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| AUKTION 86 | 07. November 2026 |
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Otto Dix
1891 Untermhaus/Gera – 1969 Singen am Hohentwiel
1910–14 Besuch der Kgl. Kunstgewerbeschule in Dresden. 1914–18 Militärdienst als Kriegsfreiwilliger. 1919 Rückkehr nach Dresden und Besuch der Akademie, wo er Meisterschüler von Otto Gussmann war. Atelier am Antonplatz, Gründungsmitglied der "Dresdner Sezession Gruppe 1919". 1922 Übersiedlung nach Düsseldorf, dort Meisterschüler bei Heinrich Nauen und Wilhelm Herberholz. 1925–27 Wohnsitz in Berlin mit einem Atelier am Kurfürstendamm. 1926 Berufung an die Dresdner Kunstakademie, dort seit 1927 als Nachfolger von Oskar Kokoschka Professor für Malerei. Hauptvertreter der Malerei der "Neuen Sachlichkeit". 1933 des Amtes enthoben und als "entartet" diffamiert, seit 1934 Ausstellungsverbot, 1937/38 stehen acht seiner Hauptwerke im Zentrum der Wanderausstellung "Entartete Kunst", ca. 260 seiner Werke werden aus deutschen Museen entfernt. Seit 1933 "Innere Emigration" in Südwestdeutschland, anfangs auf Schloss Randegg im Hegau, seit 1936 in Hemmenhofen am Bodensee. 1947–66 jährliche Arbeitsaufenthalte in Dresden, wo er seine Lithografien drucken lässt. Zahlreiche Ehrungen und Preise in beiden deutschen Ländern. Dix wird zum deutsch-deutschen Künstler, der zwischen die Fronten der westlichen, abstrakten Nachkriegsmoderne und des durch die DDR propagierten sozialistischen Realismus gerät.
272 Otto Dix "Erna I". Um 1930.
Otto Dix 1891 Untermhaus/Gera – 1969 Singen am Hohentwiel
Bleistiftzeichnung. U.re. signiert "Dix". Freigestellt im Passepartout montiert und hinter Museumsglas mit UV-Schutz in einer profilierten Holzleiste gerahmt.
WVZ Lorenz NSk 10.1.15.
Provenienz: Norddeutscher Privatbesitz; Galleria Giulia, Rom, 1985 – 1973 /74; Galerie Klihm, München, 1970/71; Galerie Dr. Ernst Hauswedell, Baden-Baden, 1967; Kunstsalon Wolfsberg, Zürich, 1938.
Erna I war um 1930 ein Lieblingsmodell des Künstlers. Dix porträtierte sie 1929 in dem Gemälde
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30,5 x 40,7 cm, Ra. 46 x 58 cm.
Regelbest. 7% MwSt (Schätzpreis 4.066 € inkl. MwSt) **
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *
439 Otto Dix, Porträt Käthe König. 1960.
Otto Dix 1891 Untermhaus/Gera – 1969 Singen am Hohentwiel
Käthe König 1901 Dresden – 1981 ebd.
Richard Seyffarth 1906 Worms – 1985 Dresden
Grafitzeichnung auf einer Gästebuchseite. U.Mi. signiert "Dix". U.re. ausführlich datiert "15.7.60", u.li. von Künstlerhand bezeichnet "Zur Erinnerung an unser nettes Zusammensein" sowie betitelt Käthe". Aus dem Gästebuch Richard Seyffarths, Dresden.
Nicht im WVZ Lorenz.
Provenienz: Nachlass Richard Seyffarth, Dresden.
Vgl. motivisch: Otto Dix "Bildnis Käthe König", 1963, Öl auf Kapokplatte, 58 x 45 cm, Chemnitz, Städtische Kunstsammlungen, abgebildet in: Fritz
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26,8 x 20 cm.
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *
440 Otto Dix "Tochter des Jairus" / "Heilung vieler Kranken" / "Verklärung Jesu". Um 1960.
Otto Dix 1891 Untermhaus/Gera – 1969 Singen am Hohentwiel
Drei Lithografien auf festem, glattem Offsetpapier. Unsigniert. Verso mit Textauszügen sowie bei a) mit einer weiteren Lithografie. Jeweils auf Untersatzkarton montiert.
Aus der Folge "Das Evangelium nach Matthäus". Jeweils eines 2.000 Exemplaren der Buchauflage.
WVZ Karsch 245 b (von b), 251 und 252.
Unscheinbar knickspurig und lichtrandig. Zwei Arbeiten verso mit Montierungsresten.
St. je 28,5 x 22 cm, Bl. je ca. 30,5 x 23,9 cm.
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *
441 Otto Dix, Porträt Katharina König. 1962.
Otto Dix 1891 Untermhaus/Gera – 1969 Singen am Hohentwiel
Katharina König-Dix 1939 Dresden
Richard Seyffarth 1906 Worms – 1985 Dresden
Grafitzeichnung auf einer Gästebuchseite (Doppelbogen). U.re. signiert und datiert "Dix 62 – 7.9." U.li. bezeichnet "Kathi [oder Käthi]". Auf der Innenseite des Bogens in Kugelschreiber von Otto Dix bezeichnet "für Richard, den weltgrößten Porzellanpabst in der Hoffnung auf baldiges Wiederholen Juli 1963 Otto Dix – auch seiner Frau und seiner lieblichen Tochter meine Grüße". Verso ein weiterer Gästebucheintrag vom 30. Juli 1963 "Unser erstes Zusammentreffen möge nicht das letzte
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26,9 x 20 cm.
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *
442 Otto Dix, Porträt Roland Hettner. 1962.
Otto Dix 1891 Untermhaus/Gera – 1969 Singen am Hohentwiel
Grafitzeichnung auf chamoisfarbenem Büttenkarton, wohl Seite eines Fotoalbums mit linksbündig montiertem Vorsatzpapier. U.re. in Graphit signiert und datiert "Otto Dix 62". An drei Ecken freistehend im Passepartout montiert und hinter Museumsglas in einer teilversilberten Leiste gerahmt.
Im Nachtrag zum WVZ Lorenz unter SW 7.4.19 registriert.
Roland Hettner, der Sohn des Dresdner Akademieprofessors Otto Hermann Hettner und Enkel des Kunsthistorikers Hermann Hettner, war in den
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28,4 x 21,5 cm, Ra. 47,5 x 39,5 cm.
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *
443 Otto Dix "Ruine der Frauenkirche". 1966.
Otto Dix 1891 Untermhaus/Gera – 1969 Singen am Hohentwiel
Lithografie auf "Van Gelder Zonen"-Maschinenbütten. U.re. in Blei signiert "Dix", u.li. nummeriert "10/40". Hinter Glas in einer weißen Leiste gerahmt.
WVZ Karsch 308/II (von II).
Vereinzelt etwas stockfleckig, im u. weißen Rand etwas deutlicher. Unscheinbar lichtrandig. Verso am Rand umlaufend Reste einer Klebemontierung.
St. 47,5 x 40,5 cm, Bl. 65 x 54 cm. Ra. 67,5 x 56,5 cm.
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *