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| AUKTION 84 | 07. März 2026 |
Auktion 84
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024 Johann Anton Castell, Bayerische oder Österreichische Landschaft. 1830er oder 1840er Jahre.
Johann Anton Castell 1810 Dresden – 1867 ebenda
Öl auf Leinwand. U.li ligiert signiert "ACastell". Verso auf dem Keilrahmen in Blei alt bezeichnet "D[…]meyer Rottauer 15". In einer profilierten, partiell bolussichtigen Leiste mit Schlagmetallauflage gerahmt.
Dem Baustil der Gebäude nach zu urteilen, ist hier ein bayerisches oder österreichisches Motiv zu sehen. Castells Reisen gen Süden, bis nach Italien sind in der einschlägigen Literatur erwähnt, aber nicht datiert.
Boetticher listet eine Ansicht vom Untersberg bei
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42,5 x 68,3 cm, Ra. 50,2 x 76 cm.
025 Monogrammist M.G., Hafen von Stralsund. Spätes 19. Jh.
Öl auf Leinwand. Monogrammiert "M.G." u.re. In einem breiten Modell-Stuckrahmen mit Akanthus-Dekor und Schlagmetallauflage.
Die schwarz-weiß-rote Flagge wurde als Handelsflagge erstmals nach Gründung des Norddeutschen Bunds 1867 eingesetzt. Auch Dampfboote (Steam Boats), wie im Mittelgrund zu sehen, waren erst ab den 1860er Jahren alltäglich.
Malschicht mit Retuschen, leichte Läsionen im Falzbereich. Ra. mit Lacküberfassung, Fehlstellen. Die Rahmenecken mit altersbedingten Trockungsrissen.
71 x 94,5 cm, Ra. 108,5 x 131,5 cm.
026 Christian Friedrich Gille "Rhododendronzweig". Um 1860.
Christian Friedrich Gille 1805 Ballenstedt/Harz – 1899 Dresden
Kunsthandlung Funcke ? Dresden – 1984 ebenda
Öl auf Papier, vollflächig auf eine dünne Pappe montiert. U.li. in schwarzer Tusche signiert "C. F. Gille". Verso in Feder nummeriert "N 3459". In einer goldfarbenen Stuckleiste mit Eckkartuschen und Weinblattdekor gerahmt.
Die Arbeit ist im WVZ Spitzer (unpubliziert) registriert.
Provenienz: Privatsammlung Dresden; Kunsthandlung Funcke (Heinz Miech), Dresden, 1967.
Wir danken Frau Dr. Anne Spitzer und Herrn Dr. Gerd Spitzer, Bad Harzburg, für freundliche Hinweise.
Bildträger im u. Bereich mit durchgängiger, horizontaler Knickspur, abgeschrägte Ecken. Kleine Materialfehlstellen im Papier an den Ecken sowie sehr kleine am li. Rand. Winzige Malschicht-Fehlstelle in der li. Blüte und winzige Abplatzungen im Bereich der Signatur. Unregelmäßiger, leicht gegilbter Firnis und vereinzelte graue Fleckchen. Rahmen o.li. und o.re. mit kleinen Fehlstellen im Stuck.
23,5 x 31,2 cm, Ra. 31,7 x 39,1 cm.
027 Christian Friedrich Gille "Im Rabenauer Grund". Um 1860/1870.
Christian Friedrich Gille 1805 Ballenstedt/Harz – 1899 Dresden
Öl auf Papier, vollflächig auf Pappe kaschiert. Unsigniert. Im Passepartout hinter Glas in einer Berliner Leiste gerahmt.
Die Arbeit ist im WVZ Spitzer (unpubliziert) registriert.
Provenienz: Sächsische Privatsammlung; in den 1990er Jahren in der Dresdner Galerie "Kunst der Zeit" erworben.
Wir danken Frau Dr. Anne Spitzer und Herrn Dr. Gerd Spitzer, Bad Harzburg, für freundliche Hinweise.
Lit.: Gerd Spitzer: Christian Friedrich Gille, 1805–1899. Leipzig 1994
Re. Rand etwas ungerade. Wenige sehr feine, oberflächliche Kratzer. Verso Klebestreifen entlang des o., li. und re. Randes der Pappe. Rahmen berieben und mit kleinen Abplatzungen an den Ecken.
19,5 x 26,2 cm, Ra. 28,7 x 35 cm.
028 Carl Robert Kummer "Salzkammergut mit abendlichem Gewitter". 1881.
Carl Robert Kummer 1810 Dresden – 1889 ebenda
Öl auf Malpappe. U.re. geritzt signiert und datiert "R. Kummer 1881". Verso mit einem fragmentarisch erhaltenen Papieretikett des Künstlers, darauf in Tinte ausführlich bezeichnet "Skizze nach einer Erzählung [von] Oberstabsarzt Dr. Ziegel [von] der Besteigung des Schaaf[bergs] im Salzkammergut von Rob. Kum[mer]". In einem goldfarbenen, abgeplatteten Historismus-Stuckrahmen mit Eierstabornament und Eckkartuschen sowie einzelnen versilberten Profilen. Verso mit zwei Etiketten, mit Bezeichnungen von fremder Hand.
Wir danken Frau Dr. Nüdling, Fulda, für freundliche Hinweise.
Malschicht mit wenigen, sehr kleinen Retuschen im li. Bildbereich und weitere minimale an den Bildrändern. Altersbedingtes Krakelee, insbes. in re. Bildhälfte. Pastositäten unscheinbar gepresst. Gehrungen des Rahmens geöffnet und geklebt, Oberfläche bestoßen und berieben.
23 x 30,5 cm, Ra. 40 x 48 cm.
029 Christian Friedrich Gonne, Das Ständchen im Wirtshaus. 1844.
Christian Friedrich Gonne 1813 Dresden – 1906 ebenda
Öl auf Leinwand. Signiert, ortsbezeichnet und datiert "F. Gonne Dresden 1844" u.li.
Ausgestellt in:
Jahresausstellung der Königlich Sächsischen Akademie der Künste zu Dresden, 1845.
Es heißt dort zum Thema: "Ein Volkssänger bezweckt durch Schilderung der Macht der Liebe die verschiedensten Eindrücke nach den Lebensaltern und Ständen hervorzubringen."
Verzeichniß der vom 6. Juli 1845 an in der K. Sächs. Akademie der Künste zu Dresden öffentlich ausgestellten Werke der bildenden Kunst, Dresden 1845, S. 17.
Fachmännisch restaurierter Zustand. Bildträger randdoubliert. Malschicht mit ausgeprägtem Frühschwund- und Alterskrakelee, zum Teil mit leichter Schollenbildung und leichter Klimakante. Wenige Retuschen am unteren Bildrand sowie einige Frühschwundrisse in der Hose des Kartenspielers links retuschiert.
95 x 127 cm.
030 Carl Robert Kummer "Eiger, Mönch und Jungfrau. Schweizer Alpen". 1881.
Carl Robert Kummer 1810 Dresden – 1889 ebenda
Öl auf Leinwand. U.li. signiert und datiert "Robert Kummer. 1881.".
Das Gemälde wird in den Nachtrag zum WVZ Nüdling aufgenommen.
Robert Kummer malte mehrmals und über Jahrzehnte hinweg Schweizer Alpenlandschaften, darunter inbesondere die hier gezeigte Bergkette mit Eiger, Mönch und Jungfrau: Vgl. WVZ Nüdling 164, 168, 169, 179 und 184. Letzteres ist auf 1880 datiert. Bei vorliegendem Gemälde handelt es sich um ein typisches Spätwerk des Künstlers.
Wir danken Frau Dr. Elisabeth Nüdling, Fulda, für freundliche Hinweise.
Bildträger mit Gewebestreifen umlaufend angerändert und auf einen neuen Keilrahmen gespannt sowie re.Mi. mit einem retuschierten, verso hinterlegten Riss. Malschicht mit Klimakante und Alterskrakelee sowie partiell berieben. Zahlreiche, teils farbabweichende Retuschen an leicht aufstehenden Krakeleerändern, v.a. in u. Bildhälfte sowie größere in den Bergen und im Himmel. Firnis etwas gegilbt. Kleine Farbverluste im Falzbereich.
62,8 x 87,3 cm.
031 Johann Martin Niederée "Die Nonne auf dem Friedhof". 1851.
Johann Martin Niederée 1830 Linz am Rhein – 1853 Berlin
Paul Kaufmann 1856 Bonn – 1945 Berlin
Öl auf Leinwand. U.re. signiert "M. Niedere".
WVZ Kaufmann 24.
Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung; vormals Sammlung Paul Kaufmann, Berlin.
Die dargestellte Nonne zeigt mit großer Sicherheit Anna, die zweite Schwester des Künstlers, welche dem Orden der Borromäerinnen angehörte und 1865 in Boppard starb.
Niederée hat nur wenige Arbeiten bezeichnet, meist solche, mit denen er inhaltlich besonders verbunden war, z.B. den Bildnissen seiner Eltern und seines
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36 x 31,5 cm.
032 Adelsteen Normann, Felsige Küste in Norwegen. spätes 19. Jh.
Adelsteen Normann 1848 Insel Vågøya bei Bodø – 1918 Christiani (heute Oslo)
Öl auf Leinwand, vollflächig auf Malpappe kaschiert. U.li signiert "A. Normann". Verso bezeichnet "Heriett" sowie ein Etikett des Kunstauktionshauses Jacob Hecht, Berlin, Kantstraße 162 (nachgewiesen 1924–1929). In einer bronzefarbenen Stuckleiste gerahmt.
Kaschierung ungerade. Malschicht angeschmutzt und mit Frühschwundkrakelee mit punktuellem Malschichtverlust. Falzbereich mit Bereibungen. Gehrungen des Rahmens geöffnet, Leisten locker, deutlich bestoßen.
56 x 41 cm, Ra. 68,5 x 53 cm.
033 A. von Taiery (?), Abendliche Gebirgslandschaft mit Flusslauf und Bauern. 1862.
A. von Taiery 19. Jahrhundert
Öl auf Leinwand. U.li. undeutlich signiert und datiert wohl "A. van Taiery 62". In einem prachtvollen, gekehlten Stuckrahmen mit Fruchtgirlanden- und Akanthusornament und Schlagmetallauflage.
Malschicht mit Klimakante und Alterskrakelee. Punktuelle Retuschen im u.li. Viertel. Ra. bestoßen, angeschmutzt und überfasst.
62 x 90 cm, Ra. 104 x 132 cm.
034 Französische Schule, Bildnis einer jungen Dame. Mitte 19. Jh.
Öl auf Leinwand, oval. Unsigniert. In einer goldfarbenen Stuckleiste gerahmt.
Bildträger mit einer alten Restaurierung u.li., Malschicht in diesem Bereich mit einer größeren, lasierenden Retusche, zwei weitere kleine Retuschen auf der Bildfläche verteilt. Leinwandriss im Falzbereich. Bildträger umlaufend an den Kanten mit Klebeband kaschiert. Firnis etwas angeschmutzt. Ra. einseitig deutlich verformt, partiell später überfasst, horizontaler Stoß geöffnet mit deutlichen Stuckrissen, weitere Bestoßungen und Risse im Stuck über die Fläche verteilt. Verso mit inaktivem Anobienbefall.
63 x 53 cm, Ra. 85 x 74 cm.