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KatNr. 400100 Robert Hermann Sterl

65. Kunstauktion |  19. September 2020

Robert Hermann Sterl "Sichlerin". 1903.

Robert Hermann Sterl 1867 Großdobritz – 1932 Naundorf/Sächs. Schweiz

Lithografie auf orangefarbenem Papier. Im Stein monogrammiert u.re. "R.St." sowie in Blei unterhalb des Steins monogrammiert "R.St.".
WVZ Becker 19, mit Abb. S.14.

Minimal lichtrandig. Leicht knickspurig, sowie kaum wahrnehmbare Kratzspuren im Randbereich. Diagonaler Knick an der o.re. Ecke. Verso an den Ecken Klebstoffspuren einer alten Montierung, teils recto durchscheinend.

St. 21,1 x 21,9 cm, Bl. 32,2 x 41,4 cm. 600 €
KatNr. 237 Gertrud Caspari und Walther Caspari
KatNr. 237 Gertrud Caspari und Walther Caspari
KatNr. 237 Gertrud Caspari und Walther Caspari
KatNr. 237 Gertrud Caspari und Walther Caspari
KatNr. 237 Gertrud Caspari und Walther Caspari
KatNr. 237 Gertrud Caspari und Walther Caspari
KatNr. 237 Gertrud Caspari und Walther Caspari

64. Kunstauktion |  20. Juni 2020

237   Gertrud Caspari und Walther Caspari "Kinderhumor für Aug und Ohr" / "Kinderland, du Zauberland" / Werkverzeichnis Getrud Caspari. 1914/1922.

Gertrud Caspari 1873 Chemnitz – 1948 Klotzsche

Farblithografien. a) "Kinderhumor für Aug und Ohr". 9 unpaginierte Pappseiten, zusätzlich des Einbandes. Jede Seite illustriert. 1. Auflage, hg. vom Jugenschriftenausschuß des Leipziger Lehrervereins. Druck: Alfred Hahn's Verlag, Leipzig.
U.a. mit Texten von: Matthias Claudius, Adolf Holst, Karl Fröhlich, Cäsar Flaischen, Johannes Trojan, Emil Geißler, Gustav Falke, Rudolf Bär, Eduard Wolf-Harnier, Emil Weber, Robert Reinick, Heinrich Seidel, August Heinrich Hoffmann von Fallersleben.
WVZ Neubert 4.3.1.
Seltene, unzerreißbare Ausgabe.

b) "Kinderland du Zauberland". 32 Seiten, zusätzlich des Einbandes. Davon acht ganzseitige Textillustrationen. 12. Auflage. Druck: Alfred Hahns Verlag, Leipzig. U.a. mit Texten von: Paula Dehmel, Adolf Holst, Victor Blüthgen, Hugo Salus, Emil Weber, Carl Ferdinands, Johanna Brettschneider, Johannes Trojan, Gustav Falke, Jakob Loewenberg, Emil Geißler, Richard Zoozmann und Martin
Greif.
WVZ Neubert 8.1.12.

c) Caspari, Gertrud / Neubert, Wolfgang: Die Bibliographie der Bücher und anderer bildnerischer Arbeiten von Wolfgang Neubert. Mit Beiträgen von Andreas Bode und Gertraud Müller, 2. bibliograp. Druck. Eines von 600 Exemplaren. Rudolstadt 1994, 121 Seiten.

a) Der Einband etwas berieben und fleckig, teils leichte Fingerspuren, Ecken des Einbandes bestoßen. Im Bereich der Kanten vereinzelt Läsionen.
b) Rückenleinen etwas geblichen. Kanten des Einbandes teils bestoßen und mit Läsionen, innen sehr sauber. c) Druckfrischer Zustand.

Verschiedene Maße, max. 30,5 x 22,5 x 3 cm. 120 €
KatNr. 238 Gertrud Caspari, Vier Kinderbücher. 1907– 1933.
KatNr. 238 Gertrud Caspari, Vier Kinderbücher. 1907– 1933.
KatNr. 238 Gertrud Caspari, Vier Kinderbücher. 1907– 1933.
KatNr. 238 Gertrud Caspari, Vier Kinderbücher. 1907– 1933.
KatNr. 238 Gertrud Caspari, Vier Kinderbücher. 1907– 1933.
KatNr. 238 Gertrud Caspari, Vier Kinderbücher. 1907– 1933.
KatNr. 238 Gertrud Caspari, Vier Kinderbücher. 1907– 1933.
KatNr. 238 Gertrud Caspari, Vier Kinderbücher. 1907– 1933.
KatNr. 238 Gertrud Caspari, Vier Kinderbücher. 1907– 1933.
KatNr. 238 Gertrud Caspari, Vier Kinderbücher. 1907– 1933.
KatNr. 238 Gertrud Caspari, Vier Kinderbücher. 1907– 1933.
KatNr. 238 Gertrud Caspari, Vier Kinderbücher. 1907– 1933.
KatNr. 238 Gertrud Caspari, Vier Kinderbücher. 1907– 1933.
KatNr. 238 Gertrud Caspari, Vier Kinderbücher. 1907– 1933.
KatNr. 238 Gertrud Caspari, Vier Kinderbücher. 1907– 1933.
KatNr. 238 Gertrud Caspari, Vier Kinderbücher. 1907– 1933.
KatNr. 238 Gertrud Caspari, Vier Kinderbücher. 1907– 1933.
KatNr. 238 Gertrud Caspari, Vier Kinderbücher. 1907– 1933.
KatNr. 238 Gertrud Caspari, Vier Kinderbücher. 1907– 1933.

64. Kunstauktion |  20. Juni 2020

238   Gertrud Caspari, Vier Kinderbücher. 1907– 1933.

Gertrud Caspari 1873 Chemnitz – 1948 Klotzsche

Farblithografien. a) "Toto et Margot voyagent pour leur plaisir par Marie de Grandmaison". Um 1907. 16 unpaginierte Seiten, zusätzlich des Einbandes. Jede Seite illustriert, sowie 15 ganzseitige Texillustrationen. 1. französische Auflage. Druck: Emile Guerin, Editeur, Paris.
WVZ Neubert 3.4.1.
Sehr seltene Ausgabe.

b) "Von Himmel und Erde". Um 1917. Mit 23 farbigen Textillustrationen, 4 davon ganzseitig. 3. Auflage. Druck: Alfred Hahn Verlag, Leipzig. Texte von Adolf Holst. Mit Widmung und Namen von fremder Hand verso des vorderen fliegendes Vorsatzes.
WVZ Neubert 22.3.


c) "Rudi und Susi". 1933. 1. Auflage. 36 Seiten, teilweise illustriert, drei ganzseitige Illustrationen. Druck: Alfred Hahns Verlag, Leipzig.
WVZ Neubert 51.1.
Seltene Ausgabe.

d) "Sei gegrüßt du mein lieb Heimatland!".1924. 1. Auflage. 36 Seiten, teilweise illustriert. Druck: Verlag Otto, Leipzig / München. Mit Texten von Heinrich Meise und Ernst Weber.
WVZ Neubert 36.1.

Einbände leicht bestoßen. a) Innen teils stärker stockfleckig, teils recht sauber. b) Einbandkanten leichter berieben und minimal fleckig. Bindung fachmännisch erneuert. c) Einband fleckig, an der Unterkante etwas fingerspurig. d) Rückenleinen und Klammerheftung fachmännisch
ersetzt, Einband leicht angeschmutzt. Eine Tafel mit kleinem, hinterlegten Einriss.

Versch. Maße. Max. 34,5x 24,5 cm. 300 €
KatNr. 258 Otto Greiner

64. Kunstauktion |  20. Juni 2020

258   Otto Greiner "Golgatha (Große Kreuzigung Christi)". 1900.

Otto Greiner 1869 Leipzig – 1916 München

Federlithografie auf gelblichem China, auf leichten weißen Karton aufgewalzt. Unterhalb der Darstellung im Stein gespiegelt signiert "Otto Greiner", ortsbezeichnet "Rom" und datiert "Dezember 1900" re. Davor li. in Blei monogrammiert "O.Gr.". Blatt V des Max Klinger gewidmeten Zyklus' "Vom Weib".
WVZ Vogel 78.

China mit einer schräg einlaufenden Kratzspur o. Mi. (ca.10 cm), punktuell retuschiert. Punktuelle Retusche im Bereich der Wolken Mi. Winzige Läsion in der o.li. Ecke dort auch ein Riss (ca. 2 cm). Vereinzelte, druck- und aufwalzungsimmanente Quetschfalten im Randbereich, o.re. Ecke ebenfalls druckimmanent leicht gestaucht. In der Darstellung sehr vereinzelt kleine kreisförmige Ausdünnungen, dort der Untersatzkarton durchscheinend. Untersatzkarton geschnitten, eine leichte Knickspur o.li.

St. 45,4 x 43,4 cm, Bl. 46,8 x 44,2 cm, Unters. 47,5 x 45,1 cm. 1.200 €
KatNr. 267 Carl Hachez
KatNr. 267 Carl Hachez

64. Kunstauktion |  20. Juni 2020

267   Carl Hachez "Au petit Papillon" (Marseille?) / Gasse mit Dirnen und Matrosen (Marseille?). Wohl 2. Viertel 20. Jh.

Carl Hachez 1880 Oldenburg – 1958 Würzburg

Radierungen mit leichtem Plattenton auf kräftigem "Hahnemühle"-Bütten. Unsigniert, wohl posthume Abzüge. U.li. in fremder Hand bezeichnet "CARL HACHEZ 1880".

Randbereiche leicht lichtrandig. Minimale Stauchungen unterhalb der Darstellung und Mi.li.

Pl. 32,5 x 14, Bl. 53 x 39 cm. 170 €
KatNr. 272 Bruno Héroux
KatNr. 272 Bruno Héroux

64. Kunstauktion |  20. Juni 2020

272   Bruno Héroux "Elfe und Kröte" / sechs Exlibris "Bücherei der Deutschen Forschungsanstalt für Psychiatrie". Um 1910/1917.

Bruno Héroux 1868 Leipzig – 1944 ebenda

Lithografie und Holzschnitte, verschiedenfarbig, auf Karton / dünnem Papier. "Elfe und Kröte" im Stein u.li. signiert "Héroux" darunter nochmals in Blei signiert "BHeroux". An den Blattecken auf Untersatzkarton montiert.
WVZ Liebsch Op. 58, dort mit abweichenden Maßen.

Exlibris im Stock datiert. Unsigniert.
Abgebildet in "Exlibris Bruno Héroux" S. 4.

"Elfe und Kröte" im Bereich der Darstellung gebräunt. Ein Holzschnitt mit Knickspur in der Ecke, partiell minimal fleckig.

Verschiedene Maße, St./Stk. min. 11,7 x 6,8 cm, max.15 x 10,4 cm. 100 €
KatNr. 278 Leopold Kayser

64. Kunstauktion |  20. Juni 2020

278   Leopold Kayser "Junges Mädchen". 1912.

Leopold Kayser 1868 Darmstadt – 1933 ebenda

Radierung. In der Platte o.li. signiert "Leo Kayser" und datiert. Außerhalb der Darstellung in Blei nochmals signiert. Verso in Blei betitelt.

Minimal fleckig und knickspurig.

Pl. 22 x 17 cm, Bl. 43 x 35,5 cm. 90 €
KatNr. 293 Hugo König und andere Künstler, Vier figürliche Darstellungen / Ansicht einer Scheune. Ende 19. Jh.-1. Viertel 20. Jh.
KatNr. 293 Hugo König und andere Künstler, Vier figürliche Darstellungen / Ansicht einer Scheune. Ende 19. Jh.-1. Viertel 20. Jh.
KatNr. 293 Hugo König und andere Künstler, Vier figürliche Darstellungen / Ansicht einer Scheune. Ende 19. Jh.-1. Viertel 20. Jh.
KatNr. 293 Hugo König und andere Künstler, Vier figürliche Darstellungen / Ansicht einer Scheune. Ende 19. Jh.-1. Viertel 20. Jh.
KatNr. 293 Hugo König und andere Künstler, Vier figürliche Darstellungen / Ansicht einer Scheune. Ende 19. Jh.-1. Viertel 20. Jh.

64. Kunstauktion |  20. Juni 2020

293   Hugo König und andere Künstler, Vier figürliche Darstellungen / Ansicht einer Scheune. Ende 19. Jh.-1. Viertel 20. Jh.

Hugo König 1856 Dresden – 1899 ebenda

Verschiedene Techniken auf verschiedenen Papieren. Vier Blätter signiert und datiert.
Mit Arbeiten von:
a) Hugo König, Federzeichnung über Bleistift, 1871.
b) Max Bellmann, Pastell- und Aquarellzeichnung über Bleistift, 1909.
c) Max Bellmann, Feder- und Pinselzeichnung, 1919.
d) A. Krauss, Feder- und Pinselzeichnung, 1926.
e) Wohl Paul Müller oder Georg Oehme, Aquarell, 1920er Jahre.

Oberflächen teilweise leicht angeschmutzt und knickspurig. Ein Blatt mit beginnenden Stockflecken.

Verschiedene Maße, min. 15,5 x 8,2 cm, Bl. max. 44 x 32 cm. 50 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

64. Kunstauktion |  20. Juni 2020

295   Bernhard Kretzschmar "Auktion". 1920.

Bernhard Kretzschmar 1889 Döbeln – 1972 Dresden

Kaltnadelradierung auf leichtem, chamoisfarbenen Büttenkarton. In Blei signiert "Bernh. Kretzschmar" und datiert u.re. Exemplar der Auflage für die Ganymed-Presse der Marées-Gesellschaft, mit dem Trockenstempel u.re.
WVZ Schmidt R 80 b (von b), dort im Titel abweichend datiert 1921.

Stockfleckig, insbesondere im weißen Rand, in der Darstellung jedoch unauffällig. Der äußerste re. Blattrand gebräunt. Ecke u.re. unscheinbar gestaucht. Verso mit Resten einer älteren Montierung.

Pl. 34,9 x 39,5 cm, Bl. 46,2 x 55,8 cm. 1.500 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
KatNr. 312 Simone Meunier, Mme Crochelet Chaese. Frühes 20. Jh.

64. Kunstauktion |  20. Juni 2020

312   Simone Meunier, Mme Crochelet Chaese. Frühes 20. Jh.

Simone Meunier 1890 Paris – 1937 Paris (?)

Farbaquatintaradierung auf "Arches"-Bütten. Unter der Darstellung re. in Blei signiert "S.Meunier", li. nummeriert "86/250". Verso von fremder Hand in Blei betitelt.

Ecken li. minimal gestaucht. O.re. Rand mit Knickspuren durch Stauchung mit einem Einriss <1 cm). Papier leicht gebräunt.

Pl. 39,5 x 80, Bl. 53,5 x 99 cm. 100 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

64. Kunstauktion |  20. Juni 2020

317   Rolf Nesch "Mädchen mit Gitarre". 1922.

Rolf Nesch 1893 Obereßlingen – 1975 Oslo

Kaltnadelradierung mit leichtem Plattenton auf festem Papier. U.re. in Blei signiert "Nesch" sowie u.li. nummeriert "12/25" und mit dem Vermerk "Selbstdruck" versehen. Verso mit einer Nummerierung in Blei "No.4 208".
WVZ Helliesen / Sørensen 106.

Die Blattränder und -ecken etwas angestaucht. Leicht knickspurig sowie etwas angestaubt und stockfleckig.

Pl. 13,5 x 16,4 cm, Bl. 32,3 x 39,8 cm. 750 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
KatNr. 334 Wilhelm Rudolph

64. Kunstauktion |  20. Juni 2020

334   Wilhelm Rudolph "Junge Frau am Klavier, singend". Nach 1950.

Wilhelm Rudolph 1889 Chemnitz – 1982 Dresden

Holzschnitt auf Bütten. In Blei unterhalb der Darstellung signiert "Wilhelm Rudolph" re. sowie als "Handdruck" bezeichnet li.

Vgl. Wilhelm Rudolph: Das Phantastischste ist die Wirklichkeit. Malerei und Holzschnitte. Ausstellungskatalog Städtische Galerie Dresden. Dresden, 2015. Kat.Nr. 141, S. 128.

Blatt leicht gebräunt. Ecke o.re. leicht gestaucht. Verso atelierspurig.

Stk. 28,5 x 39,7 cm, Bl. 31,7 x 43,7 cm. 180 €
KatNr. 341 Ferdinand Schmutzer

64. Kunstauktion |  20. Juni 2020

341   Ferdinand Schmutzer "Josef Kainz". 1906/1907.

Ferdinand Schmutzer 1870 Wien – 1928 ebenda

Radierung und Roulette mit feinem Plattenton auf gelblichem Bütten. U.re. in Blei signiert "F. Schmutzer".
WVZ Weixlgärtner 105 III (von III).

Recto und verso deutlich stockfleckig. Re. und li. Randbereich mit durchlaufenden Stauchungen und mehreren kleinen Einrissen (< 2 cm), dort li. mit leichtem Papierverlust.

Pl. 32 x 32 cm, Bl. 46 x 40 cm. 180 €
KatNr. 350 Alfred Schütze, Meissen, Blick von der Burgstraße auf den Dom / Gartenhaus /
KatNr. 350 Alfred Schütze, Meissen, Blick von der Burgstraße auf den Dom / Gartenhaus /
KatNr. 350 Alfred Schütze, Meissen, Blick von der Burgstraße auf den Dom / Gartenhaus /
KatNr. 350 Alfred Schütze, Meissen, Blick von der Burgstraße auf den Dom / Gartenhaus /
KatNr. 350 Alfred Schütze, Meissen, Blick von der Burgstraße auf den Dom / Gartenhaus /
KatNr. 350 Alfred Schütze, Meissen, Blick von der Burgstraße auf den Dom / Gartenhaus /

64. Kunstauktion |  20. Juni 2020

350   Alfred Schütze, Meissen, Blick von der Burgstraße auf den Dom / Gartenhaus / "Wald-Gehöft" / "Frühling" / "Einsames Haus" / "Studienkopf". 1917 bis 1964.

Alfred Schütze 1892 Dresden – 1969 ebenda

Verschiedene Techniken. Die Arbeiten zumeist in Blei signiert "ASchütze" bzw. monogrammiert "AS" sowie datiert und betitelt. Drei Lithografien im Stein ligiert monogrammiert "AS" und teils datiert. Teilweise auf Untersatz bzw. in einfachem Passepartout montiert.
Mit den Arbeiten:
a) Meissen, Blick von der Burgstraße auf den Dom. Tuschezeichnung über Bleistift.
b) Gartenhaus, Bleistiftzeichnung. 1964.
c) "Einsames Haus". Lithografie. 1917.
d) "Wald-Gehöft". Lithografie. 1917.
e) "Frühling". Lithografie. 1917.
f) "Studienkopf". Lithografie.

Insgesamt knick- und fingerspurig sowie etwas angeschmutzt. Teils mit Reißzwecklöchlein (werkimmanent) und Stockflecken. Die Tuschezeichnung mit vertikaler Knickspur. Einige Blätter umlaufend mit Einrissen (bis ca. 2 cm). Ein Blatt mit Knitter- falten o.li.

Verschiedene Maße, min. 32,5 x 28 cm, max. 50,5 x 41 cm, Psp. 65, 5 x 50 cm. 100 €
KatNr. 351 Alfred Schütze, Fünf Darstellungen zu
KatNr. 351 Alfred Schütze, Fünf Darstellungen zu
KatNr. 351 Alfred Schütze, Fünf Darstellungen zu
KatNr. 351 Alfred Schütze, Fünf Darstellungen zu
KatNr. 351 Alfred Schütze, Fünf Darstellungen zu
KatNr. 351 Alfred Schütze, Fünf Darstellungen zu

64. Kunstauktion |  20. Juni 2020

351   Alfred Schütze, Fünf Darstellungen zu "Die Mutter – Hüter des Lebens". 1959.

Alfred Schütze 1892 Dresden – 1969 ebenda

Radierungen mit Plattenton auf Bütten. Jeweils in der Platte ligiert monogrammiert "AS" und datiert sowie unterhalb der Darstellung re. in Blei signiert "ASchütze", nochmals datiert, betitelt und nummeriert. Vier Blätter mit dem Vermerk "Handabzug / Originalradierung" versehen. Jeweils am o. Rand im einfachen Passepartout klebemontiert. Blatt II-VI. Blatt VI als Dublette.

Leicht lichtrandig sowie teilweise angestaubt und angeschmutzt. Zwei Blätter mit bräunlichen Flecken o.re. Die Psp. verso größtenteils mit Stempel des Künstlers versehen, teilweise mit Klebeband- bzw. Papierresten, wohl aufgrund einer früheren Montierung.

Verschiedene Maße, min. Pl. 24,5 x 14 cm, max. Pl. 24,7 x 18,3 cm, Psp. Jeweils 46,6 x 35,3 cm. 100 €
KatNr. 363 Joseph Fritz Zalisz
KatNr. 363 Joseph Fritz Zalisz
KatNr. 363 Joseph Fritz Zalisz
KatNr. 363 Joseph Fritz Zalisz
KatNr. 363 Joseph Fritz Zalisz
KatNr. 363 Joseph Fritz Zalisz
KatNr. 363 Joseph Fritz Zalisz
KatNr. 363 Joseph Fritz Zalisz
KatNr. 363 Joseph Fritz Zalisz

64. Kunstauktion |  20. Juni 2020

363   Joseph Fritz Zalisz "Selbstportrait" / Umzugsanzeige von Ernst u. Hedwig Löwenthal / "Die Zeichnung". Ohne Jahr / Um 1920.

Joseph Fritz Zalisz 1893 Gera – 1971 Holzhausen

a) "Selbstportrait" / Umzugsanzeige von Ernst u. Hedwig Löwenthal. Ohne Jahr.
Radierungen mit Plattenton auf Kupferdruckpapier / Bütten. In der Platte u.Mi signiert "Fr. Zalisz" bzw. monogrammiert u.li. "Fr Z". Jeweils u.re. in Blei signiert "Fr Zalisz" bzw. "J.Fritz Zalisz". Ein Blatt in Blei u.li. betitelt, das andere in der Platte bezeichnet "Ernst und Hedwig Löwenthal erziehen von W.50 Regensburgerstr. 28 nach W15 Kurfürstendamm 185. Unland 3824. Steinplatz 12959.".


b) "Die Zeichnung". Um 1920.
Holzschnitte. Gebundenes Heft mit Porträts. Jeweils im Stock u. (ligiert, teils spiegelverkehrt) monogrammiert "JFZ", einmal im Stock o. bezeichnet "Grünewald". Porträts von Michelangelo, Grünewald, Bismarck, Björnson. Erschienen im Verlag Fritz Heyder, Berlin-Zehlendorf, Heft 7.

Ein Blatt technikbedingt o. und u. leicht gewellt. Das andere Blatt li. neben der Platte mit einem kleinen Fleck, o. re. mit alter ausradierter Nummerierung und verso technikbedingt mit etwas Farbabrieb. Das Heft mit Gebrauchsspuren. Seiten an den Ecken knickspurig und u.re. mit Säurespuren.

Pl. 10,8 x10 cm, Bl. 37,3 x 26,5 cm / Pl. 13,8 x 13,1 cm, Bl. 30,2 x 22,9 cm, Heft 32,6 x 22,4 cm. 90 €
KatNr. 366 Unbekannter Expressionist, Verkündigung. 1919.

64. Kunstauktion |  20. Juni 2020

366   Unbekannter Expressionist, Verkündigung. 1919.

Holzschnitt auf hauchdünnem Japan. In Blei unleserlich signiert "Hans..." sowie datiert re. und nummeriert "N.8" li.

Unscheinbar lichtrandig. Leichte Stockflecken am li. Blattrand. Ecke u.re. mit Randmängeln sowie li. minimal geknickt.

Stk. 15 x 12 cm, Bl. 22,5 x 17. 120 €
KatNr. 626 Verschiedene Künstler, Zwei Grafikkalender und ein Künstlerbuch. 1991.
KatNr. 626 Verschiedene Künstler, Zwei Grafikkalender und ein Künstlerbuch. 1991.
KatNr. 626 Verschiedene Künstler, Zwei Grafikkalender und ein Künstlerbuch. 1991.
KatNr. 626 Verschiedene Künstler, Zwei Grafikkalender und ein Künstlerbuch. 1991.
KatNr. 626 Verschiedene Künstler, Zwei Grafikkalender und ein Künstlerbuch. 1991.
KatNr. 626 Verschiedene Künstler, Zwei Grafikkalender und ein Künstlerbuch. 1991.
KatNr. 626 Verschiedene Künstler, Zwei Grafikkalender und ein Künstlerbuch. 1991.
KatNr. 626 Verschiedene Künstler, Zwei Grafikkalender und ein Künstlerbuch. 1991.
KatNr. 626 Verschiedene Künstler, Zwei Grafikkalender und ein Künstlerbuch. 1991.
KatNr. 626 Verschiedene Künstler, Zwei Grafikkalender und ein Künstlerbuch. 1991.
KatNr. 626 Verschiedene Künstler, Zwei Grafikkalender und ein Künstlerbuch. 1991.
KatNr. 626 Verschiedene Künstler, Zwei Grafikkalender und ein Künstlerbuch. 1991.
KatNr. 626 Verschiedene Künstler, Zwei Grafikkalender und ein Künstlerbuch. 1991.
KatNr. 626 Verschiedene Künstler, Zwei Grafikkalender und ein Künstlerbuch. 1991.
KatNr. 626 Verschiedene Künstler, Zwei Grafikkalender und ein Künstlerbuch. 1991.
KatNr. 626 Verschiedene Künstler, Zwei Grafikkalender und ein Künstlerbuch. 1991.

64. Kunstauktion |  20. Juni 2020

626   Verschiedene Künstler, Zwei Grafikkalender und ein Künstlerbuch. 1991.

Leonore Adler 1953 Plauen – lebt in Dresden
Angela Hampel 1956 Räckelwitz – lebt in Dresden
Heike Hampel 
Matthias Jackisch 1958 Oschatz – lebt in Golberode
Thea Richter 1945 Ottendorf-Okrilla – lebt und arbeitet in Ottendorf-Okrilla.

a) Leonore Adler. Grafikkalender "Wandlungen". 1991. Mit dreizehn Lithografien inklusive Deckblatt. Jeweils in Blei signiert und datiert "Leo 90" und nummeriert "70/140". Kalendarium im Medium.
b) Matthias Jackisch, Heike Hampel. Grafikkalender von 1991 mit 13 Lithografien inklusive Deckblatt sowie mit Kalendarium. Sechs Arbeiten jedes Künstlers, verso jeweils mit dem Künstlerstempel versehen. Signiert in Blei auf dem Titelblatt "Matthias Jackisch" sowie "Heike Hampel" und mit Künstlerstempeln. Jedes Kalenderblatt mit Perforierung.
c) Angela Hampel, Thea Richter "Undine". Künstlerbuch, zwölf Doppelbögen in japanischer Bindung mit Deckblatt und dreizehn bildnerischen Darstellungen (Siebdrucke und Lithografien) sowie acht Textseiten auf schwarzem bzw. grünem Bütten. Signiert "TA Richter" und "Angela Hampel" sowie nummeriert "32/70".

Leicht knick- und fingerspurig, partiell minimal angestaubt. Deckblatt des Künstlerbuches mit leichten Knickspuren an den u. Ecken.

Verschieden Maße, min. 23,3 x 31,5 cm (Künstlerbuch), max. 49,5 x 34,5 cm (Wandlungen). 190 €
KatNr. 307 Gertrud Caspari
KatNr. 307 Gertrud Caspari
KatNr. 307 Gertrud Caspari
KatNr. 307 Gertrud Caspari
KatNr. 307 Gertrud Caspari
KatNr. 307 Gertrud Caspari
KatNr. 307 Gertrud Caspari
KatNr. 307 Gertrud Caspari
KatNr. 307 Gertrud Caspari
KatNr. 307 Gertrud Caspari
KatNr. 307 Gertrud Caspari
KatNr. 307 Gertrud Caspari
KatNr. 307 Gertrud Caspari
KatNr. 307 Gertrud Caspari
KatNr. 307 Gertrud Caspari
KatNr. 307 Gertrud Caspari
KatNr. 307 Gertrud Caspari
KatNr. 307 Gertrud Caspari
KatNr. 307 Gertrud Caspari
KatNr. 307 Gertrud Caspari
KatNr. 307 Gertrud Caspari
KatNr. 307 Gertrud Caspari
KatNr. 307 Gertrud Caspari
KatNr. 307 Gertrud Caspari
KatNr. 307 Gertrud Caspari
KatNr. 307 Gertrud Caspari

63. Kunstauktion |  28. März 2020

307   Gertrud Caspari "Farbige Wandbilder für den ersten Rechenunterricht". Um 1926.

Gertrud Caspari 1873 Chemnitz – 1948 Klotzsche

Farblithografien. Komplette Folge mit 26 losen Blättern. Die Kopfbilder jeweils im Stein u.re. signiert "Gertrud Gaspari". Erschienen bei der Aktiengesellschaft für Druck und Verlag vorm. Gebr. Gotthelft, Kassel, 1926. Überwiegend aus der 4. Auflage, Tafel 6, 10, 15f, 18f aus der 3. Auflage, Tafel 20 und 26 aus der 2. Auflage. In der originalen Flügelmappe. Auf dem Mappenumschlag mit einem Titeletikett versehen. Mappeneinband innenseitig mit dem "Verzeichnis der Tafeln" und dem Stempel der "Gonsenheim Schule" versehen.
WVZ Neubert 105.2/3/4.

Ausgesprochen seltenes Exemplar.

Ingesamt gegilbt und knickspurig. Jeweils mit drei Perforationslöchlein an den o. Ecken.

Bl. jeweils 71 x 60 cm, Mappe 72 x 62 cm. 600 €
KatNr. 312 Lovis Corinth

63. Kunstauktion |  28. März 2020

312   Lovis Corinth "Löwenbrücke". 1919.

Lovis Corinth 1858 Tapiau – 1925 Zandvoort

Radierung mit Plattenton auf Bütten. Unsigniert. Am o. Rand auf Untersatzkarton klebemontiert.
WVZ Schwarz 365 II (von II).

Vereinzelt unscheinbare Stockflecken.

Pl. 20 x 16 cm, Bl. 37 x 30 cm, Unters. 43 x 33 cm. 300 €
KatNr. 313 Lovis Corinth
KatNr. 313 Lovis Corinth
KatNr. 313 Lovis Corinth
KatNr. 313 Lovis Corinth
KatNr. 313 Lovis Corinth
KatNr. 313 Lovis Corinth
KatNr. 313 Lovis Corinth
KatNr. 313 Lovis Corinth
KatNr. 313 Lovis Corinth
KatNr. 313 Lovis Corinth

63. Kunstauktion |  28. März 2020

313   Lovis Corinth "Acht Originalradierungen zu Goethe, Geschichte Gottfriedens von Berlichingen mit der eisernen Hand". 1920– 1921.

Lovis Corinth 1858 Tapiau – 1925 Zandvoort

Radierungen auf feinem, wolkigen Bütten. Acht Arbeiten. Unsigniert. In Blei jeweils nummeriert "8/100" u.li.
Posthume, verkürzte Folge (ursprüngliche Folge mit 27 Radierungen). Erschienen im Verlag Alexander von der Becke, Berlin, 1930. Jeweils im Passepartout. In der originalen Flügelklappmappe mit handgeschriebenem Titelblatt.
Mit den Arbeiten:
"Goetz v. Berlichingen"
"Der Bischof und Adelheid beim Schach"
"Weislingen und Adelheid"
"Kaiser Maximilian"
"Goetz widersetzt sich der Gefangenennahme"
"Goetz und Elisabeth"
"Adelheid bei den Zigeunern"
"Der Tod Gottfrieds v. Berlichingen"
Zu den Motiven vgl. WVZ Müller 513; 521f, 526, 530f, 535 und 538.

Blätter minimal knickspurig. Teils leicht fleckig.

Pl. ca. 25,4 x 17,3 cm, Bl. 33 x 25 cm, Psp. 40,5 x 30,5 cm, Mappe 43 x 32 cm. 500 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

63. Kunstauktion |  28. März 2020

315   Otto Dix (zugeschr.) und andere Dresdner Künstler "Bauernball-Kalender". 1914.

Otto Dix 1891 Untermhaus/Gera – 1969 Singen am Hohentwiel
Pol Cassel 1892 München – 1945 Kischinjow in Moldavien
Pol Cassel 1892 München – 1945 Kischinjow in Moldavien
Gustav Fischer 1894 Gaußig
Otto Erhard Grimmer 1892 Freiberg
Georg Aloysius Kirsten 1894 Radebeul
Johannes "Hans" Georg Lillig 1894 Zittau – 1977 ebenda
Herbert Rudolf Wandrowsky 1892 Kiel
Friedrich Bernhard Wollangk 1891 Wiehe

Farbholzschnitt auf "Zanders"-Bütten und feinem Japan. Zumeist im Stock monogrammiert. Einband aus festem, mehrlagigen Papier mit Siebstruktur-Prägung. Einband im Druckstock typografisch betitelt und datiert. Im vorderen Einband innen o.li. mit einer typografischen Etikette versehen "Gedacht und gemacht zum Bauernball 1914 von Schülern der Graph. Abteilung an der Königl. Kunstgewerbeschule, Dresden". Eine weitere, typografische Etikette im hinteren Einband o.re. "Textpapier u. Umschlag von J.W. Zanders Bergisch: Gladbach Druck von den Graph. Werkstätten in Dresden, Hassestr.1".
Die li. und re. Seite ist jeweils durch ein Ornamentfries umrahmt. Li. befindet sich der typografisch ausgeführte Monatsspruch, re. das dem jeweiligen Monat nebengestellte Motiv. Dieses ist jeweils auf der re. Seite als separates Blatt an den o. Ecken klebemontiert.

An dem Gemeinschaftswerk der Graphischen Abteilung der Kunstgewerbeschule waren entsprechend der verzeichneten Monogramme wohl folgende Studenten des Wintersemesters 1913/1914 beteiligt:
Rahmungen und Typografie von Herbert Wandrowsky (*1892) und Otto Erhard Grimmer (*1892).
Monatsübersicht: Im Stock signiert "GRIMMER" u.li. sowie monogrammiert "GF" u.re., Kurt Friedrich Gustav Fischer (*1894).
Januar: Otto Dix (zugeschr.) (*1891). Im Stock gesperrt signiert "DIX" u.Mi.re. (?).
Februar: Unsigniert.
März: Im Stock monogrammiert u.re. "HL", Johannes "Hans" Georg Lillig (*1894).
April: Unsigniert.
Mai: Unsigniert.
Juni: Unsigniert.
Mittige Doppelseite: Sommersonnenwende, im Stock signiert u.re. "P Cassel" (*1892).
Juli: Im Stock monogrammiert "GK", Georg Aloysius Kirsten (*1894).
August: Unsigniert.
September: Im Stock monogrammiert u.re. "CK", Franz Curt Kölling (*1892).
Oktober: Im Stock monogrammiert "OH", Otto Kurt Hösel (*1895).
November: Im Stock monogrammiert u.li. "H. W.", Herbert Wandrowsky (*1892).
Dezember: Im Stock monogrammiert u.li. "E.G.", Erhard Otto Grimmer (*1892).

Wir danken Herrn Prof. Dr. Rainer Beck, Coswig, für freundliche Hinweise.

Neben dem vorliegenden Exemplar des Bauernball-Kalenders aus dem Jahr 1914 ist lediglich die Existenz drei weiterer Exemplare bekannt, wovon zwei in der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden aufbewahrt werden. Alljährlich veranstaltete die Kunstgewerbeschule Dresden ein Kostümfest zur Faschingszeit, welches unter dem Motto eines Bauernballs geführt wurde (Vgl. Bossel-Gmeiner, S. 263). Ende der 1890er begannen Studenten der Kunstgewerbeschulen im gesamtdeutschen Raum diese Feste als Gegenveranstaltungen zu den theatralischen, historisierenden Kostümfeiern der Kunstakademien abzuhalten – das "bäuerliche Arkadien" entwickelte sich zu einem romantisch-realistischen Pendant (Vgl. Zepter, S. 97).
Das Titelblatt, sowie die Gestaltung des Motivblattes "Januar" entwarf Otto Dix wohl ebenso, wie die Einladungskarte und ein Plakat zur Werbung der Feier – nur wenige Monate bevor er seinen Dienst im 1. Weltkrieg antrat. In Gemeinschaftsarbeit mit seinen Kommilitonen der Graphischen Abteilung der Kunstgewerbeschule entstanden, wurde die druckgrafische Gesamtgestaltung am farblichen Prinzip von einem hellen Rauchblau und Ziegelrot orientiert. Die Kombination dieser Kolorierung sowie die stilisierten, volkstümlichen Motive des Kalendereinbandes erinnern an die Bemalung barocker Bauernschränke. Eine Rückbesinnung auf die bäuerliche Tradition schwingt auch in der inhaltlichen Gestaltung des Bauernball-Kalenders mit, welche in kurzen Gedichten den Jahresablauf des erfundenen Dorfes Grünlindenberg humoristisch wiedergibt. Der zentrale Druckbogen, von Pol Cassel gestaltet, gibt das fröhliche Treiben eines Mittsommer-Festes wieder. Auf der Einladungskarte appelliert eine Vorschrift an die Verkleidung in traditionell bäuerlicher Aufmachung: "Zieht ein Gewand an, das in unser Grenzdorf paßt. Wer als Salontiroler, in Masken- u. Fantasiekostüm, oder gar im Gesellschaftskleid kommt, darf nicht rein." (Vgl. Rüdiger, Bestandskatalog, Gera 1996; S. 412; Kat.-Nr. 258).

Lit.:
Gertraude Bossel-Gmeiner: Höhere Töchter, Weltkrieg und Inflation, Erinnerungen aus dem alten Dresden 1900 bis 1925, Norderstedt 2015.
Ulrike Rüdiger: Otto Dix. Bestandskatalog. Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafik, Gera 1996.
Michael Cornelius Zepter: Maskerade. Künstlerkarneval und Künstlerfeste in der Moderne, Wien Köln Weimar, 2012, S. 84–111.

Einband leicht angeschmutzt, mit kleinen Knicken und Stauchungen an den Ecken, Ränder mit leichten Bestoßungen und winzigem Einriss. Rücken des Einbandes partiell leicht aufgefasert, o. und u. zwei Einrisse. Heftklammern fehlend. Blätter vereinzelt mit leichter Gilbung, partiell etwas fingerspurig, Ecken leicht knick- und gebrauchsspurig. Die rahmenden Untersätze mit den Monatstexten alle mit einer zum Teil deutlichen Knickfalte mit partieller Stauchung, schräg in das Blatt einlaufend. Eine Arbeit (Sämann) mit Quetschfalten aus dem Druckprozess.

Einband 29 x 24,5 cm, Seite 27 x 22,5 cm, Bl. 22 x 17 cm. 2.400 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.50 %.
KatNr. 327 Georg Erler, Blick auf Dresden. 1902.

63. Kunstauktion |  28. März 2020

327   Georg Erler, Blick auf Dresden. 1902.

Georg Erler 1871 Dresden – 1950 Ainring/Bad Reichenhall

Aquatintaradierung auf bräunlichem Papier nach einem Gemälde von Gotthard Kuehl. In der Platte o.re. bezeichnet "Platte im Bes. d. Sächs. Kunstvereins" sowie u.re. "Gotthard Kuehl, Dresden 02", u.li. signiert "G. Erler sc." und u.re. bezeichnet "G. Kuehl pinx.". Im gelblichen Passepartout montiert und hinter Glas in braun-goldener Leiste gerahmt.

Stockfleckig. Technikbedingte Farbrückstände am li. Plattenrand.

Pl. 55 x 85 cm, Psp. 70 x 99 cm, Ra. 80 x 109 cm. 350 €
KatNr. 350 Otto Greiner
KatNr. 350 Otto Greiner

63. Kunstauktion |  28. März 2020

350   Otto Greiner "Doppelbildnis von Franz Langheinrich und seiner Gattin" / "Bildnis des Prof. Moritz Meurer in Rom" (fälschlich "Otto Meurer"). 1901/1914.

Otto Greiner 1869 Leipzig – 1916 München

Verschiedene Drucktechniken. a) "Doppelbildnis von Franz Langheinrich und seiner Gattin". Federlithografie auf China, auf Kupferdruckpapier aufgewalzt. Im Stein u.re. signiert "O.Greiner" und datiert sowie unleserlich bezeichnet. Darunter nochmals in Blei signiert "O. Greiner". U.re. in der Ecke des Blattes in blauem Farbstift von fremder Hand nummeriert.
WVZ Vogler 80.

b) "Bildnis des Professors Moritz Meurer in Rom" (fälschlich "Otto Meurer"). Lithografie auf bräunlichem Papier. Im Stein ligiert monogrammiert "OG" und datiert am Blattrand u.li. U.Mi. typografisch bezeichnet "Otto Meurer. Original-Lithographie von Otto Greiner. Verlag von E.A. Seemann, Leipzig." Hier "Otto" wohl von fremder Hand in Blei durchgestrichen und re. davon bezeichnet "Moritz".
WVZ Vogel 102.

Doppelbildnis mit gebräuntem Papier, teils fleckig sowie mit kleinen Einrissen im Kupferdruckpapier, zwei davon hinterlegt. Beide Blätter leicht knick- und fingerspurig. Bildnis Professor Meurer verso mit Montierungsrückständen am re. Rand.

St. 30,6 x 40,5 cm, Bl. 46,1 x 59,7 cm / St. ca. 24 x 19,5 cm, Bl. 33,5 x 24,5 cm. 90 €
KatNr. 351 Rudolf Großmann, Fünf Illustrationen zu dem Drama
KatNr. 351 Rudolf Großmann, Fünf Illustrationen zu dem Drama
KatNr. 351 Rudolf Großmann, Fünf Illustrationen zu dem Drama
KatNr. 351 Rudolf Großmann, Fünf Illustrationen zu dem Drama
KatNr. 351 Rudolf Großmann, Fünf Illustrationen zu dem Drama
KatNr. 351 Rudolf Großmann, Fünf Illustrationen zu dem Drama

63. Kunstauktion |  28. März 2020

351   Rudolf Großmann, Fünf Illustrationen zu dem Drama "Von morgens bis mitternachts" von Georg Kaiser und eine Interieurdarstellung. 1918.

Rudolf Großmann 1882 Freiburg i. Breisgau – 1941 ebenda

Lithografien und Radierungen, teilweise koloriert. Jeweils in Blei unterhalb der Darstellung li. signiert "R Großmann" sowie u.re. datiert und betitelt. Die fünf Illustrationen nummeriert "436 / 40", teils unleserlich bezeichnet.
a) "Szene aus `Von Morgens bis Mitternacht´" (Lobpreisende Gruppe). 1918. Lithografie, aquarelliert. U.li. bezeichnet "Blatt VII".
b) "Szene aus `Von Morgens bis Mitternacht´, 1. Fassung Schlußszene" (Paukist). 1918. Lithografie, aquarelliert. U.li. bezeichnet "Blatt XII".
c) "Szene aus `Von Morgens bis Mitternacht´, Zur Bußbank". 1917. Radierung, koloriert. U.re. bezeichnet "handkolorierter Abzug".
d) "Szene aus `Von Morgens bis Mitternacht´". 1917. Radierung. U.re. bezeichnet "1.er Abzug".
e) "Szene aus `Von Morgens bis Mitternacht´, Schlußszene". 1917. Radierung. U.re. bezeichnet "einziger Druck".
f) Interieur. 1918. Lithografie, aquarelliert. In Blei u.re. von Künstlerhand bezeichnet "Unicum".

Insgesamt knickspurig, mit gestauchten Blatträndern, einigen Druckstellen und etwas angeschmutzt. Verso teils in Blei bezeichnet sowie mit leichtem Abrieb. Ein Blatt mit einem kleinen Einriss (ca. 1 cm) am o. Rand. Ein Blatt mit Flüssigkeitsflecken sowie einer kleinen Fehlstelle am o. Rand.

Verschiedene Maße, St. min. 18 x 15 cm, Bl. 25,5 x 18 cm, max. Pl. 28,5 x 39,5 cm, Bl. 36,5 x 50,5 cm. 250 €
KatNr. 356 Curt Hasenohr-Hoelloff, Emblematischer Entwurf für eine Emaillearbeit (?). 1917.

63. Kunstauktion |  28. März 2020

356   Curt Hasenohr-Hoelloff, Emblematischer Entwurf für eine Emaillearbeit (?). 1917.

Curt Hasenohr-Hoelloff 1887 Leipzig – 1987 Markkleeberg

Kupferschnitt auf wolkigem Bütten, in Deckfarben überarbeitet.
Signiert in Blei u.re. "Curt Hoelloff" sowie u.li. bezeichnet "1. Zustand 1. Druck" und ausführlich datiert "21.3.1917". In u.li. Ecke bezeichnet "HX".
O.li. mit dem Künstlerstempel versehen.

Technikbedingte Quetschfalten. Leicht angeschmutzt bzw. atelierspurig. O. Rand etwas ungerade geschnitten. Ein horizontal verlaufender Knickfalz am oberen Blattrand. Verso an den o. Ecken mit Klebebandresten einer älteren Montierung.

32,7 x 25,3 cm. 220 €
KatNr. 357 Curt Hasenohr-Hoelloff
KatNr. 357 Curt Hasenohr-Hoelloff
KatNr. 357 Curt Hasenohr-Hoelloff
KatNr. 357 Curt Hasenohr-Hoelloff
KatNr. 357 Curt Hasenohr-Hoelloff
KatNr. 357 Curt Hasenohr-Hoelloff
KatNr. 357 Curt Hasenohr-Hoelloff
KatNr. 357 Curt Hasenohr-Hoelloff
KatNr. 357 Curt Hasenohr-Hoelloff
KatNr. 357 Curt Hasenohr-Hoelloff
KatNr. 357 Curt Hasenohr-Hoelloff
KatNr. 357 Curt Hasenohr-Hoelloff
KatNr. 357 Curt Hasenohr-Hoelloff

63. Kunstauktion |  28. März 2020

357   Curt Hasenohr-Hoelloff "Nächte". 1919.

Curt Hasenohr-Hoelloff 1887 Leipzig – 1987 Markkleeberg

Linolschnitte auf feinem Japan. Mappe mit zwölf Blättern und einem Titelblatt. Vereinzelt im Medium monogrammiert "CH". Jeweils in Blei unterhalb der Darstellung re. bzw. li. signiert "Curt Hoelloff", vereinzelt ausführlich datiert, Titelblatt bezeichnet "1. Zustand" "1. Druck". Jeweils an den oberen Ecken im Passepartout montiert und überwiegend mit dem Stempel 'G' versehen. Erschienen in einer Auflage von 50 Exemplaren. In der grauen originalen Halbleinen-Flügelmappe mit farbig gestaltetem Titel.

Minimal knick- und fingerspurig. Ein Blatt mit Annotationen von Künstlerhand u.re., ein anderes großflächig säuregebräunt.

Med. min. 13,5 x 8 cm, max. 25,5 x 38 cm, Bl. min. 22,5 x 16,5 cm, max. 37,5 x 47 cm, Psp. jew. 40 x 48 cm, Ma. 51 x 42 cm. 450 €
KatNr. 367 Bruno Héroux
KatNr. 367 Bruno Héroux
KatNr. 367 Bruno Héroux

63. Kunstauktion |  28. März 2020

367   Bruno Héroux "Gebrochene Schwingen" / "Schmerz" / Merkur über der Stadt. Um 1917.

Bruno Héroux 1868 Leipzig – 1944 ebenda

Zwei Radierungen und eine Farblithografie auf verschiedenden Papieren.
a) "Gebrochene Schwingen". Um 1917. Radierung. In Blei signiert "BHéroux" u.re. In der Platte signiert "Héroux" u.Mi. Aus VI. Jahresgabe der Freunde Graphischer Kunst, Leipzig, 1918.
Söhn HDO 51006–3.
b) "Schmerz". Vor 1922. Radierung. In Blei signiert "BHéroux" u.li. In der Platte signiert "BHéroux" u.re.
c) Merkur über der Stadt. Vor 1922. Farblithografie. In Blei signiert "BHéroux" u.re. In der Platte innerhalb der Darstellung signiert u.re. "B Héroux".

Zu "Gebrochene Schwingen" und "Schmerz" vgl. Delpy, Egbert / Liebsch, Arthur: "Bruno Héroux. Sein graphisches Werk bis Op. 501". Leipzig 1922:
Op. 413 b und Op. 328.

Partiell mit Knickfalten, stockfleckig und etwas angeschmutzt. Ein Blatt mit Abriebstelle o.li. Druckstellen o.re. sowie Flüssigkeitsflecken auf der re. Bildhälfte (Gebrochene Schwingen). "Der Schmerz" mit Fleck u.re. sowie Einriss und kleiner Fehlstelle o.re. (ca. 1 cm). Verso teils mit Spuren früherer Montierungen wie partiell leichter Abrieb und Klebreste.

Verschiedene Maße, Me. min. 23,5 x 19,8 cm, max. 44 x 25,5 cm, Bl. min. 38 x 26,7 cm, max. 60,7 x 42 cm. 500 €
KatNr. 375 Eric Johansson
KatNr. 375 Eric Johansson
KatNr. 375 Eric Johansson

63. Kunstauktion |  28. März 2020

375   Eric Johansson "Grete Johansson" / Mädchenkopf en face / Porträt einer Dame im Dreiviertelprofil. 1933/ 1922/1922.

Eric Johansson 1896 Dresden – 1979 Lövbruna/ Gard (Schweden)

Radierungen. Zwei Arbeiten in der Platte teils spiegelverkehrt monogrammiert "EJ", sowie eine Arbeit datiert. Jeweils in Blei u.re. signiert "Eric" bzw. "Eric Johansson" sowie teilweise nummeriert. Zwei Blätter u.li. mit dem Vermerk "1. Druck" versehen.

Zu "Grete Johansson" vgl. Dick Schyberg, Bert Ola Gustavsson und Anders Gustavson: "Eric Johansson. Svenska illustratörer och konstnärer". Stockholm 2015. Abb. S. 98.

Insgesamt knickspurig und angeschmutzt, teilweise stockfleckig, mit Druckstellen und Abrieb. Ein Blatt mit Einriss (ca. 1,5 cm) sowie einer Fehlstelle (1 x 1 cm) an u.li. Ecke. Ein Blatt deutlich angestaubt, mit großem Wasserfleck über der li. Bildhälfte sowie mehreren Knicken und Einrissen (bis 2 cm).

Pl. min. 20 x 14,5 cm,, max. 30 x 20 cm, Bl. min. 31,5 x 21,2 cm, max. 50,3 x 32,6 cm. 180 €
KatNr. 376 Eric Johansson, Porträt Lucy Johansson / Arbeiterkopf. 1930/ Ende 1920er Jahre.
KatNr. 376 Eric Johansson, Porträt Lucy Johansson / Arbeiterkopf. 1930/ Ende 1920er Jahre.

63. Kunstauktion |  28. März 2020

376   Eric Johansson, Porträt Lucy Johansson / Arbeiterkopf. 1930/ Ende 1920er Jahre.

Eric Johansson 1896 Dresden – 1979 Lövbruna/ Gard (Schweden)

Lithografien. Jeweils in Blei signiert "Eric" u.re., "Arbeiterkopf" technikbezeichnet u.li. "Porträt Lucy Johansson" verso nochmals in Blei signiert "Eric Johannson" sowie ortsbezeichnet "Dresden" und datiert.

Die Ränder teilweise ungerade geschnitten. Insgesamt leicht knickspurig, oberflächlich angeschmutzt sowie stockfleckig, partiell mit kleinen Randmängeln. Das Porträt mit einem Flüssigkeitsfleck o.re., verso mit Klebebandresten am o. Rand.

St. min. ca. 26 x 20 cm, max. ca. 30 x 20 cm, Bl. min. 30,5 x 21,8 cm, max. 43 x 30,5 cm. 120 €
KatNr. 410 Hans Meid

63. Kunstauktion |  28. März 2020

410   Hans Meid "Allee mit Spaziergängern und Reitern". 1918.

Hans Meid 1883 Pforzheim – 1957 Ludwigsburg

Radierung auf festem, gelblichen Bütten. In Blei unterhalb der Platte bezeichnet "Probedruck" sowie Mi. betitelt, re. signiert "Hans Meid" und datiert.
WVZ Jentsch 273, dort betitelt "Lichtenthaler Allee in Baden-Baden".

Leicht stockfleckig und lichtrandig. Verso an den Rändern Klebestreifenreste.

Pl. 21 x 27,5 cm, Bl. 34 x 41 cm. 180 €
KatNr. 419 Emil Orlik

63. Kunstauktion |  28. März 2020

419   Emil Orlik "Drei Bäuerinnen im Gespräch – Am Sonntag (Böhmen)". 1905.

Emil Orlik 1870 Prag – 1932 Berlin

Radierung mit Plattenton in Schwarzbraun auf Bütten. Signiert in Blei u.re. "Orlik" und datiert. An den Ecken auf Untersatzpapier klebemontiert.

Vgl. Katalog Galerie Glöckner, Köln, 1992, Nr. 137.

Minimal wellig, mit wenigen vereinzelten unscheinbaren Stockfleckchen.

Pl. 22,5 x 22 cm, Bl. 31 x 28 cm, Unters. 45,7 x 31,3 cm. 360 €
KatNr. 420 Emil Orlik, Porträt Gerhart Hauptmann (Kopf im Profil nach rechts). 1913.

63. Kunstauktion |  28. März 2020

420   Emil Orlik, Porträt Gerhart Hauptmann (Kopf im Profil nach rechts). 1913.

Emil Orlik 1870 Prag – 1932 Berlin

Radierung auf glattem Japanbütten. Signiert in Blei u.re. "Emil Orlik" und datiert sowie u.li. vom Drucker signiert "OFelsing" und bezeichnet "Berlin Ch[arlottenburg]".

Technikbedingt leicht wellig. Minimal knickspurig. Lichtrandig, an den Ecken leichter Abrieb. Verso drei Stellen mit Klebebandresten, wohl aufgrund einer früheren Montierung.

Pl. 23,3 x 18,3 cm, Bl. 48 x 32,8 cm. 180 €
KatNr. 445 Francois Marius Valère-Bernard

63. Kunstauktion |  28. März 2020

445   Francois Marius Valère-Bernard "La femme au Griffon" (La Chimère). 1896.

Francois Marius Valère-Bernard 1860 Marseille – 1936 Marseille

Radierung, Vernis mou und Aquatinta auf weichem, chamoisfarbenen Japan. In der Platte u.re. monogrammiert "VB". In Blei signiert u.re. "Valère-Bernard". Unterhalb der Darstellung li. mit dem Monogramm-Prägestempel des Künstlers "VB" in Braun versehen. U.Mi. in Blei (unleserlich) von fremder Hand (?) nummeriert, u.re. betitelt. An den o. Ecken sowie u.Mi. auf Untersatz montiert.
WVZ Soubiran 79. 13. (von 13), dort mit abweichender Angabe zum Papier.

Minimal angeschmutzt, in der li. und u. Blatthälfte etwas stockfleckig. Am o. Blattrand mit Knitterfalten. In den Randbereichen partiell kleine Stauchungen. Montierungen recto durchscheinend, partiell gedunkelt.

Pl. 39,5 x 22,5 cm, Bl. 50 x 32,3 cm, Unters. 51,8 x 40 cm. 600 €
KatNr. 447 Paul Wilhelm

63. Kunstauktion |  28. März 2020

447   Paul Wilhelm "Amalfi – Valle dei Mollini". 1920er Jahre.

Paul Wilhelm 1886 Greiz – 1965 Radebeul

Radierung auf gelblichem Papier. In der Platte signiert "P. Wilhelm" u.li. und betitelt. In Blei unterhalb der Darstellung re. signiert "P. Wilhelm". Hinter Glas in einer Holzleiste gerahmt.

Papier leicht gebräunt.

Pl. 11,5 x 15,5 cm, Bl. 23,5 x 24,8 cm, Ra. 25,5 x 26,5 cm. 90 €
KatNr. 385 Maj Hemberg, Knabe, seinen Kopf in zwischen den Händen haltend / Schlafender Mädchenakt. Mitte 20. Jh.
KatNr. 385 Maj Hemberg, Knabe, seinen Kopf in zwischen den Händen haltend / Schlafender Mädchenakt. Mitte 20. Jh.

62. Kunstauktion |  07. Dezember 2019

385   Maj Hemberg, Knabe, seinen Kopf in zwischen den Händen haltend / Schlafender Mädchenakt. Mitte 20. Jh.

Maj Hemberg 1906 Stockholm – 1992 Malmö

Holzschnitte auf hauchdünnem Japan. "Knabe, seinen Kopf zwischen den Händen haltend" unterhalb der Darstellung in Blei re. signiert "Maj Hemberg" sowie u. in Blei persönlich bezeichnet. "Schlafender Mädchenakt" unsigniert.

"Knabe, seinen Kopf zwischen den Händen haltend" mit waagerechten, feinen Quetschfalten, Knicken, einem kleinen Loch und Wasserflecken. Mädchenakt knickspurig und mit einem waagerechten Knick Mi.

Stk. 18 x 16,1 cm, Bl. 28,8 x 22,2 cm / Stk. 53 x 29 cm, Bl. 54 x 32 cm. 150 €
KatNr. 400 Erhard Hippold, Zwei Radeubeuler (?) Landschaftsdarstellungen. Ohne Jahr.
KatNr. 400 Erhard Hippold, Zwei Radeubeuler (?) Landschaftsdarstellungen. Ohne Jahr.

62. Kunstauktion |  07. Dezember 2019

400   Erhard Hippold, Zwei Radeubeuler (?) Landschaftsdarstellungen. Ohne Jahr.

Erhard Hippold 1909 Wilkau – 1972 Bad Gottleuba

Radierungen. In Blei signiert u.re. bzw. mit der Authentizitätsbestätigung von Gussy Hippold-Ahnert. Jeweils hinter Glas in Holzleiste gerahmt.

Vereinzelt kleine Stockflecken.

Pl. 24,5 x 31,5 cm, Ra. 44,5 x 52 cm; Pl. 22 x 28 cm, Ra. 43 x 55,5 cm. 60 €
KatNr. 415 Ludwig von Hofmann, Der Künstler Richard Dreher auf dem Totenbett. 1932.

62. Kunstauktion |  07. Dezember 2019

415   Ludwig von Hofmann, Der Künstler Richard Dreher auf dem Totenbett. 1932.

Ludwig von Hofmann 1861 Darmstadt – 1945 Pillnitz bei Dresden

Lithografie. Im Stein ligiert monogrammiert "LvH" und datiert u.re., darunter in Blei signiert "L.v.Hofmann".

Nach dem Tode Richard Drehers am 29. Oktober 1932 veranstaltete der Sächsische Kunstverein zu Dresden vom 19. April bis zum 5. Juni 1933 eine Gedenkausstellung auf der Brühlschen Terrasse. Ludwig von Hofmann sprach für seinen Freund und Künstlerkollegen die Gedenkworte bei der Eröffnung.

Randbereich mit vereinzelten Stockflecken und teils angeschmutzt. Knickspurig.

St. 26 x 44,5 cm, Bl. 47 x 59 cm. 120 €
KatNr. 472 Ernst Ludwig Kirchner
KatNr. 472 Ernst Ludwig Kirchner
KatNr. 472 Ernst Ludwig Kirchner

62. Kunstauktion |  07. Dezember 2019

472   Ernst Ludwig Kirchner "Frau, Schuh zuknöpfend". 1912.

Ernst Ludwig Kirchner 1880 Aschaffenburg – 1938 Frauenkirche-Wildboden

Holzschnitt auf beigefarbenem "Van Gelder Zonen"-Bütten. Unsigniert. Einer von bisher acht bekannten Abzügen vor der ebenfalls unsignierten Auflage, welche im Graphischen Kabinett J. B. Neumann, Berlin, 1913 erschien. Verso in Blei am u. Blattrand von fremder Hand bezeichnet, römisch nummeriert "II" sowie mittig mit einem gestrichenen Inventarstempel versehen. An den o. Ecken im Passepartout montiert.
WVZ Dube H 206 A (von B); WVZ Gercken 566 A (von B).

Provenienz: Nachlass Friedrich Bienert (1891 Dresden – 1969 West-Berlin).

Abzüge der 1913 editierten Auflage befinden sich in u.a. in:
Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin
Harvard Art Museum, Cambridge, MA
Staatliche Graphische Sammlungen, München
The Museum of Modern Art, New York
Es sind 26 Abzüge der Edition bekannt.
Sowohl Dube als auch Gercken benennen starke Druckunterschiede der einzelnen Abzüge durch verschieden starkes Mitdrucken des Stockgrunds.

Innerhalb des Gesamtwerks von Ernst Ludwig Kirchner nimmt sein druckgrafisches Schaffen eine zentrale Stellung ein. Mit über 2100 Arbeiten schuf Kirchner nicht nur das umfangreichste Druckwerk des Expressionismus, sondern darüber hinaus auch eines der größten innerhalb der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts. Unter dem Pseudonym Louis de Marsalle schrieb Kirchner über seine eigene Arbeit: „Da Kirchner seine Drucke selbst macht, ist er in der Lage, alle technischen Möglichkeiten voll auszunützen. Nur der Künstler, der Liebe und Geschick zum Handwerk hat, sollte Graphik machen [...]“. (Zit. n. Alms 2005. S. 16.) Auch für den künstlerischen Formfindungsprozess waren die druckgrafischen Techniken, besonders der Holzschnitt, für Kirchner unerlässlich. In ihm hatte der Künstler wie in keinem anderen Medium, die Möglichkeit, formzusammenfassende, abstrahierende und rhythmisierende Gestaltungsprinzipien zu entwickeln, die in ihrer Betonung des Eckigen und Spitzwinkligen in Kirchners Malerei wiederkehren.
1911 übersiedelte Kirchner von Dresden nach Berlin. Die Großstadt bot dem Künstler eine neue überbordende Themenvielfalt, die er u.a. in zahlreichen Straßen- und Milieuszenen, in Darstellungen von Prostituierten, Zirkusartisten und Varietétänzerinnen ins Bild setzte. Im Juni 1912 lernte Kirchner die beiden Schwestern Erna und Gerda Schilling in Berlin kennen, welche beide als Tänzerinnen ihren Lebensunterhalt verdienen. Erna, die ältere der beiden, wurde bald Kirchners bevorzugtes Modell, später Freundin und Lebensgefährtin. In dem vorliegenden Holzschnitt „Frau, Schuh zuknöpfend“ porträtierte Kirchner sie mit großer Wahrscheinlichkeit.
Innerhalb des klar und kontrastreich aufgebauten Bildgefüges ist die auf einem geschnitzten Hocker Sitzende in steifer Pose dargestellt, formal vollständig in das kleinteilige, die gesamte Bildfläche strukturierende Ornament integriert. Kraftvolle Schraffuren verlaufen entlang der Konturen des Kleides. Seitlich schräg gesetzte Formen deuten die Situierung der Figur in einer Raumecke an. Ein auf der rechten Seite abgebildeter, exotisch anmutender Wandbehang zeigt einen Frauenakt mit Hahn. Mit ähnlichen Tüchern stattete Kirchner seine Ateliers aus, sie boten ihm einen inspirierenden Hintergrund für seine Figurendarstellungen. Das Motiv der sitzenden, den Schuh bindenden Tänzerin hielt Kirchner auch in verschiedenen Bleistift- und Kreidezeichnungen fest.
Lit.:
Barbara Alms: „Kirchners urbane Ästhetik.Großstadt, Eros und Natur“. In: „Ernst Ludwig Kirchner. Großstadt, Eros und Natur“. Delmenhorst 2005. S. 12–17.
Kunstverein Hamburg (Hrsg.): „E.L. Kirchner. Zeichnungen und Druckgrafik 1905–1936“. Mit e. Einf. v. Günther Gercken. Hamburg 1978.
Magdalena M. Moeller: „Ludwig Kirchner. Meisterwerke der Druckgrafik“. Stuttgart 1990.

Fachmännisch restaurierter Zustand. Etwas gebräunt und lichtrandig. Die äußersten Randbereiche teilweise angeschmutzt, sehr unscheinbar angestaubt und mit Fingerspuren, der Blattrand/Blattkante o.li. mit schwarzer Schmutzspur. Der o. weiße Rand etwas angegraut, die o. Ecken mit Spuren einer früheren Montierung, dort partiell braunfleckig, die re. Ecke mit durch Anfaserung geschlossenen Löchlein. Ein winziger Einriss (4 mm) u.Mi. Verso am re. Rand mit halbkreisförmigen, gräulichen Schmutzrändern eines ehemaligen Feuchteeintrags (nicht deformiert). Am o.re. Rand eine leichte Papierausdünnung, wohl montierungsbedingt. Randbereiche partiell mit Resten einer älteren Montierung. Die o. Blattecken flächig mit Flüssigpapier angefasert.

Stk. 31 x 24,9 cm, Bl. 57,5 x 45,5 cm, Psp. 62 x 49 cm. 12.000 €
KatNr. 480 Max Klinger
KatNr. 480 Max Klinger

62. Kunstauktion |  07. Dezember 2019

480   Max Klinger "Krieg" / Ausstellungsplakat Museum der bildenden Künste Leipzig. 1898.

Max Klinger 1857 Leipzig – 1920 Groß-Jena/Naumburg

Radierungen mit Aquatinta (unvollendet) über rötlichem Japan, auf Bütten aufgewalzt. Unsigniert. In der Platte in Kapitälchen unterhalb der Darstellung re. bezeichnet "Max Klinger" und li. bezeichnet "Giesecke & Devrient, Leipzig impr.". Blatt 6 aus "Vom Tode, II. Teil", Opus XIII. Wohl Probedruck vor der Auflage durch die Griffelkunst 2007 von der nachgestochenen Platte. Dazu ein motivgleiches Ausstellungsplakat von 1988 "1813. Die Zeit der Befreiungskriege und die Leipziger Völkerschlacht in Malerei, Graphik, Plastik. Museum der bildenden Künste Leipzig. 1.10.1988 - 8.1.1989".
Motivgleich mit WVZ Singer 248.

Randbereiche der Radierung leicht knickspurig sowie u.li. Ecke mit diagonaler Knickspur und o.re. Ecke leicht gestaucht.

Darst. 45,5 x 32,5 cm, Pl. 51,5 x 32,5 cm, Bl. 79 x 53,5 cm/77,5 x 55 cm. 170 €
KatNr. 486 Max Klinger

62. Kunstauktion |  07. Dezember 2019

486   Max Klinger "Bildnis Geheimrat Professor Dr. Lamprecht". 1915.

Max Klinger 1857 Leipzig – 1920 Groß-Jena/Naumburg

Aquatintaradierung auf Bütten. U.li. typografisch signiert "MAX KLINGER rad." und u.re. typografisch bezeichnet "VERLAG VON S.HIRZEL IN LEIPZIG".
WVZ Beyer 423.

In den Randbereichen etwas fingerspurig, u.re. leicht angeschmutzt. Verso am o. Rand drei kreisrunde Materialverluste aufgrund Entfernung ehemaliger Montierung, entlang des li. Rands schmale Papiermontierung.

Pl. 16 x 11 cm, Bl. 27,5 x 20,5 cm. 100 €
KatNr. 385 Ernst Barlach
KatNr. 385 Ernst Barlach
KatNr. 385 Ernst Barlach
KatNr. 385 Ernst Barlach
KatNr. 385 Ernst Barlach
KatNr. 385 Ernst Barlach
KatNr. 385 Ernst Barlach
KatNr. 385 Ernst Barlach

61. Kunstauktion |  21. September 2019

385   Ernst Barlach "Die Felsen" / "Lügt, Stürme, lügt!" / "Straßenecke in Warschau" / fünf Lichtdrucke aus dem Zyklus "Der arme Vetter". 1914– 1919.

Ernst Barlach 1870 Wedel – 1938 Güstrow/Mecklenburg

1) "Die Felsen", 1922. Holzschnitt. Unsigniert. Unterh. d. Darst. in Blei von fremder Hand bezeichnet. Gedruckt auf gefalteter Doppelseite. Auf Untersatzkarton montiert.
WVZ Laur 69.10.
2) "Lügt, Stürme, lügt!", 1914. Lithografie. Signiert im Stein u.li. "Barlach" sowie in Schreibschrift innerh. d. Darst. u. lithografisiert "lügt, Stürme, lügt!". Gedruckt auf Buchseite. Verso mit Text- bzw. Bilddruck. Auf Untersatzkarton montiert. Dort von fremder Hand in Blei bezeichnet.
WVZ Laur 15.
3) "Straßenecke in Warschau" 1915. Lithografie. Signiert im Stein u.li. Unterh. der Darst. li. in Fraktur "Ernst Barlach" sowie mi. "Straßenecke in Warschau". Gedruckt auf Buchseite. Verso mit Text- bzw. Bilddruck.
WVZ Laur 18.

Lichtdrucke jeweils verso mit typografischer Beschriftung:
1) "Zwei Männer im Gespräch"
2) "Schlechtes Gewissen"
3) u. 4) "Armer Vetter und hoher Herr 1"
5) "Armer Vetter und hoher Herr 2"
Vgl. WVZ Laur 54.14, 54.31, 54.17, 54.18.

Insgesamt minimal knick- und fingerspurig. Blattränder leicht gestaucht. Holzschnitt lichtrandig.

Verschiedene Maße, max. 48 x 32 cm, Unters. 65 x 50 cm. 120 €
KatNr. 401 Otto Richard Bossert, Kuhhirtin/Fünf grafische Arbeiten. 1906 /1918.
KatNr. 401 Otto Richard Bossert, Kuhhirtin/Fünf grafische Arbeiten. 1906 /1918.
KatNr. 401 Otto Richard Bossert, Kuhhirtin/Fünf grafische Arbeiten. 1906 /1918.
KatNr. 401 Otto Richard Bossert, Kuhhirtin/Fünf grafische Arbeiten. 1906 /1918.
KatNr. 401 Otto Richard Bossert, Kuhhirtin/Fünf grafische Arbeiten. 1906 /1918.
KatNr. 401 Otto Richard Bossert, Kuhhirtin/Fünf grafische Arbeiten. 1906 /1918.

61. Kunstauktion |  21. September 2019

401   Otto Richard Bossert, Kuhhirtin/Fünf grafische Arbeiten. 1906 /1918.

Otto Richard Bossert 1874 Heidelberg – 1919 Leipzig

Radierungen und ein Holzschnitt. Zwei Arbeiten in der Platte monogrammiert bzw. signiert und datiert, zwei weitere Arbeiten posthum von der Witwe des Künstlers signiert, zwei mit dem Signaturstempel des Künstlers u.re. versehen. Ein Blatt aus der "Zeitschrift für Bildende Kunst", Heft 4, dieses typografisch betitelt sowie technik- und künstlerbezeichnet. Im Passepartout montiert.

Knick- und fingerspurig, vereinzelt leicht angeschmutzt und mit Randläsionen. 'Kuhhirtin' mit unfachmännisch hinterlegtem Einriss (4,5 cm) am re. Rand. Ein Blatt (Bauer) deutlich stockfleckig.

Med. min. 15,5 x 15,5 cm, Bl. min. 37,5 x 27,5 cm, Med. max. 29,5 x 31,5 cm, Bl. max. 53,8 x 41,5 cm, Psp. 50 x 34,8 cm. 90 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

61. Kunstauktion |  21. September 2019

422   Otto Dix "Matrose und Mädchen". 1920.

Otto Dix 1891 Untermhaus/Gera – 1969 Singen am Hohentwiel

Radierung mit Plattenton auf dickem, gelblichen Kupferdruckpapier. In der Platte u.re. signiert "DIX". Unterhalb der Platte in Blei signiert "Dix", datiert und Mi. betitelt sowie li. nummeriert "III /20" und bezeichnet "Ätzrad.". Erschienen in der Mappe "Radierwerk II. 5 Radierungen" im August 1921 im Dresdner Verlag als 3. Mappe der "Graphischen Reihe" mit 20 Exemplaren, herausgegeben von Heinar Schilling. An den o. Ecken im Passepartout montiert. Verso von fremder Hand in Blei bezeichnet und mit einem gestrichenen Inventarstempel versehen.
WVZ Karsch 13 b (von b).

Provenienz: Nachlass Friedrich Bienert (1891 Dresden – 1969 West-Berlin).

Friedrich Bienert kam mit schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen aus dem 1. Weltkrieg zurück. Die verheerenden Kriegserlebnisse müssen für ihn derart einschneidend gewesen sein, dass er als bekennender Pazifist fortan – für einen Sohn aus großbürgerlichem Hause ungewöhnlich – mit linkem Gedankengut sympathisierte. Er versammelte linksliberale Intellektuelle und Künstler um sich, zu denen u.a. Otto Dix, Ernst Bursche, Conrad Felixmüller und später auch Künstler der ASSO wie Otto Griebel, Wilhelm Lachnit und Hans Grundig gehörten.
Insbesondere mit Otto Dix verband Friedrich Bienert eine intensive Freundschaft, welche ein ganzes Leben andauernd sollte. Noch in den späten 1950er und 1960er Jahren besuchte der inzwischen in West-Berlin lebende Bienert Dix in Hemmenhofen – "ein Erzvergnügen für alle Beteiligten", wie Hans-Peter Lühr schreibt.
Vgl. Hans-Peter Lühr: Friedrich Bienert und der Geist von Weimar. Eine biografische Studie. In: Dresdner Hefte. Beiträge zur Kulturgeschichte. 31. Jg, Heft 116, 4/2013. S. 55–64.

Im Werk von Otto Dix stellen neben den großformatigen Gemälden seine grafischen Arbeiten einen wichtigen Anteil dar. Sie entstehen in Wechselwirkung und thematischer Nähe zu seiner Malerei. Die grafischen Anfänge von Dix fallen in seine Zeit in Dresden von 1919 bis 1922, wo bis zu seiner Umsiedlung nach Düsseldorf mehrere Mappenwerke entstehen. Es ist eine Phase, die nach Paul Ferdinand Schmidt den Höhepunkt im Schaffen von Dix markiert, in denen Arbeiten entstehen, die an Kraft und Ausdrucksstärke später nicht mehr überboten wurden.
In diesen Kontext fügt sich die vorliegende Radierung "Matrose und Mädchen" von 1920. Sie ist als dritte Arbeit einer Mappe mit Radierwerken zugehörig, die außerdem noch die Arbeiten "Streichholzhändler", "Billardspieler", "Lustmord" und "Syphilitiker" enthält.
Dix erlebte den Ersten Weltkrieg als Soldat an der Front und hielt in schonungsloser Weise seine Eindrücke in zahlreichen Zeichnungen fest. Durch die "wahnsinnige Übung von vier Jahren", wie Dix diese Zeit selbst nannte, erwarb er sich ein künstlerisches Formenreservoir, eine manuelle Perfektion sowie eine absolute Sicherheit des optischen Zugriffs. Auf diese Grundlage baute er nach Kriegsende auf. So schuf Dix in einer Phase produktiver Freiheit in direktem Kontakt mit seiner gesellschaftlichen Umwelt Arbeiten von provokativer Schärfe und Eindringlichkeit: drastische sozialkritische Darstellungen als Ausdruck einer desolaten Zeitstimmung. Es sind grotesk deformierte Gestalten, Menschen unterschiedlichster Gesellschaftsschichten wie Dirnen, Matrosen, Spieler, Arbeiter, Zirkusgestalten sowie vornehme Großstädter, die bei Dix agieren. Radikal, oft in ironischer und parodistischer Weise legt Dix in seinen Arbeiten psychologische Wahrheiten frei. Der Künstler seziert dabei mit der Radiernadel wie mit einem Skalpell.
Das Jahr 1920 war in diesem Sinne ein für Dix "entscheidendes Jahr, ein Durchbruch zum Verismus aktivistischer Prägung", so der Kunsthistoriker Fritz Löffler. Auch die künstlerische Beschäftigung mit dem Matrosenthema fällt in diese Zeit. Ein Jahr zuvor entstand das Gemälde "Der Matrose Fritz Müller aus Pieschen", in dem Dix populäre Klischees des Matrosenlebens zitiert. Dass bei Dix zu diesem Zeitpunkt ein Matrose in den Mittelpunkt einer Darstellung rückt, kann mit dem Kieler Matrosenaufstand am 3. November 1918 in Zusammenhang gebracht werden, welcher den Auftakt der revolutionären Ereignisse am Ende des Ersten Weltkrieges bildete. Der Typus des Matrosen diente in diesem Zusammenhang vor allem politisch links orientierten jungen Männern -wie zu dieser Zeit auch Dix- als Projektionsfläche für eine neue dynamische Männlichkeit, die im Gegensatz zum verletzen und geschlagenen Soldaten heroische und selbstbestimmte Anteile implizierte.
1921 unternahm Dix eine Reise nach Hamburg, wo er den Hafen und die Reeperbahn besuchte, um sich die Seefahrerwelt zu erschließen. Die Gemälde "Abschied von Hamburg" und "Alma" von 1921 sowie mehrere Gouachen mit erotischer Thematik, weisen daraufhin, dass Dix den Typus des Matrosen als einen freien, exzessiven, antibürgerlichen Männertypus interpretierte, mit dem er sich bisweilen auch gerne identifizierte. So inszenierte sich Dix beispielsweise selbst als Matrose, indem er sich auf einer Porträtfotografie von 1920 mit ein paar Strichen eine Tätowierung und einen Ohrring hinzufügte. Der Matrose bot dem Künstler eine Projektionsfläche, eine freie Sexualität zu zeichnen, die außerhalb bürgerlicher Normen im Hinblick auf die Geschlechterrollen eine Gleichwertigkeit impliziert. Die Gespielin des Matrosen ist das Mädchen bzw. die Prostituierte. Die Zigarette im Mund mit direktem, selbstbewussten Blick kann sie als eine ihrem Begleiter "gleichwertige antibürgerliche Randfigur der Gesellschaft" gesehen werden. (Schulte 2004, S. 51).

Lichtrandig. O. und u. Blattrand unscheinbar wellig. Im u. weißen Rand unterhalb der Bezeichnungen in Blei zwie braune Stockflecken. Im o.re. weißen Rand ein kleiner,dunkelbrauner Fleck, Mi.re. mit leichter Schmutzspur. Verso im Bereich der Druckplatte und im u. weißen Rand stockfleckig, recto kaum bzw. nur vereinzelt schwach ablesbar (im Bereich der li. Hand des Matrosen, re. neben dem Rocksaum des Mädchens).

Pl. 29,6 x 24,8 cm, Bl. 49,6 x 34,1 cm. 20.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
KatNr. 511 Otto Fischer, Zwei Landschaftsdarstellungen. Anfang 20. Jh.
KatNr. 511 Otto Fischer, Zwei Landschaftsdarstellungen. Anfang 20. Jh.

61. Kunstauktion |  21. September 2019

511   Otto Fischer, Zwei Landschaftsdarstellungen. Anfang 20. Jh.

Otto Fischer 1870 Leipzig – 1947 Dresden

Radierungen mit Plattenton auf "Van Gelder Zonen"-Bütten bzw. auf Karton. Ein Blatt unterhalb der Darstellung re. in Grün signiert "Otto Fischer", am u. Rand in Blei bezeichnet "eigenhändiger Probedruck". Von fremder Hand in den u. Ecken nummeriert. Ein Blatt unterhalb der Darstellung typografisch bezeichnet. Beide Arbeiten verso von fremder Hand in Blei bezeichnet und betitelt sowie mit gestrichenem Inventarstempel.

Leicht angeschmutzt und knickspurig. Ein Blatt mit Einriss am re. Rand.

Pl. 19,8 x 27,5 cm/ 34 x 23,5 cm, Bl. 26,8 x 36,7 cm/ 47,5 x 36,5 cm. 50 €
KatNr. 514 Philipp Franck
KatNr. 514 Philipp Franck

61. Kunstauktion |  21. September 2019

514   Philipp Franck "Licht und Schatten - Wochenschrift" (Badende Buben) /Bauer am Ochsenpflug (im Taunus). 1. Viertel 20. Jh.

Philipp Franck 1860 Frankfurt a.M. – 1944 Berlin-Wannsee
Peter von Halm 1854 Frankfurt am Main – 1923 München

Lithografie und Radierung. Lithografie im Stein u.li. in Kapitälchen signiert "Philipp Franck" und o.Mi. typografisch bezeichnet "Licht und Schatten. Wochenzeitschrift für Schwarzweisskunst und Dichtung", "No. 1 Herausgegeben von Hanns von Gumppenberg, Jahrgang 1", darunter "Philipp Franck (Berlin): Badende Buben". Verso mit der Lithografie "Netzflicker" von Peter Halm. Radierung unsigniert. Verso von fremder Hand in Blei künstlerbezeichnet.

Knick- und fingerspurig. Zeitschrift mit horizontalem Mittelfalz. Radierung umlaufend mit Randläsionen sowie mehrfach Wasserflecken am li. Rand.

36 x 28 cm bzw. Pl. 31,5 x 37,6 cm, Bl. 38,8 x 53,5 cm. 100 €
KatNr. 516 Alexander Friedrich

61. Kunstauktion |  21. September 2019

516   Alexander Friedrich "Fähre VII" (Hamburger Hafen). Wohl um 1940.

Alexander Friedrich 1895 Hamburg – 1968 ebenda

Kupferstich. In der Platte o.Mi. betitelt. Unterhalb der Darstellung in Blei li. signiert "A. Friedrich". Verso mit gestrichenem Inventarstempel.

Angeschmutzt und knickspurig. Am li. Rand gebräunt, Einriss (3,5 cm) am o. Rand.

Pl. 12 x 48 cm, Bl. 26,7 x 64 cm. 80 €
KatNr. 592 Curt Hasenohr-Hoelloff

61. Kunstauktion |  21. September 2019

592   Curt Hasenohr-Hoelloff "Exlibris Heinrich Rebensburg" (Tod als Skelett, eine junge Frau umarmend). 1910.

Curt Hasenohr-Hoelloff 1887 Leipzig – 1987 Markkleeberg

Farbradierung auf Bütten. Unterhalb der Platte in Blei re. signiert "C. Hasenohr" und datiert, sowie li. nummeriert "V+".
WVZ Franck 23.

Oberfläche minimal angeschmutzt. Am o. und u. Rand minimal knickspurig. Leichte Abrasion am o.re. Blattrand.

Pl. 24,6 x 8,9 cm, Bl. 35 x 20,5 cm. 90 €
KatNr. 616 Erhard Hippold, Dörfliche Straßenansicht in Radebeul (?) / Weg durch Felder (Radebeul). Ohne Jahr.
KatNr. 616 Erhard Hippold, Dörfliche Straßenansicht in Radebeul (?) / Weg durch Felder (Radebeul). Ohne Jahr.

61. Kunstauktion |  21. September 2019

616   Erhard Hippold, Dörfliche Straßenansicht in Radebeul (?) / Weg durch Felder (Radebeul). Ohne Jahr.

Erhard Hippold 1909 Wilkau – 1972 Bad Gottleuba

Radierungen mit Plattenton auf Papier. Eine Arbeit unsigniert, mit einer Authentizitätsbestätigung von Gussy Hippold in Blei u.re. (Dörfliche Straßenansicht), die andere in Blei signiert Erhard Hippold" und nummeriert "69/100" (Weg durch Felder). Jeweils hinter Glas in Holzleiste gerahmt.

Stockfleckig, Ränder etwas ungerade geschnitten, kleine Randläsionen am o. und u. Blattrand (Weg durch Felder).

Pl. 27 x 36 cm, Ra. 51 x 62 cm; Pl. 12 x 20,7 cm, Ra. 23 x 32 cm. 100 €
KatNr. 654 Hermann Kätelhön

61. Kunstauktion |  21. September 2019

654   Hermann Kätelhön "Carl Beyer Leipzig". 1920.

Hermann Kätelhön 1884 Hofgeismar – 1940 München

Radierung mit Plattenton auf wolkigem Papier. In der Platte u.li. signiert "Hermann Kätelhön" und datiert, o.li. bezeichnet "Carl Beyer Leipzig AET L". U.re. in Blei nochmals signiert "Hermann Kätelhön". Verso mit rotem Archivstempel.

Am u. Rand durchgehende horizontale Knickspur, sowie Ecken u. geknickt. Rand li. technikbedingt minimal gewellt.

Pl. 26,1 x 28,9 cm, Bl. 32 x 49,2 cm. 90 €
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Die im Katalog ausgewiesenen Preise sind Schätzpreise. Die Mehrheit der Artikel ist differenzbesteuert, auf den Zuschlagspreis wird damit keine Mehrwertsteuer erhoben.

* Artikel von Künstlern, für die durch die VG Bildkunst eine Folgerechtsabgabe erhoben wird, sind durch den Zusatz "zzgl. Folgerechts-Anteil 2,5%" gekennzeichnet. (Versteigerungsbedingungen Punkt 7.4.)

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