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| AUKTION 38 | 07. Dezember 2013 |
Auktion 38
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Zinn. Öllampe mit scharniertem Deckel, darauf Gravur "R.K. 1833". Zylindrische Kannen mit angesetzten Henkeln und angesetzter Schneppe. Eine Kanne mit zierlichem Balusterknauf am Deckel, die andere mit später graviertem Namenszug auf dem Wandung "L. Näthe 1857". Alle mit Marken am Boden.
Alle etwas gebrauchsspurig. Öllampe mit kleinen Dellen. Ein Kanne mit fehlendem Deckel, eine mit fehlender Deckelkette.
Verschiedene Maße.
719 Teekanne. Sheffield / Kaffeekanne. Wohl England. Um 1900.
Zinn. Kaffeekanne mit birnenförmigem Korpus und geschwungenem Ausguß, scharnierter Deckel. Teekanne in gedrückt bauchiger Form mit geschwungener Tülle. Beide mit kegelförmigem Deckel und kurzem ausschwingendem Fuß mit kleiner Wulst. Henkel und Deckelknäufe in Blütenform aus ebonisiertem Holz. Teekanne auf der Unterseite gemarkt "Shaw & Fisher Sheffield" und Nummern, Kaffeekanne nummeriert "4".
Ebonisierung partiell stärker berieben. Schneppe der Teekanne mit kleinem Riß und mit kleiner Restaurierung am Stand.
H. Kaffeekanne 23 cm, H. Teekanne 13 cm.
721 Sieben Teile Küchenkupfer. Deutsch. 19./ 20. Jh.
Kupfer, teilweise innen verzinnt. Konvolut bestehend aus einer Pfanne, einer Gugelhupf-Form mit eingelötetem Boden, zwei Deckeltöpfen, zwei Kannen und einer Schokoladenkanne mit seitlich angesetztem Stielgriff und eingelötetem Boden.
Pfanne neu verkupfert. Gebrauchsspuren.
Verschiedene Maße.
722 Teekanne. Deutsch. 1930er Jahre.
Kupfer, innen verzinnt. Flache runde Form mit konkavem, polierten Unterteil über kurzem eingezogenen Stand und flach ansteigendem Oberteil mit angesetzter Kegelstumpftülle. Deckel mit Holzknauf, verschraubter Henkel mit gedrechseltem Holzgriff. Marken an der Unterseite (nicht aufgelöst).
Korpus oberseitig patiniert.
H. 20, D. 25 cm.
Utagawa Kunisada I. 1786 Edo (heute Tokio) – 1865 ebenda
Farbholzschnitt auf Japan. Aus einer Serie zu den sechs Perlflüssen. Künstlersignatur in einer roten Kalebasse u.li. Betitelung o.re. auf Rot, daneben der Ort des Geschehens. Name des Schauspielers o.re. Verlagskartusche mit Zensorsiegel u.re.
Blatt etwas angeschmutzt. Ecken minimal knickspurig. Kleinere punktuelle Läsionen verso fachmännisch hinterlegt. Verso Reste einer alten Montierung.
Format: Oban tate-e (Figuren, ca. 33,3 x 14,5 cm, Bl. 35,4 x 25,3 cm).
Utagawa Toyokuni 1769 Edo (Tokio) – 1825 ebenda
Farbholzschnitt auf Japan. Künstlersignatur in einer Toshidama-Kartusche u.li. Betitelung o.re. in Rot mit Erläuterung. Verlagskartusche unterhalb der Künstlersignatur li. Zensorsiegel Mi.li. Verso in Blei bezeichnet.
Blatt etwas angeschmutzt und leicht knickspurig. Kleinere punktuelle Fehlstellen, teilweise verso fachmännisch hinterlegt. Ebenso an der auslaufenden Ecke u.re. Verso Reste einer alten Montierung am rechten Bildrand.
Format: Oban tate-e (Figuren, ca. 28 x 22,5 cm, Bl. 38,6 x 27,2 cm).
733 Zwei figürliche Klingeln. Wohl Wien. Um 1900.
Bronze, patiniert. Halbkugeliger Korpus mit Drücker aus Bein. Darauf ein auf seinen Hinterpfoten stehender Hase und ein Mädchen, das von einem Hündchen angesprungen wird.
Funktionsfähigkeit nicht geprüft.
H. je ca. 7 cm.
734 Ofenkachel "S. JACOBVS MINOR". Deutsch. 16. Jh.
Keramik, rötlicher Scherben, grün glasiert. Mit der Darstellung des Heiligen Jakob als barfüßiger, bärtiger älterer Mann in antikischer Gewandung mit Nimbus. Er trägt sein Attribut, die Walkerstange - ungewöhnlich gewinkelt - über der Schulter und steht unter einem Bogen, in dessen Zwickeln zwei Engelsköpfe wachen.
Kleine Bestoßungen am Rand und vereinzelte Glasurabplatzungen.
19,5 x 14,5 cm.
735 Ofenkachel "CHRISTIANVS". Deutsch oder niederländisch. 1600- 1620.
Keramik, rötlicher Scherben, grün glasiert. Mit der Darstellung eines schreitenden Edelmannes im Profil in einer reich gegliederten Renaissance-Nische. Seine Kleidung ist reich ornamental gegliedert, er trägt ein Wams und eine Schärpe über der Brust, darüber ein Cape und einen kleinen Mühlsteinkragen.
Stark bestoßen und mit Glasurabplatzungen.
Ca. 28 x 18 cm.
736 Kurkölnische Ofenkachel "CHUR CELLN". Wohl Köln. 2. H. 17. Jh.
Keramik, rötlicher Scherben, schwarz glasiert. Gerahmt in einer breiten profilierten und schwarz lasierten Holzleiste. Dargestellt ist wohl Maximilian Heinrich von Bayern, der zwischen 1650 und 1688 Kurfürst und Erzbischof von Köln war. Das Relief zeigt ihn in kurfürstlichem Ornat mit Kurhut und mit dem entsprechenden Hermelinumhang über dem der erzbischöfliche Priesterkragen liegt. In der Hand hält er ein Gebetbüchlein, womit auf seine Frömmigkeit hingewiesen ist. Gerahmt ist das
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Ra. ca. 60x50 cm.
737 Mechanische Spieluhr. Wohl um 1900.
Nußbaum (?) auf Nadelholz furniert. Querrechteckiger Korpus mit überkragendem, gestaffelt profilierten Klappdeckel, profilierter Sockelleiste mit Hohlkehle und vier Kugelfüßchen. Aufziehkurbel mit hölzerner Handhabe an der rechten Seite. Arretierung links. Im Innenraum mit mechanischem Federklangwerk auf Walze sowie Einspannvorrichtung für Lochplatten. Etikett "F. Kaufmann & Sohn. Musikwerk-Fabrik, Dresden". Inklusive 18 Lochplatten. Schlüssel fehlt. Spielbar.
Deckel an der Unterkante beschädigt (nach Riß geleimt). Angeschmutzt. Fleck im Innenraum. Arretierung nicht vollständig funktionstüchtig. Platten korrodiert.
H. 27 cm, B. 45 cm, T. 35 cm.
738 Klassizistische Portaluhr. Wohl deutsch. Um 1820.
Nadelholz, furniert, lackiert und partiell ebonisiert. Zweistöckiges Gehäuse über wenig breiterem Sockel. Dreistufige Treppe zwischen zwei Elfenbeinsäulen, dahinter dreiteiliges Spiegelkabinett mit Kabinetteinlage. Sechs Rosetten aus Messingguss an den Seiten und vier an der Front. Quadratischer Uhrenkasten mit großem Emailziffernblatt mit römischen Ziffern hinter stark gewölbtem Glas. Pendel an Fadenschlaufe, Zweitageswerk, Viertelstundenschlagwerk auf originaler Glocke - Grande Sonnerie.
Wir danken Herr Frank Feldmann, Dresden, für freundliche Hinweise.
Werk überholungsbedürftig. Ziffernblatt restauriert, etwas haarrissig. Ein Elfenbein-Schraubenköpfchen fehlt. Rosetten in den Zwickeln des Uhrturmes und an den Sockeln der Säulen sowie die bekrönenden Messingfiguren wohl spätere Zusätze.
H. 49,5 cm (ohne die Figur), B. 33,5 cm.
739 Regulator. Österreich. Um 1840/ 1850.
Palisander, auf Nadelholz furniert. Hochrechteckiger, dreiseitig verglaster Korpus mit reliefierter Architravbekrönung. Unterer Abschluß bikonkav prismatisch gearbeitet und durch einen hervorkragenden Sims akzentuiert. Die scharnierte Gehäusetür mit kleiner Hakenschließe versehen. Einteiliges Zifferblatt aus Opalglas mit römischen Ziffern und Stahlzeigern; Messinglunette. Leicht gewölbtes, rundes Pendel. Zylindrisches Gewicht an Aufhängung mit einer rund umfassten Sternenform. Marriage mit einem Achttage-Lenzkirchwerk.
Gangfähig. Zifferblatt mit einem Sprung. Zeiger und Lunette original. Lenzkirchwerk um 1900 ergänzt. Minimale Trocknungsrisse. Bekrönung mit kleinem Riß, das Gehäuse unscheinbar bestoßen und berieben.
H. 103 cm, B. 33 cm, T. 13,5 cm.
740 Regulator. Freiburg/ Schlesien. Um 1890.
Nussbaum, furniert und partiell ebonisiert. Hochrechteckiger, dreiseitig verglaster Korpus mit Architrav und profilierter Dreifachbekrönung. Schauseitig am Architrav ein reliefierter, ebonisierter Frauenkopf. Der untere Abschluß konkav prismatisch gearbeitet, mit profiliert-gedrechselter, abschließender Zapfenverzierung. Die Schauseite an den Kanten durch kannelierte, säulenförmige Verdickungen und profilierte Zapfenabschlüsse akzentuiert. Vordertür mit zwei Hakenschließen. Durch
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H. 128 cm, B. 43 cm, T. 19 cm.
741 Dreiteilige Uhrengarnitur. Frankreich. Um 1900.
Bronze und Messing, vergoldet, weißer Marmor. Hochrechteckiges, allseitig facettverglastes Uhrengehäuse mit reichem, reliefierten Trophäenschmuck auf mehrfach getrepptem Sockel mit glockenförmigen, akanthusblattverzierten Füßen. Mehrfach gestuftes, gekehltes Gesims mit vollplastischem Zierrat. Gewölbt verglastes, weißes Emailzifferblatt mit arabischen Zahlen, Minutenkranz und zarter polychromer Blumengirlande. Stellwelle über der Zwölf. Französisches Pendulenwerk - monogrammiert
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Uhr H. 46,5 cm, Kerzenleuchter H. 28,5 cm.
745 Paar Stühle. Friedrich Gottlob Hoffmann, Leipzig. Um 1795.
Friedrich Gottlob Hoffmann 1741 Belgern – 1806 Leipzig
Rotbuche oder Birnbaum, braun gebeizt. Konische, profilierte, ausgestellte Vierkantbeine, trapezoide Sitzfläche. Profilierte Zargen, die vordere nach unten gebogt. Leicht nach hinten ausgestellte Lehne mit Zierwerk in Form gekreuzter Spitzbögen und eingesetzter, geschnitzter Tulpenblüte, die rahmenden Leisten ebenfalls profliert. Sprungfederpolsterung mit Metallvergurtung.
"Ein Stuhl welcher wegen seiner simplen Form gefällt", so bewirbt der Leipziger Tischler-Unternehmer Hoffmann
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H. 91 cm, B. 47,5 cm, T. 44 cm, Sitzhöhe 49 cm.
746 Paar Stühle. Friedrich Gottlob Hoffmann, Leipzig. Um 1795.
Friedrich Gottlob Hoffmann 1741 Belgern – 1806 Leipzig
Rotbuche oder Birnbaum, braun gebeizt, klar lackiert. Konische, profilierte, ausgestellte Vierkantbeine, trapezoide, leicht gemuldete Sitzfläche. Profilierte Zargen, die vordere nach unten gebogt. Leicht nach hinten ausgestellte Lehne mit Zierwerk in Form dreier schlanker Palmenwedel auf stilisiertem Sockel mit Blattdekor. Die rahmenden Leisten ebenfalls profliert, die Kopfleiste mit geschnitztem Blüten- und Blattwerk. Schaumstoffpolsterung, gegurtet.
Vgl.: Abbildungen der vornehmsten
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H. 88 cm, B. 47,5 cm, T. 42 cm, Sitzhöhe 46 cm.
747 Großer Vitrinenschrank (Bibliotheks- oder Sammlungsschrank). Süddeutsch. Mitte 19. Jh.
Kirsche auf Nadelholz furniert, teilweise ebonisiert, Nadelholz gebeizt. Hochrechteckiger, zweitüriger Korpus mit vorderseitig abgerundeten Ecken. Oberer Abschluß mit vorgeblendetem Dreieckgiebel, dieser mittig mit montiertem Beschlag. Leicht auskragender Sockel mit großem Schub, abgerundete Vierkantfüße. Die Türen jeweils zehnfach gefeldert mit ebonisierten Stegen, handgezogene Scheiben. Korpus innen dunkelbraun lasiert, vier herausnehmbare Einlegeböden. Die Schublade mit Fadenintarsien in Ahorn. Handhaben und Beschläge in Messing.
Ehemals mit einem geschweiften Aufsatz. Die Türen und der Schub später ergänzt bzw. erneuert (zum Teil unter Verwendung alter Teile). Der Dreiecksgiebel, die Schlösser, Bänder und Beschläge neu.
H. 225 cm, B. 131 cm , T. 46 cm.
748 Biedermeier-Schreibschrank. Deutsch. Wohl um 1830/ 1840.
Birke, lasiert und Wurzelholz auf Nadelholz furniert, teilweise ebonisiert. Hochrechteckiger Korpus mit leicht auskragendem Sockelgesims mit Schub, darüber zwei weitere Schübe, abgesetzte Vierkantfüße. Mehrfach gestuftes Kranzgesims mit abschließendem Schub und vorgeblendetem Dreiecksgiebel. Flache Schublade unterhalb des Giebels, gerahmt von ebonisierten Profilen, darunter nach vorn öffnende Pultklappe. Vierzoniges, vollständig herausnehmbares Eingerichte in architektonischem Aufbau.
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H. 172 cm, B. 104 cm, T. 55,5 cm.
749 Biedermeier-Beistelltisch. Um 1850.
Nußbaum (?) und -wurzel auf Nadelholz furniert, partiell ebonisiert. Konische, gerade Beine, Zarge mit zartem umlaufend ebonisierten Abschluß. Tischplatte überkragend und mit großem, querrechteckigen und von schmalen Bandintarsien eingefaßten Feld in Wurzelholzfurnier. Mittig ebenda medaillonförmige Einlegearbeit mit gemaltem Blattdekor. Aufgelegte Glasscheibe später ergänzt.
Wurzelfurnier stärker rissig und mit der Tendenz zur Ablösung. Partiell Trockenrisse. Vereinzelt minimale Wurmfraßspuren. Stellenweise kleinere Ausbesserungen. Glasplatte neu.
H. inkl. Glasplatte 76 cm, B. 88,5 cm, T. 58,5 cm.
750 Biedermeier-Stuhl. Süddeutsch. Wohl um 1850.
Kirsche auf Nadelholz, lackiert. Konische Vierkantbeine mit abgerundeter Außenkante, die Hinterbeine leicht ausgestellt. Gestaucht bogenförmige Rückenlehne mit doppeltvolutenförmigen Aussparungen. Roßhaarpolsterung.
Neu aufgepolstert und bezogen. Leichte Trocknungsrisse.
H. 93,5 cm x B. 48 cm, T. 43,5 cm, Sitzhöhe 46 cm.
751 Biedermeier-Stuhl. Süddeutsch. Wohl um 1840.
Esche (?), teils furniert. Konische, vorn s-förmig ausgestellte Vierkantbeine mit stilisiertem Abschluß. Bogenförmige Lehne mit geschweifter Querstrebe und verstärkter Mittelpartie im Dekor einer dorischen Säule. Sprungfederpolsterung mit Gurtung.
Neu aufgepolstert und bezogen.
H. 95 cm, B. 48 cm, T. 46 cm, Sitzhöhe 52 cm.
752 Biedermeier-Stuhl. Wohl um 1850.
Birke. Konische, leicht gebogt geschwungene Vierkantbeine. Dezent geschwungene Rückenlehne mit rückwärtig ausgestelltem Lehnenbrett und großem, ebonisierten Lyra-Dekor im zentralen Lehnenfeld. Roßhaarpolsterung, fixiert.
Neu aufgepolstert und bezogen. Stellenweise Wurmfraßspuren, teils fachgerecht verkittet.
H. 85,5 cm, B. 47 cm, T. 44,5 cm, Sitzhöhe 45 cm.
753 Biedermeier-Stuhl. Norddeutsch. Wohl um 1850.
Mahagoni auf Nadelholz furniert, Fadenintarsien in Ahorn. Konische, leicht nach vorn bzw. hinten ausgestellte Vierkantbeine. Leicht s-förmig geschwungene Rückenlehne mit formadäquatem Lehnenbrett und geometrischer Mittelstrebe, jeweils mit zarten Fadenintarsien. Sprungfederpolsterung.
Neu aufgepolstert und bezogen. Minimale Wurmfraßspuren im Blindholz.
H. 82 cm, B. 46 cm, T. 44 cm, Sitzhöhe 48,5 cm.
754 Aufsatzvitrine. Sachsen, sog. Zweites Dresdner Barock. Um 1870.
Nußbaum auf Eiche furniert, Eiche gebeizt, Fadenintarsien in Ahorn. Hochrechteckiger, zweiteiliger Korpus mit geschweiftem Gesims und gesprengtem Giebel. Zweitüriger, vorderseitig geschweifter unterer Kommodenteil auf hohen, leicht ausgestellten, geschweiften Beinen mit geschweift gesägten Zargen. Die Felderung der Türen gefladert, von Fadenintarsien eingefaßt. Geschweifte, leicht ausgestellte Füße. Schauseitig und an den abgestuften Ecken bronzierte Beschläge in C-Voluten- und
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H. 202 cm, B. 70 cm, T. 43 cm.
755 Aufsatz- Prunkvitrine. Wohl Zweites Dresdner Barock. Um 1870.
Nußbaum und Nußwurzel auf Eiche furniert, Eiche gebeizt. Hochrechteckiger, zweiteiliger Korpus, dreiseitig geschweift. Kranzgesims mit gesprengtem Giebel, dieser optisch durch eine bronzierte Maske gefüllt. Vitrinenaufsatz dreiseitig im gestreckten Vierpaß verglast, rückwärtig verspiegelt, mit Tür und zwei gläsernen Einlegeböden. Das untere Kommodenteil mit zwei Schüben. Ausgestellte, geschweifte Füße. Schauseitig und an den abgerundeten Ecken bronzierte Beschläge in Feston- und C-Volutendekor. Handhaben und Beschläge in Messing.
Partiell leichte Trocknungsrisse; schauseitig kleinere Furnierausbrüche, stärker an der hinteren rechten Vitrinenkante. Am linken Vitrinenteil leichte, blasige Ablösung des Furniers. Schübe leicht verzogen und mit Trocknungsspalten. Glasböden mit minimalen Chips.
H. 198 x B. 115 x T. 55 cm.
756 Modell-Schrank. Deutsch (Dresden?). Wohl um 1870.
Nußbaum und Nußwurzel auf Nadelholz furniert, dieses partiell gebeizt. Eintüriger, hochrechteckiger Korpus mit geschweiftem Gesims und geschweift gesägter Zarge. Vertikal geschweiftes Türblatt, zweifach gefeldert und mit bronzierten Gußbeschlägen verziert. Leicht abgeschrägte Ecken, diese an Ober- und Unterkante ebenfalls mit bronzierten Beschlägen. Innen rotbraun gebeizt. Zwei herausnehmbare Einlegeböden. Sicherungskette für die Tür. Schlüssel erhalten.
Furnier an den hinteren Kanten bestoßen, Korpusoberseite stärker gebrauchsspurig. Beschlag am Schloß etwas locker.
H. 79 x B. 43 x T. 28,5 cm.
757 Halbschrank im Boulle-Stil. Frankreich. Napoleon III. Um 1860.
Nadelholz, furniert, ebonisiert und mit Metallmarketerie versehen; weißer Marmor. Hochrechteckiger Korpus mit gepaßtem Abschluß, eintürig. Schauseitig mit feiner Gittermarketerie sowie zahlreichen figürlichen und ornamentalen Bronzebeschlägen. Im längsovalen Mittelfeld großes bronziertes Relief eines von Blüten und Bäumen umgebenen Mädchens. Abgeschrägte Ecken, Seiten und Sockelzone mit Grotesken, Masken und umlaufenden Ornamenten. Zwei höhenverstellbare Einlegeböden. Geschweifter Sockel. Gesimskranz mit Kymaleiste. Formadäquate Marmorplatte.
Angeschmutzt. Marketerie mit Fehlstellen und Ausbrüchen, Ebonisierung partiell berieben. Tür mit größeren, durchgehenden Rissen; Sockelzone ebenfalls rissig, hier deutliche Verluste der Marketerie. Innenraum fleckig und berieben, Rückwand mit Trocknungsspalt. Marmorplatte kratzspurig und angeschmutzt. Schlüssel fehlt.
H. 108,5 x B. 87 x T. 42 cm.
758 Kleiner Tisch. Sogen. Zweites Dresdner Barock. Um 1870.
Nußbaum auf Nadelholz furniert. Geschweifte Form im quergestreckten Vierpaß. Beine ausgestellt geschweift, geschweift gesägte Zargen. Bronzierte Gußbeschläge an vorderster Zarge und Beinen. Tischplatte überkragend.
Innenfeld der Tischplatte erneuert.
H. 77,5 cm, B. 92 cm, T. 66 cm.
759 Drei Historismus - Stühle. Spätes 19. Jh.
Rüster und Eiche (?), geschnitzt und gedrechselt, braun lasiert. Konische Vierkantbeine, die vorderen Beine mit plastisch ausgearbeiteten Tatzenfüßen. Die Ecken der vorderen Zargen durch eine doppelte Quaderform mit je einer reliefierten Blütenform akzentuiert. Die geraden Rückenlehnen mit symmetrischen, reliefiert ausgeführten Längsversprossungen und in ein bekrönendes Muschelwerk, seitlich in profiliert gedrechselte Ornamente mündend. Der untere Teil der Lehne im stoffbespannten Halbrund. Trapezförmige Sitzflächen. Sprungfederpolsterung mit Gurtung, weinroter Bezug.
Die Lehnen punktuell restauriert. Schauseitig Reste eines Zargendekors. Profilierungen der Zargenquader fehlen bzw. mit Bestoßungen und Materialverlust. Bezug erneuert, partiell minimal fleckig.
H. 100,2 cm, B. 44,5 cm, T. 42 cm, Sitzhöhe 50 cm.
760 Berliner Leiste. Deutsch. 19. Jh.
Holz, versilbert und mit Goldlack versehen. Teilweise mattiert. Breites Hohlkehlenprofil.
Oberfläche leicht korrodiert und unscheinbar rissig. Die Gehrungen minimal verzogen.
Ra. 60 x 50,5 cm, Falz 47 x 37,5 cm, Profil 7,5 x 4,5 cm.
761 Prächtiger Schmuckrahmen. Um 1920.
Holz, geschnitzt, masseverziert und bronziert. Sichtleiste profiliert mit zartem Kugel-Walm-Fries vor einer Hohlkehle. Dekorzone ansteigend mit geschweiftem Abschluß und Eck- und Mittelrocaillen über abfallender Hohlkehle mit dezenter Wiederaufnahme des Ornamentdekors.
Masse vereinzelt leicht rissig. Kleine Fehlstelle u.Mi. Gehrungen leicht verzogen.
Ra. 119 x 173 cm, Falz 97 x 149,5 cm, Profil 13 x 8,5 cm.
762 Jugendstil-Rahmen. Um 1900.
Holz, mit goldfarbener Blattmetallauflage und Überzug versehen, patiniert. Modelleiste. Aufsteigende Hohlkehle mit Platte als Sichtleiste. Dekorzone mit Mohnblütendekor, abschließend kleine Platte mit abfallender Hohlkehle.
Rahmen bestoßen, mit kleinen Fehlstellen und kleinen, unscheinbaren Ausbesserungen.
Ra. 73,5 x 63,7 cm, Falz 57,5 x 48 cm, Profil 7,5 x 3 cm.
763 Jugendstil-Rahmen. Um 1900.
Holz, teilweise holzmaseriert, teilvergoldet und patiniert. Modelleiste. Ansteigende Sichtleiste mit Karnies. Dekorzone mit floralem Band, stark ansteigende Hohlkehle und abschließendes kleines Karnies. Deutlich hinterschnitten.
Vergoldung unscheinbar mit Bronzefarbe aufgearbeitet. Holzmaserierung bestoßen und mit Kratzern.
Ra. 80,5 x 71 cm, Falz, 58,5 x 48 cm, Profil 11 x 5 cm.
765 Deckenlüster. Wohl deutsch. 1. H. 20. Jh.
Messing, Kristallglas, geschliffen. Achtflammig. Rundstab mit unterem Rosettenabschluß und abgehängtem Pinienzapfen. Davon abgehend acht geschweifte Arme mit durchbrochen gearbeiteten, stilisiert blattförmigen Tropfschalen und profilierten Tüllen. Rundschaft mit zweifachem oberen Rosettenabschluß, der oberste mit kleinen geschweiften Armen. Reicher Prismenbehang.
D. 50 cm, H. ca. 70 cm.
766 Deckenkrone. Wohl deutsch. 20. Jh.
Messing, patiniert. Acht s-förmig geschwungene Arme mit ornamentalen Auflagen an einem mehrfach gegliedertem Balusterschaft mit gedrückt kugelförmigem Abschluß. An einer Gliederkette mit glockenförmigem Deckenabschluß.
Ein Arm etwas verbogen.
D. 68 cm, H. ca. 50 cm (ohne Kette).
767 Deckenlampe. Wohl italienisch. Wohl 1960er Jahre.
Metall, verchromt. Gelb und weiß getönter Kunststoff. Dreiflammig. Rundstabschaft mit ringförmigem unteren Abschluß. Drei im rechten Winkel abgehende Rundstabarme mit jeweils einem Rundstab-Schirmhalter. Segmentkugelförmige Lampenschirme, schraubmontiert. Höhenverstellbar mittels eines Gegengewichts über zwei Rollen. Zylindrischer Deckenabschluß. Alt elektrifiziert.
D. 46 cm, H. max. 130 cm.
Regelbest. 7% MwSt (Schätzpreis 375 € inkl. MwSt) **
Messing und weißes, opakes Glas. Einflammig. Sechsfach facettierter Lampenschirm mit reliefiertem, architektonisch gegliederten Dreipaßbogendekor. Innerhalb perspektivische Landschaftsszenen in violetter Camaïeu-Malerei. Die Zwickel in Form von reliefierten Schindeln. Der diskusförmige Abschluß mittels bikonkaver, kannelierter Einschnürung akzentuiert. Kurzer, kannelierter Rundstabschaft an einer Gliederkette mit glockenförmigen Deckenabschluß. Elektrifiziert.
Aufhängung erneuert. Schirm partiell unscheinbar berieben.
H. 106 cm.
769 Jugendstil- Deckenlampe. Frühes 20. Jh.
Messing und opakes, weißes Glas. Dreiflammig. Zweistrahliges, volutenförmig geschweiftes Gestänge, in stilisierte Blatt- und Traubenformen auslaufend. Zentral ein zylindrischer Schirm aus stabförmigem Lüsterbehang, flankiert von zwei gedrückt birnenförmigen Schirmen, diese unterseitig mit Kerbschliffstern. Kurzer, am Gestänge ansetzender Rundstabschaft; kelchförmiger Deckenabschluß mit reliefiertem Akanthusblattdekor. Elektrifiziert, Schraubfassungen.
Gestänge minimal patiniert, der Lüsterbehang unscheinbar berieben.
H. 127 cm.
770 Paar Blaker. Wohl Deutsch. Um 1930/ 1935.
Messing. Zweiarmig. Vielfach geschweifte, schildförmige Kartusche, partiell durchbrochen gearbeitet und mit kleiner, halbrund geschwungener Konsole. An dieser ansetzend, zwei s-förmig geschwungene Hohlrundstäbe, mit glockenförmigen Kerzenhaltern und leicht gewölbten Tropfschalen. Zylindrische Papptüllen über den Schraubfassungen. Verso Aufhängevorrichtung.
Elektrifiziert. Partiell unscheinbar patiniert, ein Arm minimal gedellt.
H. 21,5 cm, T. 14 cm.
771 Tischlampe. Deutsch. 1. Viertel 20. Jh.
Messing, bernsteinfarben getöntes Pressglas. Zweiflammig. Rundstabschaft, im unteren Bereich mehrfach gegliedert auf haubenförmigem Rundfuß. Der obere Abschluß in Form eines durchbrochen gearbeiteten Schleifenornaments. Zwei abgehende, gebogte Rundstabarme mit je einer Lampenfassung. Die glockenförmigen Lampenschirme mit reliefierter, vertikal gegliederter, geschweift gerippter Wandung und wellig gekniffenem Mündungsrand. Alt elektrifiziert.
Lampe mit hochgezogenem beschwerten Rundfuß und zwei blütenförmigen Glasschirmen an einem Rundstab mit ornamentaler Bekrönung.
Kleine Delle oberhalb des Fußes. Kabelummantelung defekt.
H. 47 cm.
Wolle auf Wolle, Kurzflor. Gleichmäßig durchgemusterter Teppich in kräftigen Rot-, Blau und Beigetönen. Achteckiges Grundmotiv über vier Reihen, welches in den Bordüren leicht abgewandelt wieder aufgegriffen wird. Flache Kanten an den Langseiten, kurze Fransen in Wollweiß.
250 x 185 cm.
776 Gabbeh. Fars, Persien. Wohl 1850.
Wolle auf Wolle, Kurzflor. Mittelfeld in kräftigem Senfgelb mit drei ineinander übergehenden Rauten in sattem Rostrot. Im Zentrum eine Lebensbaumdarstellung sowie Blüten-, Tier- und Vasenmotive. Bordüren mit vier Dekorzonen, bestehend aus floralen und abstrakten Mustern. Verstärkte Kante, Fransen in Braun und Wollweiß.
Mit kleinen Fehlstellen im Flor.
212 x 123 cm.
777 Gabbeh. Fars, Persien. Um 1850.
Wolle auf Wolle, Kurzflor. Schwarzes Mittelfeld mit drei großen Rauten. Das Innenfeld ist mit vielen Ornamenten gefüllt: stilisierten Lebensbäumen, Blüten, Giraffen und geometrischen Mustern. Die Anordnung der Symbole ist asymmetrisch. Auch die Elefantendarstellungen in den Bordüren wechseln sich in unterschiedlichen Farben ab. Kleine Kästchenreihen an den Abschlüssen der Langseiten, Kurze Fransen in Braun und Wollweiß an den Kurzseiten.
Leicht verzogen.
160 x 110 cm.
778 Wohl Kazak. Kaukasus. Wohl um 1900.
Wolle auf Wolle, Kurzflor. Mittelfeld in kräftigem Dunkelrot und mit abgetreppten Rauten in Blau-, Gelb- und Brauntönen verziert. Fond großzügig mit geometrischen Formen und stilisierten Blütenmotiven gestaltet. Die Bordüren bestehen aus drei floralen Dekorzonen in Beige, Rot und Blau. Flache Kante, kurze Fransen in Wollweiß.
180 x 120 cm.
779 Kelim. Wohl Ghashgai, Persien. 2. H. 20. Jh.
Wolle auf Wolle, Flachgewebe. Zentralfeld in kräftigem Dunkelrot und mit geometrischen Mustern in Senfgelb-, Blau- und Rottönen. Umlaufende Bordüre in Wollweiß mit vielfarbigen stilisierten Lebensbaummuster. Schlitz-Kelim mit gleichem Bild auf beiden Seiten. Langseiten mit verstärkten Kanten, Fransen in Wollweiß.
200 x 120 cm.
780 Kelim-Golbarjasta. Afghanistan. 20. Jh.
Wolle auf Wolle, Flachgewebe mit geknüpften Segmenten. Sandfarbenes, gezacktes Medaillon auf dunkelblauem Grund. Im Zentrum mit einem Quadrat in Blau und Rottönen dekoriert, ebenfalls gezackt. Stilisierte Blumenmotive auf dem Fond, Bordüre mit fein gewebten Ornamenten in Wollweiß und Rot. Kantenbegrenzung durch verschiedenfarbige Streifen. Verstärkte Kanten.
155 x 150 cm.
Wolle auf Wolle, Flachgewebe. Läufer mit lachsfarbenem und dunkelblauem Mittelfeld. Die darin befindlichen Rhomben mit Blütenmotiven in vor- und zurückspringender Linienführung. Dadurch besitzt der Schlitz-Kelim einen flirrenden optischen Effekt. Die hellblaue Bordüre ist mit einem Blumenmuster durchwirkt. Flache dunkelgrüne Kante, an den Kurzseiten lange Fransen in Wollweiß.
230 x 60 cm.
782 Kelim. Senneh, Persien. Wohl um 1930.
Wolle auf Wolle, Flachgewebe. Medaillon mit stilisierten Blumenmotiven, das in den Zwickeln wiederkehrt. Bedecktes Innenfeld in dezenten Rot- Beige- und Blaunuancen. Umlaufende Bordüre mit gleichmäßigem geometrischem Muster. Flache Kanten, Fransen in Wollweiß, an der jeweligen Kante in unterschiedlicher Knüpftechnik.
160 x 108 cm.
783 Grob gewebter Überwurf. 20. Jh.
Wolle auf Wolle, Flachgewebe aus zwei zusammengenähten Teilstücken in Grün, Orange, Wollweiß und Dunkelrot. Rautenmusterung. Zwei Ränder leicht verstärkt, die anderen beiden grob umgenäht.
200 x 155 cm.