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| AUKTION 85 | 20. Juni 2026 |
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Conrad Felixmüller
1897 Dresden – 1977 Berlin
1911 Besuch der Zeichenklasse an der Kunstgewerbeschule Dresden. 1912 Privatschüler bei Ferdinand Dorsch, Aufnahme an die Dresdner Kunstakademie, Meisterschüler von Carl Bantzer. Bereits 1915 Selbständigkeit als freischaffender Künstler. 1916 Ausstellung in der Galerie Sturm (Berlin) und 1917 in der Galerie Hans Goltz (München). 1918 Heirat der Londa Freiin von Berg. 1919 Mitbegründer der Dresdner Sezession und Mitglied der Novembergruppe. 1933 verfemt, ein Jahr später Übersiedlung nach Berlin. Zwischen 1938 und 1939 wurden insgesamt 151 seiner Werke von den Nationalsozialisten zerstört. 1941 Umzug nach Darmsdorf. Sein Berliner Domizil wurde 1944 bei einem Bombenangriff zerstört. 1944 Umzug nach Tautenhain bei Leipzig. Nach kurzem Kriegsdienst (1944/45) kam er 1945 in sowjetische Kriegsgefangenschaft. 1949–61 Lehrauftrag für Zeichnen und Malen an der Universität Halle.
236 Conrad Felixmüller "Einarmiger (Genosse Häkler)". 1920.
Conrad Felixmüller 1897 Dresden – 1977 Berlin
Lithografie auf glattem, weißen Papier. Im Stein monogrammiert "FM" u.li. In Blei unterhalb der Darstellung signiert "Felixmüller", betitelt, technikbezeichnet und nummeriert "37/50". Freigestellt im Passepartout montiert und hinter Glas gerahmt.
WVZ Söhn 231.
Selten.
Das Werk wurde nicht ausgerahmt. Die o.li. Blattecke mit kleinem Materialverlust. Insgesamt mit leichten Griffknicken und Knickspuren, im o.re. Bereich mit zwei schräg verlaufenden Knickspuren, am u. Blattrand mit horizonaler Knickspur und mittigen Knitterspuren. Ein Einriss am li. Blattrand (ca. 4,5 cm), eine vertikalte Farbspur (druckimmanent) an der re. Blattkante.
St. 59,5 x 38,5 cm, Bl. 65,2 x 43 cm, Ra. 86,5 x 63,7 cm.
237 Conrad Felixmüller "Frau Matil und Sohn" ("Mutter und Sohn"). 1922.
Conrad Felixmüller 1897 Dresden – 1977 Berlin
Lithografie auf chamoisfarbenem Papier. Im Stein ligiert monogrammiert "FM." u.re. In Blei unterhalb der Darstellung signiert und datiert "Felixmüller 1922" sowie nummeriert "66/70". Freigestellt im Passepartout montiert und hinter Glas gerahmt.
WVZ Söhn 289, dort mit abweichender Breitenangabe sowie abweichender Auflagenangabe.
Selten. Exemplar einer zweiten, bei Söhn nicht verzeichneten Auflage.
In den Ecken Reißzwecklöchlein mit rostfarbenen Abdrücken, die o.re. Ecke mit Materialverlust. Insgesamt etwas griff- und knickspurig, in der o.li. Ecke eine schräg verlaufende Knickspur. Am u. Rand drei Einrisse (3 cm, 1,5 cm, 0,5 cm), ein weiterer minimaler an der li. und o. Blattkante. Im Hintergrund li. ganz unscheinbar stockfleckig. Ra. partiell leicht bestoßen.
St. 56 x 25 cm, Bl. 57 x 33,6 cm, Ra. 78,3 x 57,5 cm.
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *
238 Conrad Felixmüller "Stillende Mutter". 1921.
Conrad Felixmüller 1897 Dresden – 1977 Berlin
Farbradierung mit Aquatinta auf Kupferdruckbütten. In Blei signiert und datiert u.re. "Felixmüller 21", bezeichnet u.li. "3/Druck". Am u.re. Blattrand betitelt. Im Passepartout montiert.
WVZ Söhn 251, wohl b (von b), nom. 75 Exemplare, effektiv ca. 25 Exemplare.
Sehr unscheinbar knickspurig. Im Bereich der Nummerierung von Künstlerhand radiert.
Pl. 28,5 x 17,5 cm, Bl. 50,2 x 33,5 cm.
Regelbest. 7% MwSt (Schätzpreis 1.284 € inkl. MwSt) **
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *
239 Conrad Felixmüller "Arbeiterpaar (Ehepaar Schnabel)". 1920.
Conrad Felixmüller 1897 Dresden – 1977 Berlin
Kaltnadelradierung in Rotbraun auf gelblichem Japan. In der Platte u.li. ligiert monogrammiert "FM". In Blei signiert u.re. "Felixmüller". Eines von 25 Vorzugsexemplaren (Gesamtauflage 125) für die "DIE SCHAFFENDEN", 2. Mappe, 3. Jahrgang. Mit dem Trockenstempel "Die Schaffenden" u.li. Verso in Blei von fremder Hand annotiert.
WVZ Söhn 220 b (von b).
Insgesamt mit leichten Griffknicken. Blatt leicht gebräunt sowie minimal stockfleckig. Verso mit Resten einer ehemaligen Montierung.
Pl. 28,5 x 27,4 cm, Bl. 41,2 x 30,6 cm.
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *