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Antonio da Correggio
ca. 1489 Correggio – 1534 ebenda
Bürgerlich Antion Allegri.
Ab 1514 erste nachgewiesene Aufträge zur Bemalung von Kircheninventar bei Mantua und in Correggio. 1515 für S. Francesco gefertigte Madonna des hl. Franziskus (Gemäldegalerie Alte Meister Dresden). Auseinandersetzung mit Mantegna, Leonardo da Vinci, Francesco Francia und Lorenzo Costa. In den 1510er Jahren auch viele Arbeiten kleinen Formats, wie Tafelbilder. Madonnen, die Heilige Familie und Brustbilder einzelner Heiliger waren bevorzugte Themen. Anfang der 1520er Umzug nach Parma, dort u.a. Arbeit für die Äbtissin Giovanna da Piacenza, große Fresken-Projekte und Altarstücke. Ab den 1530er vermutlich wieder in Correggio und Auseinandersetzen mit mythologischen Themen. Etwa 100 Zeichnungen überliefert, vor allem Vorzeichnungen für Fresken. Entwicklung seines reifen Stils mit handwerklich perfektem Illusionismus, der verführerischen Auffassung des nackten weiblichen Körpers und besonders fein abgestuftem Inkarnat. Dezentrale Komposition, teilweise ekstatische Darstellungen menschlichen Leidens als Vorstufe zu barocken Umsetzungen. Dabei keine lineare stilistische Entwicklung, sondern individuelle Auseinandersetzung mit der jeweiligen thematischen Anforderung und dem Objektkontext.