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| AUKTION 49 | 17. September 2016 |
Auktion 49
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161 Georg Martin Preisler "Frau Anna Magdalena Widmaennin". Nach 1741.
Georg Martin Preißler 1700 Nürnberg – 1754 ebenda
Kupferstich auf Bütten nach einem Gemälde von Decker aus dem Jahr 1738. In der Platte signiert "Ge. Mart. Preisler sc." u.re., mittig ausführlich betitelt und bezeichnet mit einem Liebesgedicht an die verstorbene Dargestellte.
Blatt auf Trägerpapier aufkaschiert, angeschmutzt und knickspurig.
Pl. 51,4 x 36 cm, Bl. 57,8 x 41,2 cm.
162 Anton Joseph von Prenner, Trinkende Bauern an einem Tisch. 1728.
Anton Joseph von Prenner 1683 Wallerstein – mgl. 1761 Wien
Radierung auf Bütten nach Adrian van Ostade. In der Platte bezeichnet "OSTATA PINX" u.Mi. und mit der Maßangabe des Originals "ALT io LAT ii Unc" u.li., nummeriert "18" o.li. Aus Prenners berühmten Wiener "Theatrum artis pictoriae". Verso mit Sammlungsstempel und Verkaufsstempel der "Kupferstich-Sammlung der königl. Museen [Berlin]" (Lugt 1606) sowie in Blei von fremder Hand bezeichnet. Im Passepartout.
Ohne den gestochenen Schmuckrahmen. Blatt verso mit Resten alter Klebemontierungen. Unscheinbare oberflächliche Kratzspur am Rand re., Ecken teils ganz leicht gestaucht.
Pl. 16,3 x 22,8 cm, Bl. 16,7 x 23 cm, Psp. 25,5 x 30,9 cm.
163 Johann Elias Ridinger "Raub Vögel bey Tage". 1744.
Johann Elias Ridinger 1698 Ulm – 1767 Augsburg
Radierung auf Bütten. In der Platte signiert "J.E. Ridinger fec. et excud." und datiert u.re. sowie unter der Darstellung ausführlich betitelt und bezeichnet. Aus der Folge: "Genaue und richtige Vorstellung der wundersamsten Hirschen sowohl als anderer besonderlicher Thiere", Bl. 31. Im Passepartout.
WVZ Thienemann 273.
Breitrandiges Blatt, deutliche vertikale und horizontale Falzspuren außerhalb der Darstellung, partiell fleckig und mit Knickspuren, Löchlein sowie oberflächlichem Materialabrieb.
Darst. 29,2 x 25,8 cm, Bl. 50,7 x 34,2 cm, Psp. 54,5 x 44 cm.
Johann Elias Ridinger 1698 Ulm – 1767 Augsburg
Kupferstiche auf Kupferdruckpapier. Typografisch u.li. signiert "Joh. Elias Ridinger inv. del. fec. et excud. a.V." Unter der Darstellung typografischer Schriftzug in Deutsch, Französisch und Lateinisch. Abzüge des 19. Jhs. Alle mit einfachen Passepartoutdeckeln versehen.
WVZ Thienemann 809, 810, 811, 812, 813, 814, 815, 816, 817, 818 (3-12). Blatt 1 und 2 fehlen.
Alle Blätter stärker gebräunt und lichtrandig, vereinzelt unscheinbar wellig, ganz vereinzelt Ecken etwas knickspurig. Blattränder teils umlaufend hinterlegt, verso mit Montierungen.
Pl. je 39,5 x 54,7 cm, Bl. je ca. 43,5 x 63,5 cm.
Johann Elias Ridinger 1698 Ulm – 1767 Augsburg
Radierungen auf Bütten. Alle in der Platte u.li. signiert "J. E. Ridinger inv. del. sc. et exc. A.V." sowie jeweils mittig betitelt. Alle mit Unterstreichung des Titels und Nummerierung o.re. von fremder Hand in Tusche. Jeweils im Passepartout.
WVZ Thienemann 101, 102, 104.
Ein Blatt stärker stockfleckig. Eines mit kleinem Einriss im Bereich der Signatur. Blätter verso umlaufend mit alten Montierungsresten.
Pl. je ca. 28,6 x 25,4 cm, Psp. je 44,5 x 36 cm.
166 Johann Elias Ridinger "Die Ergötzung der Schäfer" und drei weitere Watteau-Szenen. Mitte 18. Jh.
Johann Elias Ridinger 1698 Ulm – 1767 Augsburg
Schabkunstblätter auf Bütten. Alle in der Platte signiert "Ioh. Elias Ridinger excud. Aug. Vind." u.re. sowie unter der Darstellung in zwei Kolumnen in Deutsch und Latein betitelt und bezeichnet. Im Passepartout.
WVZ Thienemann 1396, 1397, Zusatz zur Folge von Gartenszenen mit Figuren in Watteaus Geschmack (1226 - 1230), sowie zwei Blätter wohl ebenfalls zu dieser Folge gehörig, jedoch nicht bei Thienemann.
Blätter teils stärker knickspurig und mit verschiedenartig hinterlegten am Rand teils größeren Fehlstellen und Einrissen. Teils stärker angeschmutzt und fleckig.
Pl. je ca. 41 x 55 cm, verschiedene Blattmaße, Psp. je 49,5 x 66.
167 Georg Philipp Rugendas I. et al., Vier Reiterdarstellungen. Um 1700.
Georg Philipp Rugendas I. 1666 Augsburg – 1742 ebenda
Radierungen, teils mit Kupferstich auf Bütten. Ein Blatt von Johann August Corvinus gestochen. Drei Blatt signiert, bezeichnet und teils mit einem Privileg versehen. Alle auf Untersatzpapier montiert.
Blätter teils stärker gebräunt und teils bis an die Darstellungskante beschnitten (Beschriftungen fehlen in einem Fall).
Bl. max. 20 x 23 cm.
168 Johannes I Sadeler "Christus im Hause von Maria und Martha". 1598.
Johannes I Sadeler 1550 Brüssel – 1600 Venedig
Kupferstich auf Bütten, auf Untersatzpapier. In der Platte bezeichnet "I.P. Bassan pinxit" u.Mi. und u.re. mit einem Privileg versehen.
Blatt stärker gebräunt, mit schmalem Rändchen um die Einfassungslinie (Textzeilen o. u. u. fehlen) und vollflächig auf Untersatzpapier aufkaschiert mit teils eingerissenem, vertikalen Mittelfalz sowie Einriss und bräunlicher Fleck (ca. 25 mm) o.Mi.
Bl. 20,7 x 28,9 cm, Unters. 21,7 x 30,3 cm.
169 Johann Rudolf Schellenberg "Ein Gebürg und kahle Felsen […]". 1770.
Johann Rudolf Schellenberg 1740 Basel – 1806 Töss
Radierung auf Bütten. In der Platte signiert "J. Rod. Schellenberg inv. et fec." u.li. und mittig nummeriert. Tafel X, Nr. 1 aus: Kupferstichsammlung zu J. B. Basedows Elementarwerke für die Jugend und ihre Freunde, Berlin und Dessau 1770ff. Vollflächig auf Untersatzpapier montiert, im Passepartout.
Etwas angeschmutzt und mit unscheinbaren, hinterlegten Einrissen u.re.
Darst. 15,9 x 20,9 cm, Bl. 19,3 x 24,5 cm, Psp. 25 x 31,2.
170 Pieter (Petrus) Schenk (d.Ä.) "Palatinatus Rheni". Um 1700.
Pieter (Petrus) Schenk (d.Ä.) vor 1660 Elberfeld – um 1718 Amsterdam
Kupferstich auf Bütten, teil- und grenzkoloriert. In der großen figürlichen Kartusche o.re. ausführlich bezeichnet, u.li. mit zweifachem Maßstab unter zwei Putti mit bekröntem Schild, dort separat signiert "A B Wijssen[?] F.". O.re. in brauner Tusche nummeriert "1". Verso in Blei von fremder Hand bezeichnet. Hinter Glas in einfacher Holzleiste gerahmt.
Blatt mit gut sichtbarer Plattenkante, insgesamt gebräunt und leicht gewellt, deutlicher, vertikaler Mittelfalz. An den Rändern und im Bereich der Darstellung zahlreiche unfachmännisch hinterlegte Einrisse und Fehlstellen, teils retuschiert.
Pl. 49,3 x 58,5 cm, Bl. 51,3 x 60,4 cm, Ra. 53,5 x 63,3 cm.
171 Johann Friedrich Alexander Thiele, Landschaft mit Hirte und Weidevieh unter einem Baum. Um 1800.
Johann Friedrich Alexander Thiele 1747 Dresden – 1803 ebenda
Radierung auf Bütten, auf Untersatzpapier montiert. In der Platte signiert "Thiele" o.re., o.Mi. nummeriert "12", bezeichnet "A. Thiele inv: fecit" u.li., sowie mit der Verlegeradresse von "C.A. Grossmann" in Augsburg u.re. Verso auf dem Untersatzpapier und auf der Passepartoutinnenseite mit Sammlerstempeln (Georg Denzel, nicht bei Lugt). Im Passepartout.
Blatt angeschmutzt, fleckig und mit deutlichen Wasserrändern o.re. und u.li., und mit einer späteren großräumigen Quadrierung in Bleistift.
Darst. 17,4 x 22,8 cm, Bl. 18 x 23,3 cm, Psp. 32 x 48 cm.
172 Johann Jakob Thourneysen "Templum Aeternitatis (Ecclesia und Herkules verjagen den Tod)" 1700.
Johann Jakob Thourneysen 1636 Basel – 1711 ebenda
Kupferstich auf Bütten. In der Platte signiert "Ioh. Ia. Thourneyser […] Sculp." u.re., mittig in der Darstellung datiert, u.li. und o.mi. bezeichnet.
Blatt mit vereinzelten kleinen Stockfleckchen und vereinzelten kleinen, teils hinterlegten Einrissen an den Rändern, Ecke o.li. mit einer Läsion.
Pl. 45,7 x 35,2 cm, Bl. 47,9 x 36,2 cm.
173 Jan van Troyen "Christus und die Ehebrecherin". 1651-1660.
Jan van Troyen um 1610 Brüssel – letzte Erw. 1671
Radierung und Kupferstich auf Bütten nach Tizians berühmten Gemälde im Kunsthistorischen Museum in Wien. In der Platte signiert "I. Troyen f." u.re., mittig mit Maßangabe des Originals, u.re. bezeichnet "I. Titian p." u.li. Auf Untersatzkarton.
Der Druck war Teil von David Teniers "Theatrum Pictorium".
Breitrandiges Blatt, neu beschnitten, mit vereinzelten Fleckchen, v.a. am Rand li.
Pl. 16,8 x 23,2 cm, Bl. 21,3 x 27,9 cm, Unters. 36 x 44,7 cm.
174 Jan van Troyen "Winter". 1656-1660.
Jan van Troyen um 1610 Brüssel – letzte Erw. 1671
Radierung und Kupferstich auf Bütten. In der Platte signiert "I. Troyen f." u.re., mittig mit Maßangabe des Originals, u.re. bezeichnet "I. Basan p.". Verso mit Sammlerstempel (Lugt 4536, Robert Johannes Meyer, Hamburg). Im Passepartout.
Es handelt sich um eine Grafik, die von Jan van Troyen nach einer Zeichnung von David Teniers nach Francesco Bassanos Gemälde "Winter" im Kunsthistorischen Museum in Wien angefertigt wurde. Es war Teil von Teniers "Theatrum Pictorium", dem ersten illustrierten Katalog einer Gemäldesammlung.
Fachmännisch gereinigter Zustand, vollflächig mit einer hauchdünnen Flieshinterlegung, o.re. dadurch geschlossene Einrisse, o.li. eine kleine Knickspur.
Pl. 21,2 x 30,3 cm, Bl. 23,7 x 33 cm, Psp. 34,5 x 50 cm.
175 Francois Vivares "Abend". 1760.
François Vivarès 1709 Saint-Jean-du-Bruel – 1780 London
Radierung auf Bütten nach Aelbert Cuyp. Verso mehrfach von fremder Hand in Blei bezeichnet.
Blatt gebräunt, o.u.u. bis in die Darstellung gerade beschnitten, mit mehreren hinterlegten Eck- und Randeinrissen.
Bl. 23,7 x 36 cm.
176 Johan Wierix "Das Jüngste Gericht". Um 1580.
Johan Wierix 1549
Kupferstich auf Bütten. In der Platte auf einem Stein u.re bezeichnet "Johan Wirings caelavit" u.li. Verso auf dem Untersatzkarton von fremder Hand mit falscher Künstlerbezeichnung. Hinter Folie auf Untersatzkarton.
Hollstein 394.V (von V).
Es handelt sich bei dem angebotenen Kupferstich um Wierix frühe Kopie des berühmten Stiches von Martino Rota.
Blatt bis knapp in die Darstellung beschnitten, vollflächig auf Untersatzpapier aufkaschiert, Ecken gestaucht, mit mehreren hinterlegten Einrissen und geglätteten Knickspuren am Rand.
Bl. 31,5 x 23,1 cm, Unters. 48,5 x 39 cm.
177 Johann Martin Will (Verleger) "Graf Struensee […] als Gefangener". 1772.
Johann Martin Will 1727 – 1806 Augsburg
Radierung auf Bütten. In der Platte unter der Darstellung ausführlich betitelt und bezeichnet sowie mit der Adresse von Will versehen u.re. Im Passepartout.
Blatt mit mehreren, teils stärkeren Knickspuren, kleine Materialfehlstelle im Bereich des linken Fußes. Verso angeschmutzt.
Bl. 41 x 25,5 cm, Psp. 57 x 42,5 cm.
178 Italienischer Grafiker, Sechs Blätter aus "Antiquarum statuarum urbis Romae". 1584.
Kupferstiche auf Bütten. Unsigniert, alle in der Platte bezeichnet und nummeriert. Verso mit Sammlerstempel (Lugt 4536, Robert Johannes Meyer, Hamburg). Jeweils auf Untersatzpapier montiert.
Teils etwas angeschmutzt.
Bl. je ca. 23 x 15 cm.
179 Französischer Kupferstecher "Vue du Canal de Fontainbleau". Um 1780.
Kupferstich auf Bütten, koloriert. In brauner Feder betitelt. Im Passepartout hinter Glas gerahmt.
Blatt gebräunt und stockfleckig. Vertikaler Mittelfalz und Falzspur li.
Psp. 23,5 x 42 cm, Ra. 36,5 x 53,5 cm.
190 Andreas Achenbach "Die Wassermühle". 1862.
Andreas Achenbach 1815 Kassel – 1910 Düsseldorf
Radierung auf kräftigem Velin. In der Platte signiert "a. achenbach" und datiert o.re. Hinter Glas in schmaler beigefarbener, profilierter Holzleiste gerahmt.
WVZ Pfeiffer 1862/13.
Blatt lichtrandig.
Pl. 11,3 x 17,6 cm, Bl. 23,4 x 29,3 cm, Ra. 24,4 x 30,6 cm.
191 Leo Arndt, Erfurt - Dom und St. Severinkirche. Um 1900.
Leo Arndt 1857 Eilenburg – 1945
Radierung auf China, auf Kupferdruckkarton aufgewalzt. Unterhalb der Darstellung re. in Blei ligiert signiert "LeoArndt" sowie typographisch bezeichnet "Verlag von Karl Villaret, Erfurt". Hinter Glas in brauner Holzleiste gerahmt.
Unscheinbar fleckig. Ein Einriss am u. Rand (ca. 2 cm). Verso umlaufend Reste einer alten Montierung sowie Papier leicht beschädigt.
Pl. 59,2 x 70,8 cm, Bl. 65,9 x 76 cm, Ra. 80,5 x 70,5 cm.
Karl Konrad Bauer 1868 Stuttgart – 1942 München
Farblithographien auf kräftigem Kupferdruckpapier. Eine Arbeit im Stein signiert "Karl Bauer". Alle Blätter unterhalb der Darstellung re. in Blei signiert "Karl Bauer" und datiert, überwiegend li. betitelt. Alle Blätter verso u.re. mit dem Stempel des "Verlag der Kunstdruckerei Künstlerbund Karlsruhe".
Vereinzelt mit Randläsionen sowie knick- und fingerspurig. Ein Blatt lichtrandig und mit Reißzwecklöchlein in den Ecken.
St. min. 28 x 32,5 cm, max. 51,7 x 42,3 cm, Bl. jew. 64,2 x 48,2 cm.
Karl Konrad Bauer 1868 Stuttgart – 1942 München
Farblithographien auf kräftigem Kupferdruckpapier. Jeweils im Stein signiert "Karl Bauer". Alle Blätter unterhalb der Darstellung re. in Blei signiert "Karl Bauer" und datiert, li. betitelt, ein Blatt Mi. bezeichnet "Goethe-Serie no. I."
Alle Blätter verso u.re. mit dem Stempel des "Verlag der Kunstdruckerei Künstlerbund Karlsruhe".
Etwas knick- und fingerspurig. Ein Blatt am Rand re. und li. mit horizontalen Pressfalten. Ein Blatt innerhalb der Darstellung etwas gewölbt.
St. min. 34,8 x 28,5 cm, max. 35 x 34,5 cm, Bl. min. 61,5 x 48,4 cm, max. 68 x 50,3 cm.
194 Karl Konrad Bauer "Eduard Moerike"/ "Ibsen"/ "Hebbel-Studie". Um 1900.
Karl Konrad Bauer 1868 Stuttgart – 1942 München
Farblithographien auf kräftigem Kupferdruckpapier. Jeweils im Stein signiert "Karl Bauer". Alle Blätter unterhalb der Darstellung re. bzw. li. in Blei signiert "Karl Bauer", eines datiert "99". Eine Arbeit im Stein, zwei unterhalb der Darstellung re. bzw. li. betitelt. Alle Blätter verso u.re. mit dem Stempel des "Verlag der Kunstdruckerei Künstlerbund Karlsruhe".
Knick- und fingerspurig. Zwei Blätter mit Reißzwecklöchlein in den (oberen) Ecken. Ein Blatt Mi.re. mit kleinem Einriss (ca. 1,2 cm).
St. min. 32,8 x 31 cm, max. 50,5 x 44,3 cm, Bl. jew. 64,5 x 48,5 cm.
195 Stefano della Bella "Satyrszene I". Um 1900.
Stefano della Bella 1610 Florenz – 1664 ebenda
Tiefdruck auf Bütten. Verso von fremder Hand in Kugelschreiber bezeichnet "REICHSDRUCK". Im Passepartout.
Reichsdruck Nr. 466.
Stempel verso getilgt. Blatt lichtrandig.
Bl. 27 x 40 cm, Psp. 34,3 x 45 cm.
196 Albert Heinrich Brendel, Drei Studien mit Schafdarstellungen. 2. H. 19. Jh.
Albert Heinrich Brendel 1827 Berlin – 1895 Weimar
Bleistiftzeichnungen auf Bütten, eine davon sparsam in Tusche überarbeitet und mit zwei nachträglich aufgebrachten, ergänzenden rechteckigen Detailzeichnungen, eine Federzeichnung auf Japan. Zwei Arbeiten mit Stempelsignatur, eines zusätzlich mit Nachlass-Stempel, die Federzeichnung unsigniert, von fremder Hand in Kugelschreiber künstlerbezeichnet. Alle auf Untersatzpapier hinter Schutzfolie montiert.
Zwei Blätter mit vereinzelten Fleckchen. Japanpapier etwas angeschmutzt und knickspurig.
Verschiedene Maße, Unters. max. 49,8 x 34,8 cm.
198 Anthony Cardon "Madame Recamier". 1804.
Anthony Cardon 1772 Brüssel – 1813 London
Mischtechnik mit Roulette und punktiert, partiell à la poupée eingefärbte Platte, teils handkoloriert auf Kupferdruckpapier nach einer Zeichnung von Richard Cosway. In der Platte signiert "Anthy Cardon sculp." u.re., mittig betitelt, bezeichnet und dediziert vom Herausgeber Gaetano Bartolozzi. Im Passepartout.
Blatt unscheinbar gebräunt und im Bereich der Platte etwas gewellt, ganz vereinzelte kleine Fleckchen.
Pl. 30,5 x 21,2 cm, Bl. 38,5 x 28,5 cm, Psp. 48,5 x 38 cm.
199 Josef Jan Alois Drda, Acht Bildnisse nach Gemäldevorlagen. 1. Viertel 19. Jh.
Josef Jan Alois Drda 1782 Prag – 1833 ebenda
Kupferstiche, teils mit Radierung auf Bütten, zumeist nach Raffael. Jeweils in der Platte signiert und mit dem Schöpfer der Vorlage bezeichnet. Jeweils im Passepartout.
Teils etwas fleckig, vereinzelt mit Eckschäden.
Verschiedene Blattmaße, Psp. max. 36 x 27,2 cm.
200 Robert Erbe (zugeschr.), Gebirgswiesen mit Gehöft und Bauern. 1876.
Robert Erbe 1844 Gera – 1903 Oberlößnitz b. Dresden
Bleistiftzeichnung auf Karton. In Blei signiert "Rob. Erbe", sowie unleserlich bezeichnet und datiert u.re.
Blatt etwas fingerspurig und leicht angeschmutzt. Verso Reste alter Klebemontierungen, vereinzelt fleckig und bleistiftspurig.
12,2 x 20,5 cm.
201 Otto Clemens Fikentscher (zugeschr.), Die Fee und der Zwerg. Wohl Mitte 19. Jh.
Otto Clemens Fikentscher 1831 Aachen – 1880 Düsseldorf
Bleistiftzeichnung auf kräftigem Papier, auf Untersatzpapier montiert. Monogrammiert "OF" u.li. Verso Sammlerstempel "Slg. Robert von Arnoldi" (nicht bei Lugt). Auf dem Untersatz künstlerbezeichnet. Im Passepartout, darauf in Blei nummeriert.
Blatt ganz unscheinbar wischspurig, verso mit alten Montierungsspuren und Papierresten. Passepartout angeschmutzt.
20,5 x 17 cm, Psp. 36 x 31 cm.
202 Eduard Fleischer (zugeschr.), Flussufer mit Stadtansicht. Mitte 19. Jh.
Eduard Fleischer 1815 Dresden – 1869 ebenda
Aquarell über Bleistift auf gelblichem Papier. Unsigniert. Verso in Blei von fremder Hand bezeichnet.
Blatt leicht gegilbt und angeschmutzt, Ecke o.li. mit hinterlegter Fehlstelle, u.li. leicht bestoßen, Knickspur o.re. Verso etwas angeschmutzt mit alten Montierungsspuren.
13,8 x 21,1 cm.
203 Thomas Gaugain "Rural Musick". 1801.
Thomas Gaugain 1748 – 1810
Radierung mit Roulette auf Bütten. In der Platte signiert "T. Gaugain sculp'" u.re., mittig betitelt, bezeichnet und mit der Verlagsadresse von Boydell, London, versehen sowie u.li. mit dem Zeichner der Vorlage bezeichnet.
Blatt etwas stockfleckig, angeschmutzt und mit einem Einriss o.li. (1,5 cm). Verso umlaufend mit Papier hinterlegt und angeschmutzt.
Bl. 53,4 x 42 cm.
204 Paul Gauguin "Femme couchée sous un Arbre". 1895.
Paul Gauguin 1848 Paris – 1903 Atuana (Hiva Oa)
Holzschnitt auf kräftigem Bütten. Unsigniert. Einer von fünf posthumen Abzügen von 1961 vom originalen Stock zu Lehrzwecken im Auftrag der Nationalgalerie Prag durch Janus Kubicek. Am oberen Rand im Passepartout montiert. In silberfarbener Holzleiste gerahmt.
WVZ Kornfeld Supplement B VI.
Der Druckstock befindet sich heute im Besitz der Prager Nationalgalerie und wird unter Verschluß gehaltenen.
Ränder minimal gebräunt, insgesamt minimal stockfleckig. Verso am o. Rand Reste einer alten Montierung.
Stk. 11,5 x 19,5 cm, Bl. 19 x 26,7 cm, Ra. 30,8 x 37 cm.
205 Paul Gauguin "La Famille". Um 1900.
Paul Gauguin 1848 Paris – 1903 Atuana (Hiva Oa)
Holzschnitt auf Bütten. Unsigniert. Einer von fünf posthumen Abzügen von 1961 vom originalen Stock zu Lehrzwecken im Auftrag der Nationalgalerie Prag durch Janus Kubicek. Im Passepartout klebemontiert, hinter Glas in schmaler Holzleiste gerahmt.
WVZ Kornfeld Supplement B VII.
Der Druckstock befindet sich heute im Besitz der Prager Nationalgalerie und wird unter Verschluß gehaltenen.
Minimal fingerspurig und leicht knickspurig.
Stk. 27,5 x 10,3 cm, Bl. 42,7 x 31 cm, Ra. 55 x 44 cm.
206 Johann M. F. Geißler, Vier Ansichten und zwei Guckkastenblätter. 1821 /Frühes 19. Jh.
Johann M. F. Geißler 19. Jh.
Radierungen und Stahlstiche. Teils in der Platte signiert, teils betitelt. Guckkastenblätter signiert "Oermüller sculp.", teils mit Blindstempel (nicht identifiziert). Drei Blätter datiert u.re. Alle auf Untersatzpapier, davon zwei gemeinsam montiert.
Blätter teils etwas gebräunt und vereinzelt stockfleckig.
Verschiedene Maße, Untersatz 21 x 29,8 cm.
207 Christian Gottlob Hammer "Ansicht von Dresden". 1837.
Christian Gottlob Hammer 1779 Dresden – 1864 ebenda
Stahlstich auf Kupferdruckpapier nach einem Gemälde von Otto Wagner. In der Platte u.re. signiert "Gest. v. Prof. Hammer" sowie unterhalb der Darstellung ausführlich bezeichnet.
Blatt angeschmutzt, am Rand u.re. Wasserrand, Ränder knickspurig, Ecke u.re. mit Flüssigpapierhinterlegung.
Darst. 28,5 x 44,6 cm, Bl. 34 x 47,3 cm.
208 Edward Gilbert Hester "Evening. Returning to the Kennels". 1877.
Edward Gilbert Hester 1843 London (?) – 1903 St. Albans (Hertfordshire)
Aquatinta, koloriert, auf kräftigem Papier nach Edward Algernon Stuart Douglas. In der Platte signiert "Engraved by E.G. Hester" u.re., mittig betitelt und bezeichnet, u.li. bezeichnet. An den Rändern in Blei von fremder Hand nummeriert.
Breitrandiges Blatt, Ränder etwas knickspurig, vereinzelte Fleckchen.
Darst. 50,7 x 40,2 cm, Pl. 63,5 x 50,5 cm, Bl. 76,9 x 60 cm.
209 Theodor Hildebrandt "Romeo und Julia". 1826.
Theodor Hildebrandt 1804 Stettin – 1874 Düsseldorf
Bleistiftzeichnung auf bräunlichem Papier mit angeschnittenen Wasserzeichen ("[WHAT?]MAN"). In Blei etwas unleserlich signiert "Th. Hildebrandt" u.re., mittig datiert und u.li. betitelt "Romeo u. Julia". Hinter Glas im stoffbezogenem Passepartout mit bogenförmigem Abschluss in schmaler, goldfarbener Holzleiste gerahmt.
Es handelt sich wohl um eine Vorstudie zu dem Gemälde "Romeos Abschied von Julia" aus dem Jahr 1827, das damals in den Besitz des Prinzen von Preußen kam.
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Darst. max. 6,6 x 7,4 cm, Bl. 10 x 15,3 cm, Ra. 20 x 19,5 cm.
210 Sigismond Himely "Bornhofen". Mitte 19. Jh.
Sigismond Himely 1801 – 1872
Aquatinta und Stahlstich nach einer Vorlage von Bodmer. In der Platte signiert "Gravé par Himely" u.re., mittig betitelt, mit der Verlagsadresse und dem Druckernamen (Heinrich Felsing) versehen, u.re. bezeichnet. Im Passepartout fest montiert.
Blatt gebräunt, partiell knickspurig und lichtrandig. Passepartout schadhaft.
BA. 34,5 x 45,5 cm, Psp. 49,5 x 58,5 cm.
211 Charles Hunt & Son "Silvio - Winner of the Derby Stakes at Epsom 1877". 1877.
Charles Hunt 1806 London – ?
Farbaquatinta, koloriert, auf Kupferdruckpapier. In der Platte signiert "Painted & Engraved by Hunt & Son" u.re. und mittig ausführlich betitelt und bezeichnet mit Angaben zum Pferd. An den Rändern von fremder Hand in Blei nummeriert.
Blatt etwas angeschmutzt, lichtrandig, mit vereinzelten Randläsionen, Ecken teils abgerissen und knickspurig, größerer Einriss u.re.
Pl. 59 x 67 cm, Bl. 61 x 80,5 cm.
212 Max Klinger "Narziss und Echo". 1879.
Max Klinger 1857 Leipzig – 1920 Groß-Jena/Naumburg
Radierung und Aquatinta auf Karton. Unsigniert. Verso von fremder Hand in Blei bezeichnet und betitelt. Blatt VII aus der Folge "Rettungen ovidischer Opfer" Opus II. Wohl posthumer Abzug von 1922 mit abweichenden Maßen und Papier.
WVZ Singer 31, wohl II oder III (von VI).
Finger- und knickspurig, leicht fleckig.
Darst. 26,2 x 39,2 cm, Bl. 30,1 x 41,3 cm.
213 Max Klinger "Simplicius in der Waldeinöde". Um 1881.
Max Klinger 1857 Leipzig – 1920 Groß-Jena/Naumburg
Radierung auf China, auf Kupferdruckpapier aufgewalzt. In der Platte u.li. signiert "MAX KLINGER", u.re. nummeriert "X". Am unteren Blattrand in Blei von fremder Hand bezeichnet. Blatt zehn der Folge "Intermezzi", Opus IV.
WVZ Singer 61 III (von III).
Blatt ganz unscheinbar fingerspurig und fleckig. Verso stärker stockfleckig, mit umlaufender Randverstärkung (partiell mit Fehlstellen) und etwas angeschmutzt.
Darst. 22,9 x 39,5 cm, Pl. 26,8 x 42,1 cm, Bl. 44,4 x 61,8 cm.
214 Käthe Kollwitz "Sitzender männlicher Akt". 1891.
Käthe Kollwitz 1867 Königsberg – 1945 Moritzburg
Radierung mit Tonplatte auf Kupferdruckpapier. Unsigniert. Am Rand u.re. mit dem Trockenstempel "A.v.d. Becke Kunstverlag Berlin-Halensee". Zweite Auflage ab 1945. Verso u.li. in Blei von fremder Hand bezeichnet "Käthe Kollwitz", betitelt, technikbezeichnet und datiert.
WVZ Klipstein 4 II d (von II d).
Unscheinbarer Fleck u.li. Verso o. Rand mit Resten früherer Montierung.
Pl. 15,7 x 12,9 cm, Bl. 37,9 x 27 cm.
215 Käthe Kollwitz "Stehender weiblicher Akt". 1900.
Käthe Kollwitz 1867 Königsberg – 1945 Moritzburg
Radierung mit Tonplatte auf Kupferdruckpapier. Unsigniert. Am Rand u.re. mit dem Trockenstempel "A.v.d. Becke Kunstverlag Berlin-Halensee". Auflage nach 1931. Verso u.li. in Blei von fremder Hand bezeichnet "Käthe Kollwitz", betitelt, technikbezeichnet und datiert.
WVZ Klipstein 46 II c (von II c).
Sehr guter Zustand. Verso o. Rand mit Resten früherer Montierung.
Pl. 17,7 x 13,8 cm, Bl. 38 x 27,2 cm.
216 Wilhelm Krauskopf "Ländliches Fest in Schwaben". 2. H. 19. Jh.
Wilhelm Krauskopf 1847 – ?
Radierung auf Kupferdruckpapier nach einem Gemälde von Eduard Kurzbauer in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. In der Platte signiert "W. Krauskopf sct." u.re., mittig betitelt und mit dem Druckernamen bezeichnet (Otto Felsing, Berlin), sowie u.li. künstlerbezeichnet. Blatt vollflächig auf Untersatzpapier aufkaschiert.
Etwas lichtrandig, Blattränder lädiert, Ecke o.li. stärker knickspurig. Blatt verso angeschmutzt und fleckig.
Darst. 51 x 81 cm, Bl. 59 x 82,5 cm.
217 Walter Leistikow "Waldinneres". Spätes 19. Jh.
Walter Leistikow 1865 Bromberg – 1908 Berlin-Schlachtensee
Radierung auf festem Japanbütten. Unsigniert. In Blei am unteren Blattrand von fremder Hand beziffert "10840", verso o.Mi. bezeichnet "Alte Eichen" sowie u.li. "4/Bl. 13".
Im Jahre 1917 zusammen mit sechs weiteren Radierungen des Künstlers im Verlag Paul Cassirer, Berlin, erschienen.
WVZ Nass 1 II wohl c (von II c), jedoch ohne die typographische Bezeichnung im Plattenrand und ohne Trockenstempel der Pan-Presse sowie unnummeriert, wohl ein Probedruck.
Minimal knickspurig mit einer leichten Papierstauchung u.re. und Knickspur o.re. Verso o.Mi. Rest einer früheren Montierung.
Pl. 17,3 x 12,2 cm, Bl. 38 x 25,5 cm.
218 Walter Leistikow "Weiden". 1896.
Walter Leistikow 1865 Bromberg – 1908 Berlin-Schlachtensee
Kaltnadelradierung auf Kupferdruckpapier. Unsigniert. Mit typographischer Bezeichnung innerhalb des Plattenrandes direkt unter der Darstellung "W. Leistikow rad.", "Verein für Original-Radirung zu Berlin", "O. Felsing gedr.". Erschienen im Heft XI, 1896, des Vereins für Original-Radierung zu Berlin.
WVZ Nass 4 IV a (von V b).
Blatt leicht knickspurig, Knick in Ecke u.li. Etwas stockfleckig und am unteren Rand leicht angeschmutzt.
Pl. 29,4 x 35,8 cm, Bl. 44,7 x 59,8 cm.
219 Théodore Müller "Vue générale de Versailles". Mitte 19. Jh.
Théodore Müller 1819 Straßburg – 1879 Paris
Lithographie mit gelbem Plattenton. Im Stein signiert "Lithe. par Th. Muller" u.re., sowie künstlerbezeichnet u.li, mittig betitelt und mit weiteren Bezeichnungen versehen.
Breitrandiges Blatt, etwas fleckig, angeschmutzt, mit größerem hinterlegten Einriss o.mi., partiell etwas knickspurig. Verso angeschmutzt.
Darst. 38 x 54,5 cm, Bl. 49 x 63 cm.
220 Théodore Müller & Michel Charles Fichot "Vue générale de Paris". Um 1860.
Théodore Müller 1819 Straßburg – 1879 Paris
Lithographie mit gelbem Plattenton. Im Stein signiert "Lith. par Fichot et Th. Muller" u.re., sowie künstlerbezeichnet u.li, mittig betitelt und mit weiteren Bezeichnungen versehen.
Breitrandiges Blatt, etwas fleckig, angeschmutzt, mit größerem hinterlegten Einriss o.mi. u. u.mi., partiell etwas knickspurig. Verso angeschmutzt.
Darst. 38,2 x 54,2 cm, Bl. 50 x 69 cm.
Gustav Heinrich Naeke 1786 Frauenstein (Sachsen) – 1835 Dresden
Federzeichnung über hauchdünner Bleistiftzeichnung auf Bütten, durchgegriffelt und mit zarter Quadrierung, verso mit Rötelstaub versehen. Unsigniert. Auf dem Untersatzpapier mit älterem Etikett, darauf typografisch und in Blei bezeichnet und künstlerbezeichnet. Im Passepartout.
Blatt bis auf die Einfassungslinie beschnitten, ganz leicht gebräunt und unscheinbar fingerspurig im Bereich des Himmels. Verso umlaufend Reste einer schmalen Papiermontierung.
14,6 x 18,2 cm, Unters. 22,5 x 26,5 cm, Psp. 41,8 x 32 cm.
222 Johann Nepomuk Passini "Die Ernte". 1841.
Johann Nepomuk Passini 1798 Wien – 1874 Graz
Stahlstich und Radierung, koloriert und eiweißgehöht auf Kupferdruckpapier nach einem Gemälde von Friedrich Gauermann. In der Platte signiert "In Stahl gestochen von Joh. Passini" u.re., mittig ausführlich bezeichnet. O.Mi. betitelt. Im Passepartout.
Blatt etwas angeschmutzt, knick- und fingerspurig, Ränder etwas lädiert mit Einrissen, o.li. kleine Materialfehlstelle.
Darst. 38,8 x 48,7 cm, Bl. 46,5 x 54,5 cm, Psp. 59,5 x 66,5 cm.
223 Albert Henry Payne et al., Sechs Ansichten von Dresden und Meißen. 19. Jh.
Albert Henry Payne 1812 London – 1902 Leipzig
Stahlstiche, eine Lithographie, davon zwei Kunstvereinsblätter. Zumeist in der Platte signiert, alle bezeichnet, teils im Passepartout.
Teils stockfleckig, ein Blatt knickspurig. Ganz vereinzelte Randmängel.
Bl. min. 15 x 20 cm,Psp. max. 26 x 34,6 cm.
224 Auguste Rodin, Springendes Pferd mit Reiter. 1899/1900.
Auguste Rodin 1840 Paris – 1917 Meudon
Farblithographie auf Karton mit Seidenpapiervorsatz mit stilisiertem Blütendekor. Unsigniert. Verso u.re. mit einem Stempel "Inselschiff" versehen. Auf dem Seidenpapier am u. Rand typographisch bezeichnet li. "A. Rodin (Paris)" und re. "Lithographie". Erschienen im Mappenwerk "Die Insel" bei Birnbaum, Heynerl und Schröder.
Söhn HDO 314-32 oder 31301-4.
Leicht fingerspurig, stark stockfleckig. Li. leichte Randläsionen. Japanpapier knickspurig, stockfleckig und etwas angegriffen.
St. 19,3 x 16 cm, Bl. 35,3 x 27,9 cm.
225 Sophus Ruge (zugeschr.) "Bei Vogelsang" [Pirna]. 1897.
Sophus Ruge 1831 Hannover – 1903
Aquarell auf festem Karton. In Blei u.re. betitelt und datiert. Verso an der oberen Blattkante auf dem Untersatzpapier montiert.
Blatt leicht stockfleckig.
12 x 17,8 cm.
226 Sascha Schneider "Der Mammon und sein Sklave". 1895.
Sascha Schneider 1870 St. Petersburg – 1927 Swinemünde
Holzstich auf China. Im Stock u.re. signiert "S.Schneider", am re. Rand mit der Verlagsbezeichnung. An den Ecken auf Untersatzkarton montiert, auf diesem typographisch betitelt und mit kleinem Stempel versehen "Meisterwerke der Holzschneidekunst". Aus der Mappe "Meisterwerke der Holzschneidekunst", erschienen im Verlag J.J. Weber, Leipzig.
Blatt leicht gebräunt, o. re. umgeknickt. Untersatzkarton gebräunt und an den Rändern verschmutzt, o. re. Ecke mit länglicher Fehlstelle.
Bl. 17,8 x 24,2 cm, Untersatzkarton 24 x 32 cm.
227 Sascha Schneider, Männlicher Akt in Bewegung. 1907.
Sascha Schneider 1870 St. Petersburg – 1927 Swinemünde
Kohlezeichnung auf chamoisfarbenem Velin. Signiert u.li. "S. Schneider", datiert und bezeichnet "W[eimar]", am unteren Blattrand li. von fremder Hand in Blei bezeichnet "Aus dem Nachlaß der Dresdner Malerin Katharina Krabb[es] / Schülerin von S. Schneider in Weimar" sowie u.re. "KRA-PIE 3859".
Die Arbeit wird in den Nachtrag zum WVZ Starck aufgenommen. Vgl. Christiane Starck: Sascha Schneider. Ein Künstler des deutschen Symbolismus. Marburg 2016 (Erscheinungstermin: September 2016, mit
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38,7 x 70,3 cm.
228 Julius Scholtz, Sitzendes Mädchen bei der Handarbeit. 2. H. 19. Jh.
Julius Scholtz 1825 Breslau – 1893 Dresden
Bleistiftzeichnung auf chamoisfarbenem Papier. Mit der Stempelsignatur des Künstlers (Lugt 2265j, "Sur ses propres œuvres") u.re. Verso weitere Studien in Blei sowie unleserlich bezeichnet.
Blatt o.re. etwas angeschmutzt und mit unscheinbarer, oberflächlicher Materialfehlstelle. Verso anhaftender Papierstreifen am Rand re., sowie Montierungsspuren o.li.
12,5 x 8,5 cm.
229 Julius Scholtz, Glückwunschkarte. 1891.
Julius Scholtz 1825 Breslau – 1893 Dresden
Aquarell und Federzeichnung in Tusche auf einer Bahnpostkarte (gelaufen). In der Darstellungsmitte in Tusche bezeichnet "Zum 17. u. 18. Februar Herzlichste Glückswünsche [sic!] von Familie Scholtz". Auf der Rückseite in Tusche an den Maler Wilhelm Ritter und seine Frau in München adressiert. In Blei von fremder Hand künstlerbezeichnet, mehrfach gestempelt, Sammlerstempel (Lugt 3549, nicht identifiziert).
Verso o.re. u. li. mit Resten älterer Montierungen. Karte recto und verso etwas gebräunt, Ecken ganz unscheinbar gestaucht, Ecke u.re. mit Knickspur.
9,2 x 14 cm.
230 Oskar Schreyer "Die Marienkirche in Zwickau". Um 1900.
Oskar Schreyer Erste Erw. vor 1890 – letzte Erw. vor 1902
Aquarell über Bleistift auf Aquarellkarton. Signiert "O. Schreyer." u.li. Am Rand umlaufend auf Untersatzkarton klebemontiert. Verso auf der Rückwand, auf klebemontiertem Karton bezeichnet und betitelt. Hinter Glas in goldfarbener, ornamental geschmückter Holzleiste gerahmt.
Randbereiche minimal fingerspurig, am re. Rand unscheinbare Oxidationsspuren.
65 x 50 cm, Ra. 68 x 53 cm.
231 Hans Unger "Südliche Landschaft mit Zypressen und Pappeln"/ "Weiblicher Studienkopf". 1895/1896.
Hans Unger 1872 Bautzen – 1936 Dresden
Radierung in Grünschwarz auf Kupferdruckpapier. Unsigniert. Verso in Blei von fremder Hand nummeriert.
Lithografie in Schwarz und Grün auf kräftigem glatten Papier. Unsigniert. Typografisch bezeichnete Beilage der Zeitschrift PAN, II. Jahrgang, Heft 2. Verso von fremder and in Blei nummeriert.
WVZ Günther 5 / WVZ Günther 10 mit leicht abweichenden Maßen.
Blattränder teils etwas stärker gebräunt. Radierung unscheinbar knickspurig und ganz leicht angeschmutzt. Lithografie teils mit gestauchten Ecken, verso Montierungsreste.
Rad.: Pl. 16 x 22 cm, Bl. 29 x 36,4 cm; Litho.: St. 27,5 x 20,7 cm, Bl. 36,8 x 26 cm.
232 Gaetano Venzo, Anbetung der Hirten. 1. H. 19. Jh.
Gaetano Venzo 1770 – 1843
Radierung auf Kupferdruckpapier nach einer Vorlage von Jacopo Bassano. In der Platte u.re. signiert "Gaetano Venzo incise", mittig ausführlich bezeichnet, u.li. künstlerbezeichnet. Im Passepartout.
Blatt stockfleckig und etwas lichtrandig, Ecke u.li. knickspurig, kleiner Einriss u.re.
Pl. 39,5 x 45 cm, Bl. 42 x 48,8 cm, Psp. 53 x 59 cm.
233 Hans Anton Williard (zugeschr.), Zwei Ansichten aus der Sächsischen Schweiz. Mitte 19. Jh.
Hans Anton Williard 1832 Dresden – 1867 ebenda
Aquarelle über Graphit, partiell weiß gehöht, auf dünnem Karton, auf Untersatzkarton montiert. Unsigniert. Ein Blatt auf dem Untersatz künstlerbezeichnet "H. Williard" u.li. Jeweils hinter Glas in schwarzer Holzleiste gerahmt.
Blätter und Untersatz partiell etwas angeschmutzt. Ein Blatt stärker gebräunt, Untersatz lichtrandig.
Je ca. 11,1 x 17.2 cm, Ra. je 20 x 26 cm.
234 Deutscher Zeichner, Schlittenfahrt. Mitte 19. Jh.
Aquarell und Tempera über Blei auf dünnem Karton. Unsigniert. Verso in Feder bezeichnet "Erinnerung am Tambach […] seinem lieben Cousin / Friedrich Ortenb[ach?]". In einer schmalen goldbronzierten Holzleiste hinter Glas gerahmt.
Blatt allseits beschnitten, Bleiweiß partiell oxidiert, am unteren Rand zwei Wasserfleckchen. Verso ganz unscheinbar stockfleckig.
18,9 x 23,8 cm, Ra. 20,2 x 25,5 cm.
235 Deutscher Zeichner, Hand- und Kopfstudien. 19. Jh.
Bleistiftzeichnung, sparsam weiß gehöht, auf faserigem grauen Papier, auf Untersatzpapier montiert. Verso mit Architekturstudien. Unsigniert. Auf dem Untersatzpapier von verschiedenen Händen in Blei künstlerbezeichnet und bezeichnet.
Provenienz: Privatbesitz Berlin; Nachlaß Dr. R. J. Meyer (nicht identifiziert, Stempel nicht bei Lugt); vormals wohl Nachlass des Malers Adolph von Menzel (bezeichnet auf dem Untersatzpapier).
Blattränder teils etwas unregelmäßig, Knickspur und unscheinbare Verbräunung am Rand o., Einriss o.Mi.
26,8 x 16,8 cm, Unters. 35,7 x 34,8 cm.
236 Deutscher Zeichner, Voralpenlandschaft mit Flößern. 19. Jh.
Aquarellierte Federzeichnung auf Bütten. Unsigniert. Im Passepartout.
Blatt stärker gebräunt, etwas lichtrandig und fleckig. Rand o. u. u. mit Farbstiftstrich.
Darst. 15,5 x 25 cm, Bl. 20,6 x 30,8 cm, Psp. 34,6 x 42 cm.
237 Deutscher Grafiker, Der beherzte Glückspilz. 19. Jh.
Stahlstich, koloriert, auf Kupferdruckpapier. Unsigniert. Freigestellt im Passepartout hinter Glas gerahmt.
Blatt gleichmäßig gebräunt, Wasserrand u.
Bl. 17,3 x 12 cm, Ra. 31,6 x 26,4 cm.
Verschiedene Drucktechniken auf unterschiedlichen Papieren. Zumeist im Medium signiert, alle betitelt oder bezeichnet. F. Milius nach F. Boilly "Triomphe de Marat", Radierung; Roemhild "Arrivée aux Tuilleries", Aquatinta; "Napoleon mit seinem Generalstab", kolorierte Lithografie; "The memorable adress of Louis XVI at the bar of the National Convention"; Umrissradierung; N. Hitzfeld "Die Letzte Stunde vom Hause Napoleon", Lithografie. Jeweils im Passepartout.
Gute, altersentsprechende Zustände.
Bl. min. 24,7 x 32,8 cm, Psp. max. 57 x 38 cm.
240 Albrecht Dürer, Fünf Reichsdrucke. Um 1900.
Albrecht Dürer 1471 Nürnberg – 1528 ebenda
Tiefdrucke auf unterschiedlichen Papieren. Alle Blätter verso mit dem Stempel der Reichsdruckerei Berlin versehen, vier u.re. mit gestempelter Nummer, teils mit Prägestempel "REICHSDRUCK". Ein Blatt in Blei nummeriert.
Reichsdruck Nr. 18 (Der hl. Hieronymus im Gehäus); 444 (Christus vor Kaiphas); 694 (Der hl. Antonius vor den Mauern Nürnbergs); 695 (Willibald Pirckheimer); 745 (Die Versammlung der Kriegsleute).
Blätter ganz unscheinbar gebräunt, teils leicht stock- und etwas wasserfleckig, etwas wellig im Druckbereich.
Verschiedene Maße, Bl. max. 37,2 x 28,6 cm.
241 Hendrick Goltzius "Die Heilige Familie". Um 1900.
Hendrick Goltzius 1558 Mühlbrecht – 1617 Haarlem
Tiefdruck auf Bütten. Verso von fremder Hand in Kugelschreiber bezeichnet "REICHSDRUCK". Im Passepartout.
Reichsdruck Nr. 531.
Stempel verso getilgt, am unteren Blattrand beschnitten. Blatt etwas lichtrandig.
Bl. 52 x 39 cm, Psp. 58 x 43 cm.
242 Rembrandt Harmenszoon van Rijn, Fünf Reproduktionsgrafiken. Um 1900 -1. H. 20. Jh.
Rembrandt Harmenszoon van Rijn 1606 Leiden – 1669 Amsterdam
Tiefdrucke auf unterschiedlichem Papier. Teils von fremder Hand in Blei bezeichnet, alle mit Herstellervermerk oder -stempel.
Amslerdruck Nr. 338 (Selbstbildnis von 1631) u. 340 (Selbstbildnis on 1634).
Reichsdruck Nr. 103 (Hundertguldenblatt).
Drucke der Gesellschaft f. vervielf. Kunst, Wien (Landschaft mit drei Hütten; Selbstbildnis von 1639).
Blätter teils etwas lichtrandig und vereinzelt stockfleckig. Rand von RDNr. 103 mit zwei größeren braunen Flecken, Ecken knickspurig und mit Reißzwecklöchlein.
Bl. min. 16 x 15 cm, max. 48 x 57,5 cm.
248 Wohl französischer Zeichner, Kniende in Anbetung. 19. Jh.
Bleistiftzeichnung auf graubeigefarbenem, faserigen Bütten. O.re. in Blei bezeichnet "Horicourt(?)". Hinter Glas im Passepartout gerahmt.
Das Blatt zeigt eine kniende weibliche Figur im Profil mit aufwändiger Flechtfrisur in einem weiten, faltenreichen Umhang mit zurückgeschlagener Kapuze. Ihre betenden Hände sind durch den Stoff verhüllt, ihr Blick nach oben - wie zum Kreuz - gerichtet. Möglicherweise handelt es sich um eine Gewandstudie als Teilkopie einer größeren Komposition, die der unbekannte Zeichner sicher ausführte.
Breiter, leicht verbräunter Streifen in der unteren Bildhälfte, Blatt etwas knickspurig, etwas deutlichere horizontale Knickspur. Ränder außerhalb der Darstellung nach hinten umgeschlagen.
BA. 39 x 29 cm, Ra. 57,3 x 48 cm.
Aleko Adamia 1962 Tbilisi (Georgien)
Farbmonotypien auf festem Papier. Zwei Blätter in Blei signiert u.li. bzw. re. "Aleko Adamia" und technikbezeichnet u.Mi. bzw. re. Zwei Arbeiten u.Mi. nummeriert "1/1". Alle Blätter in Blei von Künstlerhand kyrillisch bezeichnet, verso ebenfalls kyrillisch bezeichnet und datiert.
Leicht fingerspurig.
Med. jew. 50,3 x 65,2 cm, Bl. jew. 52,1 x 66,8 cm.
261 Leonore Adler, Frau mit Tier. 1988.
Leonore Adler 1953 Plauen – lebt in Dresden
Lithographie auf Torchon. In Blei u.re. signiert "Adler" und datiert, u.li. bezeichnet "Probedruck".
Blattecken leicht gestaucht und angeschmutzt. Am li. Blattrand mit kleinem Einriss. Verso minimal stockfleckig.
St. 34,4 x 26 cm, Bl. 50,2 x 37,8 cm.
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *
262 Artur Ahnert "Die Sächs[ische] Schweiz". 1922.
Artur Ahnert 1885 Zwickau – 1927 Dresden
Kaltnadelradierung auf chamoisfarbenem Velin. In Blei unterhalb der Darstellung re. signiert "Artur Ahnert" und datiert, li. betitelt und mittig bezeichnet "Gedruckt auf der Presse der Akademie zu Dresden". Verso u.re. in Blei von fremder Hand bezeichnet.
Deutliche, unregelmäßige Verfärbung (ca. 17 x 8 cm) im Papier in der Ecke o.re. knapp oberhalb der Darstellung. Ecken o.li. und u.re. geknickt. Ränder vereinzelt mit leichten Läsionen. Rand re. minimal stockfleckig.
Pl. 25 x 32,8 cm, Bl. 38,8 x 50,8 cm.
263 Elisabeth Ahnert, Sommertag im Garten. Wohl 1950er Jahre.
Elisabeth Ahnert 1885 Chemnitz – 1966 Ehrenfriedersdorf
Deckfarben und Federzeichnung in Tusche auf Papier. In Tusche u.re. signiert "EAhnert".
Oberfläche berieben und kratzspurig. Blatt knickspurig. Ecken mit Reißzwecklöchlein, o. und u.re. eingerissen, u.li. mit kleiner Fehlstelle. Ränder ungerade beschnitten, mit leichten Läsionen. Verso Reste älterer Montierungen.
27,5 x 37,3 cm.
264 Christian Aigrinner, Vier grafische Arbeiten. 1966/1981/1982.
Christian Aigrinner 1919 Hörreut – 1983 Deggendorf
Linolschnitte, Monotypie und Federzeichnung, aquarelliert. Linolschnitte im Medium ligiert monogrammiert "CHA" sowie unterhalb der Darstellung in Blei signiert "Aigrinner" und datiert. Auf beschriebenen Klappkarten montiert. Monotypie und Federzeichnung in Tusche signiert "Aigrinner" und datiert sowie auf dem Passepartout in Blei nochmals signiert, datiert und betitelt.
Minimal fingerspurig.
Max. 26 x 16 cm.
265 Christian Aigrinner, Vier Landschafts- und eine Blumendarstellung. 1981/1982.
Christian Aigrinner 1919 Hörreut – 1983 Deggendorf
Federzeichnungen in Tusche und Aquarell auf Karton, eine Monotypie. Die Zeichnungen in Tusche signiert "Aigr" und datiert, die Monotypie in Tusche ligiert monogrammiert "CHA". Vier Arbeiten auf Karton montiert, dort in Blei signiert "Aigrinner" und datiert sowie betitelt.
Minimal fingerspurig, teils farbspurig.
Max. 12 x 15 cm.
266 Gerhard Altenbourg "Fast ein Blick, dorther". 1964.