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| AUKTION 86 | 07. November 2026 |
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Siegfried Ochs
1858 Frankfurt / Main – 1929 Berlin
Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie, studierte zunächst Chemie in Darmstadt und Heidelberg. Nebenbei Korrepetitor, Chorsänger, Geiger und Paukist am Theater in Heidelberg. 1877 Umzug nach Berlin, ab 1878 Studium an der Königlich Akademischen Hochschule für ausübende Tonkunst. 1882 Gründung des "Philharmonischen Chors Berlin", dieser in Saison 1886/87 ca. 185 aktive Mitglieder. Ochs erhielt große Anerkennung für seine Arbeit mit diesem. 1887 Beginn der Kooperation mit dem Philharmonischen Orchester, 1889 Erhalt des Professorentitels. 1900 Gründung der "Neuen Bachgesellschaft" zusammen mit Joseph Joachim. 1920 drohte Auflösung des Chors wegen finanzieller Schwierigkeiten, daher Überführung in den "Chor der Staatlichen akademischen Hochschule für Musik". Bis 1928 Mitglied des künstlerischen Beirats des Arbeiter-Sängerbundes.
Verbot seiner Werke während der NS-Zeit, mehrere Mitglieder seiner Familie starben in Konzentrationslagern.
345 Max Liebermann "Siegfried Ochs". 1921.
Max Liebermann 1847 Berlin – 1935 ebenda
Siegfried Ochs 1858 Frankfurt / Main – 1929 Berlin
Kaltnadelradierung auf chamoisfarbenem Kupferdruckkarton. In Blei signiert "MLiebermann" u.re. Verso mit Annotationen in Blei von fremder Hand u.li und u.re.
WVZ Schiefler 335 IV b (von IV c).
Leicht griff- und knickspurig sowie leicht stockfleckig.
Pl. 30,8 x 22,3 cm, Bl. 37 x 27,4 cm.