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KatNr. 100200 Antoine Pesne (Umkreis), Bildnis des Königs Friedrich Wilhelm I. von Preußen 1713–40. Um 1730.

Antoine Pesne (Umkreis), Bildnis des Königs Friedrich Wilhelm I. von Preußen 1713–40. Um 1730.

Antoine Pesne 1683 Paris – 1757 wohl Berlin

Öl auf Leinwand. Unsigniert. Verso auf dem Keilrahmen mit der Inventarnr. "10007" des Museums Bautzen versehen. Im prunkvollen französischen Rahmen des 18. Jahrhunderts, geschnitzt und vergoldet. Sichtleiste mit zentriertem Taustab, unterkehltem, kreispunzierten Karnies mit geschweiftem Außenrand, Akanthusblattwerk und betonten Mitten und Ecken.

Provenienz: Restitution 2010; Museum Bautzen; Schlossbergung der DDR; Privatbesitz Herrenhaus Weidlitz.

Das Kniestück von Friedrich Wilhelm I. von Preußen (1668–1740) zeigt den König vor der Stadtkulisse Stralsunds. Der König ist in militärischer Kleidung dargestellt, im glänzenden Kürass sowie in einer blauen Weste mit goldfarbenen Bordüren und trägt den sternförmigen, schwarzen Adlerorden. In der rechten Hand hält er den Marschallstab und zu seiner Linken ist sein Helm dargestellt.
Dieser Porträttypus wurde in den dreißiger Jahren vom preußischen Hofmaler Antoine Pesne erfunden und später durch mehrere Kopien und Wiederholungen in Europa verbreitet (Börsch-Supran 1982). Eine Kopie der ersten Fassung, die sich im Berliner Schloss Charlottenburg befand, zeigt den König als Feldherrn als Ganzfigurporträt mit dem Panorama der Festung Stralsund im Hintergrund. Die Stadt wurde 1715 von der preußischen Armee erobert.

Leinwand randdoubliert, mit mehreren geschlossenen und retuschierten Rissen, vor allem im Bereich des Hintergrundes und um die Mundpartie, verso drei alte Flicken. Geringfügige Deformationen der Leinwand an ehem. Rissen. Punktuelle Fleckchen auf der Oberfläche sowie kleine Malschicht-Fehlstellen im Randbereich. Rahmen mit Abrieb der Goldauflage, teils retuschiert sowie Verluste der Fassung ergänzt.

140 x 118 cm, Ra. 161 x 139,5 cm. 8.000-10.000 €
KatNr. 200100 Julius Eduard Braunsdorf, Stilleben mit Rosen und Insekten. 1885/1919.

Julius Eduard Braunsdorf, Stilleben mit Rosen und Insekten. 1885/1919.

Julius Eduard Braunsdorf 1841 Niederfähre bei Meißen – 1922 Meißen

Öl auf Leinwand. U.re. signiert "Braunsdorf" und datiert. Verso auf dem Keilrahmen o.re. notiert "H. Bergrat Spitzner, 1919 bezahlt". In einer schmalen profilierten Holzleiste mit silberfarbener Auflage gerahmt.

Firnis stark gegilbt. Malschicht mit ausgeprägtem Alterskrakelee. Leichte Klimakante. Verso durchgerungener Bindemittel (durch Krakelee).

44 x 66 cm. 4.000-5.000 €
KatNr. 200200 Johann Alexander Thiele, Pirna – Blick auf den Sonnenstein. Um 1720.

Johann Alexander Thiele, Pirna – Blick auf den Sonnenstein. Um 1720.

Johann Alexander Thiele 1685 Erfurt – 1752 Dresden

Öl auf Leinwand. Unsigniert. In einer profilierten, schwarz und goldfarbenen Holzleiste gerahmt.

Wir danken Herrn Prof. Dr. Harald Marx, Dresden, für freundliche Hinweise.

Wachsdoubliert, auf einem neuen Keilrahmen. Mehrere Retuschen an vertikalen Rissen in der Leinwand, diese zum Teil mit leichten Deformationen. Weitere Retuschen an Kratzern und Bildschicht-Fehlstellen. Firnis gegilbt und mit zwei Kratzern o.li. Bildformat wohl etwas verkleinert, Ränder der originalen Leinwand umlaufend geschnitten.

88 x 137,5 cm, Ra. 108,8 x 158,3 cm. 12.000 €
KatNr. 200300 Johann Baptist Weiss
KatNr. 200300 Johann Baptist Weiss

Johann Baptist Weiss "Marine". Mitte 19. Jh.

Johann Baptist Weiss 1812 München – 1879 ebenda

Öl auf Leinwand. Unsigniert. Am u. Bildrand in Öl bezeichnet "K…" (nicht aufgelöst). Im originalen, breiten, messing-goldfarbenen und masseverzierten Schmuckrahmen. Verso auf dem Schmuckrahmen o.Mi. ein Papieretikett, darauf in Feder bezeichnet: "Marine Oelgemälde von J. Weiß in Berlin. gewann ich am 24 Octbr 1857 bei der Gemäldeverlosung des thüringischen Kunstvereins in Nordhausen für den Einsatz von 10 M. (?) / Werth 15 Friedrichsd'or. Nordhausen 24 Octbr 1857. Edmund Fischer. No 92 Die Gewinn Nummer".

Provenienz: Sächsische Privatsammlung.

Altersbedingtes Krakelee und geringfügige Klimakante. Rahmenfalzmarkierungen umlaufend, teils mit Abrieb der Malschicht. Deutlicher Lichtrand im Firnis am li. und re. Rand. Mehrere Retuschen im Bereich des u. Bildrandes sowie sehr kleine im Himmel o.li.

69,2 x 95,9 cm, Ra. 106,6 x 131,8 cm. 4.200 €
KatNr. 300100 Otto Altenkirch

Otto Altenkirch "Bauernhof in Breitenbach im Schnee" (Gelbrichs Gut und Ralles Schmiede). 1928/1929.

Otto Altenkirch 1875 Ziesar – 1945 Siebenlehn

Öl auf Leinwand. Geritzt signiert "Otto Altenkirch" und datiert u.re. Verso auf dem Leinwandumschlag o.re. nochmals signiert "Otto Altenkirch Dresden" sowie li. ortsbezeichnet "Bauernhof Breitenbach – Siebenlehn". Verso auf dem Keilrahmen o.re. in Blei nummeriert "1929–25" sowie zweifach vermerkt "ph". Im originalen weißgoldfarbenen, historisierenden Hohlkehlrahmen mit klassizistischem Palmettenornament in den Ecken gerahmt.
WVZ Petrasch 1929–25–S.

Eine motividentische, erste Ausführung "Dorfstraße in Breitenbach" WVZ 1929–21–S, Abb.: Petrasch S. 157.

In den 1920er Jahren verlegte Otto Altenkirch seinen Wohnsitz nach Siebenlehn. Hier findet sich auch das Motiv aus Breitenbach, ein 1913 zu Siebenlehn eingemeindeter Ortsteil.

Ganzflächiges Alterskrakelee, partiell im unteren Bilddrittel leicht schüsselförmig, mit winzigen Ausbrüchen in o. Malschicht u.Mi. Leichte Markierung des Keilrahmen-Mittelholms (Klimakante). Punktuelle, kleine Retuschen am Rand u.li. Verso mit leicht durchgedrungener Grundierung und etwas farbspurig (werkimmanent).

86 x 103 cm, Ra. 101 x 117 cm. 8.500-9.000 €
KatNr. 300200 Hermann Glöckner

Hermann Glöckner "Bildnis Frieda Glöckner". 1952.

Hermann Glöckner 1889 Cotta/ Dresden – 1987 Berlin (West)

Tempera (Pinsel, Spachtel) und weiße Kreide auf Pressstoffpappe. Verso o.li. in Blei datiert "Februar 1953".

Das Ehepaar Glöckner nahm sich im Frühjahr 1952 der Gestaltung des Schriftbandes der Betriebsberufsschule (heutiges BSZ "George Bär") in der Blochmannstraße an. Innerhalb von 26 Tagen zeichnete Hermann Glöckner die eigens entworfenen, ca. 250 Versalien direkt auf die Putzschicht unter der Dachtraufe im vierten Stock, während sich seine Ehefrau Frieda im Wesentlichen der Kratzputz-Arbeit widmete. Infolgedessen würdigte Hermann die Leistung seiner Gattin mit dem vorliegenden Gemälde, welches er zur III. Deutschen Kunstausstellung im Februar 1953 einreichte. Glöckner bildete Frieda im Arbeitskittel auf dem Holzgerüst vor dem Schriftband stehend, Kratzeisen und Wasserwaage in den Händen haltend und mit einem Gesichtausdruck, der von konzentrierter Entschlossenheit zeugt, ab.

Vgl. Kat. Leonhardi-Museum S. 66 mit Beschreibung zum Bild sowie S. 122, Kat. Nr. 45.

Kleine, partielle Malschichtverluste an den Kanten und den Ecken. Oberflächlicher Riss (7 cm) in der Malschicht im Bereich der u.re. Ecke.

69,5 x 50 cm. 3.200-3.500 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
KatNr. 300300 Bernhard Kretzschmar

Bernhard Kretzschmar "Reitpartie nach Goppeln". 1938.

Bernhard Kretzschmar 1889 Döbeln – 1972 Dresden

Öl auf Leinwand. Signiert u.li. "Bernh. Kretzschmar" und datiert. In einem profilierten, goldfarbenen und partiell hellgrau abgesetzten Rahmen.

Löffler, Fritz: Bernhard Kretzschmar, Dresden 1985, 114.

Leinwand etwas locker sitzend. Alterskrakelee im Bereich des Himmels und der Wiese.

68 x 99 cm, Ra. 81,5 x 113 cm. 30.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
KatNr. 300400 Gotthardt Kuehl

Gotthardt Kuehl "Brühlsche Terrasse mit Hofkirche". Um 1910.

Gotthardt Kuehl 1850 Lübeck – 1915 Dresden

Öl über Blei und schwarzer Kreide auf Malpappe im Oval. In Blei signiert "G. Kuehl" u.li. Im originalen ovalen, goldfarbenen Stuckrahmen. Verso mit dem Papieretikett "Emil Richter Hof-Kunsthändler Sr. Majestät des Königs".
Nicht im WVZ Neidhardt, vgl. jedoch WVZ Neidhardt 651 (Hauptgemälde) und 652 (weitere Vorarbeit).

Im Jahr 1908 beauftragte der Dresdner Stadtrat Gotthardt Kuehl mit der Ausführung von elf Landschaftsgemälden für den Sitzungssaal der Stadtverordneten im Neuen Rathaus. Die Serie umfasste Ansichten der Alt- und Neustadt, sowie der historischen Dorfkerne Kaditz und Leubnitz-Neuostra.
Neben der hier angebotenen Vorabeit in Öl ist noch ein Exemplar für das Sujet "Brühlsche Terrasse mit Hofkirche" in Gouache und Farbkreiden auf Pappe bekannt, diese befindet sich in der Sammlung der Gemäldegalerie Neue Meister, Dresden.
Als besonderes Charakteristikum prägt das ovale Format die Serie, welches im Genre der Landschaftsgemälde eine außergewöhnliche Bildgrenze zieht.
Vgl. Gerkens, G.; Zimmermann, H.: Gotthardt Kuehl. 1850-1915. Leipzig, 1993. S. 154f.

Malschicht im o.li. sowie u. Bildbereich mit kleinen Stockfleckchen. Winzige bräunliche Flecken auf der Oberfläche. Unscheinbare, punktförmige Druckstelle im Himmel o.Mi. Senkrechte, längliche Laufspur eines Bindemittels in der u. Bildhälfte Mi. Umlaufend an den Rändern partiell leichte Abdrücke des Rahmenfalzes. Rahmen mit Lockerung im Stuck.

Oval H. max. 84,8 x 66,4 cm, Ra. 97 x 75,3 cm. 15.000 €
KatNr. 300500 Günter Richter

Günter Richter "Dentistengasse". 1990.

Günter Richter 1933 Meißen – lebt in Leipzig

Öl auf Leinwand. Signiert "Günter Richter" und datiert u.re. In schmaler schwarzer Holzleiste gerahmt.

Minimaler, unscheinbarer Malschicht-Abrieb im dunkelroten Farbbereich u.Mi. und punktuell Fleckchen auf der Oberfläche. U.re. kleine Druckstelle mit Malschicht-Verlust. Unscheinbare, vertikale Leinwand-Deformation im Eckbereich des vorderen Hauses u.re. Rahmen mit kleinen Kratzern.

130,5 x 140,3 cm, Ra. 136,1 x 145,7 cm. 4.800-6.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
KatNr. 400100 Gösta Adrian-Nilsson

Gösta Adrian-Nilsson "Telefonturm" (Alter Telefonturm in Klarakvarteren, Stockholm). 1917.

Gösta Adrian-Nilsson 1884 Lund – 1965 Stockholm

Aquarell auf chamoisfarbenem Papier, vollflächig auf kräftiger Malpappe montiert. Monogrammiert "G.A.N" und datiert u.re. In der Darstellung bezeichnet "Trikå" (Trikot) u.Mi. Verso o.li. mit dem Ausstellungsetikett der Kunstausstellung "Der Sturm", Leitung: Herwarth Walden, Berlin, darauf in Schreibmaschinenschrift bezeichnet und wohl irrtümlich betitelt "Telefonsturm". Mittig ein gestrichener Inventarstempel. O.Mi., partiell unter der Montierung in schwarzer Wasserfarbe römisch nummeriert "I.

Provenienz: Nachlass Friedrich Bienert (1891 Dresden – 1969 West-Berlin).

Lit.:
GAN. Gösta Adrian-Nilsson 1884–1965. Ausstellungskatalog Malmö Konsthall. Malmö, 1984.

Ragnar von Holten: Surrealism i svensk konst. Stockholm,1969. S. 30–36.

49 x 39 cm. 30.000-50.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
KatNr. 400200 Gerhard Altenbourg

Gerhard Altenbourg "racked and tortured". 1969.

Gerhard Altenbourg 1926 Rödichen-Schnepfenthal – 1989 Meißen

Aquarell und Rötel über Bleistift und Pastellkreide auf "Fabriano Roma"-Bütten. In der Darstellung in Blei u.re. signiert "Altenbourg", Mi. datiert und li. betitelt sowie mit dem Blindstempel "Altenbourg" versehen.
WVZ Janda 69/24.

Am li. Blattrand Klebstoffrückstände einer alten Montierung. An der o.li. Ecke atelierspurig. Verso am o. Rand zwei kleine Rückstände einer alten Montierung.

49 x 34,5 cm. 4.800 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
KatNr. 400300 Otto Dix

Otto Dix "Matrose und Mädchen". 1920.

Otto Dix 1891 Untermhaus/Gera – 1969 Singen am Bodensee

Radierung mit Plattenton auf dickem Kupferdruckpapier. In der Platte u.re. signiert "DIX". Unterhalb der Platte in Blei signiert "Dix", datiert und Mi. betitelt sowie li. nummeriert "III /20" und bezeichnet "Ätzrad.". Erschienen in der Mappe "Radierwerk II. 5 Radierungen" im August 1921 im Dresdner Verlag als 3. Mappe der "Graphischen Reihe" mit 20 Exemplaren, herausgegeben von Heinar Schilling. An den o. Ecken im Passepartout montiert. Verso von fremder Hand in Blei bezeichnet und mit einem gestrichenen Inventarstempel versehen.
WVZ Karsch 13 b (von b).

Provenienz: Nachlass Friedrich Bienert (1891 Dresden – 1969 West-Berlin).

Zweifach lichtrandig. Oberfläche leicht angeschmutzt. O. und u. Blattrand gewellt. Im o.re. Blattbereich außerhalb der Platte ein dunkelbrauner Fleck.

Pl. 29,6 x 24,6 cm, Bl. 49,6 x 34,1 cm. 20.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
KatNr. 400400 A.R. Penck
KatNr. 400400 A.R. Penck
KatNr. 400400 A.R. Penck
KatNr. 400400 A.R. Penck
KatNr. 400400 A.R. Penck
KatNr. 400400 A.R. Penck
KatNr. 400400 A.R. Penck
KatNr. 400400 A.R. Penck
KatNr. 400400 A.R. Penck
KatNr. 400400 A.R. Penck
KatNr. 400400 A.R. Penck
KatNr. 400400 A.R. Penck
KatNr. 400400 A.R. Penck
KatNr. 400400 A.R. Penck
KatNr. 400400 A.R. Penck
KatNr. 400400 A.R. Penck
KatNr. 400400 A.R. Penck
KatNr. 400400 A.R. Penck

A.R. Penck "Skizzen von 1968. Überarbeitet". 1979.

A.R. Penck 1939 Dresden – 2017 Zürich

Farbserigrafien in Nachtblau und eine in Rot und Blau auf leichtem chamoisfarbenen Maschinenbütten. Mappe mit 21 Arbeiten, jeweils unterhalb der Darstellung re. in Blei signiert "R.". Mit einem Vorwort in Lichtdruck des Künstlers und einem zweiseitigen Nachwort von Jürgen Schweinebraden. Edition Jürgen Schweinebraden, 1979. Druck durch Ekkehard Götze. Exemplar "18/25/99". In der originalen Klappflügel-Mappe, diese mit einem weiteren Siebdruck auf dem Cover und ausführlicher Bezeichnung und Betitelung auf der Innenseite.

Vgl. dazu gehörige Zeichnungen, abgeb. in: G. Porstmann und J. Schmidt "Sein und Wesen der Unbekannte A.R.Penck, Werke aus der Sammlung Jürgen Schweinebraden", Dresden 2008, S. 104–108.

Ein Arbeit (in Rot und Blau) mit eine Knick an re.o. Ecke. Blätter minimal gegilbt. Flügelmappe mit den linken Ecken minimal knickspurig, sowie an den re. Seite mit leichter Bestoßung.

Darst. ca. 12 x 13 cm, Mappe 30 x 27,5 cm. 3.500 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
KatNr. 400500 Emilio Vedova, Ohne Titel. 1956.
KatNr. 400500 Emilio Vedova, Ohne Titel. 1956.

Emilio Vedova, Ohne Titel. 1956.

Emilio Vedova 1919 Venedig – 2006 ebenda

Gouache und Blei auf Zeitungspapier. Mit einer Einfassungslinie in schwarzem Faserstift. Signiert "EMILIO VEDOVA" sowie datiert u.li. Am o. Rand wohl von Künstlerhand auf Untersatzpapier montiert, dieses verso mit weiteren Bleistiftskizzen. Im Passepartout hinter Glas in schmaler Holzleiste gerahmt.

Provenienz: Nachlass des Bildhauers Gottfried Kohl (1921 Freiberg-2012 Freiberg). Kohl bereiste zwischen 1959 und 1961 Italien und hat während dieser Reise auch seinen Künstlerkollegen Emilio Vedova besucht.

Vgl. Lit.: Emilio Vedova. 1919 – 2006. Publikation zur Ausstellung in der Berlinischen Galerie. Berlin, 25.1. – 20.4.2008; zuvor in Rom, Galleria d'arte moderna, 7.10.2007 – 6.1.2008. Hrsg. von Angelandreina Rorro und Alessandra Barbuto.

Ränder etwas ungerade geschnitten. Technikbedingt leicht wellig. Leichte Abplatzungen und Lockerungen in den weißen Farbschichten.

23 x 9,8 cm, Unters. 28,5 x 21,8 cm, Ra. 53,5 x 43,5 cm. 7.000-8.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
KatNr. 400600 Albert Wigand, Stillleben mit zwei Krügen. Wohl um 1955.

Albert Wigand, Stillleben mit zwei Krügen. Wohl um 1955.

Albert Wigand 1890 Ziegenhain/Hessen – 1978 Leipzig

Gouache auf rosafarbenem Papier. In Blei u.re. signiert "Wigand" und undeutlich datiert. An den o. Ecken im Passepartout montiert und hinter Glas gerahmt.
Nicht im WVZ Grüß-Wigand.

U. Blattrand minimal knickspurig. Mehrere Feuchtigkeitsflecken im Bereich der o.re und der u.re. Bildecke. Hinterlegter Einriss am li. (3,5 cm) und am re. (2 cm) Blattrand. Verso an den o. Ecken Reste einer früheren Montierung.

31 x 48 cm, Psp. 48 x 64 cm, Ra. 51,5 x 68 cm. 3.500 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
KatNr. 500300 Carlo Fossi (zugeschr., nach Antonio Canova), Pauline Borghese als Venus Victrix. Wohl frühes 19. Jh.
KatNr. 500300 Carlo Fossi (zugeschr., nach Antonio Canova), Pauline Borghese als Venus Victrix. Wohl frühes 19. Jh.
KatNr. 500300 Carlo Fossi (zugeschr., nach Antonio Canova), Pauline Borghese als Venus Victrix. Wohl frühes 19. Jh.
KatNr. 500300 Carlo Fossi (zugeschr., nach Antonio Canova), Pauline Borghese als Venus Victrix. Wohl frühes 19. Jh.
KatNr. 500300 Carlo Fossi (zugeschr., nach Antonio Canova), Pauline Borghese als Venus Victrix. Wohl frühes 19. Jh.
KatNr. 500300 Carlo Fossi (zugeschr., nach Antonio Canova), Pauline Borghese als Venus Victrix. Wohl frühes 19. Jh.
KatNr. 500300 Carlo Fossi (zugeschr., nach Antonio Canova), Pauline Borghese als Venus Victrix. Wohl frühes 19. Jh.

Carlo Fossi (zugeschr., nach Antonio Canova), Pauline Borghese als Venus Victrix. Wohl frühes 19. Jh.

Carlo Fossi 19. Jh.

Marmor. Unsigniert. Auf einer grau und goldfarben gefassten Holz-Récamière.

Nach dem Original (1805–1808) von Antonio Canova, Galleria Borghese, Rom.

Kopf, Arm und ein großer Zeh restauriert.

H. 62 cm, B. 32 cm, T. 19 cm. 3.500 €
KatNr. 500400 Ernst Barlach
KatNr. 500400 Ernst Barlach
KatNr. 500400 Ernst Barlach
KatNr. 500400 Ernst Barlach
KatNr. 500400 Ernst Barlach
KatNr. 500400 Ernst Barlach
KatNr. 500400 Ernst Barlach
KatNr. 500400 Ernst Barlach

Ernst Barlach "Lesende Mönche II (Die Buchleser)". 1921.

Ernst Barlach 1870 Wedel – 1938 Güstrow/Mecklenburg

Bronze, gegossen. Signiert u.li. am Gewand des re. sitzenden Mönches "E. Barlach", darunter re. mit dem Gießereistempel H. Noack, Berlin versehen. Auf einem Granitsockel montiert. Von der ursprünglich geplanten Auflage von 20 Exemplaren wurden nur wenige abgeformt.
WVZ Schult 249, WVZ Laur 320,2.

Provenienz: Aus dem Nachlass des Schriftstellers Willi Bredel (1901–1964).

Über mehrere Generationen befand sich die Skulptur der "Lesenden Mönche II" im Eigentum der Familie des Schriftstellers Willi Bredel. Den Autor verband eine enge Freundschaft mit Peter Emil Erichson, seit 1907 Besitzer der Hinstorffer Druckerei, von welchem Bredel die Bronze als Geschenk erhielt. Ab 1925 als Verleger tätig, förderte Erichson maßgeblich die kulturelle Entwicklung und Vernetzung Rostocks indem er intensive Freundschaften zu einer Vielzahl mecklenburgischer Künstler, so auch Ernst Barlach, pflegte und sich aktiv an deren Förderung beteiligte.

Kerbe im Bereich des re. Armes des li. Mönches. Minimale Bereibung an der re. Schulter des re. Mönches.

H. 14 cm (ohne Sockel), B. 12,2 cm, T. 7,7 cm. 12.000 €
KatNr. 600100
KatNr. 600100

"Schwebender Gottvater". Ernst Barlach für Meissen. Um 1959.

Ernst Barlach 1870 Wedel – 1938 Güstrow/Mecklenburg

Böttgersteinzeug. Seitlich am Sockel mit der Signatur "E. Barlach" im Model. Verso am Sockel die geritzte Schwertermarke, oberhalb ein Klebeetikett "Wort und Werk Leipzig". Unterseits mit der geritzten Modellnummer "A. 1070", der geprägten Bezeichnung "BÖTTGER STEINZEUG" und der Bossierernummer "104" mit Jahreszeichen (nicht eindeutig aufgelöst).
Entwurfsjahr: 1922.
WVZ Laur 353.

Provenienz: Aus dem Nachlass des Schauspielers Harald Halgardt, Bremen.

Aus der 1920 entstandenen Holzschnittserie "Die Wandlungen Gottes", insbesondere dem Blatt "Der erste Tag", entnahm Ernst Barlach die Vorlage zu seiner wenige Jahre später für Meissen geschaffenen Plastik "Schwebender Gottvater". Die ruhig und konzentriert anmutenden Gesichtszüge, das schlichte, flächig wirkende und durch kantige Falten gegliederte Gewand sowie der emphatische, mit lang gestreckten Armen ausgeführte Schöpfungsgestus, erwirken beim Betrachter einerseits eine kraftvolle, mächtige, andererseits eine behütende und tröstliche Wirkung.

Literatur:
Laur, E.: Ernst Barlach. Das plastische Werk, Güstrow, 2006, S. 182, Kat.-Nr. 353.

Marusch-Krohn, C.: Meissener Porzellan 1918–1933 – Die Pfeifferzeit, Leipzig, 1993, S. 116f.

Tiefen teils etwas gedunkelt. Gussnähte vereinzelt lesbar. Oberfläche mit herstellungsbedingten, minimalen Materialunebenheiten, vereinzelt dunkle Fleckchen.

H. 53,5 cm, L. 50 cm, B. 33 cm. 2.500 €
KatNr. 600200
KatNr. 600200
KatNr. 600200

"Tänzerin" (Gertrud Leistikow). Thomas Andreas Vos für Lorenz Hutschenreuther, Selb. 1926– 1940.

Thomas Andreas (Theo) Vos 1887 Groningen – 1948 Haarlem

Porzellan, glasiert und partiell vergoldet. Unterseits des tropfenförmigen Sockels mit Manufaktur- und Künstlerstempel "Th. A. Vos, Amsterdam" in Aufglasurgrün sowie mit der Ziffer "56" in Aufglasurgold. Modellnummer 495. Entwurfsjahr: 1926 (H. 37,3 cm).

Für die Hutschenreuther-Kunstabteilung schuf Vos eine Serie von zehn Entwürfen, welche ab 1925/26 auf der Leipziger Messe präsentiert wurden – darunter drei Tanzstudien (Modellnummern 492, 494 und 495). Als Vorbild für diese ausnehmend expressiven und in ihrer Darstellung reduzierten Modelle konnte die Tänzerin Gertrud Leistikow, eine Vertreterin des Ausdruckstanzes, anhand fotografischer Aufnahmen identifiziert werden (Modellnummern 495 und 494). Den Charakter des modernen Tanzes, welcher sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte, gibt Vos in seinen Plastiken treffend wieder. Eindrucksvoll wurden die improvisierten, individuellen und teils bizarren Bewegungen in äußerst verknappter Form umgesetzt. Der Verkaufserfolg veranlasste Hutschenreuther die heutzutage sehr begehrte Ausformung in vier Größen anzubieten (Modellnummern 1164, 1273, 1472). Die Bronzegießereien De Plastiek in Bloemendaal und De Kroon in Haarlem führten bereits ab 1920 Tänzerinnenfiguren für Vos aus. Eine Erstausformung der Modellnummer 495 in Bronze wurde 1925 in der Bronzegießerei De Kroon in Haarlem gefertigt.

Vgl. Mey, E.: Im Zeichen des Löwen – Porzellan aus Künstlerhand. Die Kunstabteilung Lorenz Hutschenreuther, Selb, 1918–1945. Deutsches Porzellanmuseum, Hohenberg an der Eger, 2009, S. 237ff, Abb. S. 238.

Herstellungsbedingte Glasurunebenheiten u.a. im Bereich des Ellenbogens des ausgestreckten Armes oder des Sockels. Unterseite von Ellenbogen und ausgestreckter Hand sowie des Sockelrandes mit herstellungsbedingten Glasurfehlstellen. Vergoldung der Volute schauseitig sowie des Goldfadens am Sockel etwas berieben.

H. 37,3 cm. 2.800 €
KatNr. 700200 Großer, seltener Jugendstil-Bildteller. Marianne Höst für Meissen. 1906– 1909.

Großer, seltener Jugendstil-Bildteller. Marianne Höst für Meissen. 1906– 1909.

Marianne Höst 1865 Thisted / Dänemark – 1943 Saunte

Porzellan, glasiert und in grünen und blauen Unterglasurfarben staffiert. Flache Form mit leicht ansteigender Fahne. Spiegel und Fahne mit der Darstellung eines, an den Blättern eines alten Baums fressenden jungen weißen Hirschs auf einer Wiese vor einer bewaldeten Hügellandschaft. Am unteren Rand ausgeritzt unter der Glasur signiert "MHöst". Unterseits mit den Knaufschwertern in Kobaltblau, unterhalb ein horizontaler Schleifstrich, des Weiteren eine Bezifferung "58." mit blauem Farbstift sowie verso auf der Fahne die Reste eines alten Etiketts. Mit der originalen Aufhängevorrichtung.

Vgl.: Ausstellungskatalog Jugendstil in Dresden – Aufbruch in die Moderne. Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kunstgewerbemuseum 1999, S. 248, KatNr. 130 (Bildteller "Albrechtsburg").

Glasur mit sehr vereinzelten Masseunebenheiten. Sehr vereinzelt oberflächliche Kratzspuren. Verso mit leichten Abrieb- und Farbspuren.

D. 43,5 cm. 2.200-2.500 €
NACH OBEN 


Die im Katalog ausgewiesenen Preise sind Schätzpreise. Die Mehrheit der Artikel ist differenzbesteuert, auf den Zuschlagspreis wird damit keine Mehrwertsteuer erhoben.

* Artikel von Künstlern, für die durch die VG Bildkunst eine Folgerechtsabgabe erhoben wird, sind durch den Zusatz "zzgl. Folgerechts-Anteil 2,5%" gekennzeichnet. (Versteigerungsbedingungen Punkt 7.4.)

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