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AUKTION 48 Bildende Kunst des 16.-21. Jahrhundert
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KatNr. 21 Otto Altenkirch
KatNr. 21 Otto Altenkirch

021   Otto Altenkirch "Waldweiher". 1929.

Öl auf Leinwand. Geritzt signiert "Otto Altenkirch" und datiert u.re. Verso auf dem Keilrahmen und dem Leinwandumschlag in Pinsel betitelt; Keilrahmen in Blei bezeichnet "1929-100" und "ph" o.re. Am Keilrahmen u. und am Leinwandumschlag u. mit einer Widmung versehen sowie nochmals datiert "1946". Im profilierten, masseverzierten Schmuckrahmen.
WVZ Petrasch 1929-100-S.

Malschicht angeschmutzt, krakeliert und mit beginnender Schüsselbildung, im Bereich des Wassers und des Himmels ausgeprägter, kleiner Farbverlust u.re.

95 x 121 cm, Ra. 108,5 x 133,3 cm. 5.500 €
Zuschlag 4500 €
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KatNr. 34 Philipp Franck

034   Philipp Franck "Pflügender Bauer" (Felder in Stolpe / Wannsee). Um 1908.

Öl auf Leinwand. Signiert "PHILIPP-FRANCK" u.li. In einer profilierten, goldfarbenen Leiste gerahmt.
WVZ Immenhausen / von Tresckow / Meister 1908.6 mit minimal abweichenden Maßen.

Philipp Franck gilt - nicht zuletzt seit der Wiederentdeckung seines Oeuvres in den 1980er Jahren - als einer der herausragenden deutschen Impressionisten. 1899 gehörte er, neben Max Liebermann und Walter Leistikow, zu den Mitbegründern der Berliner Secession. Diese gründete sich im Zuge einer sich wandelnden Kunstauffassung. Auch auf Franck hatte die Bewegung einen entscheidenden Einfluss. Seine Palette begann sich zu verändern, seine Motive wandelten sich. Der ihm eigene, typische Stil mit breitem Pinselduktus und brillianter Farbigkeit bildete sich heraus. Die auf die Gründung folgenden fünf Jahre waren gefüllt mit Darstellungen ländlichen Lebens im Örtchen Stolpe, dem späteren Wannsee. Dorthin zog Franck 1906. Hier machte sich auch der Einfluss des Freundes und Nachbars Max Liebermann bemerkbar. Ihnen gemein war das Interesse am kleinbürgerlichen Milieu, welches sie jedoch im Vergleich zu Käthe Kollwitz oder Ernst Barlach - ebenfalls Mitgliedern der Secession - nicht sozialkritsch in ihren Bildern betrachteten. Vielmehr spürte Franck alltäglichen Begebenheiten oder der Schönheit der ihn umgebenden Natur nach. Bauern auf dem Felde, Kinder beim Baden oder ländlich-idyllische Landschaftsdarstellungen gehörten zu seinen Themen. Auch das vorliegende Gemälde vermittelt in seinen frischen, luftigen Farben die Kraft und Schönheit der von Neuem erblühenden Natur.

Ein Riss (ca. 8 cm) mit angrenzenden Fehlstellen im Bildträger o.li., verso mit textilem Flicken hinterlegt. Je eine kleine Leinwanddurchstoßung re. des Baumstamms und li. des Pflugs. Kleine Farbabplatzung o.Mi., vereinzelt kleinste Farbverluste, im Malduktus kaum wahrnehmbar. Malschicht partiell krakeliert und leicht angeschmutzt. Unscheinbare, horizontal verlaufende Klimakante Mi.

120 x 113 cm, Ra. 132,5 x 126 cm. 12.000 €
Zuschlag 16000 €
  KÜNSTLER
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

051   Peter Graf, Stilleben mit Herbststrauß und Birnen. 1990er Jahre.

Öl auf Leinwand. Signiert "Graf" und undeutlich datiert u.re. In einem profilierten, grauen Schattenfugenrahmen.

Pentimenti erkennbar.

50 x 60 cm, Ra. 58,2 x 68 cm. 2.200 €
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KatNr. 54 Ernst Hassebrauk
KatNr. 54 Ernst Hassebrauk

054   Ernst Hassebrauk "Tulpen". Wohl späte 1920er Jahre.

Öl auf Leinwand. Signiert "Hassebrauk" u.re. Verso auf dem Keilrahmen in schwarzem Farbstift wohl von der Frau des Künstlers bezeichnet "Prof. E. Hassebrauk" und betitelt. Am Keilrahmen unten nochmals signiert "Hassebrauk" und bezeichnet "Tulpen i. Vase". Am rechten Keilrahmenschenkel mit Angaben zur Maltechnik versehen.
Der masseverzierte, partiell vergoldete und rotbraun staffierte Schmuckrahmen mit schmal profilierter Sichtleiste im Hohlkehlen- und Plattenprofil sowie mit einem Blattspitzenfries. Die Dekorzone mit breitem Hohlkehlenprofil und über die Kanten herausragenden, barockisierenden Eckpalmetten mit Blatt- und Blütenzweigen, die Schenkel mittig jeweils mit kreuzschraffierten Kartuschen in Silberauflage. Abschließendes Halbrundprofil mit einem Kugelstabfries.

Seit dem frühen 16. Jahrhundert gelten Blumengebinde, -kränze und Sträuße als autonom bildwürdige Objekte des malerischen Ehrgeizes im Sinne einer möglichst naturalistischen Wiedergabe der buntfarbigen schlichten bis prachtvollen Blüten und Blätter. Dabei hat es den Künstlern häufig besondere Freude gemacht, mit dem Pinsel solche Gewächse in ein und dem selben Gefäß zu drapieren, die eben gerade nicht zur gleichen Zeit in Blüte stehen. Im 17. Jahrhundert spezialisierten sich im Zuge der so genannten Tulpomanie dann viele Maler auf die detailgetreue Wiedergabe der neuesten, berückend schönen, holländischen Tulpenzüchtungen. Wer möchte, darf Ernst Hassebrauks Tulpenstrauß in diese viel beschriebene Tradition der Tulpenliebe einordnen, er darf die üppigen roten Blüten in dem einfachen Porzellankrug aber auch als ein besonderes Beispiel für die Stilleben dieses Künstlers ansehen. Besonders, weil Hassebrauk sonst ein Freund der Kombination war, der Blumengebinde auch einmal mit einem Paar zierlicher Damenschuhe oder ein Azaleen-Stöckchen mit einer Flasche Sekt und einem Kästchen Gebäck auf dem Tisch arrangierte. Hier nun ist es diese einfache, leuchtend frühe Frühlingsfreude, die er der Leinwand anvertraut, und sie so dem Lauf der Jahreszeiten enthebt.

Leinwand etwas locker gespannt. Malschicht minimal angeschmutzt, im Bereich der Vase eine kleine runde Fehlstelle (D. ca. 0,6 cm), im Bereich der mittleren Tulpe mit aufstehender Malschicht.

62,5 x 56 cm, Ra. 77 x 70,5 cm. 2.400 €
Zuschlag 2200 €
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KatNr. 60 Fritz Max Hofmann-Juan

060   Fritz Max Hofmann-Juan "Dame im Jagdkostüm mit Hund" (Portrait Liddy, die Ehefrau des Künstlers). Um 1935.

Öl auf Leinwand. Signiert "h.-Juan" u.re. In der originalen Rahmung.
Goldfarbener, profilierter Modellrahmen mit aufgesetzten Eck- und Mittelornamenten.

Provenienz: Sächsischer Privatbesitz.

Abgebildet in: Fischer, Holger; Günther, Rolf: Fritz Hofmann-Juan. 1873-1937. Ausstellungskatalog der Städtischen Sammlungen Freital. Freital, 2001. S. 56.

Betrachtet man Fritz Max Hofmann-Juans Werk, so scheint dieses von dem Wunsch und der Suche nach dem idealen, unmißverständlichen Stil durchdrungen zu sein. Mehrfach änderte er seine künstlerische Ausdrucksweise, um sich diesem Ziel zu nähern.
Bereits nach der Beendigung seines Studiums an der Dresdner Akademie suchte Hofmann-Juan nach neuen künstlerischen Vorbildern. Mehrere Parisaufenthalte sollten ihn dem Impressionismus näher bringen. Kritiker lobten im Fortgang seine gleichermaßen hoch entwickelte malerische und zeichnerische Qualität. Diese wurde 1901 durch eine Ausstellung seiner Werke gemeinsam mit denen von Walter Leistikow und Max Liebermann im Berliner Kunstsalon Cassirer belohnt. 1927 unternahm Hofmann-Juan eine Indienreise, die ihn zu einer „indischen Werkphase“ inspirierte. Doch bereits kurze Zeit später sollte sich Hofmann-Juans Stil noch einmal deutlich ändern.
In den 1930er Jahren entwickelte sich aus der expressionistischen Malerei eine Vorliebe für klassische, klare Kompositionen. Die Einflüsse spanischer Kunst des 17. Jahrhunderts machten sich bemerkbar. In dieser Hinsicht ist das hier vorgestellte, großformatige Gemälde sicher als ein Belegstück anzusehen. Komposition und Farbigkeit erinnern stark an Diego Velazquez’ Gemälde „Der Kardinalinfant Don Fernando als Jäger“ aus dem Jahr 1636. Aufrecht und stolz blickt uns Liddy, die Ehefrau des Künstlers, im eleganten Jagdkostüm mit Kniehose und Hut an. Ihr linker Arm ruht auf dem Lauf des Gewehres, das sie am Gurt über der Schulter trägt. Begleitet wird sie von einem dunkelbraunen Deutsch-Kurzhaar. Im Vergleich zu Velazquez rückt Hofmann-Juan die Darstellung der Figur mehr ins Zentrum der Komposition. Vielleicht ist dies als ein Ausdruck der außerordentlichen Wertschätzung seiner kranken Frau (sie war zeitlebens an den Rollstuhl gebunden) zu verstehen, denn in der Geschichte der Portraits waren diese zentralen, oftmals auf Untersicht gearbeiteten Kompositionen lange Zeit hochgestellten Personen vorbehalten.

Malschicht partiell frühschwundrissig bzw. verputzt. Firnis, etwas unregelmäßig, erneuert. Malschicht mit mehreren Retuschen, eine Druckstelle re. des Jackensaums. Falzmaß des Rahmens an Bildmaß angepasst.

192 x 110 cm, Ra.198,5 x 123 cm. 9.000 €
  KÜNSTLER
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

071   Bernhard Kretzschmar "Moritzburger Schloß". Ohne Jahr.

Öl auf Leinwand, von Künstlerhand vollflächig auf Hartfaser montiert. Unsigniert. In einer breiten Hohlkehlenleiste gerahmt.

Mit einer handschriftlichen Authentizitätsbestätigung von Peter Stilijanov vom 10.02.2008.

Zu einem späteren Zeitpunkt auf eine zweite Hartfaserplatte montiert und mit aufliegendem Passepartout versehen. Am Weg u. li. eine vom Künstler ausgeführte Retusche. Vereinzelte Malschichtsprünge.

49 x 75,5 cm, Ra. 71 x 102 cm. 5.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
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KatNr. 81 Wilhelm Lachnit, Stilleben mit Dahlien. 1934.

081   Wilhelm Lachnit, Stilleben mit Dahlien. 1934.

Tempera auf kräftigem, strukturierten "PM Fabriano"-Papier. Signiert "Lachnit" und datiert u.li. O.li. in Blei mit einer Widmung von Künstlerhand versehen und datiert "37". Im Passepartout montiert und hinter Glas in einer profilierten, silberfarbenen Leiste gerahmt.

Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 begann auch ein rigoroses Vorgehen gegen politsch engagierte Künstler. Lachnit, politsch links orientiert, sollte dies alsbald zu spüren bekommen. Sein Atelier wurde durchsucht, er selbst verhaftet und nur aufgrund der Intervention von Erich Fraaß wieder freigelassen.
Lachnit malte in der Folgezeit neben Portraits mehr und mehr Stilleben, aus denen sich die für ihn typischen mythologischen Figurenkompositionen entwickelten. Vielleicht gelang mit diesen Bildthemen eine Flucht vor und aus der ihn umgebenden Wirklichkeit - ein verzweifeltes Festhalten am Schönen, in der vorliegenden Arbeit konserviert in einem zarten und gleichzeitig in kraftvollen Farben gehaltenen Blumenstrauß.

Blattränder recto umlaufend mit Fehlstellen durch ältere Montierung, Blattkanten mit kleinen Randläsionen und partiellen Stauchungen. Malschicht mit unscheinbaren, kleinsten Fehlstellen, im oberen Bildviertel eine horizontale (25 cm) sowie eine vertikale Druckspur (9 cm). Verso Reste älterer Montierungen.

57,3 x 39 cm, Ra. 74 x 53,8 cm. 3.200 €
Zuschlag 4000 €
  KÜNSTLER
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

100   Curt Querner "Bildnisstudie Erhard Frommhold". Um 1964.

Öl auf Malpappe. Unsigniert. Verso in Graphit von Künstlerhand bezeichnet "Studie, Frommhold". In einer schmalen Holzleiste gerahmt.
WVZ Dittrich A 252.

Provenienz: Dresdner Privatbesitz.

Erhard Frommhold (1928-2007) war der wichtigsten Kunstwissenschaftler und Publizisten der DDR. 1952 kam er zum neu gegründeten Verlag der Kunst Dresden und bekleidete dort den Posten des Cheflektors von 1958-69. Bedeutende deutschsprachige Erstveröffentlichungen zu heute international anerkannten Künstlern wie Diego Rivera oder El Lissitzky wurden durch ihn umgesetzt. Als Hauptwerk gilt seine Publikation "Kunst im Widerstand", die ihn 1969 aus politischen Gründen seinen Cheflektorenposten kostete.

In die Zeit zwischen 1958-69 fiel auch die Entstehung des halbfigurigen Bildnisses Erhard Frommholds (WVZ Dittrich 254), zu dem zwei Studien belegt sind. Bei dem vorliegenden Portrait handelt es sich um eine dieser beiden Arbeiten.

Im gewohnt zügigen Pinselduktus setzte Querner die Portraitstudie des intellektuellen Zeigenossen um. Das verhaltene Kolorit mit knappem farblichen Anklang an rötliche und grünliche Kontraste trägt zum sachlichen, geradlinigen Charakter des Bildnisses bei. Formatfüllend, in der Formensprache reduziert und schnörkellos dargestellt, macht Querner deutlich was Erhard Frommhold war - ein außergewöhnlich kluger Kopf, ein ebenso schnörkellos und geradling formulierender Analyst und Denker.

Malschicht in der Ecke u.re. mit kleiner Fehlstelle. Am Bildrand u.li. minimale Randläsionen.

32 x 23 cm, Ra. 36,3 x 27 cm. 6.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
  KÜNSTLER
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

112   Volker Stelzmann, Selbstportrait mit Schiebermütze. 1980.

Öl auf Hartfaser. O.re. monogrammiert "VS" und datiert. In profilierter, schwarzer Künstlerleiste gerahmt.
Nicht im WVZ Behrends/Stelzmann.

Wir danken Herrn Volker Stelzmann, Berlin und Herrn Rainer Behrends, Leipzig, für freundliche Hinweise.

Malschicht mit oberflächlichen Bereibungen im Falzbereich, zwei unscheinbare Fehlstellen am Bildrand re.

28,1 x 19,7 cm, Ra. 45,1 x 36,8 cm. 5.500 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
  KÜNSTLER
KatNr. 116 Heinz Tetzner

116   Heinz Tetzner "Esel im Garten". 1996.

Öl auf Hartfaser. Signiert "tetzner" u.li. Verso in schwarzer Ölkreide betitelt, nochmals signiert "Tetzner" und datiert u.re. Von fremder Hand mit der WVZ Nr. versehen u.re. In einer silberfarbenen Leiste gerahmt.
WVZ Zscheppank 1996-0028 Z.

Pentimenti erkennbar. Malschicht ol.i. mit zwei minimalen, punktuellen Bereibungen, dadurch die weiße Grundierung sichtbar. Verso atelierspurig.

53 x 56,7 cm, Ra. 60,2 x 64,1 cm. 1.500 €
Zuschlag 1200 €
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KatNr. 125 Paul Wilhelm

125   Paul Wilhelm "Bildnis Marion Wilhelm, sitzend nach rechts". Um 1930.

Öl auf Leinwand. Unsigniert. Verso in Faserstift mit einer Authentizitätsbestätigung von Prof. Dr. Werner Schmidt, Dresden, versehen.

Immer wieder hat Paul Wilhelm seine Ehefrau Marion portraitiert, ihre charakteristischen herb-schönen Gesichtszüge einfühlsam auf die Leinwand gebracht. Oft zeigte er sie sitzend in ganzer Figur in eleganter Garderobe oder mit ausgefallenen Kopfbedeckungen. Dabei wird sie ihm niemals zur Kostümpuppe, immer bleiben die Bildnisse Marions auch Zeugnisse des gemeinsamen Lebens und dokumentieren das Bedürfnis des Malers, seinem Lieblingsmodell gerecht zu werden.
In dem vorliegenen Portrait blickt sie wissend und ruhig unter der breiten Hutkrempe hervor, eine Hand ruht an der Wange, der andere Arm liegt locker im Schoß. Das Kleid mit den großen Blumen auf grünem Grund, der dezente Goldschmuck und der Hut lassen an einen kommenden Sonntagsspaziergang denken. Geduldig scheint sie zu warten, dass er sich von seiner Staffelei lösen wird, um mit ihr die duftigen, die realen Pendants ihres Blumenmusters zu betrachten.

Leinwand mit mehreren horizontalen Falten, bereits vor dem Malprozeß vorhanden sowie einem horizontal verlaufenden Webfehler auf Höhe der Schultern. Malschicht im Bereich der aufgestützten Hand mit Krakelee und beginnender Schüsselbildung. Auf neuem, dunkel lasierten Keilrahmen aufgespannt.

96,5 x 72,5 cm. 4.000 €
  KÜNSTLER
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

129   Willy Wolff, Stilleben mit Papierpuppe. Wohl 1952.

Öl auf festem, grauen Papier. Signiert "Wolff" u.re. Verso von fremder Hand in Blei bezeichnet "am 16.8.76 bekommen". Freigestellt im Passepartout montiert und hinter Glas in einer Berliner Leiste des 19. Jh. gerahmt. Verso auf dem Passepartout mit einem Klebeetikett versehen. Darauf von fremder Hand mit Angaben zum Gemälde.

1951 lernte Willy Wollf seine spätere, zweite Ehefrau, die Künstlerin Annemarie Köhler-Balden kennen. Sie war ihm bis zu ihrem Tode 1970, eine wichtige Kritikerin und Untersützerin seiner künstlerischen Arbeit und Entwicklung. Es folgten der Umzug in eine gemeinsame Wohnung und 1953 die Geburt des gemeinsamen Sohnes Pan. Parallel zu diesen privaten Veränderungen, die offenbar neue schöpferische Impulse setzten, entwickelte sich auch Wolffs Werk in den 1950er Jahren bis hin zur völligen Abstraktion weiter. Bereits zu Beginn der 1950er Jahre zeigten sich surrealistische Tendenzen.

Im vorliegenden Gemälde stellte Wolff zwischen vier scheinbar nicht zusammen gehörenden Objekten optische Bezüge her. Präzise erfasste Wolff die Form der Gegenstände. Mit klarer, nahezu harter Linienführung werden sie voneinander abgegrenzt. Die dargestellten Nähutensilien erinnern an grafische Arbeiten Wolffs, in denen er Nadeln, Garnrollen oder Knöpfe versammelt. Die Papierfigur könnte ein Hinweis auf Wolffs spätere Liebe zu Papierarbeiten / Collagen sein. Gleichzeitig ist sie Beweis für einen feinen, hintergründigen Humor, einer handwerklichen Papierarbeit durch die Übersetzung in Malerei Kunstwert zu verleihen.

Ecken gestaucht und mit Reißzwecklöchlein. Unscheinbare Retuschen an der Kopfbedeckung der Papierfigur. Unterer Rand etwas ungerade geschnitten.

49,3 x 36,4 cm, Ra. 65,5 x 50 cm. 7.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
  KÜNSTLER
KatNr. 217 Adrian Zingg

217   Adrian Zingg "Blick vom Borsberg bei Pillnitz über das Elbtal in die Sächsische Schweiz". 1804.

Umrißradierung in Braun, in Sepia laviert, auf Kupferdruckpapier. In der Platte in der Wetterfahne datiert. Mit dem Künstlerstempel "A.Z." im Schild o.re. Auf kräftiges Untersatzbütten aufgelegt, darauf u.re. in hellbrauner Tusche künstlerbezeichnet "A. Zingg. fec" und mit einer Einfassungslinie versehen. Im Passepartout hinter Glas in einer profilierten Holzleiste gerahmt.

Provenienz: Norddeutscher Privatbesitz, aus der Sammlung Robert Theodor Richter (1914-32 Direktor des Sächsischen Kunstvereins).

Nachdem Adrian Zingg 1766 zum Zeichenlehrer an der Akademie ernannt wurde, unterhielt er auch seit den 1770er Jahren eine Werkstatt, in der seine beliebten Landschaftsschöpfungen gedruckt und laviert wurden. Sie wurden in verschiedenen Formaten hergestellt: die kleineren waren ca. 10 x 15 cm groß, die größeren hatten das Format des hier vorliegenden Blattes. So konnte unterschiedlichsten Interessen und finanziellen Möglichkeiten entgegengekommen werden.

Das vorliegende Blatt stammt bereits aus der Zeit nach Zinggs Berufung zum Professor für Kupferstechkunst. Es zeigt einen weiten Ausblick in die Sächsische Schweiz wobei sich einige markante topografische Punkte, wie der Königsstein verorten lassen. Die Birke, die dem Bild links einen Rahmen verleiht sowie die unterschiedlichen Lebenswelten entstammenden Repussoirfiguren dagegen sind kompositorische Elemente, die sich in vielen seiner Werke wiederfinden. In der Komposition und durch die gekonnte Lavierung ergibt sich ein Bild, in dem die Topografie mit dem Ideal zu einer stimmungsvollen Einheit verschmolzen sind.

Im Dresdner Kupferstich-Kabinett befindet sich ein Abzug der unlavierten Umrissradierung (Inv. Nr. A1995-6232), anhand dessen man sieht, dass das vorliegende lavierte Exemplar genau bis auf die Einfassungslinie beschnitten wurde. So entsteht der wohl auch vom Künstler intendierte Eindruck einer Federzeichnung.

Lit.: Petra Kuhlmann-Hodick, Claudia Schnitzer, Bernhard von Waldkirch (Hgg.), Adrian Zingg, Wegbereiter der Romantik, Dresden 2012.

Blattränder bis auf die Einfassungslinie der Radierung beschnitten. Verso ein kleiner brauner Fleck u.Mi., o.re. Rest einer älteren Klebebandmontierung.

Bl. 29,9 x 44,1 cm, Psp. 46 x 60 cm, Ra. 51 x 63,5 cm. 1.800 €
Zuschlag 1500 €
  KÜNSTLER
KatNr. 259 Ernst Barlach

259   Ernst Barlach "Der Erste Tag". 1922.

Holzschnitt auf gelblichem Bütten. In Blei unterhalb der Darstellung re. signiert "EBarlach". Probedruck, Andruck-Exemplar der Pan-Presse. Blatt eins (von sieben) der Folge "Die Wandlungen Gottes". Verlegt 1922 bei Paul Cassirer in zwei Vorzugsausgaben und einer Volksausgabe.
WVZ Laur 69.04.5 mit leicht abweichenden Blattmaßen; Schult 164B.
Das Blatt steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Plastik "Der schwebende Gottvater" von 1922.

Provenienz: Nachlaß des Bildhauers Gottfried Kohl (1921-2012), welcher mit Friedrich Schult in freundschaftlicher Verbindung stand.

Leicht gebräunt und knickspurig. Verso Reste einer alten Montierung.

Stk. 25,7 x 35,8 cm, Bl. 32,2 x 45,5 cm. 1.800 €
  KÜNSTLER
KatNr. 297 Pol Cassel, Stilleben mit Äpfeln und blauer Schale. 1930/1933.
KatNr. 297 Pol Cassel, Stilleben mit Äpfeln und blauer Schale. 1930/1933.

297   Pol Cassel, Stilleben mit Äpfeln und blauer Schale. 1930/1933.

Aquarell über Blei auf kräftigem Papier. Mit dem Signaturstempel "Pol Cassel" versehen u.re. Verso das Portrait eines jungen Mädchens, Aquarell, 1920er Jahre. Im Passepartout hinter Glas in weißer Holzleiste gerahmt.

Wir danken Herrn Franz-Carl Diegelmann, Zürich, für freundliche Hinweise.

Ränder minimal gebräunt, Ecken li.o. und li.u. fachmännisch ergänzt. Verso kleine weiße Farbspuren.

34 x 49,8 cm, Ra. 59,5 x 74,5 cm. 3.000 €
Zuschlag 2500 €
  KÜNSTLER
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308   Otto Dix "Hedwig Dix (Die Schwester von Otto Dix)". 1913.

Farbige Pastellkreide auf textilem Bildträger, beflockt. In schwarzer Pastellkreide signiert "DIX" und datiert u.re. Am o. Rand auf Untersatzkarton klebemontiert und hinter Glas in schmaler goldfarben gefaßter Holzleiste gerahmt.
WVZ Lorenz FW 4.2.6.

Provenienz: Dresdner Privatbesitz; Nachlaß Dr. Erhard Frommhold, Dresden; vormals Besitz Alexander und Hedwig Wolfgang geb. Dix, Gera.

Vgl. Otto Dix anläßlich seines 70. Geburtstages. Ausstellungskatalog der Städtischen Museen Gera. Gera. 1961. Nr. 19.

Ulrike Lorenz (Hrsg.): Dix avant Dix. Das Jugend- und Frühwerk 1903-1914. Gera, 2000. Abb. S. 241.

Das Bildnis zeigt die jüngste, 1898 geborene Schwester des Künstlers im Alter von 15 Jahren. Zu dieser Zeit war der 22 jährige Dix Schüler an der Dresdner Kunstgewerbeschule - es war die Zeit vor den dramatischen Erlebnissen des Ersten Weltkrieges, die sein künstlerisches Schaffen in eine völlig andere Richtung katapultieren sollten. 1913 enstanden neben der vorgestellten Pastellzeichnung mehrere Selbstbildnisse des Künstlers, die bisweilen schon die neusachlichen Portraits antizipieren.
Ganz anders das Portrait der Schwester: vor dem grauen Hintergrund isoliert der Zeichner das Gesicht des Mädchens mit hochgestecktem und in Wellen gelegten Haar und umgibt es mit einem Nimbus aus königsblauem Pigment. Liebevoll modelliert er das Inkarnat des Mädchens, zeichnet ihr rosige Wangen und Nasenflügel. Den aparten Schwung des kleinen Mundes und die spitze Nase setzt er sicher auf das Papier. In der Tat scheint sich Dix für Hedwigs Physiognomie besonders interessiert zu haben, so formte er schon 1912 ihr Gesicht in Gips ab. Die entstandene Maske fand 1925 Eingang in das "Stilleben mit Witwenschleier", das sich heute im Museum Otto-Dix-Haus in Gera befindet.

In drei Ecken Reißzwecklöchlein. Am äußersten oberen Bildrand mit unscheinbaren Klebemittelresten.

42 x 37,4 cm, Ra. 44 x 39 cm. 4.800 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 16000 €
  KÜNSTLER
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337   Hermann Glöckner "Dorfanfang (Voitsdorf)". 1929.

Graphitzeichnung und Aquarell auf gelblichem "Schoellershammer DUREX"-Zeichenpapier. In Graphit monogrammiert u.re. "G" und ausführlich datiert "20.8 29" u.li. Verso in Graphit mittig nochmals datiert und von fremder Hand (?) bezeichnet "V.Z. 359" im Kreis, am unteren Blattrand signiert und bezeichnet "Hermann Glöckner, Dresden A. 24" sowie mit einer Maßangabe versehen. Am re. Rand mit einem verso klebefixiertem Vorsatz-Seidenpapier versehen, darauf nochmals signiert und bezeichnet "Glöckner, Dresden A. 24".
WVZ Dittrich Z 456.

Blatt insgesamt etwas wellig und fingerspurig, im linken Darstellungsbereich sowie mit Mittel- und Hintergrund mit winzigen braunen Farbspritzern. Blattecken mit Reißzwecklöchlein. Verso unscheinbare Reste einer alten Montierung. Das Vorsatz-Seidenpapier knickspurig und eingerissen.

37,7 x 54,8 cm. 3.500 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
  KÜNSTLER
KatNr. 457 Eliezer
KatNr. 457 Eliezer

457   Eliezer "El" Lissitzky "Proun 1 A". 1921.

Lithographie auf ockerfarbenem, glatten (Werkdruck?) - Papier. Außerhalb der Darstellung u.re. im Stein kyrillisch betitelt "P 1 A". Unsigniert. Blatt zwei einer Folge von 11 Lithographien der Proun-Mappe von 1921. Gedruckt wohl Ende 1921 in Berlin, Drucker unbekannt.
Die Studie zu "Proun 1 A. Die Brücke", Gouache, 8,5 x 15 cm, wurde von El Lissitzky 1919 ausgeführt und befindet sich in der Sammlung des Ehepaars Eric E. Estorick, London.

Abgebildet in: Nisbet, Peter; Nobis, Norbert; Romanus, Peter: El Lissitzky 1890-1941. Retrospektive. Ausstellungskatalog Staatliche Galerie Moritzburg 1988. Halle, 1987. S. 98, KatNr. 37b, S. 100, Abb. 65.

Provenienz: Dresdner Privatbesitz, vormals Nachlaß Dr. Erhard Frommhold; Geschenk der zweiten Ehefrau El Lissitzkys Sophie Lissitzky-Küppers, mit welcher Dr. Frommhold als Cheflektor des Verlags der Kunst Dresden 1967 die Monographie zu El Lissitzky herausgab.

Für mündliche Informationen zu El Lissitzky danken wir Herrn Dr. Norbert Nobis, Hannover, sehr herzlich.

Insgesamt sind sechs vollständige Folgen der Proun-Mappe bekannt. Eine Folge befindet sich im Stedelijk Museum, Amsterdam, eine weitere im Museum of Modern Art, New York. Das Einzelblatt "Proun 1 A" ist auch Teil der Sammlung des British Museum, London (ehemals aus einer Folge von acht Lithographien aus dem Besitz des Künstlers und Herausgebers Maurice van Essche (1906-1977), 1979 bei Christie's versteigert).

Zur Datierung des Blattes (bzw. der Folge) gibt es verschiedene Angaben. Während das Stedelijk Museum und auch das MoMA die Arbeit in das Jahr 1920 datieren, verzeichnet das British Museum 1919. Der oben zitierte Ausstellungskatalog der Staatlichen Galerie Moritzburg nennt 1921 als Datierung, basierend auf den im Zuge der Ausstellungsvorbereitung neu gewonnenen Erkenntnissen. Zunächst ging die Forschung davon aus, dass die Blätter, welche El Lissitzky nicht als Edition drucken ließ, sondern vielmehr als leicht zu transportierendes Anschauungsmaterial zur Demonstration seiner Ideen verwendete, in Witebsk bzw. in Moskau gedruckt wurden. Nach Witebsk (heutiges Weißrußland) wurde der Künstler im Jahr 1919 als Leiter der Werkstatt für Grafik, Druck und Architektur der Kunsthochschule berufen; in Moskau war er von 1920-1921 Leiter der Höheren Künstlerisch-Technischen Werkstätten (Wchutemas). Ende des Jahres 1921 verließ El Lissitzky Rußland, um nach Berlin zu gehen, nicht aus politischen Gründen, sondern weil er sich dort bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen erhoffte. In Deutschland hatte er zudem auch deutlich bessere Druckmöglichkeiten.

Die Proune [Projekt für die Gründung neuer Formen in der Kunst, ausgesprochen 'Pro-un'] sind als dreidimensionale Weiterführung der suprematistischen Ideen K. Malewitschs zu sehen, dessen Anhänger El Lissitzky war. Peter Nisbet beschreibt den Proun als "Komposition aus mehreren, verschiedenen geometrischen Elementen, zwei- wie auch dreidimensionalen, die über eine flexionslose Grundfläche in einer Art verteilt sind, die sich den Erwartungen normaler (oder tatsächlich möglicher) räumlicher Beziehungen widersetzt". (Zitiert nach Nisbet, Peter; Nobis, Norbert; Romanus, Peter: El Lissitzky 1890-1941. Retrospektive. Ausstellungskatalog Staatliche Galerie Moritzburg 1988. Halle, 1987. S. 14).

Der Künstler selbst führte dazu aus:
" 'Proun' nannten sie die Station auf unserem Wege zu neuen Formen, die aus der Erde erwachsen, welche verbessert, gedüngt ist mit den Leichen von Bildern und ihrer Künstler. […] Die nichtkonstruktive Form bewegt sich nicht, steht nicht, sie fällt. Sie ist katastrophal. […] Die Konstruktion, aus dem Suprematismus erwachsen, bewegt sich in den Geraden und Kurven der Luft, sie führend im neuen Raum. 'Proun' baut auf ihm auf. 'Proun' veranlaßt uns, den neuen Körper zu schaffen. […] 'Proun' führt den Schaffenden von der Kontemplation in die Wirklichkeit. Während das Bild in sich vollendet zu Ende geführt ist, stellt jeder 'Proun' nur ein Glied in der Kette, eine kurze Haltestelle auf dem Wege zur Vollendung dar. 'Proun' verändert die Produktionsformen der Kunst. Er läßt den werkelnden Individualisten hinter sich, der im verschlossenen Kabinett seine Bilder auf der dreibeinigen Staffelei ausführt, von ihm allein begonnen und nur von ihm beendet. 'Proun' hingegen führt in den Schaffensprozeß eine Vielzahl von Produzierenden ein, erfaßt mit jeder Drehung des Radius ein neues schöpferisches Kollektiv. Die Persönlichkeit des Autors verschwindet in dem Werk, und wir sehen die Geburt eines neuen Stils nicht einzelner Künstler, sondern namenloser Autoren, die gemeinsam das Gebäude der Zeit meißeln". El Lissitzky, Unowis 1920-21 (Zitiert nach Sophie Lissitzky-Küppers: El Lissitzky. Proun und Wolkenbügel. Schriften, Briefe, Dokumente. Dresden, 1977. S. 21ff.).

Papier gebräunt, minimal lichtrandig, am o. und u. Blattrand etwas deutlicher. Außerhalb der Darstellung mit wenigen Stockflecken o.re. und einer Fingerspur u.li., zwei winzige bräunliche Fleckchen in der Darstellung li. Zwei Einrisse am oberen Blattrand (je ca. 10 mm), der linke Blattrand mit einem winzigen Einriß (ca. 3 mm). Blattecke o.re. und u.li. knickspurig, die u.li. deutlicher.
Blatt an den beiden oberen Ecken auf Untersatzkarton klebemontiert.

Darst. 17 x 30,2 cm, Bl. 35,5 x 45,5 cm. 12.000 €
Zuschlag 10000 €
  KÜNSTLER
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

464   Wolfgang Mattheuer "Abschied". 1966.

Farbige Kreiden und Gouache über Bleistift auf Velin. In Blei signiert "W. Mattheuer" und datiert u.re. Freigestellt im Passepartout montiert.

Vgl. dazu motivisch ähnlichen Arbeiten WVZ Koch/Gleisberg/Seyde 133 und 137 bzw. WVZ Koch/Grimm 174 und 175.

Im Entstehungsjahr dieser Arbeit hielt sich Mattheuer für mehrere Wochen in der ehemaligen Sowjetunion auf. Es ist nicht klar, ob er in diesem Bild den Abschied aus der DDR - den Aufbruch nach Russland also, oder den Abschied vor dort bei der Rückkehr nach Hause darstellt. In verdichteter Form zeigt er, was die spezifische Kommunikationssituation "Abschied" auszeichnet: Einen Ort auf der Welt, von dem man Abschied nimmt - hier symbolisiert durch einen beliebigen Abschnitt der gewölbten Erdoberfläche; den Anlass zum Abschiednehmen, die Reise, deren Verlauf der Zeichner mit den im Vordergrund verlaufenden Bahnschienen andeutet. Und zu guter Letzt, den Abschied nehmenden und die Verabschiedeten, für deren innere Verbundenheit Mattheuer ein besonders einfühlsames Bild gefunden hat: Die heute aus der Mode gekommene Geste, sich mit einem weißen Taschentuch zuzuwinken, baut er aus zu einer Umarmung der Dagebliebenen durch den Arm, die Hand und das Taschentuch des Reisenden. So schuf er eine geradezu emblematische moderne Vedute, die die romantische Idee des Abschieds als solchem transportiert.

Vereinzelt kleinste Fehlstellen an den weißen Linien der Gleise.Verso mit oberflächlichen Papierbereibungen am Blattrand u.

41,8 x 59,3 cm, Psp. 60 x 80 cm. 4.800 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 4000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 499 Emil Orlik
KatNr. 499 Emil Orlik
KatNr. 499 Emil Orlik
KatNr. 499 Emil Orlik
KatNr. 499 Emil Orlik
KatNr. 499 Emil Orlik
KatNr. 499 Emil Orlik
KatNr. 499 Emil Orlik
KatNr. 499 Emil Orlik
KatNr. 499 Emil Orlik
KatNr. 499 Emil Orlik

499   Emil Orlik "Kleine Holzschnitte. 1896 - 1899". 1920.

Farbholzschnitte und Holzschnitte auf China. Mappe mit 34 Arbeiten, diese jeweils im Stock monogrammiert, in Blei signiert und in den Original-Passepartouts montiert. Darauf handschriftlich fortlaufend wohl von Künstlerhand nummeriert. Mit einem Titelblatt, Druckvermerk, Inhaltsverzeichnis und Vorwort auf Bütten. Im Druckvermerk zu den Ausgaben handschriftliche Nummerierung sowie nochmalige Signatur in schwarzer Tusche "Emil Orlik". Eines von 100 Exemplaren der Ausgabe B (daneben existiert eine Vorzugsausgabe A, nummeriert I-XV). Verlag Neue Kunsthandlung Berlin, 1920. In der originalen Halbleinen-Kassette mit Elfenbeinschließen. Kassettendeckel innen von fremder Hand in Blei bezeichnet.
WVZ Kat. Galerie Glöckner 38-71, Mappe: 72.

Blätter stockfleckig, zum Teil stärker. Die oberen Blattecken überwiegend montierungsbedingt quetschfaltig. Passepartouts zum Teil etwas fingerspurig, stockfleckig und an den Ecken vereinzelt knickspurig, Ausschnitte vereinzelt mit Eckeinrissen. Kassette stockfleckig,außen angeschmutzt und kratzspurig, die Kassettenkanten bestoßen und in den Eckbereichen gerissen, innenliegendes Bindeband gekürzt.

Bl. min. 7,7 x 6,2 cm, Bl. max. 16 x 20 cm, Kassette: 30,5 x 24,8 x 2 cm. 3.800 €
Zuschlag 3200 €
  KÜNSTLER
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

627   Albert Wigand, Dresden - Lebensmittelgeschäft Brühlsche Gasse/ Ecke Terrassengasse. Um 1940.

Gouache über Kohle auf Zeichenkarton. In Tusche signiert u.re. "Wigand". Verso in Blei bezeichnet "Laden, Brühlsche Gass[e]".
WVZ Grüß-Wigand B1948/9, dort mit abweichender Datierung.

In den 1930er/ 40er Jahren schuf Albert Wigand zahlreiche Straßenszenen. Mit dem Blick in die Schaufenster des kleinen Lebensmittelgeschäfts hielt der Künstler ein lebendiges Stück des Alltagslebens in der Dresdner Innenstadt vor der Kriegszerstörung fest.

Abbildungsnachweis Fotografie: SLUB Dresden / Deutsche Fotothek, Heinz Märker

Malträger mit Knickspur (12 cm) u.li., wohl bereits vor dem Malprozeß vorhanden. Verso in den oberen Blattecken mit unscheinbaren Resten einer älteren Montierung.

20,8 x 29,7 cm. 2.600 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 2200 €
  KÜNSTLER
KatNr. 680 Madonna von Karmel. Südamerika, wohl Brasilien. Wohl 18. Jh.
KatNr. 680 Madonna von Karmel. Südamerika, wohl Brasilien. Wohl 18. Jh.
KatNr. 680 Madonna von Karmel. Südamerika, wohl Brasilien. Wohl 18. Jh.
KatNr. 680 Madonna von Karmel. Südamerika, wohl Brasilien. Wohl 18. Jh.
KatNr. 680 Madonna von Karmel. Südamerika, wohl Brasilien. Wohl 18. Jh.

680   Madonna von Karmel. Südamerika, wohl Brasilien. Wohl 18. Jh.

Holz, geschnitzt, farbig gefasst und partiell vergoldet sowie punziert und graviert. Eingesetzte Glasaugen.

Provenienz: Nachlass Prof. Gustav Fritzsche, Dresden.

Puttenköpfe wiederbefestigt. Jesusfigur, Madonnenkrone und kleines Skapulier fehlend. Fassung mit Fehlstellen und verbräuntem Überzug. Vereinzelte Retuschen, Wolkenkranz altüberfasst.

H. 31,5 cm, B. 15,6 cm. 2.400 €
Zuschlag 2000 €
KatNr. 684 Christian Daniel Rauch, Portraitbüste Johann Wolfgang von Goethe. Nach 1848.
KatNr. 684 Christian Daniel Rauch, Portraitbüste Johann Wolfgang von Goethe. Nach 1848.
KatNr. 684 Christian Daniel Rauch, Portraitbüste Johann Wolfgang von Goethe. Nach 1848.

684   Christian Daniel Rauch, Portraitbüste Johann Wolfgang von Goethe. Nach 1848.

Bronze, gegossen und dunkelbraun patiniert. Schauseitig bezeichnet "GOETHE". Verso auf dem Sockel das Gießereisignum im Model "Guss v. C. A. Bierling, Dresden." Bis 1922 existierte die 1848 von Christian Albert Bierling in Dresden gegründete Glockengießerei, welche sich ab den späten 1860er Jahren zunehmend mit der Herstellung von Kunstgüssen befasste.

Die Büste in Form einer Portrait-Herme nimmt ihren Ursprung in einem Tonmodell, welches der Berliner Bildhauer Christian Daniel Rauch im Jahr 1820 während eines Besuchs bei Goethe in Jena im Wetteifer mit Friedrich Tieck "a tempo" anfertigte. Es sollte als Vorlage für ein zwar letztlich nicht ausgeführtes Denkmal in Frankfurt am Main dienen, avancierte dennoch zu einem der bekanntesten Goethe-Abbilder.

Lit.: Bloch, P. [et al]: Ethos und Pathos, die Berliner Bildhauerschule, 1786 - 1914, Staatliches Museum Preußischer Kulturbesitz, Berlin, 1990, S. 208f, Nr. 174.

Sander, Ferdinand: "Christian Daniel Rauch, Goethe-Büste", www.uni-frankfurt.de/39022326/rauch-goethe-bueste.

Im Bereich des Halses und der linken Wangen deutlichere Kratzspuren. Punktuell Flüssigkeits- und Korrosionsspuren.

H. 63,5 cm. 1.900 €
  KÜNSTLER
KatNr. 686 Ernst Moritz Geyger
KatNr. 686 Ernst Moritz Geyger
KatNr. 686 Ernst Moritz Geyger
KatNr. 686 Ernst Moritz Geyger

686   Ernst Moritz Geyger "Bogenschütze". Um 1902.

Bronze, gegossen, schwarzbraun patiniert. Auf der naturalistischen Plinthe signiert "E.M.GEYGER FEC." An der Plinthe rückseitig mit der Gießereibezeichnung "AKT. GES. vorm. H. GLADENBECK u. SOHN BERLIN- FRIEDRICHSHAGEN." Auf geädertem, schwarzen Marmorsockel. Ausführung ohne Feigenblatt.

Kleinere Ausführung des Hauptwerks von Ernst Moritz Geyger von 1902. Drei überlebensgroße Ausführungen des Motives befinden sich am Dresdner Elbufer, im Schloßpark Sanssouci sowie vor dem Rathaus Hannover.

Bogen und Pfeil leicht verbogen, Sehne gerissen. Patinierung partiell oberflächlich berieben.

H. 36,8 cm (ohne Sockel). 2.400 €
Zuschlag 6000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 687 Gustav Weidanz
KatNr. 687 Gustav Weidanz
KatNr. 687 Gustav Weidanz

687   Gustav Weidanz "Weiblicher Torso mit erhobenen Armen" (Dritte Fassung). 1967.

Steinguß, getönt. Auf dem rückwärtigen Teil der runden Plinthe monogrammiert "W" und datiert.

Vgl. Eugen Blume / Roland März (Hgg.), Kunst in der DDR, Berlin 2003, Kat.Nr. 27, Abb. S. 133.

Jürgen Scharfe (et al.): Der Bildhauer Gustav Weidanz. 1889-1970. Ausstellungskatalog Staatliche Galerie Moritzburg Halle. Halle/Saale, 1990. S. 248, KatNr. 237.

Gustav Weidanz' figürliche Bronzen aus den fünfziger und frühen sechziger Jahren verdeutlichen sein Hauptaugenmerk auf Körperhaltung und Bewegungsrichtung. Bereits hier deutet sich eine Suche nach der grundlegenden Gestaltung der menschlichen Form an, welche Details zu Gunsten einer straffen Ordnung der Volumina vernachlässigt.
Das Prinzip des Weglassens findet im "Weiblichen Torso mit erhobenen Armen" seinen Höhepunkt - in Anlehnung an Aristide Maillol als Vorbild in Vereinfachung und Selbstständigkeit des Ausdrucks. Die geometrische, nahezu technisch wirkende Interpretation des weiblichen Körpers lässt einen Gegensatz zwischen perfekter Stilisierung der Form und uneben erscheinender Oberfläche aufgrund des Steingusses entstehen. Neben dem "Weiblichen Torso mit erhobenen Armen" in der dritten Fassung existieren eine erste Fassung mit gesenkten Armen aus dem Jahr 1966 in Bronze, H. 32,5 cm und eine zweite Fassung aus dem Entstehungsjahr der hier angebotenen Plastik in Steinguß, H. 70 cm.
Vgl. dazu Ausstellungskatalog Staatl. Galerie Moritzburg, KatNr. 235f.

Gußnaht sichtbar. Vereinzelt unscheinbare, horizontal verlaufende Trocknungsrisse. Weiße Farbspur an der rechten Brust und an der rechten Schulter.

H. 67,5 cm. 3.800 €
Zuschlag 4600 €
  KÜNSTLER
KatNr. 688 Gottfried Kohl
KatNr. 688 Gottfried Kohl
KatNr. 688 Gottfried Kohl

688   Gottfried Kohl "Sitzende". 1982.

Bronze, gegossen, schwarzbraun patiniert. Unsigniert. Auf einen weißen zylindrischen Steinsockel montiert. Ausgeformt in der Kunstgiesserei Luigi Lotito, Köln. Ohne Giesserei-Vermerk. Eines von max. drei Exemplaren.

Provenzienz: Aus dem Nachlaß des Künstlers, Freiberg.

Vgl.: Gottfried Kohl. Skulpturen, Zeichnungen, St. Goar/ Köln 1983, Abb. S. 48.

Während Freibergern und Chemnitzern die Plastiken Gottfried Kohls vor allem im städtischen Umfeld als Tierfiguren oder Brunnengestaltungen begegnen, widmet sich der Künstler im Bereich der Kleinplastik dem klassischen Akt.
In der stilistischen Nähe zu Gerhard Marcks erscheint die in Bronze gegossene "Sitzende" als äußerst schlanke Gestalt unter Betonung der vereinfachten Formen des weiblichen Körpers und einer strengen Linienführung. Geschlossene plastische Volumina gehen mit einer harmonischen Ausgewogenheit der Komposition einher und werden gleichzeitig durch die Spannung der überlängten Gliedmaßen ergänzt.
Die Figur entsteht aus einer klaren Akzentuierung der Vertikalen, die besonders in der Seitenansicht deutlich wird, wohingegen frontal die Parzellierung einzelner Flächen ins Auge fällt. Aus der Zergliederung des Körpers ergibt sich eine spannungsvolle Rhythmisierung der gedachten Linie vom spitzen Haarknoten hin zur ausgestreckten Fußspitze. Der leicht gesenkte Kopf mit geöffnetem Mund und der schmalen Nase trägt zum ruhigen, anmutigen Ausdruck der jungen Frauenfigur bei. Die Oberfläche ist mit kleinen Ritzungen versehen, die der Schraffur einer Zeichnung nahekommen. Von Gottfried Kohl existieren zahlreiche Aktzeichnungen, welche ebenfalls in der Betonung der Linie eine Konzentration auf der Wesentliche in Haltung und Gestus darstellen.

H. 58 cm (ohne Sockel), H. 65 cm (mit Sockel). 2.800 €
  KÜNSTLER
KatNr. 692 August Gaul
KatNr. 692 August Gaul
KatNr. 692 August Gaul

692   August Gaul "Kopf eines jungen Löwen". Um 1898.

Bronze, gegossen, grünlichbraun patiniert. Rückseitig am Nacken zwischen den Ohren signiert „A.GAVL“ [sic]. Ohne Gießereistempel. Posthumer Guß der Eisengießerei Pirner und Franz, Dresden.
Einer von wenigen, ausschließlich posthum ausgeformten Güssen.
WVZ Gabler 42.

Provenienz: Deutsch - französischer Privatbesitz, 1972 in der Gießerei Pirner und Franz Dresden erworben.

Der Verfasser des 1961 erschienenen ersten WVZ Angelo Walther bezeichnete dieses Modell als Teilabguß der Plastik "Junger Löwe" (WVZ Gabler 41). Entsprechend des WVZ Gabler handelt es sich jedoch eher um den Abguß eines Atelier-Modells einer nicht weiter ausgeführten anderen Arbeit, welche erstmals posthum für Paul Geipel hergestellt wurde. Geipel, Dresdner Kunstsammler, erwarb in den späten 1930er Jahre bei der Auflösung des Gaulschen Ateliers nach dessen Tod eine umfangreiche Sammlung aus dem künstlicherischen Nachlaß Gauls.
Vgl. Gabler, Josephine: August Gaul. Das Werkverzeichnis der Skulpturen. Berlin, 2007. S. 66.

Gußbedingt zwei Ausdübelungen.

H. 8, 3 cm. 2.800 €
Zuschlag 1800 €
  KÜNSTLER
KatNr. 715 Tafelservice „Burg Giebichenstein“ für sechs Personen. Marguerite Friedländer-Wildenhain für KPM Berlin. 1936 -1940.
KatNr. 715 Tafelservice „Burg Giebichenstein“ für sechs Personen. Marguerite Friedländer-Wildenhain für KPM Berlin. 1936 -1940.

715   Tafelservice „Burg Giebichenstein“ für sechs Personen. Marguerite Friedländer-Wildenhain für KPM Berlin. 1936 -1940.

Seladonporzellan, glasiert. 16-teilig, bestehend aus sechs Speisetellern, sechs Suppentellern, einer flachen Servierschüssel, einer Terrine, einer kleinen, ovalen Vorlegeplatte sowie einer Saucière. Die Fahnen, Wandungen und Deckel der Terrine mit einem zarten, flach reliefierten Rillendekor. Handhaben und Knauf der Terrine in Form gewölbter Scheiben. Unterseits die Manufakturmarke in Unterglasurblau, überwiegend mit einem Schleifstrich sowie der Zusatzstempel Burg Giebichenstein in Unterglasurgrünbraun sowie die Jahres- und Monatsmarken. Entwurfsjahr 1930/32.

Bezeichnend für Friedlaenders Entwurf ist einerseits die Entwicklung einer modernen, auf wenige geometrische Formen reduzierten Formensprache, andererseits die dem neuzeitlichen Anspruch gerecht werdende Beschränkung auf wenige Serviceteile.
Das einzige zierende Element, ein feiner, plastisch gearbeiteter Rillendekor "stammte aus dem Formenschatz der handwerklichen Keramik: Er entsprach der kreisförmigen Profilierung, die das Modellierholz beim Drehen von keramischen Gefäßen hinterläßt. "

Lit.: Weber, K. [Hrsg.]: Keramik und Bauhaus, Berlin 1989, S. 162, Abb. S. 190.

Vereinzelt minimale Kratzspuren in der Glasur. Vereinzelte Materialunregelmäßigkeiten aus dem Herstellungsprozess. Die Terrine am Mündungsrand mit einem Brandriss unter der Glasur.

Terrine und Servierschüssel D. 25 cm, Vorlegeplatte L. 28,5 cm, Saucière D. 13,5 cm, Suppenteller D. 24,5 cm, Speiseteller D. 25 cm. 2.200 €
Zuschlag 2000 €
  KÜNSTLER
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