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| AUKTION 85 | 20. Juni 2026 |
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| Aktuelle Auktion | 3 Ergebnisse |
Gerd Wandrer
1952 Rudolstadt – lebt in Apolda
Gerd Wandrer studierte von 1979 bis 1981 an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Burg Giebichenstein Halle. Nach seiner Exmatrikulation setzte er von 1982 bis 1985 seine Ausbildung an der Akademie der Künste in Berlin fort und wurde Meisterschüler bei Prof. Gerhard Kettner. In dieser Zeit entwickelte er eine zunehmend eigenständige künstlerische Sprache, die sich bewusst von kulturpolitischen Normierungen der DDR distanzierte. Ab Mitte der 1980er-Jahre initiierte Wandrer in Jena die sogenannten "Hofvernissagen", halböffentliche Ausstellungsformate im privaten Raum, die als alternative Präsentationsorte für non-konforme Kunst dienten. Seine Aktivitäten führten zu politischer Verfolgung, Überwachung und schließlich zu einem offiziellen Ausstellungsverbot. 1987 wurde er aus der DDR ausgewiesen. Von 1987 bis 2017 arbeitete Wandrer als freischaffender Maler und Bildhauer in West-Berlin. Seit 2017 betreibt er mit Annette Wandrer ein Atelier in Apolda.
171 Gerd Wandrer "Motivsucher". 2009.
Gerd Wandrer 1952 Rudolstadt – lebt in Apolda
Öl auf Leinwand. U.li. signiert und datiert "Wandrer 09". Li. neben der Frau zweifach geritzt signiert und datiert "Wandrer 09". Verso nochmals signiert und datiert "Wandrer 09", betitelt sowie bezeichnet "im Sog".
Eine einzelne Figur erscheint in einer bewusst uneindeutigen Landschaft, die zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion gehalten ist. Die Gestalt symbolisiert den Künstler, den "Motivsucher", der sich täglich in seinem Werk neu erfinden muss. Mit Skizzenblock und einem
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120 x 100 cm.
Regelbest. 7% MwSt (Schätzpreis 2.354 € inkl. MwSt) **
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *
172 Gerd Wandrer "Klettern verboten". 2012.
Gerd Wandrer 1952 Rudolstadt – lebt in Apolda
Öl auf Leinwand. U.li. datiert und signiert "12 Wandrer", verso nochmals signiert "Wandrer" sowie betitelt und datiert "2".
Gerd Wandrer zeigt hier eine alltägliche, zugleich rätselhafte Straßenszene, die in ihrer Zusammenstellung bewusst irritierend wirkt. Die Figuren tragen teils ungewöhnliche, nicht eindeutig zeitlich oder sozial einzuordnende Kleidung. Dadurch bleiben ihre Rollen offen, sie sind weniger als klar definierte Charaktere denn als Teil einer Bildkonstellation zu
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105 x 124 cm.
Regelbest. 7% MwSt (Schätzpreis 2.354 € inkl. MwSt) **
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *
173 Gerd Wandrer "Eifersucht". 2010.
Gerd Wandrer 1952 Rudolstadt – lebt in Apolda
Öl auf Leinwand. Verso signiert und datiert "Wandrer 010", betitelt sowie bezeichnet "Flucht".
Die räumliche Ordnung ist in vorliegendem Gemälde bewusst aus dem Gleichgewicht gebracht – Häuser kippen, Linien laufen gegeneinander, Vorder- und Hintergrund scheinen sich zu verschieben. Diese instabile Perspektive spiegelt einen Zustand verengter Wahrnehmung. Das Gefühl der Eifersucht und die damit einhergehende Übersteigerung von Details finden bei Wandrer ihren visuellen Ausdruck
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70 x 55 cm.
Regelbest. 7% MwSt (Schätzpreis 1.284 € inkl. MwSt) **
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *