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AUKTION 70 04. Dezember 2021
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930   Kopf in der Art einer etruskischen Terrakottafigur. Wohl 18./19. Jh.

Ton, hellrötlicher Scherben, geschlemmt. Hohl gearbeiteter, bärtiger Männerkopf in spätarchaischer Manier, das Haupthaar im Nacken zu mehreren Zöpfen geflochten.

Bruchkanten unterhalb von Bart und Ohren sowie seitlich entlang der Frisur. Geringfügig bestoßen.

H. 24,3 cm.

Schätzpreis
800-1.000 €

931   Antikenkopie eines einhenkligen Trinkgefäßes in der Art eines etruskisch schwarzfigurigen Kyathos. 20. Jh.

Ton, gedreht, schwarzfigurig bemalt. Passend zum Gefäß weist die figürliche Bemalung in den Bereich des griechischen Weingottes Dionysos und zeigt laufende Satyrn und Silene aus seinem Gefolge mit dionysischen Attributen.

Ansätze des Henkels mit Brandrissen. In einigen Bereichen Versinterungen. Schwarzfirnis partiell berieben.

H. 20,5 cm, D.17,6 cm.

Schätzpreis
180 €
Zuschlag
170 €

932   Bügelohrring mit Löwenkopf. Griechisch. Um 350–200 v. Chr.

Feingold. Der Bügel aus gewickeltem Golddraht. Abschluss in Form eines filigran gearbeiteten Löwenkopfes, im hinteren Bereich mit Dekoren aus tordiertem Draht. Der geöffnete Mund des Löwen als Aufnahme des Bügels gearbeitet. Intakt.

Ohrringe dieser Art wurden ab der Spätklassik bis weit in den Hellenismus im gesamten griechischen Kulturraum angefertigt. Besonderes Detail an dem vorliegenden Stück ist das Spiralmuster am Nacken des Löwen.

Die Wicklung partiell leicht unregelmäßig. Im Bereich des tordierten Drahtdekors vereinzelt mit weißlichen Ablagerungen.

D. 1,7 cm, Gew. 2,05 g.

Schätzpreis
500 €
Zuschlag
950 €

933   Bügelohrring mit Widderkopf. Griechisch. Um 350–200 v. Chr.

Feingold. Der Bügel aus gewickeltem Golddraht mit einem beweglichen, tönnchenförmigen Element. Abschluss in Form eines äußerst filigran gearbeiteten Widderkopfes, im hinteren Bereich mit Dekoren aus tordiertem Draht.. Unterhalb des Kinns eine Öse zur Aufnahme des Bügels. Intakt.

Ohrringe dieser Art wurden ab der Spätklassik bis weit in den Hellenismus im gesamten griechischen Kulturraum angefertigt. Besondere Details an vorliegendem Stück sind die eingerollten Hörner des Widders.

Die Wickelung etwas unregelmäßig, vereinzelt leicht deformiert. Das tönnchenförmige Element mit kleinen Dellen und einem Riss mittig (ca. 4 mm).

D. 2,4 cm, Gew. 1,8 g.

Schätzpreis
750 €
Zuschlag
1.400 €

934   Gravierte Pulverflasche "Auf das ich mei / nen Feind mit Sanft / muth überwind." Deutsch. 1614.

Kuhhorn, flach gepresst, graviert. Boden genagelt. Holzverschluss, gedrechselt. Konkave Schauseite mit berittenem Jäger nach li. Darüber der Wahlspruch "Jagen und fan / gen ist mein ver / langen.". Oberer Abschluss Lambrequin, beidseitg der Quaste mit Jahreszahl. Verso ein Hase mit Schubkarre nach re., darin ein Jagdhund. "Auf das ich mei / nen Feind mit Sanft / muth überwind.". Oben Lambrequin.

Gesprauchsspuren. An Bodenkante mehrere kleine Ausbrüche. Seitlich Materialrisse (ca. 7 cm). An der Randkante zwei Ausbrüche.

H. 18,9 cm, B. 6,8 cm.

Schätzpreis
360 €
Zuschlag
300 €

935   Geschnitzte Pulverflasche mit Allianzwappen. Mitteldeutsch. Um 1730/1740.

Kuhhorn, flach gepresst, reliefiert. Boden aus Holz, genagelt. Schütte und Verschluss fehlend. Schauseitig das Allianzwappen des Besitzers (unbestimmt), verso Rocaille.

Gebrauchsspuren. Mehrere Materialausbrüche. Boden geringfügig krakeliert, an den Kanten bestoßen, mit einem durchlaufenden Riss.

L. 12,5 cm, B. 6,2 cm.

Schätzpreis
180 €
Zuschlag
150 €

936   Kupferkessel mit Tragehenkel. 18. Jh.

Kupfer, getrieben, gelötet, ziseliert. Innenverzinnung. Reste einer Außenverzinnung. Schmiedeeiserner Henkel, ziseliert. Genietete Ösen.

Am u. Halsring innen ein kleiner Riss, außen verlötet.

H. 25,9 cm, D. Fuß 21,5 cm.

Schätzpreis
340 €

937   Paar Säulenappliken. Wohl süddeutsch. Mitte 18. Jh.

Fichte oder Tanne, geschnitzt und geleimt, kreide- oder gipsgrundiert. Mit rotem Poliment und Blattgoldauflage sowie Resten einer Blattsilberauflage. Hochovale, von Rocailleschwüngen gerahmte Medaillons.

Poliment partiell durchscheinend, Blattgoldauflage teilweise berieben. Eine Säulenapplike auf der li. Seite mit restauriertem Bruch. Vereinzelte Trocknungsrisse, bzw. leicht geöffnete Fugen sowie vereinzelte Fehlstellen im Gipsgrund. Eine Applike verso mit Rupfen hinterlegt.

H. 66 cm.

Schätzpreis
360 €
Zuschlag
300 €

938   Paar klassizistische Altarleuchter. Wohl um 1800.

Holz, gedrechselt und geschnitzt, schauseitig vergoldet.

Beide Leuchter je mit einem unfachmännisch verleimten Bruch. Vergoldung und Fassung berieben, mit Fehlstellen.

H. 34,6 cm / 34,5 cm.

Schätzpreis
150 €
Zuschlag
120 €

939   Wandkonsole mit Engelskopf. 2. H. 19. Jh.

Holz und Gipsstuck, Kreidegrundiert, gelbes Poliment, partiell blattversilbert bzw. goldfarben gefasst. Die Flügelansätze mit Glanzgold akzentuiert. Verso mit zwei Aufhängeösen versehen.

Kleiner Ausbruch am li. Flügel innen. Re.u. Flügelspitze restauriert. Minimale Trocknungsrisse. Kanten am Gesims mit kleinen Fehlstellen der Fassung. Deckfläche goldfarben überfasst.

H. 26,3 cm, B. 39 cm, T. 20,3 cm.

Schätzpreis
300 €
Zuschlag
250 €

940   Wandapplike "Putto mit Girlande". Wohl spätes 19. / frühes 20. Jh.

Bronze, gegossen, goldfarben gefasst. Dreiteilig, verschraubt.

Putto mit leichtem Spiel.

H. 40 cm.

Schätzpreis
180 €

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