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| AUKTION 85 | 20. Juni 2026 |
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Carl Lohse
1895 Hamburg – 1965 Dresden
1909/10 Besuch der Staatlichen Kunstgewerbeschule Hamburg, Förderung durch den Direktor der Hamburger Kunsthalle Alfred Lichtwark. Ab 1912 Studium an der Akademie Weimar als Stipendiat der Kunsthalle Hamburg, verließ gemeinsam mit Otto Pankok vorzeitig die Akademie. Reise nach Holland, um die Werke Vincent van Goghs zu sehen. 1914–16 Kriegsteilnahme, die er als einziger seiner Kompanie überlebte.
1920 Ausstellungsteilnahme als Gast der "Dresdner Sezession 1919" in der Galerie Arnold in Dresden. 1921 Einzelausstellung im Kunstsalon Emil Richter in Dresden. Keines seiner Werke wird verkauft. Wechsel nach Hamburg, Gelegenheitsjobs. 1929 abermals Übersiedlung nach Bischofswerda. 1931 Kunstausstellung Heinrich Kühl in Dresden. Nach Durchsuchungen der Gestapo ab Mitte der 30er Jahre Malverbot. 1946 Ausstellung auf der Allgemeinen Deutschen Kunstausstellung Dresden.
1990 Eröffnung der "Galerie Carl Lohse" in Bischofswerda. 2017/18 zeigten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden eine umfassende Werkschau des Künstlers im Albertinum.
059 Carl Lohse "Selbstbildnis vor blauem Grund". Um 1913.
Carl Lohse 1895 Hamburg – 1965 Dresden
Öl auf Leinwand. Unsigniert. Verso mit dem Nachlass-Stempel des Künstlers, InvNr. "3" sowie auf dem Keilrahmen mit Bezeichnungen von fremder Hand. In einer weißen Leiste gerahmt.
Die Arbeit wird in das in Vorbereitung befindliche WVZ von Ophelia Rehor, Bautzen, aufgenommen.
Provenienz: Nachlass Sammlung Dr. med. Kay Fischer (1941–2021), Kamenz .
Wir danken Frau Ophelia Rehor, Bautzen und Frau Dr. Gabriele Werner, Dresden für freundliche Hinweise.
Bildträger verso fleckig. Deutliche Malschichtschüsselung. Mehrere fachgerechte Retuschen auf der Bildfläche, insbes. im weißen Kragen sowie kleine im Hintergrund und im Gesicht. Keilrahmen erneuert. Rahmen leicht berieben, Gehrungen geringfügig geöffnet.
55,5 x 65,5 cm, Ra. 66 x 76 cm.
126 Erhard Hippold, Bildnis Carl Lohse. 1960.
Erhard Hippold 1909 Wilkau – 1972 Bad Gottleuba
Carl Lohse 1895 Hamburg – 1965 Dresden
Öl auf Hartfaser. U.re. signiert und datiert "Hippold 60". Verso nochmals signiert. In einem weiß gefassten Plattenrahmen, dieser verso wohl vom Künstler bezeichnet "Hippold".
U.li. Ecke des Bildträgers minimal betoßen. Malschicht mit Kratzspuren u.re., wohl werkimmanent. Ra. gebrauchsspurig, o.li. ein Riss.
66,5 x 46,5 cm, Ra. 85,5 x 65 cm.