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AUKTION 50 Bildende Kunst des 16.-21. Jahrhundert
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KatNr. 1 Paul Baum, Weite Wiesenlandschaft mit kleinem, schilfbewachsenen Bachlauf. 1889.
KatNr. 1 Paul Baum, Weite Wiesenlandschaft mit kleinem, schilfbewachsenen Bachlauf. 1889.

001   Paul Baum, Weite Wiesenlandschaft mit kleinem, schilfbewachsenen Bachlauf. 1889.

Öl auf Leinwand. Signiert "Paul Baum", datiert und ortsbezeichnet "Dachau" u.re. In einem vergoldeten historistischen Schmuckrahmen. Dieser mit einer breiten Sichtleiste, bestehend aus ansteigender Kehle und Platte, gefolgt von einem Perlstab mit anschließender, ansteigender Hohlkehle. Breite ansteigende, durch eine Platte nach außen eingefasste Dekorzone mit floralem Fries und Akanthusornamenten in den Ecken. Abschluss durch Hinterschneidung der Dekorzone gefolgt von einer schmalen Platte und einem floralen Fries.
Wohl WVZ Hitzeroth (1988) F 25 v.

Wir danken Herrn Dr. Wolfram Hitzeroth, Marburg, für freundliche Hinweise.

Auf Anraten seines treuen Künstlerfreundes Carl Bantzer (1857-1941) schloss Paul Baum sich 1888 der Künstlerkolonie Dachau bei München an, die sich vor allem an französischen Künstlern orientierte, welche sich in Barbizon zur Pleinair-Malerei versammelten. Von der französischen Haltung und Künstlern wie Camille Corot beeindruckt, studierte Baum die Landschaft teilweise bis zu zehn Stunden am Tag unter freiem Himmel.
Zur Entstehungszeit des zur Versteigerung kommenden Gemäldes fühlte er sich auch dem niederländischen Landschafter Jacob van Ruisdael (1628/29–1682) verbunden „Man sollte auf der Welt nichts weiter haben als den lieben Gott und Ruisdael“. Er empfand sich mit seiner Malerei auf dem selben künstlerischen Weg wie das barocke Vorbild. Dennoch drängte es ihn, keine Nachbildung, keine komponierte Landschaft wieder zu geben. Er wollte mit seiner Malerei „original“ sein und die Natur unmittelbar in ihrer flüchtigen Stimmung abbilden. Dachau führte Baum zweifelsohne zur Freilichtmalerei und zu einer größeren Farbigkeit seiner Bilder. Jedoch sollte seine Malerei den empordrängenden Geist der Zeit ganz frei atmen können.
Entsprechend brach er 1890 zu einer Parisreise auf und lernte die Impressionisten kennen und schätzen. In den kommenden Jahren vollzog sich dann die Entwicklung zum Neoimpressionismus, sicher auch beeinflusst durch die Bekanntschaft des belgischen Künstlers Théo van Rysselberghe.
Paul Baums erste 25 Schaffensjahre spiegeln also die Wandlung der Landschaftsmalerei, die sich innerhalb kurzer Zeit vollzog, wider. Beginnend mit intimen Landschaften im Sinne der Barbizonschule über impressionistische Arbeiten hin zum Pointilismus durchlief Baum eine „Schule“ der Landschaftsmalerei, die zur Entwicklung der ihm eigenen Handschrift und Farbigkeit führten.
Das vorliegende Gemälde steht am Anfang dieser Entwicklung, aber Maltechnik und Farbkultur verdienen bereits besondere Beachtung. Der Himmel, etwas mehr als die Hälfte der Komposition einnehmend, ist in langen und eher breiten Pinselstrichen umgesetzt, in der Schilderung etwas an seinen Dresdner Lehrer Friedrich Preller d. J. (1838-1901) erinnernd. Die Wiese jedoch setzt sich aus vielen Farbtupfern und kurzen Pinselstrichen zusammen. Rote und rosafarbene Akzente agieren mit den Grüntönen. Die Farbe ist in den Wiesenblumen teils kräftig, in den Graswedeln jedoch wie ein zarter Hauch aufgesetzt. Hier zeigen sich die Einflüsse der Weimarer Schule. Der Duktus des frühen Gemäldes lässt die weitere, sehr erfolgreiche Entwicklung Paul Baums bereits erahnen.

Malschicht v.a. im Himmel mit Alterskrakelee und kleinsten Fehlstellen. Diese Partie von fremder Hand übergangen.

56,5 x 80,2 cm, Ra. 85,4 x 108,5 cm. Aufruf 10000 €
Zuschlag 16000 €
KatNr. 10 Franz von Lenbach
KatNr. 10 Franz von Lenbach

010   Franz von Lenbach "Frau Geh.[eimrat] Joest". 1899.

Öl auf Malpappe. Signiert u.re. "F. Lenbach" und datiert u.re. Verso mit dem Nachlass-Stempel versehen, betitelt, nummeriert "1" und von der Ehefrau des Künstlers, Lolo von Lenbach, bestätigt. Mit den Resten eines Ausstellungsetiketts der Großen Berliner Kunstausstellung sowie mit mehreren Klebeetiketten versehen, darauf von fremder Hand verschieden nummeriert. Im originalen Künstlerrahmen.

Das Gemälde zeigt Tina Joest (1819-1909), ein Lorgnon haltend, Ehefrau des Kölner Fabrikanten und Eisenbahndirektors Wilhelm Joest (1811-1879).

Bildränder und -ecken bestoßen sowie mit kleinen Läsionen. Verso angeschmutzt und mit einem Farbfleck o.li. Ursprünglicher Firnis etwas ungleichmäßig. Die Stirn der Dame mit kleinen Übermalungen, wohl von Künstlerhand.

66,5 x 56 cm, Ra. 72 x 62 cm. Aufruf 2500 €
Zuschlag 3600 €
KatNr. 19 Max Pietschmann, Tanzendes Paar auf einer Sommerwiese. Frühes 20. Jh.

019   Max Pietschmann, Tanzendes Paar auf einer Sommerwiese. Frühes 20. Jh.

Öl auf Malpappe. Signiert "Max Pietschmann" u.li.

Malschicht angeschmutzt und mit oberflächlichen Kratzern und Bereibungen. Einzelne Pastositäten verpresst. Ecken bestoßen und mit kleinen Materialverlusten.

38 x 23,5 cm. Aufruf 300 €
Zuschlag 1200 €
KatNr. 24 Unbekannter Künstler
KatNr. 24 Unbekannter Künstler

024   Unbekannter Künstler "Amor divinus". 1709.

Öl auf Leinwand. Unsigniert. Verso auf dem Bildträger betitelt und datiert. Im vergoldeten, profilierten Rahmen mit Perlstabdekor.

Doubliert. Minimale Verwölbung im Bereich der rückseitigen Aussparung der Doublierung. Malschicht partiell übergangen, retuschiert und mit partiellen Firnisabnahmen. Rahmen bestoßen und mit kleine Fehlstellen o.re.

100 x 80,3 cm, Ra. 116 x 95 cm. Aufruf 6800 €
Zuschlag 6800 €
KatNr. 61 Erich Fraaß

061   Erich Fraaß "Sonnenrosen". 1950er Jahre.

Öl auf Leinwand. Signiert "E. Fraaß" u.re. Verso auf dem Keilrahmen in schwarzem Farbstift betitelt und nochmals signiert "FRAASS" o. In einer schmalen Holzleiste gerahmt.
Nicht im WVZ Hebecker / Kühne, vgl. jedoch WVZ Hebecker / Kühne 649, 698 und 709.

Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers.

Etwas geringe Leinwandspannung. Bildträger in der oberen Bildhälfte mit leichten, konkaven Verwölbungen. Ganz vereinzelt kleinste Fehlstellen.

94,7 x 75,6 cm, Ra. 96,3 x 77,2 cm. Aufruf 2500 €
Zuschlag 2500 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

106   Carl Lohse, Badende am Hohen Ufer bei Ahrenshoop. 1935.

Tempera und Farbstift auf leichtem olivgrüngrauen Karton. In Blei signiert "Lohse" u.re. sowie nochmals signiert (?) "Lohse" u.li. Verso in Kugelschreiber u.li. von der Witwe des Künstlers bezeichnet und datiert "Nachlass Carl Lohse 1935 Johanna Lohse". Hinter Glas in einer Holzleiste gerahmt.

Wir danken Frau Dr. Gabriele Werner, Dresden, für freundliche Hinweise.

Zu Lebzeiten zunächst mit temporärer Wertschätzung bedacht, gilt Carl Lohse heute (nicht zuletzt Dank der Sammlung der Gemäldegalerie Neue Meister Dresden) als einer der bedeutendsten Vertreter des deutschen Expressionismus nach dem Ersten Weltkrieg.
Besonders bemerkenswert ist das zwischen 1919 und 1921 in Bischofswerda entstandene Frühwerk, welches 130 Gemälde umfasst. Insbesondere die in jener Zeit entstandenen Portraits sind als Charakterköpfe beeinflusst von den kantigen (Arbeiter-) Bildnissen Conrad Felixmüllers und Karl Schmidt-Rottluffs. Gleichermaßen prägend zeigt sich die Verbindung zur "Dresdner Sezession. Gruppe 1919".
Die Ostsee-Landschaften der dreißiger Jahre um Ahrenshoop (besonders Althagen und Wustrow) sind Ergebnisse zahlreicher Malstudien in den Sommermonaten zwischen 1934 und 1937.
Die pastose, expressive und vitale Malweise der Oberlausitzer Landschaftsdarstellungen der ersten Schaffensphase weicht zunehmend einem rationaleren Verständnis des Künstler für die Gestaltung von Farbflächen. Es entstehen ausgeglichen komponierte Räume in klarer und beruhigter Bildsprache.
Die Darstellung der "Badenden am Hohen Ufer bei Ahrenshoop" von 1935 dominiert weniger eine unmittelbare Gefühlsregung als vielmehr eine spannungsvolle Flächensetzung mittels reduzierter Farbpalette. Darüber hinaus dienen die schemenhaft ausgeführten Figuren - wohl die Familie des Malers - als nahezu rationale Verdeutlichung räumlicher Perspektive. Der Arbeit in Tempera und Farbstift schließt sich das bekannte Ölgemälde "Brandung (Ahrenshoop) mit Badenden" von 1938 (Besitz des Kunstmuseums Ahrenshoop) an.
Obwohl sich Lohses Ruhm anfangs auf den Freundes- und Bekanntenkreis sowie die Förderung durch den Kunsthändler Heinrich Kühl beschränkt hatte, wuchs ab Ende der sechziger Jahre das Interesse der Gemäldegalerie Neue Meister für den Künstler stetig. 1995 kam es ebendort zur Ausstellung mit Gemälden aus dem Frühwerk Carl Lohses anlässlich dessen 100. Geburtstages. Im Jahr 1990 wurde die Interessengemeinschaft "Carl Lohse" in Bischofswerda gegründet, drei Jahre später folgte dort die Eröffnung der "Galerie Carl Lohse". Heute finden sich seine Arbeiten in namhaften Museen und zahlreichen Privatsammlungen.

Malschicht mit vereinzelten Kratz- und Bereibungsspuren. Malträger zum Teil technikbedingt wellig, die Randbereiche teilweise mit Knickspuren und Farbspuren, der rechte Blattrand mit leichten Wasserrändern (aus der Entstehungszeit?). Die Blattecken und Randbereiche mit mehreren Reißzwecklöchlein. Verso minimal stockfleckig.

58,3 x 79 cm, Ra. 72 x 92,5 cm. Aufruf 5000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 5000 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

116   Richard Müller "Schmetterlinge". 1946.

Öl auf Holz. Geritzt monogrammiert "RM" und datiert u.re. Verso in Kugelschreiber und Farbe betitelt, nochmals signiert "Rich. Müller", ortsbezeichnet "Dresden" und datiert Mi. Weiterhin mit dem Künstlerstempel versehen u.li. Unter grünem Passepartout mit Goldschnitt in einer breiten Hohlkehlleiste mit ornamentaler Sichtleiste gerahmt. Verso auf der Abdeckung in Blei signiert "Rich. Müller", datiert und betitelt. Nochmals mit Adress-Stempel des Künstlers versehen o.li. In Blei nummeriert "200" o.Mi.
WVZ Wodarz M 1946.08, mit abweichenden Maßangaben sowie nochmals M 1945.04.

Die in den 1910er Jahren entstandenen meisterhaften Aktdarstellungen junger, von großen Vögeln umworbenen Frauen nehmen in Müllers Radierwerk, noch vordergründiger aber in seinem malerischen Werk, wohl den prominentesten Platz ein.
Müller setzt dieses Motiv erstmals in dem 1911 entstandenen Gemälde "Die Rivalen" um, 1913 dazu in der gleichnamigen, stark variierten Radierung.
Schon in der Radierung "Der dreiste Freier" (1913) reduziert Müller aber die vordergründig erotischen Attribute.
Sieben weitere Variationen immer liegender Akte sind dieser Werkgruppe zuzuordnen, in denen ein subtilerer erotischer Moment nur aus der sinnlichen Aktdarstellung und dem Spiel der Akteure erwächst ("Neckerei" 1912, "Der rote Ibis" 1915, "Liebesbotschaft" 1917, "Schmetterlinge" 1917, "Perlen" 1916, "Kampfhähne" 1918, "Der Affe" 1918).
Sind uns diese Entwürfe zumeist aus den meisterhaften Radierungen bekannt, so setzt Müller nur drei Motive als Ölgemälde um, beim vorliegenden Motiv "Schmetterlinge" arbeitet er wohl sogar unmittelbar im Medium des Gemäldes. Mit einem Abstand von 30 Jahren künstlerischer Entwicklung manifestiert er diese Wertschätzung durch die vorliegende Wiederholung des 1917 entstandenen Gemäldes.
Zu dem dort zur Edition 1922 noch als "Münchner Privatbesitz" gelisteten ursprünglichen Gemäldeentwurf existierte nur die in Meißners Werkverzeichnis der Gemälde schwarz-weiß abgedruckte Abbildung.
Mit einer im Zuge der kunstwissenschaftlichen Recherchen entdeckten, bisher unbekannten, Postkarte der Münchener Kunstausstellung liegt nun erstmalig eine farbige Reproduktion der ersten Gemäldefassung vor.

Firnis gedünnt, etwas ungleichmäßig im Glanz.

17,8 x 23,8 cm, Ra. 37,7 x 46,5 cm. Aufruf 3800 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 11000 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

132   Theodor Rosenhauer "Stilleben mit Brot und Zinnkrug" / Stillleben mit Tulpen, Narzissen und Tränendem Herz im weißen Krug. Um 1980 / wohl 1970er Jahre.

Öl auf Leinwand. Signiert "Th. Rosenhauer" u.re. Verso mit einem Blumenstillleben im weißen Krug, Öl, wohl 1970er Jahre. Verso auf dem Keilrahmen betitelt und nummeriert "109". Im originalen, schwarz gefassten Künstlerrahmen mit silbern abgesetztem Abschluss. Rahmen mit kleiner aufsteigender Hohlkehle, einer einfach getreppten Platte, einem hinterschnittenen Vierkantstab und einer eingefassten Wulst als Abschluss.
WVZ Werner 464, mit abweichenden Maßangaben.

Wir danken Frau Dr. Gabriele Werner, Dresden, für freundliche Hinweise.

"Das sinnlich erregende erklärt sich vor allem daraus, dass die Banalität der dargestellten Gegenstände im Gegensatz steht zu dem kostbaren, tonwertreichen Farbkörper und der würdevoll schlichten Raumordnung." (Zitiert nach: Gabriele Werner: Theodor Rosenhauer in der Gemäldegalerie Neue Meister Dresden. Bestandskatalog und Werkverzeichnis der Gemälde. Dresden, 1997. S. 44.)
In dem für Rosenhauers Schaffen so wichtigen Thema des Stilllebens griff der Künstler, wie so oft, das Motiv des Brotes auf. Gerade in der Spätphase seines Werkes, in den 1980er Jahren, schuf er zahlreiche kleinformatige Brotstillleben.
Das längliche, mehlbestäubte Brot mit mehreren Einkerbungen liegt parallel zum unteren Bildrand ausfüllend in einem hellen Korb. Daneben steht ein zylindrischer Zinnkrug mit c-förmigem Henkel nach rechts. Die hellgraue Tischplatte hebt sich nur leicht vom grauen Hintergrund ab. In zumeist waagerechter Pinsel- und Spachtelführung modellierte der Künstler die pastosen Farbmassen und hält somit die Textur der Gegenstände auf unverkennbare Weise in fein abgestufter Palette fest.
Das auf der Rückseite befindliche verworfene Blumenstillleben zeigt einen frühlingshaften Blumenstrauß in einem weißen Krug mit blauem Muster. Obwohl das Stillleben unvollendet ist und der Betrachter wohl auf erste ausgearbeitete Farbschichten blickt, stehen die hellen, differenziert abgemischten Farben bereits in ausgewogener Beziehung zueinander. Im Zusammenspiel mit der reliefartig gestalteten Oberfläche gelingt es Rosenhauer, die Blumen in einer unmittelbar und lebendig wirkenden Momentaufnahme festzuhalten.

Rahmen mit kleinen Bestoßungen, die Fassung vereinzelt übergangen, diese partiell mit Fehlstellen.

40 x 59,8 cm. Aufruf 33000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 33000 €
KatNr. 145 Ernst Schroeder

145   Ernst Schroeder "Stilleben mit Flundern". 1952-1958.

Öl auf Pappe. Unsigniert. Verso auf der Abdeckung in rotem Faserstift betitelt und eingekreist nummeriert "101" u.li. Weiterhin in braunem Faserstift bezeichnet " Aus dem Nachlaß von Ernst Schröder. Bestätigt Ruth Rehfeldt". Im originalen Künstlerrahmen.
WVZ Makarinus VG 53.

Ausgestellt in:
Ernst Schroeder. Bilder aus der Sammlung seines Freundes Robert Rehfeldt. Heringsdorf, Kunstpavillon 1987.
Ernst Schroeder. Malerei und Zeichnungen aus den Jahren 1949 bis 1959. Altenburg, Lindenau-Museum, Berlin, Ephraim-Palais, Rostock, Kunsthalle 1990.

Ernst Schroeders fruchtbarste Schaffensperiode umfasst den Zeitraum von 1949-1959. Als er 1959 die DDR verließ und nach Hamburg zog, ließ er sein gesamtes Oeuvre bei seinem Freund, dem Maler Robert Rehfeldt, zurück und beendete sein künstlerisches Werk.
Es scheint fast so, als hätte Schroeder in dieser Schaffensdekade alles Erlebte und Gefühlte in einer Art Essenz konzentriert festgehalten. Menschen fanden als Motiv selten Eingang in seine Malerei. Vielmehr schuf er zurückhaltende Landschaften, gut komponierte Hafenansichten und bis ins Detail sorgsamst arrangierte Stillleben. Seine Bilder wirken nahezu naiv. Ihre melancholische Stimmung und Reduziertheit intensivieren den Eindruck auf den Betrachter, sie rufen Rührung hervor. Die fein komponierte Welt von Schroeders Stillleben, bestehend aus Alltagsgegenständen wie Kannen, Schüsseln oder Lampen, kombiniert mit Muscheln, Fischen oder Früchten, lässt die Suche nach einer höheren Ordnung, einer allgemeingültigen Struktur erkennen.
Schroeder setzte sich intensiv mit der Gestaltung und Umsetzung von Form und Farbe auseinander. Er lotete die Verhältnisse zwischen Flächigkeit und Raum, Materialität und Leere, Hell und Dunkel immer wieder aus. Seinen Arbeiten ist die Freude an diesem Experimentieren, dieser Suche nach den Grenzen der scheinbaren Gegensätze anzumerken. Zeichnung und Kontur dienten ihm als Grundgerüst. Auch im vorliegenden Gemälde zeigt sich seine sichere Linienführung und klare Komposition. Die Reduktion der Farbigkeit auf eine Vielzahl von Grauabstufungen und der immer glatter werdende, auf pastose Strukturen verzichtende Farbauftrag unterstützten seine künstlerische Intention. Deutlich spürt man auch den Einfluss des künstlerischen Vorbildes Giorgio Morandi und die Verehrung der pittura metafisica. Einfach, sparsam und formbetont ergeben die dargestellten Gegenstände selbst die Bildordnung.
Matthias Flügge schreibt über Schroeders Werke "Dieser Künstler hat nach einer Zeit der Barbarei und der Vernichtungskriege anhand klarer und einfacher Motive die Kostbarkeit des Lebens gezeigt und nicht ohne zweifelnde Melancholie gefeiert". Ganz sicher hatte Schroeders Parisreise 1956, das Kennenlernen des Existenzialismus, Einfluss auf die künstlerische Gestaltung. Sein Kontakt zu Künstlern wie Manfred Böttcher, Harald Metzkes und Werner Stötzer führten zu einer Entwicklung der Malerei, die heute unter der Bezeichnung "Schwarze Berliner Periode" zusammengefasst wird. Wenn auch von der offiziellen Kunstkritik seiner Zeit abgelehnt, ist Ernst Schroeders Einfluss auf die Berliner Malschule unumstritten und bis heute bedeutsam.

Malschicht angeschmutzt, partiell mit beginnendem Krakelee. Vereinzelte Laufspuren von Bindemittel unter der Malschicht, die zu Glanzbildung und Krakeluren führten. Bildträger etwas konvex gewölbt. Reißzwecklöchlein in den Ecken und am u. Rand. Verso atelierspurig und durch Bindemittel gegilbt.

48 x 68 cm, Ra. 51,8 x 72 cm. Aufruf 7700 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 7700 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

175   Walter Womacka, Strandstück mit Schmetterling und weiblichem Akt. 1999.

Öl auf Hartfaser. Geritzt monogrammiert "Wo" und datiert u.re. Im hochwertigen Modellrahmen. Dieser bestehend aus einer zartgrauen Sichtleiste mit ansteigender Hohlkehle und anschließender Platte, einer versilberten, an- und wieder absteigenden, getreppt profilierten Dekorzone und einer abschließenden schwarzen Platte mit absteigender Hohlkehle.

Malschicht mit vereinzelten braunen Pünktchen. Ecke o.re. leicht gestaucht und im äußersten Randbereich mit Farbverlust.

24,4 x 29,8 cm, Ra. 44 x 49,2 cm. Aufruf 1200 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 2800 €
KatNr. 193 Bernardo Bellotto, gen. Canaletto
KatNr. 193 Bernardo Bellotto, gen. Canaletto

193   Bernardo Bellotto, gen. Canaletto "Vuë des ruines des Fauxbourgs de la Ville de Dresde" [Die Ruinen der Pirnaischen Vorstadt mit dem Palais Fürstenhof]. 1766.

Radierung auf kräftigem, wolkigen Bütten mit Wasserzeichen (nicht identifiziert). In der Platte betitelt, signiert, datiert und ausführlich bezeichnet. Hinter Glas im Passepartout gerahmt.
WVZ Kozakiewicz 302; WVZ De Vesme 33.

Die Platte entstand laut Kozakiewicz bereits zwischen 1761 und 1763, jedoch wurde das Blatt erst 1766 veröffentlicht.

Die Radierung zeigt die während des Siebenjährigen Krieges durch den Beschuß der preußischen Truppen unter General Karl Christoph von Schmettau (1696-1775) und durch Brände 1758 und 1759 nahezu vollständig zerstörte Pirnaische Vorstadt. Sie ist die östliche der drei großen, seit Mitte des 18. Jh. bestehenden Vorstädte der Dresdner Altstadt und faßte die schon im Mittelalter bestehenden Vorstadtsiedlungen "Borngasser Gemeinde" und Teile der "Pirnaischen" und der "Rampischen Gemeinde" zusammen.
Das motivgleiche Gemälde aus dem Besitz des Prinzen Xaver von Sachsen (1730-1806), WVZ Kozakiewicz 301, befindet sich heute im Museum in Troyes.

Schönes, breitrandiges Blatt. In fachmännisch, älter restauriertem Zustand. Etwas knickspurig und lichtrandig, in der Darstellung, insbesondere im Bereich des Himmels o.re. mit helleren Partien. Deutlicher Mittelfalz, unten mit hinterlegtem Einriss. Plattenkante partiell leicht verpresst und mit hinterlegtem Bruch o.li. Blattränder etwas gewellt, mit vereinzelten Stockflecken und kleinen Hinterlegungen. Verso unscheinbare Überreste einer ehemals vollflächigen, fachmännisch abgelösten Kaschierung.

Pl. 53 x 64,4 cm, Bl. 62,5 x 80,5 cm, Ra. 79,5 x 93,5 cm. Aufruf 8000 €
Zuschlag 8000 €
KatNr. 212 Johann Alexander Thiele

212   Johann Alexander Thiele "Prospect der Königl. und Chur-Sächsischen Residenz-Stadt Dresden." 1726.

Radierung auf Bütten mit Wasserzeichen (bekröntes Wappen). In der Platte signiert "A. Thiele ad viv. delin. pinx. et sculpsit" und datiert u.re. sowie ausführlich Deutsch und Französisch betitelt und bezeichnet, mittig dediziert und mit dem Wappen, nummeriert "No. 4". Aus der Folge der sechs großen sächsischen Prospekte. Verso mit zwei Sammlerstempeln. Freistehend in Passepartout hinter Glas in einer versilberten Holzleiste gerahmt.
WVZ Stübel Nr. 11.

Provenienz: Süddeutscher Privatbesitz; vormals Kupferstichsammlung der Königlichen Museen zu Berlin (Lugt Nr. 1601 mit Veräußerungsstempel Lugt Nr. 234); dorthin aus der Sammlung Karl Ferdinand Friedrich von Nagler (1770-1846, Lugt Nr. L.2529), die einen der wichtigen Grundsteine der Berliner Sammlung bildete.

Blatt mit schmalem Rändchen um die Plattenkante, links bis auf die Plattenkante beschnitten. Blatt etwas wellig, unscheinbar lichtrandig und mit geglätteter vertikaler Mittelfalte. Rand mit drei kleinen Reißzwecklöchlein re. u. li., Rand re. mit Spuren von Druckfarbe. Verso ganz unscheinbare partielle Gilbungen.

Bl. 54,5 x 37,6 cm, Ra. 57 x 72,2 cm. Aufruf 1800 €
Zuschlag 2600 €
KatNr. 240 Max Klinger
KatNr. 240 Max Klinger
KatNr. 240 Max Klinger
KatNr. 240 Max Klinger
KatNr. 240 Max Klinger
KatNr. 240 Max Klinger
KatNr. 240 Max Klinger

240   Max Klinger "Radierungen zu Apulejus' Märchen Amor und Psyche - Opus V a". Mappe I. 1880.

15 Radierungen, teils mit Aquatinta, auf China, auf Kupferdruckpapier aufgewalzt. Jeweils in der Platte nummeriert u.re., lose Blätter mit losen halbtransparenten Trennpapieren. In der originalen braunen Halbleinenmappe mit Bindebändchen. Auf dem Mappendeckel ausführlich betitelt, mit dem Verzeichnis der Blätter versehen und mit der Adresse von Theo Stroefer in Nürnberg.

WVZ Singer S. 28, spätere, von Klinger initiierte Mappe mit den Illustrationen als Separatdrucke der Voll-Tafeln, ohne die Vignetten und den Text.

Ein Bindebändchen abgerissen, Ecken und Kanten der Mappe teils bestoßen, Mappendeckel mit vereinzelten Wasserrändern und Kratzspuren. Trägerpapiere gebräunt, Ränder teils knickspurig, wellig, unscheinbar lichtrandig und mit vereinzelten Stockflecken. Blatt 1 und 15 mit deutlichen Knickspuren und Randmängeln o.re. und u.li. Die Radierungen selbst jeweils mängelfrei.

43 x 32,5 cm. Aufruf 800 €
Zuschlag 3000 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

310   Rudolf Bergander "Sich waschende Frau". 1933.

Farblithographie in drei Farben auf Japan. Im Stein u.li. monogrammiert und datiert "b/33". Unterhalb der Darstellung re. in Blei signiert "Rudolf Bergander" und datiert. An den o. Ecken und u.Mi. auf Untersatzkarton klebemontiert und hinter Glas in profilierter Holzleiste gerahmt.
WVZ Schumann 1582, mit leicht abweichenden Maßen.

Abgebildet in:
Rolf Günther: Dix im Sinn. Ausstellung in den Städtischen Sammlungen Freital, Freital 2016, S. 13.
Rolf Günther: Die Städtischen Kunstsammlungen Freital, Bestandskatalog, S. 57.

Minimal angeschmutzt, in den Randbereichen leicht berieben, unscheinbar stockfleckig.

Darst. 53,5 x 41 cm, Bl. 55,5 x 45 cm, Ra. 69 x 59 cm. Aufruf 800 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 2400 €
KatNr. 366 Erich Fraaß, Schnitter. Wohl 1940er Jahre.

366   Erich Fraaß, Schnitter. Wohl 1940er Jahre.

Farblithographie auf chamoisfarbenem Papier mit Wasserzeichen u.re. Im Stein u.re. ligiert monogrammiert "EF". In Blei unterhalb der Darstellung signiert "E. Fraaß".

Insgesamt knick- und fingerspurig sowie mit einer diagonalen Knickspur unterhalb der Darstellung. O.re. Kratzspuren sowie leichte Läsionen. Verso oberer Blattrand gebräunt.

St. 49,5 x 40 cm, Bl. 64,3 x 48 cm. Aufruf 100 €
Zuschlag 380 €
KatNr. 523 Wilhelm Lachnit, Mutter und Kind. 1949.

523   Wilhelm Lachnit, Mutter und Kind. 1949.

Pinselzeichnung in Tusche über Kohle auf kräftigem Papier. U.re. signiert "Lachnit" und datiert. Im textilen Passepartout hinter Glas in heller Holzleiste gerahmt.

Leicht angeschmutzt und unscheinbar knickspurig. Passepartoutausschnitt gleichmäßig gegilbt. Am u. Rand und verso leicht fleckig.

BA. 53,5 x 35 cm, Ra. 78 x 57 cm. Aufruf 400 €
Zuschlag 1000 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

599   Richard Müller "Der rote Ibis". 1916.

Gouache über Heliogravüre. O.re. kaum wahrnehmbar monogrammiert "R.M." und datiert. Verso von fremder Hand in Blei mit Künstlerinformation bezeichnet o.re. und u.li.
WVZ Wodarz, S. 860 sowie M1917.04 (motivgleiches Gemälde)

Die in den 1910er Jahren entstandenen meisterhaften Aktdarstellungen junger, von großen Vögeln umworbenen Frauen nehmen in Müllers Werk wohl den prominentesten Platz ein.
Müller setzt dieses Motiv erstmals in dem 1911 entstandenen Gemälde "Die Rivalen" um, 1913 dazu in der gleichnamigen, stark variierten Radierung.
Schon in der Radierung "Der dreiste Freier" (1913) reduziert Müller aber die vordergründig erotischen Attribute.
Sieben weitere Variationen immer liegender Akte sind dieser Werkgruppe zuzuordnen, in denen ein subtilerer erotischer Moment nur aus der sinnlichen Aktdarstellung und dem Spiel der Akteure erwächst ("Neckerei" 1912, "Der rote Ibis" 1915, "Liebesbotschaft" 1917, "Schmetterlinge" 1917, "Perlen" 1916, "Kampfhähne" 1918, "Der Affe" 1918).
Corinna Wodarz bewertet das vorliegende Motiv, das in besonderem Maße in seinem leuchtenden Farbkontrast besticht, im Rahmen ihres Gesamtwerkverzeichnisses "Symbol und Eros - Die Bildwelten Richard Müllers", 2002, als wohl populärstes Werk Müllers.

Ecke u.li. leicht gestaucht und minimal eingerissen. Kleinste Fehlstelle an der Unterseite des Oberschenkels. Mehrere oberflächliche Kratzer, teils mit minimalem Farbabrieb. Eine punktueller Druckspur re. des Ibis. Verso umlaufend Reste eines Papierklebebands.

Pl. 28,1 x 49,1 cm., Bl. 28,3 x 29,3 cm. Aufruf 2500 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 5000 €
KatNr. 604 Horst Naumann, Weißschwanz Guereza. Ohne Jahr.

604   Horst Naumann, Weißschwanz Guereza. Ohne Jahr.

Gouache auf festem Papier. Plakatentwurf für den Zoo Dresden. O.li. signiert "Hr. Naumann" und bezeichnet "Dresden".

Malschicht partiell rissig. Blatt wellig, angeschmutzt und mit großflächigen Wasserschaden und Knickspuren. Blattrand o.li. mit Materialverlust, re. mit Einriss (0,6cm). In den Ecken Reißzwecklöchlein. Verso angeschmutzt, mit Resten einer älteren Klebemontierung, partiell mit Bereibungen im Papier.

84,1 x 58,6 cm. Aufruf 200 €
Zuschlag 900 €
KatNr. 608 Horst Naumann, Brillenpinguine. 1972.

608   Horst Naumann, Brillenpinguine. 1972.

Gouache auf Tonpapier. Signiert "H. Naumann", ortsbezeichnet "Dresden" und datiert o.re. Am Blattrand u. von Künstlerhand bezeichnet "Zoo Dresden". Plakatentwurf für den Zoologischen Garten Dresden.

Minimal angeschmutzt, fingerspurig am Blattrand u. In den Ecken gestaucht und mit Reißzwecklöchlein. Am Blattrand o. knickspurig und mit kleinsten Farbverlusten. Einzelne, kleine Farbtropfen am Pinguin li. Hilfslinien in Blei, der Motivübertragung dienend, vereinzelt durch die Malschicht durchscheinend.

84,1 x 58,6 cm. Aufruf 250 €
Zuschlag 700 €
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628   Hermann Max Pechstein "Junge Frau mit Zigarette (Marta Möller)". 1921.

Kaltnadelradierung mit Pinselätzung auf kräftigem, chamoisfarbenen Bütten- Aquarellpapier. In weichem Graphit ligiert signiert "HMPechstein" und datiert u.re., bezeichnet "Probedruck" u.li. Verso mit dem Sammlerstempel "SM" versehen (Sammlung Siegbert H. Marzynski (1892 Berlin - ? Beverly Hills, nicht bei Lugt). Einer von drei bekannten Probedrucken.
WVZ Krüger R 126, Pl.- Maß in der Breite minimal abweichend.

Provenienz: Norddeutscher Privatbesitz; vormals Slg. Siegbert H. Marzynski, Berlin/Beverly Hills.

Blatt wohl o., re. und u. beschnitten. Verso druckvorgangsbedingt mit leichten Reibespuren, am Blattrand o. und re. Reste einer älteren Montierung.

Pl. 39,2 x 31,5, Bl. 59,5 x 40,5 cm. Aufruf 2000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 2600 €
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629   A.R. Penck, Im Aktzeichensaal der Dresdner Kunstakademie. 1966.

Holzschnitt auf gelblichem Velin. Unterhalb der Darstellung in Blei mit einer Widmung versehen, signiert "Ralf" und datiert. Wohl einer von maximal zehn Abzügen. Im Passepartout hinter Glas in einfacher Holzleiste gerahmt.

Sehr seltenes Blatt, bei den Dargestellten handelt es sich u.a. um Wilhelm Rudolph (li.), A. R. Penck (2.v.li.) und E. v. d. Erde (re.).

Knickspurig und leicht lichtrandig, mit kleinen Stockflecken und leichtem Abrieb li. unterhalb der Darstellung.

Stk. 35 x 32,3 cm, Bl. 54,8 x 45 cm, Ra. 60,5 x 57,5 cm. Aufruf 400 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 1600 €
KatNr. 727 Christoph Voll

727   Christoph Voll "Gerhardt". Ca. 1924.

Holzschnitt auf wolkigem, chamoisfarbenen Papier. Unterhalb der Darstellung in Blei re. signiert "C. Voll", am u. Rand betitelt. Aus der Folge "Die Baracke".
WVZ Weber 78.

Angeschmutzt und leicht knickspurig. Partielle Rand- und Eckläsionen.

Stk. 40,5 x 35,2 cm, Bl. 65,3 x 50,3 cm. Aufruf 600 €
Zuschlag 1300 €
KatNr. 845 Zierkorken mit Charakterkopf

845   Zierkorken mit Charakterkopf "Herr mit Backenbart". Meissen. 1924 -1934.

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben staffiert, Messingmontierung. Charakterkopf in Form eines Herren mit Backenbart. Verso mit der Schwertermarke in Unterglasurblau. Erste Wahl.

Kanten vereinzelt unscheinbar berieben. Unterseits Öffnung der Schraube mit Klebstoffspuren.

H. (ohne Korken) 3,5 cm. Aufruf 120 €
Zuschlag 240 €
KatNr. 846 Zierkorken mit Charakterkopf

846   Zierkorken mit Charakterkopf "Rokoko-Dame". Meissen. Frühes 20. Jh.

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben staffiert, Messingmontierung. Charakterkopf in Form einer Rokoko-Dame. Auf der Unterseite mit der Schwertermarke in Kobaltblau auf unglasiertem Boden, der Modellnummer "120" (?) sowie der Bossierernummer.

Kanten der Kopfbedeckung vereinzelt minimal berieben.

H. (ohne Korken) 4,5 cm. Aufruf 120 €
Zuschlag 380 €
KatNr. 847 Zierkorken mit Charakterkopf

847   Zierkorken mit Charakterkopf "Herr mit Bowler". Meissen. Spätes 19. Jh. /Frühes 20. Jh.

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben staffiert, Messingmontierung. Charakterkopf in Form eines Herren mit Schnauzer und grauem Bowler. Verso sowie auf der Unterseite mit der Schwertermarke in Unterglasurblau. Auf der Unterseite des Weiteren die Bossierernummer.

Verso feine, kurze Kratzspuren (im Gesamtbild unscheinbar). Unterseits Öffnung der Schraube mit Klebstoffspuren.

H. (ohne Korken) 5,0 cm. Aufruf 120 €
Zuschlag 400 €
KatNr. 874 Deckelvase. Meissen. 1924 -1934.

874   Deckelvase. Meissen. 1924 -1934.

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben staffiert, teils gold- und platingehöht. Balusterförmiger Korpus mit zylindrischem Hals und Haubendeckel mit zapfenförmigen Knauf. Auf der Wandung das Dekor "Indische Blumen- und Vogelmalerei", die Ränder mit Goldfaden, der Deckel mit einer Goldbordüre. Am Boden die Schwertermarke in Unterglasurblau, die geritzte Modellnummer sowie die Drehernummer. Erste Wahl.

H. 27,3 cm. Aufruf 120 €
Zuschlag 550 €
KatNr. 876 Paar vierflammige Leuchter. Meissen. 1930er Jahre.

876   Paar vierflammige Leuchter. Meissen. 1930er Jahre.

Porzellan, glasiert, in eisenroten Aufglasurfarben sowie in Aufglasurgold staffiert, montiert. Einflammige Leuchter, jeweils mit einem gesteckten, vierflammigen Aufsatz. Je mit gedreht geschweiftem und volutenverzierten Schaft über passig geschwungenem Stand, gebauchte Tülle. Der Aufsatz mit einem gedreht profiliert gearbeiteten Korpus und einer bekrönenden Tülle. Vom Korpus ausgehend drei s-förmig geschwungene Arme mit je einer Tülle über einer abwärts gebogten, blattförmigen Tropfschale. Auf der Wandung des Standfußes jeweils mit dem Dekor "Reicher Drache". Fuß jeweils mit Elektrifizierungsaussparung. Unterseits die vierfach geschliffene Schwertermarke, die Modellnummer "2618" sowie die Bossierernummer. Die Tropfschalen unterseits mit jeweils vierfach geschliffener Schwertermarke. Der Aufsatz auf der Unterseite am Schaft mit der geritzten Modellnummer "C84".

Minimal gebrauchsspurig. Ein Leuchter mit restaurierter Tülle, die Goldstaffierung teils ausgebessert. Blattspitzen teils unscheinbar bestoßen.

H. (ges.) 41 cm, H. (einflammig) 24,5 cm. Aufruf 350 €
Zuschlag 1400 €
KatNr. 918 Vier kleine Teller. Meissen. Um 1813 / 14 - um 1900.

918   Vier kleine Teller. Meissen. Um 1813 / 14 - um 1900.

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasur- und Unterglasurfarben sowie partiell in Gold staffiert. Drei runde, leicht gemuldete Formen sowie eine Dreiecksform. Ein Teller mit einem Plan der Schlachten bei Leipzig in einer runden Umrahmung, flankiert von Lorbeerzweigen, ober- und unterhalb in Schwarz bezeichnet. Ein Teller mit gewelltem Rand, im Spiegel eine galante Szene, unterseits die geritzte Modellnummer "Y87". Ein Teller aus dem Service "1000-Form" und mit einem Erdbeerdekor (unikaler Entwurf von Oskar Schröder) über dunkelbraunem Fond. Ein Teller mit einem Jugendstil-Erdbeerdekor, unterseits die geritzte Modellnummer "Z129". Unterseits die Schwertermarken in Unterglasurblau, teils zweifach geschliffen sowie verschiedene Prägeziffern.

Teller (Schlachten b. Leipzig) mit Chip an Rand, die Oberfläche berieben. Teller (Erdbeerdekor) mit Glasurunregelmäßigkeiten, die Staffierung berieben. Teller (Jugendstil) mit Glasurunregelmäßigkeit und partiellen Kratzspuren.

D. 15,3 cm, D. 14,1 cm, D. 19,2 cm., D. 14,3 cm. Aufruf 60 €
Zuschlag 950 €
KatNr. 923 Jugendstil - Vase mit Hagebuttendekor. Oskar Schröder für Meissen. Um 1900.

923   Jugendstil - Vase mit Hagebuttendekor. Oskar Schröder für Meissen. Um 1900.

Porzellan, glasiert, in Unterglasurblau sowie Kupferoxidulrot staffiert. Zylindrische Form, zum Mündungsrand verjüngend. Auf der Wandung ein Hagebuttendekorband. Unterseits mit der Schwertermarke in Unterglasurblau, der geritzten Modellnummer "T83" sowie mit einer geprägten Drehernummer. Erste Wahl.
Dekorentwurf Oskar Schröder.

H. 18,6 cm. Aufruf 180 €
Zuschlag 700 €
KatNr. 928 Paar Jugendstil-Zierteller. Oskar Schröder für Meissen. Um 1900.
KatNr. 928 Paar Jugendstil-Zierteller. Oskar Schröder für Meissen. Um 1900.
KatNr. 928 Paar Jugendstil-Zierteller. Oskar Schröder für Meissen. Um 1900.

928   Paar Jugendstil-Zierteller. Oskar Schröder für Meissen. Um 1900.

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben staffiert, die Ränder mit Goldfaden. Flache Formen, ein Teller flächig mit einem Edelweißdekor vor Alpenglühen, ein Teller mit einem Schmetterling auf einem Azaleenzweig. Unterseits jeweils mit der Schwertermarke in Unterglasurblau, der Modellnummer "N117" sowie mit der geprägten Drehernummer. Erste Wahl.
Dekorentwurf Oskar Schröder.

Teller Alpenglühen rechts mit einer kurzen, feinen und im Gesamtbild unscheinbaren Kratzspur.

D. 24,8 cm, D. 25,3 cm. Aufruf 200 €
Zuschlag 3100 €
KatNr. 929 Jugendstil - Dessertteller. Oskar Schröder, Meissen. Um 1900.

929   Jugendstil - Dessertteller. Oskar Schröder, Meissen. Um 1900.

Porzellan, glasiert, in blauen Unterglasurfarben staffiert. Runde, leicht gemuldete Form mit abgesetzter, leicht ansteigender Fahne. Auf der Fahne ein stilisiertes Beerenrankendekor. Unterseits mit der Schwertermarke in Unterglasurblau sowie mit den Prägemarken "V" und "5". Erste Wahl.

Unterseite am Standring mit einer kleineren Masseunregelmäßigkeit, vereinzelt minimale Farbspuren unter der Glasur. Partiell feine Kratzspuren.

D. 18,3 cm. Aufruf 50 €
Zuschlag 320 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

1062   Zwei Armlehnsessel "Kreslo H269". Nach Jindrich Halabala, Tschechoslowakei. 20. Jh.

Buche, dunkelbraun lackiert. Schräg gestellte, rechteckige, gepolsterte Sitzfläche und Rückenlehne zwischen gebogten, und U-förmig in Armlehnen einschwingenden, Beinen. Hochwertiger, grauer Veloursstoffbezug. Ein Sessel mit einem Etikett der Firma Thonet.
Entwurf aus den 1930er Jahren Jindrich Halabala für Spojené UP Závody (UP), Brünn. Ausführung Thonet, wohl 1930er - 1950er Jahre.

Bezug und Polsterung hochwertig erneuert, die Oberfläche des Gestellrahmens überarbeitet.

H. 77 cm, Sitzhöhe 39 cm, B. (ges.) 69 cm. Aufruf 2000 €
Zuschlag 3400 €
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