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| AUKTION 30 | 03. Dezember 2011 |
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Wilhelm Rudolph
1889 Hilbersdorf b. Chemnitz – 1982 Dresden
Maler, Holzschneider, Grafiker und Zeichner. 1906 Lithografenlehre. 1908–14 an der Dresdner Akademie Meisterschüler von Robert Sterl und Carl Bantzer. Im Ersten Welrkrieg Infanterist an der Westfront. 1919–32 freischaffend in Dresden. Entwicklung vom Spätimpressionismus, über den Expressionismus, zur Neuen Sachlichkeit. 1923–25 Mitglied der KPD. Vorstand der Künstlervereinigung Dresden. Ausstellungen u. a. bei den Dresdner Galerien Emil Richter (1924) und Fides (1931). 1931–32 Mitglied der NSDAP. 1932 Berufung zum Professor. 1933 Eintritt in die SA, dennoch im Dresdner Ableger der Ausstellung "Entartete Kunst" geschmäht. Entfernung seiner Werke aus den deutschen Museen ab 1937. 1939 Entlassung aus der Professur. Ausbombung bei den Luftangriffen auf Dresden 1945. 1946–49 Professor für Malerei und Graphik an der Akademie der Bildenden Künste Dresden. Nach der erzwungenen Entlassung freischaffend tätig als unbequemer Außenseiter mit zahlreichen Ausstellungen im Ausland.
326 Wilhelm Rudolph, Stehender männlicher und sitzender weiblicher Akt. Ohne Jahr.
Wilhelm Rudolph 1889 Hilbersdorf b. Chemnitz – 1982 Dresden
Kohlestiftzeichnung über Graphit, laviert. In Blei signiert u.re. "Rudolph". Verso mit Federzeichnung in Tusche eines auf einer Treppe sitzenden Mannes mit Stock.
Ecke u.li. mit unscheinbarer Knickspur; unscheinbare Drucklinie in Darstellungsmitte. Reißzwecklöchlein.
35 x 24,5 cm.
327 Wilhelm Rudolph "Aus". Ohne Jahr.
Wilhelm Rudolph 1889 Hilbersdorf b. Chemnitz – 1982 Dresden
Holzschnitt. In Tusche signiert "Wilhelm Rudolph" u.re., betitelt u.Mi. und bezeichnet "Handdruck" u.li.
Blatt mit unscheinbarem Wasserrand u.li. und leichter Knickspur u.re.
Vgl. Wilhelm Rudolph, Dresden 45 - Holzschnitte Zeichnungen, Leipzig 1983, S. 64 mit Abb.
Darst. 31,6 x 25,5 cm, 50 x 37,4 cm.
328 Wilhelm Rudolph "Schlafende in Landschaft". 1960er Jahre.
Wilhelm Rudolph 1889 Hilbersdorf b. Chemnitz – 1982 Dresden
Holzschnitt. U.re. in Blei signiert "W. Rudolph", verso von fremder Hand bezeichnet.
Unterer Randbereich leicht stockfleckig.
Vgl.: Schmidt, Martin: Wilhelm Rudolph in Licht und Dunkelheit, Dresden 2003, S. 150/51, Abb. 137.
Stk. 35 x 45,5 cm, Bl. 41,8 x 60,2 cm.
329 Wilhelm Rudolph "Auf der Landstraße". 1943.
Wilhelm Rudolph 1889 Hilbersdorf b. Chemnitz – 1982 Dresden
Holzschnitt. In Tusche signiert "Wilhelm Rudolph" u.re. Verso mit dem Stempel "Handdruck: B. Koban" versehen. Dieser zusätzlich in Blei signiert "B.Koban", datiert "1985" und bezeichnet "Erster Abzug" u.Mi.
Vgl.: Wilhelm Rudolph. Holzschnitte aus zwei Jahrzehnten. Dresden. 1958. S.73 mit Abb.
Stk. 18 x 44,9 cm, Bl. 44,4 x 63,5 cm.
330 Wilhelm Rudolph, Landschaft mit Haus. Nach 1945.
Wilhelm Rudolph 1889 Hilbersdorf b. Chemnitz – 1982 Dresden
Holzschnitt. U.re. in Blei signiert "Wilhelm Rudolf", u.li. bezeichnet "Handdruck". Hinter Glas gerahmt. Blatt etwas lichtrandig, Randbereiche leicht angeschmutzt. Mi.re. mit leichter Trockenfalte. Am oberen Rand auf Untersatzpapier montiert, dort mit einigen Knickspuren.
Stk. 39,5 x 48 cm, Bl. 41,6 x 57,5 cm, Ra. 62,5 x 73,5 cm.