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| AUKTION 69 | 18. September 2021 |
Auktion 69
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802 Deckelvase / Balustervase (Sog. Knoblauchvase). Delft. Wohl 19. Jh.
Fayencen, cremefarbener Scherben, weiß glasiert und kobaltblau staffiert.
Deckelvase mit gebauchtem Korpus über oktogonalem Querschnitt, die vertikal gerillte Wandung mit stilisiertem, floralen Dekor, der Glockendeckel mit konisch verjüngtem Kugelknauf. Die Balustervase über oktogonalem Querschnitt, zweifach gebaucht, die Wandung ebenfalls mit stilisierten Blüten. Die Deckelvase unterseits monogrammiert "H", die Balustervase unsigniert.
Deckelvase mit krakelierter Glasur und vereinzelten offenen Lunkern sowie einem Chip am u. Standring. Balustervase mit Chips an der Mündung, restauriertem Bereich auf dem Standring (ca. 6 cm x 3 cm), dem u. Bauch (ca. 5,5 cm x 5,5 cm) sowie o. Bauch (ca. 2 cm x 2 cm) und vereinzelten Kratzspuren und kleinen, partiellen Bestoßungen.
H. 33 cm / H. 19 cm.
804 Art déco-Henkelkanne mit vier Seideln. Karl Görig für Merkelbach, Grenzhausen. 1904.
Karl Görig 1851 Wiesbaden – 1925 Darmstadt
Feinsteinzeug, hellgrauer Scherben, grün glasiert und blau staffiert, Zinn. Die Wandungen mit umlaufendem Art déco-Flachrelief, die Tiefen in Blau staffiert, jeweils mit Zinndeckelmontierung mit Daumenrast. Die Kanne (2 Liter Fassungsvermögen) unterseits sowie am u. Henkelansatz mit der geprägten Modellnummer "1859", die Seidel (0,3 L Fassungsvermögen) unterseits mit der geprägten Modellnummer "1860".
Erlebach, Jürgen / Schimanski, Jürgen: Westerwälder Steinzeug. Die Neue Ära.
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Kanne H. 36 cm / Seidel H. 14 cm.
805 Henkelkanne. Paul Wynand für Reinhold Merkelbach, Grenzhausen. 1925– 1945.
Paul Wynand 1879 Elberfeld – 1956 Berlin
Steinzeug, hellgrauer Scherben, braun engobiert, "kölnischbraun" salzlasiert. Wandung mit umlaufendem, geometrischen Dekor aus Kreisen mit reliefiertem Perlband und zwischengesetzten reliefierten Kreuzen sowie einer Zinndeckelmontierung mit Daumenrast. Unterseits mit der Manufakturmarke "Reinhold Merkelbach Grenzhausen" sowie der geprägten Modellnummer "2179".
Entwurfsjahr: um 1910.
Erlebach, Jürgen / Schimanski, Jürgen: Westerwälder Steinzeug. Die Neue Ära. 1900–1930. Jugendstil und Werkbund, Düsseldorf 1987, S. 102, Nr. 235, Marke 22.
Zinndeckel mit drei kleinen Kratzspuren.
H. 26,5 cm.
811 Sitzende mit Spiegel. Astrid Dannegger (zugeschr.). 1970er Jahre.
Astrid Dannegger 1940 Müllrose bei Frankfurt Oder
Ton, rotbrauner Scherben, partiell in grünbrauner und hellbrauner Engobe gefasst und geritzt. Unsigniert.
Vgl. in der Ausführung:
Kulturförderverein Schaddelmühle e.V., Frank Brinkmann: Vom Kollegium Bildender Künstler zum Künstlerhaus Schaddelmühle. 1974–2014. Geschichte einer Vision, Leipzig 2014, S. 43, mit Abb.
H. 41 cm.
812 Sitzender, weiblicher Halbakt. Astrid Dannegger (zugeschr.). Um 1977.
Astrid Dannegger 1940 Müllrose bei Frankfurt Oder
Ton, rotbrauner Scherben, partiell in dunkelbrauner Engobe gefasst und geritzt. Unsigniert.
Vgl. in der Ausführung:
Kulturförderverein Schaddelmühle e.V., Frank Brinkmann: Vom Kollegium Bildender Künstler zum Künstlerhaus Schaddelmühle. 1974–2014. Geschichte einer Vision, Leipzig 2014, S. 43, mit Abb.
Zwei kleine Zehen des re. Fußes fehlend.
H. 34 cm.
813 Liegender, weiblicher Akt im Sessel. Astrid Dannegger. 1970er Jahre.
Astrid Dannegger 1940 Müllrose bei Frankfurt Oder
Porzellan, glasiert und sparsam in grüner Aufglasurfarbe staffiert. Unterseits mit rotem Faserstift signiert "Dan".
Der re. Fuß restauriert. Vereinzelte kleinere Brandrisse, im Gesamtbild jedoch unauffällig.
H. 17,5 cm, B. 28 cm, T. 16 cm.
814 Katze. Astrid Dannegger (zugeschr.). Um 1980.
Astrid Dannegger 1940 Müllrose bei Frankfurt Oder
Porzellan, glasiert und geritzt, Zunge und Augen staffiert. Unsigniert.
Vgl. die nahezu motividentischen Ausführungen: Staatlicher Kunsthandel der DDR: Studio-Galerie, PGH Volkskunst an der Ostsee, Ausstellungsheft 9.-30.12.1980, unpaginiert, mit Abb.
H. 25 cm.
815 König. Regina Junge (zugeschr.). Anfang 1970er Jahre.
Regina Junge 1939 Großbothen
Porzellan, glasiert und in polychromen Aufglasurfarben staffiert, partiell goldstaffiert. Unsigniert.
Am Standring kleine Brandrisse. Chip an der Krone sowie an einem Finger.
H. 24 cm.
816 Mädchen mit Kopfschmuck. Regina Junge (zugeschr.). 1970er Jahre.
Regina Junge 1939 Großbothen
Porzellan, glasiert. Figur mit dünn gewalzten, drapierten Porzellanauflagen. Unsigniert.
Am Standring ein kleiner Brandriss, die Porzellanauflagen mit kleinen Brandrissen und einem winzigen Chip wenigen, winzigen Chips am oberen Abschluss.
H. 14 cm.
817 Mädchen mit Collie. Regina Junge (zugeschr.). Wohl 1970er Jahre.
Regina Junge 1939 Großbothen
Porzellan, glasiert und in brauner Aufglasurfarbe staffiert. Unsigniert.
H. 8 cm.
818 Dame im langen Kleid mit Hut. Regina Junge. Wohl 1970er Jahre.
Regina Junge 1939 Großbothen
Porzellan, glasiert und sparsam in grauer Aufglasurfarbe staffiert. Unterseits geritzt ligiert monogrammiert "JR".
H. 27 cm.
819 Drei Vasen / Schale / Kerzenständer. Regina Junge. Wohl 1970er Jahre.
Regina Junge 1939 Großbothen
Porzellan, glasiert, die Mündungsränder sowie der Kerzenständer mit Goldfäden, zwei Vasen partiell mit Goldfarbe staffiert. Die Schale mit floralem, aufgelegtem Blattrelief. Der Kerzenständer unterseits geritzt ligiert monogrammiert "JR", die anderen Objekte unsigniert. Die Schale unterseits geritzt nummeriert "5323".
Zwei Vasen mit kleinen Brandrissen, eine Vase mit größerem, jedoch innenseitigem Brandriss, sowie vereinzelte Spuren von Ascheflug. Die Schale mit stärkerem, punktuellen Ascheflug.
H. 17,5 cm / H. 9 cm / H. 11 cm, D. 15 cm.
820 Vier kleine Zylindervasen. Regina Junge und Horst Skorupa. 1970er Jahre/1976.
Regina Junge 1939 Großbothen
Horst Georg Skorupa 1941 Breslau – 2004 Schaddel bei Leipzig
Porzellan, glasiert, zwei Vasen sparsam mit grüner und grauer Unter-, bzw. Aufglasurfarbe staffiert, drei Vasen partiell mit applizierten Porzellanblüten und Porzellanröhrchen versehen. Eine Vase aus Biskuitporzellan unterseits geritzt ligiert monogrammiert "JR", die glattwandige Vase mit einzelner Applikation unterseits geritzt signiert "Horst Skorupa" und datiert, zwei Vasen unsigniert.
Vereinzelte kleine Brandrisse, im Gesamtbild jedoch unauffällig sowie wenige, winzige Spuren von Ascheflug.
H. 10,5 cm / H. 14,5 cm / H. 18,5 cm / H. 15 cm.
821 Weiblicher Torso auf einer Stele. Regina Junge. Wohl um 1977/1978.
Regina Junge 1939 Großbothen
Porzellan, glasiert und partiell in graubrauner Aufglasurfarbe gefasst. Die Stele sowie der Kopf des Torsos mit teils hauchdünn gewalzten Porzellanapplikationen versehen. Unterseits geritzt ligiert monogrammiert "JR" sowie mit schwarzem Faserstift nummeriert "25".
Vgl. in ähnlicher Ausführung: Staatlicher Kunsthandel der DDR, Studio-Galerie: Regina Junge. Porzellan. Ausstellung August bis Juni 1982, unpag.
Vereinzelte kleine Brandrisse und Lunker, im Gesamtbild jedoch unauffällig.
H. 31 cm.
822 Zwei Kerzenständer / kleiner Übertopf / Zylindervase. Regina Junge. Um 1981.
Regina Junge 1939 Großbothen
Porzellan, glasiert und partiell in blauer Unter- bzw. Aufglasurfarbe gefasst bzw. staffiert. Partiell mit plastischem Porzellandekor verziert. Unterseits jeweils geritzt monogrammiert "JR".
Vgl. in ähnlicher Ausführung: Staatlicher Kunsthandel der DDR, Studio-Galerie: Regina Junge. Porzellan. Ausstellung August bis Juni 1982, unpag.
Der Kerzenständer mit Brandriss am Stand sowie zwei Chips am o. Rand, der kleine Kerzenständer mit winzigen Brandrissen, im Gesamtbild unauffällig. Die Zylindervase mit vereinzelten Restaurierungen und Chips, bzw. Fehlstellen, im Gesamtbild unauffällig.
H. 9 cm / H. 16,5 cm / H. 19 cm / H. 7,5 cm.
823 Rumtopf. Regina Junge (zugeschr.). Wohl 1970er Jahre/1980er Jahre.
Regina Junge 1939 Großbothen
Porzellan, glasiert und in blauen Unterglasurfarben staffiert. Gebauchter Korpus und Deckel mit vier plastischen, applizierten Tulpen. Unsigniert.
Zwei Chips am u. Stand. Deckelrand bedingt verzogen.
H. 27,5 cm.
824 Baluster-Deckelvase. Horst Skorupa. 1980.
Horst Georg Skorupa 1941 Breslau – 2004 Schaddel bei Leipzig
Porzellan, glasiert. Konkav ausschwingende Wandung mit zylindrischer, runder Öffnung und flachem Deckel. Unterseits geritzt signiert "Horst Skorupa" und datiert.
Die Wandung mit punktuellen Lunkern in der Glasur.
H. 28 cm.
Horst Georg Skorupa 1941 Breslau – 2004 Schaddel bei Leipzig
Biskuitporzellan und Porzellan, partiell glasiert sowie teilweise in polychromen Farben gefasst. Die anthrazitfarbene Wandung des Übertopfes über rundem Querschnitt mit abgesetztem, weißen Rand. Die Zylindervase mit einem geritzten, männlichen Profil, die Tiefen in dunklem Grün gefasst. Der Kerzenständer in dunklem Grün und Lindgrün gefasst und mit einem umlaufenden Band aus weißen, applizierten Blüten. Übertopf und Kerzenständer unterseits signiert "Horst Skorupa", bzw. "Skorupa
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H. 11,5 cm / H. 25 cm / H. 23 cm.
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *
826 Zylindervase / Vase mit Säulendekor / Zylindervase mit Blüten. Horst Skorupa. 1976.
Horst Georg Skorupa 1941 Breslau – 2004 Schaddel bei Leipzig
Biskuitporzellan und Porzellan, partiell glasiert und teilweise in polychromen Aufglasurfarben staffiert. Eine Zylindervase hälftig in zwei Blautönen gefärbt und mit appliziertem Ornamentfries am o. Rand, die andere Zylindervase mit umlaufendem, gemalten und stilisierten Blütendekor. Eine Vase über ovalem Querschnitt, die Schauseiten mit teils plastischem Säulendekor sowie einer männlichen Büste im Halbrelief. Die ovale Vase unterseits geritzt signiert "Horst Skorupa" und datiert, die Zylindervasen unsigniert.
Vereinzelte kleine Brandrisse im plastischen Dekor der ovalen Vase, sowie am Stand der blauen Vase. Zylindervase mit Blütendekor mit kleinem Chip am o. Rand.
H. 25,5 cm / H. 26 cm / H. 24,5 cm.
827 Zwei Vierkantvasen mit männlichen und weiblichen Büsten auf Säulen. Horst Skorupa. 1978.
Horst Georg Skorupa 1941 Breslau – 2004 Schaddel bei Leipzig
Biskuitporzellan, partiell glasiert und in blauen, grünen und gelben Aufglasurfarben staffiert, geritzt. Die gegenüberliegenden Wandungen der einen Vase mit je zwei geritzten männlichen Porträtbüsten auf einer Stele, die andere Vase mit je einem weiblichen Pendant. Die Innenwandung glasiert. Unterseits jeweils geritzt signiert "Horst Skorupa" und datiert.
Vgl. in ähnlicher Ausführung: Staatliche Schlösser und Gärten Wörlitz, Oranienburg, Luisium: Horst Skorupa. Porzellan und Keramik. Ausstellung Mai bis Oktober 1980, Leipzig 1980, unpag.
H. 30 cm / H. 31 cm.
Horst Georg Skorupa 1941 Breslau – 2004 Schaddel bei Leipzig
Porzellan, glasiert, die Deckeldose aus Biskuitporzellan. Kubische Formen, die Wandungen jeweils mit figürlichem und floralem Ritzdekor, partiell in grünen und braunen Inglasur- , bzw. Aufglasurfarben staffiert. Ein Cachepot unterseits geritzt signiert "Horst Skorupa" und datiert, der andere Cachepot unsigniert. Die Deckeldose unterseits geritzt monogrammiert "IK", mit der Prägenummer "3098" und der grün gestempelten Manufakturmarke. Der weiße Cachepot mit einem kreisrunden Loch im
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Cachepots H. 11 cm / Deckeldose H. 14 cm.
829 "Faun, Zweige und Trauben tragend". Horst Skorupa. 1977.
Horst Georg Skorupa 1941 Breslau – 2004 Schaddel bei Leipzig
Ton, hellroter Scherben, Ritzdekor, partiell in grüner und brauner Engobe und Aufglasurfarbe staffiert. U.re. geritzt signiert "Horst Skorupa".
Abgebildet in: Staatliche Schlösser und Gärten Wörlitz, Oranienburg, Luisium: Horst Skorupa. Porzellan und Keramik. Ausstellung Mai bis Oktober 1980, Leipzig 1980, unpag.
Die Platte leicht gewellt. Brandriss auf der li. Seite. Vereinzelte, kleine Chips am Plattenrand, im Gesamtbild jedoch unauffällig. Verso Spuren früherer Papiertiketten.
H. 32,5 cm, B. 24,5 cm.
830 Zwei Bildplatten mit Venus und Adonis. Horst Skorupa. 1978.
Horst Georg Skorupa 1941 Breslau – 2004 Schaddel bei Leipzig
Biskuitporzellan, geritzt, partiell sparsam glasiert, die Ränder in hellem Grau gefasst. Auf der Platte die Darstellung einer Venus, bzw. eines Adonis im Akt geritzt, die Tiefen in dunklem Braun eingelassen. Jeweils u.re., bzw. u.li. geritzt signiert "Horst Skorupa" und datiert. An der o. Kante mit zwei Löchern zur Aufhängung.
Verso partiell atelierspurig.
H. 27,5 cm, B. 21,5 cm / H. 28 cm, B. 22 cm.
831 Bildplatte mit Blumenstrauß. Horst Skorupa. 1977.
Horst Georg Skorupa 1941 Breslau – 2004 Schaddel bei Leipzig
Keramik, hellroter Scherben, in dunkelgrüner Engobe und polychromen Aufglasurfarben staffiert sowie geritzt. U.Mi. geritzt signiert "H. Skorupa" und datiert. An der o. gerundeten Ecke mit einem Loch zur Aufhängung.
Winzige geöffnete Lunker aus dem Werksprozess in der Glasur.
H. 27 cm, B. 28 cm.
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *
832 Schale mit Chrysantheme. Horst Skorupa. 1977.
Horst Georg Skorupa 1941 Breslau – 2004 Schaddel bei Leipzig
Keramik, rotbrauner Scherben, in gräulicher Engobe sowie mit grünen, braunen und weißen Aufglasurfarben staffiert. Unterseits in schwarzem Faserstift monogrammiert "H.S." und datiert.
Vgl. in motivähnlicher Ausführung: Staatliche Schlösser und Gärten Wörlitz, Oranienburg, Luisium: Horst Skorupa. Porzellan und Keramik. Ausstellung Mai bis Oktober 1980, Leipzig 1980, unpag.
Weißer Aufglasurtropfen am äußeren Rand aus dem Herstellungsprozess.
H. 9 cm, D. 32,5 cm.
833 Vase mit weißen Magnolien. Horst Skorupa. 1977.
Horst Georg Skorupa 1941 Breslau – 2004 Schaddel bei Leipzig
Keramik, brauner Scherben, partiell in schwarzen, grünen und weißen Aufglasurfarben staffiert. Die Wandung umlaufend mit weißen Magnolienblüten und Blattwerk. Unterseits mit einem schwarzen Faserstift monogrammiert "H.S." und datiert.
Mehrere Chips am u. Standring, dunkelbraun überfasst.
H. 32 cm.
834 Bodenvase mit stilisierter Draperie. Horst Skorupa. 1980.
Horst Georg Skorupa 1941 Breslau – 2004 Schaddel bei Leipzig
Keramik, heller Scherben, in polychromen Engoben gefasst. Der gebauchte Korpus im oberen Drittel zu einem schmaleren Hals verjüngt. Die Wandung, einem gerafften Textil oder Polster ähnelnd, plastisch geformt. Punktuell mit geometrischen Formel gestempelt. Mit zylinderförmigem, eingehängtem Einsatz. Unterseits in schwarzem Faserstift monogrammiert "H.S." und datiert.
Vereinzelte Lunker in den Engoben, im Gesamtbild jedoch unauffällig.
H. 58 cm.
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *
835 Vase mit antikiserenden, männlichen Köpfen. Horst Skorupa. 1978.
Horst Georg Skorupa 1941 Breslau – 2004 Schaddel bei Leipzig
Keramik, rotbrauner Scherben, partiell glasiert sowie partiell mit weißer Engobe gefasst, Konturlinien in schwarzem Faserstift. Zylindrischer Korpus mit leicht konkav einschwingender Wandung, die beiden Schauseiten mit einer antikisierenden, männlichen Büste und einem männlichen Porträt bemalt. Die Innenwandung mit farbloser Glasur. Unterseits auf einem Papieretikett typografische künstler- und ortsbezeichnet "Schaddelmühle" sowie datiert.
H. 33 cm.
836 Bodenvase mit zwei Harlekinen. Horst Skorupa und Dirk Fischer. Um 1982.
Horst Georg Skorupa 1941 Breslau – 2004 Schaddel bei Leipzig
Dirk Fischer 1959 Leipzig
Keramik, hellroter Scherben, partiell weiß und dunkelgrün glasiert sowie mit Engoben gefasst. Ovoider, gebauchter Korpus über rundem Querschnitt, die beiden Schauseiten mit je einem Harlekin. Mit zylinderförmigem, eingehängtem Einsatz. Verso u. in schwarzem Farbstift monogrammiert "D.F.", "H.S." und datiert.
Malerei: Horst Skorupa; Form: Dirk Fischer.
H. 60 cm / Einsatz H. 23 cm, D. 12 cm.
837 Hohe Bodenvase. Horst Skorupa und Dirk Fischer. 1979.
Horst Georg Skorupa 1941 Breslau – 2004 Schaddel bei Leipzig
Dirk Fischer 1959 Leipzig
Keramik, heller Scherben, die Innenwandung dunkelbraun glasiert, die Außenwandung in dunkelbrauner und grüner Engobe gefasst. Hoher, zylindrischer Korpus mit geometrischem, in Rechtecken angeordneten und gestempelten Flächendekor. Unterseits in schwarzem Faserstift monogrammiert "D.F. / H.S." und datiert.
Drei kleine Chips am o. Rand.
H. 46 cm, D. 33,5 cm.
838 Großer Übertopf mit Zweigen und rosa Blüten. Horst Skorupa. Wohl 1970er Jahre/1980er Jahre.
Horst Georg Skorupa 1941 Breslau – 2004 Schaddel bei Leipzig
Fayence, rotbrauner Scherben, weiß glasiert und in polychromen Inglasurfarben staffiert sowie mit einer weiteren Krakelee-Glasur überfasst. Unterseits geritzt monogrammiert "H".
Punktuelle Glasurfehlstellen aus dem Herstellungsprozess.
H. 35 cm, D. 33 cm.
Horst Georg Skorupa 1941 Breslau – 2004 Schaddel bei Leipzig
Dirk Fischer 1959 Leipzig
Fayence, heller Scherben, weiß glasiert und in schwarzen und braunen Inglasurfarben staffiert. Übertopf mit zylindrischem Korpus über rundem Querschnitt. Die Schauseite der Wandung mit einem Spatzen bemalt, verso in schwarzer Inglasurfarbe monogrammiert "H.S.M.G.".
Malerei: Horst Skorupa; Form: wohl Dirk Fischer.
Die Monogrammierung des Übertopfes nahm Horst Skorupa vor, er hat die Form vermutlich Martin Gruner zugeschrieben. Der Korpus gleicht jedoch mehr den von Dirk Fischer
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H. 20 cm, D. 26 cm.
840 Großer Übertopf mit fünf Spatzen. Horst Skorupa und Dirk Fischer (zugeschr.). 1980er Jahre.
Horst Georg Skorupa 1941 Breslau – 2004 Schaddel bei Leipzig
Dirk Fischer 1959 Leipzig
Fayence, heller Scherben, weiß glasiert und in blauen und braunen Inglasurfarben staffiert. Hoher Übertopf mit zylindrischem Korpus über rundem Querschnitt. Die Wandung mit Spatzen bemalt, der untere und obere Abschluss mit einem umlaufenden Punktfries akzentuiert. Unterseits in schwarzem Faserstift monogrammiert "H.S.M.G.".
Malerei: Horst Skorupa; Form: wohl Dirk Fischer.
Die Monogrammierung des Übertopfes nahm Horst Skorupa vor, er hat die Form vermutlich Martin Gruner
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H. 33 cm, D. 30,5 cm.
841 Großer Übertopf mit sechs Spatzen. Horst Skorupa und Dirk Fischer (zugeschr.). 1980er Jahre.
Horst Georg Skorupa 1941 Breslau – 2004 Schaddel bei Leipzig
Dirk Fischer 1959 Leipzig
Fayence, heller Scherben, weiß glasiert und in blauen und braunen Inglasurfarben staffiert. Hoher Übertopf mit zylindrischem Korpus über rundem Querschnitt. Die Wandung mit Spatzen bemalt, der untere und obere Abschluss mit einem umlaufenden Punktfries akzentuiert. Unterseits in schwarzem Faserstift monogrammiert "H.S.M.G.".
Malerei: Horst Skorupa; Form: wohl Dirk Fischer.
Die Monogrammierung des Übertopfes nahm Horst Skorupa vor, er hat die Form vermutlich Martin Gruner
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H. 25 cm, D. 30,5 cm.
842 Zwei Übertöpfe mit Käfer. Horst Skorupa (zugeschr.). 1980er Jahre.
Horst Georg Skorupa 1941 Breslau – 2004 Schaddel bei Leipzig
Fayencen, heller Scherben, weiß glasiert und in schwarzer Inglasurfarbe staffiert. Übertöpfe mit zylindrischem Korpus über rundem Querschnitt. Die Schauseiten der Wandungen mit je einem Käfer bemalt, der Stand mit einem schwarzen Band abgesetzt. obere Rand mit einem umlaufenden, geschwungenen Muster akzentuiert. Unsigniert.
Stand des kleineren Übertopfes mit Chip. Kleiner Brandriss unterseits des größeren Übertopfes.
H. 12,5 cm, D. 15 cm / H. 15 cm, D. 20 cm.
843 Wandteller mit gelber Blume und Spatz. Horst Skorupa (zugeschr.). 1980er Jahre.
Horst Georg Skorupa 1941 Breslau – 2004 Schaddel bei Leipzig
Fayence, heller Scherben, weiß glasiert und in polychromen Inglasurfarben staffiert. Unsigniert. Verso mit zwei Aufhängeösen.
Vereinzelte geöffnete Lunker aus dem Herstellungsprozess.
D. 42 cm.
Horst Georg Skorupa 1941 Breslau – 2004 Schaddel bei Leipzig
Frank Brinkmann 1960 Stendal
Dirk Fischer 1959 Leipzig
Fayence, hellroter Scherben, weiß gefasst und mit polychromen Inglasurfarben staffiert. Die Schauseite der Wandung mit einem Traubenmotiv mit Spatz, verso ein weiterer Spatz. Unsigniert.
H. 42 cm.
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *
845 Deckeltopf mit Blüte. Wohl Horst Skorupa, wohl Dirk Fischer. Wohl 1980er Jahre.
Horst Georg Skorupa 1941 Breslau – 2004 Schaddel bei Leipzig
Dirk Fischer 1959 Leipzig
Fayence, heller Scherben, weiß glasiert und in violetter, grüner und schwarzer Inglasurfarbe staffiert. Gebauchter Korpus, die Schauseiten der Wandung mit je einer violetten Blüte und Blättern, die Zwischenbereiche mit schwarzen Tupfen versehen. Der Deckel hoch konvex gewölbt und mit Kugelknauf. An den Seiten zwei Handhaben.
Malerei: wohl Horst Skorupa; Form Deckeltopf: wohl Dirk Fischer.
Punktuelle Fehlstellen in der Glasur aus dem Herstellungsprozess.
H. 39 cm.
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *
851 Drei Henkelkrüge mit Blaurand. Siebenbürgen. Um 1800.
Farbloses, blasiges und leicht schlieriges Glas, partiell mit kleinen Einschlüssen. Balusterförmige Korpi mit konischen Hälsen, die Wandungen längsoptisch und mit Querrippen am Bauch und am Hals. An der Mündung mit kobaltblauer Fadenauflage. Mit kugeligem Abriss.
Partielle, matte Bereiche an den Krughälsen.
H. 17,5 cm, H. 15 cm, H. 13 cm.
852 Paar Lithyalinglas-Vasen. Wohl Johann Lötz Witwe, Klostermühle. Um 1900.
Farbloses Glas mit Lithyalinglas-Einlage in Weiß, Blau und Grün mit ziegelroten Akzenten. Die Oberfläche einer Vase gold-blau irisierend, die Oberfläche der anderen Vase mit gold-blauem Lüster. Unsigniert.
Der Hals einer Vase leicht schräg ausgerichtet. Vasenränder mit vereinzelten, winzigen Chips.
H. je 25 cm.
Farbloses Glas, grün-violett irisierend überfangen sowie farbloses Glas grün-gold irisierend überfangen. Die Vase mit gedrücktem, bauchigen Korpus, der lange Vasenhals hoch aufschwingend. Die Tasse mit Ohrenhenkel und schauseitiger, goldfarbener Ortsbezeichnung "Wernnigerode" [sic!]. Beide Objekte mit Netzdekor aus aufgelegten Glasfäden. Unsigniert.
Goldfarbe der Tasse partiell leicht berieben.
H. 30 cm / H. 10 cm.
854 Drei Clowns. Murano, Italien. 1970er Jahre.
Transluzentes und opakes, teils blasiges Glas mit polychromen Faden- und Schichteinschmelzungen sowie Glaskröseln und zahlreichen polychromen Glasapplikationen. Vollplastische Ausführung. Ein Clown mit typografisch bezeichnetem Herstelleretikett "Murano / Made in Italy".
Die Haare des Clowns mit der roten Schleife mit zwei kleinen Chips und einem Lunker.
H. 18 cm / H. 20,5 cm / H. 22 cm.
855 Zylindervase / Vase in Flaschenform / Balustervase. Volkhard Precht, Lauscha. 1975/1976/1976.
Volkhard Precht 1930 Lauscha – 2006 ebenda
Farbloses Glas, orange unterfangen. Zwei Vasen mit netzartig aufgelegten Glasfäden in der Mitte der Korpi, eine Vase mit angesetztem, gewellten Glaskragen. Jeweils unterseits geritzt monogrammiert "VP" und datiert. Zwei Vasen mit blasigem Abriss, eine Vase mit geschliffenem Stand.
Vereinzelte matte Stellen, im Gesamtbild jedoch kaum wahrnehmbar.
H. 22 cm / H. 23 cm / H. 37 cm.
856 Aschenbecher / Fußschale / Zylinderschale. Volkhard Precht, Lauscha. 1976/1977.
Volkhard Precht 1930 Lauscha – 2006 ebenda
Farbloses Glas, orange unterfangen. Wandung des Aschenbechers über ovalem Querschnitt, die Wandung der Fußschale konkav aufschwingend und mit aufgelegtem, gezacktem Glasfaden. Die Zylinderschale mit silberfarbenen Einschlüssen. Aschenbecher und Zylindervase unterseits geritzt monogrammiert "VP" und datiert. Aschenbecher und Fußschale mit geschliffenem Stand, die Zylinderschale unterseits mit blasigem Abriss.
Vereinzelt matte Bereiche, im Gesamtbild jedoch unauffällig.
H. 7 cm, D. 13,5 cm / H. 13 cm, D. 22 cm / H. 7 cm, D. 16,5 cm.
Volkhard Precht 1930 Lauscha – 2006 ebenda
Farbloses Glas, orange unterfangen. Alle drei Vasen in Flaschenform über rundem bzw. rechteckigem Querschnitt und mit plastischer Blütenapplikation, scheibenförmigen Ausprägungen der Schauseiten bzw. aufgelegtem, gezacktem Glasfaden. Zwei Vasen unterseits geritzt monogrammiert "VP" und datiert. Jeweils mit blasigem Abriss.
Winzige Kratzspuren am Stand.
H. 17 cm / H. 19 cm / H. 19 cm.
858 Zwei Solifloren in Flaschenform / Zwei Schalen. Volkhard Precht, Lauscha. 1976/1977.
Volkhard Precht 1930 Lauscha – 2006 ebenda
Blaues und grünes, leicht blasiges Glas, bzw. farbloses Glas blau und türkis unterfangen. Die Flaschen sowie die Schale mit grünem Rand unterseits jeweils geritzt monogrammiert "VP" und datiert, die blaue Schale unsigniert. Jeweils mit geschliffenem Stand.
Vereinzelte, kleine Kratzspuren im Bereich der Böden und der Stände.
H. 37 cm / H. 37,5 cm / D. 19 cm / D. 13,5 cm.
859 Zwei Vierkantvasen / Zwei Ringflaschen / Warzenbecher. Volkhard Precht, Lauscha. 1976/1985.
Volkhard Precht 1930 Lauscha – 2006 ebenda
Farbloses Glas mit blauem Überfang, farbloses blasiges Glas, helltürkises, blasiges Glas sowie hellgrünes, leicht blasiges Glas. Die blauen Vasen unterseits geritzt monogrammiert "VP und datiert. Der Warzenbecher und die grüne Ringflasche unterseits geritzt monogrammiert "VP" und datiert. Die farblose Ringflasche unsigniert.
Unterseits teilweise mit winzigen Kratzspuren. Die farblose Ringflasche an einer Schmalseite mit kleiner Haarrissspinne.
H. max. 26 cm.
866 Aufsatz einer Sonnenmonstranz (fragmentarisch). Wohl süddeutsch. Wohl 18. Jh.
Silber. (geprüft), gesägt, gegossen sowie partiell punziert und graviert, stellenweise mit Resten einer früheren Vergoldung. Hochovaler Flammenkranz einer Monstranz, unterhalb der Lunula eine Christusdarstellung mit Kreuz in einer Kartusche, um das offene Oval eine Rahmung aus Putti und Weinreben, die oberste Spitze von einer Madonna mit Jesuskind vor einem weiteren Strahlenkranz bekrönt. Ungemarkt.
Lit.: Franz X. Noppenberger: Die eucharistische Monstranz des Barockzeitalters: eine
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H. 44 cm, Gew. 705 g.
867 Oktogonaler Vodka-Becher. Meister W. D., wohl Moskau. Wohl 1740er Jahre-1753.
Silber. (geprüft), getrieben und ziseliert. Die Innenwandung mit Resten einer Vergoldung. Gebauchter, godronnierter Korpus auf rundem Stand, der oktogonale Mündungsrand konkav ausschwingend und mit umlaufendem Spangen- und Blattdekor verziert. Unterseits mit der Meistermarke "WD" in kyrillischen Majuskeln im Quadrat (nicht aufgelöst) sowie zwei weiteren verschlagenen Marken, wohl die Stadt- und Aldermansmarke.
Verzeichnis Russische Gold- und Silbermarken Nr. 714.
Wandung mit vereinzelten Druckstellen, innenseitig mit mehreren Kratzspuren.
H. 4,3 cm, Gew. 39,95 g.
868 Vodka-Tasse. Moskau. Wohl spätes 19. Jh.
Silber (geprüft), getrieben und graviert. Die Innenwandung vergoldet. Vierpassige Kuppa über einem vierpassigen Standring, mit seitlich angesetztem Ohrenhenkel. Die Außenflächen jeweils mit gravierten Blüten- und Insektenmotiven. Unterseits mit Pseudomarken (datierte Stadtmarke, der Marke des Aldermans Fedor Petrow Aldermans im Herz, verschlagen sowie der Meistermarke "VA" in kyrillischen Majuskeln im Rechteck).
Vier sehr kleine Druckstellen in der Wandung, im Gesamtbild kaum wahrnehmbar. Kleiner Lunker am u. Henkel.
B. (mit Henkel) 7,5 cm, Gew. 47,10 g.
869 Vodka-Tasse. Moskau. Wohl spätes 19. Jh.
Silber. (geprüft), getrieben und ziseliert. Teile der Außenwandung sowie die gesamte Innenwandung vergoldet. Vierpassige, godronnierte Kuppa über einem ovoiden Standring, mit seitlich angesetztem Spangenhenkel. Unterseits mit Pseudomarken (Stadtmarke, datierte Marke des Beschaumeisters Andrej Andrejew "AA" im Rechteck, verschlagen, Marke des Aldermans Fedor Petrow "AFP" im Herz, verschlagen sowie der Meistermarke "ED" in kyrillischen Majuskeln). Spangenhenkel ebenfalls gemarkt.
Vergoldung leicht berieben, vereinzelte Druckstellen.
H. 3,1 cm, Gew. 33,1 g.
870 Vodka-Tasse. Moskau. Wohl spätes 19. Jh.
Silber. (geprüft), getrieben, ziseliert und graviert. Vierpassige Kuppa über einem ovalen, konischen Standring, mit seitlich angesetztem, gegenläufigen Spangenhenkel. Die Außenflächen mit drei gravierten ovalen Medaillons und Festons. Unterseits mit Pseudomarken (zweifache, datierte Stadtmarke, verschlagen, der Marke des Aldermans Fedor Petrow "AFP" im Herz, der Marke des Beschaumeisters Stepan Belkin "SB" im Rechteck sowie der Meistermarke "SO" in kyrillischen Majuskeln im Rechteck). Der Spangenhenkel ebenfalls gemarkt.
Die Wandung mit vereinzelten Druckstellen.
B. (mit Henkel) 7,5 cm, Gew. 24,35 g.
871 Kleiner Becher "Pente Na Starovje". Wohl Moskau. 1885.
875er Silber (84 Zolotniki), getrieben und graviert, der Boden mit Resten einer Vergoldung. Zylindrische Wandung über drei Kugelfüßen. Die Wandung graviert "Pente Na Starovje" in kyrillischen Majuskeln sowie dem ligierten Monogramm "BF" in einer ebenfalls gravierten Architektur. Unterseits mit der Feingehaltspunze, der datierten Beschaumeistermarke "WP" (nicht aufgelöst) in kyrillischen Majuskeln im Rechteck, der Stadtmarke (verschlagen) und einer weiteren verschlagenen und verputzten, nur schwer erkennbaren Marke.
Vereinzelte, winzige Kratzspuren.
H. 4,9 cm, Gew. 34,45 g.
872 Kernstück eines Mokkaservices "Dresdner Hofmuster". Hermann Behrnd, Dresden. Ende 19. Jh.
Hermann Behrnd um 1870 Dresden
925er Silber, gegossen und getrieben, partiell ziseliert und gelötet, Bein. Dreiteilig, bestehend aus Mokkakanne, Milchkännchen und Zuckerschale. Die Kanne auf vier rocailleförmigen Füßchen mit godronierter Wandung und Haubendeckel mit dem reliefiertem Dekor "Dresdner Hofmuster". Der volutenförmige Ohrenhenkel mit Dämmringen aus Bein, Knauf des Deckels in Rocailleform. Milchkännchen und Zuckerschale auf einem runden Standring mit godronierter Wandung und ausladender Lippe. Unterseits
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Mokkakanne H. 19 cm, Milchkännchen H. 7,5 cm, Zuckerschale 5 cm, Gew. 506 g.
873 Tranchierbesteck. Harrison Brothers & Howson, Sheffield. 1892.
925er Silber, gepresst, Stahl, montiert, Hirschhorn. Dreiteilig, bestehend aus Fleischgabel mit Schutzvorrichtung, Tranchiermesser und Wetzstahl. Die Enden der Horngriffe in einer silbernen Schneckenform gefasst, jeweils mit der gepunzten Stadtmarke, Lion Passant, Jahresmarke und der Firmenmarke "HH". Besteckaufsätze aus Stahl, die Messerklinge mit der Pressmarke "VR" und der dazwischengesetzten Krone sowie "HARRISON BROS & HOWSON / CUTLERS TO HER MAJESTY".
Die Besteckaufsätze aus Stahl mit leichten Korrosionsspuren. Die Silbermontierung mit kleineren, punktuellen Kerben und Bestoßungen.
Gabel L. 29 cm, Messer L. 40,5 cm, Schleifstab L. 33,5 cm.
874 Acht Austerngabeln des Freiherrn Carl von Dippe. Jürst, Berlin. 1880er Jahre/1890er Jahre.
15lötiges Silber. Gebogte, dreizinkige Kellen mit flachen Stielen, jene mit Augsburger Faden auf der Ober- und Unterseite. Die Oberseiten der Laffen mit dem gravierten, ligierten Monogramm "CD" unter der Freiherrenkrone (Carl von Dippe, 1852–1900), unterseits mit der geprägten Herstellermarke und Feingehaltsmarke.
Die Austerngabeln gehörten zum ehemaligen Inventar des Klosters Althaldensleben ins Sachsen-Anhalt, welches seit 1893 von dem Freiherrn Carl von Dippe bewohnt wurde.
Mit minimalen Gebrauchsspuren.
L. 14,7 cm, Gew. 161 g.
875 Sechs Mokkalöffel. Joseph Rodgers & Sons,Sheffield. 1910.
925er Silber. Gemuldete, ovoide Laffen mit schmalen, von einem feinen Kordelfries gerahmten Stielen. Die leicht ansteigenden Stielenden mit halbrundem Abschluss. Verso auf der Laffe jeweils mit der gepunzten Stadtmarke, Lion Passant, Jahresmarke, Meistermarke "JR" und der firmeneigenen Trade Mark.
Mit minimalen Gebrauchsspuren.
L. 11,1 cm, Gew. 80 g.
876 Sechs Kaffeelöffel. Keitsch, Deutschland. Wohl 20. Jh.
800er Silber. Die Laffen mit ovoider, gemuldeter Form und spitzem Abschluss, die Stiele mit flächigem, dreikantigen Abschluss. Verso auf der Laffe jeweils mit der gepunzten Kennzeichnung für geschützte Gebrauchsmuster "D.R.G.M.", Halbmond und Krone, der Feingehaltsmarke "800", einem "F" im Kreis und der Herstellermarke.
Mit minimalen Gebrauchsspuren.
L. 14,4 cm, Gew. 119 g.
881 Herrenring in Form eines Löwenkopfes mit Brillant-Solitär. Wohl 2. H. 20. Jh.
585er Gelbgold. Flache Ringschiene, die ornamentale, geometrische Ringschulter zentral zu einem figürlichen Löwenkopf im Halbrelief aufsteigend. Im Maul des Löwen ein Ajour-gefasster Brillantsolitär (ca. 0,5 ct / Weiss / P2). Die Augen als kleine Rubine ausgeführt. Die innere Ringschiene mit dem Feingehaltstempel und dem Juwelierstempel "B" im liegenden Oval.
Der Brillant mit zwei eingeschlossenen Spaltrissen (ca. 2,5 und 1,5 mm).
Mit winzigen Tragespuren, die Lotverbindung auf der inneren Ringschiene mit winzigen Lunkern.
D. 20 mm (Ringgröße 63), Gew. 14,3 g.
882 Damenring und zwei Ohrclips. Provinz Varese, Italien. 1944 -1968.
750er Rosé- und Gelbgold. Blütenförmiger Ringkopf in Knotenform mit verbindendem Blattelement. Die Oberfläche poliert, geriffelt und gehämmert. Mittlere, leicht gerundete Schiene. Die Ohrclips in annähernd adäquater Form, mit einer Clipbrisur. Im Ringkopf mit der Feingehaltsmarke "750" sowie dem Kontrollstempel (Ziffer undeutlich). Die Ohrclips mit der Feingehaltsmarke.
Zwei Ohrclips von Juwelier Bernhard Blum, Kurfürstendamm 219, Berlin, aus Ringen umgearbeitet.
Ring D. 53 mm (Ringgröße 17), D. Ohrclips 2,0 cm. Gew. zus. 27 g.
883 Krawattennadel mit Perle. 20. Jh.
585 Rotgold, Messing, versilbert. Die Perle auf einem längsgerillten, leicht geweiteten Unterbau über runden Querschnitt aufgesetzt. Mit einem Sicherheitsaufsatz mit Aufsteck-Gewinde-Mechanismus. Die Nadel mit Feingehaltsstempel am o. Ende.
Versilberung des Sicherheitsaufsatzes berieben.
L. 6,6 cm, Gew. 1,7 g.
884 Belle Époque-Schiffchenring mit Saphir und Diamanten. Um 1890/1900.
14k Rotgold (geprüft). Schmale Ringschiene mit aufsteigender, spitz zulaufender Schulter. Der Ringkopf in Schiffchenform, mit zentralem, nachtblauen Saphir (ca. 0,2 ct) mit Ovalschliff in einer Ajour-Krappenfassung, umgeben von 26 Altschliffdiamanten (Ges. ca. 0,5 ct), in Ajour-Körnchenfassung. Ungemarkt.
Saphir im Fassungssitz leicht verdreht.
D. 17,5 mm (Ringgröße 55,5 cm), Gew. 3,35 g.
885 Damenring mit Muschelkamee. 20. Jh.
333er Gelbgold, Muschel, geschnitten. Längsovale Kamee mit einem Damenprofil nach rechts, in einer durchbrochen gearbeiteten Zarge. Zwei Flachdrähte von der Ringschiene zur oberen Zargenfassung übergehend. Auf der inneren Ringschiene mit dem Feingehaltsstempel sowie der Herstellerpunze "xx" (nicht aufgelöst).
Ringschiene mit minimalen Tragespuren.
Ring D. 18,5 mm (Ringgröße 56), Gew. 3,5 g.
886 Damenring mit synthetischem Schmuckstein. Mitte 20. Jh.
585er Gelbgold. Schmale Ringschiene, die Ringschulter über je zwei Laffen zum durchbrochen gearbeiteten, quadratischen Ringkopf mit zentralem, körnchengefasstem Schmuckstein aufsteigend. Der Randbereich des Ringkopfes in doppelreihigen Millegriffes gearbeitet. Die innere Ringschiene mit dem Feingehaltsstempel und der Meistermarke "RS" im Quadrat.
Innere Ringschiene berieben. Minimale Tragespuren.
D. 18 mm (Ringgröße 57,5), Gew. 5,15 g.
887 Damenring mit Brillant. 20. Jh.
750er Weißgold, 750er Gelbgold. Schmale Ringschiene mit aufsteigender, spitz zulaufender Schulter. Zentral ein Brillant in einer Ajour-Krappenfassung (0,5 ct. / Feines Weiß – Weiß / VS. Geriebene Rundiste, kleine Kalette-Tafel). Auf der inneren Ringschiene mit dem Feingehaltsstempel und der Herstellermarke "R" mit einem kleinen Quadrat u.re. (nicht aufgelöst).
Ringschiene mit minimalen Tragespuren.
D. 16,5 mm (Ringgröße 51 cm), Gew. 2,85 g.
Elfenbein, partiell geschnitzt, Gelbmetall, Faden. Ein Collier mit runden, besonders gleichmäßigen Perlen und Gewindeschließe. Ein Collier mit großem Anhänger mit Elefant, durchbrochen gearbeitet und im Flachrelief, sowie fünf Perlen in Elefantenform geschnitzt und kleinen, runden Perlen sowie einer Metallschließe aus Gelbmetall. Ein Collier mit ovalen Perlen im Verlauf und Gewindeschließe. Der einzelne Anhänger in Form einer Rosenblüte mit Anhängeöse aus Gelbmetall.
Oberfläche partiell gegilbt, mit vereinzelten minimalen Tragespuren.
Colliers L. 154 cm / L. 51 cm / L. 42 cm / Anhänger H. 11 mm.
Koralle, Gelbmetall, Faden. Einreihiges Collier aus kleinen Korallen-Ästchen mit Federring-Schließe. Ungeknotet.
Verschluss mit leichten Nutzungsspuren.
L. 75,5 cm.
890 Bernsteincollier. Wohl VEB Ostsee-Schmuck. 1970er/1980er Jahre.
Rohbernstein, Faden. Orange-bräunlicher, opaker und transluzenter Bernstein im Verlauf, durchgehend ohne Schließe. Ungeknotet.
L. 75 cm.
891 Bernsteinring und Bernsteincollier. Wohl VEB Ostsee-Schmuck. 1970er/1980er Jahre.
835er und 800er Silber, partiell punziert, Naturbernstein, geschliffen und poliert. Ringkopf mit Bernstein auf einem ovalen Drahtunterbau, flankiert von zwei kleinen Kugeln und von zwei geschwungenen Runddrähten überfasst. Collier mit Venezianerkette und Federschließe, der Bernstein des Anhängers in einer konkav geformten, in Kreisformen punzierter Schale, von einem unregelmäßig geschwungenen Runddraht gefasst. Auf der inneren Ringschiene und verso des Anhängers mit dem
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Ring D. 17 mm (Ringgröße 53), Collier L. 41 cm, Anhänger H. 5,9 cm, Gew. ges. 20,25 g.
885er Silber und 835er Silber, Bernstein, geschliffen und poliert. Armband mit sechs querovalen Gliedern mit je einem kastengefassten Bernstein im Cabochonschliff, verbunden von rechteckigen Gliedern. Mit Clipschließe und Sicherheitskettchen. Der Anhänger kuppelförmig aus mit Runddraht verbundenen Kordelkreisen aufgebaut, zentral ein hochovaler Bernsteincabochon in Kastenfassung. Jeweils mit den Feingehaltsstempeln unterseits der Kastenfassung bzw. in der Schließe sowie der Herstellermarke.
Mit minimalen Tragespuren.
Armband L. 20 cm, Anhänger H. 3,7 cm, Gew. ges. 30,75 g.
901 Yoshiiku Ochiai, Fünf Kabuki-Schauspieler (Triptychon). 1870.
Yoshiiku Ochiai 1833 Edo – 1904 ?
Farbholzschnitte auf Japan. Jedes Blatt mit Kartuschen zur Bezeichnung der Schauspieler, der Künstler-Signatur und den Zensor-Siegeln versehen. Jeweils an den Ecken im Passepartout nebeneinander montiert und hinter Glas in einer schmalen, schwarzen Leiste gerahmt.
Mit der Darstellung der Schauspieler Nakamura Shigan, Iwai Shijaku, Bando Mitsugoro, Onoé Kikugoro.
Alle drei Einzelblätter eng beschnitten. An den Ecken minimal knickspurig und mit leichten Quetschfalten. Technikbedingt wellig.
Bl. je ca. 36 x 24,1 cm.
902 Deckeldose / Aschenbecher. China. Mitte 20. Jh.
Rotlack, Messing, blaues Email. Deckeldose und Aschenbecher mit korrespondierendem Dekor mit figürlichen Darstellungen in Landschaft, gerahmt von stilisiertem, floralen Ornament. Ungemarkt.
Mit marginalen Gebrauchsspuren.
H. 10 cm, D. 8 cm / D. 10,5 cm.
903 Bildtafel. Japan. Wohl späte Meiji-Zeit. Um 1910.
Nadelholz, mattschwarz lackiert, Bein und Perlmutt. Figürliche Intarsien im Halbrelief mit der Darstellung eines hängenden Vogelhäuschens in Form einer Pagode, darauf vier Sperlinge und ein Wisteria-Zweig. U.li. auf einem hochrechteckigen Perlmuttblättchen geritzt signiert (nicht aufgelöst).
Rand der Bildtafel mit vereinzelten Bestoßungen, teilweise mit partiellem Lackverlust. Auge des li. Sperlings fehlend.
H. 45,5 cm, B. 30 cm.
904 Orakelbrett. Wohl Yoruba, Nigeria. 20. Jh.
Holz, geschnitzt und dunkelbraun geschlämmt. Rechteckiges Orakelbrett, in der o. Mitte ein geschnitztes Gesicht, flankiert von einem abgesetzten, umlaufenden Bandornament. Im Zentrum der Rückseite mit kreisförmiger Ausfräsung.
Provenienz: Bremische Privatsammlung.
Geschnitztes Gesicht mit kleiner Fehlstelle im Bereich der u. Lippe. Zwei Trocknungsrisse am li. Rand. Eine helle, strichförmige, nach u. verlaufende Verfärbung im Bereich der Mi. U.li. Ecke bestoßen und mit kleinem, eingeschlagenen Nagel.
H. 22 cm, Br. 34 cm, T. 2,5 cm.
905 Modelltür eines Schreines. Wohl Dogon, Mali. 20. Jh.
Holz, geschnitzt, rotbraun geschlämmt, Eisen. Im Hochrelief, teils nahezu vollplastisch, geschnitzte Tür aus zwei Brettern, verbunden mit Eisennägeln. Mit einem Riegelschloss und kleiner Eisenhandhabe.
Die Darstellungen weiblicher und männlicher Ahnfiguren, Schlangen, Krokodile und Schildkröten greifen die Motivik der monumentalen Türen vor Getreidespeichern auf, welche u.a. vor Missernten und Fäulnis schützen soll.
Provenienz: Bremische Privatsammlung.
Zwei Figuren mit Fehlstellen in der Mi. und u. Mi.
H. 58,5 cm, B. 41 cm, T. 5,5 cm.
916 Plattenspieldose mit Unterschrank. Kalliope Musikwerke AG, Leipzig. 1898– 1919.
Nussbaum, furniert und lackiert. Die Flächen partiell mit profilierten Rahmenleisten und gedrechseltem bzw. geschnitztem Ornamentdekor. Dreiteiliger Aufbau aus Spieltruhe, Unterschrank und aufgestecktem Zwischenboden. Das rechteckige Gehäuse der Truhe mit Scharnierdeckel, auf der Innenseite der goldfarben geprägte Schriftzug "Kalliope". Der Unterschrank auf vier gedrückten Kugelfüßen und mit einer doppelten Flügeltür. Darauf je ein Kassettenfeld sowie ein Schlüsselschild aus Messing
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H. 103,5 cm, B. 75 cm, T. 59,5 cm, Plattendurchmesser jeweils 45 cm.
917 Plattenspieldose "Kalliope Nr. 62 G". Kalliope Musikwerke AG, Leipzig. 1898– 1919.
Nussbaum, furniert. Rechteckiger Korpus mit Scharnierdeckel und gedrechselten Applikationen. Auf der Deckelinnenseite der goldfarben geprägte Schriftzug "Kalliope".
Mechanischer Lochplattenspieler. Spielwerk mit Stimmkamm und innenliegendem Kurbelaufzug ohne Gehäusedurchführung (Aufzugschlüssel liegt bei). Antriebswelle mit zwei Mitnahmestiften.
Ca. 17 Kalliope-Blechlochplatten, u.a. mit den Melodien "Vie d'artiste", "Stille Nacht, heilige Nacht" und "Ballsirenen" aus "Die lustige
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H. 23 cm, B. 47,5 cm, T. 44,5 cm, Plattendurchmesser jeweils 33,1 cm.
Nussbaum, furniert. Rechteckiger Korpus mit farbig-floral intarsiertem Scharnierdeckel. Auf der Deckelinnenseite eine Druckeinlage mit musizierenden Putti und dem Schriftzug "Symphonion". Darunter ein Etikett mit der Angabe zu den passenden Platten.
Mechanischer Lochplattenspieler. Spielwerk mit Stimmkamm, acht Glocken und nach außen durch das Gehäuse geführtem Kurbelaufzug. Profilierte goldfarbene Innenabdeckung mit dem Schriftzug "Symphonion".
Ca. 15 Blechlochplatten mit Motiv,
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H. 26 cm, B. 44,5 cm, T. 40,5 cm, Plattendurchmesser jeweils 33,6 cm.
919 Plattenspieldose "Kalliope No. 50" (?). Kalliope Musikwerke AG, Leipzig (?). Wohl um 1900.
Rechteckiges furniertes und lackpoliertes Nussbaumholzgehäuse mit intarsiertem Scharnierdeckel. Auf der Deckelinnenseite ein eingelegter farbiger Druck mit Blumenmotiv und der senkrechten Beschriftung "Alice Pr[…]" u.li.
Mechanischer Lochplattenspieler. Spielwerk mit Stimmkamm und innenliegendem Kurbelaufzug ohne Gehäusedurchführung (Aufzugschlüssel liegt bei). Antriebswelle mit zwei Mitnahmestiften.
Ca. 12 Blechlochplatten in einem Album, u.a. mit den Melodien "Es ist ein Ros
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H. 17 cm, B. 29 cm, T. 27 cm, Plattendurchmesser jeweils 23,3 cm.
920 Plattenspieldose "Polyphon No. 43b". Polyphon Musikwerke AG, Leipzig-Wahren. 1898– 1930.
Nussbaum, furniert und lackiert. Rechteckiger Korpus mit Scharnierdeckel. Auf der Deckelinnenseite eine Druckeinlage mit musizierenden und tanzenden Putti.
Mechanischer Lochplattenspieler. Spielwerk mit Stimmkamm und nach außen durch das Gehäuse geführtem Kurbelaufzug. Profilierte goldfarbene Innenabdeckung mit dem Schriftzug "Polyphon", dazu eine runde Markenplakette.
Ca. 33 Blechlochplatten mit Motiv, u.a. mit den Melodien "Lustige Hannoveraner", "La paloma" und
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H. 26,6 cm, B. 54,4 cm, T. 46,9 cm, Plattendurchmesser jeweils 39,5 cm.
Verschiedene Hölzer auf Nadelholz furniert, partiell ebonisiert, schellackpoliert. Längsrechteckiger Korpus auf mehrfach getrepptem Sockel, mit floralen Intarsien auf Vorder- und Oberseite. Leicht bombierter Deckel, innenseitig mit Melodienblatt. Schloss mit Schlüssel. Innen mit scharniertem, verglastem Deckel zum Schutz des Spielwerkes. Spielwerk mit zehn Melodien, übergroßer Messing-Zylinder, zwei Stahl-Tonkämme mit insgesamt 100 Tonzungen mit Federstahl-Dämpfern und
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Gehäuse L. 74 cm, B. 30 cm, H. 20,5 cm; L. Zylinder 44 cm, D. 5,2 cm.
922 Bildnis eines Gelehrten (?). Wohl Mitte 16. Jh.-Frühes 17. Jh.
Hinter- und Vorderglasmalerei, Blei. Feine Glasmalerei eines Gelehrten (?) mit Skelett und Sanduhr. Besondere Plastizität durch den mehrschichtigen Farbauftrag auf der Vorder- und Rückseite der Scheiben. Unsigniert.
Bleifassung und Kette erneuert. Sehr kleiner Bruch im Glas im Bereich unterhalb des Kreuzes, jedoch nicht die Stabilität der Fassung beeinträchtigend.
H. 29,5 cm, B. 22,5 cm.
923 Ovale Biedermeierplatte mit Putto und Kind. Wohl 1. H. 19. Jh.
Messing, getrieben. Der Spiegel mit der Darstellung eines Putto, auf einem Pergament eine griechische Amphore präsentierend, und eines Kindes, umgeben von Attributen der klassischen Baukunst und Bildhauerei, wie Hammer, Zirkel und Gradmesser. Der Spiegel mit umlaufenden Blütenfestons und Wellenrand. Verso mit einer Öse zur Aufhängung. Ungemarkt.
Verso zwei winzige Löchlein mit Zinn gefüllt, recto leicht durchdringend, im Gesamtbild jedoch kaum wahrnehmbar.
H. 27 cm, B. 33,5 cm.
924 Ambrose Duval / E. Machkova / Zwei unbekannte Künstler, Vier Porträtminiaturen. 19. Jh.
Ambrose Duval um 1760 ? – nach 1856 ?
Gouachen auf Bein bzw. Elfenbein. Ein Bildnis u.re. geritzt signiert "Duval", ein weiteres Bildnis u.re. signiert "E. Machkova". Zwei Damen und zwei Herrenbildnisse auf runden, bzw. ovalen Bein- bzw. Elfenbeinplatten. Jeweils hinter Glas in einem Holz- oder Messingrahmen mit Ösen zur Aufhängung. Zwei Rahmen verso mit Klappständer.
Mit leichten Gebrauchsspuren.
H. 7,5 cm / H. 8,5 cm / H. 7,5 cm / H. 7 cm.
925 Kleine Stutzuhr. 2. H. 19. Jh.
Messing, Glas, Emaille. Hochrechteckiger Korpus auf einem verkröpften Sockel mit vier Volutenfüßchen. Der obere Aufsatz von einer mit Früchten gefüllten Vase, flankiert von zwei Laub- und Fruchtwerkspangen, bekrönt. Das Zifferblatt hinter Uhrglas mit weißen Emaille-Kartuschen in der Art von Boulle-Uhren, darauf nachtblaue, römische Ziffern. Zwei Aufzugswellen sowie eine Welle zur Regelung der Laufgeschwindigkeit. Mit Fleurs de Lys-Zeiger und Birnenzeiger. Halbstundenschlag auf Glocke,
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H. 31 cm, B. 22 cm, T. 13 cm.
926 Paar große Blaker. Wohl Schlesien. Wohl Spätes 19. Jh.
Messing, reliefgeprägt, partiell poliert und montiert. Zweiflammig. Die Schilde gerahmt von geschwungenen Rocailleformen und Voluten, im Zentrum konkav gewölbte, glatte Flächen. Unterhalb des zentralen Spiegels je zwei montierte, s-förmig geschwungene Spangen mit rosettenförmiger Tropfschale und zylindrischen Tüllen.
Die Schilde mit vereinzelten, kleinen Durchbrüchen, im Gesamtbild jedoch kaum wahrnehmbar.
H. 50,5 cm, B. 35 cm.
927 Große Kasserolle. Wohl 1741.
Kupfer, geschmiedet, getrieben und genietet. Zylindrische Wandung über rundem Querschnitt. Auf dem angenieteten Stiel graviert datiert "1741" und nummeriert "4".
Mit vereinzelten Oxidationsspuren. Unterseits mit kleinen Kratzern. Wandung und Fahne mit leichten Dellen. Boden uneben.
D. 28,2 cm, L. 56 cm.
928 Mörser mit originalem Pistill. Wohl deutsch. Wohl 15. /16. oder 18. Jh.
Bronze, gegossen. Zylindrischer Korpus mit leicht ausgestelltem Stand, leicht konvex geschwungener Wandung, deren unteres und oberes Ende durch je drei umlaufende, feine Profilringe gegliedert. Ausgestellter, einfach gestufter Mündungsrand, mit einem weiteren umlaufenden, feinen Band abschließend. Auf der Wandung mittig ansetzend ein eckiger, leicht nach innen einschwingender Vierkanthenkel. Einseitiger Pistill mit Handhabe.
Mit einem "Befreiungsschreiben" über die Ausnahme von
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H. 16,6 cm, D. 14 cm, Pistill L. 25,5 cm, Gewicht 2960 g.
931 Satz von fünf neoklassizistischen Rahmen mit Schwanenmotiv. Um 1900.
Holz, Blattmetallauflage, masseverziert. Innen eine schmale Zierleiste mit Perlstabdekor bzw. mit einem Band stilisierter Blattspitzen ornamentiert, danach ein Flachstab, darauf folgend eine ansteigende Hohlkehle in einen schmal getreppten Abschluss mündend. Hintere Außenkante an den Seitenflächen leicht angefast. Die Eckornamente mit jeweils zwei in Blatt- und Blütenrocaillen eingebundenen Schwänen gestaltet. Verso teils mit stabilisierenden Eckverbindungen versehen.
Insgesamt leicht berieben. Partiell mit Spannungsrissen und Fehlstücken. Ein Rahmen verso an einer Ecke angesägt (seitlich ca. 2 cm).
Ra. 57,3 x 45,3 cm / Ra. 54,5 x 45,8 cm / Ra. 75,5 x 64,5 cm / Ra. 75,5 x 64,5 cm / Ra. 94,2 x 70,5 cm.
933 Zwei kleine Berliner Leisten. Wohl 19. Jh.
Holz, weiße Grundierung. Blattsilberauflege, mit transparentem Lack-Überzug. Schmale ansteigende Hohlkehle.
Berieben, mit Oxidationsfleckchen im Blattsilber.
Jeweils Ra. 14,5 x 18,2 cm, Falz 13,2 x 16,8 cm, Profil 1,2 x 1,5 cm.
934 Rahmen mit Palmetten-Fries. Frühes 20. Jh.
Holz, partiell stuckiert, schwarz lackiert, die Höhen mit Blattmetallauflage. Die Zierleiste schmal getreppt und kanneliert ansteigend in einem grafisch stilisiertem mit Eierstab ornamentierten Vierkantstab mündend, in zwei schmalen Hohlkehlen und Vierkantstab abfallend zu einer breiten Rahmenplatte mit Ranken- und Palmettendekor sowie einem Vierkantstab, seitlich gerade abschließend. Verso durch Eckverbindungen stabilisiert.
Partiell bestoßen, mit Fehlstelle.
Ra. 64,5 x 54,5 cm, Falz 51 x 41 cm, Profil 8 x 4,5 cm.
935 Profilierter Rahmen. Frühes 20. Jh.
Holz, Silber- und Blattmetallauflage über rotem Poliment. Die Zier- und Abschlussleisten poliert. Sichtleiste im Halbrundstab, darauf folgend ein breiter, geschwungener, nach außen ansteigender Karnies mit Halbrundstab an der Außenkante leicht gekehlt.
Partiell berieben und mit kleinen Fehlstellen. Eine Ecke mit deutlicherer Fehlstelle (ca. 8 x 1 cm) an der Außenkante, mit Goldfarbe übermalt.
Ra. 75 x 61 cm, Falz 63,8 x 49,9 cm, Profil 6,5 x 3,5 cm.
936 Zwei Schmuckrahmen. Spätes 19. Jh.
Holz, Kreidegrund mit gelbem Poliment, mit Blattmetallauflage, masseverziert. Schmuckrahmen auf eckverblattetetem Konstruktionsrahmen.
Berieben, partiell mit kleinen Fehlstellen. Die Profilaußenkanten des ersten Rahmens zum Teil überfasst. Der Rahmen im Louis-XV-Stil vorderseitig mit einem transparenten Lack überfasst.
Ra. 41,5 x 37 cm, Falz 28 x 22,3 cm, Profil 7,5 x 4,5 cm / Ra. 52 x 41 cm, Falz 35,3 x 24,2 cm, Profil 9,5 x 4 cm.
937 Großer Schmuckrahmen. Spätes 19. Jh.
Holz, weiße Grundierung, aufgesetzte reliefierte Masseapplikation in stilisierter floraler Ornamentik, Schlagmetallauflage mit Schellack überfasst. Die Gehrungen mit Ecken hinterlegt.
Schmales, schräg ansteigendes Profil als Sichtleiste, darauf folgend ein Zierband mit Lotosblütenornamentik. Anschließend in eine etwas breitere Rundleiste als Abschluss mündend, nach hintenhin nach innen leicht abgeschrägt.
Zu dem Gemälde Peter Paul Rubens (Kopie nach) "Die Amazonenschlacht" Kat.Nr. 2.
Die Ecken mit Spannungsrissen. Oxidationsfleckchen, partiell leicht berieben, mit wenigen Fehlstellen in der Masseapplikation. Teils deutlichere längliche Ausbrüche an den Einsatzkanten zwischen Masseverzierung und Holzumfassung. Recto mit weißen Farbflecken.
Ra. 144 x 187 cm, Falz 123,5 x 166,7 cm, Profil 12 x 5,5 cm.
946 Barockstuhl. Frühes 18. Jh.
Eiche, lackpoliert. Trapezförmige Sitzfläche über geschwungenen Vorderbeinen, mittels Stegverbindung in die hinteren geraden Vierkantbeine übergehend. Lehne als Rahmenkonstruktion mit Mittelbrett und geschnitztem Dekor im Schulterbereich. Palmettenförmige Kannellierung am Ansatz der Vorderbeine. Rosshaarpolsterung mit Gurtung, Stoffbezug und Zierborte.
Wurmlöchrig, die beiden Vorderbeine mit deutlichen Fraßspuren. Geleimte Brüche an den Beinen und der Stegverbindung.
H. 98,5 cm, B. 45 cm, T. 40 cm, Sitzhöhe H. 47 cm.
947 Barockstuhl. Wohl mitteldeutsch. 18. Jh.
Buche, lackpoliert. Trapezförmige Sitzfläche über geschwungenen Vorderbeinen, mittels Stegverbindung in die hinteren geraden Vierkantbeine übergehend. Lehne als Rahmenkonstruktion mit Mittelbrett und geschnitztem Muscheldekor o.Mi. Schaumstoffpolsterung mit Gurtung, Stoffbezug.
Vereinzelte Wurmlöcher. Beine gekürzt.
H. 103 cm, B. 45 cm, T. 40 cm, Sitzhöhe H. 47 cm.
948 Neo-Empire-Spiegel. Deutsch. 3. Viertel 19. Jh.
Holz, Mahagoni (?) und Maserbirke (?) furniert, lackiert, Messing. Hochrechteckiger, dreiteiliger Aufbau. Kopfteil mit vertieftem Rechteckfeld und einem wiederum vertieften Bogenfeld, mehrfach gestuftes Kranzgesims mit abschließender, ebonisierter Giebelbekrönung. Das Unterteil mit vertieftem Rechteckfeld. Dort sowie im o. Bogenfeld mit applizierten Messingbeschlägen in Form von Grotesken unten sowie Sphingen und Flakon oben. Spiegelglas mit Facettenschliff. Verso mit einem Besitzeretikett.
Leicht geöffnete Fugen. Rechteckige Felder unter- und oberhalb des Spiegels verwölbt, das u. mit Trocknungsrissen sowie partiellen Fehlstellen u.li. Zwei Fehlstellen an den beiden o. re. Simsen. Furnier an den u. Ecken bestoßen. U.li. Ecke des u. Rechteckfeldes mit Spuren eines inaktiven Schädlingsbefalls mit partiellem Furnierverlust. Spiegelglas mit Sprung o.li.
H. 158 cm, B. 65 cm, T. 4 cm.
949 Spätklassizistischer Pfeilerspiegel. Michael Vogt & Sohn, Mannheim. Um 1820.
Holz, vergoldet. Hochrechteckiger Aufbau mit breiterer oberer und schmalerer unterer Abschlussleiste, beide mit reliefiertem Palmetten-, Rosetten- und Blattdekor. Leicht hervorkragendes, gerades Gesims, mit alternierendem Floral-Reliefdekor, darunter ein Eierstabfries. Verso mit dem Etikett "Michael Vogt & Sohn, Vergolder und Spiegel-Fabrikanten in Mannheim […]". Spiegelglas mit Facettschliff.
Erneuerte Vergoldung, mit kleineren Rissen und Fehlstellen, partiell berieben. Rückwand ebenfalls erneuert. Verso mit Tapetenresten. Spiegel erneuert.
H. 130 cm, B. max. 74,5 cm, T. max. 10,3 cm.
950 Kommode. China. 2. Hälfte 20. Jh.
Holz, lackiert, die Fronten der Schübe und der Türen polychrom staffiert. Messingmontierungen. Hochrechteckiger Korpus mit 15 kleinen Schüben über einem zweitürigen Fach und drei Blendkartuschen. Vier volutenähnliche Vierkantbeine nach innen einschwingend, die vorderen Beine jeweils mit den hinteren über eine Kufe verbunden. Geschweift gesägte Frontzarge. Seitlich auskragende Deckplatte mit seitlich aufschwingenden Kanten. Innen teilweise mit texiler Auskleidung. Der re. Türflügel innenseitig mit gestemptelter Signatur (?).
Deckplatte am re. Rand minimal bestoßen, dadurch eine winzige Fehlstelle im Lack. Türen etwas schwergängig.
H. 76,3 cm, B. 47,5 cm, T. 31,5 cm.
951 Unikaler "Mosaik-Tisch". Helmut Gebhardt, Dresden. Wohl 1970er Jahre.
Helmut Gebhardt 1926 Dresden – 1989 ebenda
Farbglas in Weiß und Grautönen, Kitt, Buche und Esche, mattiert und partiell schwarzbraun lackiert sowie Messingband. Dreibeinige Konstruktion mit trapezförmiger Deckplatte. Diese mit grafischem Bogenmuster aus unregelmäßigen Mosaikplättchen belegt. Konische Rundstabbeine mit Zwinge. Unterseits mit dem originalen Verkaufsetikett.
Helmut Gebhardt ist bisher ausschließlich als Grafiker bekannt. Die Übersetzung seiner grafischen Bildsprache in einen kunsthandwerklichen Bezug ist außergewöhnlich.
Oberfläche mit minimalen Nutzungsspuren, ein Mosaikplättchen bestoßen, vier mit feinem Riss, im Gesamtbild unauffällig. Messingband mit Oxidationsspuren und Bereibungen. Beine mit kleinen Trockenrissen, diese farblich leicht abweichend retuschiert.
H. ca. 56,5 cm, Deckplatte 90 x 77 cm (58,5 x 20 cm).
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *
952 "Menzel-Stuhl 50642". Erich Menzel für VEB Deutsche Werkstätten Hellerau. 1950/1951.
Erich Menzel 1910 Dresden
Buchenschichtholz, 29 Lagen, gebeizt. Seitenrahmenkonstruktion. Rechteckige Sitzfläche, vorderseitig in eine gerundete Zarge übergehend und rechteckiges Lehnenbrett. Vierkantbeine.
Einer der wichtigsten Nachkriegsentwürfe aus der ehemaligen DDR des bekannten Formgebers Erich Menzel. Dieser erste spanlos verformte Furnierstuhl "entstand aus geharzten Furnierschnittstücken [in 29 Lagen], die mit Hilfe eines dampfbeheizten Preßgesenkes bei einem hydraulischen Druck von 60 kg / cm2 und
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H. 78,5 x B 43,5 x T 52,5 cm.
Richard Riemerschmid 1868 München – 1957 ebenda
Eiche, geräuchert, Beschläge gescheuert. Trapezförmige Sitzfläche über geraden Vierkantbeinen. Zargenbretter, holzgenagelt, das vordere geschweift. Durchbrochen gearbeitete Lehne mit halbrundem Abschluss.
Vgl. Nerdinger, Windfried: Vom Jugendstil zum Werkbund – Werke und Dokumente. München, 1982. S. 205, Nr. 137e.
Das originale Rohrgeflecht der Sitzfläche durch eine Polsterung mit Lederbezug ergänzt. Lederbezug mit Rissen und oberflächlichen Materialverlusten.
H. 90 cm, B. 42 cm, T. 43 cm, Sitzhöhe 45 cm.
954 Drei Gardarobenhaken. Richard Riemerschmid für Deutsche Werkstätten Hellerau. Um 1908.
Richard Riemerschmid 1868 München – 1957 ebenda
Messing, gegossen. Auf ein Nadelholzbrett mit Aufhängeösen montiert.
Vgl. Deutsches Warenbuch. Hg. Dürerbund – Werkbund-Genossenschaft. Dresden-Hellerau und München 1915, S. 215, M 617.
Mit leichten Gebrauchsspuren. Holzleiste o.re. bestoßen.
H. 15 cm.
955 Stapel-Tablett. Richard Riemerschmid für Vereinigte Werkstätten München. Um 1931.
Richard Riemerschmid 1868 München – 1957 ebenda
Sperrholz (Buche ?), gepresst, dunkelbraun gebeizt. Rechteckform mit s-förmig aufschwingenden Stirnseiten und leicht aufgestellten Längsseiten. Auf der Unterseite bezeichnet "Ri.".
Große Ausführung, wohl eine der bei Nerdinger erwähnten Entwurfsvarianten, vgl. Nerdinger, Windfried: Vom Jugendstil zum Werkbund – Werke und Dokumente. München, 1982. S. 302, Nr. 353 a.
Ausst.-Kat. Richard Riemerschmid, Münchner Stadtmuseum, München 1982, S. 302, Nr. 353.
Eine Ecke mit Fehlstelle. Kleine Positionierleisten auf der Unterseite ergänzt. Nachträglich dunkelbraun gebeizt, Beize mit Bereibungen.
68,5 x 44,5 cm.
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *
956 Paar Freischwinger "S 34". Mart Stam für Thonet. Um 1990.
Mart Stam 1899 Purmerend – 1986 Goldach (Schweiz)
Stahlrohrkonstruktion, verchromt. Sitzfläche, Rückenlehne und Armauflagen aus schwarzem Kernleder. Unterhalb der Sitzflächte mit Spannbügeln. Auf der Unterseite mit beidseitiger Lederprägung "THONET".
Entwurfsjahr: 1926; Ausführung: um 1990.
Verchromung in sehr gutem Erhaltungszustand. Lederbespannung mit leichten Gebrauchsspuren.
H. 85 cm, Sitzhöhe 45 cm.
961 Teppich mit Jagdszenen. Wohl Ghom, Zentraliran. Spätes 20. Jh.
Wolle auf Wolle, Kurzflor, ca. 700.000 Knoten / m². Zentralfeld mit Reitern, mit Pfeil und Bogen, Lanze bzw. Schwert verschiedene Tiere jagend sowie florale Elemente auf hellgrünem Grund. Umlaufende, vierreihige Bordüre, die Hauptbordüre mit Medaillons, stilisierten Blüten und Rosetten auf rotem Grund.
Sehr guter Erhaltungszustand.
192 x 124 cm.
Seide auf Seide, Kurzflor, mit eingewebten Metallfäden, ca. 800.000 Knoten / m². Zentralfeld mit vielfältigen Tier- und Baumdarstellungen auf hellem Grund. Umlaufende, dreiteilige Bordüre, die Hauptbordüre ebenfalls mit Tier- und Baumdarstellungen. Mit Signaturkartusche an der u. Stirnseite.
Sehr guter Erhaltungszustand. Der o. Kelimrand mit Reißzwecklöchlein und -abdrücken, teils mit unscheinbaren grünlichen Verfärbungen.
159 x 108 cm.
963 Felder-Teppich "Ghab-ghabi". Wohl Ghom, Zentraliran. Spätes 20. Jh.
Seide auf Seide, Kurzflor, ca. 1.000.000 Knoten / m². Zentralfeld mit vierzig rechteckigen Feldern mit Blumen- , Baum- und Tiermotiven auf beigefarbenem bzw. grünlich-ockerfarbenem Grund, umlaufend gerahmt einer mehrteiligen Bordüre, die Hauptbordüre mit Blütenranken und Vögeln auf rotbraunem Grund. Die Trennstege und Bordüreneinfassung mit stilisierten Blüten- und Blattranken. Verso ein geklammertes Verkäufer-Etikett, bezeichnet "Flor Kette Schuss Reine Naturseide".
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210 x 141 cm.
964 Gebetsteppich. Wohl Hereke, Anatolien, Türkei. Spätes 20. Jh.
Seide auf Seide, ca. 1.000.000 Knoten / m². Zentralfeld mit dem Motiv der Mihrab (Gebetsnische) sowie stilisierten arabischen Schriftzeichen in einer Kartusche auf roséfarbenem bzw. beigefarbenem Grund. Umlaufende, dreiteilige Bordüren, die Hauptbordüre mit Schriftkartuschen. Die Längskanten mit angesetztem Saumband. U.re. Mit einem ca. 8 mm großem Bleisiegel mit schwach lesbarer Pressmarke.
Sehr guter Erhaltungszustand. Der o. Kelimrand mit unscheinbaren Nagellöchlein.
148 x 104 cm.
965 Kleiner Felder-Teppich "Ghab-ghabi". Wohl Ghom, Zentraliran. Spätes 20. Jh.
Seide auf Seide, Kurzflor, ca. 800.000 Knoten / m². Zentralfeld mit 16 rechteckigen Felder mit Baum- und Tiermotiven auf hellbeigem, zart grünlichem Grund, gerahmt von einer umlaufenden Bordüre mit Sternmotiven, in der Ecke o.re. mit Schrift- / Signaturkartusche. Die Trennstege und Bordüreneinfassung mit stilisierten Blüten- und Blattranken ornamentiert. Die Stirnseiten mit schmalen Kelimenden.
Sehr guter Erhaltungszustand. Am o. Kelimrand unscheinbare Nagellöchlein.
46 x 60 cm.
966 Gebetsteppich. Tekke Hatschlu, Turkmenistan. Wohl um 1930.
Wolle auf Wolle, Kurzflor. Zentralfeld mit Baum- und Leuchtermotiven und Tekke-Göls, die untere Kante mit Botehs. Die Stirnseiten mit Kelimenden.
Der Hatschlu ist ein besonders fein geknüpfter Gebetsteppich der Turkmenenstämme. Häufig wird das Textil als Vorhang für Stammeszelte verwendet. "Hatschlu" bedeutet "mit Kreuz". Die Struktur dieses Teppichs ist fest, glatt und schmiegsam.
Leichte Gebrauchsspuren. Vereinzelt mit kleinen Reparaturen (?).
182 x 129 cm.
Seide auf Seide, Kurzflor, ca. 1.700.000 Knoten / m². Zentralfeld mit vielfiguriger Darstellung eines Zeltdorfes vor einem Gebirgszug mit Gewässer, Vegetation, verschiedenen Tieren sowie mit Kamelkarawane, Feuerstelle und weiteren Einzelszenen. Umlaufende, breite, dreiteilige Bordüre, die Hauptbordüre mit Jägern zu Pferde sowie floraler Ornamentik.
Sehr guter Erhaltungszustand. Verso drei kleine unscheinbare blasse Flecken o.li. sowie u.li. mit Faserstift nummeriert.
154 x 90 cm.