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AUKTION 50 Bildende Kunst des 16.-21. Jahrhundert
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Fotografie

790 - 796


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800 - 822


Porzellan / Keramik

830 - 840

841 - 860

861 - 880

881 - 900

901 - 920

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Glas

950 - 962


Schmuck

970 - 980

981 - 993


Silber

995 - 998


Zinn / Unedle Metalle

1000 - 1001


Asiatika

1005 - 1007


Uhren

1010 - 1018


Miscellaneen

1020 - 1027


Lampen

1030 - 1031


Rahmen

1035 - 1043


Mobiliar / Einrichtung

1044 - 1063


Teppiche

1065 - 1076




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KatNr. 1 Paul Baum, Weite Wiesenlandschaft mit kleinem, schilfbewachsenen Bachlauf. 1889.
KatNr. 1 Paul Baum, Weite Wiesenlandschaft mit kleinem, schilfbewachsenen Bachlauf. 1889.

001   Paul Baum, Weite Wiesenlandschaft mit kleinem, schilfbewachsenen Bachlauf. 1889.

Öl auf Leinwand. Signiert "Paul Baum", datiert und ortsbezeichnet "Dachau" u.re. In einem vergoldeten historistischen Schmuckrahmen. Dieser mit einer breiten Sichtleiste, bestehend aus ansteigender Kehle und Platte, gefolgt von einem Perlstab mit anschließender, ansteigender Hohlkehle. Breite ansteigende, durch eine Platte nach außen eingefasste Dekorzone mit floralem Fries und Akanthusornamenten in den Ecken. Abschluss durch Hinterschneidung der Dekorzone gefolgt von einer schmalen Platte und einem floralen Fries.
Wohl WVZ Hitzeroth (1988) F 25 v.

Wir danken Herrn Dr. Wolfram Hitzeroth, Marburg, für freundliche Hinweise.

Auf Anraten seines treuen Künstlerfreundes Carl Bantzer (1857-1941) schloss Paul Baum sich 1888 der Künstlerkolonie Dachau bei München an, die sich vor allem an französischen Künstlern orientierte, welche sich in Barbizon zur Pleinair-Malerei versammelten. Von der französischen Haltung und Künstlern wie Camille Corot beeindruckt, studierte Baum die Landschaft teilweise bis zu zehn Stunden am Tag unter freiem Himmel.
Zur Entstehungszeit des zur Versteigerung kommenden Gemäldes fühlte er sich auch dem niederländischen Landschafter Jacob van Ruisdael (1628/29–1682) verbunden „Man sollte auf der Welt nichts weiter haben als den lieben Gott und Ruisdael“. Er empfand sich mit seiner Malerei auf dem selben künstlerischen Weg wie das barocke Vorbild. Dennoch drängte es ihn, keine Nachbildung, keine komponierte Landschaft wieder zu geben. Er wollte mit seiner Malerei „original“ sein und die Natur unmittelbar in ihrer flüchtigen Stimmung abbilden. Dachau führte Baum zweifelsohne zur Freilichtmalerei und zu einer größeren Farbigkeit seiner Bilder. Jedoch sollte seine Malerei den empordrängenden Geist der Zeit ganz frei atmen können.
Entsprechend brach er 1890 zu einer Parisreise auf und lernte die Impressionisten kennen und schätzen. In den kommenden Jahren vollzog sich dann die Entwicklung zum Neoimpressionismus, sicher auch beeinflusst durch die Bekanntschaft des belgischen Künstlers Théo van Rysselberghe.
Paul Baums erste 25 Schaffensjahre spiegeln also die Wandlung der Landschaftsmalerei, die sich innerhalb kurzer Zeit vollzog, wider. Beginnend mit intimen Landschaften im Sinne der Barbizonschule über impressionistische Arbeiten hin zum Pointilismus durchlief Baum eine „Schule“ der Landschaftsmalerei, die zur Entwicklung der ihm eigenen Handschrift und Farbigkeit führten.
Das vorliegende Gemälde steht am Anfang dieser Entwicklung, aber Maltechnik und Farbkultur verdienen bereits besondere Beachtung. Der Himmel, etwas mehr als die Hälfte der Komposition einnehmend, ist in langen und eher breiten Pinselstrichen umgesetzt, in der Schilderung etwas an seinen Dresdner Lehrer Friedrich Preller d. J. (1838-1901) erinnernd. Die Wiese jedoch setzt sich aus vielen Farbtupfern und kurzen Pinselstrichen zusammen. Rote und rosafarbene Akzente agieren mit den Grüntönen. Die Farbe ist in den Wiesenblumen teils kräftig, in den Graswedeln jedoch wie ein zarter Hauch aufgesetzt. Hier zeigen sich die Einflüsse der Weimarer Schule. Der Duktus des frühen Gemäldes lässt die weitere, sehr erfolgreiche Entwicklung Paul Baums bereits erahnen.

Malschicht v.a. im Himmel mit Alterskrakelee und kleinsten Fehlstellen. Diese Partie von fremder Hand übergangen.

56,5 x 80,2 cm, Ra. 85,4 x 108,5 cm. 12.000 €
Zuschlag 16000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 2 Pierre Billet, Kleine Krabbenfischerin am Strand von Yport (?), Normandie. 1875.

002   Pierre Billet, Kleine Krabbenfischerin am Strand von Yport (?), Normandie. 1875.

Öl auf Leinwand. Signiert "Pierre Billet" u.li. Ausführlich datiert und bezeichnet "Y." u.re. Auf dem Keilrahmen li. in weißer Kreide nummeriert "47".

Umlaufend und im Bereich der Mittelstrebe sich abbildende Klimakante. Malschicht partiell frühschwundrissig und mit unauffälligem vertikalen Krakelee. Bildträger minimal verwölbt, u.li. eine punktuelle Leinwanddurchstoßung.

36,8 x 45,1 cm. 750 €
  KÜNSTLER
KatNr. 3 Kálmán Déri, Portrait eines bärtigen Mannes. 1885.
KatNr. 3 Kálmán Déri, Portrait eines bärtigen Mannes. 1885.

003   Kálmán Déri, Portrait eines bärtigen Mannes. 1885.

Öl auf Malpappe auf Holz. O.re. signiert "Déry K.", bezeichnet "München" und datiert. In breiter, profilierter, goldfarbener Holzleiste gerahmt.

Malschicht mit winzigen Fehlstellen, Rand- und Eckläsionen.

50,3 x 41 cm, Ra. 66 x 57 cm. 350 €
  KÜNSTLER
KatNr. 4 B. Fuuge (?), Fischer am abendlichen See. Spätes 19. Jh.

004   B. Fuuge (?), Fischer am abendlichen See. Spätes 19. Jh.

Öl auf Leinwand. Signiert "B. Fuuge" u.re. Verso auf dem Keilrahmen von fremder Hand in Blei bezeichnet. Ungerahmt.

Malträger wellig. Malschicht mit daumennagelgroßem Verlust am äußersten re. Bildrand. Firnis mit Runzeln, im unteren Bildbereich mit unscheinbaren Sprüngen.

32,5 x 55 cm. 60 €
Zuschlag 50 €
  KÜNSTLER
KatNr. 5 Giuseppe Galli, Galante Szene bei der Wäscherin. Spätes 19. Jh.
KatNr. 5 Giuseppe Galli, Galante Szene bei der Wäscherin. Spätes 19. Jh.

005   Giuseppe Galli, Galante Szene bei der Wäscherin. Spätes 19. Jh.

Öl auf Leinwand. Ligiert signiert "GGalli" o.re. In einer goldfarbenen Leiste gerahmt. Auf dem Keilrahmen verso von fremder Hand bezeichnet.

Restaurierter Wasserschaden, teilweise mit farblich veränderten Retuschen, v.a. am Bildrand u. Oberkörper der Wäscherin mit kleinen, teilweise gekitteten Fehlstellen. Firnis erneuert. Bildträger verso mit Wasserfleck und li. mit Klebemittel und Firnisresten.

50,2 x 36,3 cm, Ra. 55,5 x 41,5 cm. 2.800 €
  KÜNSTLER
KatNr. 6 Julius Gustav Grün, Bildnispaar eines bärtigen Herrn / Unbekannter Künstler, Bildnis einer jungen Dame. 1872.
KatNr. 6 Julius Gustav Grün, Bildnispaar eines bärtigen Herrn / Unbekannter Künstler, Bildnis einer jungen Dame. 1872.

006   Julius Gustav Grün, Bildnispaar eines bärtigen Herrn / Unbekannter Künstler, Bildnis einer jungen Dame. 1872.

Öl auf Leinwand. Das Herrenportrait signiert "J. Grün" und datiert u.re. Das Damenportrait unsigniert.

Malschicht jeweils mit kleinen Fehlstellen, oberflächlichen Bereibungen und Kratzern. Angeschmutzt, Firnis angegilbt. Herrenbildnis mit vereinzelten, kleinsten Retuschen.

Herrenportrait 70 x 60 cm, Damenportrait 69 x 59 cm. 750 €
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KatNr. 7 Karl Heilmayer
KatNr. 7 Karl Heilmayer

007   Karl Heilmayer "Abend im Garten der Villa Doria bei Rom". 2. H. 19. Jh.

Öl auf Leinwand. Monogrammiert u.li. "K.H.". Leinwand verso mit dem Händlerstempel "Adrian Brugger München". Auf dem Keilrahmen o. ein Klebeetikett, darauf in Tusche signiert "Karl Heilmayer", betitelt und nummeriert "1618". In goldfarbener, profilierter Stuckleiste gerahmt.

Malschicht mit Alterskrakelee sowie kleinsten Retuschen im Hintergrund und an den Bildrändern. Firnis erneuert. Verso etwas fleckig. Rahmen mit Fehlstellen.

28 x 45,2 cm, Ra. 54,9 x 72,4 cm. 1.500 €
Zuschlag 1200 €
  KÜNSTLER
KatNr. 8 Carl Heyn

008   Carl Heyn "Mühlsturzhorn am Hintersee". 2. H. 19. Jh.

Öl auf Leinwand. Signiert u.re. "Carl Heyn". Verso auf dem Keilrahmen mit einem alten Klebezettel, darauf in Tusche wohl von fremder Hand betitelt und bezeichnet.

Malschicht vereinzelt mit kleinsten Fehlstellen. Am Bildrand re. o. minimal frühschwundrissig. Am Bildrand re. ganz vereinzelt unscheinbare Retuschen.

50,5 x 74,5 cm. 600 €
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KatNr. 9 Franz Gustav Hochmann, Zwei Rehe unter alten Buchen. Wohl Spätes 19. Jh.
KatNr. 9 Franz Gustav Hochmann, Zwei Rehe unter alten Buchen. Wohl Spätes 19. Jh.

009   Franz Gustav Hochmann, Zwei Rehe unter alten Buchen. Wohl Spätes 19. Jh.

Öl auf Leinwand. Signiert "FG. Hochmann B." u.re. In goldfarbener, profilierter Stuckleiste gerahmt.

Kleinste Fehlstellen an den Bildrändern. Wenige kleine Retuschen und Farbflecken o.re. Lockerungen von Stuckapplikationen am Rahmen, Fassung stellenweise berieben.

46,2 x 71,9 cm, Ra. 62,9 x 89,1 cm. 350 €
Zuschlag 300 €
  KÜNSTLER
KatNr. 10 Franz von Lenbach
KatNr. 10 Franz von Lenbach

010   Franz von Lenbach "Frau Geh.[eimrat] Joest". 1899.

Öl auf Malpappe. Signiert u.re. "F. Lenbach" und datiert u.re. Verso mit dem Nachlass-Stempel versehen, betitelt, nummeriert "1" und von der Ehefrau des Künstlers, Lolo von Lenbach, bestätigt. Mit den Resten eines Ausstellungsetiketts der Großen Berliner Kunstausstellung sowie mit mehreren Klebeetiketten versehen, darauf von fremder Hand verschieden nummeriert. Im originalen Künstlerrahmen.

Das Gemälde zeigt Tina Joest (1819-1909), ein Lorgnon haltend, Ehefrau des Kölner Fabrikanten und Eisenbahndirektors Wilhelm Joest (1811-1879).

Bildränder und -ecken bestoßen sowie mit kleinen Läsionen. Verso angeschmutzt und mit einem Farbfleck o.li. Ursprünglicher Firnis etwas ungleichmäßig. Die Stirn der Dame mit kleinen Übermalungen, wohl von Künstlerhand.

66,5 x 56 cm, Ra. 72 x 62 cm. 2.800 €
Zuschlag 3600 €
  KÜNSTLER
KatNr. 12 Albert Ernst Mühlig, Bewachtes Tor in Meißen mit Blick auf den Frauenkirchturm. Um 1900.
KatNr. 12 Albert Ernst Mühlig, Bewachtes Tor in Meißen mit Blick auf den Frauenkirchturm. Um 1900.

012   Albert Ernst Mühlig, Bewachtes Tor in Meißen mit Blick auf den Frauenkirchturm. Um 1900.

Öl auf Leinwand, auf Pappe aufgezogen. U.li. signiert "A. Mühlig". Verso mit einem Firmenstempel. In goldfarben gefasstem Jugendstilrahmen.

Oberfläche angeschmutzt, kleine Fehlstelle in der Malschicht oberhalb des rechten Fensters. Kleine Retuschen am u. Rand sowie im Bereich des Daches. Mehrere kleine Reißzwecklöchlein im Randbereich.

27,5 x 212 cm, Ra. 33 x 27 cm. 750 €
  KÜNSTLER
KatNr. 13 Albert Ernst Mühlig
KatNr. 13 Albert Ernst Mühlig

013   Albert Ernst Mühlig "Sichernder Rothirsch". 2. H. 19. Jh.

Öl auf Leinwand. Signiert "A. Mühlig" u.re. Verso auf der Leinwand in schwarzer Farbe betitelt, nochmals signiert sowie ortsbezeichnet "Dresden N". Die Betitelung von Künstlerhand überschrieben. Verso auf dem oberen Keilrahmenschenkel betitelt und mit dem Händlerstempel "Emil Geller Nachf[ahre] Hoflieferant DRESDEN, Prager Str. 19" versehen. In profilierter Holzleiste mit abschließender Zierleiste gerahmt.

Lasierende Übermalung im Himmel. Vorderseitige Markierung der inneren Keilrahmenkante. Verso leicht fleckig.

55,3 x 77,8 cm, Ra. 70,2 x 92,0 cm. 950 €
  KÜNSTLER
KatNr. 15 Georg Müller-Breslau, Ritter und Mönch zu Pferde auf einer waldigen Anhöhe mit Blick in ein Flusstal (Elbe?). 1893.
KatNr. 15 Georg Müller-Breslau, Ritter und Mönch zu Pferde auf einer waldigen Anhöhe mit Blick in ein Flusstal (Elbe?). 1893.

015   Georg Müller-Breslau, Ritter und Mönch zu Pferde auf einer waldigen Anhöhe mit Blick in ein Flusstal (Elbe?). 1893.

Öl auf Leinwand. Signiert "G. Müller-Breslau" und datiert u.re. Verso auf dem Keilrahmen Händleretikett "Emil Geller Nachf., Dresden" sowie bezeichnet in Blei. In goldfarbener, profilierter Holzleiste gerahmt. Papieretikett mit Provenienzvermerk in Tusche auf dem Rahmen.

Ecke u.re. mit neuer Leinwand hinterlegt. Vereinzelt Retuschen.

64,5 x 95,5 cm, Ra. 78,7 x 109,8 cm. 950 €
Zuschlag 800 €
  KÜNSTLER
KatNr. 16 Heinrich Carl Reinhold (zugeschr.), Blick auf Santa Maria di Loreto in Rom. 1824.
KatNr. 16 Heinrich Carl Reinhold (zugeschr.), Blick auf Santa Maria di Loreto in Rom. 1824.

016   Heinrich Carl Reinhold (zugeschr.), Blick auf Santa Maria di Loreto in Rom. 1824.

Öl auf Papier, auf Leinwand montiert. Geritzt signiert "Heinrich Reinhold" u.re. Verso auf dem Keilrahmen mit Künstlernamen bezeichnet und datiert. Dort und auf dem Rahmen mit geprägtem Künstlernamen. Auf dem Rahmen Händleretikett "Bryce & Rumpff Glasgow" und mit dem königlich bayrischen Zollstempel versehen. Im Schmuckrahmen mit floral ornamentierten Eckrocaillen.

Malschicht mit feinteiliger Krakeleebildung, unscheinbare Retuschen im Bereich des Himmels, an den Rändern leicht berieben. Reißzwecklöchlein in den Ecken.

21,8 x 29,7 cm, Ra. 34,5 x 43 cm. 950 €
Zuschlag 480 €
  KÜNSTLER
KatNr. 17 August Leberecht Oeser, Kleine Mühle im Grund (Sächsische Schweiz). Um 1860.
KatNr. 17 August Leberecht Oeser, Kleine Mühle im Grund (Sächsische Schweiz). Um 1860.

017   August Leberecht Oeser, Kleine Mühle im Grund (Sächsische Schweiz). Um 1860.

Öl auf Leinwand. Signiert "A. Oeser" und ortsbezeichnet "Dresden" u.re. Im profilierten, stuckverzierten Schmuckrahmen.

Das Hauptsujet August Leberecht Oesers war die Landschaft.
Der Künstler studierte seit 1847 an der Dresdner Akademie bei Julius Schnorr von Carolsfeld und Adrian Ludwig Richter, die seine Malerei im Sinne der Romantik prägten. In der Folgezeit nahm Oeser an mehreren Ausstellungen teil, bei der Internationalen Ausstellung der Bildenden Künste in London überzeugte er 1873 durch ein beeindruckendes Selbstportrait und gewann die Goldene Medaille.
Neben Portraits und Historienbildern waren es aber vor allem die Landschaftsgemälde, die auf die Zustimmung seines Publikums stießen. Auf Reisen in südlichere Gefilde entstanden Gebirgspanoramen und Darstellungen italienischer Gegenden - aber auch die Schönheit seiner sächsischen Heimat zog den Richter-Schüler wie bereits seinen berühmten Lehrer in den Bann. Seine innere Verbundenheit und Wertschätzung drückt sich in der idyllischen Darstellung einer kleinen Wassermühle in der sommerlichen, dicht bewaldeten und felsigen Kulisse der Sächsischen Schweiz deutlich aus.
Die Motivwahl der einsamen Wassermühle in nahezu menschenleerer Natur ist hierbei nicht neu. So schuf beispielsweise der Dresdner Maler Ernst Ferdinand Oehme (1797-1855) ca. 15 Jahre vor Entstehung des hier angebotenen Werkes das Gemälde "Die Wassermühle" (Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister, Gal.-Nr. 3475).

Malschicht mit Alterskrakelee und Klimakante. Im Himmel li. eine punktförmige Druckspur mit entsprechendem Krakelee der Malschicht sowie o.re. eine Laufspur und eine kleine Retusche. Ortsbezeichnung "Dresden" von fremder Hand übermalt.

96 x 126,3 cm, Ra. 115 x 145 cm. 2.900 €
  KÜNSTLER
KatNr. 18 Max Pietschmann, Leda und der Schwan. Spätes 19. Jh.

018   Max Pietschmann, Leda und der Schwan. Spätes 19. Jh.

Öl auf Malpappe, partiell mit Farbkreiden. Signiert "M. Pietschmann" u.re.

Ecken bestoßen, o.li. und o.re. mit kleinen Materialverlusten. Ecke u.li. und u.re. mit je einem Reißzwecklöchlein. Bildträger umlaufend mit kleinen Randläsionen; verso von Künstlerhand mit Farbe versehen.

26,1 x 34,1 cm. 500 €
Zuschlag 500 €
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KatNr. 19 Max Pietschmann, Tanzendes Paar auf einer Sommerwiese. Frühes 20. Jh.

019   Max Pietschmann, Tanzendes Paar auf einer Sommerwiese. Frühes 20. Jh.

Öl auf Malpappe. Signiert "Max Pietschmann" u.li.

Malschicht angeschmutzt und mit oberflächlichen Kratzern und Bereibungen. Einzelne Pastositäten verpresst. Ecken bestoßen und mit kleinen Materialverlusten.

38 x 23,5 cm. 350 €
Zuschlag 1200 €
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KatNr. 20 Albert Rieger d.Ä., Tiroler Bergsee. 1869.
KatNr. 20 Albert Rieger d.Ä., Tiroler Bergsee. 1869.
KatNr. 20 Albert Rieger d.Ä., Tiroler Bergsee. 1869.

020   Albert Rieger d.Ä., Tiroler Bergsee. 1869.

Öl auf Leinwand. Signiert "Alb. Rieger", datiert und ortsbezeichnet "Wien" u.li. Im breiten, vergoldeten Prunkrahmen.

Malschicht angeschmutzt, vereinzelte Tropfspuren und punktuelle Verschmutzungen. Umlaufende Klimakante. Malschicht vereinzelt frühschwundrissig und unscheinbar krakeliert. Rahmen partiell mit oberflächlichen Bereibungen, Bestoßungen, Lockerungen und Retuschen.

111 x 153 cm, Ra. 143 x 185 cm. 4.800 €
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KatNr. 21 Karl Roux, Kalb auf der Weide. 2. H. 19. Jh.

021   Karl Roux, Kalb auf der Weide. 2. H. 19. Jh.

Öl auf Leinwand, auf Karton kaschiert. U.re. signiert "CRoux". Verso diverse Vermerke in Blei, Buntstift und Tinte, beziffert "No 75".

Kleinste Fehlstellen, v.a. am Bildrand. Firnis gegilbt. Kleine Retuschen im Hintergrund. Leichte Läsionen an Rändern des Bildträgers.

27 x 35,8 cm. 350 €
Zuschlag 650 €
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