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KatNr. 4 Karl Theodor Böhme, Capri (Golf von Sorrent). 1898.
KatNr. 4 Karl Theodor Böhme, Capri (Golf von Sorrent). 1898.

004   Karl Theodor Böhme, Capri (Golf von Sorrent). 1898.

Karl Theodor Böhme 1866 Hamburg – 1939 Karlsruhe

Öl auf Leinwand. Signiert "Karl Böhme", datiert sowie ortsbezeichnet "München" u.re. In einem reich verzierten und stuckierten Holzrahmen.

Vom 18. Juli bis zum 31. Oktober 1937 wurden fünf Gemälde Böhmes in der Großen Deutschen Kunstausstellung im Haus der Kunst in München präsentiert. Drei davon bildeten die Küstenlandschaften Capris, wie die Faraglioni und die Sirenenbucht, ab. Die auf der italienischen Felseninsel entstandenen Landschaftsgemälde trugen maßgebilch zur Steigerung der Bekanntheit Böhmes bei. Zwei weitere Versionen, welche die Brandungen Capris zu verschiedenen Tageszeiten wiedergeben, befinden sich in den Bayrischen Staatsgemäldesamlungen in München sowie in der Staatlichen Kunsthalle in Karlsruhe.

Vgl. Schweers, Hans F.: Gemälde in deutschen Museen, Bd.1, München 1981, S.96.

Vgl.: Ausstellungskatalog der Großen Deutschen Kunstausstellung 1937 im Haus der Deutschen Kunst zu München.

Im Bereich der Wellen Mi. fachmännisch retuschierte Kratzspur. Winzige Retuschen am Rand u.Mi. sowie re.Mi. Partiell Firnis etwas matter. Rahmen überfasst.

78 x 100 cm, Ra. 88 x 109 cm. 4.000 €
Zuschlag 6.000 €
KatNr. 8 Christian Friedrich Gille, Baumstudie - alte Laubbäume am Waldsaum. Um 1860.
KatNr. 8 Christian Friedrich Gille, Baumstudie - alte Laubbäume am Waldsaum. Um 1860.

008   Christian Friedrich Gille, Baumstudie - alte Laubbäume am Waldsaum. Um 1860.

Christian Friedrich Gille 1805 Ballenstedt/Harz – 1899 Dresden

Öl auf Papier, vollflächig auf festen Karton kaschiert. Unsigniert. Verso in Blei von fremder Hand bezeichnet. In einer Berliner Leiste gerahmt.

Provenienz: Nachlass Dr. Joachim Menzhausen, Dresden.

Wir danken Herrn Dr. Gerd Spitzer, Röthenbach, für freundliche Hinweise.

Lit.: Spitzer, Gerd: Christian Friedrich Gille. 1805–1899. Petersberg, 2018.

Bildträger leicht gewölbt. Karton mit Randläsionen. Kleine Fehlstelle im Papier an Ecke u.re. Firnis gegilbt und mit matten Bereichen. Mehrere kleine Kratzer im Firnis und winzige Malschicht-Fehlstellen im Randbereich. Minimaler Farbabrieb im Ast re. Matte Retusche im Himmel o.li. sowie kleine, farbfalsche in den Baumstämmen. Rahmen mit Fehlstellen der Fassung.

30 x 41 cm, Karton 30,5 x 41,5 cm, Ra. 38 x 48,5 cm. 6.000 €
Zuschlag 5.000 €
KatNr. 12 Louise Henriette von Martens, Geschwisterpaar, mit einem zahmen Eichhörnchen spielend. 1860.
KatNr. 12 Louise Henriette von Martens, Geschwisterpaar, mit einem zahmen Eichhörnchen spielend. 1860.

012   Louise Henriette von Martens, Geschwisterpaar, mit einem zahmen Eichhörnchen spielend. 1860.

Louise Henriette von Martens 1828 Stuttgart – 1894 Stuttgart

Öl auf Leinwand. Signiert "LvMartens" und datiert u.re. In einer profilierten, goldfarbenen Holzleiste gerahmt.

Gesamtflächig mit Alterskrakelee, im Himmel deutlicher, teils mit Schüsselbildung. Leichte Klimakante. Firnis gegilbt innerhalb des Bildausschnitts des früheren ovalen Rahmens, mit Schmutzablagerungen im Randbereich sowie mit kreisrunden matten Stellen im Firnis entlang der ovalen Malkante, diese mit minimalen Faserresten u.li. Vereinzelte kleine bräunliche Flecken.

86 x 66,9 cm, Ra. 94,3 x 74,2 cm. 7.200 €
KatNr. 16 Ernst Erwin Oehme, Blick in einen Kreuzgang mit dem Epitaph für Johannes von Schleinitz aus St. Afra in Meißen. 1865.
KatNr. 16 Ernst Erwin Oehme, Blick in einen Kreuzgang mit dem Epitaph für Johannes von Schleinitz aus St. Afra in Meißen. 1865.

016   Ernst Erwin Oehme, Blick in einen Kreuzgang mit dem Epitaph für Johannes von Schleinitz aus St. Afra in Meißen. 1865.

Ernst Erwin Oehme 1831 Dresden – 1907 Dresden

Öl auf Leinwand. Signiert "ERWIN OEHME" und datiert u.re. Verso auf der Leinwand nummeriert "31 5" o.li. In einem goldfarbenen, spätklassizistischen Hohlkehlrahmen mit Palmetten-Ornament in den Ecken und eingelegter Sichtleiste. Vierkantstäbe und schmale Hohlkehle vergoldet.

Wir danken Herrn Prof. Dr. Heinrich Magirius, Radebeul, für detaillierte Angaben zu dem dargestellten Epitaph und Grabmal.

Pittoreske Bildausschnitte und eine sensible Umsetzung von Licht- und Wetterstimmungen charakterisieren das Werk Oehmes, welches vor allem durch Landschaftsdarstellungen geprägt ist. In den 1860er Jahren wählte der Künstler für der Fertigung seiner Aquarelle vermehrt Sujets mittelalterlicher Kirchen und Burgen – ein Kontext, in den sich das vorliegende, eindrucksvolle Capriccio einreihen läßt, indem es den gotischen Kreuzgang des Meissner Domes offensichtlich als Vorlage rezipiert. Neben den gotischen Spitzbögen und den Kreuzgewölben adaptierte der Künstler auch einzelne Elemente, wie die bedachten Pfeilervorlagen oder die in den Boden eingelassene Memorialplatte und passte diese in Maßstab und Positionierung an sein Werk an. Dem benachbarten St. Afra entlehnte Oehme das linke Wandepitaph (Johannes von Schleinitz, gest. 1526) und das rechte, aufgerichtete Grabmal (Hans von Schleinitz, gest. 1476) deren eigentlicher Standort die Begräbniskapelle des Uradelsgeschlechts von Schleinitz in der benachbarten Klosterkappelle St. Afra ist.
Die Verwebung dieser charakteristischen Versatzstücke mehrerer lokaler Sakralbauten zu einer idealisierten Komposition verleihen dem Sujet einen ebenso besonderen Reiz wie die ruinöse, morbide Überformung des Motivs und die beeindruckende Umsetzung der letzten Regentropfen, die den ersten Sonnenfleck berühren.
Der Künstler setzte das Bildthema als Memento mori um – der ruinöse Baukörper, umgestürzte und herabgefallene architektonische Details, der teilweise eingestürzte Boden, Grabplatten, Epitaphe und abblühende Rosenstöcke verweisen auf die Vergänglichkeit alles Irdischen.
Die hervorragende malerische Qualität des Gemäldes, welches dem Frühwerk Oehmes zuordenbar ist und sicher zu den bedeutenderen Werken seines Gesamtschaffens zählt, stützt die Vermutung, dass es sich um das in Boetticher als "Kreuzgang im Dom zu Meißen" bezeichnete Werk handelt.

Vgl.: Boetticher (publ. 1891–1901), Bd. II, Teil 1, S. 175, Nr. 27.
Vgl.: Neidhardt, Hans Joachim: Die Malerei der Romantik in Dresden, Leipzig 1976, S. 316 f.
Vgl.: TU Dresden (Hrsg.): Erwin Oehme. Aquarelle aus dem Kunstbesitz der Technischen Universität Dresden, Meißen 2003.

Malschicht mit alterungsbedingtem Krakelee, im Bereich des vorderen Pfeilers an den Pastositäten etwas frühschwundrissig. Malschicht an den Rändern leicht berieben und mit Rahmenfalzabdrücken. Vereinzelte kleine Retuschen im Bereich der Gewölbebögen und an den Rändern. Kleine Stelle mit Malschicht-Abrieb Mi.li. Rahmen neu gefasst, partiell mit Abplatzungen.

70 x 85 cm, Ra. 91 x 102,5 cm. 6.000 €
KatNr. 31 Deutscher Romantiker, Der rauchende Vesuv, im Vordergrund eine Vigna. Mitte 19. Jh.
KatNr. 31 Deutscher Romantiker, Der rauchende Vesuv, im Vordergrund eine Vigna. Mitte 19. Jh.
KatNr. 31 Deutscher Romantiker, Der rauchende Vesuv, im Vordergrund eine Vigna. Mitte 19. Jh.

031   Deutscher Romantiker, Der rauchende Vesuv, im Vordergrund eine Vigna. Mitte 19. Jh.

Öl auf Papier, vollflächig auf Pappe kaschiert. Unsigniert. In einer Berliner Leiste gerahmt.

Provenienz: Nachlass Dr. Joachim Menzhausen, Dresden.

Wir danken Herrn Prof. Dr. Börsch-Supan, Berlin, für freundliche Hinweise.

Von den kleinformatigen, vor der Natur entstandenen und in lockerem Pinselduktus gemalten Ölstudien geht eine Faszination aus, welche bereits Kunstliebhaber im 19. Jh. ergriff und die bis heute ungebrochen ist. Zunächst waren die Skizzen den italienbegeisterten Malern des frühen bis mittleren 19. Jh. Arbeitsmittel, bald avancierten die freien, oftmals skizzenhaften Landschaftsimpressionen zu begehrten Sammelobjekten.
Die hier vorliegende, qualitativ eindrucksvolle Ansicht des Vesuvs vom Posillipo aus über die Bucht von Neapel zeigt ein äußerst beliebtes Motiv italienreisender Künstler des 19. Jh. und lässt insbesondere an vergleichbare Studien von Johan Christian Clausen Dahl "Der Vesuv" 1847, Ölskizze und Carl Blechen "Der Vesuv", 1829, Ölskizze (beide Goethe-Museum, Frankfurt) denken. Während Dahl den Vordergrund seiner Studie noch mit Fischern und Segler belebt und bei Blechens Skizze der Fokus allein auf dem ruhig liegenden Meer und dem im Abendlicht rötlich erscheinenden Vesuv liegt, rhythmisiert der Maler der hier angebotenen Studie den schmalen Landstreifen im Vordergrund, welcher den Blick auf das Meer und den Vulkan freigibt, durch vage angedeutete Rankhilfen eines wohl verlassenen Weinbergs.

Kleine Bildträger-Fehlstelle an Ecke u.li. Geringe Malschicht-Verluste an den Rändern. Horizontaler, minimal aufgewölbter Riss im Papier o.Mi. Unscheinbare vertikale Knickspur u.Mi. sowie lange, mit leichter Wölbung des Bildträgers im u. Randbereich. Geringe Ablösung des Papiers u.li. Größere, gedunkelte Retuschen im Himmel, insbes. am o. Rand sowie kleine, matte im Meer.

23,5 x 31,5 cm, Ra. 31,5 x 39 cm. 1.200 €
Zuschlag 4.000 €
KatNr. 43 Otto Altenkirch
KatNr. 43 Otto Altenkirch

043   Otto Altenkirch "Weinkeller" (Hellerschänke). 1923.

Otto Altenkirch 1875 Ziesar – 1945 Siebenlehn

Öl auf Leinwand. Signiert "Otto Altenkirch" u.li. Verso auf oberer Keilrahmenleiste in schwarzer Farbe li. betitelt und re. nochmals signiert "Otto Altenkirch", ortsbezeichnet "Dresden", datiert und nummeriert "1923. 27." sowie bezeichnet "ph". Im hochwertigen, versilberten und mit "Goldlack"-Überzug versehenen Modellrahmen.
WVZ Petrasch 1923 -27–H.

Ausgestellt in: Jubiläumsausstellung im Sächsischen Kunstverein Dresden Jan. 1925 und Jubiläumsausstellung im Kunstverein Meißen. Feb. – Apr. 1925.

Das frühbarocke Bacchusportal, welches die Initialen der Adelsfamilien von Erdmannsdorff und von Pflugk (frühere Besitzer des Guts) trägt, wurde bei Abriss des Hellergutes 1969 geborgen und 1973 an der Rückseite der Sekundogenitur an der Brühlschen Terrasse in der Inneren Altstadt in Dresden wieder errichtet.

Kleiner geschlossener Riss mit Retusche o.re. (am Hausdach). Malschicht im Falzbereich minimal berieben. Partielles, alterungsbedingtes Krakelee. Leichte Schmutzablagerungen und winzige bräunliche Flecken auf der Oberfläche. Leinwand an den u. Ecken aufgrund des Keilrahmens etwas gedehnt. Rahmen mit ausgebesserten, kleinen Fehlstellen der Fassung. Partien der Eckverzierungen ergänzt.

67 x 67 cm, Ra. 86 x 86 cm. 4.800 €
Zuschlag 8.500 €
KatNr. 44 Otto Altenkirch
KatNr. 44 Otto Altenkirch

044   Otto Altenkirch "Schilfteich mit Birken". 1929.

Otto Altenkirch 1875 Ziesar – 1945 Siebenlehn

Öl auf Leinwand. Signiert "Otto Altenkirch" und datiert u.re. Verso auf der o. Keilrahmenleiste re. in Blei bezeichnet "Otto Altenkirch" und ortsbezeichnet "Siebenlehn" sowie li. wohl von Künstlerhand schwach lesbar betitelt und o.re. datiert und nummeriert "1929 49". In einer goldfarbenen Holzleiste mit ornamental verzierten Ecken gerahmt.
WVZ Petrasch 1929–49–Z.

Leinwand unscheinbar wellig. Malschicht partiell mit alterungsbedingtem Krakelee. Vereinzelte kleine Farbabplatzungen und Quetschungen der Pastositäten im Falzbereich. Verso kleine Stelle mit durchgedrungener Farbe o.re. (evtl. Leinwand-Löchlein, werkimmanent) sowie etwas fleckig. Rahmen mit vereinzelten Fehlstellen der Fassung an den Außenkanten.

60 x 50 cm, Ra. 69 x 59 cm. 6.000 €
Zuschlag 5.500 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

076   Josef Hegenbarth, Hahn. Um 1940.

Josef Hegenbarth 1884 Böhmisch Kamnitz – 1962 Dresden-Loschwitz

Leimfarben auf leichtem Karton. In Blei signiert "Jos. Hegenbarth" u.li. Verso mit dem Porträt einer alten Frau, Feder- und Pinselzeichnung in Tusche über Blei, laviert und sparsam aquarelliert.
WVZ Zesch B V 803.
Provenienz: Tschechischer Kunstmaler Karel Soucek (1915–1982).

Technikbedingt etwas wellig. Unscheinbare Quetschfalte (3,5 cm) o.li. Kleines Löchlein re.Mi. und winzige bräunliche Flecken, wohl aus dem Werkprozess. Kleiner Kratzer am Hahnenkopf. Verso Farb- und Bindemittelspuren und im Randbereich partiell mit oberflächlichen Kratzern und Abrieb der obersten Faserschicht des Kartons.

44,5 x 37,5 cm. 3.200-4.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
KatNr. 83 Joachim Heuer

083   Joachim Heuer "Stilleben mit Quitten". 1982.

Joachim Heuer 1900 Dresden – 1994 ebenda

Öl auf Hartfaser, im orangefarbenen Bereich Mi.li. neben den Quitten mit einer partiellen Papierunterklebung. Monogrammiert "h" u.re. Verso in schwarzer Farbe o.re. datiert. Verso an den Rändern umlaufend aufgeleimte Holzleisten. Mit einem Brief des Künstlers an den ehemaligen Besitzer.

Provenienz: Geschenk des Künstlers anlässlich der Ausstellung zum 90. Geburtstag an Dr. Joachim Menzhausen, Dresden, welcher die Ausstellung kuratierte.

Abgebildet in: Ausstellungskatalog der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden: Joachim Heuer zum 90. Geburtstag., Dresden 1990, S. 24, Nr. 46.

Malschicht mit Pentimenti-Untermalung der Vase. Papierkaschierung Mi. geringfügig von der Hartfaser gelöst. Malschicht vorwiegend in den weißen Farbbereichen unscheinbar frühschwundrissig. Verso Hartfaser mit Fettfarbspuren und zwei leichten kreuzförmigen Rissen.

101 x 90 cm. 6.000-7.000 €
Zuschlag 6.500 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

101   Willy Kriegel, Blumenstillleben. 1923.

Willy Kriegel 1901 Dresden – 1966 Starnberg

Öl auf Sperrholz. U.re. monogrammiert "KW" und datiert. Verso auf dem Bildträger o.re. mit einem Ausstellungs-(?) Stempel versehen (nicht identifiziert) sowie u.Mi. in Blei künstlerbezeichnet. In einer profilierten Holzleiste mit goldfarbener Sichtleiste gerahmt.

Malschicht in den dunklen Farbbereichen deutlich frühschwundrissig. Umlaufend Druckspuren im Falzbereich sowie Malschicht partiell oberflächlich berieben. Nagellöchlein an den Ecken und an den Rändern re. und li.

50 x 34,5 cm, Ra. 58 x 42,5 cm. 2.400 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
KatNr. 137 Robert Hermann Sterl
KatNr. 137 Robert Hermann Sterl

137   Robert Hermann Sterl "Bauer mit zwei Truthähnen". 1912.

Robert Hermann Sterl 1867 Großdobritz – 1932 Naundorf/Sächs. Schweiz

Öl auf dünner Malpappe, auf Hartfaser kaschiert. Monogrammiert o.re. "R.St" und ausführlich datiert "10.5.1912" sowie ortsbezeichnet "K" (Kasan). Im profilierten, goldfarbenen Holzrahmen.
WVZ Popova 894 A (Nachtrag).

Wir danken Frau Kristina Popova, Dresden, für freundliche Hinweise.

Das Gemälde entstand während Sterls Russlandreise im April und Mai des Jahres 1912, auf welcher er an der zweiten Wolgatournee mit Sergej Kussewitzky teilnahm.

Firnis gegilbt. Malpappe gebräunt und o. Ecken minimal gestaucht. An Ecke o.li zwei sowie am o. und u. Rand mittig je ein Reißzwecklöchlein. Pastositäten gepresst, winzige Malschicht-Fehlstellen im Auge der Frau sowie partiell mit sehr feinteiligem Abrieb in der Wange sowie li. im Gefieder.

31,5 x 24 cm, Ra. 50 x 42 cm. 7.000 €
Zuschlag 3.000 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

350   Gerhard Altenbourg "Altenbourg in Clara Mosch". 1982.

Gerhard Altenbourg 1926 Rödichen-Schnepfenthal – 1989 Meißen

Kassette mit der Kaltnadelradierung "Das Schweigen der morgenfrischen Blicke" auf "Hahnemühle"-Büttenkarton und 10 verkleinerten Reproduktionen nach Lithografien von G. Altenbourg, als Klischee-Handdrucke nach Fotografien von Margret Hamann und Reinhold Lessmann, ebenfalls auf "Hahnemühle"-Büttenkarton, einem doppelseidigen Titelblatt und einem Text von Klaus Werner. Die Radierung und die Klischee-Drucke jeweils in Blei monogrammiert "GA" re. sowie nummeriert "8/25" li. und mit Prägestempel des Künstler versehen. Das Titelblatt typografisch künstlerbezeichnet, betitelt, ausführlich datiert "1982, 25. September bis 27. November", ortsbezeichnet "Karl-Marx-Stadt Adelsberstraße 298", mit Impressum versehen und in Blei vom Künstler nummeriert "8", monogrammiert "GA" und signiert "Altenbourg". Eines von 25 arabisch nummerierten Exemplaren. In der originalen Halbpergament-Kassette, dort auf dem Deckel mit dem Emblem von G. Altenbourg "G A 1982" versehen, im Innendeckel nochmals in Blei signiert und nummeriert.
WVZ Janda 82/91.

Tadellos erhalten.

Bl. 21 x 15 cm, Kassette 24 x 17,3 cm. 2.400 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

386   Heinrich Campendonk "Männliche Halbfigur mit Kuh und Ziege". 1916.

Heinrich Campendonk 1889 Krefeld – 1957 Amsterdam

Holzschnitt auf hauchdünnem, chamoisfarbenen China. Im Stock monogrammiert "C" und datiert u.re. Unterhalb der Darstellung signiert "Campendonk" li. sowie nummeriert "N.2" re. Hinter Glas in einer schmalen Holzleiste gerahmt.
WVZ Söhn-Engels 19a (von b).

Etwas lichtrandig. Im o. weißen Rand wellig und mit Knitterspuren, mittig im äußersten Randbereich mit einer unscheinbaren Papierverfärbung aufgrund einer früheren Montierung (ca. 10 cm). Im li. weißen Rand zwei papierimmanente Quetschfalten sowie im o. Drittel leicht knickspurig. U. Ecke minimal geknickt. Am o. Blattrand mittig Sehr vereinzelte winzige Stockfleckchen im u. weißen Rand.

Stk. 28 x 21,1 cm, Bl. 44,5 x 30 cm, Ra. 49 x 37 cm. 3.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 2.500 €
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436   Hermann Glöckner "Keil nach links in Schwarz und Grau". 1969.

Hermann Glöckner 1889 Cotta/ Dresden – 1987 Berlin (West)

Kaseintempera in Schwarz und Grau, Faltung. Verso in Hellgrau schabloniert monogrammiert "G" sowie in Kugelschreiber signiert "Glöckner" und nummeriert "28/30". Zudem in Blei bezeichnet "S" und nummeriert "28".
In: Hermann Glöckner "Hermann Glöckner zum 80. Geburtstag. Zeichnungen, Gemälde und Tafeln aus den Jahren 1911 bis 1945". 1969. Ausstellungskatalog des Kupferstich-Kabinetts der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Mit einer Farbserigraphie und einer Serigraphie.
Der Einband vorder- und rückseitig ebenfalls mit einer Farbserigraphie. Unsigniert. 30 Seiten, Nr. 28 von 30 Exemplaren der Vorzugsausgabe. Spiralbindung.
Der Katalog enthält die folgenden Farbserigraphien: "Verzweigung", "Konstruktion mit acht Zacken : weiß und schwarz", "Rot und weiß geteiltes Quadrat über Blau" und "Monogramm G".
WVZ Ziller S 1–6.

Zur Faltung vgl.: Hermann Glöckner zum 100. Geburtstag. Gemälde, Zeichnungen, Tafeln, Collagen, Abdrucke, Faltungen und plastische Arbeiten. Ausstellungskatalog Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kupferstich-Kabinett. Dresden, 1989. S. 102, KatNr. 408.

Die Faltung o.Mi. mit zwei werkimmanenten Quetschfalten.

Ungefaltet: 35,5 x 50 cm, gefaltet 18 x 25 cm, Buch 26,2 x 21,5 cm. 3.500 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 6.000 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

437   Hermann Glöckner "Durchdringung". 1981.

Hermann Glöckner 1889 Cotta/ Dresden – 1987 Berlin (West)

Tempera und Faltung auf Papier. Verso in Grafit mittig signiert "Glöckner", bezeichnet "Faltung", betitelt, datiert, mit Maßangaben versehen sowie technikbezeichnet.

Technikbedingt leicht wellig. Leichte Griffknicke sowie zwei papierimmanente unscheinbare Quetschfalten. Blattecke u.re. mit leichten Knickspuren. Verso am o. Rand mit Ableger in einer schwarzen Farbfläche sowie mit kleinen roten Farbspritzern.

70 x 50 cm. 4.000-6.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 7.000 €
KatNr. 668 Bruno Quass

668   Bruno Quass "Spielender Faun / Mädchen mit Taube". 1971.

Bruno Quass 1904 Bartschin – 1972 Weimar

Collage (verschiedene Papiere, farbige Zwirne) und Tempera auf Karton. Vollflächig auf Untersatzpapier montiert. Unsigniert. In einer schmalen Holzleiste gerahmt.

Mit einer schriftlichen Authentizitätsbestäigung der Nachlass-Verwaltung Bruno Quass vom 24.08.2007, Weimar.

61,5 x 49 cm, Unters. 82 x 70 cm, Ra. 88,5 x 76,5 cm. 3.500 €
KatNr. 839 Otto Pilz
KatNr. 839 Otto Pilz
KatNr. 839 Otto Pilz
KatNr. 839 Otto Pilz
KatNr. 839 Otto Pilz
KatNr. 839 Otto Pilz

839   Otto Pilz "Nymphe einen Faun neckend". Um 1909.

Otto Pilz 1876 Sonneberg/Thüringen – 1934 Dresden

Bronze, gegossen, schwarzbraun patiniert. Am Sockel im Bereich des linken Fußes der Nymphe signiert "O. Pilz".
WVZ Vogel 031 a (von b), jedoch ohne die zusätzliche Bezeichnung "Blasewitz".

In verschiedenen Größen, bildhauerischen Techniken und Materialien, wie Marmor, Keramik, Terrakotta oder Galvanoplastik führte Otto Pilz das Motiv des Weiblichen Aktes mit Faunknaben aus. Im Jahr 1898 reiste der Künstler nach Griechenland. Die gewonnenen Eindrücke wirkten in der Aufnahme antiker, mythologischer Wesen in seinem bildhauerischen Werk nach.

Oberfläche teilweise punktuell berieben. Druckspur am li. Oberarm sowie Kratzer am Hinterkopf der Nymphe. Ansatzfuge des Fauns als unscheinbare Haarlinie an Plinthe und Schwanzansatz.

H. 36,5 cm, B. 43 cm, T. 16 cm. 3.000 €
Zuschlag 1.800 €
KatNr. 840 Bernhard David Sopher, Die Wasserträgerin. 1929.
KatNr. 840 Bernhard David Sopher, Die Wasserträgerin. 1929.
KatNr. 840 Bernhard David Sopher, Die Wasserträgerin. 1929.
KatNr. 840 Bernhard David Sopher, Die Wasserträgerin. 1929.
KatNr. 840 Bernhard David Sopher, Die Wasserträgerin. 1929.

840   Bernhard David Sopher, Die Wasserträgerin. 1929.

Bernhard David Sopher 1879 Safed – 1949 Hollywood, Los Angeles

Bronze, gegossen, dunkelbraun patiniert. Auf der Plinthe signiert "B. Sopher" sowie datiert.

In der Gartenanlage südlich der Düsseldorfer Rheinterrasse befindet sich in einer Brunnenanlage "Die Nubierin", eine von Bernhard Sopher geschaffene Skulptur. Gleich dem Exemplar dieser Auktion ist sie aus Bronze geschaffen und bedient das Motiv der Wasserträgerin.

Einzelne leichte Druckspuren am re. Kieferknochen, im Dekolleté, am re. Unterarm, am re., hinteren Unterschenkel sowie am hinteren Bereich der Amphore.

H. 52 cm, B. 17 cm, T. 10 cm. 2.200 €
Zuschlag 1.800 €
KatNr. 843 Otto Pilz
KatNr. 843 Otto Pilz
KatNr. 843 Otto Pilz
KatNr. 843 Otto Pilz
KatNr. 843 Otto Pilz
KatNr. 843 Otto Pilz
KatNr. 843 Otto Pilz

843   Otto Pilz "Junger Bär". 1919 oder 1920.

Otto Pilz 1876 Sonneberg/Thüringen – 1934 Dresden

Bronze, gegossen, dunkelbraun patiniert. Auf der runden Plinthe im Bereich der rechten Vorder- und Hinterpfote des Bären signiert "O. Pilz". Am hinteren Rand der Plinthe die Gießereimarke "Milde&Co". Auf einem hochrechteckigen Granitsockel.
WVZ Vogel 122 g (von h).

Aus Porzellan, Bronze und Eichenholz fertigte der Künstler kauernde, junge Bären in diversen Größen und integrierte das Motiv sogar in zwei Brunnen aus Sandstein in Löbtau und Strehlen. Der Bär kehrt in Pilz' Oeuvre immer wieder – auch sein Grabmal auf dem Trinitatisfriedhof in Dresden zieren zwei dieser Tiere.

Im mittleren Bereich des Sockels waagerechter, umlaufender, kaum wahrnehmbarer Riss, die Kanten mit Chips.

H. 19,5 cm, B. 23 cm, T. 14 cm, H. (mit Sockel) 40 cm. 1.500 €
Zuschlag 2.700 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

848   Christian Theunert "Tänzerin". 1953.

Christian Theunert 1899 Neuwied – 1981 Berlin

Gips, dunkelgrau gefasst. Auf der Plinthe ligiert monogrammiert "Th" und datiert. Lebensgroße, abstrahierte Darstellung einer Tänzerin.

Lit.: Christian Theunert (1899–1981). Skulpturen-Graphik (Ausstellungskatalog der Berlinischen Galerie), Berlin 1985, S. 11 (Abb.).

Beine am Ansatz zur Plinthe mit Riss und etwas gelockert. Vereinzelte Bestoßungen und Abrieb der Fassung. Ausgebesserte und retuschierte Fehlstellen. Geschlossener, ehem. Riss am Halsansatz sowie unterhalb des Kopfes. Partiell Reste bronzefarbener Altretuschen. Plinthe mit Rissen im Gips.

H. 158 cm. 4.800 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 6.500 €
KatNr. 886 Kaffeeservice mit Seeprospektmalerei für sechs Personen. Meissen. 1950er/1960er Jahre.
KatNr. 886 Kaffeeservice mit Seeprospektmalerei für sechs Personen. Meissen. 1950er/1960er Jahre.
KatNr. 886 Kaffeeservice mit Seeprospektmalerei für sechs Personen. Meissen. 1950er/1960er Jahre.
KatNr. 886 Kaffeeservice mit Seeprospektmalerei für sechs Personen. Meissen. 1950er/1960er Jahre.
KatNr. 886 Kaffeeservice mit Seeprospektmalerei für sechs Personen. Meissen. 1950er/1960er Jahre.
KatNr. 886 Kaffeeservice mit Seeprospektmalerei für sechs Personen. Meissen. 1950er/1960er Jahre.
KatNr. 886 Kaffeeservice mit Seeprospektmalerei für sechs Personen. Meissen. 1950er/1960er Jahre.
KatNr. 886 Kaffeeservice mit Seeprospektmalerei für sechs Personen. Meissen. 1950er/1960er Jahre.
KatNr. 886 Kaffeeservice mit Seeprospektmalerei für sechs Personen. Meissen. 1950er/1960er Jahre.
KatNr. 886 Kaffeeservice mit Seeprospektmalerei für sechs Personen. Meissen. 1950er/1960er Jahre.
KatNr. 886 Kaffeeservice mit Seeprospektmalerei für sechs Personen. Meissen. 1950er/1960er Jahre.
KatNr. 886 Kaffeeservice mit Seeprospektmalerei für sechs Personen. Meissen. 1950er/1960er Jahre.
KatNr. 886 Kaffeeservice mit Seeprospektmalerei für sechs Personen. Meissen. 1950er/1960er Jahre.

886   Kaffeeservice mit Seeprospektmalerei für sechs Personen. Meissen. 1950er/1960er Jahre.

Porzellan, glasiert und in polychromen Aufglasurfarben staffiert. 28–teilig, bestehend aus Kaffeekanne, Milchkännchen, Zuckerdose, sechs Kaffeetassen mit Untertassen, sechs Kuchentellern, kleinem Gebäckteller sowie sechs Pralinenschälchen. Aus dem Service "1000–Form". Auf Spiegel und Wandungen neapolitanische Uferlandschaften mit Fischerszenen, Segelbooten, im Hintergrund teils bergige Landschaften mit ausbrechendem Vesuv. Die Ränder mit einer Goldspitzenbordüre. Unterseits die Schwertermarken in Unterglasurblau, die Formnummern und Drehernummern mit Jahreszeichen sowie das Glasurzeichen in Unterglasurblau. Erstsortierung.

Deckel des Milchkännchen defekt, Teilstücke vorhanden. Sehr vereinzelt unscheinbare Unebenheiten der Glasur und Masse aus der Herstellung. Punktuell sehr feine Kratzspuren.

Kaffeekanne H. 23,5 cm, Kännchen H. 10 cm, Zuckerdose H. 9 cm, Tassen H. 6,7 cm, Untertassen D. 14,5 cm, Teller D. 18,5 cm, Schälchen D. 16,2 cm, Konfekttellerchen D. 8,2 cm. 1.500 €
Zuschlag 1.500 €
KatNr. 887 Schlangenhenkelvase des Julius Otto-Bunds mit der Stadtansicht Meißens. Ernst August Leuteritz für Meissen. Wohl um 1910.
KatNr. 887 Schlangenhenkelvase des Julius Otto-Bunds mit der Stadtansicht Meißens. Ernst August Leuteritz für Meissen. Wohl um 1910.
KatNr. 887 Schlangenhenkelvase des Julius Otto-Bunds mit der Stadtansicht Meißens. Ernst August Leuteritz für Meissen. Wohl um 1910.

887   Schlangenhenkelvase des Julius Otto-Bunds mit der Stadtansicht Meißens. Ernst August Leuteritz für Meissen. Wohl um 1910.

Ernst August Leuteritz 1818 Meißen – 1886 ebenda

Porzellan, glasiert. und montiert sowie in polychromen Aufglasurfarben sowie Gold staffiert, Reliefschmuck des Standfußes unglasiert. Amphorenform auf kanneliertem Rundstand. Konkav eingewölbter Hals, ausschwingende Mündung mit reliefiertem Eierstab. Zwei an der Wandung ansetzende, in sich verschlungene Doppelschlangenhenkel. Schauseitig die Ansicht der Albrechtsburg von der gegenüberliegenden Elbseite aus, verso in Gold und Schwarz bez. mit den Männergesangsvereinen des Julius Otto-Bunds.

Im Dezember 1875 wurde der Julius Otto-Bund in Nachfolge des Allgemeinen Dresdner Sängervereins gegründet und nach dem Musikdirektor und Kantor der Kreuzkirche, der Frauenkirche sowie der Sophienkirche in Dresden benannt. Bis 1912 bestand er aus siebzehn Gesangsvereinen. Die Auflösung des Bundes ging vermutlich mit den Bombenangriffen auf Dresden im Jahr 1945 einher.

Die beiden oberen Schlaufen der Schlangen der linken Handhabe museal restauriert. Glasur des Korpus im Bereich des Anschlusses zum Fuß mit Bereibungen, dort partiell auch nachvergoldet. Standfuß wohl alt ergänzt, partiell Biskuitporzellan.

H. 48 cm. 2.400 €
KatNr. 960 Renaissance-Ring mit Diamant und Perlen. Westeuropäisch. Wohl spätes 16. Jh./Frühes 17. Jh.
KatNr. 960 Renaissance-Ring mit Diamant und Perlen. Westeuropäisch. Wohl spätes 16. Jh./Frühes 17. Jh.
KatNr. 960 Renaissance-Ring mit Diamant und Perlen. Westeuropäisch. Wohl spätes 16. Jh./Frühes 17. Jh.
KatNr. 960 Renaissance-Ring mit Diamant und Perlen. Westeuropäisch. Wohl spätes 16. Jh./Frühes 17. Jh.
KatNr. 960 Renaissance-Ring mit Diamant und Perlen. Westeuropäisch. Wohl spätes 16. Jh./Frühes 17. Jh.
KatNr. 960 Renaissance-Ring mit Diamant und Perlen. Westeuropäisch. Wohl spätes 16. Jh./Frühes 17. Jh.

960   Renaissance-Ring mit Diamant und Perlen. Westeuropäisch. Wohl spätes 16. Jh./Frühes 17. Jh.

14K Gelbgold (geprüft), Émail champlevé. Filigran durchbrochen gearbeitete, in den Tiefen schwarz emaillierte, schmale Schiene. Der Ringkopf mit einer hohen, spitz zulaufenden Kastenfassung, diese mittels fleur-de-lis-Motiven reliefiert. Zentral ein Diamant im Tafelschliff, geriebene Rundiste. Flankierend dreigeteilte Filigranverbindungen in je eine, mittels Stiften fixierte, ausgefasste Naturperle mündend. Perl- und Diamantfassungen verbödet. Boden der Diamantfassung leicht gewölbt und mit einer schwarz emaillierten Blütenform.

Vgl. Haedecke, Hanns-Ulrich: Schmuck aus drei Jahrtausenden, Köln 2000, S. 202f.

Der Diamant alt ergänzt, Sitz ungerade. Eine diagonale Kante der Tafelfacetten am unteren Ende bestoßen. Rand der Kastenfassung mit Fehlstellen. Die Perlen wohl ergänzt. Lotstelle einer Filigranverbindung zum Ringkopf offen (im Gesamtbild sehr unscheinbar). Email im Bereich des Ringkopfes sowie der Schiene berieben.

D. 15,5 mm (Ringgröße 49), Gew. 2,8 g, Diamant ca. 3 x 2,5 mm, Perlen D. ca. 3,5 mm. 2.200-2.600 €
KatNr. 975 Damenring mit großem Brillantsolitär. Um 1918-1925/Mitte 20. Jh.
KatNr. 975 Damenring mit großem Brillantsolitär. Um 1918-1925/Mitte 20. Jh.

975   Damenring mit großem Brillantsolitär. Um 1918-1925/Mitte 20. Jh.

585er Weißgold. Spitz zulaufende Schulter mit einem chatongefassten Altschliff-Brillantsolitär mit Kalette (D. 9,2 mm, 2,43 ct / TCr / vvs1) in einer Fassung der 1950er /1960er Jahre. Gekantete, mittlere Schiene, auf der Innenseite mit der Feingehaltspunze.

Mit einer Expertise von Heinz Reinkober, Mitgl. d. D. Gemm. G., vom 28.08.2018.

Provenienz: Juwelier Blum, Kurfürstendamm Berlin. Der Solitär nach mündlicher Überlieferung des Einlieferers aus einem Diadem, das wohl von der Familie von Maltzan angekauft wurde.

Schiene minimal tragespurig.

D. 18,25 mm (Ringgröße 57-58), Gew. 6,83 g. 8.000-9.000 €
Zuschlag 7.000 €
KatNr. 1032 Leuchter (Kerzenstock). Jurgen Detloff (Dettlav), Rostock. 1603.
KatNr. 1032 Leuchter (Kerzenstock). Jurgen Detloff (Dettlav), Rostock. 1603.
KatNr. 1032 Leuchter (Kerzenstock). Jurgen Detloff (Dettlav), Rostock. 1603.
KatNr. 1032 Leuchter (Kerzenstock). Jurgen Detloff (Dettlav), Rostock. 1603.

1032   Leuchter (Kerzenstock). Jurgen Detloff (Dettlav), Rostock. 1603.

Zinn, dreibeinige Konstruktion und Dorn geschmiedetes Eisen. Glockenförmiger, profilierter Rundstand über einem dreibeinigen, an Tropfschale und Rundstand montierten Gestell. Zylindrischer Schaft mit drei Ringnodi, in eine glockenförmige, profilierte Tropfschale mit Dorn mündend. Auf dem Rundstand umlaufend graviert "DISSEN LVCHTER HEFT IOCHIM WESTENDORP VNDE SINE HUSFRVWE KATRINA" / "WESTENDORPS GEGEVEN THO GOTTES EHREN ANNO 1603". Unterhalb mit der Stadt- und der zweifachen Meistermarke. Innenseite später in Schwarz nummeriert "XXXI".

Provenienz: Sammlung Prof. Dr. Dieter Nadolski.

Erwin Hintze verweist in "Norddeutsche Zinngiesser" unter Nr. 1884 auf Friedrich Schlies Kompendium "Die Kunst – und Geschichts-Denkmäler des Grossherzogtums Mecklenburg – Schwerin" , u.a. Kirchdorf Brunshaupten im Amtsgerichtsbezirk Kröpelin.
In einer Auflistung von Kleinkunstwerken, welche sich in der Kirche befanden, vermerkt er unter der Nummer 10: "Noch ein älterer Zinnleuchter von 1603 mit der Umschrift "DISSEN LVCHTER HEFT IOCHIM WESTENDORP VNDE SINE HUSFRVWE KATRINA" / "WESTENDORPS GEGEVEN THO GOTTES EHREN ANNO 1603". Vom Rostocker Zinngiesser H. Detloff (?)." (Markenabbildung beigefügt). Allerdings zweifelt Hintze die Richtigkeit der Initialen an und ordnet sie Jurgen Detloff (Dettlav) zu.

Jurgen Detloff (Dettlav) wird 1590 Meister. Unterzeichnet als Ältermann am 26. Juli 1598 ein Schreiben an das Lübecker Amt. Besucht im Mai 1617 die Tagung des Ämterverbandes in Lübeck. (Rost. Zinng . Protokollbuch I BI. l0 b, 11 b. – Wism. Zinngiesserakten BI. 65, 66 , 203, 204.)

Vgl. Erwin Hintze „Norddeutsche Zinngießer", Ifde. Nr . 1883 und 1884.

Schlie, Friedrich, Die Kunst – und Geschichts-Denkmäler des Grossherzogtums Mecklenburg – Schwerin, 1900, Bd. III, S. 533.

Alters- und Nutzungsspuren. Das Gestell eventuell alt ergänzt und mit Korrosionsspuren.

H. 41 cm (zum o. Tellerrand), H. 44 cm (mit Eisendorn). 7.000 €
KatNr. 1100 Utagawa Hiroshige, Farbholzschnitt-Serie
KatNr. 1100 Utagawa Hiroshige, Farbholzschnitt-Serie
KatNr. 1100 Utagawa Hiroshige, Farbholzschnitt-Serie
KatNr. 1100 Utagawa Hiroshige, Farbholzschnitt-Serie
KatNr. 1100 Utagawa Hiroshige, Farbholzschnitt-Serie
KatNr. 1100 Utagawa Hiroshige, Farbholzschnitt-Serie

1100   Utagawa Hiroshige, Farbholzschnitt-Serie "Berühmte Orte der über 60 Provinzen Japans" ("Rokujuyoshu meisho zue"). 1853-1856.

 Utagawa Hiroshige 1797 Edo (Tokio) – 1858 ebenda

Farbholzschnitte auf Japan. Vollständige Serie mit 69 Ansichten und einem Inhaltsblatt. In einem Album in Japanbindung. Jedes Blatt jeweils auf Vorder- und Rückseite eines doppellagigen Japanbüttenpapiers vollflächig kaschiert. In den Darstellungen jeweils o.re. betitelt sowie mit der Bezeichnung der Provinz und des dargestellten Ortes. In der u. Blatthälfte jeweils signiert "Hiroshige ga". Mit zwei Zensorsiegeln, zumeist Holzschneidersiegel, Datumssiegel und zumeist mit dem Verlegersignum "Koshimuraya Heisuke". Inhaltsblatt als Farbholzschnitt gedruckt mit Inhaltsverzeichnis und Gliederung der Provinzen in verschiedene Wege: Zentrum Japans, Ostmeerstraße (Tokaido), Östliche Bergstraße (Tosando), Nördliche Landstraße (Hokurikudo), Bergsonnenstraße (San’yodo), Südmeerstraße (Nankaido), Westmeerstraße (Saikaido) sowie mit der Titelkartusche.
Das Album mit mehrlagigem Papiereinband, grau bedruckt, mit partieller, goldfarbener Blattmetallauflage und mit silberfarbenem Blattmotiv zierend bestempelt. Auf dem Einband japanisch betitelt.

Nach dem großen Erfolg von Utagawa Hiroshiges Holzschnitt-Folge "Tokaido gojusantsugi" in den 1830er Jahren engagierte der Verleger Koshimuraya Heisuke Hiroshige für das ehrgeizige Projekt, bedeutende Ansichten der 68 japanischen Provinzen und der Hauptstadt Edo in Holz zu schneiden. Veröffentlicht zwischen 1853 und 1856, war diese Holzschnitt-Folge die erste einer Anzahl von Folgen der hochproduktiven späten Schaffensphase Hiroshiges.

Die in den folgenden Einzellosen aufgeführten Angaben zu den Druckzuständen der Blätter beziehen sich auf die im Jahr 2004 erschienene Publikation "Hiroshige's journey in the 60 odd-provinces" von Marije Jansen. Das dort in Gänze veröffentlichte, nach dem Besitzer benannte "Pulverer set" beinhaltet in der Mehrzahl Blätter der ersten Ausgabe bester Druckqualität.

Provenienz: Sächsische Privatsammlung; vormals aus dem Nachlass des Künstlers Curt Hasenohr-Hoelloff (1887 Leipzig – 1987 Markkleeberg).

Alle 69 Ansichten und Titelblatt sind unter den Alias-Katalognummern 1101–1170 einzeln katalogisiert.
Bitte nutzen Sie unseren Online-Katalog für hochauflösende Abbildungen und Detailbeschreibungen.

Lit.: Jansen, Marije: "Hiroshige's journey in the 60 odd-provinces". Leiden, 2004.

Album ca. 40,7 x 28 cm, Bl. ca. 35,5 x 23,5 cm, Stk. 34 x 22,7 cm. 50.000-60.000 €
Zuschlag 40.000 €
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