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| AUKTION 86 | 07. November 2026 |
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Käthe Kollwitz
1867 Königsberg – 1945 Moritzburg
1885 Studium an einer privaten Schule für Künstlerinnen in Berlin u.a. bei Arno Holz und Gerhart Hauptmann, als "Malweib" durfte sie nicht an einer staatlichen Kunstschule studieren. 1886 Rückkehr nach Königsberg. 1888–89 Wiederaufnahme des Studiums in München mit Unterricht bei Ludwig Herterich. 1891 Übersiedlung nach Berlin und Teilnahme an der Großen Berliner Kunstausstellung 1898, die ihr zum künstlerischen Durchbruch verhalf. 1907 Verleihung des Villa-Romana-Preises mit anschließendem kurzen Aufenthalt in Florenz. Ab 1910 schuf Kollwitz neben ihrem von grafischen Arbeiten geprägten Œuvre auch bildhauerische Werke. Ihre Arbeiten waren u.a. geprägt vom Verlust ihres Sohnes sowie von der Auseinandersetzung und ihr Engagement in und mit politischen und sozialen Organisationen. Sie war Mitglied im Deutschen Künstlerbund und der Berliner Secession, 1919 erfolgte die Berufung zur Professorin an die Akademie der Künste Berlin. Zahlreiche Ausstellungen zu Ehren von Kollwitz, u.a. in New York und Moskau. 1933 Ausscheiden aus der Akademie, der Verkauf ihrer Arbeiten wurde verboten. Werke Kollwitz" wurden durch die Nationalsozialisten als "entartet" eingestuft und aus öffentlichen Sammlungen beschlagnahmt. 1942 Flucht nach Nordhausen, 1944 Flucht nach Moritzburg.
324 Käthe Kollwitz "Weberzug". 1893–1897. Späterer Abzug von 1931-1941.
Käthe Kollwitz 1867 Königsberg – 1945 Moritzburg
Buch- und Kunsthandlung Engewald 1928 Leipzig – 1971 ebenda
Otto Felsing 1831 Darmstadt – 1878 Berlin
Radierung auf glattem Japan. U.re. in Blei signiert "Käthe Kollwitz". U.li. vom Drucker in Blei signiert "O Felsing Berlin g[e]dr[uckt]". Auf dem weißen Rand in Blei nummeriert "No 43)" und betitelt "Weberzug". Blatt vier des Zyklus' "Ein Weberaufstand". An den o. Blattecken auf Untersatzpapier montiert. Auflage bei von der Becke 1931–1941.
WVZ Klipstein 32 VI a (von IV b); WVZ Knesebeck 36 V a (von V c).
Provenienz: Sächsische Privatsammlung; Kunst- und Buchhandlung Kurt Engewald, Leipzig, 1940.
Im Bereich der o.li. Plattenkante mit leichter Auffaserung des Japanpapiers (L. ca. 10 cm), im Gesamteindruck unscheinbar.
Pl. 21,6 x 29,5 cm, Bl. 28,2 x 39,7 cm.
325 Käthe Kollwitz "Pflugzieher und Weib". 1902.
Käthe Kollwitz 1867 Königsberg – 1945 Moritzburg
Lithografie in Dunkelbraun und Gelbbraun auf gelblichem Bütten, mit Spritztechnik und Schabnadel im Zeichenstein. U.li. im Stein signiert und datiert "K. Kollwitz 02". U.re. in Blei signiert "Käthe Kollwitz". Am u. Blattrand in Blei von fremder Hand nummeriert "S 61" und "3029" sowie künstlerbezeichnet und betitelt. Verso in Blei von fremder Hand bezeichnet "L 23". Verworfene zweite Fassung des ersten Blattes des Zyklus' "Bauernkrieg". Auflage bei Emil Richter, Dresden. An den o. Blattecken
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St. 36,5 x 50,4 cm, Bl. 46 x 61,8 cm.
326 Käthe Kollwitz "Selbstbildnis im Profil nach rechts". 1938.
Käthe Kollwitz 1867 Königsberg – 1945 Moritzburg
Lithografie auf gelblichem Maschinenpapier. Unsigniert. Hinter Glas in einer einfachen Leiste gerahmt.
WVZ Knesebeck 273 III c (von d), WVZ Klipstein III b (von III b).
Unscheinbar wellig und leicht lichtrandig. O.re. unscheinbar stockfleckig. In der u.li. Blattecke ein Feuchtigkeitsfleck sowie eine weiße Verfärbung. Verso randumlaufend Reste einer schmalen Klebebandmontierung.
St. 47 x 29 cm, Bl. 68,2 x 48,7 cm, Ra. 72 x 51,5 cm.
327 Käthe Kollwitz "Die Pflüger". 1906. Späterer Abzug 1931-1941.
Käthe Kollwitz 1867 Königsberg – 1945 Moritzburg
Buch- und Kunsthandlung Engewald 1928 Leipzig – 1971 ebenda
Otto Felsing 1831 Darmstadt – 1878 Berlin
Radierung und Aquatinta in Schwarzbraun auf Japan. In der Platte datiert "1921". U.re. in Blei signiert "Käthe Kollwitz". U.li. vom Drucker signiert "O Felsing Berlin g[e]dr[uckt]". Am Rand u.li. in Blei nummeriert "No 41)" und betitelt. Erstes Blatt des Zyklus' "Bauernkrieg", 1906. Auflage von der Becke zwischen 1931 und 1941. An den o. Blattecken auf Untersatzpapier montiert.
WVZ Klipstein 94 VII (von IX); WVZ Knesebeck 99 XII a (von XIII b).
Provenienz: Sächsische Privatsammlung; Kunst- und Buchhandlung Kurt Engewald, Leipzig, 1940.
In o. Hälfte leicht wellig sowie leicht griff- und knickspurig.
Pl. 31,5 x 45,7 cm, Bl. 40,5 x 55 cm.
328 Käthe Kollwitz "Helft Russland". 1921.
Käthe Kollwitz 1867 Königsberg – 1945 Moritzburg
Buch- und Kunst-Antiquariat F. W. Haschke 1910 Leipzig – letzte Erw. 1945
Johannes Leipner 1902 Leipzig – 1989 ebenda
Lithografie auf glattem, dünnen, braunen Affichenpapier. Plakatauflage. U.re. im Stein signiert "Kollwitz", über der Darstellung betitelt, am u. Darstellungsrand bezeichnet "Komite Arbeiterhilfe: Berlin Rosenthalerstr. 38". U.re. in Blei signiert "Käthe Kollwitz". Am u.li. Blattrand von fremder Hand in Blei bezeichnet "VII. 26. einziges Ex." sowie am li. seitlichen Rand um 90° gedreht in Blei nummeriert "144.". An den o. Blattecken auf Untersatzpapier montiert.
WVZ Klipstein 154 I,
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St. 66,7 x 47,7 cm, Bl. 72,1 x 47,2 cm.
329 Käthe Kollwitz "Selbstbildnis im Profil". 1927.
Käthe Kollwitz 1867 Königsberg – 1945 Moritzburg
Buch- und Kunsthandlung Engewald 1928 Leipzig – 1971 ebenda
Johannes Leipner 1902 Leipzig – 1989 ebenda
Lithografie auf gelblichem, glatten Japan (Umdruck von der Zeichnung auf gerippten Bütten, WVZ Nagel/Timm 1148). U.re. in Blei signiert und datiert "Käthe Kollwitz 1927". Am u. Rand in Blei nummeriert "X (No 22)" sowie betitelt und datiert. An den o. Ecken auf Untersatzkarton montiert.
WVZ Klipstein 227 c (von c); WVZ Knesebeck 235 c (von c).
Provenienz: Nachlass Sammlung Johannes Leipner, Leipzig; Kunst- und Buchhandlung Kurt Engewald, Leipzig, 1940.
Etwas lichtrandig und leicht griff- und knickspurig. Leichter Papierabrieb im o.li. Bereich. Im weißen Rand o.re. eine Klebstoffspur.
St. 32 x 29,7 cm, Bl. 64,4 x 45,1 cm.