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 Porzellan-Manufaktur Meissen

1710 Meißen

Nach der Erfindung des europäischen Hartporzellans durch Johann Friedrich Böttger 1710 von August dem Starken als erste Porzellanmanufaktur in der westlichen Welt gegründet. Bis 1863 befand sich die gesamte Produktion auf der Meißener Albrechtsburg, um dann in das neu angelegte Fabrikgebäude im Triebischtal umzuziehen. Ihre große Blüte erlebte die Manufaktur in den Jahren um 1720 bis 1750, verbunden mit den Namen Johann Gregorius Höroldt (Malerei) und Johann Joachim Kändler (Plastik).

84. Kunstauktion | 07. März 2026

KATALOG-ARCHIV

624   Porträttasse "Friedrich August, Herzog von Sachsen, Mitregent von König Anton dem Gütigen". Meissen. Wohl um 1830.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen
Wilhelm Heinrich Gottlieb Baisch 1805 Stuttgart – 1864 ebenda
Friedrich August II., König von Sachsen 1797 Weißensee – 1854 Brennbichl (Tirol)
Carl Christian Vogel von Vogelstein 1788 Wildenfels – 1868 München

Porzellan, glasiert. Auf der Tassenwandung schauseitig das Porträt Friedrich Augusts, Herzog von Sachsen, in Umdruck, in polychromer Aufglasurmalerei und Gold koloriert. Unterseitig die Schwertermarke in Unterglasurblau und das Malerzeichen "AZ" in Aufglasureisenrot.

Selten.

Zur Vorlage vgl.: Carl Christian Vogel von Vogelstein "Bildnis Friedrich August II., König von Sachsen", 1827, Kreide- und Kohlestiftzeichnung, gewischt, weiß gehöht, Staatlichen Kunstsammlungen Dresden,
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Tasse H. 9 cm, Untertasse D. 14,5 cm.

Schätzpreis
280 €

84. Kunstauktion | 07. März 2026

KATALOG-ARCHIV

626   Deckelkanne mit der Ansicht der "Lochmühle" im Liebethaler Grund, Sächsische Schweiz. Meissen. Nach 1838.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen
Christian Gottlob Hammer 1779 Dresden – 1864 ebenda

Porzellan, glasiert, über Umdruckdeckor in polychromen Aufglasurfarben staffiert , goldradiertes Dekor, blauer Fond. Am Boden mit der Schwertermarke und Beizeichen "G" oder "6" in Unterglasurblau, verschiedenen Pinsel- und Prägemarken "6" und "41" sowie der Bezeichnung "Loch=Mühle" in Aufglasurschwarz.

Zur Vorlage vgl.: Christian Gottlob Hammer "Die Lochmühle im Liebethaler Grund nördlich von Pirna bei Dresden", 1838, Radierung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kupferstich-Kabinett, Inv.-Nr. A 1995–5538.

Vergoldung partiell berieben. Minimale Glasurflecken am Ausgussrand.

H. 21 cm.

Schätzpreis
500 €
Zuschlag
400 €

84. Kunstauktion | 07. März 2026

KATALOG-ARCHIV

627   Seltene Vase mit Mädchenbildnis in Pâte-sur-Pâte-Malerei. Meissen. Spätes 19. Jh.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert. Schauseitig ein Mädchenbildnis in Pâte-sur-Pâte-Malerei im Oval auf russischblauem Fond, gerahmt von Rocaillen, Blattwerk und Blüten in Pâte-sur-Pâte-Malerei und Gold, rückseitig eine Blütengirlande und Insekten in Pâte-sur-Pâte-Malerei. Am Boden mit der Knaufschwertermarke in Unterglasurblau und geritzter Form-Nr. "F 127", geritzter Nummerierung "61/55" und Präge-Nr. "8".

Die erstmals auf der Londoner Weltausstellung im Jahr 1851 von der Manufaktur
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H. 10 cm.

Schätzpreis
850 €
Zuschlag
800 €

84. Kunstauktion | 07. März 2026

KATALOG-ARCHIV

628   Seltene Vase mit Flora in Pâte-sur-Pâte-Malerei. Meissen. Spätes 19. Jh.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert. Schauseitig ein Florakopf im Profil in Pâte-sur-Pâte-Malerei im Oval auf hellgrauem Fond , gerahmt von Rocaillen, Blattwerk und Blüten in Pâte-sur-Pâte-Malerei und Gold, rückseitig eine Schwalbe in Pâte-sur-Pâte-Malerei. Am Boden mit der Knaufschwertermarke in Unterglasurblau, geritzter Form-Nr. "F 127" und Präge-Nr. "8".

Die erstmals auf der Londoner Weltausstellung im Jahr 1851 von der Manufaktur Sèvres vorgestellte Dekortechnik "Pâte-sur-pâte"
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H. 10 cm.

Schätzpreis
850 €
Zuschlag
750 €

84. Kunstauktion | 07. März 2026

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629   Seltene Vase "Krabbe". Marianne Høst (zugeschr.) für Meissen. Form um 1900 / Dekor 1906– 1909. Ausformungszeitraum: wohl 1906– 1924.

Marianne Høst 1865 Thisted / Dänemark – 1943 Saunte
Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, in blauen Scharffeuerfarben und Pâte-sur-Pâte-Technik staffiert. Teils flach reliefierter, gedrückt kugelförmiger Korpus. Unterseitig die einfach geschliffene Schwertermarke in Unterglasurblau, die Modell-Nr. "S. 118." sowie die Bossierer-Nr. "98".

Selten.

Porzellanobjekte von Marianne Høst mit vergleichbaren Motiven ausgestellt in: Königlich Sächsische Porzellan-Manufaktur Meißen. Sonderausstellung im Königlichen Landesmuseum zu Stuttgart 1907,
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H. 13 cm, D. 17 cm.

Schätzpreis
2.400 €

84. Kunstauktion | 07. März 2026

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630   Vase mit Sang-de-boeuf-Glasur. Meissen. Um 1900. Ausformungszeitraum: um 1900– 1924.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan mit polychromer Laufglasur. Unterseitig die zweifach geschliffene Schwertermarke in Unterglasurblau, die geprägte Bossierer-Nr. "98" sowie zwei geritzte Nummerierungen "S. 98" und "157./63.".

Zur Technik vgl.: Gisela Haase (Hrsg.): Jugendstil in Dresden. Aufbruch in die Moderne. Dresden 1999. S. 240, KatNr. 97f.
Johannes Just: Meissener Jugendstilporzellan. Leipzig 1983. S. 13ff. sowie Nr. 2 und 3.

Wir danken Herrn Thomas Bergmann, Erlangen, für freundliche
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H. 13,8 cm.

Schätzpreis
600 €

84. Kunstauktion | 07. März 2026

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631   Vase mit "Fuchsia"-Dekor. Hugo Stein für Meissen. Entwurf um 1887–1900. Ausformungszeitraum um 1900–1924.

Hugo Stein 1881 ? – 1930 ?
Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, in brauner und grauer Unterglasurfarbe staffiert. Unterseitig die Schwertermarke in Unterglasurblau, die geritzte Modell-Nr. "T. 149 x" und die geprägte Bossierer-Nr. "79".

Wir danken Herrn Thomas Bergmann, Erlangen, für freundliche Hinweise.

Kleinere Chips am Stand.

H. 16,5 cm.

Schätzpreis
600 €

84. Kunstauktion | 07. März 2026

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632   Baluster-Deckelvase, Teedose und Zigarettendose mit dem Dekor "Indische Fels-, Blumen- und Vogelmalerei 125". Paul Börner für Meissen. 1962.

Emil Paul Börner 1888 Meißen – 1970 ebenda
Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben staffiert, goldgehöht. Formentwurf der Zigarettendose von Paul Börner. Unterseitig die Schwertermarke in Unterglasurblau, vierfach geschliffen sowie weitere geprägte und in Aufglasurrot gemalten Ziffern.

Vase H. 25 cm, Teedose H. 14 cm, Zigarettendose L. 14 cm.

Schätzpreis
250 €
Zuschlag
320 €

84. Kunstauktion | 07. März 2026

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633   Deckelvase "Tischchenmuster". Adelbert Niemeyer für Meissen. Späte 1930er Jahre.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen
Adelbert Niemeyer 1867 Warburg – 1932 München

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben und Gold staffiert. Unterseits mit dern Schwertermarke in Unterglasurblau und drei Schleifstrichen sowie der geprägten Modell-Nr. "G. 208." und Präge-Nr. "67".

Vgl.: Sabine Bergmann, Thomas Bergmann: Meissener Figuren, Teil II: Serien und Tiere. Karlsruhe 2017. KatNr. 2364.

Eine Schlinge des Knaufs mit zwei Bruchkanten, fachmännisch restauriert.

H. (gesamt) 23,5, D. max. 15,5 cm.

Schätzpreis
180 €
Zuschlag
220 €

84. Kunstauktion | 07. März 2026

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634   Seltene Art déco-Vase mit "Chinesische Blumenmalerei". Adalbert Niemeyer (Form) für Meissen. 1919. Ausformungszeitraum 1934–1947

Adelbert Niemeyer 1867 Warburg – 1932 München
Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben und Gold staffiert. Konischer, vielfach facettierter Korpus mit zwei angesetzten Zierhenkeln. Unterseitig die dreifach geschliffene Schwertermarke in Unterglasurblau, geprägte Bossierer-Nr. "116" sowie geritzte Modell-Nr. "G 206".

Kleiner Chip an einem Henkel. Vergoldung sehr vereinzelt minimal berieben. Am Boden zwei kleine Glasurausschliffe.

H. 17 cm, D. 18,5 cm.

Schätzpreis
280 €
Zuschlag
240 €

84. Kunstauktion | 07. März 2026

NACHVERKAUF

635   Deckelvase "Alte indische Blumenmalerei". Meissen. Späte 1930er Jahre.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben und Gold staffiert. Unterseits mit der Schwertermarke in Unterglasurblau mit vier Schleifstrichen, geprägter Modell-Nr. "H 108" sowie Präge-Nr. "3".

Mündungsbereich innenwandig minimal berieben. Im o. Bereich der Blumenmalerei unterhalb der Glasur leicht brandfleckig. Unterseitig im Bereich des Standrings mit kleinem, u-förmigen Brandriss.

H. (gesamt) 36 cm, D. 17,5 cm.

Schätzpreis
600 €

84. Kunstauktion | 07. März 2026

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636   Kaffeeservice "Wellenspiel Pur, Wasservögel" für sechs Personen. Sabine Wachs für Meissen. Entwurf 1994– 1996. Ausformungsjahr 2000/2001.

Sabine Wachs 1960 Wermsdorf
Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, in Aufglasureisenrot und Gold staffiert. 21–teilig, bestehend aus 6 Kaffeetassen und Untertassen, 6 Tellern, 1 Kaffeekanne, 1 Milchkännchen und 1 Zuckerdose. Unterseitig jeweils mit Schwertmarke in Unterglasurblau, Modell-Nr. und Maler-Nr sowie teils mit Jahreszeichen und Bossierer-Nr. Die Kanne unterseits mit der Inschrift "Danke für 10 Jahre Scholz & Friends". 1. Wahl.

Mündungsrand einer Tasse mit kleiner, fachmännischer Restaurierung.

Verschiedene Maße.

Schätzpreis
750 €
Zuschlag
650 €

84. Kunstauktion | 07. März 2026

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637   Vier Probeteller "Wittenberg". Ukki Ukleya für Meissen. 1986.

Ukki Ukleya 1936 Wuppertal
Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert in unterglasurblauer Aquatintatechnik bzw. in schwarzer Aufglasurfarbe staffiert. Jeweils re. signiert "ukki". Rückseitig die geprägten Modellnummern "54614", datiert und ausführlich mit technischen Angaben versehen. Eine Platte mit der Bezeichnung "Wittenberg II". Ungemarkt.

D. 19 cm.

Schätzpreis
100 €
Zuschlag
80 €

84. Kunstauktion | 07. März 2026

KATALOG-ARCHIV

638   Vier Tee-Gedecke. Ludwig Zepner für Meissen. 1973.

Ludwig Zepner 1931 Malkwitz/Schlesien – 2010 Meißen
Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, in korallroter Aufglasurfarbe und Gold staffiert. 12–teilig, bestehend aus 4 Kuchentellern, 4 Tassen und 4 Untertassen. Aus dem Service "Großer Ausschnitt". Unterseitig die Schwertermarke in Unterglasurblau, die geprägte Modell-Nr., Bossierer-Nr. und Jahreszeichnen. 1. Wahl.

Mündungsrand einer Tasse mit einer bestoßenen Spitze.

Tasse H. 5,2 cm, Untertasse D. 15,5 cm, Teller D. 18,7 cm.

Schätzpreis
240 €
Zuschlag
200 €

84. Kunstauktion | 07. März 2026

KATALOG-ARCHIV

639   Speiseteller mit DDR-Staatsemblem und "Blume 2 seitlich, alte Manier, purpur". 1955.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, in Aufglasurpurpur und Gold staffiert. Unterseits mit der Schwertermarke in Unterglasurblau, Präge-Nr. "53" und "1" sowie einem am u. Standring ein weiterer unterglasurblauer Strich.

Ein nahezu identischer Teller ausgestellt in: Die blauen Schwerter – Meissen in der DDR, Japanisches Palais, Dresden, 20.09.2025 bis 22.06.2026.

Entwurf wohl für einen politischen Anlass Otto Grotewohls (1894 Braunschweig – 1964 Ost-Berlin), Ministerpräsident der Deutschen Demokratischen Republik.

Dekor mit Bereibung.

D. 25,7 cm.

Schätzpreis
180 €
Zuschlag
240 €

84. Kunstauktion | 07. März 2026

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640   Bildplatte "Sixtinische Madonna". Nach Raffael. Meissen. Wohl spätes 19. Jh.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen
Raffael Sanzio da Urbino 1483 Urbino – 1520 Rom

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben staffiert. Verso unglasiert, mit der Knaufschwertermarke in Blau sowie mit Bezeichnungen in Blei, diese mit Ausnahme der Nummer "42" undeutlich. In einem neuzeitlichen, neobarocken Rahmen.

Zur Vorlage vgl.: Raffael "Sixtinische Madonna", 1512/13, Öl auf Leinwand, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister, Gal.-Nr. 93.

Vgl. eine weitere Bildplatte mit demselben Motiv: Sabine Bergmann, Thomas Bergmann: 1350
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28,5 x 21,2 cm, Ra. 52,5 x 45,5 cm.

Schätzpreis
2.600 €
Zuschlag
2.200 €

84. Kunstauktion | 07. März 2026

KATALOG-ARCHIV

641   Bildplatte "Madonna della Seggiola". Nach Raffael. Meissen. Wohl spätes 19. Jh.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen
Raffael Sanzio da Urbino 1483 Urbino – 1520 Rom

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben staffiert. Quadratische Bildplatte mit tondoförmigem Motiv. Verso unglasiert, mit der Knaufschwertermarke in Blau. In einem goldfarbenen Stuckrahmen mit Schlagmettalauflage gerahmt, mit einem kreiförmigen Bildausschnitt.

Zur Vorlage vgl.: Raffael "Madonna della Seggiola", 1513–1514, Öl auf Holz, Palazzo Pitti, Florenz.

Eine weitere Bildplatte mit demselben Motiv vgl.: Sabine Bergmann, Thomas Bergmann: 1350 Gemälde auf
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22,5 x 22,5 cm, Ra. 41,4 x 41,4 cm.

Schätzpreis
2.400 €
Zuschlag
2.000 €

84. Kunstauktion | 07. März 2026

KATALOG-ARCHIV

642   Bildplatte "Mater Dolorosa". Nach Carlo Dolci. Meissen. Wohl spätes 19. Jh.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen
Francesco Bartolozzi 1728 Florenz – 1815 Lissabon
Carlo Dolci 1616 Florenz – 1686 ebenda

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben staffiert. Spiegelbildliche Wiedergabe der "Mater Dolorosa" von Carlo Dolci. Verso unglasiert, mit der Knaufschwertermarke in Blau sowie zwei übereinander klebemontierten, fragmentarisch erhaltenen Papieretiketten versehen, diese mit Angaben zur Vorlage. Beigegeben: durchbrocher geschnitzter Schmuckrahmen, mit einem ovalen Bildausschnitt.

Wohl nach einer Radierung von Francesco Bartolozzi nach: Carlo Dolci (Werkstatt) "Mater Dolorosa",
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23,5 x 19,2 cm, Ra. 46,5 x 35 cm.

Schätzpreis
1.700 €
Zuschlag
1.400 €

84. Kunstauktion | 07. März 2026

KATALOG-ARCHIV

643   Bildplatte "Schokoladenmädchen". Nach Jean-Etienne Liotard. Porzellanmanufaktur Meissen. Um 1850/1860.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen
Jean-Etienne Liotard 1702 Genf – 1789 ebenda

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben staffiert. Unterseits mit der Knaufschwertermarke in Unterglasurblau, Präge-Nr. "11 [?]", "6", "C [?]" und "33" sowie in Blei eine Preisangabe. In einem vergoldeten Schmuckrahmen mit Rocaillen. Auf der Rückwand bezeichnet "Jeunne personne nommée Baldauf et turnommée, la belle chocolatière de Vienne l'originale, qui le trouve dans la galerie royale de Dresde est achetée du peinture Liotard le 3. Fevrier 1745 par Algarotti pour 120 ...
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27,5 cm x 20,5 cm.

Schätzpreis
1.200 €
Zuschlag
2.600 €

83. Kunstauktion | 08. November 2025

KATALOG-ARCHIV

713   "Mohrin mit Zitronenkorb" aus der Königlichen Hof-Conditorey. Friedrich Elias Meyer für Meissen. 1741.

Friedrich Elias Meyer 1724 Erfurt – 1785 Berlin
Königlich-sächsische Hofconditorei (K.H.C.) um 1790 Dresden – 1918 ebenda
Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben und Gold staffiert. Rückseitig mit der Schwertermarke in Unterglasurblau. Unterseitig die Bezeichnung "K.H.C." (Königliche Hof Conditorey) in Aufglasurpurpur.
Ausformungszeitraum: wohl 1745–1763.

Vgl.: Carmen de Aréchaga, Johann Ofner: La porcelana de Meissen en la Colección Britzke : 1709 – 1765. Segovia 2009. S. 347.

Sabine Bergmann, Thomas Bergmann: Meissener Figuren. Teil I: Modellnummern: 1–3000. Karlsruhe 2017. S. 294, KatNr. 1672.

Der Saum des Kleides u.li. mit Materialfehlstelle, rückseitig ein Brandriss (ca. 2,7 cm). Einzelne wenige Chips. Restaurierungen im Bereich der Hände und der li. Brusthälfte. Insgesamt mit einigen Bereibungen.

14,1 cm.

Schätzpreis
950 €
Zuschlag
900 €

83. Kunstauktion | 08. November 2025

KATALOG-ARCHIV

714   "Miniatur-Mohr". Friedrich Elias Meyer für Meissen. 1753.

Friedrich Elias Meyer 1724 Erfurt – 1785 Berlin
Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben und Gold staffiert. Unterseits mit der Schwertermarke in Unterglasurbalu, geprägter Modell-Nr. "1983" und "137" und Jahreszeichen.
Ausführungszeitraum: 1955

Vgl.: Sabine Bergmann, Thomas Bergmann: Meissener Figuren. Teil I: Modellnummern: 1–3000. Karlsruhe 2017. S. 296, KatNr. 1678.

Die re. Hand mit unscheinbarer Bestoßung.

H. 6,1 cm.

Schätzpreis
120 €
Zuschlag
260 €

83. Kunstauktion | 08. November 2025

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715   "Maus auf Postament". Meissen. Ivar Tillberg für Meissen. 1905– 1910.

Ivar Tillberg Erste Erw. 1910 – letzte Erw. 1912
Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, in Unterglasurfarben staffiert. Unterseits Schwertermarke (Knaufschwerter) und geprägte Modell-Nr. "X 132" sowie unleserliche weitere Präge-Nr.

Vgl.: Sabine Bergmann, Thomas Bergmann: Meissener Künstler-Figuren: Modellnummern A 100 – Z 300. Karlsruhe 2010. S. 497, KatNr. 1001.

Untersteits minimaler Haarriss (0,5 cm). Im Bereich des li. Vorderfußes und des Sockels restauriert mit Lackresten.

H. 4,7 cm.

Schätzpreis
280 €

83. Kunstauktion | 08. November 2025

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716   Seltene Miniatur-Kuh. Johann Joachim Kaendler (zugeschr.), wohl für Meissen. Wohl zwischen 1740– 1760.

Johann Joachim Kaendler 1706 Fischbach/Dresden – 1775 Meißen
Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben staffiert. Unterseitig in Unterglasurblau undeutlich mit Ansätzen der Schwertergriffe gemarkt, auf dem Hinterfuß eine verblasste Nummer in Schwarz.

Restaurierter Zustand, Hörner leicht gelöst.

H. 2,8 cm.

Schätzpreis
350 €
Zuschlag
300 €

83. Kunstauktion | 08. November 2025

KATALOG-ARCHIV

717   Miniatur-Katze. Wohl Johann Joachim Kändler (und Mitarbeiter) für Meissen. Wohl 1750er Jahre.

Johann Joachim Kaendler 1706 Fischbach/Dresden – 1775 Meißen
Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert. Unterseitg mit Schwertermarke in Unterglasurblau und einem Schleifstrich. Auf der hinteren re. Tatze rückseitig schwer lesbar geprägt "M 41" (?).

Vgl. Sabine Bergmann, Thomas Bergmann: Meissener Figuren, Teil II: Serien und Tiere. Karlsruhe 2017. S. 212, KatNr. 3599.

Der Schwanz mit fachmännischer Restaurierung, unterseits mit leichter Glasurunregelmäßigkeit.

H. 3,8 cm.

Schätzpreis
180 €
Zuschlag
480 €

83. Kunstauktion | 08. November 2025

KATALOG-ARCHIV

718   Frosch. Ernst August Leuteritz und Mitarbeiter für Meissen. 1848– 1850.

Ernst August Leuteritz 1818 Meißen – 1893 ebenda
Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben staffiert. Unterseits mit Schwertermarke in Unterglasurblau, Modell-Nr. "Y 79" sowie Präge-Nr. "124" und in Rot nummeriert "8".
Ausformungszeitraum: wohl Mitte 19. Jahrhundert.

Der Boden minimal berieben.

H. 3,1 cm.

Schätzpreis
180 €
Zuschlag
150 €

83. Kunstauktion | 08. November 2025

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720   "Hockender Kapuzineraffe". Paul Walther für Meissen. Um 1905.

Paul Walther 1876 Meißen – 1933 ebenda
Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, in Unterglasurfarben staffiert. Unterseits mit Schwertermarke (Knaufschwerter) in Unterglasurblau, geritzte Modell-Nr. "W 141" sowie geprägt "34" und "M".
Ausformungszeitraum: 1905–1924.

Vgl.: Sabine Bergmann, Thomas Bergmann: Meissener Künstler-Figuren: Modellnummern A 100 – Z 300. Karlsruhe 2010. S. 398, KatNr. 783.

Vereinzelte unscheinbare Brandflecken.

H. 6,2 cm.

Schätzpreis
500 €
Zuschlag
400 €

83. Kunstauktion | 08. November 2025

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721   "Schleiereule auf Architekturstück". Paul Walther für Meissen. 1906.

Paul Walther 1876 Meißen – 1933 ebenda
Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, in verschiedenen Unterglasur-Brauntönen staffiert. Unterseits mit der Schwertermarke in Unterglasurblau, geprägte Modell-Nr. "W. 146" sowie geritzt "124", Maler-Nr. "5" in Unterglasurblau.
Ausführungszeitraum: 1906–1923.

Vgl.: Sabine Bergmann, Thomas Bergmann: Meissener Künstler-Figuren: Modellnummern A 100 – Z 300. Karlsruhe 2010. S. 397, KatNr. 780.

Karl Berling: Meissen China: An illustrated history. New York 1972. S. 117, Tafel 38, Nr. 8.

Zwei kleinste Brandflecken.

H. 12,6 cm.

Schätzpreis
750 €
Zuschlag
950 €

83. Kunstauktion | 08. November 2025

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722   "Junge Ente" / "Junge Ente, Bein gestreckt" / "Junge Ente, Hals gestreckt". Paul Walther für Meissen. 1907.

Paul Walther 1876 Meißen – 1933 ebenda
Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, jeweils in Unterglasurfarben staffiert. Unterseits je mit der Schwertermarke (Knaufschwerter) in Unterglasurblau, den geritzten Modell-Nr. "Y 114", "Y 113" und "Y 116" sowie weiteren Präge-Nr. und Maler-Nr.
Ausformungsjahr: 1907 – 1923.

Vgl.: Sabine Bergmann, Thomas Bergmann: Meissener Künstler-Figuren: Modellnummern A 100 – Z 300. Karlsruhe 2010. S. 405, KatNr. 797, 798 und 800.

"Junge Ente, Bein gestreckt" mit kleinstem Chip am Schwänzchen sowie kleinsten Bestoßungen am äußeren Sockelbereich,"Junge Ente" mit minimalen Brandbläschen auf dem Schwänzchen, "Junge Ente, Hals gestreckt" mit kleinstem Chip am Schabel sowie kleinsten Brandflecken.

H. max. 4,7 cm.

Schätzpreis
300 €
Zuschlag
250 €

83. Kunstauktion | 08. November 2025

KATALOG-ARCHIV

723   Seltenes "Käuzchen" aus dem Tafelaufsatz "Reineke Fuchs". Max Esser für Meissen. 1925.

Max Esser 1885 Barth – 1945 Berlin
Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, in violetter Aufglasurmalerei und Gold staffiert. Unterseits mit der Schwertermarke (Knaufschwerter) in Unterglasurblau, geritzter Weißwaren- und "Reineke Fuchs"-Marke, Modell-Nr. "H 224", Pressmarke "151".
Ausführungszeitraum: um 1935–1940.

Vgl.: Sabine Bergmann, Thomas Bergmann: Meissener Künstler-Figuren: Modellnummern A 100 – Z 300. Karlsruhe 2010.KatNr. 1083.

"Die Tradition der unter einem bestimmten Thema stehenden, vielteiligen und
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H. 13,2 cm.

Schätzpreis
750 €

83. Kunstauktion | 08. November 2025

KATALOG-ARCHIV

724   Paar Miniatur-Deckelvasen mit "Ch'i-lin"-Dekor. Meissen. 1724.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben staffiert. Unterseitig die Schwertermarke in Blau auf unglasiertem Boden (Knaufschwerter), eine Vase mit Präge-Nr. "139". Blütendeckel wohl später ergänzt.
Ausformung: 2. Hälfte 19. Jh.

Vgl.: Julia Weber: Meißener Porzellane mit Dekoren nach ostasiatischen Vorbildern. München 2013, Bd. 2, S. 282, KatNr. 404 sowie zur Form S. 263, KatNr. 252.

H. 7,1 cm, D. 4,6 cm, H. mit Deckel ca. 8,1 cm.

Schätzpreis
350 €
Zuschlag
340 €

83. Kunstauktion | 08. November 2025

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725   Paar Miniaturvasen mit indianischen "Streublümchen". Meissen. 1724.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, in polychromer Aufglasurmalerei und Gold staffiert. Unterseits mit den Schwertermarken in Blau und Ritz-Nr. "4", geritzte Modell-Nr. "S 39" auf unglasiertem Boden.
Ausformungszeitraum: wohl um 1750/60

Im Manufakturrapport vom 18. November 1724 wird zu den Vasenformen geschrieben: "Nach denjenigen Modellen welche jüngsthin an verschiedenen Sorten, aus dem Königl. Sogenannten Holländischen Palais zur Porcellain Fabrique anhero eingesendet worden, sind nicht
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H. je 7 cm, D. je 4,5 cm.

Schätzpreis
750 €
Zuschlag
600 €

83. Kunstauktion | 08. November 2025

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726   Miniaturvase "Gelber Löwe". Meissen. 1724.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben staffiert. Unterseits die schwach lesbare Schwertermarke in Blau auf unglasiertem Boden.
Ausformungszeitraum: um 1755–60.

Vgl. die Miniaturvasen in: Julia Weber: Meißener Porzellane mit Dekoren nach ostasiatischen Vorbildern. München 2013. Bd II, KatNr. 252 und 263 sowie zum Dekor "Gelber Löwe" ab S. 265.

Im Manufakturrapport vom 18. November 1724 wird zu den Vasenformen geschrieben: "Nach denjenigen Modellen welche
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H. 7 cm (H. innen 6,7 cm), D. 4,9 cm.

Schätzpreis
500 €
Zuschlag
600 €

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728   Miniaturvase "Roter Drache". Meissen. Um 1735/1736.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, in Aufglasureisenrot und Gold staffiert. Auf der Außenwandung die langestreckten Drachen und die "acht kostbaren Dinge" (Rad der Lehre, flammende Perle, unendlicher Knoten, Münze, drei Schriftrollen und Artemisiablatt), der Hals mit Streublümchen. Unterseitig die Schwertermarke in Unterglasurblau und Press-Nr. "24".
Ausformungszeitraum: um 1740/50

Vgl. Julia Weber: Meißener Porzellane mit Dekoren nach ostasiatischen Vorbildern. München 2013. Bd 2, ab S. 246 und insbes. KatNr. 251.

Restaurierung im u. Bereich des Korpus.

H. 6 cm, D. 4,2 cm.

Schätzpreis
750 €
Zuschlag
600 €

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729   Miniaturvase "Gelber Löwe". Meissen. 1738.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben staffiert, Vasenhals mit brauner Randlinie. Ungemarkt, unter der Glasur schwach lesbar eine Präge-Nr. "64" (?), darüber in Gold "17" (Hinweis für ein zusammengehöriges Service).
Ausformungszeitraum: 19. Jh.

Vgl. Julia Weber: Meißener Porzellane mit Dekoren nach ostasiatischen Vorbildern. Bd. II. München 2013. KatNr. 249 und 262.

Im u. Bereich des Korpus mit minimaler Bereibung (nur unter UV-Licht sichtbar).

H. 6,4 cm, D. 4,2 cm.

Schätzpreis
600 €
Zuschlag
500 €

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730   Miniatur-Doppelhenkelvase aus dem Schwanenservice. Johann Joachim Kaendler und Johann Friedrich Eberlein für Meissen. 1737– 1742.

Johann Joachim Kaendler 1706 Fischbach/Dresden – 1775 Meißen
Johann Friedrich Eberlein 1696 Dresden – 1749 Meißen
Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben und Gold staffiert. Unterseits mit der blauen Schwertermarke auf unglasiertem Boden sowie eine undeutliche, unter UV-Licht lesbare Bezeichnung "29 (?) / 9 (?) Les 2".
Ausformung: um 1745.

Eine sehr ähnliche Miniaturvase abgebildet in: Angela Dreßen (Hrsg.): Blütenlese: Meißener Porzellan aus der Sammlung Tono Dreßen. Berlin 2018. S. 95, Abb. 63.

H. 6,7 cm.

Schätzpreis
500 €
Zuschlag
600 €

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732   Seltene "Lemaire"-Tabakdose mit "Hôô-Vogel und Chrysanthemen". Meissen. 1730– 1731.

Rodolphe Lemaire 1688 wohl Frankreich – ?
Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben und Gold staffiert. Deckel mit brauner Randlinie. Unterseits mit Schwertermarke in Aufglasurblau.

Zum Dekor vgl.:
Deckeldose, Meissen, 1730–35, Museum für angewandte Kunst, Wien, InvNr. Ke 3487.
Deckeldose, Meissen, um 1720–23, abgebildet in: Barbara Beaucamp-Markowsky: Europäisches Porzellan und ostasiatisches Exportporzellan, Geschirr und Ziergerät. Köln 1980. S. 119, KatNr 45.

Zur Form vgl.:
Julia Weber:
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Dose: H. 7,1 cm, D. 6,3 cm, Deckel: H. 3,2 cm, D. 6,7 cm.

Schätzpreis
1.600-1.800 €
Zuschlag
1.900 €

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733   "Lemaire"-Présentoir mit "Wachtel-Dekor". Meissen. Um 1730.

Rodolphe Lemaire 1688 wohl Frankreich – ?
Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben und Gold staffiert, braune Randlinie. Unterseits die Schwertermarke in Aufglasurblau sowie die geschliffene Palaisnummer "N-345–W" mit Farbresten.

Der sogenannte "Wachtel-Dekor" wurde um 1730 nach einer Bestellung von Karl Heinrich Graf von Hoym und Rodolphe Lemaire eingeführt.
Claus Boltz listet folgenden Eintrag im Inventar des Turmzimmers: "Zwey und Sechzig Stück detto, mit (52b) 2. Henckeln und kleinen bunten Blümgen, und
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H. 3,2 cm, D. 13,1 cm.

Schätzpreis
850 €
Zuschlag
850 €

83. Kunstauktion | 08. November 2025

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735   Koppchen mit Chinoiserie. Wohl Meissen. Um 1722– 1730.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, in polychromem Aufglasurfarben und Gold staffiert. Unterseitig mit der Peitschenhiebmarke in Unterglasurblau.

Vgl. auch die Stabmarke "Worcester" in: Waltraud Neuwirth: Meissener Marken: Original, Imitation, Verfälschung, Fälschung. Wien 1980. S. 35. Nr. 78.
Neuwirth beschreibt die Erwähnung der Marke durch verschiedene Autoren: "Die Verwendung der 'Peitschenhiebmarke' auf Porzellan anderer Manufakturen ist mir nur aus der Literatur bekannt. Litchfield, Graesse
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H. 4,7 cm, D. 7,3 cm.

Schätzpreis
500 €
Zuschlag
800 €

83. Kunstauktion | 08. November 2025

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736   Seltenes Koppchen mit "Drei Freunde"-Dekor. Meissen. 1729/1730.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen
Johann Martin Kittel 1706 Rosenthal bei Pirna – 1762 Meißen

Porzellan, glasiert, in polychromem Aufglasurfarben und Gold staffiert, mit brauner Randlinie. Ungemarkt, am Boden mit der geritzten Palaisnummer "N=243 W", seitlich am Standring die Grillenmarke: zwei eingestochene Punkte für Johann Martin Kittel.

Im historischen Inventar von 1779 heißt es auf fol. 52r. "Sechs und dreißig Duzent und 3 Stück Thée Schäalgen mit braunen Rändern, Korn und andern Blumen, ¾ Z. tief, 5¾ Z. in diam., darunter 5 Stück defect; und 36 Duzent und 4 Stück
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H. 4,3 cm, D. 7,5 cm.

Schätzpreis
500 €
Zuschlag
440 €

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737   Koppchen und Unterschale mit "Fabeltier-Dekor" in der Art des Adam Friedrich von Löwenfinck. Meissen. Um 1735/1740.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen
Adam Friedrich von Löwenfinck 1714 Biala (heute Woiwodschaft Großpolen) – 1754 Hagenau

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben staffiert. Unterseits die Schwertermarken in Unterglasurblau, die Standringe innenseitig mit Former- bzw. Dreherzeichen "2".
Ausformungszeitraum: wohl 1740–50.

Ein vergleichbares Koppchen samt Untertasse abgebildet in: Ulrich Pietsch: Early Meissen Porcelain. London 2011, KatNr. 219.

Zu Fabeltierdekoren vgl.:
Ulrich Pietsch, Adam Friedrich von Löwenfinck: Phantastische Welten: Malerei auf Meissener Porzellan und
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Koppchen H. 4,4 cm, D. 7,4 cm, Untertasse H. 3 cm, D. 12,2 cm.

Schätzpreis
1.200 €
Zuschlag
1.800 €

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738   Koppchen und Untertasse mit "Päonienstauden auf Luftwurzeln und Bambushalmen". Meissen. 1729– 1731.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben und Gold staffiert, jeweils mit brauner Randlinie. Unterseits mit Schwertermarken in Unterglasurblau und geritzten Dreherzeichen "1O" bzw. "11". Auf der Untertasse unterseits zudem unleserlichen Reste einer Bezeichnung in Aufglasur.
Ausformungszeitraum: 3. Viertel 18. Jh.

Das Dekor, ein sogenanntes "Kaikemon-Dekor" geht vermutlich auf ein japanisches Vorbild zurück. Es finden sich Päonienstauden auf Luftwurzeln sowie auf der
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Koppchen H. 4,1 cm, Untertasse D. 12,1 cm.

Schätzpreis
350 €
Zuschlag
300 €

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739   Becher mit Bataille-Malerei. Meissen. Um 1750.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben staffiert, der Lippenrand vergoldet. In den Relief-Kartuschen Szenen mit Reiter und Soldaten bei der Rast, auf der Tasche eines Reiters das Monogramm Friedrichs des Großen. Unterseits mit Schwertermarke in Unterglasurblau und zwei Dreherzeichen "l" sowie ":" innenwandig am Standring.
Ausführungszeit: wohl 1750er/1760er Jahre

Die Verwendung des Monogramms des preußischen Herrschers steht mit hoher Wahrscheinlichkeit in Zusammenhang
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H. 8,4 cm, D. 6,7 cm.

Schätzpreis
350 €
Zuschlag
300 €

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740   Seltene Vase mit "Pflaumenblütenzweig"-Dekor. Meissen. Nach 1934.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Böttgersteinzeug, schwarze, leicht lüstrierende Glasur, Kakiemon-Dekor in Lack- und Goldmalerei. Unterseits die geritzte Schwertermarke, mit einem Schleifstrich unterhalb der Marke.

Zur Form vgl. u.a. die Meissner Stangenvase mit der Modell-Nr. "J 271".
Vorbilder zum Dekor könnten möglicherweise bei chinesischen blanc-de-chine Porzellanen zu finden sein, welche aufgelegte Blütendekore besaßen. Das Dekor der hier vorliegenden Vase ähnelt dabei sehr den Pflaumenblütenzweigen
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H. 17,5 cm, D. 6,7 cm.

Schätzpreis
750 €

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741   Große Flötenvase mit "Indisch-Malerei". Meissen. 1726.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, unterglasurpuderblauer, gestubbter Fond, polychrome Aufglasurmalerei und Gold. Unterseits mit der Schwertermarke in Unterglasurblau und einem Strich, geprägter Modell-Nr. "50398" (alt C 102) sowie Präge-Nr. "5" und "81" mit Jahreszeichen.
Ausformungszeitraum: 1973

Nach Vorbild chinesischer Porzellane (vgl.: Teekanne. Jingdezhen, China. Qing-Dynastie, Kangxi, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Porzellansammlung, InvNr. PO 4114) wurde dieser unterglasurblaue Fond
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H. 40 cm.

Schätzpreis
1.200 €
Zuschlag
1.300 €

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742   Tabatière mit Ruinenlandschaften. Wohl Meissen. Um 1750– 1760.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben staffiert. Korpus und Deckel mit Tombak-Montierung. Ungemarkt. Auf dem Deckel und dem Boden jeweils Darstellungen einer Ruinenlandschaft mit Wanderern.

Vgl. eine ähnliche Tabatière in: Beaucamp-Markowsky, Barbara; Alfredo Reyes: Meissener Tabatieren des 18. Jahrhunderts. München 2013. S. 276, KatNr. 70.

Deckelplatte mit altrestauriertem Bruch. Wandungen mit vereinzelten Bestoßungen, kleinsten Brandlöchlein und Bereibungen.

H. 2,6 cm, B. 6,1 cm, T. 3,9 cm.

Schätzpreis
350 €

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743   Seltene Butter- oder Zuckerdose mit "Gelbem Löwen" aus der Königlichen Hofküche. Meissen. Um 1740/1750.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen
Königliche Hofküche (K.H.K.) ? Dresden – 1918 ebenda
Hans Nadler 1910 Dresden – 2005 ebenda

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben staffiert, der Deckel mit brauner Randlinie und Artischockenknauf. Unterseits mit der Schwertermarke in Unterglasurblau, in Purpur bezeichnet "K. H. K." sowie geprägter Former-Nr. "31".

Provenienz: Privatsammlung Dresden; Nachlass Hans Nadler, Dresden.

Zu Form und Dekor vgl. zwei Butterdosen, abgebildet in: Julia Weber: Meißener Porzellane mit Dekoren nach ostasiatischen Vorbildern. München 2013. Bd. II, S. 287, KatNr. 269 und
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H. 10 cm (ges.), B. 16,9 cm (mit Henkeln), T. 10,5 cm.

Schätzpreis
2.400 €
Zuschlag
2.600 €

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744   "Porträttasse "Friedrich August, Herzog von Sachsen, Mitregent von König Anton dem Gütigen". Meissen. 1820er Jahre.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen
Friedrich August II., König von Sachsen 1797 Weißensee – 1854 Brennbichl (Tirol)

Porzellan, glasiert, mit Aufglasur-Grisaillemalerei, partiell matt- und glanzvergoldet. Die Tasse mit einem Porträt von König Johann von Sachsen im Ovalmedaillon. Hochgezogener, ohrenförmiger Henkel mit vollplastischem Schwanenkopf am Ansatz der Tassenwandung. Unterseitig die Schwertermarken und "I" in Unterglasurblau. Die Tasse am inneren Standring mit Präge-Nr. "5", die Untertasse mit Präge-Nr. "7".

Sehr vereinzelt kleinste Brandflecken. Vergoldung vereinzelt mit unscheinbarer Bereibung.

Tasse H. 10,2 cm, Untertasse D. 13,4 cm.

Schätzpreis
180 €
Zuschlag
260 €

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745   Porträttasse und Untertasse "Johann, König von Sachsen". Meissen. 3. Viertel 19. Jh.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen
König Johann von Sachsen 1801 Dresden – 1873 Pillnitz
Johann Georg Weinhold 1813 Leipzig – 1880 Rom

Porzellan, glasiert, kobaltblauer Fond, goldstaffiert. Auf der Tassenwandung das Bildnis König Johanns von Sachsen in polychromer Aufglasurmalerei. Unterseits mit den Schwertermarke in Unterglasurblau, die Tasse mit Präge-Nr. "3" und "47" sowie einer 10 in goldener Überglasurfarbe.Untertasse mit "59" in Unterglasurblau und Präge-Nr. "69".

Zur Vorlage vgl.: Georg Weinhold "Bildnis Johann, König von Sachsen, Halbfigur, sitzend, nach rechts", um 1860, Lithografie nach einem Entwurf J.
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Tasse H 12,8 cm, Untertasse D. 17,5 cm.

Schätzpreis
750 €
Zuschlag
850 €

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746   Große Porträttasse und Untertasse "Friedrich August II., Prinzmitregent von Sachsen und Maria Anna von Bayern”. Meissen. 1830er Jahre.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen
Friedrich August II., König von Sachsen 1797 Weißensee – 1854 Brennbichl (Tirol)
Maria Anna von Bayern 1805 München – 1877 Wachwitz

Porzellan, glasiert, kobaltblauer Fond, partiell goldstaffiert. Die Tasse mit Porträtmedaillons des Königspaares und dem sächsischen Wappen in Flachrelief. Unterseits mit den Schwertermarken und einer "15." in Unterglasurblau, den Präge-Nr. "3" und "75" sowie den Nummerierungen "1800" in Aufglasurschwarz und "6'4" in Aufglasurgrün. Die Untertasse mit Präge-Nr. "11" sowie der Nummerierung "6'4" in Aufglasurgrün.

Dem Alter der Dargestellten nach zu urteilen, entstand die Tasse wohl
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Tasse H. 13,5 cm, Untertasse D. 18 cm.

Schätzpreis
750 €
Zuschlag
900 €

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747   Vase "Gelber Löwe" aus dem Besitz der Grafen Schaffgotsch. Meissen. Nach 1937.

Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen
Heinrich Jakob Wilhelm Mau 1843 Dresden – 1906 ebenda

Porzellan, glasiert, in polychromer Aufglasurmalerei staffiert. Unterseits die Schwertermarke in Unterglasurblau, Maler-Nr. in Rot "314 a." und "3" sowie Präge-Nr. "6" und Nr. "N292". Mündungsrand mit Montierung in 925er Silber, darauf innenwandig graviert "16. Mai 1937" sowie mit das Wappen der Grafen von Schaffgotsch, außenwandig gemarkt "MAU DRESDEN", Halbmond und Krone sowie "925" und Monogramm "HB".

Silbermontierung teilweise mit Resten eines Anlaufschutzes. Im Bereich der Schultern mit ca. 5 cm langer, umlaufender, jedoch unscheinbarer Kratzspur.

H. 30 cm.

Schätzpreis
350 €
Zuschlag
340 €
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