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| AUKTION 85 | 20. Juni 2026 |
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Ferdinand Avenarius
1856 Berlin – 1923 Kampen auf Sylt
Neffe Richard Wagners. 1877–78 Studium in Leipzig und Zürich der Kunst- und Literaturgeschichte und der Philosophie. 1887 Gründung der Zeitschrift "Der Kunstwart", hatte großen Einfluss auf die Geschmacksbildung des Bürgertums. Dort u.a. leidenschaftliche Debatte um Literatur Karl Mays. 1894 Bekanntschaft mit Gerog Callwey, dieser übernahm Zeitschrift in sein Verlagsprogramm. Im gleichen Jahr Hochzeit mit Else Doehn. Gilt als "Entdecker" Kampens, wo er seine Sommer verbrachte. 1902 Gründung des Dürerbundes mit Paul Schumann. Ab 1903 vorwiegend auf Sylt, dessen Kulturerhaltung er förderte. Avenarius mit großem Einfluss auf Kunsterzieher, deren Gedankengut er bereits 1908 förderte. 1914 wandte er sich gegen deutsche Kriegspropaganda, sowie ab 1918 auch gegen die der Entente, sowie gegen den Friedensvertrag von Versailles.
010 Carl Robert Kummer, Felsige Küste, in der Ferne Segelschiffe (Schottland?). Um 1851.
Carl Robert Kummer 1810 Dresden – 1889 ebenda
Ferdinand Avenarius 1856 Berlin – 1923 Kampen auf Sylt
Wolfgang Jess 1885 Hannover – 1945 vermisst in Berlin
Öl auf Papier, auf Malpappe kaschiert, diese auf eine zweite Malpappe kaschiert. Unsigniert. In einer Berliner Leiste gerahmt. Auf der Rahmenrückwand von fremder Hand künstlerbezeichnet, betitelt "Felsen am Strand" und bezeichnet.
Das Gemälde wird in den Nachtrag zum WVZ Nüdling aufgenommen.
Provenienz: Westdeutsche Privatsammlung; Nachlass Wolfgang Jess; Nachlass Ferdinand Avenarius, Herausgeber des "Der Kunstwart".
Vgl. motivisch:
"Sonnenuntergang an der Schottischen
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18,5 x 24,5 cm, Ra.22 x 27,5 cm.