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AUKTION 66 05. Dezember 2020
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Mobiliar / Einrichtung

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KatNr. 761 Waldemar Grzimek
KatNr. 761 Waldemar Grzimek
KatNr. 761 Waldemar Grzimek
KatNr. 761 Waldemar Grzimek
KatNr. 761 Waldemar Grzimek
KatNr. 761 Waldemar Grzimek
KatNr. 761 Waldemar Grzimek

761   Waldemar Grzimek "Tänzerin I". 1965.

Waldemar Grzimek 1918 Rastenburg – 1984 Berlin

Bronze, gegossen, schwarzbraun patiniert. Guss von 1970–77, der entstehungszeitliche Guss wurde in der Gießerei Noack, Berlin, gegossen. Auf dem linken Fuß u. monogrammiert "W. G". sowie römisch nummeriert "II", darunter mit dem Gießerei-Stempel "GUSS BARTH RINTELN" versehen. Zweites von sieben zu Lebzeiten des Künstlers gegossenen Exemplaren. Auf einem weiß gefassten Sockel schraubmontiert.
WVZ Roters 253.

Provenienz: Ostdeutscher Privatbesitz; vormals erworben aus dem Nachlass des Künstlers "Stiftung Waldemar Grzimek" (1985–2005), verwaltet von Dr. Gernot Moegelin.

Wir danken Herrn Fujimi Barth, Gießerei Barth, Rinteln, für freundliche Hinweise.

Ein weiteres Exemplar der "Tänzerin I" befindet sich in der Sammlung des GERHARD-MARCKS-HAUSES, Bremen (Inv.-Nr. S82/06), in welchem seit 2005 der künstlerische Nachlass von Waldemar Grzimek mit 101 Skulpturen sowie eine Schenkung von ca. 250 Zeichnungen und 100 Grafiken verwaltet wird.

Waldemar Grzimek ist eine der zentralen Persönlichkeiten der Bildhauerkunst in Deutschland nach 1945. Innerhalb der gesamtdeutschen Entwicklung der figürlichen Bildhauerkunst der 1960er und 70er Jahre kommt seinem künstlerischen Schaffen eine überragende Bedeutung zu. Als er im Jahr 1961 die DDR verließ und nach Westberlin übersiedelte, zeichnete sich in seinem künstlerischen Schaffen ein Formwandel ab, der in den folgenden Jahrzehnten für sein vielseitiges Werk bestimmend wurde: Eine anfängliche Strenge, Kargheit und tektonische Gebundenheit der Form wurden abgelöst von Formen expressiver Bewegtheit, exaltierter Wildheit und figürlicher Deformation. Die glatte und makellose Haut der früheren Figuren wich bewegten und rauheren Oberflächen. Ruhiges und idealisierendes Pathos schlug um in das Drama des Lebens.
Die "Tänzerin I" von 1965 zeigt exemplarisch das Interesse des Künstlers an komplizierten Bewegungsabläufen des menschlichen Körpers. Das raumgreifende Volumen der Figur, von verschiedenen Winkeln aus künstlerisch begriffen und strukturiert, erzeugt eine in perspektivischer Rundumschau wirkende Dynamik und Ausdruckskraft. Im Kontext der "Kriechenden" (1961), der "Träumenden" (1962), der "Großen Träumenden" (1964), der "Welle" (1964), "Bewegung" (1965) sowie den "Schwebenden" (1965/1966) ist die "Tänzerin I" eine der spannungsvollsten und expressivsten weiblichen Figuren des Künstlers dieser Schaffensphase.
Das Thema von Tanz und Tänzerin beschäftigte den Künstler in den späteren Jahren, auch in männlichen Figuren, immer wieder. Die erste Bearbeitung in der Plastik von 1965 jedoch ist in ihrer besonderen Auffassung eines gestreckten, zugleich in sich gekehrten sowie schwebenden Körpers jedoch wohl die außergewöhnlichste und künstlerich eindrucksvollste.

Lit.: Jürgen Fitschen: Der Nachlass von Waldemar Grzimek im Gerhard-Marcks-Haus. In: Ders., Veronika Wiegartz, Gerhard-Marcks-Stiftung (Hrsg.): "Ein Platz für Plastik. Der Nachlass von Waldemar Grzimek im Gerhard-Marcks-Haus". Bremen 2006.

Eberhard Roters: Der Bildhauer Waldemar Grzimek. Mit einem vollständigen Werkverzeichnis. Frankfurt a.M., Wien, Berlin 1979.

H. 62,5 cm, B. 94 cm, H. (gesamt) 128,5 cm. 18.000 €
Zuschlag 18.000 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

762   Paul Hofmann "Figur". 2002.

Paul Hofmann 1975 Dresden

Bronze, gegossen, kupferbraun patiniert. Signiert "PAVL" und mit dem Gießerstempel "Bildguss Gebr. Ihle" versehen u.re. Nummeriert "1/9".

Die Skulptur ist entgegen der Nummerierung ein Unikat. Der Künstler hat nur dieses eine Exemplar gegossen, auch die Gussform existiert nicht mehr.

Partiell kleine Oxidationsspuren.

H. 37 cm, B. 23 cm, T. 14,5 cm, Gewicht ca. 9 kg. 750 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 600 €
KatNr. 765 Hermann Karl Geibel, Porträtbüste eines jungen Mannes. 2. H. 20. Jh.
KatNr. 765 Hermann Karl Geibel, Porträtbüste eines jungen Mannes. 2. H. 20. Jh.

765   Hermann Karl Geibel, Porträtbüste eines jungen Mannes. 2. H. 20. Jh.

Hermann Karl Geibel 1889 Freiburg i. Breisgau – 1972 Darmstadt

Ton, gegossen, hellbrauner Scherben, unglasiert. Verso u.re. geritzt signiert "H Geibel".

Gußnähte sichtbar.

H. mit Plinthe 48 cm, B. 44 cm, T. 24 cm. 240 €
Zuschlag 240 €
KatNr. 766 Peter Makolies, Engel. 2000.
KatNr. 766 Peter Makolies, Engel. 2000.

766   Peter Makolies, Engel. 2000.

Peter Makolies 1936 Königsberg / Ostpreußen

Vietnamesischer Pagodit. Verso monogrammiert "PM" und ausführlich datiert "5 00". Mittels eines Metallstabs auf einem zylindrischen Serpentinsockel montiert.

Provenienz: Privatbesitz, erworben im Atelier des Künstlers.

H. 23,5 cm, H. (gesamt) 32 cm. 1.800 €
Zuschlag 2.600 €
KatNr. 767 Alfons Garn (zugeschr.), Der Gute Hirte. 2. H. 20. Jh.
KatNr. 767 Alfons Garn (zugeschr.), Der Gute Hirte. 2. H. 20. Jh.

767   Alfons Garn (zugeschr.), Der Gute Hirte. 2. H. 20. Jh.

Alfons Garn 1926 Dresden – 2005 ebenda

Holz, geschnitzt, partiell farbig gefasst. Unsigniert.

Oberfläche der Farbfassung teils leicht berieben bzw. gegilbt.

H. 30 cm, B. 10 cm, T. 7,5 cm. 150 €
Zuschlag 120 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

772   Lothar Sell, Junge Bäuerin mit Vogel. Wohl 1980er/1990er Jahre.

Lothar Sell 1939 Treuenbrietzen – 2009 Meißen

Holz, geschnitzt, farbig gefasst, klar lackiert. Unsigniert. Der Vogel auf einen Holzstab montiert, dieser in der Skulptur montiert.

Lackierung stellenweise leicht berieben bzw. mit kleinen Rissen.

H. 37 cm, B. 15 cm (ohne Vogel), T. 8 cm (ohne Vogel). 750 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 600 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

773   Lothar Sell, Weibliche Eule. Wohl 1980er Jahre.

Lothar Sell 1939 Treuenbrietzen – 2009 Meißen

Keramik, ockerfarben, unglasiert. Unsigniert. Partiell mit Braunstein versehen, besonders in den Vertiefungen. Die Federn zum Teil einzeln modelliert.

Vereinzelt weiße Farbfleckchen.

H. 32,5 cm, B. 23 cm, T. 30 cm. 500 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 400 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

774   Lothar Sell, Eva (Sitzendes Mädchen). Wohl 1980er Jahre.

Lothar Sell 1939 Treuenbrietzen – 2009 Meißen

Ton, roter Scherben, unglasiert. Unsigniert. Am Boden geritzt nummeriert "125".

Innenseitig ein kleiner Brandriss, gekittet. Oberfläche minimal angeschmutzt, mit vereinzelten Farbspritzern.

H. 11 cm, D. ca. 6 cm. 180 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 150 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

775   Lothar Sell, Bauernhaus mit Paar auf dem Dach. 1985.

Lothar Sell 1939 Treuenbrietzen – 2009 Meißen

Holz, geschnitzt, farbig gefasst und lackiert. Das auf dem Satteldach sitzende, sich umarmende Paar abnehmbar. Im Türrahmen an der Längsseite signiert "SELL" und datiert.

Vereinzelte, vertikale Trocknungsrisse (bis ca. 20 cm), dort Farbfassung partiell mit kleinen Fehlstellen. Farbfassung allseitig, insbesondere im Bereich des Dachs mit linienförmigen, schrumpfungsbedingten Verwerfungen. Lack unregelmäßig gegilbt und mit unterschiedlichen Glanzbereichen.

H. 54 cm, L. 22 cm, B. 18 cm. 1.700 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 1.400 €
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Die im Katalog ausgewiesenen Preise sind Schätzpreise. Die Mehrheit der Artikel ist differenzbesteuert, auf den Zuschlagspreis wird damit keine Mehrwertsteuer erhoben.

* Artikel von Künstlern, für die durch die VG Bildkunst eine Folgerechtsabgabe erhoben wird, sind durch den Zusatz "zzgl. Folgerechts-Anteil 2,5%" gekennzeichnet. (Versteigerungsbedingungen Punkt 7.4.)

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