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 Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst

1909 Unterweißbach – heute Rudolstadt

Die Geschichte der "Aeltesten Volkstedter Porzellan-Manufaktur" ist geprägt von häufigen Besitzerwechseln, mit denen immer wieder auch eine Änderung der Marke einherging. 1762 von Georg Heinrich Macheleid (1723–1801) gegründet, wurde sie bereits 1767 an Christian Nonne (gest. 1813) aus Erfurt verpachtet und erlebte unter seiner Ägide ihre größte Blüte. Um diese älteste Manufaktur entstanden in Rudolstadt-Volkstedt weitere, zunächst eigenständige Porzellan-Betriebe, vor allem Ende 19., Anf. 20. Jh., die teilweise später in der "Aeltesten" Manufaktur aufgingen.

Die frühesten Manufaktur-Marken zeigen zwei gekreuzte Heugabeln und nehmen damit ein Motiv aus dem fürstlichen Wappen von Schwarzburg-Rudolstadt auf. Schon bald ähnelte die Marke mehr und mehr gekreuzten Schwertern, wogegen die Meissener Manufaktur protestierte. Seit dem frühen 20. Jh. etablierte sich das gekrönte Spiegelmonogramm Friedrich Günthers von Schwarzburg-Rudolstadt (reg. 1807–1867) als Marke, der später noch das Gründungsjahr 1762 hinzugefügt wurde.



Die "Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst" entstanden 1909 als Kunstabteilung der 1882 gegründeten "Unterweißbacher Werkstätten für Porzellankunst". Max Adolf Pfeiffer (1875–1957), der spätere Direktor der Meissener Porzellan-Manufaktur, konnte für dieses Projekt namhafte Künstler gewinnen, zu denen u. a. Ernst Barlach (1870–1938), Gerhard Marcks (1889–1981), Paul Scheurich (1883–1945) und Etha Richter (1883–1977) gehörten. In den Folgejahren entstand eine Vielfalt von Porzellanplastiken, die zu einer kurzen, aber intensiven Blütezeit führte, bis die Weltwirtschaftskrise die Werkstätten in den Konkurs trieb. Die Modelle befinden sich heute in der "Aeltesten Volkstedter Porzellan-Manufaktur" und werden dort noch immer ausgeformt.

Die Marke der "Schwarzburger Werkstätten" ist ein schnürender Fuchs.

74. Kunstauktion | 03. Dezember 2022

AKTUELLE AUKTION

493   Soldatenmutter. Karl Menser für Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst, Unterweißbach. 1917.

Karl Menser 1872 Köln – 1929 Bonn
Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst 1909 Unterweißbach – heute Rudolstadt

Porzellan, glasiert. Auf der Rückseite signiert "K. Menser" und datiert. Unterseits mit Firmenprägung "Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst", Blindstempel "Schnürender Fuchs" und Modellnummer sowie datiert.

Minimale, herstellungsbedingte Glasurunebenheiten und vereinzelte Brandfleckchen.

H. 31,8 cm,.

Schätzpreis
600 €

70. Kunstauktion | 04. Dezember 2021

KATALOG-ARCHIV

794   "Chinesische Tänzerin" (Grit Hegesa). Dorothea Charol für Schwarzburger Werkstätten. Wohl um 1920.

Dorothea Charol 1889 Odessa – 1963 London
Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst 1909 Unterweißbach – heute Rudolstadt

Porzellan, glasiert, sparsam in polychromen Aufglasurfarben staffiert. Auf der runden Plinthe im Model signiert "D. CHAROL". Unterseits die geprägte Manufakturmarke sowie die geprägte Modell-Nummer "U346".
Entwurfsjahr: um 1920.

Lit.: Siemen, Wilhelm (Hrsg.): Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst, S. 68, Nr. 45, mit Abb., dort nicht in Aufglasurfarben staffiert.

Rand des u.re. Hosenbeines geschliffen. Ein winziger Chip am Standring der Plinthe.

H. 20,5 cm.

Schätzpreis
180 €
Zuschlag
150 €