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KatNr. 100101 Johann Eleazar Zeissig (genannt Schenau), Die Zeit enthüllt die Wahrheit. Wohl 1780er/1790er Jahre.
KatNr. 100101 Johann Eleazar Zeissig (genannt Schenau), Die Zeit enthüllt die Wahrheit. Wohl 1780er/1790er Jahre.

66. Kunstauktion |  05. Dezember 2020

Johann Eleazar Zeissig (genannt Schenau), Die Zeit enthüllt die Wahrheit. Wohl 1780er/1790er Jahre.

Johann Eleazar Zeissig (genannt Schenau) 1737 Groß-Schönau (Dresden) – 1806 Dresden

Öl auf Leinwand, doubliert. Signiert "Schenau fec" und schwer lesbar datiert "1766" oder "1796" u.li. In einem monumentalen, goldfarbenen Schmuckrahmen des frühes 20. Jh. mit breiter, nach außen ansteigender Kehle mit Rosettendekor, die Außerkante mit zurückgesetztem, schmalen Schraubstab und masseverzierten Eckkartuschen, zu deren beiden Seiten Blatt und Blütenzweigen laufen.

Provenienz: Nachlass Adolf Sonnenschein (1878–1952, Dozent an der Kunstgewerbeschule Dresden).

Das Gemälde stellt eine Allegorie der Zeit dar, die die Wahrheit enthüllt. In der Mitte der Komposition schwebt die Wahrheit, ein junges, unbekleidetes Mädchen mit einer Pfirsich in der linken Hand. Wie Cesare Ripa in seiner Ikonologie beschreibt, symbolisiert die Pfirsichfrucht das Herz und sein Blatt den Mund, so wie in der Wahrheit ein aufrichtiges Herz und ein wahr sprechender Mund vereint sind. In dieser eher seltenen Ikonologie wird die Wahrheit auch von dem Maler Anton Raphael Mengs (1728–1779) um 1756 in einem sehr schönen Pastell dargestellt, das sich heute im Bostoner Museum befindet (Inv. 98.590). Hinter der Wahrheit verfliegt die Zeit, klassisch dargestellt als bärtiger Greis mit Sichel. Im unteren Teil des Bildes sind zwei weitere Figuren zu sehen. Die linke Figur ist eine Darstellung der trügerischen Täuschung. Sie hält eine Schlange zwischen Blumen in der Hand. Das Attribut versinnbildlicht den vordergründigen Anschein von Güte und Liebenswürdigkeit in den Blumen, hinter welchem sich die wahre Absicht als giftige Schlange erweist.

Das Gemälde greift ein Thema auf, das durch Berninis unvollendete Marmorskulptur (1645–1652), heute in dem Galleria Borghese in Rom, berühmt wurde. Das Motiv war im 18. Jh. besonders beliebt und wurde auch von Pompeo Batoni (1708–1787) und Giovanni Battista Tiepolo (1696–1770) dargestellt. Darüber hinaus war das Thema in Dresden dank der Marmorskulptur von Antonio Corradini (1688– 1752) aus dem Jahr 1720 weithin bekannt. Sie befindet sich im Großen Garten in Dresden und wurde erst vor kurzem restauriert.

Malschicht mit sehr leichtem Alterskrakelee. Leichte Klimakante re. und li. Im Randbereich rahmungsbedingt etwas berieben und mit mehreren Einrissen. Vereinzelten kleine Retuschen, im Bereich der letzten zwei Ziffern der Datierung sowie im Himmel. Doublierung und Keilrahmen des frühen 20. Jh., mit einem zusätzlichen Gewebe gespannt. Schmuckrahmen mit leichten Kratzern und kleinen Fehlstellen der Fassung sowie partiell mit goldfarbenen Retuschen.

175,6 x 128,5 cm, Ra. 198,6 x 150,7 cm. 11.000-12.000 €
KatNr. 14 David Teniers d.J. (Kopie nach), Bauernhandel. 18. Jh.

65. Kunstauktion |  19. September 2020

014   David Teniers d.J. (Kopie nach), Bauernhandel. 18. Jh.

David Teniers d.J. 1610 Antwerpen – 1690 Brüssel

Öl auf Leinwand. Bezeichnet "D.Teniers F." u.li.

Wir danken Ellis Dullaart MA., RKD Den Haag, für freundliche Hinweise.

Das vorliegende Gemälde ist eine Kopie nach einer Originalkomposition von David Teniers II. Ein ähnliches Motiv zeigen die Gemälde "La casa rústica" im Museo del Prado (Catálogo Museo del Prado, 1872–1907. Núm. 1750) und auch das Gemälde "A Cottage by a River with a Distant View of a Castle", National Gallery London (Inv.Nr. NG861).
Aufgrund der brillanten Farben und der statischen Komposition kann das Gemälde auf das 18. Jahrhundert datiert werden. Zu dieser Zeit wurden die Erfindungen Teniers hoch geschätzt und seine Werke wurden in ganz Europa aktiv gesammelt. Dies führte zu einer Fülle von Kopien in seinem Stil.

Bildträger umlaufend geschnitten (Spannränder verlustig), wachsdoubliert und auf einem neuen Keilrahmen. Feines Alterskrakelee, im Himmel etwas schüsselförmig. Vereinzelte Farbverluste und Malschicht partiell oberflächlich berieben. Umlaufende Retuschen im Randbereich sowie eine größere an Ecke o.re., dort kleine, wellige Deformation im Bildträger. Malschicht im Falzbereich partiell berieben.

64 x 73 cm. 2.200 €
KatNr. 2 Frederik de Moucheron (Umkreis), Südliche Landschaft mit Wanderern und Fischern. 2. H. 17. Jh.
KatNr. 2 Frederik de Moucheron (Umkreis), Südliche Landschaft mit Wanderern und Fischern. 2. H. 17. Jh.

64. Kunstauktion |  20. Juni 2020

002   Frederik de Moucheron (Umkreis), Südliche Landschaft mit Wanderern und Fischern. 2. H. 17. Jh.

Frederik de Moucheron 1633 Emden – 1686 Amsterdam

Öl auf Leinwand. Mit Resten einer Signatur (Buchstabe "M" erkennbar) u.Mi. In einem goldfarbenen, historisierenden Schmuckrahmen mit Rocailleverzierungen und Eckkartuschen gerahmt, dort u.Mi. auf einem Metalletikett "Frederik de Moucheron" typografisch bezeichnet.

Mit einer schriftlichen Einschätzung von Ellis Dullaart, MA, RKD, Den Haag, vom 06.09.2018.

Provenienz: Galerie Dr. Schäffer. Gemälde alter und neuer Meister, Berlin W 8, Behrenstr. 28; Slg. Carl F. und Emma Müller, Berlin, erworben am 19.02.1927; Privatsammlung Berlin.

Bildträger wachsdoubliert, auf einem neuen Keilrahmen, Ränder der originalen Leinwand umlaufend geschnitten. Malschicht mit Alterskrakelee sowie mit kleinen Retuschen im Bereich des Himmels und einer Wolke re. Oberfläche mit punktuellen bräunlichen Fleckchen und kleinen Malschicht-Fehlstellen im Randbereich. Firnis gegilbt, mit heller Firnisfehlstelle o.re., mittig mit einem gelblichen Schmutzfleck o. und zwei Kratzern re.

116 x 93 cm, Ra. 135 x 114 cm. 3.000-3.500 €
KatNr. 3 Johann Christian Bäßler (zugeschr.), Brustbild des Johann Franz Zessner von Spitzenberg im Harnisch. Um 1760.
KatNr. 3 Johann Christian Bäßler (zugeschr.), Brustbild des Johann Franz Zessner von Spitzenberg im Harnisch. Um 1760.
KatNr. 3 Johann Christian Bäßler (zugeschr.), Brustbild des Johann Franz Zessner von Spitzenberg im Harnisch. Um 1760.

64. Kunstauktion |  20. Juni 2020

003   Johann Christian Bäßler (zugeschr.), Brustbild des Johann Franz Zessner von Spitzenberg im Harnisch. Um 1760.

Johann Christian Bäßler Erste Erw. 1701 – letzte Erw. um 1760

Öl auf Leinwand. Unsigniert. Verso auf der Leinwand undeutlich ausführlich bezeichnet "Herr Major Baron von Zesner" und "Basler pinx Dresda" (?) sowie datiert. In einem schlichten, schwarz gefassten Holzrahmen mit schmaler, goldfarbener Innenleiste gerahmt.

Wir danken Herrn Prof. Dr. Harald Marx, Dresden, für freundliche Hinweise.

Materialverlust der Leinwand an Ecke o.li., mit Gewebehinterlegung und Retusche ergänzt. Bildformat umlaufend um ca. 3 cm verkleinert (orig. Malkanten erhalten, verso umgeschlagen). Partiell mehrere kleine Flicken an ehemaligen Rissen. Deutliche Klimakante, locker auf dem Rahmen sitzend, mit mehreren Deformationen. Ein kleines Löchlein am Bildrand re.Mi. Malschicht mit mehreren farbfalschen Retuschen im Bereich der re. Schulter sowie im u. Bildbereich. Firnis gegilbt. Malschicht-Abrieb und kleine Fehlstellen im Falzbereich.

77,5 x 62 cm, Ra. 89 x 74,5 cm. 3.500 €
KatNr. 4 David Teniers d.J. (Nachfolger), Behandlung eines Fußkranken in einer Baderstube. Wohl spätes 17. Jh.
KatNr. 4 David Teniers d.J. (Nachfolger), Behandlung eines Fußkranken in einer Baderstube. Wohl spätes 17. Jh.

64. Kunstauktion |  20. Juni 2020

004   David Teniers d.J. (Nachfolger), Behandlung eines Fußkranken in einer Baderstube. Wohl spätes 17. Jh.

David Teniers d.J. 1610 Antwerpen – 1690 Brüssel

Öl auf grober Leinwand. Unsigniert.

Vgl. dazu motivisch das Gemälde "Fußoperation" eines ebenfalls unbekannten Malers, datiert 1663, in der Kunstsammlung der Georg-August-Universität Göttingen (Inv.Nr. GG 085).

Bildträger umlaufend geschnitten, doubliert und auf einem neuen Keilrahmen. Klimakante und ausgeprägtes Alterskrakelee mit Schüsselbildung. Vereinzelte Farbverluste. Eine retuschierte Fehlstelle in Leinwand und Malschicht u.li. sowie mehrere kleine am Rand o.re. Malschicht im Falzbereich partiell berieben. Dicker, gegilbter Firnis.

45 x 58 cm. 900-1.000 €
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