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AUKTION 85 20. Juni 2026
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041   Kurt Bunge, Der Apfelbaum (Garten des Künstlers?). 1937.

Kurt Bunge 1911 Bitterfeld – 1998 Kassel

Öl auf Leinwand. U.re. signiert "K. Bunge" und datiert. Im hölzernen Rahmen.

Wir danken Frau Dr. Dorit Litt, Bonn für freundliche Hinweise.

Malschicht mit deutlich ausgeprägtem Krakelee und langen horizontalen Sprüngen. Keilrahmen mit leicht geöffneten Gehrungsfugen.

100,2 x 80,4 cm, Ra. 113,1 x 92,6 cm.

Schätzpreis
950 €

042   Theo Champion "Dorf in Thüringen". 1909.

Theo Champion 1887 Düsseldorf – 1952 Zell an der Mosel

Öl auf Rupfen, auf Leinwand doubliert. U.re. signiert, verkürzt ortsbezeichnet und datiert "Champion D'dorf 1909". Auf dem Keilrahmen monogrammiert und bezeichnet "Dorf bei Abend Thüringen 1909". In einer goldfarbenen, unprofilierten Leiste gerahmt.

Möglicherweise handelt es sich bei "D'dorf" um Daasdorf, westlich von Weimar. In jedem Falle korrespondieren das Thüringer Motiv und die impressionistische Malweise, die der junge Künstler während seines Studiums in Weimar vertrat auf eine Weise, dass man das Gemälde als Schlüsselwerk des frühen Champion bezeichnen kann.

Firnis im Falzbereich etwas lichtrandig. Malschicht mit Alterskrakelee. Kleine Farbabplatzungen in Wiese, Architektur und Himmel. Vereinzelte winzige Flecken auf der Oberfläche. Firnis etwas gegilbt und graue Ablagerungen in den Tiefen der Pastositäten im Himmel. Rahmen an den Ecken geringfügig bestoßen.

37,5 x 43,5 cm, Ra. 41 x 47,2 cm.

Schätzpreis
2.400 €

046   Monogrammist F.H. oder F. K., Raub der Sabinerinnen. 1912.

Jacob Christian Jacobsen 1811 Kopenhagen – 1887 Rom

Öl auf Leinwand. U.li. monogrammiert und datiert "F.H.12" oder "F.K.12". Verso auf der o. Keilrahmenleiste in Blei alt bezeichnet "Dr. Jacobsen", ortsbezeichnet "Valby" (Ortsteil von Kopenhagen) sowie "Gode 108". In einem silberfarbenen Hohlkehlrahmen.

Provenienz: Privatsammlung Berlin; vormals Sammlung Jacob Christian Jacobsen.

Partielle Deformationen aufgrund geringer Leinwandspannung. Nagelung des Bildträgers erneuert, Einriss und knapper Spannrand an Ecke o.re. Punktuelle Malschichtverluste auf der ganzen Bildfläche, ein größerer (0,8 x 1 cm) am re. Rand. Deutliches Krakelee im Bereich des Himmels. Punktuelle Retuschen. Firnis leicht gegilbt. Rahmen mit Fehlstellen der Fassung.

74,7 x 92 cm, Ra. 84,5 x 102 cm.

Schätzpreis
1.500 €

047   Hans Hamza, Junge Niederösterreicherin mit Vogel. 1. H. 20. Jh.

Hans Hamza 1879 Wien? – 1945 ebenda?

Öl auf Holz. U.re. in Rot signiert "HANS HAMZA". Hinter Glas in einem farbig überfassten Schmuckrahmen der Zeit gerahmt.

Die unbekannte Dargestellte und das Interieur gefielen als Motiv offenbar so gut, dass Hamza sie unabhängig voneinander in verschiedenen Gemälden ähnlicher Größe wiederholte. Die vorliegende Tafel weist die größte Gemeinsamkeit mit einer etwas reduzierteren Version (Lempertz Köln, Auktion 1027, Los 93) auf, bei welcher der Vogelkäfig durch eine Vase ersetzt und ein Korb Tannengrün vor den Tisch gestellt wurde.

Malschicht im Falzbereich umlaufend mit vereinzelten, fachmännischen Retuschen. Im Bereich der weißen Ärmel möglicherweise mit nachträglichen Korrekturen von Künstlerhand. Abschlusslasuren mit unterschiedlichem Oberflächenglanz.

18,7 x 14 cm, Ra. 46 x 42 cm.

Schätzpreis
1.100 €

048   George Grosz "Self-portrait with Paintbrush" (Selbstbildnis mit Pinsel). 1938.

George Grosz 1893 Berlin – 1959 ebenda

Öl auf Pariser Leinwand. Verso o.Mi. in schwarzem Pinsel signiert, datiert und ortsbezeichnet "George Grosz 1938 January DOUGLASTON L[on]g. Isl[and]" sowie u.re. mit dem Nachlass-Stempel des Künstlers und der Nummerierung "1/7/6" versehen. Auf der o. Spannrahmenleiste wohl von Künstlerhand in schwarzem Kugelschreiber nummeriert "X-II", betitelt sowie re. in blauem Stift nummeriert "B. 8350". Die seitlichen Spannrahmenleisten mit verschiedenen Nummerierungen in weißer Kreide, die u. mit ...
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73 x 54 cm, Ra. 85 x 65,7 cm.

Schätzpreis
50.000 €

055   Hans Kinder "Bildnis Thomas Salms". 1930.

Hans Kinder 1900 Dresden – 1986 ebenda

Tempera auf Sperrholz. U.re. ligiert monogrammiert "HK". Verso mit einer eigenhändigen Widmung des Künstlers versehen "UNSEREM LIEBEM THOMAS – 31.8.80 – Hans". In der wohl originalen weiß gefassten Künstlerleiste gerahmt.
WVZ Ryssel (unpubliziert) RY 1832.

Das Gemälde wurde 1985 "im Nachlass" des Künstlers, der im Januar 1986 in Dresden verstarb, fotografisch dokumentiert. Das Mikrofiche, auf welchem auch die Datierung vermerkt ist, wird bewahrt in der Deutschen Fotothek,
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37,5 x 31,5 cm, Ra. 48 x 42,5 cm.

Schätzpreis
1.500 €

056   Willy Kriegel, Der Morgen (Schluchsee im Schwarzwald). 1942/1943.

Willy Kriegel 1901 Dresden – 1966 Starnberg

Öl auf Hartfaser. Monogrammiert "K." u.Mi. In einem breiten Louis-XV-Schmuckrahmen.

Aus der Folge "Die vier Tageszeiten", entstanden nach der Übersiedlung des Künstlers an den Schluchsee / Schwarzwald im Jahr 1942.

Wir danken Frau Irene Kriegel, Bad Mergetheim, für freundliche Hinweise.

Die leicht pastosen Wolken mit feinem Alterskrakelee. Großflächige fachgerechte Retusche im Himmel im Bereich der großen rosafarbenen Wolke o.Mi. sowie weitere kleine auf der Bildfläche und vereinzelte im Falzbereich. Gehrungen des Ra. nachträglich verleimt, dadurch vereinzelt Rissbildung, insgesamt etwas verzogen.

50 x 60 cm, Ra. 68,5 x 79 cm.

Schätzpreis
1.500 €

Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *

058   Wilhelm Lachnit, Stillleben mit Dahlien. 1934.

Wilhelm Lachnit 1899 Gittersee/Dresden – 1962 Dresden

Tempera auf kräftigem, strukturierten "PM Fabriano"-Papier. Signiert und datiert "Lachnit 34" u.li. O.li. in Blei mit einer Widmung von Künstlerhand versehen und datiert "37". Im Passepartout montiert und hinter UV-Glas in einem schwarzen Wechselrahmen.

Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 begann auch ein rigoroses Vorgehen gegen politisch engagierte Künstler. Lachnit, politisch links orientiert, sollte dies alsbald zu spüren bekommen. Sein Atelier wurde
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57,3 x 39 cm, Ra. 72,3 x 52,3 cm.

Schätzpreis
3.500 €
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* Artikel von Künstlern, für die durch die VG Bildkunst eine Folgerechtsabgabe erhoben wird, sind durch den Zusatz "zzgl. Folgerechts-Anteil 2,5%" gekennzeichnet. (Versteigerungsbedingungen Punkt 7.4.)

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