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| AUKTION 67 | 20. März 2021 |
Auktion 67
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834 Puderdose. Karl Gustaf Hjalmar Armfeldt, St. Petersburg. 1904– 1916.
Karl Gustaf Hjalmar Armfeldt 1873 Artjärvi – 1959 Helsinki
875er Silber (84 Zolotniki), polychromes transluzentes und opakes Email, die Außenwandung mit Resten einer Vergoldung, das Innere flächig vergoldet. Deckel, Wandung und Unterseite mit stilisiertem floralem Dekor, die Wandung flankiert von Kugelfriesen. Auf dem Deckel sowie unterseits jeweils mit der Feingehalts- und Stadtmarke sowie der Meistermarke "JaA" in kyrillischen Majuskeln.
1895–1904 war Armfeldt als Silberschmied bei Fabergé in St. Petersburg angestellt. Auch nachdem er die
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H. 2 cm, D. 5,5 cm, Gew. 57,95 g.
835 Paar Serviettenringe im Etui. Constantine & Floyd. Birmingham, England. 1919.
925er Silber, gewalzt. Die gepunzte Meistermarke, Stadtmarke, Lion Passant sowie Jahresmarke am Außenring. Im originalen, bordeauxroten und mit Lederimitat bezogenen Etui, mit Samt und Seide ausstaffiert.
Leichte Gebrauchsspuren sowie wenige, kleine matte Stellen. Wandung zum Teil leicht schräg ausgerichtet. Etui mit leichten, oberflächlichen Läsionen.
H. 2 cm, D. 4,5 cm, Gew. 31,9 g, Etui H. 5,5 cm, B. 5,8 cm, T. 6 cm.
Heinrich Vogeler 1872 Bremen – 1942 Karaganda/Kasachstan
800er Silber und Stahl. Die Kaffeelöffel mit Laffen in ovoider, gemuldeter Form, die Griffe vorder- und rückseitig mit geprägtem, floralen Ornament der Herbstzeitlosen, um eine leere Kartusche rankend. Die Griffe verso jeweils mit dem Vertriebsstempel "E.B.Z.", der Feingehaltsmarke "800" sowie Halbmond und Krone. Griff des Messers mit dem gleichen floralen Dekor geziert, die Kartusche recto mit graviertem Monogramm, die stählerne Klinge mit einem typografischen Prägestempel "N R". Aus dem
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Löffel L. 14,3 cm, Messer L. 21,5 cm.
838 Kleine Schmuckschatulle mit Watteau-Szenen. Französisch (?). Wohl 19. Jh.
Kupfer, Messing, Zinn, getrieben und partiell geschwärzt. Ungemarkt. Korpus über ovalem Grundriss auf vier flachen Füßen, die Wandungen mit galanten Szenen. Auf den Längsseiten in ovalen Kartuschen zwei Brautwerbungsdarstellungen, die Schmalseiten mit einem Medaillon mit je einer Damen- und einer Herrendarstellung. Auf dem Deckel der Dose eine Genreszene mit Frau und Kind. Innenseitig mit petrolfarbener Seide auskleidet, die Innenseite des Deckels mit beigefarbener Stoffeinlage, diese im Kettenstich bestickt ""MDCC VI C".
Leichte Gebrauchsspuren. Im Bereich des Bodens und Deckels Lotspuren einer Restaurierung. Deckel im Bereich des Scharniers leicht gelöst, die textile Staffage in der Deckelinnenseite am Rand leicht gelöst, jedoch insgesamt fest fixiert.
H. 5,5 cm, B. 8,5 cm, T. 6 cm.
841 Utagawa Kuniyoshi "Uramatsu Handayû Takanao". 1847.
Utagawa Kuniyoshi 1798 Edo (heute Tokio) – 1861 ebenda
Farbholzschnitt auf Japan aus der Edo-Periode. Signiert u.li. in japanischen Schriftzeichen "Ichiyûsai Kuniyoshi ga" (Künstler-Synonym). 19. Blatt aus der Folge "Seichû gishi den" (Biografien der loyalen Samurai). Verlegt von Ebiya Rinnosuke. Mit den Stempeln der Zensoren "Muramatsu" und "Yoshimura".
Sehr früher Druck, frische Farben. Mehrere hinterlegte Fehlstellen im Papier (Anobienfraß), teils retuschiert. Ecke u.li. ergänzt. Papier minimal gegilbt.
Bl. 36,5 x 24,8 cm.
842 Utagawa Kuniyoshi "Tokuda Magodayû Shigemori". 1847.
Utagawa Kuniyoshi 1798 Edo (heute Tokio) – 1861 ebenda
Farbholzschnitt auf Japan aus der Edo-Periode. Signiert re. mittig in japanischen Schriftzeichen "Ichiyûsai Kuniyoshi ga" (Künstler-Synonym). 37. Blatt aus der Folge "Seichû gishi den" (Biografien der loyalen Samurai). Verlegt von Ebiya Rinnosuke. Mit den Stempeln der Zensoren "Hama" und "Kinugasa".
Früher Druck, frischen Farben. Mehrere fachmännisch hinterlegte Fehlstellen (Anobienfraß). Retusche o.re.
Bl. 36,3 x 24,8 cm.
843 Utagawa Kuniyoshi "Mase Magoshirô Masatatsu". 1847.
Utagawa Kuniyoshi 1798 Edo (heute Tokio) – 1861 ebenda
Farbholzschnitt auf Japan aus der Edo-Periode. Signiert u.li. in japanischen Schriftzeichen "Ichiyûsai Kuniyoshi ga" (Künstler-Synonym). 41. Blatt aus der Folge "Seichû gishi den" (Biografien der loyalen Samurai). Verlegt von Ebiya Rinnosuke. Mit den Stempeln der Zensoren "Hama" und "Kinugasa".
Mehrere große hinterlegte Fehlstellen im Papier (Anobienfraß) am li. und u. Rand. (und auf dem Künstlersignum). Minimal gegilbt. Li. Bereich mit Farbverlusten.
36,5 x 25,1 cm.
844 Tischparavent mit Perlmuttinkrustationen. China. Späte Qing-Dynasty, Mitte 19. Jh.
Wohl Hongmu, schwarz lasiert, Perlmutt-Inkrustationen. Zweiteilig, bestehend aus Gestell und Schirm. Auf ein Paneel aufgezogener, hochrechteckiger Schirm, schauseitig mit schwarzer Seide, in Jade und Quarz imitierenden Farben mit einem Tisch- und Vasenarrangement mit Blütensträußen bestickt, o.li. drei Fledermäuse. Das geschweift gearbeitete Gestell mit floralen Perlmutteinlagen und u. li. mit Resten einer Kartusche mit zwei chinesischen Schriftzeichen.
Provenienz: Sammlung Franz von Lenbach.
Stoffbespannung mit Ausdünnungen und Einrissen. Perlmuttinkrustationen partiell mit Materialverlusten. Intarsierte Kartusche u.li. zur Hälfte fehlend. Lasur zum Teil etwas berieben. Stand minimal verzogen.
H. ges. 90 cm, B. ges. 44,5 cm, Paneel 71 x 57 cm.
Bronze, schwarzbraun patiniert. Weite und flache, gedrückt gebauchte Form auf drei Füßen, seitlich jeweils eine Handhabe in Form einer Löwenmaske. Kurzer, zylindrischer Hals mit einem abgesetzten, profilierten Mündungsrand. Unterseits die Tang-Ming-Kuan-Marke "Dou Fang Zhu Ren Jian Zhi" (Studiostempel).
Vereinzelte Kratzspuren, im Gesamtbild jedoch sehr unauffällig.
D. 21 cm, H. 7,4 cm, Gew.1950 g.
846 Guan (Weingefäß). Cizhou Ofen, China. Späte Yuan-Dynastie – frühe Ming- Dynastie. Um 1380.
Keramik, heller Scherben, cremefarben engobiert, farblos glasiert und in Eisenoxidbraun staffiert, die Innenwandung vollständig dunkelbraun engobiert. Balusterförmiger Korpus mit eingezogener Schulter und kurzem, weiten Mündungsrand. Auf der Wandung flächig ein Phönixdekor vor stilisierten ruyi-Wolken mit Binnenritzung sowie von Bergkonturen umgeben. Unterhalb ein Band mit gemalten, rudimentären Blattmotiven zwischen Doppelringen. Unterseits mit der (späteren?) Bezifferung "133" und
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H. 34,5 cm, D. ca. 35 cm.
851 Osun-Altarkopf. Benin. Wohl 1. Viertel 20. Jh.
Bronze (Kupferlegierung), Wachsausschmelzverfahren, schwarzbraun patiniert. Das Gesicht des Kopfes rechts und links mit Schlangen in hohem Relief, Frösche (Kröten) im Maul haltend. Der Scheitel mit einem nach innen offenen, aufgesetztem Reif. Darauf vier bekrönende "Ahianmwen-Oro" (Vögel der Prophezeihung). Unterhalb vier, am Kopf herabhängende Flechtbänder. Oberhalb der Augenbrauen mit jeweils drei Skarifikationsnarben. Halsabschluss mit Reliefwulst.
Provenienz: Sammlung Alfons
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H. 37 cm.
852 Gedenkkopf eines Köngis. Benin. Wohl 1. Viertel 20. Jh.
Bronze (Kupferlegierung), Wachsausschmelzverfahren, grünschwarz patiniert. Innenseitig Verschraubung von Eisenpupillen im Guss nachgebildet. Darstellung eines Kopfes mit einem Kragen von Kropfperlen. Auf dem Kopf eine Kappe aus Perlgeflecht. C-förmig modellierte Ohren, die Augenbrauen mit je drei reliefierten Skarifikationsnarben. Scheitelpunkt mit stoßzahnförmigen, figürlich und stilisiert reliefiertem Aufsatz.
Provenienz: Sammlung Alfons Garn (1926 Dresden – 2005 Dresden), wohl vormals Sammlung Paul Garn (1885 – 1959).
Kopf mit Löchern, Oberfläche partiell oxidiert mit Ablagerungsspuren und mit Materialunebenheiten.
H. 32,9 cm.
853 Dan-Maske. Wohl nördliche Dan, Untergruppe der Yakuba, Elfenbeinküste. Wohl 20. Jh.
Holz, geschnitzt und schwarzbraun geschlämmt, Aluminium. Aus einem Stammholz gefertigt, verso hohl gearbeitet sowie die schmale Augenpartie durchbrochen gearbeitet. Der Randbereich der Maske umlaufend mit mehreren gebohrten Löchern versehen. Vier an der Oberlippe applizierte Aluminiumplättchen in Form von Schneidezähnen. Verso eine Aluminiumöse zur Wandaufhängung.
Provenienz: Bremische Privatsammlung.
Leichte Bestoßungen mit Verlust der Farbfassung im li. und o. Bereich sowie verso am Randbereich der Maske. Verso Klebstoffreste eines früheren Etiketts. Am re. Rand vereinzelte Spuren eines inaktiven Schädlingsbefalls.
H. 31 cm, B. 22,5 cm, T. 10 cm.
854 Weibliche Bateba-Figur. Wohl Lobi, Burkina Faso. 1965.
Holz, geschnitzt und dunkelbraun geschlämmt sowie partiell rötlich gehöht. Weibliche Figur mit längs ausgerichteter Kopfbedeckung.
Provenienz: Bremische Privatsammlung, erworben 1965 in Brazzaville, Kongo.
Patina partiell leicht berieben. Zwei kleine, punktuelle Bestoßungen an der Rückseite des rechten Armes.
H. 34 cm.
855 Stammvogel der Senufo "porgaga". Elfenbeinküste. Wohl Anfang 20. Jh.– 1960.
Holz, geschnitzt, weißgrau geschlämmt, mit rotbraunen Tupfen. Aus einem Stammholz gearbeitet.
Provenienz: Bremische Privatsammlung, erworben Mitte 1960er Jahre im Kunsthandel Bremen.
Der heilige Stammvogel der Senufo, "porgaga" genannt, gilt als Träger der Seelen ins Jenseits und wird mit variierenden Charakteristiken eines Ibis, Pelikans, Storches oder Hahns wiedergegeben. Typisch ist die weißgraue, mit rotbraunen Tupfen versehene Fassung, der zur Leibesmitte gebogene Schnabel und der hoch aufgerichtete Körper.
Farbschichten zum Teil leicht berieben. Trocknungsriss im re. Bauchbereich. Fehlstelle (ca. 3 cm) im Bereich des u. Schnabels. Zwei punktuelle Bestoßungen am li. Knie. Die Rückseite mit Spuren eines inaktiven Schädlingsbefalls.
H. 81 cm, B. 31 cm, T. 26 cm.
856 Fruchtbarkeitsidol. Wohl Ashanti oder Akuaba, Ghana. Wohl 20. Jh.
Holz, geschnitzt und dunkelbraun geschlämmt. Weiblicher Rumpf mit flach geschnitztem Kopf.
Provenienz: Bremische Privatsammlung.
Oberfläche partiell leicht berieben. Kleine Fehlstelle im unteren Bereich des Standfußes.
H. 29,5 cm.
857 Figürlicher Pfeifenkopf. Wohl Bamum oder Bamileke, Kamerun. 20. Jh.
Ton, hellbrauner Scherben, schwarzbraun geschlämmt. Figurale Darstellung mit Kopfbedeckung, an einem Stamm lehnend.
Provenienz: Bremische Privatsammlung.
Vereinzelte Verluste der Farbschicht.
H. 20 cm.
858 Tanzmaske Büffel. Wohl Bamileke, Kamerun. Wohl 1950er Jahre– 1962.
Holz, geschnitzt, kerbgeschnitzt und geflammt. Aus einem Stammholz gefertigt, verso partiell hohl gearbeitet.
Provenienz: Bremische Privatsammlung, erworben 1962 in Kamerun.
Verso zwei Trocknungsrisse mit Spaltbildung sowie weitere, vereinzelte Trocknungsrisse. Im rechten, hinteren Bereich des Büffelkopfes einige wenige Spuren eines inaktiven Schädlingsbefalls.
H. 65,5 cm, B. 28,5 cm, T. 20,5 cm.
859 Tanzmaske Elefant. Wohl Bamileke, Kamerun. Wohl 1950er Jahre– 1962.
Holz, geschnitzt und dunkelbraun geschlämmt, die Augen mit heller Kreide umrahmt. Aus einem Stammholz gefertigt, verso partiell hohl gearbeitet.
Provenienz: Bremische Privatsammlung, erworben 1962 in Duala, Kamerun.
Vereinzelte Gebrauchsspuren, partielle, kleine Bestoßungen, im Gesamtbild jedoch unauffällig. Vereinzelte, kleine Trocknungsrisse. Verso am rechten Ohr Spuren eines inaktiven Schädlingsbefalls.
H. 78 cm, B. 31 cm, T. 15 cm.
860 Tanzmaske. Wohl Bamileke, Kamerun. Wohl 1950er Jahre – 1962.
Holz, geschnitzt und mittel- und dunkelbraun geschlämmt sowie partiell weiß gehöht. Augen-, Nasen-, Mund- und Ohrenbereich durchbrochen gearbeitet. Oberer Kopfbereich mit mehreren aneinandergereihten, gebohrten Löchern.
Provenienz: Bremische Privatsammlung, erworben 1962 in Duala, Kamerun.
Bestoßung mit Riss im Kinnbereich, ebenda ein Trocknungsriss.
H. 25,5 cm, B. 22 cm, T. 11 cm.
861 Helm-Maske. Wohl Bamum, Westkamerun. Wohl Anfang 20. Jh.– 1960.
Holz, geschnitzt und vorrangig dunkelbraun geschlämmt. Bereich von Augen, Nase und Mund von der Schlämmung ausgespart. Aus einem Stammholz gefertigt, hohl gearbeitet. Männliches Bildnis mit Kugelbacken und durchbrochen gearbeitetem Helmaufsatz.
Provenienz: Bremische Privatsammlung, erworben 1960 in Duala, Kamerun.
Ein Stück des Helmes durch Trockungsrisse lose sitzend, sowie weitere vereinzelte Trocknungsrisse. Kleinere, punktuelle Fehlstellen der Oberfläche, an den Backenunterseiten bestoßen.
H. 53 cm, B. 30 cm, T. 30 cm.
862 Zwei Tanzmasken. Wohl Kpelle, Liberia. Wohl Anfang 20. Jh.– 1960.
Holz, geschnitzt, dunkel- bzw. hellbraun geschlämmt. Aus einem Stammholz gefertigt, verso hohl gearbeitet. Beide Masken im Augenbereich durchbrochen gearbeitet. Eine Maske mit vier applizierten Eisenplättchen in Form von Zähnen.
Provenienz: Bremische Privatsammlung, erworben um 1960 in Liberia, Guéré-Wobe, Guineaküste sowie im gleichen Jahr auf einem Basar in Bremen.
Die hellere Maske mit vereinzelten Eisennägeln und Spuren eines früheren Fellbesatzes sowie Spuren eines inaktiven Schädlingsbefalls in der li. Gesichtshälfte. Dunklere Maske mit kleiner Fehlstelle am Rand der Rückseite re.
H. 35 cm / H. 30 cm.
863 Wohl Makoko, König der Batéké. Wohl Massengo, Kongo. Vor 1930.
Holz, geschnitzt und geflammt. Auf einem flachen, quaderförmigen Sockel aus Speckstein montiert. Unterhalb des Sockels ein handbeschriebenes Etikett.
Provenienz: Privatbesitz Sachsen-Anhalt, in der Familie bekannt seit 1930.
Trocknungsriss im Halsbereich. Runde Kerbe am hinteren Hals. Zwei winzige Bestoßungen an der linken Wange.
H. mit Sockel: 44,5 cm.
864 Sitzende Ahnfrau. Wohl Dogon, Mali. Wohl 1950er Jahre– 1960.
Holz, geschnitzt und dunkelbraun geschlämmt. Aus einem Stamm gearbeitet. Weibliche Ritualfigur, auf einem Hocker sitzend.
Provenienz: Bremische Privatsammlung.
Farbfassung partiell leicht berieben. Vereinzelte Trocknungsrisse, ein Trocknungsriss den Sockel durchlaufend.
H. 43,5 cm.
865 Modelltür eines Schreines. Wohl Dogon, Mali. 20. Jh.
Holz, geschnitzt, rotbraun geschlämmt, Eisen. Im Hochrelief, teils nahezu vollplastisch, geschnitzte Tür aus zwei Brettern, verbunden mit Eisennägeln. Mit einem Riegelschloss und kleiner Eisenhandhabe.
Die Darstellungen weiblicher und männlicher Ahnfiguren, Schlangen, Krokodile und Schildkröten greifen die Motivik der monumentalen Türen vor Getreidespeichern auf, welche u.a. vor Missernten und Fäulnis schützen soll.
Provenienz: Bremische Privatsammlung.
Zwei Figuren mit Fehlstellen in der Mi. und u. Mi.
H. 58,5 cm, B. 41 cm, T. 5,5 cm.
866 Fruchtbarkeitsidol mit Lendenschurz. Wohl Yoruba, Nigeria. 20. Jh.
Holz, geschnitzt und dunkelbraun geschlämmt. Schwangere Figur mit Lendenschurz.
Provenienz: Bremische Privatsammlung.
Nicht standsicher. Rückseite der Füße mit kleinen Fehlstellen. Der li. Arm mit durchgehendem Trocknungsriss.
H. 36,5 cm.
867 Tanzaufsatz "Tjiwara" Antilope mit Jungtier. Wohl Bambara, Mali. Wohl Anfang 20. Jh.– 1962.
Holz, geschnitzt, kerbgeschnitzt und dunkelbraun geschlämmt. Aus einem Stammholz gefertigt, im Bereich der Beine und der Nüstern durchbrochen gearbeitet. Über einem rechteckigen, mit vier gebohrten Löchern versehenem Grundriss erhebt sich der Korpus des Muttertiers, welches auf dem Rücken sein Junges trägt.
Provenienz: Bremische Privatsammlung, erworben 1962 in Duala.
Paartanzmaske, welche mit dem männlichen Pendant u.a. bei landwirtschaftlichen Wettbewerben und
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H. 77 cm, B. 31 cm, T. 6 cm.
868 Tanzaufsatz "Tjiwara" Antilopenbock. Wohl Bambara, Mali. Wohl Anfang 20. Jh.– 1962.
Holz, geschnitzt, kerbgeschnitzt und dunkelbraun geschlämmt. Aus einem Stammholz gefertigt, im Bereich der Beine und der Nüstern durchbrochen gearbeitet. Über einem rechteckigen, mit drei gebohrten Löchern versehenem Grundriss erhebt sich der Korpus des Antilopenbockes.
Provenienz: Bremische Privatsammlung, erworben 1962 in Duala.
Paartanzmaske, welche mit dem weiblichen Pendant u.a. bei landwirtschaftlichen Wettbewerben und Feierlichkeiten zum Einsatz kommt, um begünstigenden Einfluss auf Ernteerträge und Witterungsbedingungen zu nehmen.
Re. Ohr, oberste Hörnerspitzen und ein Stück der Mähne fehlend, Nase mit Fehlstelle. Oberfläche teilweise berieben, partiell bestoßen.
H. 151 cm, B. 34 cm, T. 8 cm.
869 Hocker. Wohl Oromo, Äthiopien. Wohl 20. Jh.
Holz, geschnitzt und hellbraun geschlämmt. Aus einem Stammholz gearbeitet. Drei c-förmige geschwungene, sich nach oben verjüngende Beine, darüber eine leicht gemuldete Sitzschale.
Provenienz: Bremische Privatsammlung.
Leichte Gebrauchsspuren, vereinzelte Bestoßungen. Kreisförmige, dunkle Verfärbung im Inneren der Sitzschale. Ein Trocknungsriss vom Rand der Sitzschale bis zur Mitte durchgehend, ein Bein mit einem Trocknungsriss um einen Ast, ein anderes Bein mit einem gewinkelt verlaufenden Trocknungsriss. Am gesamten Hocker weitere kleinere Trocknungsrisse.
H. 34 cm, D. 32 cm.
870 Orakelbrett. Wohl Yoruba, Nigeria. 20. Jh.
Holz, geschnitzt und dunkelbraun geschlämmt. Rechteckiges Orakelbrett, in der o. Mitte ein geschnitztes Gesicht, flankiert von einem abgesetzten, umlaufenden Bandornament. Im Zentrum der Rückseite mit kreisförmiger Ausfräsung.
Provenienz: Bremische Privatsammlung.
Geschnitztes Gesicht mit kleiner Fehlstelle im Bereich der u. Lippe. Zwei Trocknungsrisse am li. Rand. Eine helle, strichförmige, nach u. verlaufende Verfärbung im Bereich der Mi. U.li. Ecke bestoßen und mit kleinem, eingeschlagenen Nagel.
H. 22 cm, Br. 34 cm, T. 2,5 cm.
871 Kommode im Stil des Rokoko. Sachsen (?). 2. H. 20. Jh.
Nadelholz, Nussbaum furniert, lackiert. Schubkorpi Eiche, Buche und Nadelholz, Messing. Querrechteckiger, zweischübiger Korpus mit geschweifter Front über geschwungenen Vierkantbeinen. Die Platte leicht auskragend und mit abgerundeter Kante. Schubladen je mit zwei Messinghandhaben sowie einem Schlüsselschild in Rocaillenornamentik. Mit Schlüssel.
Mit Gebrauchsspuren. Das Furnier mit vereinzelten Trocknungsrissen, stärker ausgeprägt an der vorderen Plattenkante. Die Platte mit partiellen Druckstellen und Kratzern. Der vordere linke Fuß mit Fehlstelle. Die Böden der Schübe mit Trocknungsschwund, damit einhergehende Spaltbildung zwischen Böden und Schubfronten.
H. 79 cm, B. 91 cm, T. 51 cm.
872 Biedermeier-Halbschrank. Mitteldeutsch (?). Um 1830/1840.
Nadelholz, Nussbaum (?) furniert und lackiert. Hochreckteckiger Korpus mit konkav eingeschwungener Front über vier konischen, vorderseits leicht geschweiften Vierkantfüßen. Darüber ein leicht auskragender Schub mit Messingknauf. Eingerichte mit zwei Fächern, das untere mit einem weiteren, eingezogenen Zwischenfach. Mit Schlüssel.
Deckplatte neu furniert. Vereinzelte kleinere Trocknungsrisse im Furnier, durchgehende Trocknungsrisse an der Tür, der re. Seite sowie der o. Fläche. Tür leicht verzogen. Der Boden des Schubes mit Trocknungsschwund, daher Spaltbildung zwischen Boden und Schubfront. Über dem Griff des Schubes ein kleines Astloch. Untere Furnierleisten der li. und re. Seite leicht gelöst. Rückwand mit einem vertikalen, durchgehenden Riss.
H. 84 cm, B. 64 cm, T. 44 cm.
873 Biedermeier-Schreibschrank. Mitteldeutsch, wohl Dessau. Um 1830/1840.
Nadelholz, Birke furniert und rötlichbraun gebeizt. Hochrechteckiger Korpus auf gedrückten Kugelfüßen. Das Unterteil mit zwei Schüben, darüber die Schreibklappe. Eingerichte mit zentraler Tür, flankiert von zwei Nischen. Darunter jeweils ein Schub, darüber ein Blendschub. Kopfschublade als Blendschub ausgeführt. Mehrfach gestuftes, verkröpftes Kranzgesims. Rückseitig mit einem Etikett, darauf ortsbezeichnet "(…) Dessau, nach Dresden" sowie eine weitere, teils unleserliche Bezeichnung in schwarzer Farbe auf Holz "Dessau No. 13". Mit drei Schlüsseln.
Unrestaurierter Zustand, zum Teil Furnierverluste. Kugelfüße ergänzt. Deckplatte verwölbt.
H. 149 cm, B. 93 cm, T. 47 cm, T. ausgeklappt 93 cm.
874 Paar Salonstühle im Stil des Empires. Spätes 19. Jh. / frühes 20. Jh.
Holz, Nussbaum (?) furniert und lackiert. Gebogene Seitenrahmenkonstruktionen mit geschwungenen, konischen Vierkantbeinen, die Lehne am oberen Abschluss leicht zurückschwingend. Feine Zierbeschläge aus Messing in Blüten-, Blatt- sowie Rosettenornamentik akzentuieren die oberen Leisten der Lehnen sowie die Schauseiten der Vierkantbeine auf Höhe der Sitzfläche. Polsterung aus Rosshaar oder Seegras mit Gurtung. Stoffbezug aus fein geripptem Samt / Cord. Die Lehnenpolsterung mit umlaufenden, dunkelblauen Posamenten.
Vereinzelte Kratzspuren und punktuelle Bestoßungen. Teils leicht geöffnete Fugen. Stoffbezug deutlich verblichen.
H. 95 cm, Sitzhöhe 45 cm, B. 48 cm, T. 44 cm.
875 Sitzbank und Armlehnstuhl im Stil des Empires. Spätes 19. Jh. / frühes 20. Jh.
Holz, Nussbaum (?) furniert und lackiert. Gebogene Seitenrahmenkonstruktionen mit geschwungenen, konischen Vierkantbeinen. Feine Zierbeschläge aus Messing in Blüten-, Blatt- sowie Rosettenornamentik akzentuieren die oberen Leisten der Lehnen sowie die Schauseiten der Vierkantbeine auf Höhe der Sitzfläche. Über den vorderen Vierkantbeinen je eine kleine, vollplastische Säule. Polsterung aus Rosshaar oder Seegras mit Sprungfedern und Gurtung. Stoffbezug aus fein geripptem Samt / Cord. Die
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Sitzbank H. 98 cm, Sitzhöhe 45 cm, B. 143 cm, T. 61,5 cm, Armlehnstuhl H. 96 cm, Sitzhöhe 44 cm, B. 65 cm, T. 63 cm.
876 Salontisch im Stil des Empire. Spätes 19. Jh. / frühes 20. Jh.
Holz, Nussbaum (?) furniert und lackiert. Runde Tischplatte über einer schmalen Trommelzarge. Vier säulenförmige Beine auf einer dreipassigen Bodenplatte mit ausgestellten Vierkantfüßen. Die Zarge über den Beinen mit Rechteckverkröpfungen mit Messingrosetten, die zwischenliegenden Felder mit feinen Blüten- und Blatt-Messingbeschlägen.
Leichte Gebrauchsspuren, mehrere Kratzer auf der Tischplatte sowie den Beinen. Rand der Tischplatte geblichen. Vereinzelte Druckstellen. Die Tischplatte unterseits mit einigen wenigen Spuren eines inaktiven Schädlingsbefalls.
H. 75 cm, D. 89 cm.
877 Neo-Empire-Spiegel. Deutsch. 3. Viertel 19. Jh.
Holz, Mahagoni (?) und Maserbirke (?) furniert, lackiert, Messing. Hochrechteckiger, dreiteiliger Aufbau. Kopfteil mit vertieftem Rechteckfeld und einem wiederum vertieften Bogenfeld, mehrfach gestuftes Kranzgesims mit abschließender, ebonisierter Giebelbekrönung. Das Unterteil mit vertieftem Rechteckfeld. Dort sowie im o. Bogenfeld mit applizierten Messingbeschlägen in Form von Grotesken unten sowie Sphingen und Flakon oben. Spiegelglas mit Facettenschliff. Verso mit einem Besitzeretikett.
Leicht geöffnete Fugen. Rechteckige Felder unter- und oberhalb des Spiegels verwölbt, das u. mit Trocknungsrissen sowie partiellen Fehlstellen u.li. Zwei Fehlstellen an den beiden o. re. Simsen. Furnier an den u. Ecken bestoßen. U.li. Ecke des u. Rechteckfeldes mit Spuren eines inaktiven Schädlingsbefalls mit partiellem Furnierverlust. Spiegelglas mit Sprung o.li.
H. 158 cm, B. 65 cm, T. 4 cm.
878 Seltenes Paar säulenförmige Postamente. Italien. 1. H. 20. Jh.
Serpentinit, Stahl. Dreiteiliger Aufbau mit Zapfenverbindung. Oktogonale Basis mit glattem Schaft über vasenförmigem Stand mit abschließendem Wulst. Kurzes, bikonkav eingewölbtes Kapitell mit runder Deckplatte, die Kanten profiliert. Die Einzelteile jeweils gemeißelt nummeriert "3" sowie "4".
Auf der Oberseite nur die Randbereiche poliert und mit leichten Gebrauchsspuren. Oberseiten jeweils mit herstellungsbedingter Zapfenöffnung. Kapitell und Basis mit kleineren Bestoßungen und Kratzspuren, im Gesamtbild unauffällig. Ein Schaft an der Verbindung zur Basis mit Materialverlust (4 x 8 cm).
H. 113 cm, H. 112,7 cm.
879 Armlehnstuhl in der Art der Werkbund-Möbel. Deutsch. Um 1910– 1920.
Eiche, mit Resten einer früheren, schwarzbraunen Beize, Holznägel. Hochrechteckige Lehne mit leicht gebogtem Lehnbrett, trapezförmige Sitzfläche. Die Armlehnen jeweils mit drei kurzen, vertikalen Lattenverstrebungen. Gerade Vierkantbeine. Lehne und Sitzfläche mit Wiener Geflecht.
Leichte Gebrauchsspuren, im Bereich der Armlehnen Kratzer und Druckstellen. Geflecht nachträglich ergänzt, die Rückenlehne umlaufend mit Spuren einer früheren Bespannung / Polsterung,
H. 107 cm, Sitzhöhe 40 cm, B. 60 cm, T. 66 cm.
880 Art déco-Clubsessel. Wohl deutsch oder tschechisch. Wohl um 1930.
Bugholz, Buche, Nussbaum, lackiert. Dreibeiniges Rahmengestell. Die Vorderbeine in Arm- und Rückenlehne übergehend, das hintere Bein als Lehnenbrett in die Rückenlehne einlaufend. Seitenwangen und Rückenlehnen mit Wiener Geflecht. Lose eingelegte, nahezu halbrunde, gepolsterte Sitzflächen, Rosshaar- oder Seegraspolsterung mit Sprungfedern und Gurtung, dunkelblauer Tweedbezug. Lose Rückenkissen mit Knopfheftung.
Polsterung fachmännisch erneuert. Die Armlehnen sowie die Rückenleiste im Bereich der Polsterung mit matter Oberfläche. Teils leicht geöffnete Fugen. Eine Rückenleiste mit zwei Trocknungsrissen, die andere mit kleinen Wasserflecken.
H. 70 cm, Sitzhöhe 39 cm, B. 64 cm, T. 66 cm.
881 Art déco-Vitrinenschrank. 1920er/1930er Jahre.
Nadelholz, Kirsch- und Nussbaum (?) furniert und lackiert, farbloses Glas, Messing. Hochrechteckiger, dreiseitig verglaster, zweitüriger Korpus mit konkaver, vertikaler Mittelleiste über geschweift gesägten Füßen, die hinteren als Klotzfüße ausgeführt. Darüber ein einschwingendes Zwischenelement mit Hohlkehle. Eingerichte mit drei Glas- und einem Holzboden. Verglasung mit Facettenschliff. Verso mit dem Besitzeretikett. Mit Schlüssel.
Leichte Gebrauchsspuren. Der hölzerne Einlegeboden leicht gewölbt und mit Trocknungsriss. Lack krakeliert.
H. 175 cm, B. 120 cm, T. 38 cm.
882 Hocker "Modell I". Robert Wagner für ROWAC, Chemnitz. Um 1910– 1930.
Stahl, dunkelgrau lackiert, Eiche, dreiteilig verleimt, dunkelbraun gebeizt. Dreibeiniges Gestell, genietet, auf runden Füßen darüber die runde, leicht gemuldete Sitzfläche, bestehend aus zwei mit Feder und Nut verbundenen Brettern. Beine mit Prägemarken "ROWAC", Sitzfläche unterseits mit der originalen, genagelten Blechmarke.
Fuge der Sitzfläche neu verleimt. Sitzfläche mit stärkeren Gebrauchsspuren und Trocknungsriss. Stahlgestell stärker patiniert.
H. 50 cm, B. 41 cm, T. 41 cm.
883 Hocker "Modell I". Robert Wagner für ROWAC, Chemnitz. 1930– 1946.
Stahl, dunkelgrau lackiert, mehrschichtiges Sperrholz, in Eiche furniert, mittelbraun gebeizt. Dreibeiniges, genietetes Gestell mit halbrunden Füßen,darüber die runde, leicht gemuldete Sitzfläche. Beine mit Prägemarken "ROWAC", Sitzfläche unterseits mit Besitzeretikett aus Papier sowie mit Blei bezeichnet.
Sitzfläche mit Gebrauchsspuren, Stahlgestell stärker patiniert.
H. 50 cm, B. 38 cm, T. 38 cm.
884 Drei Stühle "SM 400 K". Gerd Lange für Drabert, Minden. 1978/1987.
Gerd Lange 1931 Wuppertal
Stahl, Polyamid, Textil. Sitzschale aus Polyamid mit gemuldetem Übergang von der Rückenlehne zum Sitz über einem Stahlrohr-Kufengestell. Sitz- und Lehnenflächen mit montierter Postlerung. Zwei Modelle aus dem Jahr 1978, ein Modell aus dem Jahr 1987.
Entwurfsjahr: 1967–1968.
Lit.: Hablützel; Alfred: Gerd Lange Design. Im Blickwinkel der seriellen Produktion 1962 – 2007, Berlin, 2014, S. 22 ff., mit Abb.
Lange entwickelte mit dem "SM 400 K" eine patentierte
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H. 78 cm, Sitzhöhe 46 cm, B. 44 cm, T. 92 cm.
885 Berliner Leiste. Wohl 19. Jh.
Holz, weiße Grundierung, Blattsilberauflage, Goldlack-Überzug. Sichtleiste bestehend aus einem schmalen Karnies, darauf folgend eine etwas breitere, ansteigende Kehle und ein abschließendes Karnies. Leisten auf Gehrung geschnitten.
Die u. Ecken leicht bestoßen, Oberfläche minimal oxidiert, teils berieben.
67,5 x 50,3 x 2,5 cm. Falz 61,3 x 44 cm.
886 Grafikleiste mit Blattsilberauflage. 19. Jh.
Holz, weiße Grundierung, wohl schwarzes Poliment, Blattsilberauflage, Goldlack-Überzüge, Seitenflächen lasierend hellbraun gestrichen. Schmales, ansteigendes Karnies mit Glanzversilberung und hellem Goldlacküberzug, darauf folgend eine breite Platte mit mattem, gelblicherem Überzug über der Versilberung. Abschließend eine nach außen absteigende schmale Hohlkehle, ebenfalls mit Glanzversilberung, dem Innenprofil entsprechend. Mit eingelegter Verglasung.
Partiell Oxidationsflecken. Außenkanten mit Abrieb der Fassung, stellenweise grundierungssichtig sowie Fehlstellen an den Ecken. Farbfassung an den Außenkanten berieben.
82 x 60,2 cm x 2 cm, Falz 75,5 x 53,5 cm.
891 Schlitzkelim. Anatolien. Um 1900.
Wolle auf Wolle. Flachgewebe. Roter Grund mit zwei zentralen Rhomben, sowie einer kleineren Rhombe mit farblichen Abstufungen in Blau, Beige und Brauntönen. Symmetrische Randbereiche teilweise in einander übergreifend, mit geometrischer und vegetabiler Bandmusterung und in Rot, Beige und Brauntönen. An einer Kante kurze Fransen.
Eine Ecke mit neu ergänztem Stück (10 x 14 cm). Fransen unregelmäßig und gekürzt. Vereinzelte Fraßspuren mit Materialverlust der Schussfäden.
72 x 127 cm.
892 Tasche mit innenliegendem Kissen. Gotschan, Persien. Um 1900.
Wolle auf Wolle, Kurzflor. Quadratisches Zentralfeld mit rotbraunem Grund und zentralem, geometrischem Medaillon sowie Eckornamenten. Die umlaufende, fünfreihige Bordüre mit Blütenornament, geometrisierendem Ornament und Mäander. Unterseits sowie am o. und u. Rand aus Flachgewebe. Eine Seite mit ineinander verschlungenen, braunen Schlaufen verschlossen.
Mit Gebrauchsspuren. Partiell ausgebessert.
50 x 54 cm.
893 Fragment eines Beschirs (Baschir). Turkmenistan. Um 1900.
Wolle auf Wolle, Kurzflor. Regelmäßige Zackenbänder in Blau und Weiß, die rautenförmigen Zwischenfelder mit geometrischen Ornamenten in Gelb, Beige und Blau auf rotem Grund. Die Längsseiten original erhalten, die kurzen Seiten beschnitten und mit brauner Wolle von Hand versäumt. Beide Längsseiten mit Flachgewebe, eine Längsseite mit kurzen, hellbraunen Fransen.
Fransen teils leicht verkürzt. Flor partiell abgelaufen.
95 x 145 cm.
894 Gendje (Ganja) mit Boteh-Motiven. Kaukasus. 1900.
Wolle auf Wolle. Kurzflor. Zentralfeld mit Boteh-Motiven, flankiert von zwei Rhomben, auf braunem und dunkelblauen Grund, die Zwischenfelder mit kleineren, geometrischen Symbolen. Die umlaufende, fünfreihige Bordüre mit stilisierten Rosetten. An den kürzeren Rändern mit Flachgewebe. Mit kurzen Fransen in hellem Braun.
Am oberen Rand des Innenfeldes in Rot in Arabisch und Latein datiert "1900".
Fransen partiell verkürzt. Flor partiell etwas abgelaufen.
113 x 214 cm.
895 Tschowal. Wohl Tekke oder Suleiman. Wohl Turkmenistan. Um 1910.
Wolle auf Wolle, Kurzflor. Rechteckiges Zentralfeld mit geometrischen Mustern und insgesamt 10 paarweise angeordneten Göls, wohl der Tekke oder Suleimans. Siebenreihige Bordüre mit geometrischen Mustern. Gedeckte Farbgebung in Braun-, Schwarz-, Dunkelblau- und Rot. Am li. und re. Rand mit Flachgewebe sowie an der li. Seite je einer geknüpften Schlaufe. Das o. und u. Ende mit kurzen hellbeigen Fransen.
Leichte Gebrauchsspuren. Kleine Reparatur im Bereich einer li. Ecke. Fransen partiell etwas verkürzt.
38 x 120 cm.
896 Teppich. Karadja. Um 1930.
Wolle auf Wolle. Kurzflorgewebe. Zentralfeld mit rotem Fond und beigem, blütenförmigen Mittelmedaillon sowie Eckkartuschen. Flächige, vegetabile Musterung. Die umlaufende Hauptbordüre mit Blütenmotiven auf beigem Fond, umgeben von drei schmalen Dreiecksbordüren. Kurze Fransen in hellem Wollweiß.
Flor in einem Eckbereich mit partiellen Fraßspuren. Wenige, kleine Flecken, im Gesamtbild unauffällig.
65 x 110 cm.
897 Kelim. Schiras, Persien. 20. Jh.
Wolle auf Wolle, Flachgewebe. Sandfarbener Fond. Dezente Bordüre mittels roter Linierungen angedeutet, die Bordüre zentral mit Göl-Motiven in Rottönen. Flache Kante, Fransen in Wollweiß.
Form etwas verzogen.
242 x 165 cm.
898 Großer Sarugh. Persien. 20. Jh.
Wolle auf Wolle, Kurzflor. Bedecktes Innenfeld mit stilisiertem Floraldekor auf beigefarbenem Fond. Zentral ein großes Medaillon. Das Innenfeld des Medaillons sowie die Eckpartien mit einem stilisierten Floraldekor. Umlaufende, dreireihige Bordüre. Die Hauptbordüre mit einem stilisierten Floraldekor auf rotem Grund. Farbgebung in Wollweiß, Blau, intensivem Rot, hellbraun, Konturen in Schwarz. Flache Kante, kurze Fransen in Wollweiß.
Etwas fleckig.
300 x 188 cm.
Wolle auf Wolle, Kurzflor. Rostrot changierender Fond mit einem vierreihig angeordneten Landschafts- und Baumdekor. Verstärkte Kante, kurze Fransen.
Farben minimal ausgeblutet, Fransen etwas ins Rosa verfärbt.
193 x 149 cm.
900 Kelim. Schiras, Persien. Neuzeitlich.
Wolle auf Wolle, Flachgewebe in Sumakh-Technik. Lachsfarbener Fond mit einer umlaufenden gelben, linierten Bordüre mit Ak Gaz Motiven. Fransen in Wollweiß.
Vereinzelt mit kleineren Verschmutzungen.
168 x 242 cm.
901 Afscharen-Teppich. Sirjan, Persien. Neuzeitlich.
Baumwolle auf Baumwolle. Zentralfeld mit drei aneinander gereihte Rauten. Die Innenfelder mit weiteren achsial arrangierten Medaillons. Die vier umlaufenden Bordüren mit geometrischen Mustern und Rosetten. Farbgebung vorranging in Mittelblau und Rot mit wollweißen, orangegelben und dunkelblauen Akzenten. Kurze Fransen in Wollweiß.
240 x 165 cm.