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AUCTION 66 05. Dezember 2020
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21 Datensätze

Altenkirch, Otto

Barraud, Aimé Victor

Buchholz, Karl

Cassel, Pol

Crodel, Charles

Dodel, Wilhelm

Fraaß, Erich

Glöckner, Hermann

Grzimek, Waldemar

Heckel, Erich

Hentschel, Hans Rudolf

Lachnit, Wilhelm

Lohse-Wächtler, Elfriede

Macke, Helmut

Nehmer, Rudolf

Press, Friedrich

Rudolph, Wilhelm

Sterl, Robert Hermann

Wolff, Willy

Zander, Heinz

Zeissig (genannt Schenau), Johann Eleazar




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Friedrich  Press

1904 Ascheberg – 1990 Dresden

Ausbildung zum Holz- und Steinbildhauer in Münster. 1924–26 Besuch der Kunstgewerbeschule in Dortmund, danach Studium in Berlin-Charlottenburg und Dresden, u.a. bei G. Wrba. Bis 1935 als freischaffender Künstler nahe seiner Geburtsstadt tätig. Sein Schaffen wurde von den Nationalsozialisten als entartet abgewertet. 1946 kehrte er nach Dresden zurück und konzentrierte sich auf Sakralkunst und Kirchenraumgestaltung. 1980 wurde er zum Mitglied der Akademie der Künste zu Parma in Italien gewählt, im Mai 1985 wurde er Ehrenbürger seiner Heimatgemeinde Ascheberg.
Zu seinen bekanntesten Werken gehört die Pietà in der Hofkirche/ Kathedrale in Dresden, die größte Skulptur, die je aus Meissener Porzellan hergestellt wurde.

KatNr. 100603 Friedrich Press
KatNr. 100603 Friedrich Press
KatNr. 100603 Friedrich Press
KatNr. 100603 Friedrich Press

Friedrich Press "Gnadenstuhl". 1987.

Friedrich Press 1904 Ascheberg – 1990 Dresden

Lime wood bzw. Kiefernholz, geleimt, geschnitzt sowie schwarz, rot und gold gebeizt. Rückseitig geritzt signiert "F. Press", datiert sowie mit der Werknummer "494" versehen.

Press WK.Nr. 494.

Der Künstler Friedrich Press setzt mit seinen Werken Zeichen, die reduziert auf das Wesentliche die Aussage verdichten: "Ich kann doch nicht einfach die Oberfläche der Dinge wohlgefällig darstellen; dann bleibt Kunst eben oberflächlich und seicht, sondern ich muß die nicht mehr darstellbaren Tiefenschichten zeichenhaft, symbolisch sichtbar zu machen versuchen." (Press im Film: Tod und Auferstehung im Werk des Bildhauers Friedrich Press, Fernsehen der DDR, 1986. Zit. n. Christoph Deuter: "Friedrich Press und sein Weg zur Abstraktion". In: "Friedrich Press. Das Innere zum Äußeren". Ausst.Kat. Lampertswalde 2012. S. 9–11. Hier S. 9)

Das Motiv des Gnadenstuhls bearbeitete Press seit 1985. Es entstanden vier Werke zum Gnadenstuhl (Wk.Nr. 480 – Wk.Nr. 483), an denen die immer stärkere formale Abstrahierung nachvollziehbar ist. 1987 gipfelte diese Reihe in vorliegender Darstellung des Gnadenstuhls. Hier verschmelzen die göttlichen Personen fast in der Art eines klassischen, sogenannten "Dreigesichts" zu einer höchst geschlossenen Form. Die golden gefassten Augen von Christus werden im mittigen, beiden göttlichen Personen zugeordneten Auge, eins mit den rot gefassten Augen Gottvaters. Im Gegensatz zur früheren Darstellung (Wk.Nr. 483), wo Christus die das Leid symbolisierenden roten Augen hat, wurde Christus hier mit goldenen Augen dargestellt. Dies verweist auf ein zentrales Thema bei Press – die Auferstehung – während Gottvater als väterlich Leidender bzw. Mitleidender gezeigt wird.

Wir danken Herrn Christoph Deuter, Würzburg, für freundliche Hinweise.

Partiell minimaler Abrieb an den Kanten, an einer Stelle das Holz leicht gesplittert.

H. 44 cm, B. 33 cm, T. 4,5 cm. 6.000 €
* Droit-de-suite of 2.00 % applies.
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Prices shown are estimate prices. The majority of the lots is taxed according to "Differenzbesteuerung", so there is no V.A.T. on the item itself.

* Item of artist registered with the VG Bildkunst, upon which a droit-de-suite fee will be raised, are marked as "Droit-de-suite of 2,5 % applies"". (conditions of sale paragr. 7.4.)

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