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| AUCTION 85 | 20. Juni 2026 |
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Wilhelm Rudolph
1889 Hilbersdorf b. Chemnitz – 1982 Dresden
Maler, Holzschneider, Grafiker und Zeichner. 1906 Lithografenlehre. 1908–14 an der Dresdner Akademie Meisterschüler von Robert Sterl und Carl Bantzer. Im Ersten Weltkrieg Infanterist an der Westfront. 1919–32 freischaffend in Dresden. Entwicklung vom Spätimpressionismus, über den Expressionismus, zur Neuen Sachlichkeit. 1923–25 Mitglied der KPD. Vorstand der Künstlervereinigung Dresden. Ausstellungen u. a. bei den Dresdner Galerien Emil Richter (1924) und Fides (1931). 1931–32 Mitglied der NSDAP. 1932 Berufung zum Professor. 1933 Eintritt in die SA, dennoch im Dresdner Ableger der Ausstellung "Entartete Kunst" geschmäht. Entfernung seiner Werke aus den deutschen Museen ab 1937. 1939 Entlassung aus der Professur. Ausbombung bei den Luftangriffen auf Dresden 1945. 1946–49 Professor für Malerei und Graphik an der Akademie der Bildenden Künste Dresden. Nach der erzwungenen Entlassung freischaffend tätig als unbequemer Außenseiter mit zahlreichen Ausstellungen im Ausland.
Wilhelm Rudolph 1889 Hilbersdorf b. Chemnitz – 1982 Dresden
Pencil drawing. U.re. signiert "Rudolph", u.li. mit dem Nachlass-Stempel des Künstlers. Mit Annotationen in Blei von fremder Hand in den u. Blattecken. Verso eine Federzeichnung eines männlichen Aktes, ebenfalls signiert "W Rudolph".
Li. und re. Rand mit Heftlöchern.
25,5 x 36,5 cm.
297 Wilhelm Rudolph "Johannstraße". 1945–1947.
Wilhelm Rudolph 1889 Hilbersdorf b. Chemnitz – 1982 Dresden
Pen Lithograph. Im Stein signiert "W Rudolph" und betitelt "König Johannstraße". In Blei u.re. nochmals signiert "Wilhelm Rudolph", mittig betitelt, u.li. technikbezeichnet "Orig. Litho". Verso mit älteren Annotationen in Blei. Aus der Folge "Dresden 45". Im Passepartout.
Vgl.: Klitzsch, Gottfried: Wilhelm Rudolphs Arbeiten auf Papier zum 13. Februar 1945, in: ders. u. Klitzsch, Annerose (Hg.): Wilhelm Rudolph: Dresden 45 – Zeichnungen, Lithographien, Holzschnitte (Ausst.-Kat. Radebeul, Ausstellung Dresdner Kunst), Köthen 2018, S. 33–62, S. 51–52 (Abb. S. 133).
Unscheinbarer Knick re. im Papierrand.
St. 30,5 x 41,7 cm, Bl. 37,5 x 50 cm, Psp. 49,7 x 59,3 cm.
453 Wilhelm Rudolph "Nach der Katastrophe". 1945–1947.
Wilhelm Rudolph 1889 Hilbersdorf b. Chemnitz – 1982 Dresden
Wood cut auf Japan. In Blei signiert "Wilhelm Rudolph" u.re., u.li. bezeichnet "Handdruck". Aus dem Zyklus "Dresden 45". Im Passepartout.
Vgl.: Wilhelm Rudolph. Dresden 45. Holzschnitte. Zeichnungen. Leipzig 1983. S. 76.
Stk. 24,5 x 39,5 cm, Bl. 26,2 x 40,1cm, Psp. 45,5 x 62,5 cm.
454 Wilhelm Rudolph "Doppelaktstudie II". Wohl 1960's.
Wilhelm Rudolph 1889 Hilbersdorf b. Chemnitz – 1982 Dresden
Charcoal drawing, und Bleistiftzeichnung, laviert, auf gräulichem Papier. In Tusche signiert u.Mi. "Rudolph". Freigestellt im Passepartout montiert und hinter Glas in einer grauen Leiste gerahmt.
Das Werk wurde nicht ausgerahmt. Sehr leicht wellig.
30 x 21,5 cm, Ra. 53 x 44 cm.
455 Wilhelm Rudolph "Portraitstudie (Maler Trepke)". Wohl 1960's.
Wilhelm Rudolph 1889 Hilbersdorf b. Chemnitz – 1982 Dresden
Charcoal drawing und Bleistiftzeichnung, laviert. Signiert u.li. "W.Rudolph". Freistehend im Passepartout montiert und hinter Glas in einer grauen Leiste gerahmt.
Werk wurde nicht ausgerahmt. Technikbedingt unscheinbar wellig, mit Abdrücken der Montierung. Das.
31 x 19,5 cm, Ra. 53 x 44 cm.
456 Wilhelm Rudolph "Doppelaktstudie I". Wohl 1960's.
Wilhelm Rudolph 1889 Hilbersdorf b. Chemnitz – 1982 Dresden
Charcoal drawing, und Bleistiftzeichnung, laviert, auf gräulichem Papier. Signiert u.re. "Rudolph". Verso mit einer weiteren Aktzeichnung. Diese signiert u.re "Rudolph", mit de, Nachlass-Stempel versehen u.li. und von fremder Hand in Blei bezeichnet. Freigestellt im Passepartout montiert und hinter Glas in einer grauen Leiste gerahmt.
Das Werk wurde nicht ausgerahmt. Leicht knickspurig, mit Reißzwecklöchlein Rand o. und u.
28,5 x 19,2 cm, Ra. 50,5 x 41,5 cm.