953 Paar Kerzenleuchter aus der Dresdner Hofsilberkammer. Carl David Schrödel. Um 1770.
Carl David Schrödel 1711 Dresden? – 1773 ebenda?
Kurfürst Friedrich August III. von Sachsen / I. Kö 1750 Dresden – 1827 ebenda
Silber, gegossen und getrieben. Balusterförmiger, fünffach facettierter Schaft auf flach glockenförmigem Rundstand und schlanker Tülle mit ausgestelltem, wellig gekniffenem Mündungsrand. Tülle, Schaft und Stand mit lanzettförmigem Blattdekor in Flachrelief. Jeweils am Fuß mit dem Beschauzeichen Dresden, Ende 18. Jh. (Rosenberg 1679) sowie der Meistermarke Carl David Schrödels (Rosenberg 1806). Im Stand innenwandig jeweils mit graviertem, ligiertes Monogramm "FA" Friedrich Augusts III.,
...
Kurfürst, ab 1806 König von Sachsen, Nummerierung "8" bzw. "19", Tremolierstich sowie Gewichtsangabe "1. M[a]r[k]: 2 l[o]t: 1 q[u]e[nt]: 2. d [Pfennig]:" bzw. "1. M[a]r[k]: 2 l[o]t: – q[u]e[nt]: – d [Pfennig]:"
Provenienz: Privatsammlung Dresden; Kunsthandel Dresden.
Ein Satz von 12 identischen Kerzenleuchtern wird bewahrt in: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Grünes Gewölbe, InvNr. 1994/2 – 1994/13.
Vgl. ein weiteres Exemplar in: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kunstgewerbemuseum, InvNr. 36915.
Die Leuchter stammen aus der Dresdner Hofsilberkammer, welche 124 von diesen Exemplaren besaß. Sie sind im 1774er Inventar, S. 592 – 594, aufgeführt und werden im 1880er Inventar (O'Byrn) benannt als "124 glatt faconnirte Spielleuchter, gezeichnet [FA], mit Monogramm: C.D.S.".
Vgl.:
Inventar der Hofsilberkammer, Dresden 1774, Sächsisches Staatsarchiv, 10006 Oberhofmarschallamt, Nr. T 11, Nr. 042.
Friedrich August Freiherr O'Byrn: Die Hof-Silberkammer und die Hofkellerei zu Dresden, Dresden 1880, S. 148.
Ulli Arnold: Dresdner Hofsilber des 18. Jh., Publikation der Kulturstiftung der Länder und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Berlin / Dresden 1994, S. 38 ff.
Wir danken Frau Dr. Ulrike Weinhold, Dresden, für freundliche Hinweise.
> Mehr lesen
Beide Leuchter insgesamt mit feinen Kratz- und Polierspuren. "Nr. 8" im Bereich der Tülle und Mündungsrand der Tülle mit einigen Kratzern, am Fuß insbesondere im Bereich der Lanzettblätter mit vereinzelten leichten Druckspuren, der Stand mit ganz unscheinbaren Dellen. "Nr. 19" mit Kratzspuren im Bereich des Mündungsrands der Tülle, am Fuß im Bereich zweier Lanzettbläter mit horzontaler Kratzspur (ca. 2 cm), der Stand mit leichten Dellen.
< Weniger lesen
H. 17,5 cm, D. Fuß 11,5 cm, 284 g / H. 17,5 cm, D. Fuß 11,5 cm, 278 g.