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Giuseppe Maria Mitelli

1634 Bologna – 1718 ebenda

Italienischer Radierer, Mezzotintostecher, Zeichner und Maler. Wuchs als zweiter Sohn des Malers Agostino Mitelli im Umkreis der großen Bologneser Maler auf. Von seinem Vater in den grafischen Künsten ausgebildet, hinterließ er rund 600 Grafiken, größtenteils Radierungen. Zunächst kopierte er Gemälde berühmter Meister und versuchte sich als Reproduktionsstecher zu etablieren. 1658 am Hof von Madrid, 1660 wieder in Venedig. Neben Reproduktionsstichen nach berühmten Meistern, entwickelte er eigene Sujets, etwa die Sammlung der Sprichwörter Proverbi figurati (1678) und das Figurenalphabet Alfabeto in sogno (1683) mit anatomischen Modellen für didaktische Zwecke. Daneben illustrierte er Ritterromane und eine Serie von Spielkarten. 1711 Gründungsmitglied und einer der ersten Direktoren der Accademia Clementina in Bologna.



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