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20 Ergebnisse

KatNr. 100603 Friedrich Press
KatNr. 100603 Friedrich Press
KatNr. 100603 Friedrich Press
KatNr. 100603 Friedrich Press

66. Kunstauktion |  05. Dezember 2020

Friedrich Press "Gnadenstuhl". 1987.

Friedrich Press 1904 Ascheberg – 1990 Dresden

Lindenholz bzw. Kiefernholz, geleimt, geschnitzt sowie schwarz, rot und gold gebeizt. Rückseitig geritzt signiert "F. Press", datiert sowie mit der Werknummer "494" versehen.

Press WK.Nr. 494.

Der Künstler Friedrich Press setzt mit seinen Werken Zeichen, die reduziert auf das Wesentliche die Aussage verdichten: "Ich kann doch nicht einfach die Oberfläche der Dinge wohlgefällig darstellen; dann bleibt Kunst eben oberflächlich und seicht, sondern ich muß die nicht mehr darstellbaren Tiefenschichten zeichenhaft, symbolisch sichtbar zu machen versuchen." (Press im Film: Tod und Auferstehung im Werk des Bildhauers Friedrich Press, Fernsehen der DDR, 1986. Zit. n. Christoph Deuter: "Friedrich Press und sein Weg zur Abstraktion". In: "Friedrich Press. Das Innere zum Äußeren". Ausst.Kat. Lampertswalde 2012. S. 9–11. Hier S. 9)

Das Motiv des Gnadenstuhls bearbeitete Press seit 1985. Es entstanden vier Werke zum Gnadenstuhl (Wk.Nr. 480 – Wk.Nr. 483), an denen die immer stärkere formale Abstrahierung nachvollziehbar ist. 1987 gipfelte diese Reihe in vorliegender Darstellung des Gnadenstuhls. Hier verschmelzen die göttlichen Personen fast in der Art eines klassischen, sogenannten "Dreigesichts" zu einer höchst geschlossenen Form. Die golden gefassten Augen von Christus werden im mittigen, beiden göttlichen Personen zugeordneten Auge, eins mit den rot gefassten Augen Gottvaters. Im Gegensatz zur früheren Darstellung (Wk.Nr. 483), wo Christus die das Leid symbolisierenden roten Augen hat, wurde Christus hier mit goldenen Augen dargestellt. Dies verweist auf ein zentrales Thema bei Press – die Auferstehung – während Gottvater als väterlich Leidender bzw. Mitleidender gezeigt wird.

Wir danken Herrn Christoph Deuter, Würzburg, für freundliche Hinweise.

Partiell minimaler Abrieb an den Kanten, an einer Stelle das Holz leicht gesplittert.

H. 44 cm, B. 33 cm, T. 4,5 cm. 6.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
KatNr. 721 Edouard Drouot
KatNr. 721 Edouard Drouot
KatNr. 721 Edouard Drouot
KatNr. 721 Edouard Drouot

65. Kunstauktion |  19. September 2020

721   Edouard Drouot "Decrotteur arabe" (Der Schuhputzer). Spätes 19. Jh./Frühes 20. Jh.

Edouard Drouot 1859 Sommevoire – 1945 Paris

Bronze, gegossen, mit rötlich-brauner Patina, durchgerieben, die Kappe partiell dezent gefasst. An einem Stein lehnender, lachender Schuhputzer. Schauseitig auf einer Plakette betitelt sowie bez. "Medaille, Beaux-Arts". Verso im Model signiert "E. Drouot" sowie an der flachen Plinthe verso mit dem runden Siegel "Bronze Garanti au Titre, Paris" im Model. Verso auf dem Steinsockel wohl mit einem Gießereistempel (undeutlich). Unterseits mit dem Stempel "R".

Staffierung der Kappe minimal berieben. Vereinzelt unscheinbare Kratzspuren.

H. 33,3 cm. 1.000-1.200 €
KatNr. 725 Alfons Garn (zugeschr.) Der Gute Hirte. 2. H. 20. Jh.
KatNr. 725 Alfons Garn (zugeschr.) Der Gute Hirte. 2. H. 20. Jh.

65. Kunstauktion |  19. September 2020

725   Alfons Garn (zugeschr.) Der Gute Hirte. 2. H. 20. Jh.

Alfons Garn 1926 Dresden – 2005 ebenda

Holz, geschnitzt, partiell farbig gefasst. Unsigniert.

Oberfläche der Farbfassung zum Teil leicht berieben bzw. gegilbt

H. 30 cm, B. 10 cm, T. 7,5 cm. 180 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

65. Kunstauktion |  19. September 2020

728   Matthias Zágon Hohl-Stein "Parzival + Minotaurus". 1998.

Matthias Zágon Hohl-Stein 1952 Koblenz – Lebt und arteitet in Karwe

Triptychon. Holz (Regalböden), geschnitzt, rötlich-braun, schwarz und weiß gefasst sowie lackiert. Vier hochrechteckige Tafeln im Flachrelief, die zentrale Bildtafel verso aus zwei Segmenten montiert. Jeweils verso in den schwarzem Grund geritzt signiert "M. Zágon Hohl-Stein", datiert und nummeriert (1–4), die zentrale Bildtafel zusätzlich betitelt. An den o. und u. Kanten Metallzargen.

Abgebildet in: Matthias Zágon Hohl-Stein – Holzbild, Sculptur, Objekt. Karwe 1999, Kapitel "Holzbilder".
Zágon Hohl-Stein, M.: Parzival am See – Skulptur von Matthias Zágon Hohl-Stein. 2018, S. 42.

Als Großplastik aus Edelstahl schuf Matthias Zágon Hohl-Stein die Figur des Parzivals am See in Neuruppin, welche 1998 enthüllt wurde. In den Händen eine Arche und ein Windrad haltend, symbolisiert die Figur das Überleben und ökologisches Verantwortungsbewusstsein. Anlässlich des Ereignisses sprach der Kulturminister Steffan Reiche von der mahnenden Wirkung des 17 Meter hohen Kunstwerks, "sich nicht einfach im Zeitgeist zu verlieren, sondern nach den Werten zu fragen, die ein Leben tragen und bewahren" (Matthias Zágon Hohl-Stein – Holzbild, Sculptur, Objekt. Karwe 1999, S.2). Die gleiche formale Ausführung mit dem ausladenden, balkenartigen Barrett über dem langgezogenen Gesicht auf vorgestrecktem Hals zeigt die Haupttafel des vorliegenden Triptychons.

Vereinzelte Kratz- und Druckspuren, im Gesamtbild jedoch unauffällig.

Haupttafel 151 x 100 cm, Seitentafeln 151 x 30 cm. 2.200 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

65. Kunstauktion |  19. September 2020

729   Manfred Kielnhofer "Wächter der Zeit" (sitzend). Zeitgenössisch.

Manfred Kielnhofer 1967 Haslach an der Mühl

Polyester, Acrylfassung in Gold. In weißem Lackstift u.re. signiert "Kielnhofer" und nummeriert "11/99".

Mit einem vom Künstler ausgestellten Echtheitszertifikat.

Seit 2012 verwirklicht der Linzer Künstler Manfred Kielnhofer das Motiv der "Wächter der Zeit" – vorerst in limitierter, kleinformatiger Auflage, ab 2013 jedoch auch in größerer Ausführung. Die gesichtslosen Figuren haben eine starke Ähnlichkeit mit dem skulpturalen Ensemble "Das letzte Abendmahl", welches Albert Szukalski bereits 1984 als Kernstück des Goldwell-Open-Air-Museums bei der verlassenen Stadt Rhyolite in der Wüste Nevadas schuf.
Die Figurenhülle gleicht in Schnitt und Raffung einer Mönchskutte. Der Faltenwurf gibt authentisch eine textile Optik wieder, welche im Gegensatz zu dem harten, stabilen Material steht. Begünstigend wirkt sich diese Materialität auf die vermehrte Installation der "Wächter der Zeit" in Freiräumen der Außenwelt aus. So wurden im Juli 2020 drei dieser sitzenden Skulpturen in Überlebensgröße (H. 220 cm) auf dem Hauptplatz im österreichischen Steyr arrangiert.

Innenseitig einige freistehende Polyesterfasern aus dem Werkprozess.

H. 75 cm, B. 90 cm, T. 90 cm. 2.400 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
KatNr. 731 Tanzende Figur / Nana,
KatNr. 731 Tanzende Figur / Nana,

65. Kunstauktion |  19. September 2020

731   Tanzende Figur / Nana, "Reductil" nach Niki de Saint Phalle 2. H. 20. Jh.

Pappmaché, farbig lackiert. Tanzende Nana, bezeichnet "Reductil". Auf Metallstab mit schwarzer quadratischer Holzplatte montiert.

Eine leichte Kratzspur am o. Rücken sowie eine kleine Bestoßung am li. Fuß. Partieller Abrieb sowie ein oberflächlicher Materialriss am Kopf. Figur an Stange drehbar.

H. 41 cm, B. ca. 21 cm, T. 13 cm. 180 €
KatNr. 655 Unbekannter Bildschnitzer, Relief Maria mit dem Jesuskind vor stilisierten Wolken. Wohl 19. Jh.

64. Kunstauktion |  20. Juni 2020

655   Unbekannter Bildschnitzer, Relief Maria mit dem Jesuskind vor stilisierten Wolken. Wohl 19. Jh.

Wohl Lindenholz, geschnitzt und polychrom gefasst, partiell mit silberfarbener Blattmetallauflage und transparentem Überzug. Verso li.Mi. in Feder bezeichnet "III. Bild im Loderweg" und darüber ein kleiner Rest eines Papieretiketts.

Oberfläche partiell angeschmutzt. Überfasst, braune Farbe in Vertiefungen im Bereich der Maria. Kleine Ausbrüche im Holz sowie größerer o.li. sowie vereinzelte Fehlstellen der Fassung und Lockerungen. Zwei lange Spannungsrisse im Holz in den o. Wolken. Wenige alte Anobienfraßgänge, v.a. im u. Bereich. Vier Montierungslöchlein und vereinzelte Nägel. Verso ganzflächig Auskristallisierungen, wohl eines Holzschutzmittels.

H. 55 cm, B. 25 cm, T. 4 cm. 100 €
KatNr. 660 Unbekannter Künstler, Büste eines jungen Mädchens. Spätes 19. / frühes 20. Jh.
KatNr. 660 Unbekannter Künstler, Büste eines jungen Mädchens. Spätes 19. / frühes 20. Jh.
KatNr. 660 Unbekannter Künstler, Büste eines jungen Mädchens. Spätes 19. / frühes 20. Jh.
KatNr. 660 Unbekannter Künstler, Büste eines jungen Mädchens. Spätes 19. / frühes 20. Jh.
KatNr. 660 Unbekannter Künstler, Büste eines jungen Mädchens. Spätes 19. / frühes 20. Jh.

64. Kunstauktion |  20. Juni 2020

660   Unbekannter Künstler, Büste eines jungen Mädchens. Spätes 19. / frühes 20. Jh.

Bronze, gegossen und schwarzbraun patiniert. Auf einem Marmorsockel montiert. Verso unleserlich geritzt signiert. Ohne Gießereistempel.

Ecken des Marmorsockels bestoßen.

H. 30 cm, B. 12 cm, T. 12 cm. 360 €
KatNr. 661 Unbekannter Künstler, Porträt eines Herren mit Backenbart nach links. Wohl 1870er-1890er Jahre.
KatNr. 661 Unbekannter Künstler, Porträt eines Herren mit Backenbart nach links. Wohl 1870er-1890er Jahre.

64. Kunstauktion |  20. Juni 2020

661   Unbekannter Künstler, Porträt eines Herren mit Backenbart nach links. Wohl 1870er-1890er Jahre.

Gips. Unsigniert.

Kanten und erhabene Partien teils mit Abrieb und kratzspurig. Feine Haarrisse im o. Bereich des Hinterkopfs des Nackens sowie o. an den Haaren, dort auch feine Materialrisse. Am Rand u.re. bestoßen mit kleiner Fehlstelle. Mit gräulich-fleckiger Patina, teils mit Sandresten (aus dem Werkprozess ?)

D. 41,5 cm, T. ca. 9,5 cm. 180 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

64. Kunstauktion |  20. Juni 2020

665   Matthias Zágon Hohl-Stein "Beweinung". 1999.

Matthias Zágon Hohl-Stein 1952 Koblenz – Lebt und arteitet in Karwe

Pappel, geschnitzt und rotbraun sowie die Vertiefungen dunkelbraun gefasst. Auf der Unterseite in Schwarz signiert "M. Zágon Hohl-Stein" und datiert.

Abgebildet in: Matthias Zágon Hohl-Stein – Holzbild, Sculptur, Objekt. Karwe 1999, Kapitel "Skulpturen".

H. 156 cm. 600 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
KatNr. 870 Chinoise Figur eines Mandarin. Europäisch. Wohl um 1710/1720.
KatNr. 870 Chinoise Figur eines Mandarin. Europäisch. Wohl um 1710/1720.
KatNr. 870 Chinoise Figur eines Mandarin. Europäisch. Wohl um 1710/1720.
KatNr. 870 Chinoise Figur eines Mandarin. Europäisch. Wohl um 1710/1720.
KatNr. 870 Chinoise Figur eines Mandarin. Europäisch. Wohl um 1710/1720.

63. Kunstauktion |  28. März 2020

870   Chinoise Figur eines Mandarin. Europäisch. Wohl um 1710/1720.

Fayence. hellrötlicher Scherben, weiß glasiert und mit einer akzentuierenden Goldfassung. Stehende männliche Figur im Gewand, schauseitig mit einem flächigen Ritzdekor, auf der Brust ein Mandarintuch mit geritzter Zeichenfolge. Die Innenwandung unglasiert, aus zwei Teilen zusammengefügt, die Nähte innen sichtbar.

Provenienz: Sammlung Richard Seyffarth, Dresden.

Vgl. Figur eines chinesischen Bonzen, Fayence aus der 1. Hälfte des 18. Jh., Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kunstgewerbemuseum, Signatur / Inventar-Nr: 37359a,b.

Lit. Rudi, Thomas: europäische Fayencen 17.-18. Jahrhundert. Bestands- und Verlustkatalog GRASSI Muesum für angewandte Kunst. Leipzig 2017, KatNr. 74 (Figur eines Sultans, Fayence).

Kopf am Halsansatz restauriert, die Ohren retuschiert. Die Füße restauriert und retuschiert. Hände bzw. li. Arm bis zum Ellenbogen neu modelliert und angesetzt (frühe 1980er Jahre). Fingerspitze re. Hand minimal bestoßen. Die Verbindungsnähte re. mit Schwundriss. Glasur krakeliert. Vereinzelt oberflächlich bestoßen oder berieben. Vergoldung der Säume und Schuhe erneuert.

H. 44,3 cm. 2.500-3.500 €
KatNr. 871 Süddeutscher Künstler (evtl. Umkreis des Jacob van der Auwera), Heiliger Nepomuk. 1. H. 18. Jh.
KatNr. 871 Süddeutscher Künstler (evtl. Umkreis des Jacob van der Auwera), Heiliger Nepomuk. 1. H. 18. Jh.
KatNr. 871 Süddeutscher Künstler (evtl. Umkreis des Jacob van der Auwera), Heiliger Nepomuk. 1. H. 18. Jh.
KatNr. 871 Süddeutscher Künstler (evtl. Umkreis des Jacob van der Auwera), Heiliger Nepomuk. 1. H. 18. Jh.

63. Kunstauktion |  28. März 2020

871   Süddeutscher Künstler (evtl. Umkreis des Jacob van der Auwera), Heiliger Nepomuk. 1. H. 18. Jh.

Lindenholz, geschnitzt. Vorderseitig mit Kreidegrundierung, teils polimentsichtig und partiell mit Blattgoldauflage, ehemals wohl fast vollflächige Vergoldung. Die Wolke wohl ehemals vollflächig versilbert. Monochrom grauschwarz überfasst. Figur im Dreiviertelrelief, verso abgeflacht und ausgehöhlt, mit Werkspuren und dünnem, braunen Anstrich. Ursprünglich wohl Bestandteil eines Altars. Verso eine alte Inventar-Bezeichnung in schwarzem Faserstift u.Mi.

Der böhmische Priester Johannes Nepomuk (1350–1393), geboren in Pomuk bei Pilsen, wurde 1389 zum Generalvikar des Erzbischofs von Prag ernannt und bediente ab 1390 die Ämter des Erzdiakons von Saaz sowie des Kanonikers von St. Veit in Prag. Der Legende nach gilt er als schweigsamer Beichtvater der böhmischen Königin Sophie von Bayern, welcher dem Drängen ihres Gatten Wenzel IV. standhielt und sein priesterliches Beichtgelübde nicht brach. Historisch belegt ist, dass Nepomuk aufgrund seiner Loyalität zum Erzbischof Jenzenstein und dem damit verbundenen, energischen Einstehen für die Rechte der Kirche gegenüber dem König Böhmens Wenzel IV. im Jahr 1393 gefoltert und von der Karlsbrücke in die Moldau gestürzt wurde. Der Leichnam Nepomuks wurde im Prager Veitsdom bestattet, wo er nach der Heiligsprechung als Märtyrer durch Papst Benedikt XIII. im Jahr 1729 in einem prachtvollen, silbernen Hochgrab – gefertigt vom österreichischen Silberschmied Johann Joseph Würth nach einem von Joseph Emanuel Fischer von Erlach inspirierten Modell des Bildhauers Antonio Corradini seine letzte Ruhestätte fand.

Ein halblanges, pelzbesetztes Cape, die Mozzetta, getragen über einem Chorhemd sowie das Birett mit vier Hörnern sind Zeichen seines klerikalen Ranges und gelten neben dem Palmzweig, dem Kruzifix, dem fünfsternigen Heiligenschein und dem Zeigefinger vor dem Mund als ikonografische Attribute.

Der Heilige Nepomuk ist der Patron Tschechiens, Böhmens und Bayerns und der Stadt Salzburg.

Fehlende Teile (Unterarme). Zahlreiche kleine Lockerungen der Fassung sowie Fehlstellen, holzsichtig oder grundierungssichtig. Originale Fassung ganzflächig grauschwarz übermalt (diese teilweise wiederum mit Verlusten, sodass originale Fassungsreste freiliegen). Technikbedingte, unscheinbare Durchschnitzung unterhalb des li. Armes. Verso mehrere Dübellöcher, Spannungsriss im Holz li. Vergoldung und Versilberung an drei Feldern exemplarisch freigelegt.

H. 76 cm, B. 37 cm, T. 15 cm. 3.000 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

63. Kunstauktion |  28. März 2020

895   Matthias Zágon Hohl-Stein "Auf dem Weg" (Dachlukenobjekt). 1997.

Matthias Zágon Hohl-Stein 1952 Koblenz – Lebt und arteitet in Karwe

Holz, geschnitzt und gesägt, partiell lackiert sowie türkisfarben gefasst sowie Stahl, montiert. Auf die Rückwand montierte, abstrahierte Figurenformen. Rahmung mittels eines Rahmens einer Dachluke. Verso in Ocker signiert "M.Z. Hohl-Stein" und datiert "1997", unterhalb nochmals in Schwarz signiert.

Abgebildet in: Matthias Zágon Hohl-Stein – Holzbild, Sculptur, Objekt. Karwe 1999, Kapitel "Objekte" (dort in der Objektbeschreibung abweichend datiert).

"Seine Stärke, Material unterschiedlicher Herkunft und Zusammensetzung zu kombinieren und zu collagieren und diesem seinen Willen einzuimpfen, bringt immer wieder Staunen machende Objekte hervor, die zeitlos scheinend und Ewigkeit beanspruchend, den Betrachter in den Bann ziehen." (Zitat aus: Rieger, Günter "Zum Skulpturen-Schöpfer Matthias Zágon Hohl-Stein" in: Matthias Zágon Hohl-Stein, Karwe 2008).

Ra. 106 x 87 cm. 900-1.100 €
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63. Kunstauktion |  28. März 2020

896   Matthias Zágon Hohl-Stein "Cherub" . 2003.

Matthias Zágon Hohl-Stein 1952 Koblenz – Lebt und arteitet in Karwe

Holz, geschnitzt und lackiert sowie Stahl, montiert. Abstrahierte Figur, auf eine quaderförmige Plinthe fest montiert. Hohes, schlankes, aus Winkelprofilen geschweißtes Postament. Unterseits geschnitzt monogrammiert "M.Z.H.ST.".

Riss in der Plinthe, wohl vom Künstler ausgefugt sowie weitere kleine Trocknungsrisse.

H. (mit Postament) 81 cm, H. ges.120 cm. 600 €
KatNr. 897 Karl Jüttner, Stehende weibliche Figur. Um 1985– 1990.
KatNr. 897 Karl Jüttner, Stehende weibliche Figur. Um 1985– 1990.
KatNr. 897 Karl Jüttner, Stehende weibliche Figur. Um 1985– 1990.

63. Kunstauktion |  28. März 2020

897   Karl Jüttner, Stehende weibliche Figur. Um 1985– 1990.

Karl Jüttner 1921 Saalfeld – 2006 Saalfeld

Keramik, heller schamottierter Scherben, gebaut und in Mangan- und Eisenoxiden mattschwarz, partiell irisierend glasiert. Verso auf der unglasierten Plinthe geritzt signiert "Jüttner".

Lit.: Jakobson, Hans-Peter und Jüttner, Karl: Keramik und Zeichnungen – Eine Ausstellung zum siebzigsten Geburtstag des Künstlers im Museum für Kunsthandwerk im Ferberschen Haus Gera vom April bis Juni 1991 / Keramikmuseum Westerwald Höhr-Grenzhausen von Januar bis Februar 1992". Erfurt,1990.

Häder, Ulf: Karl Jüttner – Gefäß und Skulptur (Ausstellungskatalog des Förderkreis Keramik-Museum Bürgel und Dornburger Keramik-Werkstatt e.V.). Bürgel, 2014, vgl. S. 29 und 42.

H. 28,5 cm. 250 €
KatNr. 904 Unbekannter Bildhauer, Hummer. Spätes 19. Jh./20. Jh.
KatNr. 904 Unbekannter Bildhauer, Hummer. Spätes 19. Jh./20. Jh.

63. Kunstauktion |  28. März 2020

904   Unbekannter Bildhauer, Hummer. Spätes 19. Jh./20. Jh.

Bronze, dunkelbraun patiniert, auf eine querrechteckige Plinthe aus weißem, teils bräunlich geäderten und polierten Marmor montiert. Unsigniert. Ohne Gießereistempel.

Ein Bein mit Materialverlust. Partiell Oxidationsspuren.

15 x 10,5 cm, Gew. 0,75 kg. 180 €
KatNr. 811 Wohl süddeutscher Künstler, Apostel Paulus. 15. Jh.
KatNr. 811 Wohl süddeutscher Künstler, Apostel Paulus. 15. Jh.
KatNr. 811 Wohl süddeutscher Künstler, Apostel Paulus. 15. Jh.
KatNr. 811 Wohl süddeutscher Künstler, Apostel Paulus. 15. Jh.

62. Kunstauktion |  07. Dezember 2019

811   Wohl süddeutscher Künstler, Apostel Paulus. 15. Jh.

Nadelholz, vollplastisch geschnitzt. Holzsichtig, die Rückseite mit vereinfachter Gewandfaltung, flacher gearbeitet. Auf der Unterseite der Plinthe eine alte Inventar-Bezeichnung in schwarzem Faserstift.

Attribut der rechten Hand wohl fehlend. Nase, zwei Finger sowie Schwertschaftspitze abgebrochen, mehrere, zum Teil deutliche Kerben im Holz sowie leichte Trocknungsrisse. Drei kleine Durchschnitzungen im Gewand u. sowie o.li. im Bereich des re. Armes. Holzoberfläche wohl nachträglich geglättet. Verso wenige Anobienfraßgänge (inaktiv). Wenige Reste einer alten Farbfassung in den Tiefen der Locken und am Hals sowie vereinzelt an Gewandfalten.

H. 88 cm, B. 30 cm, T. 15 cm. 4.500 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

62. Kunstauktion |  07. Dezember 2019

838   Wolfgang Friedrich "Die Blendung des Polyphem" (Odyssee). 2016.

Wolfgang Friedrich 1947 Torgau

Bronze, partiell grün patiniert. Flache Plinthe über einem eingezogenen Sockel. Ebenda unterseitig graviert betitelt und signiert "W. Friedrich". Verso sowie unterseitig monogrammiert "WF" und datiert. Exemplar 3/8.

Im Rahmen einer Ausschreibung zum Thema "Neukloster als Stadt für Blinde und Sehschwache" erhielt der Rostocker Bildhauer Wolfgang Friedrich den Auftrag für den Handlauf am Alten Markt in Neukloster sieben kleine Plastiken, u.a. "Die Blendung des Polyphem - Odyssee" unter der Überschrift „Blinde Seher, sehende Blinde, blinde Sehende“ zu schaffen.

Vgl. Tessenow, Inge (Hrsg.): Idyllen und Katastrophen. Aus dem Werk des Bildhauers Wolfgang Friedrich. Güstrow, 2017. S. 164f.

H. 13,2 cm, B. 27,7 cm, T. 7 cm, Gew. 3,4 kg. 2.600 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

62. Kunstauktion |  07. Dezember 2019

841   Paul Hofmann "Großer Löffler". 2009.

Paul Hofmann 1975 Dresden

Hainbuche, geschnitzt, und Stahl auf einem Würfelsockel aus Glasschlacke. Am Bauch des "Großen Löfflers" geschnitzt signiert "PAVL" und datiert.

Kleiner Trocknungsriss an der li. Schnabelseite und am re. Flügel des Objektes. Vereinzelte leichte Kerben.

H. 78 cm, B. 103 cm, T. 24 cm. 750 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
KatNr. 1003 Venus von Milo (Aphrodite von Melos). 19./20. Jh.
KatNr. 1003 Venus von Milo (Aphrodite von Melos). 19./20. Jh.

61. Kunstauktion |  21. September 2019

1003   Venus von Milo (Aphrodite von Melos). 19./20. Jh.

Bronze, hohl gegossen, rotbraun patiniert. Unsigniert, ohne Gießereistempel.

Verkleinerte Nachbildung der hellenistischen Marmorstatue, welche sich im Louvre, Paris befindet.

Guss mit Lunkerbildung. Innenseite mit Korrosionsspuren und Ablagerungen von Sand aus dem Herstellungsprozess.

H. 51,1 cm. 500-600 €
NACH OBEN 


Die im Katalog ausgewiesenen Preise sind Schätzpreise. Die Mehrheit der Artikel ist differenzbesteuert, auf den Zuschlagspreis wird damit keine Mehrwertsteuer erhoben.

* Artikel von Künstlern, für die durch die VG Bildkunst eine Folgerechtsabgabe erhoben wird, sind durch den Zusatz "zzgl. Folgerechts-Anteil 2,5%" gekennzeichnet. (Versteigerungsbedingungen Punkt 7.4.)

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