 32–40.

Ränder ungerade geschnitten. Re. Rand etwas gegiilbt, berieben sowie mit Einrissen und Fehlstellen, dort verso mit Japanpapier kaschiert (evtl. durch ältere Montierung). Datierung im Bereich des "November" leicht verwischt.

16 x 19,5 cm, Psp. 29 x 32,5 cm. 1.200 €
sold at 1.000 €
KatNr. 249 Friedrich August Kannegießer, Fünf Ansichten zu
KatNr. 249 Friedrich August Kannegießer, Fünf Ansichten zu
KatNr. 249 Friedrich August Kannegießer, Fünf Ansichten zu
KatNr. 249 Friedrich August Kannegießer, Fünf Ansichten zu
KatNr. 249 Friedrich August Kannegießer, Fünf Ansichten zu

249   Friedrich August Kannegießer, Fünf Ansichten zu "Dresdens Festungswerke im Jahre 1811". 1822/ 1825.

Friedrich August Kannegießer 1800 Dresden – nach 1870

Watercolour über Federzeichnung in Tusche auf gelblichem Bütten. Eine Arbeit monogrammiert "K" und datiert u.li. Entwürfe für die Blätter 11, 13, 18, 30 und 53 aus der Folge "Dresdens Festungswerke im Jahre 1811" vor der Demolierung. Jeweils an den o. Ecken im Passepartout montiert, darauf in Blei von fremder Hand bezeichnet.
Mit den Darstellungen:
"Der Zwingergraben vom Hofwaschhaus nach Westen auf die Häuser am Beginn der Ostraallee, rechts die Zwingerbrücke, links das Accishaus des Wilsdruffer Tores" (Blatt 11).

"Ansicht des See-Thores aus der Vorstadt nach der See-Gaße hereinwärts" (Blatt 13).

"Das kurfürstlich-sächsische und königlich-dänische Alliancewappen an der äußeren Festungsmauer nördlich des Wilsdruffer Tores (Wilsches Tor) von der Brücke aus" (Blatt 15).

"Blick von einem Haus am südlichen Stadtgraben westlich des Seetores nach Nordwesten zur Bastion Mercur (heute Dr.-Külz-Ring und Dippoldiswalder Platz)" (Blatt 30).

"Blick von der Brücke am Pirnaischen Tor nach Süden auf den Stadtgraben" (Blatt 53).

1890 wurde die gesamte Folge mit zu den hier vorliegenden Arbeiten nahezu identischen Aquarellen als Lichtdrucke publiziert in: O. Richter (Hrsg.), Dresdens Festungswerke im Jahre 1811. Für seine Mitglieder herausgegeben vom Verein für Geschichte Dresdens. Dresden, Stengel und Markert bzw. Lehmann. 1890.

Blatt 11, 13 und 15 gebräunt. Blatt 11: Ecke u.re. fehlend sowie leicht stockfleckig. Blatt 13: Papier am u.re. Rand gestaucht. Blatt 15: deutlich fingerspurig und mit vereinzelten Flüssigkeitstropfen im weißen Rand, Blatt 30: Einriss am u. Rand mittig.

Darst. 13,2 x 18,4 cm, Bl. 23 x 35,7 cm, Psp. 50 x 39,5 cm. 3.000 €
KatNr. 311 Pol Cassel, Liegende Katze. 1926.
KatNr. 311 Pol Cassel, Liegende Katze. 1926.

311   Pol Cassel, Liegende Katze. 1926.

Pol Cassel 1892 München – 1945 Kischinjow in Moldavien

Watercolour und Kreide über Grafit auf gelblichem, genarbten Büttenkarton. In Blei signiert "Cassel" und datiert u.re. Verso in Blei nummeriert u.li. Hinter Glas in einer hell gefassten Holzleiste mit schmaler Hohlkehle gerahmt.

Wir danken Herrn Franz-Carl Diegelmann, Zürich, für freundliche Hinweise.

Der Künstler Pol Cassel war ein Tierfreund. Es existieren mehrere Fotografien, die ihn zusammen mit Familie oder alleine mit Hund oder Katze im Arm zeigen. Vor allem in den 1920er Jahren entstanden mehrere Arbeiten, die sich speziell dem Katzenmotiv widmen. 1926, das Entstehungsjahr des vorliegenden Werks, benennt der Kunsthistoriker Nikolaus Pevsner als den Zeitpunkt, ab dem die Kunst von Pol Cassel auf einer Stufe angelangt ist, deren Gemälde "in sich ausgeglichen und in ihrer Art nicht selten vollkommen, alle Aufmerksamkeit und Teilnahme verdienen". Cassels Interesse galt der ungebändigten und unberührten Natur, was außer in Landschaftsdarstellungen und Blumenstillleben besonders in seinen Tierbildern deutlich wird: Sie sind in ihrer Wirkung packend, mitunter auch beunruhigend. "Höchst bezeichnend, daß seine Liebe gerade den Katzen und Wolfshunden gehört, die – wenn auch gezähmt und dem Hause entwöhnt – doch die Gefährlichkeit und Anmut ihrer Urwald- und Steppennatur bewahrt haben.".

Lit. : Nikolaus Pevsner: "Pol Cassel". In: Stadtmuseum Pirna, Franz-Carl Diegelmann (Hrsg.): "Pol Cassel. 1892 – 1945. Ein Dresdner Maler der klassischen Moderne". Ausstellungskatalog. Dresden 2005. S. 70–72.

Unscheinbar unregelmäßig gegilbt. Die u. Ecken etwas atelierspurig sowie mit kleinen diagonalen Knickspuren. Verso leicht lichtrandig. Verso in den Ecken minimale Klebstoffreste sowie umlaufende Papierreste einer früheren Montierung.

35,5 x 41,8 cm, Ra. 43,5 x 50 cm. 3.200 €
sold at 4.000 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

315   Otto Dix (zugeschr.) und andere Dresdner Künstler "Bauernball-Kalender". 1914.

Otto Dix 1891 Untermhaus/Gera – 1969 Singen am Hohentwiel
Pol Cassel 1892 München – 1945 Kischinjow in Moldavien
Pol Cassel 1892 München – 1945 Kischinjow in Moldavien
Gustav Fischer 1894 Gaußig
Otto Erhard Grimmer 1892 Freiberg
Georg Aloysius Kirsten 1894 Radebeul
Johannes "Hans" Georg Lillig 1894 Zittau – 1977 ebenda
Herbert Rudolf Wandrowsky 1892 Kiel
Friedrich Bernhard Wollangk 1891 Wiehe

Wood cut in colours auf "Zanders"-Bütten und feinem Japan. Zumeist im Stock monogrammiert. Einband aus festem, mehrlagigen Papier mit Siebstruktur-Prägung. Einband im Druckstock typografisch betitelt und datiert. Im vorderen Einband innen o.li. mit einer typografischen Etikette versehen "Gedacht und gemacht zum Bauernball 1914 von Schülern der Graph. Abteilung an der Königl. Kunstgewerbeschule, Dresden". Eine weitere, typografische Etikette im hinteren Einband o.re. "Textpapier u. Umschlag von J.W. Zanders Bergisch: Gladbach Druck von den Graph. Werkstätten in Dresden, Hassestr.1".
Die li. und re. Seite ist jeweils durch ein Ornamentfries umrahmt. Li. befindet sich der typografisch ausgeführte Monatsspruch, re. das dem jeweiligen Monat nebengestellte Motiv. Dieses ist jeweils auf der re. Seite als separates Blatt an den o. Ecken klebemontiert.

An dem Gemeinschaftswerk der Graphischen Abteilung der Kunstgewerbeschule waren entsprechend der verzeichneten Monogramme wohl folgende Studenten des Wintersemesters 1913/1914 beteiligt:
Rahmungen und Typografie von Herbert Wandrowsky (*1892) und Otto Erhard Grimmer (*1892).
Monatsübersicht: Im Stock signiert "GRIMMER" u.li. sowie monogrammiert "GF" u.re., Kurt Friedrich Gustav Fischer (*1894).
Januar: Otto Dix (zugeschr.) (*1891). Im Stock gesperrt signiert "DIX" u.Mi.re. (?).
Februar: Unsigniert.
März: Im Stock monogrammiert u.re. "HL", Johannes "Hans" Georg Lillig (*1894).
April: Unsigniert.
Mai: Unsigniert.
Juni: Unsigniert.
Mittige Doppelseite: Sommersonnenwende, im Stock signiert u.re. "P Cassel" (*1892).
Juli: Im Stock monogrammiert "GK", Georg Aloysius Kirsten (*1894).
August: Unsigniert.
September: Im Stock monogrammiert u.re. "CK", Franz Curt Kölling (*1892).
Oktober: Im Stock monogrammiert "OH", Otto Kurt Hösel (*1895).
November: Im Stock monogrammiert u.li. "H. W.", Herbert Wandrowsky (*1892).
Dezember: Im Stock monogrammiert u.li. "E.G.", Erhard Otto Grimmer (*1892).

Wir danken Herrn Prof. Dr. Rainer Beck, Coswig, für freundliche Hinweise.

Neben dem vorliegenden Exemplar des Bauernball-Kalenders aus dem Jahr 1914 ist lediglich die Existenz drei weiterer Exemplare bekannt, wovon zwei in der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden aufbewahrt werden. Alljährlich veranstaltete die Kunstgewerbeschule Dresden ein Kostümfest zur Faschingszeit, welches unter dem Motto eines Bauernballs geführt wurde (Vgl. Bossel-Gmeiner, S. 263). Ende der 1890er begannen Studenten der Kunstgewerbeschulen im gesamtdeutschen Raum diese Feste als Gegenveranstaltungen zu den theatralischen, historisierenden Kostümfeiern der Kunstakademien abzuhalten – das "bäuerliche Arkadien" entwickelte sich zu einem romantisch-realistischen Pendant (Vgl. Zepter, S. 97).
Das Titelblatt, sowie die Gestaltung des Motivblattes "Januar" entwarf Otto Dix wohl ebenso, wie die Einladungskarte und ein Plakat zur Werbung der Feier – nur wenige Monate bevor er seinen Dienst im 1. Weltkrieg antrat. In Gemeinschaftsarbeit mit seinen Kommilitonen der Graphischen Abteilung der Kunstgewerbeschule entstanden, wurde die druckgrafische Gesamtgestaltung am farblichen Prinzip von einem hellen Rauchblau und Ziegelrot orientiert. Die Kombination dieser Kolorierung sowie die stilisierten, volkstümlichen Motive des Kalendereinbandes erinnern an die Bemalung barocker Bauernschränke. Eine Rückbesinnung auf die bäuerliche Tradition schwingt auch in der inhaltlichen Gestaltung des Bauernball-Kalenders mit, welche in kurzen Gedichten den Jahresablauf des erfundenen Dorfes Grünlindenberg humoristisch wiedergibt. Der zentrale Druckbogen, von Pol Cassel gestaltet, gibt das fröhliche Treiben eines Mittsommer-Festes wieder. Auf der Einladungskarte appelliert eine Vorschrift an die Verkleidung in traditionell bäuerlicher Aufmachung: "Zieht ein Gewand an, das in unser Grenzdorf paßt. Wer als Salontiroler, in Masken- u. Fantasiekostüm, oder gar im Gesellschaftskleid kommt, darf nicht rein." (Vgl. Rüdiger, Bestandskatalog, Gera 1996; S. 412; Kat.-Nr. 258).

Lit.:
Gertraude Bossel-Gmeiner: Höhere Töchter, Weltkrieg und Inflation, Erinnerungen aus dem alten Dresden 1900 bis 1925, Norderstedt 2015.
Ulrike Rüdiger: Otto Dix. Bestandskatalog. Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafik, Gera 1996.
Michael Cornelius Zepter: Maskerade. Künstlerkarneval und Künstlerfeste in der Moderne, Wien Köln Weimar, 2012, S. 84–111.

Einband leicht angeschmutzt, mit kleinen Knicken und Stauchungen an den Ecken, Ränder mit leichten Bestoßungen und winzigem Einriss. Rücken des Einbandes partiell leicht aufgefasert, o. und u. zwei Einrisse. Heftklammern fehlend. Blätter vereinzelt mit leichter Gilbung, partiell etwas fingerspurig, Ecken leicht knick- und gebrauchsspurig. Die rahmenden Untersätze mit den Monatstexten alle mit einer zum Teil deutlichen Knickfalte mit partieller Stauchung, schräg in das Blatt einlaufend. Eine Arbeit (Sämann) mit Quetschfalten aus dem Druckprozess.

Einband 29 x 24,5 cm, Seite 27 x 22,5 cm, Bl. 22 x 17 cm. 2.400 €
* Droit-de-suite of 2.50 % applies.
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

332   Conrad Felixmüller "Liebesfrucht". 1918.

Conrad Felixmüller 1897 Dresden – 1977 Berlin

Lithograph in colours in Braun auf feinem, hell-olivfarbenen Papier. Im Stein ligiert monogrammiert "FM" u.re. In Blei unterhalb der Darstellung signiert "Felixmüller" sowie datiert, betitelt und technikbezeichnet. Verso in Blei nummeriert u.re. "25/ ". Eines von ca. 30 Exemplaren.
WVZ Söhn 143.

Blatt im Format beschnitten. Insgesamt knick- und knitterspurig. In den Randbereichen mit mehreren Einrissen und Fehlstellen, größtenteils restauriert. Am o. Blattrand drei Einrisse (bis ca. 8,5 cm) sowie zwei Fehlstellen und Abrieb, hinterlegt. Am li. Blattrand zehn kleine Einrisse (bis 5 mm) und zwei Fehlstellen, kaschiert bis auf drei Einrisse. An Ecke u.li. ein Einriss (1,5 cm) sowie ein Einriss am u. Rand (8 mm) hinterlegt. Fehlende Ecke u.re. komplett ergänzt (ca. 5,5 x 2,5 cm). Am re. Blattrand fünf Stellen mit Einrissen sowie drei kleine Fehlstellen hinterlegt. Papier an diesen Stellen etwas gewellt, teils mit Knitterfalten und Flüssigkeitsflecken. Auf der re. Blatthälfte eine vertikal verlaufende Knickspur sowie mehrere schräge Knickspuren, teils mit Farbverlust (Haare). Ein Fleck im Bereich der Darstellung (Daumen), verso durchscheinend.

St. 45 x 28,5 cm, Bl. 54,7 x 42,7 cm. 1.800 €
* Droit-de-suite of 2.50 % applies.
sold at 1.200 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

893   Eugène Dodeigne, Personnage debout. Um 1990.

Eugène Dodeigne 1923 Rouvreux, Belgien – 2015 bei Bondues, Frankreich

Bronze, gegossen, braun patiniert, partiell berieben. U.li. monogrammiert "E.D." Ohne Gießereistempel. Eines von wohl 6 Exemplaren.

In den Vertiefungen Reste des Gussmaterials, zwischen den Fingern der Hände deutlicher.

H. 52 cm. 6.000-10.000 €
* Droit-de-suite of 2.50 % applies.
sold at 10.000 €
KatNr. 1010  Opulentes Brillant-Collier. Hasbani Gioielli SPA, Mailand, Italien. Anfang 21st cent.
KatNr. 1010  Opulentes Brillant-Collier. Hasbani Gioielli SPA, Mailand, Italien. Anfang 21st cent.
KatNr. 1010  Opulentes Brillant-Collier. Hasbani Gioielli SPA, Mailand, Italien. Anfang 21st cent.

1010   Opulentes Brillant-Collier. Hasbani Gioielli SPA, Mailand, Italien. Anfang 21st cent.

750er Gelbgold und Weißgold, montiert. In 20 bewegliche, blattförmig geschweifte Segmente unterteiltes und mittels Kordeldekor akzentuiertes Collier. Zentral je eine formidentische Kartusche. Acht Kartuschen mit je 20 pavégefassten Brillanten im Verlauf (je ca. 0,035 bis 0,07 ct, zus. ca. 8,4 ct / TW / Vs bis Vs1). Verdeckte Steckschließe, an der Schließe gestempelt "ITALY" und "1608 MI" in einer Kartusche, verso mit der Feingehaltsmarke "750" in einer Sechseckkartusche. In der Originalschatulle.

Goldoberflächen unscheinbar tragespurig.

Gew. 150,0 g, D. (innen) 11,8 cm, D. (außen) 16,3 cm. 9.500 €
sold at 8.000 €
KatNr. 1052  Guan (wine vessel). Cizhou kiln, North China. Late Yuan-Dynasty - Early Ming Dynasty. Around 1380.
KatNr. 1052  Guan (wine vessel). Cizhou kiln, North China. Late Yuan-Dynasty - Early Ming Dynasty. Around 1380.
KatNr. 1052  Guan (wine vessel). Cizhou kiln, North China. Late Yuan-Dynasty - Early Ming Dynasty. Around 1380.
KatNr. 1052  Guan (wine vessel). Cizhou kiln, North China. Late Yuan-Dynasty - Early Ming Dynasty. Around 1380.
KatNr. 1052  Guan (wine vessel). Cizhou kiln, North China. Late Yuan-Dynasty - Early Ming Dynasty. Around 1380.
KatNr. 1052  Guan (wine vessel). Cizhou kiln, North China. Late Yuan-Dynasty - Early Ming Dynasty. Around 1380.
KatNr. 1052  Guan (wine vessel). Cizhou kiln, North China. Late Yuan-Dynasty - Early Ming Dynasty. Around 1380.
KatNr. 1052  Guan (wine vessel). Cizhou kiln, North China. Late Yuan-Dynasty - Early Ming Dynasty. Around 1380.

1052   Guan (wine vessel). Cizhou kiln, North China. Late Yuan-Dynasty - Early Ming Dynasty. Around 1380.

Ceramic, light stoneware with creme-coloured slip, dark brown decoration and translucent glaze. The inside completely covered in dark brown iron oxide. Baluster-shaped body with short neck and thickened mouth rim. The outside of the body with a phoenix design and stylized ruyi clouds with scratched interiour decoration. Surrounding rudimentary mountain contours. Below a painted rudimentary leaf fries between double rings. Bottom side with a painted (later?) numbering "133" and a symbol (eye?).

Provenance: Saxonian private collection, since 1952 evidenced, entry into the collection probably in the 1920s.

Report of Thermoluminiscence analysis no. 01R310120 of the laboratory Kotalla from the 04.02.2020 is available (640 years + / – 18%).

Lit.:
Yutaka Mino: Freedom of Clay and Brush Through Seven Centuries in Northern China: Tz'u-chou Type Wares 960 – 1600 A.D, Indianapolis Museum of Art, Indianapolis, 1980, p. 10, 13 and p. 206 with image no. 254.

Thormann, O. / Gaetti, S.: Frühchinesische Keramik – Bestandskatalog Sammlung Heribert Meurer, GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig. Leipzig, 2017, p. 30.

Cream coloured slip with characteristic burst bubbles, flakes, crenation from the manufacturing process, the inside adequate. Overall with superficial traces of use and age. Rim with two hairline cracks (approx. 4,5 cm and 8,5 cm). In the area of the mountain contours with a horizontal slip crack (approx. 6,5 cm) and one slip crack in near the bottom (approx. 7,5 cm). Slip of corpus and bottom part with occasional rub-off and loss as well as two larger burst bubbles (without slip) in the area of a ruyi-cloud and a stripe. Bottom with a crenation with loss of material and a nearly horizontal slip crack running into the body of the vessel.

H. 34,5 cm, D. ca. 35 cm. 15.000-25.000 €
KatNr. 1060  Avalokiteshvara Bodhisattva mit elf Köpfen und acht Armen. Sino-tibetisch. 18th cent.
KatNr. 1060  Avalokiteshvara Bodhisattva mit elf Köpfen und acht Armen. Sino-tibetisch. 18th cent.
KatNr. 1060  Avalokiteshvara Bodhisattva mit elf Köpfen und acht Armen. Sino-tibetisch. 18th cent.
KatNr. 1060  Avalokiteshvara Bodhisattva mit elf Köpfen und acht Armen. Sino-tibetisch. 18th cent.
KatNr. 1060  Avalokiteshvara Bodhisattva mit elf Köpfen und acht Armen. Sino-tibetisch. 18th cent.
KatNr. 1060  Avalokiteshvara Bodhisattva mit elf Köpfen und acht Armen. Sino-tibetisch. 18th cent.

1060   Avalokiteshvara Bodhisattva mit elf Köpfen und acht Armen. Sino-tibetisch. 18th cent.

Bronze, hohl gearbeitet, dunkelbraun patiniert und mit Resten einer braunen Lackierung sowie einer Lackvergoldung. Perlenbesatz in Form kleiner Türkiscabochons. In Padmasana auf einem Lotossockel sitzender Bodhisattva mit indischem Fürstenschmuck. Vor der Brust in Anjali Mudra zusammengelegte Arme. In den nach außen gehaltenen rechten Händen eine Gebetsschnur, ein Buch sowie eine Sonne, die linken Hände Lotosblüten sowie einen Mond haltend.

Verso am Gesäß des Bodhisattva ein kleines Loch, wohl bereits im Herstellungsprozess hinterlegt. Der Sockel rückseitig ebenfalls mit alter Restaurierung (innenseitiger Hinterlegung), wohl aus dem Herstellungsprozess. Dort am Stand ein Materialriss. Steinbesatz zum Teil fehlend sowie partiell verfärbt. Gebetskette nur fragmentarisch erhalten. Vergoldung größtenteils berieben, Lackierung teils berieben. Partiell Korrosionsspuren.

H. 23 cm. 2.400 €
sold at 18.000 €
KatNr. 1070  Silk Table Screen with inlaid mother-of-pearl. China. Late Qing Dynasty, Mid-19th Century. Mid 19th cent.
KatNr. 1070  Silk Table Screen with inlaid mother-of-pearl. China. Late Qing Dynasty, Mid-19th Century. Mid 19th cent.
KatNr. 1070  Silk Table Screen with inlaid mother-of-pearl. China. Late Qing Dynasty, Mid-19th Century. Mid 19th cent.
KatNr. 1070  Silk Table Screen with inlaid mother-of-pearl. China. Late Qing Dynasty, Mid-19th Century. Mid 19th cent.
KatNr. 1070  Silk Table Screen with inlaid mother-of-pearl. China. Late Qing Dynasty, Mid-19th Century. Mid 19th cent.
KatNr. 1070  Silk Table Screen with inlaid mother-of-pearl. China. Late Qing Dynasty, Mid-19th Century. Mid 19th cent.
KatNr. 1070  Silk Table Screen with inlaid mother-of-pearl. China. Late Qing Dynasty, Mid-19th Century. Mid 19th cent.

1070   Silk Table Screen with inlaid mother-of-pearl. China. Late Qing Dynasty, Mid-19th Century. Mid 19th cent.

Hongmu, varnished in black and with mother-of-pearl inlaid designs. Two-part, rectangular frame and black silk screen mounted on a panel. Embroidered with jade and quartz imitating colours in form of a table and vase composition, top left three flying bats. The frame with floral mother-of-pearl incrustation and bottom left with two remaining chinese characters.

Provenance: Collection Franz von Lenbach

Fabric with cuts, esp. top right and bottom left. Cartouche bottom left incomplete. Incrustations of corners missing. Varnish partly with defects.

H. ges. 90 cm, B. ges. 44,5 cm, Paneel 71 x 57 cm. 2.800-3.500 €
KatNr. 1081  Museales Tafeltuch anlässlich eines Banketts der Krönung Friedrich August I. von Sachsen, genannt August der Starke, zum König von Polen-Litauen 1697. Wohl Großschönau, Oberlausitz. 1697.
KatNr. 1081  Museales Tafeltuch anlässlich eines Banketts der Krönung Friedrich August I. von Sachsen, genannt August der Starke, zum König von Polen-Litauen 1697. Wohl Großschönau, Oberlausitz. 1697.
KatNr. 1081  Museales Tafeltuch anlässlich eines Banketts der Krönung Friedrich August I. von Sachsen, genannt August der Starke, zum König von Polen-Litauen 1697. Wohl Großschönau, Oberlausitz. 1697.
KatNr. 1081  Museales Tafeltuch anlässlich eines Banketts der Krönung Friedrich August I. von Sachsen, genannt August der Starke, zum König von Polen-Litauen 1697. Wohl Großschönau, Oberlausitz. 1697.
KatNr. 1081  Museales Tafeltuch anlässlich eines Banketts der Krönung Friedrich August I. von Sachsen, genannt August der Starke, zum König von Polen-Litauen 1697. Wohl Großschönau, Oberlausitz. 1697.

1081   Museales Tafeltuch anlässlich eines Banketts der Krönung Friedrich August I. von Sachsen, genannt August der Starke, zum König von Polen-Litauen 1697. Wohl Großschönau, Oberlausitz. 1697.

Weißer Leinendamast, Atlasbindung. Rechteckiges Gewebe mit großem Bildfeld, darin drei unterschiedliche Musterreihen, welche sich zweifach wiederholen. Diese mit vertikal angeordneten Bildfeldern sowie Bildinschriften in spiegelbildlicher Musterverdopplung. Die Bildreihen mit der Darstellung des Schlosses von Krakau, oberhalb bezeichnet "CRA CAU", unterhalb ein Feldlager mit Kanonen sowie Soldaten mit Lanzen. Des Weiteren mit dem königlich-polnischen Wappen, unterhalb mit der Darstellung eines Reiters mit Federbusch im Rapport, bezeichnet "KÖNIG IN POHLEN". Die äußeren Bildmotive unvollständig. Schmales Randdekor mit zarten, volutenförmigen Blütenranken, die Kanten mit Schachbrettmuster. In der oberen rechten Ecke mit den Resten eines gestickten Besitzermonogramms "H[...]" in Braun.

Vergleichbare Tafeltücher anlässlich der Krönung Friedrich August I. von Sachsen zum König von Polen-Litauen 1697 in:

Raetzer, Maren: Damast aus Großschönau – Die Produktionsstätte und die dort gewebten Kunstwerke vom 17. bis zum 19. Jahrhundert. Band II: Katalog und Abbildungen. Hamburg, 2003. Abb. 64 mit Katalogtext. Das dort abgebildete Tuch befindet sich im Museum für Europäische Kulturen Berlin, Inv.-Nr. 17 e 34.

Prinet, Marguerite: Le damas de lin histoiré du XVIe au XIXe siècle. Berne, 1982. S. 97.
Das dort abgebildete Tuch befindet sich im Deutschen Textilmuseum Krefeld, Inv.-Nr. 11050.

Eine schriftliche Authentizitätbestätigung des Direktors Wolfgang Henning des Deutschen Damast- und Frottiermuseums Großschönau vom 17.09.1997 liegt vor.

Im Jahr 1697 fand die glanzvolle Krönung Friedrich August I. von Sachsen zum König von Polen-Litauen in Krakau statt. In dem zur Auktion kommenden Tafeltuch wird dieses Sujet in einer zeitgenössischen Darstellung eindrucksvoll verdeutlicht.
Ein thematisch übereinstimmender Damast ist im Museum für Europäische Kulturen in Berlin vertreten. Die Datierung wird auf den Zeitraum um 1697 bis spätestens Beginn des 17. Jh. festgesetzt (Ratzer 2003, S. 200). Dies trifft ebenso auf ein im Textilmuseum Krefeld befindliches Damasttuch zu. Alle drei Textilien weisen beinahe identische Mustersequenzen mit minimalen Abweichungen auf und stehen in der Tradition des niederländischen Stils, welcher Ende des 17. Jahrhunderts besonders gefragt war. Merkmale der holländischen Damasttischwäscheproduktion dieser Zeit waren eine monochrome Farbgebung in weiß, abstrahierte Muster, eine geometrische Komposition und das Erreichen von Räumlichkeit durch Überschneiden der Muster sowie deren versetzter Anordnung. Zu weiteren typischen Elementen gehörten die spiegelbildliche Musterverdopplung oder die Randgestaltung mittels eines Schachbrettmusters. Die Niederlande waren bereits im 16. Jahrhundert ein Zentrum der Leinendamastweberei, weshalb Fertigkeiten und Mustervorlagen auch nach Sachsen importiert und u.a. in Großschönau ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts Anwendung fanden. Es ist wahrscheinlich, dass die Tücher in Großschönau hergestellt wurden, da es regional nur sehr wenige Damastwebereien von vergleichbar hoher Qualität gab und am sächsischen Hof bereits Ende des 17. Jh. Tischwäsche aus der unmittelbaren Umgebung (wohl Großschönau) in der Silberkammer nachweisbar war (Raetzer 2003, S. 244f.).

Provenienz: 1953 Geschenk von Irene Papesch, Dresden, Freundin der 1949 verstorbenen Großmutter sowie der Mutter des EL; aus dem Besitz der Großmutter Fräulein Papeschs, ihre Brüder und Vettern besaßen Textilfabriken in Schlesien in der ersten Hälfte des 19. Jh.
Irene Papesch war Mitarbeiterin des Romanisten und Politologen Viktor Klemperers (1881 Gorzów Wielkopolski, Landsberg an der Warthe – 1960 Dresden).

Mittig vertikal verlaufende, etwas gedunkelte Verfärbung (B. 13 cm). Im o. Drittel ein Löchlein, vereinzelt dünne Stellen. Vereinzelt Ausbesserungen. Insgesamt mit leichten Stockfleckcken.

240 x 180 cm. 3.000 €
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Prices shown are estimate prices. The majority of the lots is taxed according to "Differenzbesteuerung", so there is no V.A.T. on the item itself.

* Item of artist registered with the VG Bildkunst, upon which a droit-de-suite fee will be raised, are marked as "Droit-de-suite of 2,5 % applies"". (conditions of sale paragr. 7.4.)

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