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AUKTION 66 05. Dezember 2020
  Auktion 66
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Gemälde 17.-19. Jh.

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Gemälde Moderne

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041 - 060

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Gemälde Nachkrieg/Zeitgen.

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Grafik Nachkrieg/Zeitgen.

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681 - 700

701 - 720

721 - 727


Fotografie

731 - 742


Skulpturen

751 - 760

761 - 775


Ostdeutsches Design

781 - 792


Figürliches Porzellan

801 - 805


Porzellan / Keramik

811 - 820

821 - 837


Steinzeug

841 - 844


Glas bis 1900

851 - 858


Glas Jugendstil / Art Déco

859 - 862


Studioglas

866 - 880

881 - 894


Schmuck

901 - 916


Silber

921 - 930


Zinn / Unedle Metalle

931 - 932


Asiatika

936 - 949


Uhren

950 - 952


Miscellaneen

953 - 964


Rahmen

965 - 967


Mobiliar / Einrichtung

968 - 977





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KatNr. 1 Johann Christian Bäßler (zugeschr.), Brustbild des Johann Franz Zessner von Spitzenberg im Harnisch. Um 1760.
KatNr. 1 Johann Christian Bäßler (zugeschr.), Brustbild des Johann Franz Zessner von Spitzenberg im Harnisch. Um 1760.
KatNr. 1 Johann Christian Bäßler (zugeschr.), Brustbild des Johann Franz Zessner von Spitzenberg im Harnisch. Um 1760.

001   Johann Christian Bäßler (zugeschr.), Brustbild des Johann Franz Zessner von Spitzenberg im Harnisch. Um 1760.

Johann Christian Bäßler Erste Erw. 1701 – letzte Erw. um 1760

Öl auf Leinwand. Unsigniert. Verso auf der Leinwand undeutlich ausführlich bezeichnet "Herr Major Baron von Zesner" und "Basler pinx Dresda" (?) sowie datiert. In einem schlichten, schwarz gefassten Holzrahmen mit schmaler, goldfarbener Innenleiste gerahmt.

Wir danken Herrn Prof. Dr. Harald Marx, Dresden, für freundliche Hinweise.

Materialverlust der Leinwand an Ecke o.li., mit Gewebehinterlegung und Retusche ergänzt. Bildformat umlaufend um ca. 3 cm verkleinert (orig. Malkanten erhalten, verso umgeschlagen). Partiell mehrere kleine Flicken an ehemaligen Rissen. Deutliche Klimakante, locker auf dem Rahmen sitzend, mit mehreren Deformationen. Ein kleines Löchlein am Bildrand re.Mi. Malschicht mit mehreren farbfalschen Retuschen im Bereich der re. Schulter sowie im u. Bildbereich. Firnis gegilbt. Malschicht-Abrieb und kleine Fehlstellen im Falzbereich.

77,5 x 62 cm, Ra. 89 x 74,5 cm. 2.800 €
KatNr. 2 Cornelis Gerritsz. Decker (Kopie nach), Flusslandschaft mit einem Bauernhaus. Wohl frühes 18. Jh.
KatNr. 2 Cornelis Gerritsz. Decker (Kopie nach), Flusslandschaft mit einem Bauernhaus. Wohl frühes 18. Jh.

002   Cornelis Gerritsz. Decker (Kopie nach), Flusslandschaft mit einem Bauernhaus. Wohl frühes 18. Jh.

Cornelis Gerritsz. Decker um 1620 Haarlem – 1678 Haarlem

Öl auf Holz, aus zwei horizontal gefügten Tafeln bestehend (verso alte Leinwandkaschierung an der Fuge). Bezeichnet "Decker fec" (schwer erkennbar) Mi. Verso auf dem Bildträger ein Papieretikett mit typografischen Annotationen zum Künstler und darauf in Feder nummeriert "No 10". In einer profilierten, bronzefarbenen Holzleiste mit vergoldeter Sichtleiste gerahmt.

Wir danken Ellis Dullaart MA, RKD Den Haag, für freundliche Hinweise.

Ähnliche stilistische Korrespondenzen finden sich auch in den Werken anderer Haarlemer Künstler, insbesondere bei Roelof Jansz van Vries und Salomon Rombouts.

Verso Holztafel mit wenigen Ausfluglöchern ehem. Anobienbefalls, Reste eines Papieretiketts u.Mi. sowie kleine Verluste im Holz. Firnis gegilbt und mit Lichtrand im Falzbereich. Unscheinbare Abdrücke durch die Einrahmung. Retuschen im Randbereich sowie mehrere kleine auf der Bildfläche verteilt. Mit Trocknungsriss an der Fuge li.Mi. (ca. 4,5 cm). Partiell maltechnikbedingt etwas frühschwundrissig. Rahmen großflächig überfasst, mit Abrieb und Fleckchen.

36,3 x 26,9 cm, Ra. 47,8 x 37,9 cm. 850 €
KatNr. 3 Frederik de Moucheron (Umkreis), Südliche Landschaft mit Wanderern und Fischern. 2. H. 17. Jh.
KatNr. 3 Frederik de Moucheron (Umkreis), Südliche Landschaft mit Wanderern und Fischern. 2. H. 17. Jh.

003   Frederik de Moucheron (Umkreis), Südliche Landschaft mit Wanderern und Fischern. 2. H. 17. Jh.

Frederik de Moucheron 1633 Emden – 1686 Amsterdam

Öl auf Leinwand. Mit Resten einer Signatur (Buchstabe "M" erkennbar) u.Mi. In einem goldfarbenen, historisierenden Schmuckrahmen mit Rocailleverzierungen und Eckkartuschen gerahmt, dort u.Mi. auf einem Metalletikett "Frederik de Moucheron" typografisch bezeichnet.

Mit einer schriftlichen Einschätzung von Ellis Dullaart, MA, RKD Den Haag, vom 06.09.2018.

Provenienz: Galerie Dr. Schäffer. Gemälde alter und neuer Meister, Berlin W 8, Behrenstr. 28; Slg. Carl F. und Emma Müller, Berlin, erworben am 19.02.1927; Privatsammlung Berlin.

Bildträger wachsdoubliert, auf einem neuen Keilrahmen, Ränder der originalen Leinwand umlaufend geschnitten. Malschicht mit Alterskrakelee sowie mit kleinen Retuschen im Bereich des Himmels und einer Wolke re. Oberfläche mit punktuellen bräunlichen Fleckchen und kleinen Malschicht-Fehlstellen im Randbereich. Firnis gegilbt, mit heller Firnisfehlstelle o.re., mittig mit einem gelblichen Schmutzfleck o. und zwei Kratzern re.

116 x 93 cm, Ra. 135 x 114 cm. 2.400 €
KatNr. 4 Aert van der Neer (Nachfolger), Flusslandschaft mit Bogenbrücke und Boot im Mondschein. Mitte 18. Jh.
KatNr. 4 Aert van der Neer (Nachfolger), Flusslandschaft mit Bogenbrücke und Boot im Mondschein. Mitte 18. Jh.

004   Aert van der Neer (Nachfolger), Flusslandschaft mit Bogenbrücke und Boot im Mondschein. Mitte 18. Jh.

Aert van der Neer 1603 /04 Amsterdam – 1677 ebenda

Öl auf Leinwand, mit einem groben Gewebe und einer Papierzwischenlage doubliert. Unsigniert. In einer breiten, profilierten, dunkelbraun gefassten Holzleiste mit Wellenprofilen gerahmt.

Ausgeprägtes Krakelee mit leicht durchscheinender Grundierung und punktuell leicht aufstehenden Malschichtschollen-Rändern. Malschicht partiell oberflächlich berieben. Alte Firnisreste unterhalb des neuen Firnisses sowie mit zahlreichen, kleinen Retuschen in der Bildfläche und größeren entlang der Ränder.

50,2 x 63,8 cm, Ra. 85 x 70,6 cm. 1.200 €
KatNr. 5 Jacob van Ruisdael (Nachfolger), Landschaft mit Weiher. 18. Jh.
KatNr. 5 Jacob van Ruisdael (Nachfolger), Landschaft mit Weiher. 18. Jh.

005   Jacob van Ruisdael (Nachfolger), Landschaft mit Weiher. 18. Jh.

Jacob van Ruisdael um 1628 Haarlem – um 1682 ebenda

Öl auf Holz. Unsigniert. Verso auf der Holztafel zwei handschriftlich auf Englisch bezeichnete, mit Klebeband fixierte Papieretiketten aus den 1980er Jahren. Ein Etikett mit Besitzervermerk sowie eins mit Restaurierungsvermerk aus dem Jahr 1987. Auf einem verbräunten, fragmentarischen Etikett re.Mi. in Feder bezeichnet "Wilfrid". In einer profilierten, masseverzierten, goldfarbenen Holzleiste gerahmt.

Tafel minimal gewölbt. Umlaufend partiell Abdrücke durch die Einrahmung sowie leichter Malschicht-Abrieb im Falzbereich. Maltechnikbedingt partiell etwas frühschwundrissig. Vereinzelte Retuschen im Himmel sowie im Randbereich. Verso auf der Holztafel umlaufend Papierklebebandreste ehemaliger Einrahmung.

27,4 x 41,6 cm, Ra. 45,7 x 59 cm. 950 €
KatNr. 6 Heinrich Andreas Meyer, Die Wasserfälle von Tivoli. Um 1792.
KatNr. 6 Heinrich Andreas Meyer, Die Wasserfälle von Tivoli. Um 1792.

006   Heinrich Andreas Meyer, Die Wasserfälle von Tivoli. Um 1792.

Heinrich Andreas Meyer  18. Jh.

Sand, getönt und fixiert, auf Leinwand (Marmotinto). Unsigniert. Verso mittig auf der Leinwand mit einem späteren Papieretikett, darauf in Tusche bezeichnet "Verfertigt im Jahr 1792 von dem Herzoglich Mecklenburg-Strelitzischen Hofconditor Heinrich Andreas Meyer". Im originalen, klassizistischen, vergoldeten Plattenrahmen mit leicht gekröpften Eckwürfen mit Rosetten, breiter, gesandelter Platte und rahmenden Vierkantstäben gerahmt. Darauf verso mit einem Papieretikett, darauf typografisch in Rot unter dem bekrönten Monogramm "EL" bezeichnet "Privateigentum seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs Ernst Ludwig [von Hessen-Darmstadt]" sowie nummeriert "R.No 1449".

Provenienz: Ostdeutscher Privatbesitz; nach mündlicher Überlieferung aus Bamberger Adelsbesitz; Besitz des Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt; Haus Mecklenburg-Strelitz.

Das vorliegende Gemälde zählt zu der seltenen Gattung der Sandmalerei, welche jedoch eine für das ausgehende 18. Jahrhundert typische Erscheinung war. In dieser Zeit versuchten die Künstler mit neuen, experimentellen Techniken einer aufkommenden Langeweile entgegenzuwirken, sie fügten den Gemälden Sand, aber auch Federn, Spinnweben oder Staub bei, um neue visuelle Effekte zu erzielen. Die Körnigkeit der Sandkristalle "erzeugt eine Art 'sfumato', eine dunstige, tröpfchengetränkte Atmosphäre, wie sie an Wasserfällen tatsächlich erlebbar ist. Die körnig-stumpfe Oberfläche entsprach aber auch einer großen Mode jener Zeit: den Tapisserien. Selbst Francisco de Goya arbeitete als Maler für Wandbehänge. Anton Raphael Mengs, der in Madrid eine kleine Werkstatt für Tapisserien führte, hatte Goya 1774 eigens darum gebeten" (zitiert nach Prof. Dr. Hans Ottomeyer und Dr. Herbert Giese, abgerufen 04.11.2020 von https: / www.br.de / br-fernsehen / sendungen / kunst-und-krempel / schatzkammer / gemaelde / kunst-krempel-sandbild-100.html).
Der Begeisterung für stofflich wirkende Oberflächen entspricht auch das hier angebotene Gemälde. Dass der Künstler dieses Werkes ein Konditor war, erscheint, betrachtet man die Entstehungsgeschichte des Marmotintos, nicht ungewöhnlich:
Der aus Memmingen stammende Künstler Benjamin Zobel (1762–1831), Sohn eines Zuckerbäckers, erlernte ebenfalls das Konditor-Handwerk, aber auch Grundlagen des Zeichnens und der Porträtmalerei. 1873 kam er nach London und wurde später Tischdekorateur am englischen Hof. Er schuf Tischdekorationen aus farbigem Sand oder Marmorstaub auf silbernen Tabletts, die zunächst vergänglich waren. Später gelang es ihm, durch eine spezielle Mischung den Sand zu fixieren.
Leider haben sich zu Heinrich Andreas Meyer, der wohl Hofkonditor in Mecklenburg-Strelitz im späten 18. Jahrhundert war, keine bisher Daten überliefert. Beeindruckend ist jedoch allemal die hohe künstlerische Qualität des Gemäldes.

Leichte Staubablagerungen. Mit fachgerechten Retuschen, insbes. o.Mi. in einem belaubten Zweig. O. mit Schmutzrand. Umlaufend kleinere Verluste der Sandschicht durch die Einrahmung.

58 x 78,5 cm, Ra. 69 x 90 cm. 8.500 €
KatNr. 7 Johann Eleazar Zeissig (genannt Schenau), Die Zeit enthüllt die Wahrheit. Wohl 1780er/1790er Jahre.
KatNr. 7 Johann Eleazar Zeissig (genannt Schenau), Die Zeit enthüllt die Wahrheit. Wohl 1780er/1790er Jahre.

007   Johann Eleazar Zeissig (genannt Schenau), Die Zeit enthüllt die Wahrheit. Wohl 1780er/1790er Jahre.

Johann Eleazar Zeissig (genannt Schenau) 1737 Groß-Schönau (Dresden) – 1806 Dresden

Öl auf Leinwand, doubliert. Signiert "Schenau fec" und schwer lesbar datiert "1766" oder "1796" (letzte Ziffern später übermalt) u.li. In einem monumentalen, goldfarbenen historisierenden Schmuckrahmen des frühen 20. Jh., dieser mit breiter, nach außenhin ansteigender Kehle und Rosettendekor, Außenkante mit zurückgesetztem, schmalem Schraubstab, mit masseverzierten Eckkartuschen, beidseitig mit ornamentalen Blütenzweigen versehen.
Nicht im WVZ Fröhlich-Schauseil.
Zur allegorischen Motivik von Zeit und Wahrheit bei Schenau vgl. WVZ Fröhlich-Schauseil Z 257a, Z 258 und Z 273.

Provenienz: Nachlass Adolf Sonnenschein (1878–1952, Dozent an der Kunstgewerbeschule Dresden).

"Allegorisches Denken, das Personifizieren von Tugenden, die in deutbaren Konstellationen miteinander agieren, war Schenaus eigentliches Element: In derartigen Kompositionen erweisen sich sein Einfallsreichtum und seine Begabung für immer neue figurenreiche Erfindungen." (WVZ Fröhlich-Schauseil 2018, S.102).
Das vorliegende Gemälde stellt eine Allegorie von Zeit und Wahrheit dar. Die Zeit, Chronos, dargestellt als bärtiger Greis mit Sichel, enthüllt die Wahrheit: ein junges, entblößtes Mädchen, einen Pfirsich in der linken Hand haltend.
In Cesare Ripas "Iconologia" Ed. 1603, 499–501, einem ikonografischen Wörterbuch, welches für die Kunst und Literatur des Barock zu einer unerschöpflichen Quelle geworden ist, nennt der Autor mehrere Alternativen für die Personifikation der Veritas. In Allusion auf ihre Bedeutung als "unverhüllte Wahrheit" wird sie in Gestalt eines schönen nackten Mädchens dargestellt, das nur teilweise von weißen Schleiern bedeckt wird. Die Pfirsichfrucht erläutert Ripa symbolisch als das Herz, während das Blatt am Stiel des Pfirsichs auf die Zunge verweist. Frucht und Blatt symbolisieren somit die sich im aufrichtigen Menschen manifestierende Einheit eines reinen Herzens und eines Wahrheit verkündenden Mundes. Das, was die Zunge sagt, soll dem Herzen und damit der Wahrheit entsprechen.
Die Zeit entdeckt die Wahrheit, macht sie sichtbar, bringt sie ans Licht und lässt sie in ihrer Schönheit erstrahlen: Das Antlitz der jungen Frau erscheint in einer Aureole. Als Tochter der Zeit verdrängt die Wahrheit ihre Widersacher wie Verleumdung, Neid und Zwietracht. So muss auch der finstere Genius malignus weichen, die Allegorie der Täuschung, zu ihren Füßen, dargestellt mit der Schlange zwischen Blumen sowie der Maske.

Die ikonografische Variante der Wahrheit als ein enthülltes Mädchen wurde durch Berninis unvollendete Marmorskulptur, heute in der Galleria Borghese in Rom, berühmt und war besonders im 18. Jh. beliebt. Unter anderem wurde sie auch von Nicolas Poussin und Giovanni Battista Tiepolo rezipiert. Pompeo Batoni wandte das Motiv in seinem zwischen 1737 und 1739 entstandenen Deckengemälde im Palazzo Colonna in Rom an. Dies dürfte wiederum Anton Raphael Mengs als Anregung für seine eher schlicht aufgefasste Personifikation der Veritas als unverhülltes Mädchen mit der Pfirsichfrucht, um 1756, gedient haben. Batonis Darstellung bindet – wie bei Schenaus Gemälde – die Ikonografie ein in das komplexere Thema "Die Enthüllung der Wahrheit durch die Zeit". (WVZ Bowron 7, 88).
Darüber hinaus war das Thema in Dresden dank der Marmorskulptur von Antonio Corradini (1688–1752) aus dem Jahr 1720 weithin bekannt. Sie befindet sich heute im Großen Garten in Dresden und wurde erst vor kurzem restauriert.

Anke Fröhlich-Schauseil: "Schenau (1737–1806). Monografie und Werkverzeichnis der Gemälde, Handzeichnungen und Druckgrafiken von Johann Eleazar Zeißig, gen. Schenau". Petersberg 2018. S. 99ff.
Steffi Roettgen: "Anton Raphael Mengs. 1728–1779". 2 Bde. München 1999/2003.
Edgar Peters Bowron: "Pompeo Batoni. A complete catalogue of his paintings". 2 Bde. London 2016.

Doublierung und Keilrahmen wohl des frühen 20. Jh., mit einem zusätzlichen Gewebe hinterspannt. Malschicht insges. mit Alterskrakelee sowie je ein diagonales Krakelee an den u. Ecken. Leichte Klimakante re. und li. Im Randbereich rahmungsbedingt etwas berieben und mit mehreren Rissen. Zahlreiche, teils farbfalsche Retuschen auf der Bildfläche verteilt, insbes. an Rissen, diese teils leicht erhaben. Übermalung und Ergänzung der letzten zwei Ziffern der Datierung. Malschicht mit vereinzelter Runzelbildung, wohl maltechnikbedingt. Firnis gegilbt. Mehrere zarte, oberflächliche Kratzer. Schmuckrahmen mit leichten Kratzern und kleinen Fehlstellen der Fassung sowie partiell mit goldfarbenen Retuschen.

175,6 x 128,5 cm, Ra. 198,6 x 150,7 cm. 11.000-12.000 €
KatNr. 8 Deutscher Maler, Eislaufvergnügen auf dem Schlossteich. Wohl Spätes 18. Jh.
KatNr. 8 Deutscher Maler, Eislaufvergnügen auf dem Schlossteich. Wohl Spätes 18. Jh.

008   Deutscher Maler, Eislaufvergnügen auf dem Schlossteich. Wohl Spätes 18. Jh.

Öl auf Leinwand, doubliert. Unsigniert. In einem schwarz- und goldfarben gefassten Hohlkehlrahmen.

Doublierung partiell wellig und an diesen Stellen gelöst. Originale Leinwand in li. Bildhälfte leicht deformiert. Spannränder mit Papier abgeklebt. Randbereiche o. und u. malerisch ergänzt sowie weitere Retuschen auf der Bildfläche verteilt. Malschichtoberfläche partiell berieben, etwas fleckig, ohne Firnis. Alterungsbedingtes Krakelee. Rahmen mit kleinen Läsionen.

55,5 x 68,8 cm, Ra. 67,2 x 80,3 cm. 400 €
KatNr. 11 Albert Arnz, Sommerliche Auenlandschaft. Mitte 19. Jh.
KatNr. 11 Albert Arnz, Sommerliche Auenlandschaft. Mitte 19. Jh.

011   Albert Arnz, Sommerliche Auenlandschaft. Mitte 19. Jh.

Albert Arnz 1832 Düsseldorf – 1914 ebenda

Öl auf Papier, vollflächig auf Holz kaschiert. Signiert "A. Arnz" u.re. Verso in Blei nummeriert "26.77.35.3L". In goldfarben gefasstem, klassizistischem Stuckrahmen mit Lorbeerstabkehle gerahmt.

Bildträger ungerade geschnitten. Retuschen am Rand umlaufend (im Bereich des Himmels und in der u.re. Ecke über der Signatur).

27 x 36 cm, Holztafel 37 x 28,5 cm, Ra. 45 x 53 cm. 750 €
KatNr. 12 Gottlieb Biermann (zugeschr.), Bildnis eines Mädchens mit schwarzer Kappe. Wohl spätes 19. Jh.
KatNr. 12 Gottlieb Biermann (zugeschr.), Bildnis eines Mädchens mit schwarzer Kappe. Wohl spätes 19. Jh.

012   Gottlieb Biermann (zugeschr.), Bildnis eines Mädchens mit schwarzer Kappe. Wohl spätes 19. Jh.

Gottlieb Biermann 1824 Berlin – 1908 ebenda

Öl auf Holz. Undeutlich monogrammiert "G.B." Mi.li. Verso mit einem Papieretikett versehen, darauf in Kugelschreiber bezeichnet. In einem goldfarbenen Rahmen mit Eckkartuschen gerahmt.

Unscheinbarer waagerechter Kratzer in der Malschicht. Kleine, fachgerechte Retuschen im Gesicht und im Hintergrund.

27 x 32 cm, Ra. 36 x 31,5 cm. 600 €
KatNr. 13 Bürkner, Seestück bei Edinburgh. 19. Jh.
KatNr. 13 Bürkner, Seestück bei Edinburgh. 19. Jh.

013   Bürkner, Seestück bei Edinburgh. 19. Jh.

Öl auf Leinwand. Signiert "Mrs. Bürkner" und ortsbezeichnet "Edinburgh" u.re. Verso auf der Leinwand nochmals signiert "Mrs. Bürkner". In einer goldfarbenen, masseverzierten Holzleiste mit Ornamentfriesen und Eckkartuschen gerahmt.

Alterskrakelee. Retusche im Bereich der Wolken o. Mi. sowie auf der re. Bildhälfte, jeweils verso mit zwei kleinen Flicken hinterlegt. Leinwand verso mit Durchdringungen von Bindemittel und Feuchtigkeitsspuren.

44 x 67 cm, Ra. 62 x 85 cm. 320 €
KatNr. 14 Constant Freiherr Byon, Zwei Rokoko-Damen im Salon. Wohl spätes 19. Jh.
KatNr. 14 Constant Freiherr Byon, Zwei Rokoko-Damen im Salon. Wohl spätes 19. Jh.

014   Constant Freiherr Byon, Zwei Rokoko-Damen im Salon. Wohl spätes 19. Jh.

Constant Freiherr Byon ? 1882 Wien – letzte Erw. 1917

Öl auf Leinwand. Signiert "Byon" u.re. In einem Neo-Rokoko-Rahmen mit durchbrochenen, geschwungenen Eckkartuschen mit Blatt- und Blütenornamenten.

Es könnte sich bei Constant Freiherr Byon auch um ein Künstler-Pseudonym handeln.

Neu gefirnisst. Rand umlaufend mit Kreppband beklebt. Rahmen mit gebrochenen, partiell wiederverklebten Ecken, teils mit Ausbesserungen.

43 x 37 cm, Ra. 64 x 46 cm. 600 €
KatNr. 15 Joseph von Führich (Kopie nach), Das Schweißtuch der Heiligen Veronika. Mitte 19. Jh.
KatNr. 15 Joseph von Führich (Kopie nach), Das Schweißtuch der Heiligen Veronika. Mitte 19. Jh.

015   Joseph von Führich (Kopie nach), Das Schweißtuch der Heiligen Veronika. Mitte 19. Jh.

Joseph von Führich 1800 Kratzau/Böhmen – 1876 Wien

Öl auf Leinwand. Unsigniert. In einer schmalen, profilierten, bronzefarbenen Holzleiste gerahmt.

Das vorliegende Gemälde ist eine Kopie der vierten Darstellung aus dem vierzehn Stationen umfassenden Kreuzweg-Zyklus des Malers Joseph von Führich (1800–1876), der diesen erstmals vor 1836 für die Kirche am St. Lorenzberg in Prag schuf. Es folgten weitere Kreuzweg-Fresken des Malers für die Johannes-Nepomuk-Kirche in Wien-Leopoldstadt und die Altlerchenfelder Pfarrkirche in Wien-Neubau.
Die Darstellungen erfuhren anhand von Kupferstichen weite Verbreitung, welche bereits 1847 erstmalig gedruckt wurden. Aufgrund der Beliebtheit des Themas wurden die Gemälde vielfach durch teils unbekannte Künstler kopiert. Die sog. "Führich-Kreuzwege" befinden sich in zahlreichen Kirchen Europas, vorrangig in Österreich und Deutschland.

Bildträger mit einer vorgrundierten Leinwand doubliert, auf einem Spannrahmen des 19. Jh. Bildformat an den Längsseiten um ca. 1 cm verkleinert. Unscheinbare Deformation u.Mi. Malschicht im Falzbereich berieben und mit kleinen Fehlstellen. An o. Ecken mit Abdrücken eines alten Tabernakelrahmens. Zahlreiche Altretuschen und winzige Fehlstellen auf gesamter Bildfläche. Partiell Firnis mit matten Stellen.

120 x 90 cm, Ra. 133 x 103 cm. 950 €
KatNr. 16 Christian Friedrich Gonne, Beim Kartenspiel. 1887.
KatNr. 16 Christian Friedrich Gonne, Beim Kartenspiel. 1887.

016   Christian Friedrich Gonne, Beim Kartenspiel. 1887.

Christian Friedrich Gonne 1813 Dresden – 1906 ebenda

Öl auf Leinwand. U.li. monogrammiert "F.G.", datiert sowie ortsbezeichnet "Dresden". Verso auf der Leinwand o.li. in Pinsel nochmals signiert "Chr. F. Gonne pinxit" und auf li. Keilrahmenleiste ein altes verbräuntes Papieretikett. Darauf in Feder in deutscher Schrift, stark verblasst und teils unleserlich, wohl mit Annotationen zum Umgang mit dem Gemälde versehen "Wenn das Bild mit Ölfirnis überzogen werden soll […]". Daneben in rotem Buntstift nummeriert "2247". Im historisierenden, goldbronzefarbenen Schmuckrahmen mit eck- und mittebetonenden Kartuschen gerahmt. Dort auf einem Metalletikett bezeichnet "Prof. Chr. F. Gonne. Dresden 1887" u.Mi.

Malschicht partiell maltechnikbedingt feinteilig frühschwundrissig, mit leicht aufstehendem Krakelee, partiell mit kleinen Verlusten. Im Falzbereich partiell berieben und mit Malschicht-Fehlstellen sowie Retuschen. Weitere kleine Retuschen im Bereich des Hundes und im Hintergrund o.Mi. Firnis etwas gegilbt. Schmutzansammlungen zwischen Leinwand und Keilrahmen.

54 x 70 cm, Ra. 69 x 84 cm. 2.200-2.500 €
KatNr. 17 Carl Jutz d.Ä., Hühner vor einem Stall. 1877.
KatNr. 17 Carl Jutz d.Ä., Hühner vor einem Stall. 1877.

017   Carl Jutz d.Ä., Hühner vor einem Stall. 1877.

Carl Jutz d.Ä. 1838 Windschläg (Baden) – 1916 Pfaffendorf (Koblenz)

Öl auf Leinwand, auf leinwandkaschierter Malpappe maroufliert. Signiert "C. Jutz" und datiert u.li. Verso auf der Malpappe in Blei li.Mi. bemaßt "25/35", u.Mi. in Kugelschreiber von fremder Hand künstlerbezeichnet sowie eine durchgestrichene Nummerierung in blauem Farbstift "119" o.li. In einer goldbronzefarbenen, masseverzierten Holzleiste mit eck- und mittebetonenden Kartuschen mit Blüten- und Blattranken gerahmt. Auf einem u.Mi. aufgenagelten Messingschild künstlerbezeichnet.

Malpappe leicht gewölbt. Reißzwecklöchlein an den Rändern aus dem Malprozess und geringfügiger Abrieb im Falzbereich. Leinwand an Ecke o.re. sowie u.li. von der Pappe gelöst. Kleine Knickspur mit Malschicht-Fehlstelle an Ecke o.re. Unscheinbarer Kratzer u.li. Firnis leicht gegilbt.

Leinwand 35,8 x 25,5 cm, Malpappe 36,6 x 26,5 cm, Ra. 54 x 44,3 cm. 2.400 €
KatNr. 18 Karl Kaufmann
KatNr. 18 Karl Kaufmann

018   Karl Kaufmann "Mühle an der Eifel". Um 1890.

Karl Kaufmann 1843 Neuplachowitz, Schlesien – 1905 Wien

Öl auf Leinwand. Signiert "Gilbert" u.li. Verso auf dem Keilrahmen in Blei signiert "Karl Kaufmann" sowie ortsbezeichnet "Oberstein an der Nahe". In einem masseverzierten, goldfarbenen Stuckrahmen.

Leichtes Alterskrakelee und Klimakante. Falzbereich berieben sowie mit kleinen Fehlstellen, rahmungsbedingt. Firnis stark gegilbt. Vereinzelte, bräunliche Fleckchen auf der Oberfläche (sehr unscheinbar). Zwei kleine Retuschen im Baum li. und im Himmel re. an einem fachgerecht geschlossenen und hinterlegten Leinwandriss. Leinwand verso mit vereinzelten Stockflecken.

53 x 67 cm. Ra. 83 x 94 cm. 1.500 €
KatNr. 19 P. Lüdicke
KatNr. 19 P. Lüdicke

019   P. Lüdicke "Kochel-See mit dem Wetterstein-Gebirge". 1876.

P. Lüdicke  19. Jh.

Öl auf Leinwand. Signiert "P. Lüdicke" und datiert u.re. Verso auf o. Keilrahmenleiste li. in Blei betitelt. In einem goldfarbenen, masseverzierten Rahmen.

Drei mittels Kitt geschlossene, kleine Risse in re. Bildhälfte. Vereinzelte kleine Malschicht-Fehlstellen auf der Bildfläche verteilt. Rahmenabdrücke umlaufend. Großflächige Übermalung im Himmel o.re., im Bergmassiv Mi. sowie entlang der Bildränder. Rahmenfalz nachträglich erweitert, Ra. mit vereinzelten Fehlstellen der Fassung an den Außenkanten.

52,3 x 74,2 cm, Ra. 67,2 x 87 cm. 240 €
KatNr. 20 S. Mönckeberg (Nazarener / Deutsch-Italiener), Drei Italienerinnen mit Wasserkrügen beim Betrachten einer Perlenkette. Wohl um 1840/1850.
KatNr. 20 S. Mönckeberg (Nazarener / Deutsch-Italiener), Drei Italienerinnen mit Wasserkrügen beim Betrachten einer Perlenkette. Wohl um 1840/1850.

020   S. Mönckeberg (Nazarener / Deutsch-Italiener), Drei Italienerinnen mit Wasserkrügen beim Betrachten einer Perlenkette. Wohl um 1840/1850.

Öl auf feiner Leinwand, auf Sperrholz maroufliert. Signiert "S. Mönckeberg" u.li. In einer goldbronzefarbenen, masseverzierten Holzleiste mit eck- und mittebetonenden Kartuschen mit Blüten- und Blattranken gerahmt.

Bildformat wohl li. und re. leicht verkleinert. Mehrere kleine Retuschen an Malschicht-Fehlstellen entlang der Bildränder, vereinzelt in der Bildfläche sowie größere, lasierende im Hintergrund. Zwei matte Retuschen o.Mi. Malschicht partiell leicht berieben. Kratzer in re. Figur. Abrieb im Falzbereich. Firnis etwas gegilbt. Rahmen mit Abplatzungen an Ecke u.li.

44,7 x 51,2 cm, Ra. 64,5 x 72,3 cm. 750 €
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