HIGHLIGHTS

AUKTION 73 17. September 2022

001   Antonio Diziani (zugeschr.), Italienische Landschaft mit Reitern vor einem Wirtshaus. Wohl Spätes 18. Jh.

Antonio Diziani 1737 Venedig – nach 1797 Venedig

Öl auf grober Leinwand. Unsigniert. Verso auf dem Bildträger bezeichnet "Early Zacherelli" [sic]. Auf dem Keilrahmen mit den Resten eines Papieretiketts, darauf in Feder bezeichnet "Zacherelli", zudem mit schablonierten Nummerierungen "GY675" und "YC036" sowie weitere Annotationen in Kreide und Blei. In einem über rötlichem Bolus mattvergoldeten Kassettenrahmen mit Eierstabfries und Sichtleiste mit Palmettenblattfries des 18. Jh. gerahmt.

Provenienz, Christie's, London, Sale 7981,
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48,5 x 64 cm, Ra. 62 x 77 cm.

Schätzpreis
4.000 €
Zuschlag
3.000 €

013   Friedrich Otto Georgi, Blick auf Schloss Siebeneichen bei Meißen. 1855.

Friedrich Otto Georgi 1819 Leipzig – 1874 Dresden

Öl auf Leinwand, nachträglich auf Sperrholz montiert. Signiert "Otto Georgi" und datiert u.li. Verso o.li. zwei Papieretiketten, eines mit typografischer Widmung "Als Geschenk für einen guten und mir sehr lieben Dinst. / R. Münzberg.", das andere handschriftlich in schwarzem Faserstift künstlerbezeichnet, datiert und betitelt (mit Korrektur des Titels). In einer vergoldeten, profilierten Leiste gerahmt.

Georgi ist für seine orientalischen Bilder bekannt, widmete sich aber auch der
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48 x 65 cm, Ra. 56,7 x 74,4 cm.

Schätzpreis
4.000 €
Zuschlag
2.900 €

020   Wladimir Jettel, Blick auf Burg Hohnstein in der Sächsischen Schweiz. 1879.

Wladimir Jettel 1843 Janowitz (Mähren) – 1910 (?)

Öl auf Leinwand. In Rot signiert "W. Jettel" und datiert u.re. Verso am Keilrahmen angeschraubter Rückseitenschutz (säurefreie Wellpappe). In einer breiten, prachtvollen, goldfarbenen Stuckleiste gerahmt.

Restaurierter Zustand. Leinwand verso mit Spuren von durchgedrungenem Bindemittel und leichte Deformationen aufgrund geringer Bildspannung. Malschicht mit ausgeprägtem Alterskrakelee. Kleine rahmungsbedingte Farbverluste in den Ecken. Retuschen im Bereich des Himmels, insbesondere in der re. Bildhälfte. Weitere kleinteiligere Retuschen auf der Bildfläche verteilt. Rahmen mit Rissen in der Fassung sowie mit unscheinbaren Oxidationsflecken.

51 x 67 cm, Ra. 80 x 96 cm.

Schätzpreis
4.000 €

027   Johanes Nepomuk Vipauz, Stillleben mit Steinpilzen und grünem Täubling. 1850.

Johanes Nepomuk Vipauz Erste Erw. Gorizia (Gorica, Görtz) – letzte Erw. Wien

Öl auf papierkaschierter Malpappe. Geritzt signiert "J. N. Vipauz" und ausführlich datiert "Feb. 1850" u.li. Verso mit Nummerierungen "II" sowie "16827" von fremder Hand. In einer furnierten Holzleiste mit ebonisierter Wellenband-Sichtleiste gerahmt.

Das vorliegende Gemälde diente eventuell dem Grazer Künstler Vincenz Kreuzer (1809–1888) als motivische Vorlage, sein 1870 entstandenes Gemälde "Schwämme", Öl auf Holz, 27 x 35 cm, im Oktober 1870 im Kunstverein Graz ausgestellt,
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29,1 x 36,5 cm, Ra. 37,4 x 47,7 cm.

Schätzpreis
4.800 €
Zuschlag
4.000 €

047   Karl Buchholz, Vorfrühling im Weimarer Webicht. 2. Hälfte 1880er Jahre.

Karl Buchholz 1849 Schlossvippach/Kreis Sömmerda – 1889 Oberweimar

Öl auf Leinwand. Signiert "K. Buchholz" u.re. In einer breiten goldfarbenen Profilleiste gerahmt, auf der u. Leiste mittig montiert eine gravierte Metallplakette mit Namen und Lebensdaten des Künstlers.

Mit einem schriftlichen Gutachten von Frau Dr. Gerda Wendermann, Weimar.

Karl Buchholz gilt als wichtiger Vertreter der Weimarer Malerschule, deren künstlerische Auffassung stark in der Tradition der Schule von Barbizon verhaftet ist. Der Einfluss der französischen
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56,4 x 44,5 cm, Ra. 70,5 x 58,5 cm.

Schätzpreis
3.000 €
Zuschlag
7.000 €

053   Ferdinand Dorsch "Am Bücherschrank" (Im Ledertapetensaal von Schloss Weesenstein). 1914.

Ferdinand Dorsch 1875 Fünfkirchen/Ungarn – 1938 Dresden

Öl auf Mahagoni-Tafel. In der o.li. Ecke signiert "F. DORSCH DRESDEN", ortsbezeichnet "WEESENSTEIN" und datiert. Verso auf der Holztafel nochmals signiert "FERD. DORSCH", mit Adressangabe "Dresden Am Terrassenufer 27" sowie betitelt und in der u.re. Ecke datiert. Mit zwei bezeichneten Etiketten, das ältere von einer Dresdner Kunsthandlung stammend. In einem hochwertigen Kassettenrahmen mit Flammleistenprofil und vergoldeter innerer Leiste gerahmt.

Vgl. eine motivgleiche, jedoch
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50 x 39 cm, Ra. 59,5 x 50 cm.

Schätzpreis
6.000 €
Zuschlag
5.000 €

071   Josef Hegenbarth "Liegender Wolf". Um 1936.

Josef Hegenbarth 1884 Böhmisch Kamnitz – 1962 Dresden-Loschwitz

Öl auf Malpappe. Signiert in Feder "Jos. Hegenbarth" o.re. Verso o.re. ein in den 1960er Jahren von Hanna Hegenbarth ergänztes Etikett mit den Lebensdaten des Künstlers, in Blei mit der Werkverzeichnis-Nr. und abweichenden Maßangaben versehen. Die WVZ-Angabe nochmals von fremder Hand in Violett auf der Rückwand des Rahmens sowie in Kugelschreiber auf dessen li. Leiste, dort ebenfalls die Lebensdaten des Künstlers. In einem breiten goldfarbenen Kassettenrahmen mit schräg ansteigender ...
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27,5 x 38,3 cm, Ra. 51,5 x 62,7 cm.

Schätzpreis
6.500 €
Zuschlag
5.500 €

* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.

106   Paul Wilhelm "Kleine Lößnitzlandschaft (Blick auf das Elbtal)". 1930.

Paul Wilhelm 1886 Greiz – 1965 Radebeul

Öl auf Malpappe. Signiert "P. Wilhelm" und datiert u.li. Verso mittig nochmals signiert. In der o.re. Ecke von zwei verschiedenen Händen in Tusche und Graphit betitelt. Unterhalb der Signatur nochmals in Blau betitelt "Blick aufs Elbtal" und datiert. Mehrfach handschriftlich sowie typografisch auf einem Papieretikett nummeriert. In einer schmalen, profilierten, silberfarbenen Leiste gerahmt.

Ränder des Bildträgers etwas ungerade geschnitten, im Falzbereich gestaucht und bestoßen, partiell mit kleineren Materialverlusten. Zwei Löchlein aus dem Werkprozess in den o. Ecken. Mehrere malerische Retuschen (von Künstlerhand ?) im Himmel sowie an zwei Ecken. Die Pappe verso leicht atelierspurig mit oberflächlichem Abrieb. Die Malschicht im Falzbereich mit unscheinbaren Schnittkerben u.Mi. und entlang der re. Kante.

29 x 34 cm, Ra. 31,5 x 36,5 cm.

Schätzpreis
2.800 €
Zuschlag
4.200 €

107   Paul Wilhelm "Dresdner Ruinen". 1946/1947.

Paul Wilhelm 1886 Greiz – 1965 Radebeul

Öl auf Leinwand. Unsigniert. Verso auf dem Bildträger in blauem Faserstift von Prof. Dr. Werner Schmidt, Dresden, betitelt, datiert und bezeichnet "Aus Nachlaß von / Paul Wilhelm / f.d.R. [für die Richtigkeit] / Werner Schmidt".

Bildträger verso mit vereinzelten weißen Grundierungsspuren. Unscheinbare eingebettete Farbscholle (leicht erhaben) aus dem Werkprozess re.Mi. sowie bräunliches Fleckchen im Himmel Mi. Maltechnikbedingt unterschiedlicher Oberflächenglanz. Keilrahmen erneuert.

36,4 x 50 cm.

Schätzpreis
2.500 €
Zuschlag
2.200 €

126   Charles Crodel, Im Garten (des Künstlers?). Wohl um 1970.

Charles Crodel 1894 Marseille – 1973 München

Öl auf Leinwand. Signiert u.re. "Ch. Crodel". Verso u.li. auf Leinwand und Keilrahmen zweifach bezeichnet "KNr. 72" sowie o.re. nummeriert "0262". In einer schmalen Buchenholzleiste gerahmt.
Nicht im WVZ Lehmann.

Eine kleine unauffällige Leinwanddeformationen o.re. sowie eine weitere unscheinbare am li. Rand Mi.

97 x 130, Ra. 103 x 136 cm.

Schätzpreis
3.200-4.000 €

135   Hermann Glöckner, Blumen für Frieda. 1947.

Hermann Glöckner 1889 Cotta/ Dresden – 1987 Berlin (West)

Tempera auf Hartfaser, von Künstlerhand mit Bootslack überfasst. Verso mittig signiert "Glöckner", zweifach mit dem Adress-Stempel des Künstlers sowie in Kugelschreiber mit einer Widmung des Künstlers in Kugelschreiber "Für Frieda etwa 1950" versehen. Am u.re. Rand von Künstlerhand bezeichnet und datiert "Bootslack 180972", am o.re. Rand zweifach von Künstlerhand (?) zum Teil unleserlich datiert "16….47" sowie "16.II.47 (07)". U.Mi. ein maschinenschriftliches Etikett des Künstlers ...
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45 x 37,5 cm, Ra. 47,6 x 40 cm.

Schätzpreis
9.500 €
Zuschlag
20.000 €

* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.

164   Hans Jüchser, Stillleben mit Sonnenblumen und Obstschale. 1938/1959.

Hans Jüchser 1894 Chemnitz – 1977 Dresden

Öl auf Leinwand. Signiert "Jüchser" und datiert u.re. Verso mit einer verworfenen Arbeit. In einem weiß und grau lasierten Kassettenrahmen des Künstlers gerahmt.
Nicht im WVZ Schmidt.

Vgl. motivisch: "Sonnenrosen", Späte 1930er Jahre, Öl auf Leinwand, 93 x 65 cm, Schmidt Kunstauktionen Dresden, 71. Kunstauktion, KatNr. 53.

Mit der Arbeit an dem vorstehenden Gemälde begann Hans Jüchser bereits in seiner frühen Schaffensphase vor Beginn des Zweiten Weltkrieges. Erst
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55,5 x 67,8 cm, Ra. 72 x 84,5 cm.

Schätzpreis
5.000-6.000 €
Zuschlag
4.000 €

* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.

183   Wilhelm Müller, Konstruktiv – Vierfach gefeldert und Diagonale. 1971– 1975.

Wilhelm Müller 1928 Harzgerode – 1999 Dresden

Tafel. Metallic-Dispersionsfarbe über Baumwollkordel und Draht auf Hartfaser. Verso silbergrau gestrichen, in die Farbe geritzt zweifach ligiert monogrammiert "WM" und datiert. In einer silberfarbenen Schattenfugen-Metallleiste des Künstlers schraubmontiert gerahmt.

Zur Werkgruppe der konstruktiven Tafeln vgl. auch "Konstruktive Tafel", 1989, Dispersionsfarbe und Kordel auf Hartfaser, 140 x 125 cm. Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister, InvNr. 90/60.

Malschicht am u.re. Rand mit kleiner Retusche (D. 3 mm). Eine winzige Druckstelle o.li. unterhalb der Diagonalen.

60,8 x 83 cm, Ra. 61,4 x 83,6 cm.

Schätzpreis
4.000-5.000 €
Zuschlag
3.500 €

* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.

184   Rudolf Nehmer, Stillleben mit Aloe Vera vor Ruinen. Wohl um 1947/1948.

Rudolf Nehmer 1912 Bobersberg – 1983 Dresden

Öl auf Hartfaser, verso grundiert und ganzflächig matt dunkelgrün bemalt. In Sütterlin signiert u.re. "Nehmer". In einer profilierten Holzleiste gerahmt, darauf verso ein nummeriertes Papieretikett von Jeschke, Hauff & Auvermann, Berlin.

Vgl. motivisch "Natur und Menschenwerk" 1947, Öl auf Holz, 129 x 47 cm, abgebildet im Katalog zur Ausstellung "Rudolf Nehmer zum 100. Geburtstag", hrsg. von Voigt & Voigt, Dresden 2012, S. 72.

Wir danken Frau Gundula Voigt, Dresden, für freundliche Hinweise.

Bildträger verso mit vereinzelten Kratzspuren und leicht fleckig. Leichte rahmungsbedingte Deformierungen, Farb- sowie Materialverluste im Falzbereich, insbesondere an o.li. Ecke, im gerahmten Zustand nicht sichtbar. Malschichtoberfläche mit wenigen winzigen braunen Flecken o.Mi. sowie u.li.

54,7 x 36,8 cm, Ra. 65 x 47 cm.

Schätzpreis
3.000 €
Zuschlag
2.500 €

230   Nachlass Martin Pietzsch – Das Künstlerhaus Dresden.

James Aurig 1857 Guben – 1935 Dresden-Blasewitz
Martin Pietzsch 1866 Blasewitz – 1961 Dresden
Richard Pietzsch 1872 Blasewitz – 1960 München

Seit seiner Fertigstellung im Jahr 1898 bildete das Loschwitzer Künstlerhaus von Martin Pietzsch ein künstlerisches Zentrum der Stadt. Aus dem Wunsch heraus, bezahlbaren Raum für Künstler zu schaffen, entstanden hier neben 16 Ateliers auch 12 Wohnungen. Pietzsch erwarb hierfür ein Grundstück, das dem Vater Hans Ungers gehörte. Nach einem Brand 1904 wurde das Gebäude restauriert und leicht umgebaut.
Im Künstlerhaus lebten u.a. Max Pietschmann, Hermann Prell, Sascha Schneider, Joseph
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231   Aufsatzschrank. Martin Pietzsch für Deutsche Werkstätten für Handwerkskunst GmbH, Dresden. 1908.

Deutsche Werkstätten Hellerau 1898 – Dresden
Martin Pietzsch 1866 Blasewitz – 1961 Dresden

Rüster sowie Rüster-Furnier. Perlmutt-Intarsien. Dreiteiliger Korpus. Abnehmbarer, hochrechteckiger Aufsatz, eintürig, mit abgerundeten Kanten und seitlich mittig sitzendem Schloss. Das Eingerichte mit sechs Einlegern. Mittlerer Teil hervorkragend, einschübig, die Handhaben vertieft gearbeitet. Der Untersatz hervorkragend mit schwarzem Marmorsegment als Ablagetisch. Unterteil mit einer Fronttür, deren Schloss in der Mitte. Tür des Oberteils mit intarsiertem Klötzchenfries, begleitet von ...
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H. 222 cm, B. 93 cm., T. 60,5 cm.

Schätzpreis
3.200-5.000 €
Zuschlag
3.400 €

293   Sascha Schneider, Entwurf für einen Wandfries in der Neuen Gemäldegalerie Dresden (Kränzetragende und tanzende Männer mit Aussparung für eine Tür mittig). 1917– 1918.

Sascha Schneider 1870 St. Petersburg – 1927 Swinemünde
Martin Pietzsch 1866 Blasewitz – 1961 Dresden
Oskar Pusch 1877 Dresden – 1970 ebenda

Deckfarben auf Karton, auf einen Keilrahmen montiert. Unsigniert. In einer schmalen, grau gefassten Holzleiste gerahmt.
Nicht im WVZ Starck, vgl. jedoch den" Entwurf für Gemälde der neuen Gemäldegalerie Dresden (Girlandenhaltende Männer mit Aussparung für eine Tür in der Mitte)", 1917–18, Aquarell, 27 x 65 cm, WVZ Starck A 026 sowie "Kränzeflechtende Mädchen", 1917–18, Öl auf Pappe, 78 x 280 cm, WVZ Starck S 094.

Provenienz: Nachlass Martin Pietzsch.

Die Studien
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BA. 61,8 x 262,4 cm, Ra. 69,8 x 270,4 cm.

Schätzpreis
5.000-6.000 €
Zuschlag
5.500 €

421   Max Schwimmer, Südtiroler Landschaft bei Oberbozen. 1920.

Max Schwimmer 1895 Leipzig – 1960 ebenda

Aquarell auf braunem, wolkigen Papier. O. re. in Blei signiert "M. Schwimmer" (Stern) und datiert. Am o. Blattrand vollrandig auf Untersatzpapier klebemontiert.

Provenienz: Norddeutscher Privatbesitz, 1972–1993 Leihgabe in der Kunsthalle Rostock, 1971 erworben im VEB Versteigerungs- und Gebrauchtwarenhaus Leipzig.

Expressive, farbgewaltige Arbeit, welche während eines Studienaufenthalts Max Schwimmers gemeinsam mit Rüdiger Berlit und Oskar Behringe in Oberbozen von Dezember 1920 bis Januar 1921 entstand.

Am o. Blattrand montierungsbedingt leicht wellig. Lichtrandig und leicht gebräunt.

23,1 x 34,1 cm, Unters. 38,5 x 49 cm.

Schätzpreis
2.400-3.000 €
Zuschlag
2.000 €

* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.

494   Hermann Glöckner "Keil nach links in Schwarz und Weiß". 1968– 1974.

Hermann Glöckner 1889 Cotta/ Dresden – 1987 Berlin (West)

Kaseintempera und Faltung auf wolkigem Papier. Verso u.re. in Kugelschreiber signiert "Glöckner", bezeichnet "Faltgrafik" und datiert 1968–74".

Der re. und o. Blattrand mit sehr leichten Knick- und Knitterspuren, im Gesamteindruck unscheinbar. O. Blattrand mit zwei winzigen Einrissen (0,2 cm) und einem kleineren Einriss (1,3 cm). Am re. Blattrand im Bereich der mittigen horizontalen Faltung ein Einriss (1,5 cm). Im Bereich der Tempera u.re. vereinzelt mit Bereibungen, im Keil o.Mi. mit vereinzelten leichten Druckspuren.

49,8 x 36 cm.

Schätzpreis
7.000-8.000 €
Zuschlag
10.000 €

* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.

660   Chu Teh-Chun, Ohne Titel (Grün-Gelb-Grau). Späte 1980er / frühe 1990er Jahre.

Chu Teh-Chun 1920 Bautu, Xiao – 2014 Paris

Farblithografie auf leichtem, chamoisfarbenen Büttenkarton. In Blei zweifach signiert "CHU TEH-CHUN." u.re.

Im weißen Rand sehr vereinzelt unscheinbar wellig, ein leichter Griffknick am re. Blattrand Mi.

St. 50 x 66,5 cm, Bl. 60 x 80 cm.

Schätzpreis
3.000 €

* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.

661   Chu Teh-Chun, Ohne Titel (Rosa-Rot-Grau). Späte 1980er / frühe 1990er Jahre.

Chu Teh-Chun 1920 Bautu, Xiao – 2014 Paris

Farblithografie auf leichtem, chamoisfarbenen Büttenkarton. In Blei zweifach signiert "CHU TEH-CHUN." u.re.

Die Blattecke u.re. mit kleiner, unscheinbarer Knickspur.

St. 66 x 50 cm, Bl. 80 x 60 cm.

Schätzpreis
2.400 €

* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.

720   Werke aus der Sammlung Stefan Heinemann

Stefan Heinemann 1951 Mönchengladbach – lebt in Dresden

Stefan Heinemann (geb. 1951 in Mönchengladbach) stammt aus einer kunstaffinen Familie und begeisterte sich bereits in seiner Jugend für die zeitgenössische Kunst. Sein Studium der Rechtswissenschaften und der Kunstgeschichte führte ihn nach Würzburg, Wien und München. Seit 1991 lebt er, unterbrochen von einem dreieinhalbjährigen Venedig-Aufenthalt 2018–2021, in Dresden und engagierte sich u.a. im Förderverein Festspielhaus Hellerau und Verein der Freunde des Kupferstich-Kabinetts ...
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723   Norbert Bisky "Selbstläufer". 2004.

Norbert Bisky 1970 Leipzig

Farboffsetdruck auf leichtem, weißen Büttenkarton. In Blei u.Mi. betitelt, monogrammiert sowie ausführlich datiert "17.3.2004", u.re. bezeichnet "e.a.". Künstlerabzug vor der Auflage von 25 Exemplaren. Hinter Glas in einem Aluminium-Wechselrahmen gerahmt.

In Biskys Werk spielt das Strandleben eine prominente Rolle, so auch in einer Reihe von Aquarellen aus den Jahren 2004 bis 2006. Wie auf Skizzenblättern erscheinen dort kleine Figuren, einzeln oder in Gruppen, ohne konkrete
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Darst. 31,5 x 63,5 cm, Bl. 60 x 80 cm. Ra. 61 x 81 cm.

Schätzpreis
4.400-5.000 €
Zuschlag
5.500 €

* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.

728   Eberhard Göschel, Freibeuter II. 2016.

Eberhard Göschel 1943 Bubenreuth – lebt in Dresden

Öl auf Leinwand. Geritzt signiert "EGöschel" und datiert u.re. Verso auf dem Keilrahmen o.re. die gestempelte Nummerierung "12".

Ausgestellt in: "Ich bin nicht meine Zielgruppe." Die Sammlung Stefan Heinemann, Kunsthaus Dresden, 2017.

Bildträger in den u. Ecken leicht deformiert, ein längliches Loch (ca. 0,7 cm) am Bildrand Mi.li., werkimmanent.

60 x 80 cm.

Schätzpreis
4.200-5.000 €
Zuschlag
3.500 €

* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.

764   Victor Heinrich Seifert "Die Trinkende". Um 1910.

Victor Heinrich Seifert 1870 Wien – 1953 Berlin

Bronze, gegossen, goldbraun sowie partiell dunkelbraun patiniert. Auf der Plinthe signiert "Prof. V. Seifert". Auf einen Mamorsockel montiert.

Die Jugendstil-Figur gehört zu den bekanntesten Entwürfen Victor Heinrich Seiferts, der sich neben Genrefiguren vor allem als Bildhauer für Denkmäler einen Namen machte. "Die Trinkende" wurde in mindestens vier Größen ausgeformt.

Vgl. Harold Berman, Bronzes. Schulptors & Founders 1800–1930, Bd. 1, Chicago 1974, S. 27, Nr. 152.

Patinierung verso mit vereinzelten Verfärbungen, am li. Bein mit einer vertikalen Laufspur. Marmorsockel mit einer Bestoßung an der o.li. Kante (ca. 2,5 x 2 cm) sowie einer minimalen an der vorderen li. Ecke.

H. 63 cm, H. mit Sockel 72,2 cm.

Schätzpreis
2.400 €
Zuschlag
2.800 €

767   Otto Poertzel "Der Gefangene Vogel". Um 1925/1930.

Otto Poertzel 1876 Scheibe-Alsbach – 1963 Coburg

Bronze, gegossen, poliert, mit Resten einer goldbronzefarbenen Fassung. Plinthe montiert, auf der Oberseite signiert "Prof. POERTZEL".

Die Skulptur zeigt die deutsche Tänzerin und Schauspielerin Niddy (Luise) Impekoven (1904 Berlin – 2002 Bad Ragaz, Schweiz) in ihrer Rolle als "Gefangener Vogel". In dieser Choreografie zu Musik von Bruno Hartl (1880–1939) verarbeitete Niddy Impekoven, welche neben Mary Wigman und Valeska Gert zu den bedeutendsten Vertreterinnen des frühen
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H. 49,7 cm, B. 43,8 cm. Gew. 11 kg.

Schätzpreis
2.200 €
Zuschlag
2.800 €

778   Gottfried Kohl, Liegende. 2008.

Gottfried Kohl 1921 Freiberg – 2012 ebenda

Bronze, gegossen, dunkelbraun patiniert. Rückseitig am Oberarm monogramiert "K" und datiert.
Nicht im WVZ Fröhlich-Schauseil (online), siehe jedoch motivisch vergleichbare Arbeiten unter WVZ Förhlich-Schauseil WVZ 155, 156, 246 und 250.

Verso ein kleines Loch für eine Sockelmontierung.

L. 88 cm, H. 23 cm.

Schätzpreis
2.800-3.200 €
Zuschlag
2.400 €

791   "Sultan auf Elefant". Wohl Johann Joachim Kaendler und Peter Reinicke für Meissen. Um 1750.

Johann Joachim Kaendler 1706 Fischbach/Dresden – 1775 Meißen
Charles de Ferriol 1652 ? – 1722

Porzellan, glasiert und in polychromen Aufglasurfarben in Außerhausmalerei eines Meissner Manufakturmalers staffiert sowie goldgehöht. Im Nacken des Elefanten ein Afrikaner als Mahaut. Verso am Bauch des Tieres Schwertermarke und Glasurzeichen in Unterglasurblau, geritzte Formnummer "67019"sowie Bossierernummer "134" mit Jahreszeichen.
Ausformungsjahr: 1985.

Es liegen leider keine zeitgenössischen Quellen darüber vor, ob dieser "Sultan auf Elefant" von Johann Joachim Kaendler und
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H. 26 cm, L. 29,4 cm.

Schätzpreis
3.000 €
Zuschlag
2.500 €

817   Umfangreiches Speiseservice für zwölf Personen mit Blumenmalerei in der Manier von Julius Eduard Braunsdorf. Meissen. Mehrheitlich vor 1924.

Julius Eduard Braunsdorf 1841 Niederfähre bei Meißen – 1922 Meißen

Porzellan, glasiert und mit polychromem Aufglasurfarben sowie partiell in Gold staffiert. Serviceform "Ozier-Relief". Naturalistische Blumenmalerei mit Schmetterlingen. 75teilig, bestehend aus 24 Speise-, zwölf Suppen-, zwölf kleineren und sechs Desserttellern, drei Saucieren, kleiner Terrine mit Löffelausschnitt, Senftöpfchen, runde Deckelschale mit Amorette, ovaler Terrine, ovaler Platte, Fischplatte, zwei Schalen, flacher Schale, zwei verschiedenen eckigen Schalen sowie einer Schale mit ...
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Terrine L. 37,2 cm, Deckelschale L. 34 cm, kleine Terrine L. 27 cm, Sauciere L. 26 cm, ovale Platte L. 50 cm, Senftöpfchen H. 11 cm, Teller D. 25,5 / 22,4 / 21,3 cm.

Schätzpreis
6.500 €
Zuschlag
9.500 €

818   Speiseservice "Reicher Drache, rot" für zwölf Personen. Meissen. 1953.

Porzellan, glasiert und in Eisenrot und Gold staffiert, die Ränder mit Goldfaden. 63–teilig, bestehend aus zwölf Speisetellern, zwölf Suppentellern, zwölf Abendbrottellern sowie zwölf Desertellern, einer großen ovalen Terrine, vier ovalen Platten, zwei runden Schale, zwei ovalen Schalen, zwei viereckigen Schalen, zwei Saucièren sowie ein Salz- und ein Pfeffernäpfchen. Serviceform "Neuer Ausschnitt". Am Boden jeweils die Schwertermarke in Unterglasurblau, Pressnummer mit Jahreszeichen ...
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Terrine H. 30,3 cm, L. 36,5 cm, Teller D. 25,8 cm / 22 cm / 16,3 cm / 24 cm (tief), Platten L. 42,5 cm / 35,7 cm , Schalen D. 24,7 cm / L. 27,2 cm, 26,7 x 27 cm, Saucieren L. 24 cm, H. 10,3 cm, Salz- und Pfeffernäpfchen D. 4,9 cm, H. 2,7 cm.

Schätzpreis
6.000-7.000 €
Zuschlag
12.000 €

861   Großes neoklassizistisches Kernstück mit Tablett. A. Cesa S. C., Alessandria, Italien. 1944– 1968.

A. Cesa S. C., Alessandria, Italien 1882 Gründung

800er Silber. Fünfteilig, bestehend aus Kaffeekanne, Teekanne, Sahnegießer, Zuckerdose und Tablett mit zwei Handhaben. Kaffee- und Teekanne mit rückseitig scharniertem Klappdeckel, die Henkel mit Beinisolierung. Zucker und Sahnegießer innen vergoldet. Vasenförmige Korpi mit hochgezogenen Henkeln über eingezogenem Fuß. Wandungen partiell godroniert, Stand, Deckel und Schulter mit umlaufendem Eierstabprofil. Auf den Henkelrücken sowie unterhalb der Ausgüsse ein Akanthusblatt. Die Deckel ...
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Kaffeekanne H. 26,3 cm, Teekanne H. 23,6 cm, Zuckerdose H. 18,2 cm, Sahnegießer H. 15,3 cm, Tablett L. 62,6 cm, B. 37,1 cm, H. 4,8 cm. Gew. 5.510 g.

Schätzpreis
3.500 €

881   Seladon-Schale. Korea. Wohl Goryeo-Dynastie, 12.- frühes 14. Jh.

Steinzeug, rötlichgrauer Scherben, transparente, glänzende Seladonglasur über weißen und schwarzen Schlicker-Einlagen in sanggam-Technik. Weite, flache, leicht unrunde Form. Innenseitig mit vier Blütenbändern unter einem schmalen Band mit Strichdekor, im Spiegel drei zentrale Chrysanthemenblüten umgeben von einem Band aus ruyi-Zepter-Köpfen. Die Außenseite mit vier Chrysanthemenmedaillons in einem breiten Band aus floralen Arabesken zwischen einem oberen Band mit Strichdekor und einem ...
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D. 20,3 / 19,8 cm, H. 7 cm.

Schätzpreis
2.200 €

882   Paar große Lotos-Dekor-Vasen mit Seladon-Glasur, Tianqiuping. China. Wohl späte Qing-Dynastie, 19. Jh.

Qingbai Ware 960 n. Chr. – Mitte 14. Jh. Jiangxi

Porzellan, weißer Scherben, die Außenwandungen glänzend seladonfarben, innen gräulich-weiß glasiert. Die Wandungen mit geschnittenem Chrysanthemenblüten- und Blattdekor. Am Stand umlaufend eine stilisierte Lotosblatt-Bordüre. Glasierter Boden, ungemarkt. Auf hölzernen Lotossockeln.

In der Art von LongQuan-Seladon- oder Qingbai-Objekten.

Provenienz: Familienbesitz seit 1954, Diplomatengeschenk der chinesischen Staatsregierung.

Mündungsrand einer Vase mit drei kleinen Glasurfehlstellen sowie am Hals mit t-förmigem Spannungsriss in der Glasur. Die Außenwandungen vereinzelt mit punktartigen Einschlüssen, Lunkern, kleinen Glasurfehlstellen und Bereibungen sowie Unebenheiten in der Masse. Eine Vase mit sehr kleinem Brandriss. Die Glasur der Innenwandungen mit zahlreichen Lunkern.

H. 54,5 cm.

Schätzpreis
12.000-20.000 €
Zuschlag
10.000 €