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| AUKTION 85 | 20. Juni 2026 |
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Porzellan der Transitionalzeit
um 1620 Jingdezhen – um 1683 ebenda
Als Porzellan der Transitionalzeit bezeichnet man Erzeugnisse aus der Provinz Jingdezhen in der Umbruchszeit zwischen spätem Ming und frühem Qing (ca. 1620–1683). Die 1818 beginnenden Bürgerkriege und die Qing-Machtübernahme im Jahr 1944 führten zum Zerfall des kaiserlichen Manufaktursystems. Private Werkstätten bedienten neue Märkte und schufen innovative Dekore, oft mit erzählerischen Szenen und neuen Farbpaletten von höchster Qualität. Erst ab 1683 setzte unter Kangxi wieder organisierte Hofproduktion ein.
692 Deckeltopf mit blau-weißem Dekor. China. Wohl Transitionalzeit 1620-1683
Porzellan der Transitionalzeit um 1620 Jingdezhen – um 1683 ebenda
Porzellan, glasiert, Dekor in Unterglasurblau. Der ovoide Korpus umlaufend mit einer fein ausgeführten Landschaftsdarstellung mit mehreren Gelehrten und Dienern sowie einem Pferd in einer Fluss- und Berglandschaft, der Hals mit hängenden Blättern dekoriert. Auf dem Deckel eine Gelehrtenszene mit zwei Dienern und einer Gans. Schulter des Korpus' und Deckelrand mit umlaufendem, geritztem Wellenband- und Wolkendekor.
Mündungsrand mit einem Haarriss (ca. 9 cm), der innere Mündungsrand mit drei Chips (ca. 1,5 cm, 1 cm und 6 mm). Am Boden ein Brandriss (ca. 4,5 cm), außenseitig mit alter Kittung, davon ausgehend beidseitig ein Haarriss (ca. 1,5 cm und 3 cm). Zwei weitere Glasurrisse mit alter Kittung.
H. 28,5 cm, D. 19,5 cm.