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AUKTION 64 20. Juni 2020
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Porzellan / Keramik

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831 - 836


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845 - 856


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860 - 866


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870 - 873


Mobiliar / Einrichtung

881 - 887


Teppiche

891 - 897





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KatNr. 1 Ioannis Permeniates (Werkstatt), Johannes der Täufer. 1520er Jahre.
KatNr. 1 Ioannis Permeniates (Werkstatt), Johannes der Täufer. 1520er Jahre.
KatNr. 1 Ioannis Permeniates (Werkstatt), Johannes der Täufer. 1520er Jahre.
KatNr. 1 Ioannis Permeniates (Werkstatt), Johannes der Täufer. 1520er Jahre.

001   Ioannis Permeniates (Werkstatt), Johannes der Täufer. 1520er Jahre.

Ioannis Permeniates  XVI Jh.
Franz von Lenbach 1836 Schrobenhausen – 1904 München

Öl auf Nadelholz, mit einer vertikalen Gratleiste verso. Unsigniert. Auf der Schriftrolle bezeichnet "Ecce Agnus Dei". Fragment einer größeren Darstellung.
Provenienz: Nachlass Franz von Lenbach.

Wir danken Frau Marisa Bianco Fiorin, Triest, für freundliche Hinweise. Frau Fiorin wird demnächst zu der hier angebotenen Tafel in "Archeografo triestino" publizieren.

Ioannis Permeniates war ein byzantinischer Maler der Kretischen Schule, welche sich zwischen 1200 und 1650 auf der Insel Kreta unter der Herrschaft der Serenissima ausbildete. Dank des kulturellen Austauschs mit Venedig formierte sich ein besonderer Malstil, der sowohl von Einflüssen der byzantinischen Tradition als auch der italienischen Malerei und insbesondere der venezianischen Schule geprägt war. Der berühmteste Künstler dieser Schule war El Greco. Dieser verließ nach ersten malerischen Anfängen bald die Insel Kreta in Richtung Venedig, gab langsam seine frühe künstlerische Prägung auf und wurde einer der bekanntesten Künstler des Manierismus.
Zu dem Ikonenmaler Ioanni Permeniates sind nur wenige Dokumente erhalten. Literarische Überlieferungen (Fiorin 81) belegen, dass er der griechischen Bruderschaft "I Greci" in Venedig in den Jahren 1523, 1527 und 1528 ein Honorar zahlte sowie eine einflussreiche Werkstatt führte.
Permeniates malte hauptsächlich Madonnendarstellungen, von Heiligen umgeben, weshalb er auch "Madonnari" genannt wurde.
Die hier angebotene Tafel zeigt Parallelen zu der Ikone des Correr Museums "Die Madonna zwischen Johannes dem Täufer und dem heiligen Augustinus": Der Baptist ist mit einer kalligrafischen Umrandung gemalt und und hält in beiden Werken eine Schriftrolle / Kartusche mit der Aufschrift in lateinischen Buchstaben "ECCE AGNUS DEI" in der Hand. Die feine Landschaftsdarstellung im Hintergrund erinnert an venezianische Traditionen von Alvise Vivarini und Giovanni Bellini, ist aber im byzantinischen Stil neu interpretiert. Vermutlich stand in der Mitte der Komposition ebenfalls eine Madonna, von welcher nur noch das Fragment ihres roten Mantels erhalten ist.
Werke von Ioannis Permeniates befinden sich in den italienischen Museen von Ravenna und Vicenza. Im Museo Nazionale in Ravenna ist eine Tafel „Die Jungfrau unter den Heiligen Hieronymus, Baptist, Andreas und Augustinus“ mit einem kostbaren goldenen Hintergrund aufbewahrt.

Lit.:
Marisa Bianco Fiorin, “Icone della Pinacoteca vaticana”, Citta` del Vaticano 1995, S. 126, Abb. 233.

Marisa Bianco Fiorin, Giovanni Permeniate pittore greco a Venezia e una tavola del Museo Nazionale di Ravenna, in „Bollettino d’Arte Roma”, N. 11, Firenze 1981, pp. 85–88.

Marisa Bianco Fiorin, “Aggiunte per Giovanni Permeniate, pittore greco a Venezia nel secolo XVI”, in “Quaderni della Sopintendenza”, N. 3, Ravenna 1997, s. 29–32.

Luciana Martini, "Cinquanta capolavori nel Museo nazionale di Ravenna", Ravenna 1999, Kat. 39.

Emanuele Fiori und Rosa D`Amico, “La forma del dialogo. Bruno Ceccobelli e le icone della collezione classense”, Roma 2016.

An der re. Seite sowie im Bereich des Spitzbogens gekürzt. Li. Tafelkante mit älteren Nägeln versehen. Materialverlust an der u.li. Ecke. Holz-Bildträger mit alten Fraßgängen ehem. Anobienbefalls, vereinzelte offene Fraßgänge (Löchlein) in der Bildfläche. Bildträger mit Trocknungsriss mittig an der re. Bildkante. Malschicht mit Abrieb, leicht angeschmutzt sowie zahlreiche kleine Kratzer und Fehlstellen sowie weiße Farbspritzer auf der Oberfläche. O. Ecke bestoßen, mit kleinen Malschicht-Verlusten.

47 x 21,5 cm. 6.000 €
Zuschlag 4.000 €
KatNr. 10 Karl Buchholz, Anbrechende Nacht im Weimarer Webicht. 1879.
KatNr. 10 Karl Buchholz, Anbrechende Nacht im Weimarer Webicht. 1879.

010   Karl Buchholz, Anbrechende Nacht im Weimarer Webicht. 1879.

Karl Buchholz 1849 Schlossvippach/Kreis Sömmerda – 1889 Oberweimar

Öl auf Leinwand. Signiert "K. Buchholz" und datiert u.re. In einer profilierten, goldbronzefarben gefassten Holzeiste gerahmt.

Vgl. dazu das motivähnliche Gemälde "Frühling im Weimarer Webicht" in: Karl Buchholz 1849–1889. Ein Künstler der Weimarer Malerschule. Leipzig 2000. S. 85, Kat.Nr. 35.

Malschicht mit deutlichem Krakelee, leicht schüsselförmig. Gewebeintarsie mit Retusche an einem Loch in der Leinwand (5 x 4 cm) u.li., Oberflächenglanz dort geringer. Malschicht im Falzbereich partiell leicht berieben, kleine Verluste an den Ecken sowie Felder mit abgenommenem Firnis am re. Rand, teils im Falzbereich. Vereinzelte, kleine Retuschen. Firnis gegilbt.

63 x 98 cm, Ra. 81 x 116 cm. 8.500 €
Zuschlag 7.700 €
KatNr. 12 Bürkner, Seestück bei Edinburgh. 19. Jh.
KatNr. 12 Bürkner, Seestück bei Edinburgh. 19. Jh.

012   Bürkner, Seestück bei Edinburgh. 19. Jh.

Öl auf Leinwand. Signiert "Mrs. Bürkner" und ortsbezeichnet "Edinburgh" u.re. Verso auf der Leinwand nochmals signiert "Mrs. Bürkner". In einer goldfarbenen, masseverzierten Holzleiste mit Ornamentfriesen und Eckkartuschen gerahmt.

Alterskrakelee. Retusche im Bereich der Wolken o. Mi. sowie auf der re. Bildhälfte, jeweils verso mit zwei kleinen Flicken hinterlegt. Leinwand verso mit Durchdringungen von Bindemittel und Feuchtigkeitsspuren.

44 x 67 cm, Ra. 62 x 85 cm. 320 €
Zuschlag 280 €
KatNr. 14 O. Faust (?), Porträt einer jungen Dame in schwarzem Kleid. 1883.
KatNr. 14 O. Faust (?), Porträt einer jungen Dame in schwarzem Kleid. 1883.

014   O. Faust (?), Porträt einer jungen Dame in schwarzem Kleid. 1883.

Öl auf Holz (wohl Mahagoni). Signiert "O. Faust" (?) und datiert u.re. Verso auf dem Bildträger u.re. in Blei nummeriert "400". In einer schwarzen, ornamental verzierten Stuckleiste mit gekröpften Ecken und goldfarbener Sichtleiste gerahmt.

Oberflächlich unscheinbare, sehr feine Kratzspuren im Firnis. Partiell leichte Rahmenfalzabdrücke an den Rändern. Malschicht an den Ecken etwas berieben. Rahmen mit vereinzelten Fehlstellen im Stuck und kleinen Bestoßungen, insbes. an Ecke u.re.

45,9 x 37,3 cm,. Ra. 63,3 x 55,1 cm. 750 €
Zuschlag 600 €
KatNr. 15 Constantin Kryschitskij, Schilfbewachsener See. Ende 19. Jh.
KatNr. 15 Constantin Kryschitskij, Schilfbewachsener See. Ende 19. Jh.

015   Constantin Kryschitskij, Schilfbewachsener See. Ende 19. Jh.

Constantin Kryschitskij 1858 Kiew – 1911 St. Petersburg

Öl auf Holz. Kyrillisch signiert "K. Kryschitskij" u.re. In einem breiten historisierenden Stuckrahmen mit Eckdekor und schwarzer Innenleiste gerahmt.

Bildträger leicht gewölbt. Zwei Retuschen am u. Rand im Bereich des Wassers. Ein Kratzer mit dunkler Spur im Himmel re. Firnis mit leichter Gilbung.

19 x 25 cm, Ra. 36 x 43 cm. 3.200 €
Zuschlag 3.400 €
KatNr. 16 Karl Kaufmann (B. Lambert)
KatNr. 16 Karl Kaufmann (B. Lambert)

016   Karl Kaufmann (B. Lambert) "Sommer“. Spätes 19. Jh.

Karl Kaufmann 1843 Neuplachowitz, Schlesien – 1905 Wien

Öl auf Holz. Mit dem Künstlersynonym "B. Lambert" signiert u.li. Verso in Blei betitelt und nummeriert "N 306". Verso Holztafel mit zwei waagerechten Gratleisten.

Druckstellen und Malschicht-Abrieb im Falzbereich. Gelblicher Fleck im Himmel o.re.

47,6 x 26,2 cm. 240 €
Zuschlag 200 €
KatNr. 17 August Gustav Lasinsky, Die Türken vor Wien. Um 1850.
KatNr. 17 August Gustav Lasinsky, Die Türken vor Wien. Um 1850.

017   August Gustav Lasinsky, Die Türken vor Wien. Um 1850.

August Gustav Lasinsky 1811 Koblenz – 1870 Mainz

Öl auf Holz. Ligiert monogrammiert "A.G.L." u.Mi. Verso mit einem Wachsstempel mit dem Siegel der Künstler "A.G.L." versehen. Im breiten Stuckrahmen mit Eckdekor gerahmt, dort verso merfach von fremder Hand bezeichnet.

Malschicht mit vereinzeltem Frühschwundkrakelee im Bereich des Pferds und des Heuwagens, leichtes Alterskrakelee. Abrieb im Falzbereich. Drei punktuellen kleine Retuschen an der re. Bildkante (im Bereich der Kirche). Firnis unscheinbar gegilbt.

27 x 34 cm, Ra. 38 x 45,5 cm. 950 €
Zuschlag 850 €
KatNr. 18 Jan Hermanus Melcher-Tilmes, Abendliche Waldlandschaft bei Neder Hemert, Niederlande. Wohl Spätes 19. Jh.
KatNr. 18 Jan Hermanus Melcher-Tilmes, Abendliche Waldlandschaft bei Neder Hemert, Niederlande. Wohl Spätes 19. Jh.

018   Jan Hermanus Melcher-Tilmes, Abendliche Waldlandschaft bei Neder Hemert, Niederlande. Wohl Spätes 19. Jh.

Jan Hermanus Melcher-Tilmes 1874 Maastricht – 1920 Amsterdam

Öl auf Leinwand. Signiert "JH MELCHER-TILMES" u.li. Verso auf der o. Keilrahmenleiste Mi. von Künstlerhand ortsbezeichnet "Neder Hemert". In einer historisierenden, goldfarbenen, masseverzierten Holzleiste gerahmt. Verso auf dem Rahmen in Blei nummeriert "9692".

Randbereiche mit leichtem Malschicht-Abrieb. Mehrere unscheinbare Leinwand-Deformationen. Kratzer (ca. 12 cm) o.re. Mehrere kleine Malschicht-Fehlstellen und sehr vereinzelt leicht aufstehende Malschicht-Schollen. Firnis gegilbt. Verso Keilrahmen mit Klebemittelresten von Klebestreifen.

78 x 65 cm, Ra. 96 x 83,5 cm. 240 €
Zuschlag 150 €
KatNr. 20 Carl Julius Emil Olsen (zugeschr.), Ruhige See im Abendlicht. Wohl 1861.
KatNr. 20 Carl Julius Emil Olsen (zugeschr.), Ruhige See im Abendlicht. Wohl 1861.

020   Carl Julius Emil Olsen (zugeschr.), Ruhige See im Abendlicht. Wohl 1861.

Carl Julius Emil Olsen 1818 Kopenhagen – 1878 Kopenhagen

Öl auf Leinwand. Undeutlich signiert C. Olsen" und datiert u.li. In einer bronzfarbenen Holzleiste gerahmt.

Malschicht mit Alterskrakelee sowie mit Fehlstellen im Falzbereich, partiell berieben. Umlaufend bräunliche Fleckchen im Himmel links. Kleine Leinwand-Deformation.

24 x 32,5 cm, Ra. 32 x 40 cm. 380 €
Zuschlag 250 €
KatNr. 23 Deutscher Maler, Ruhendes Rind. 19. Jh.
KatNr. 23 Deutscher Maler, Ruhendes Rind. 19. Jh.

023   Deutscher Maler, Ruhendes Rind. 19. Jh.

Öl auf Leinwand, vollflächig auf fester Pappe kaschiert. Unsigniert. In einer Berliner Leiste gerahmt.

Provenienz: Nachlass Dr. Joachim Menzhausen, Dresden.

Kleine Fehlstellen der Malschicht entlang der Ränder sowie leichter Abrieb. Kleine Retuschen am re. Bildrand.

17,5 x 27,3 cm, Ra. 24 x 33 cm. 250 €
Zuschlag 240 €
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