SCHMIDT KUNSTAUKTIONEN DRESDEN AUKTION 28     04.06.2011

567   Johann Wolfgang von der Auwera (Nachfolge), Heiliger Sebastian. Wohl 1765 / 1770.

Lindenholz, vollplastisch geschnitzt. An einem rückseitig abgeflachten Baumstamm auf rundem Erdsockel stehende Figur des Heiligen. Das rechte Bein ist leicht angewinkelt und stützt sich auf dem ansteigenden Grund ab. Der Kopf des Heiligen Sebastian ist nach rechts emporgewandt, das linke Armfragment zeigt nach unten während das rechte Armfragment eine diagonale Verlängerung des linken Armes darstellt. Um die Hüften ist ein nach rechts ausschwingendes Lendentuch geschlungen. Der Heilige Sebastian wird als muskulöser junger Mann mit markantem Gesicht und lockigem, schulterlangen Haar dargestellt. Die mit zahlreichen, fein ausgearbeiteten Falten durchzogenen Gesichtszüge verdeutlichen das Leiden des Heiligen.
Rundöffnungen der Wundmerkmale vorhanden. Pfeile fehlen. Wurmstichig. Farbfassung vollständig entfernt. Gewand im Bereich des Baumstumpfes sowie Sockels minimal angebrochen. Linker Fuß mit partiellem Materialverlust. Rechtes Auge alt(?) restauriert, linkes Auge leicht verschliffen. Arme fragmentarisch (abgesägt).

Die Statuette war möglicherweise ursprünglich gefaßt und gehörte wohl zu einem kleineren Altar.
Als Vorbild diente Johann Wolfgang von der Auweras Heiliger Sebastian am Hochaltar in Gramschatz (1743).

H. 41,0 cm.

Schätzpreis
3.900 €