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| AUKTION 69 | 18. September 2021 |
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869 Vodka-Tasse. Moskau. Wohl spätes 19. Jh.
Silber. (geprüft), getrieben und ziseliert. Teile der Außenwandung sowie die gesamte Innenwandung vergoldet. Vierpassige, godronnierte Kuppa über einem ovoiden Standring, mit seitlich angesetztem Spangenhenkel. Unterseits mit Pseudomarken (Stadtmarke, datierte Marke des Beschaumeisters Andrej Andrejew "AA" im Rechteck, verschlagen, Marke des Aldermans Fedor Petrow "AFP" im Herz, verschlagen sowie der Meistermarke "ED" in kyrillischen Majuskeln). Spangenhenkel ebenfalls gemarkt.
Vergoldung leicht berieben, vereinzelte Druckstellen.
H. 3,1 cm, Gew. 33,1 g.
870 Vodka-Tasse. Moskau. Wohl spätes 19. Jh.
Silber. (geprüft), getrieben, ziseliert und graviert. Vierpassige Kuppa über einem ovalen, konischen Standring, mit seitlich angesetztem, gegenläufigen Spangenhenkel. Die Außenflächen mit drei gravierten ovalen Medaillons und Festons. Unterseits mit Pseudomarken (zweifache, datierte Stadtmarke, verschlagen, der Marke des Aldermans Fedor Petrow "AFP" im Herz, der Marke des Beschaumeisters Stepan Belkin "SB" im Rechteck sowie der Meistermarke "SO" in kyrillischen Majuskeln im Rechteck). Der Spangenhenkel ebenfalls gemarkt.
Die Wandung mit vereinzelten Druckstellen.
B. (mit Henkel) 7,5 cm, Gew. 24,35 g.
871 Kleiner Becher "Pente Na Starovje". Wohl Moskau. 1885.
875er Silber (84 Zolotniki), getrieben und graviert, der Boden mit Resten einer Vergoldung. Zylindrische Wandung über drei Kugelfüßen. Die Wandung graviert "Pente Na Starovje" in kyrillischen Majuskeln sowie dem ligierten Monogramm "BF" in einer ebenfalls gravierten Architektur. Unterseits mit der Feingehaltspunze, der datierten Beschaumeistermarke "WP" (nicht aufgelöst) in kyrillischen Majuskeln im Rechteck, der Stadtmarke (verschlagen) und einer weiteren verschlagenen und verputzten, nur schwer erkennbaren Marke.
Vereinzelte, winzige Kratzspuren.
H. 4,9 cm, Gew. 34,45 g.
872 Kernstück eines Mokkaservices "Dresdner Hofmuster". Hermann Behrnd, Dresden. Ende 19. Jh.
Hermann Behrnd um 1870 Dresden
925er Silber, gegossen und getrieben, partiell ziseliert und gelötet, Bein. Dreiteilig, bestehend aus Mokkakanne, Milchkännchen und Zuckerschale. Die Kanne auf vier rocailleförmigen Füßchen mit godronierter Wandung und Haubendeckel mit dem reliefiertem Dekor "Dresdner Hofmuster". Der volutenförmige Ohrenhenkel mit Dämmringen aus Bein, Knauf des Deckels in Rocailleform. Milchkännchen und Zuckerschale auf einem runden Standring mit godronierter Wandung und ausladender Lippe. Unterseits
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Mokkakanne H. 19 cm, Milchkännchen H. 7,5 cm, Zuckerschale 5 cm, Gew. 506 g.
873 Tranchierbesteck. Harrison Brothers & Howson, Sheffield. 1892.
925er Silber, gepresst, Stahl, montiert, Hirschhorn. Dreiteilig, bestehend aus Fleischgabel mit Schutzvorrichtung, Tranchiermesser und Wetzstahl. Die Enden der Horngriffe in einer silbernen Schneckenform gefasst, jeweils mit der gepunzten Stadtmarke, Lion Passant, Jahresmarke und der Firmenmarke "HH". Besteckaufsätze aus Stahl, die Messerklinge mit der Pressmarke "VR" und der dazwischengesetzten Krone sowie "HARRISON BROS & HOWSON / CUTLERS TO HER MAJESTY".
Die Besteckaufsätze aus Stahl mit leichten Korrosionsspuren. Die Silbermontierung mit kleineren, punktuellen Kerben und Bestoßungen.
Gabel L. 29 cm, Messer L. 40,5 cm, Schleifstab L. 33,5 cm.
874 Acht Austerngabeln des Freiherrn Carl von Dippe. Jürst, Berlin. 1880er Jahre/1890er Jahre.
15lötiges Silber. Gebogte, dreizinkige Kellen mit flachen Stielen, jene mit Augsburger Faden auf der Ober- und Unterseite. Die Oberseiten der Laffen mit dem gravierten, ligierten Monogramm "CD" unter der Freiherrenkrone (Carl von Dippe, 1852–1900), unterseits mit der geprägten Herstellermarke und Feingehaltsmarke.
Die Austerngabeln gehörten zum ehemaligen Inventar des Klosters Althaldensleben ins Sachsen-Anhalt, welches seit 1893 von dem Freiherrn Carl von Dippe bewohnt wurde.
Mit minimalen Gebrauchsspuren.
L. 14,7 cm, Gew. 161 g.
875 Sechs Mokkalöffel. Joseph Rodgers & Sons,Sheffield. 1910.
925er Silber. Gemuldete, ovoide Laffen mit schmalen, von einem feinen Kordelfries gerahmten Stielen. Die leicht ansteigenden Stielenden mit halbrundem Abschluss. Verso auf der Laffe jeweils mit der gepunzten Stadtmarke, Lion Passant, Jahresmarke, Meistermarke "JR" und der firmeneigenen Trade Mark.
Mit minimalen Gebrauchsspuren.
L. 11,1 cm, Gew. 80 g.
876 Sechs Kaffeelöffel. Keitsch, Deutschland. Wohl 20. Jh.
800er Silber. Die Laffen mit ovoider, gemuldeter Form und spitzem Abschluss, die Stiele mit flächigem, dreikantigen Abschluss. Verso auf der Laffe jeweils mit der gepunzten Kennzeichnung für geschützte Gebrauchsmuster "D.R.G.M.", Halbmond und Krone, der Feingehaltsmarke "800", einem "F" im Kreis und der Herstellermarke.
Mit minimalen Gebrauchsspuren.
L. 14,4 cm, Gew. 119 g.
881 Herrenring in Form eines Löwenkopfes mit Brillant-Solitär. Wohl 2. H. 20. Jh.
585er Gelbgold. Flache Ringschiene, die ornamentale, geometrische Ringschulter zentral zu einem figürlichen Löwenkopf im Halbrelief aufsteigend. Im Maul des Löwen ein Ajour-gefasster Brillantsolitär (ca. 0,5 ct / Weiss / P2). Die Augen als kleine Rubine ausgeführt. Die innere Ringschiene mit dem Feingehaltstempel und dem Juwelierstempel "B" im liegenden Oval.
Der Brillant mit zwei eingeschlossenen Spaltrissen (ca. 2,5 und 1,5 mm).
Mit winzigen Tragespuren, die Lotverbindung auf der inneren Ringschiene mit winzigen Lunkern.
D. 20 mm (Ringgröße 63), Gew. 14,3 g.
882 Damenring und zwei Ohrclips. Provinz Varese, Italien. 1944 -1968.
750er Rosé- und Gelbgold. Blütenförmiger Ringkopf in Knotenform mit verbindendem Blattelement. Die Oberfläche poliert, geriffelt und gehämmert. Mittlere, leicht gerundete Schiene. Die Ohrclips in annähernd adäquater Form, mit einer Clipbrisur. Im Ringkopf mit der Feingehaltsmarke "750" sowie dem Kontrollstempel (Ziffer undeutlich). Die Ohrclips mit der Feingehaltsmarke.
Zwei Ohrclips von Juwelier Bernhard Blum, Kurfürstendamm 219, Berlin, aus Ringen umgearbeitet.
Ring D. 53 mm (Ringgröße 17), D. Ohrclips 2,0 cm. Gew. zus. 27 g.
883 Krawattennadel mit Perle. 20. Jh.
585 Rotgold, Messing, versilbert. Die Perle auf einem längsgerillten, leicht geweiteten Unterbau über runden Querschnitt aufgesetzt. Mit einem Sicherheitsaufsatz mit Aufsteck-Gewinde-Mechanismus. Die Nadel mit Feingehaltsstempel am o. Ende.
Versilberung des Sicherheitsaufsatzes berieben.
L. 6,6 cm, Gew. 1,7 g.
884 Belle Époque-Schiffchenring mit Saphir und Diamanten. Um 1890/1900.
14k Rotgold (geprüft). Schmale Ringschiene mit aufsteigender, spitz zulaufender Schulter. Der Ringkopf in Schiffchenform, mit zentralem, nachtblauen Saphir (ca. 0,2 ct) mit Ovalschliff in einer Ajour-Krappenfassung, umgeben von 26 Altschliffdiamanten (Ges. ca. 0,5 ct), in Ajour-Körnchenfassung. Ungemarkt.
Saphir im Fassungssitz leicht verdreht.
D. 17,5 mm (Ringgröße 55,5 cm), Gew. 3,35 g.
885 Damenring mit Muschelkamee. 20. Jh.
333er Gelbgold, Muschel, geschnitten. Längsovale Kamee mit einem Damenprofil nach rechts, in einer durchbrochen gearbeiteten Zarge. Zwei Flachdrähte von der Ringschiene zur oberen Zargenfassung übergehend. Auf der inneren Ringschiene mit dem Feingehaltsstempel sowie der Herstellerpunze "xx" (nicht aufgelöst).
Ringschiene mit minimalen Tragespuren.
Ring D. 18,5 mm (Ringgröße 56), Gew. 3,5 g.
886 Damenring mit synthetischem Schmuckstein. Mitte 20. Jh.
585er Gelbgold. Schmale Ringschiene, die Ringschulter über je zwei Laffen zum durchbrochen gearbeiteten, quadratischen Ringkopf mit zentralem, körnchengefasstem Schmuckstein aufsteigend. Der Randbereich des Ringkopfes in doppelreihigen Millegriffes gearbeitet. Die innere Ringschiene mit dem Feingehaltsstempel und der Meistermarke "RS" im Quadrat.
Innere Ringschiene berieben. Minimale Tragespuren.
D. 18 mm (Ringgröße 57,5), Gew. 5,15 g.
887 Damenring mit Brillant. 20. Jh.
750er Weißgold, 750er Gelbgold. Schmale Ringschiene mit aufsteigender, spitz zulaufender Schulter. Zentral ein Brillant in einer Ajour-Krappenfassung (0,5 ct. / Feines Weiß – Weiß / VS. Geriebene Rundiste, kleine Kalette-Tafel). Auf der inneren Ringschiene mit dem Feingehaltsstempel und der Herstellermarke "R" mit einem kleinen Quadrat u.re. (nicht aufgelöst).
Ringschiene mit minimalen Tragespuren.
D. 16,5 mm (Ringgröße 51 cm), Gew. 2,85 g.
Elfenbein, partiell geschnitzt, Gelbmetall, Faden. Ein Collier mit runden, besonders gleichmäßigen Perlen und Gewindeschließe. Ein Collier mit großem Anhänger mit Elefant, durchbrochen gearbeitet und im Flachrelief, sowie fünf Perlen in Elefantenform geschnitzt und kleinen, runden Perlen sowie einer Metallschließe aus Gelbmetall. Ein Collier mit ovalen Perlen im Verlauf und Gewindeschließe. Der einzelne Anhänger in Form einer Rosenblüte mit Anhängeöse aus Gelbmetall.
Oberfläche partiell gegilbt, mit vereinzelten minimalen Tragespuren.
Colliers L. 154 cm / L. 51 cm / L. 42 cm / Anhänger H. 11 mm.
Koralle, Gelbmetall, Faden. Einreihiges Collier aus kleinen Korallen-Ästchen mit Federring-Schließe. Ungeknotet.
Verschluss mit leichten Nutzungsspuren.
L. 75,5 cm.
890 Bernsteincollier. Wohl VEB Ostsee-Schmuck. 1970er/1980er Jahre.
Rohbernstein, Faden. Orange-bräunlicher, opaker und transluzenter Bernstein im Verlauf, durchgehend ohne Schließe. Ungeknotet.
L. 75 cm.
891 Bernsteinring und Bernsteincollier. Wohl VEB Ostsee-Schmuck. 1970er/1980er Jahre.
835er und 800er Silber, partiell punziert, Naturbernstein, geschliffen und poliert. Ringkopf mit Bernstein auf einem ovalen Drahtunterbau, flankiert von zwei kleinen Kugeln und von zwei geschwungenen Runddrähten überfasst. Collier mit Venezianerkette und Federschließe, der Bernstein des Anhängers in einer konkav geformten, in Kreisformen punzierter Schale, von einem unregelmäßig geschwungenen Runddraht gefasst. Auf der inneren Ringschiene und verso des Anhängers mit dem
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Ring D. 17 mm (Ringgröße 53), Collier L. 41 cm, Anhänger H. 5,9 cm, Gew. ges. 20,25 g.
885er Silber und 835er Silber, Bernstein, geschliffen und poliert. Armband mit sechs querovalen Gliedern mit je einem kastengefassten Bernstein im Cabochonschliff, verbunden von rechteckigen Gliedern. Mit Clipschließe und Sicherheitskettchen. Der Anhänger kuppelförmig aus mit Runddraht verbundenen Kordelkreisen aufgebaut, zentral ein hochovaler Bernsteincabochon in Kastenfassung. Jeweils mit den Feingehaltsstempeln unterseits der Kastenfassung bzw. in der Schließe sowie der Herstellermarke.
Mit minimalen Tragespuren.
Armband L. 20 cm, Anhänger H. 3,7 cm, Gew. ges. 30,75 g.
901 Yoshiiku Ochiai, Fünf Kabuki-Schauspieler (Triptychon). 1870.
Yoshiiku Ochiai 1833 Edo – 1904 ?
Farbholzschnitte auf Japan. Jedes Blatt mit Kartuschen zur Bezeichnung der Schauspieler, der Künstler-Signatur und den Zensor-Siegeln versehen. Jeweils an den Ecken im Passepartout nebeneinander montiert und hinter Glas in einer schmalen, schwarzen Leiste gerahmt.
Mit der Darstellung der Schauspieler Nakamura Shigan, Iwai Shijaku, Bando Mitsugoro, Onoé Kikugoro.
Alle drei Einzelblätter eng beschnitten. An den Ecken minimal knickspurig und mit leichten Quetschfalten. Technikbedingt wellig.
Bl. je ca. 36 x 24,1 cm.
902 Deckeldose / Aschenbecher. China. Mitte 20. Jh.
Rotlack, Messing, blaues Email. Deckeldose und Aschenbecher mit korrespondierendem Dekor mit figürlichen Darstellungen in Landschaft, gerahmt von stilisiertem, floralen Ornament. Ungemarkt.
Mit marginalen Gebrauchsspuren.
H. 10 cm, D. 8 cm / D. 10,5 cm.
903 Bildtafel. Japan. Wohl späte Meiji-Zeit. Um 1910.
Nadelholz, mattschwarz lackiert, Bein und Perlmutt. Figürliche Intarsien im Halbrelief mit der Darstellung eines hängenden Vogelhäuschens in Form einer Pagode, darauf vier Sperlinge und ein Wisteria-Zweig. U.li. auf einem hochrechteckigen Perlmuttblättchen geritzt signiert (nicht aufgelöst).
Rand der Bildtafel mit vereinzelten Bestoßungen, teilweise mit partiellem Lackverlust. Auge des li. Sperlings fehlend.
H. 45,5 cm, B. 30 cm.
904 Orakelbrett. Wohl Yoruba, Nigeria. 20. Jh.
Holz, geschnitzt und dunkelbraun geschlämmt. Rechteckiges Orakelbrett, in der o. Mitte ein geschnitztes Gesicht, flankiert von einem abgesetzten, umlaufenden Bandornament. Im Zentrum der Rückseite mit kreisförmiger Ausfräsung.
Provenienz: Bremische Privatsammlung.
Geschnitztes Gesicht mit kleiner Fehlstelle im Bereich der u. Lippe. Zwei Trocknungsrisse am li. Rand. Eine helle, strichförmige, nach u. verlaufende Verfärbung im Bereich der Mi. U.li. Ecke bestoßen und mit kleinem, eingeschlagenen Nagel.
H. 22 cm, Br. 34 cm, T. 2,5 cm.
905 Modelltür eines Schreines. Wohl Dogon, Mali. 20. Jh.
Holz, geschnitzt, rotbraun geschlämmt, Eisen. Im Hochrelief, teils nahezu vollplastisch, geschnitzte Tür aus zwei Brettern, verbunden mit Eisennägeln. Mit einem Riegelschloss und kleiner Eisenhandhabe.
Die Darstellungen weiblicher und männlicher Ahnfiguren, Schlangen, Krokodile und Schildkröten greifen die Motivik der monumentalen Türen vor Getreidespeichern auf, welche u.a. vor Missernten und Fäulnis schützen soll.
Provenienz: Bremische Privatsammlung.
Zwei Figuren mit Fehlstellen in der Mi. und u. Mi.
H. 58,5 cm, B. 41 cm, T. 5,5 cm.
916 Plattenspieldose mit Unterschrank. Kalliope Musikwerke AG, Leipzig. 1898– 1919.
Nussbaum, furniert und lackiert. Die Flächen partiell mit profilierten Rahmenleisten und gedrechseltem bzw. geschnitztem Ornamentdekor. Dreiteiliger Aufbau aus Spieltruhe, Unterschrank und aufgestecktem Zwischenboden. Das rechteckige Gehäuse der Truhe mit Scharnierdeckel, auf der Innenseite der goldfarben geprägte Schriftzug "Kalliope". Der Unterschrank auf vier gedrückten Kugelfüßen und mit einer doppelten Flügeltür. Darauf je ein Kassettenfeld sowie ein Schlüsselschild aus Messing
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H. 103,5 cm, B. 75 cm, T. 59,5 cm, Plattendurchmesser jeweils 45 cm.
917 Plattenspieldose "Kalliope Nr. 62 G". Kalliope Musikwerke AG, Leipzig. 1898– 1919.
Nussbaum, furniert. Rechteckiger Korpus mit Scharnierdeckel und gedrechselten Applikationen. Auf der Deckelinnenseite der goldfarben geprägte Schriftzug "Kalliope".
Mechanischer Lochplattenspieler. Spielwerk mit Stimmkamm und innenliegendem Kurbelaufzug ohne Gehäusedurchführung (Aufzugschlüssel liegt bei). Antriebswelle mit zwei Mitnahmestiften.
Ca. 17 Kalliope-Blechlochplatten, u.a. mit den Melodien "Vie d'artiste", "Stille Nacht, heilige Nacht" und "Ballsirenen" aus "Die lustige
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H. 23 cm, B. 47,5 cm, T. 44,5 cm, Plattendurchmesser jeweils 33,1 cm.
Nussbaum, furniert. Rechteckiger Korpus mit farbig-floral intarsiertem Scharnierdeckel. Auf der Deckelinnenseite eine Druckeinlage mit musizierenden Putti und dem Schriftzug "Symphonion". Darunter ein Etikett mit der Angabe zu den passenden Platten.
Mechanischer Lochplattenspieler. Spielwerk mit Stimmkamm, acht Glocken und nach außen durch das Gehäuse geführtem Kurbelaufzug. Profilierte goldfarbene Innenabdeckung mit dem Schriftzug "Symphonion".
Ca. 15 Blechlochplatten mit Motiv,
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H. 26 cm, B. 44,5 cm, T. 40,5 cm, Plattendurchmesser jeweils 33,6 cm.
919 Plattenspieldose "Kalliope No. 50" (?). Kalliope Musikwerke AG, Leipzig (?). Wohl um 1900.
Rechteckiges furniertes und lackpoliertes Nussbaumholzgehäuse mit intarsiertem Scharnierdeckel. Auf der Deckelinnenseite ein eingelegter farbiger Druck mit Blumenmotiv und der senkrechten Beschriftung "Alice Pr[…]" u.li.
Mechanischer Lochplattenspieler. Spielwerk mit Stimmkamm und innenliegendem Kurbelaufzug ohne Gehäusedurchführung (Aufzugschlüssel liegt bei). Antriebswelle mit zwei Mitnahmestiften.
Ca. 12 Blechlochplatten in einem Album, u.a. mit den Melodien "Es ist ein Ros
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H. 17 cm, B. 29 cm, T. 27 cm, Plattendurchmesser jeweils 23,3 cm.
920 Plattenspieldose "Polyphon No. 43b". Polyphon Musikwerke AG, Leipzig-Wahren. 1898– 1930.
Nussbaum, furniert und lackiert. Rechteckiger Korpus mit Scharnierdeckel. Auf der Deckelinnenseite eine Druckeinlage mit musizierenden und tanzenden Putti.
Mechanischer Lochplattenspieler. Spielwerk mit Stimmkamm und nach außen durch das Gehäuse geführtem Kurbelaufzug. Profilierte goldfarbene Innenabdeckung mit dem Schriftzug "Polyphon", dazu eine runde Markenplakette.
Ca. 33 Blechlochplatten mit Motiv, u.a. mit den Melodien "Lustige Hannoveraner", "La paloma" und
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H. 26,6 cm, B. 54,4 cm, T. 46,9 cm, Plattendurchmesser jeweils 39,5 cm.
Verschiedene Hölzer auf Nadelholz furniert, partiell ebonisiert, schellackpoliert. Längsrechteckiger Korpus auf mehrfach getrepptem Sockel, mit floralen Intarsien auf Vorder- und Oberseite. Leicht bombierter Deckel, innenseitig mit Melodienblatt. Schloss mit Schlüssel. Innen mit scharniertem, verglastem Deckel zum Schutz des Spielwerkes. Spielwerk mit zehn Melodien, übergroßer Messing-Zylinder, zwei Stahl-Tonkämme mit insgesamt 100 Tonzungen mit Federstahl-Dämpfern und
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Gehäuse L. 74 cm, B. 30 cm, H. 20,5 cm; L. Zylinder 44 cm, D. 5,2 cm.
922 Bildnis eines Gelehrten (?). Wohl Mitte 16. Jh.-Frühes 17. Jh.
Hinter- und Vorderglasmalerei, Blei. Feine Glasmalerei eines Gelehrten (?) mit Skelett und Sanduhr. Besondere Plastizität durch den mehrschichtigen Farbauftrag auf der Vorder- und Rückseite der Scheiben. Unsigniert.
Bleifassung und Kette erneuert. Sehr kleiner Bruch im Glas im Bereich unterhalb des Kreuzes, jedoch nicht die Stabilität der Fassung beeinträchtigend.
H. 29,5 cm, B. 22,5 cm.
923 Ovale Biedermeierplatte mit Putto und Kind. Wohl 1. H. 19. Jh.
Messing, getrieben. Der Spiegel mit der Darstellung eines Putto, auf einem Pergament eine griechische Amphore präsentierend, und eines Kindes, umgeben von Attributen der klassischen Baukunst und Bildhauerei, wie Hammer, Zirkel und Gradmesser. Der Spiegel mit umlaufenden Blütenfestons und Wellenrand. Verso mit einer Öse zur Aufhängung. Ungemarkt.
Verso zwei winzige Löchlein mit Zinn gefüllt, recto leicht durchdringend, im Gesamtbild jedoch kaum wahrnehmbar.
H. 27 cm, B. 33,5 cm.
924 Ambrose Duval / E. Machkova / Zwei unbekannte Künstler, Vier Porträtminiaturen. 19. Jh.
Ambrose Duval um 1760 ? – nach 1856 ?
Gouachen auf Bein bzw. Elfenbein. Ein Bildnis u.re. geritzt signiert "Duval", ein weiteres Bildnis u.re. signiert "E. Machkova". Zwei Damen und zwei Herrenbildnisse auf runden, bzw. ovalen Bein- bzw. Elfenbeinplatten. Jeweils hinter Glas in einem Holz- oder Messingrahmen mit Ösen zur Aufhängung. Zwei Rahmen verso mit Klappständer.
Mit leichten Gebrauchsspuren.
H. 7,5 cm / H. 8,5 cm / H. 7,5 cm / H. 7 cm.
925 Kleine Stutzuhr. 2. H. 19. Jh.
Messing, Glas, Emaille. Hochrechteckiger Korpus auf einem verkröpften Sockel mit vier Volutenfüßchen. Der obere Aufsatz von einer mit Früchten gefüllten Vase, flankiert von zwei Laub- und Fruchtwerkspangen, bekrönt. Das Zifferblatt hinter Uhrglas mit weißen Emaille-Kartuschen in der Art von Boulle-Uhren, darauf nachtblaue, römische Ziffern. Zwei Aufzugswellen sowie eine Welle zur Regelung der Laufgeschwindigkeit. Mit Fleurs de Lys-Zeiger und Birnenzeiger. Halbstundenschlag auf Glocke,
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H. 31 cm, B. 22 cm, T. 13 cm.
926 Paar große Blaker. Wohl Schlesien. Wohl Spätes 19. Jh.
Messing, reliefgeprägt, partiell poliert und montiert. Zweiflammig. Die Schilde gerahmt von geschwungenen Rocailleformen und Voluten, im Zentrum konkav gewölbte, glatte Flächen. Unterhalb des zentralen Spiegels je zwei montierte, s-förmig geschwungene Spangen mit rosettenförmiger Tropfschale und zylindrischen Tüllen.
Die Schilde mit vereinzelten, kleinen Durchbrüchen, im Gesamtbild jedoch kaum wahrnehmbar.
H. 50,5 cm, B. 35 cm.
927 Große Kasserolle. Wohl 1741.
Kupfer, geschmiedet, getrieben und genietet. Zylindrische Wandung über rundem Querschnitt. Auf dem angenieteten Stiel graviert datiert "1741" und nummeriert "4".
Mit vereinzelten Oxidationsspuren. Unterseits mit kleinen Kratzern. Wandung und Fahne mit leichten Dellen. Boden uneben.
D. 28,2 cm, L. 56 cm.
928 Mörser mit originalem Pistill. Wohl deutsch. Wohl 15. /16. oder 18. Jh.
Bronze, gegossen. Zylindrischer Korpus mit leicht ausgestelltem Stand, leicht konvex geschwungener Wandung, deren unteres und oberes Ende durch je drei umlaufende, feine Profilringe gegliedert. Ausgestellter, einfach gestufter Mündungsrand, mit einem weiteren umlaufenden, feinen Band abschließend. Auf der Wandung mittig ansetzend ein eckiger, leicht nach innen einschwingender Vierkanthenkel. Einseitiger Pistill mit Handhabe.
Mit einem "Befreiungsschreiben" über die Ausnahme von
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H. 16,6 cm, D. 14 cm, Pistill L. 25,5 cm, Gewicht 2960 g.
931 Satz von fünf neoklassizistischen Rahmen mit Schwanenmotiv. Um 1900.
Holz, Blattmetallauflage, masseverziert. Innen eine schmale Zierleiste mit Perlstabdekor bzw. mit einem Band stilisierter Blattspitzen ornamentiert, danach ein Flachstab, darauf folgend eine ansteigende Hohlkehle in einen schmal getreppten Abschluss mündend. Hintere Außenkante an den Seitenflächen leicht angefast. Die Eckornamente mit jeweils zwei in Blatt- und Blütenrocaillen eingebundenen Schwänen gestaltet. Verso teils mit stabilisierenden Eckverbindungen versehen.
Insgesamt leicht berieben. Partiell mit Spannungsrissen und Fehlstücken. Ein Rahmen verso an einer Ecke angesägt (seitlich ca. 2 cm).
Ra. 57,3 x 45,3 cm / Ra. 54,5 x 45,8 cm / Ra. 75,5 x 64,5 cm / Ra. 75,5 x 64,5 cm / Ra. 94,2 x 70,5 cm.
933 Zwei kleine Berliner Leisten. Wohl 19. Jh.
Holz, weiße Grundierung. Blattsilberauflege, mit transparentem Lack-Überzug. Schmale ansteigende Hohlkehle.
Berieben, mit Oxidationsfleckchen im Blattsilber.
Jeweils Ra. 14,5 x 18,2 cm, Falz 13,2 x 16,8 cm, Profil 1,2 x 1,5 cm.
934 Rahmen mit Palmetten-Fries. Frühes 20. Jh.
Holz, partiell stuckiert, schwarz lackiert, die Höhen mit Blattmetallauflage. Die Zierleiste schmal getreppt und kanneliert ansteigend in einem grafisch stilisiertem mit Eierstab ornamentierten Vierkantstab mündend, in zwei schmalen Hohlkehlen und Vierkantstab abfallend zu einer breiten Rahmenplatte mit Ranken- und Palmettendekor sowie einem Vierkantstab, seitlich gerade abschließend. Verso durch Eckverbindungen stabilisiert.
Partiell bestoßen, mit Fehlstelle.
Ra. 64,5 x 54,5 cm, Falz 51 x 41 cm, Profil 8 x 4,5 cm.
935 Profilierter Rahmen. Frühes 20. Jh.
Holz, Silber- und Blattmetallauflage über rotem Poliment. Die Zier- und Abschlussleisten poliert. Sichtleiste im Halbrundstab, darauf folgend ein breiter, geschwungener, nach außen ansteigender Karnies mit Halbrundstab an der Außenkante leicht gekehlt.
Partiell berieben und mit kleinen Fehlstellen. Eine Ecke mit deutlicherer Fehlstelle (ca. 8 x 1 cm) an der Außenkante, mit Goldfarbe übermalt.
Ra. 75 x 61 cm, Falz 63,8 x 49,9 cm, Profil 6,5 x 3,5 cm.
936 Zwei Schmuckrahmen. Spätes 19. Jh.
Holz, Kreidegrund mit gelbem Poliment, mit Blattmetallauflage, masseverziert. Schmuckrahmen auf eckverblattetetem Konstruktionsrahmen.
Berieben, partiell mit kleinen Fehlstellen. Die Profilaußenkanten des ersten Rahmens zum Teil überfasst. Der Rahmen im Louis-XV-Stil vorderseitig mit einem transparenten Lack überfasst.
Ra. 41,5 x 37 cm, Falz 28 x 22,3 cm, Profil 7,5 x 4,5 cm / Ra. 52 x 41 cm, Falz 35,3 x 24,2 cm, Profil 9,5 x 4 cm.
937 Großer Schmuckrahmen. Spätes 19. Jh.
Holz, weiße Grundierung, aufgesetzte reliefierte Masseapplikation in stilisierter floraler Ornamentik, Schlagmetallauflage mit Schellack überfasst. Die Gehrungen mit Ecken hinterlegt.
Schmales, schräg ansteigendes Profil als Sichtleiste, darauf folgend ein Zierband mit Lotosblütenornamentik. Anschließend in eine etwas breitere Rundleiste als Abschluss mündend, nach hintenhin nach innen leicht abgeschrägt.
Zu dem Gemälde Peter Paul Rubens (Kopie nach) "Die Amazonenschlacht" Kat.Nr. 2.
Die Ecken mit Spannungsrissen. Oxidationsfleckchen, partiell leicht berieben, mit wenigen Fehlstellen in der Masseapplikation. Teils deutlichere längliche Ausbrüche an den Einsatzkanten zwischen Masseverzierung und Holzumfassung. Recto mit weißen Farbflecken.
Ra. 144 x 187 cm, Falz 123,5 x 166,7 cm, Profil 12 x 5,5 cm.
946 Barockstuhl. Frühes 18. Jh.
Eiche, lackpoliert. Trapezförmige Sitzfläche über geschwungenen Vorderbeinen, mittels Stegverbindung in die hinteren geraden Vierkantbeine übergehend. Lehne als Rahmenkonstruktion mit Mittelbrett und geschnitztem Dekor im Schulterbereich. Palmettenförmige Kannellierung am Ansatz der Vorderbeine. Rosshaarpolsterung mit Gurtung, Stoffbezug und Zierborte.
Wurmlöchrig, die beiden Vorderbeine mit deutlichen Fraßspuren. Geleimte Brüche an den Beinen und der Stegverbindung.
H. 98,5 cm, B. 45 cm, T. 40 cm, Sitzhöhe H. 47 cm.
947 Barockstuhl. Wohl mitteldeutsch. 18. Jh.
Buche, lackpoliert. Trapezförmige Sitzfläche über geschwungenen Vorderbeinen, mittels Stegverbindung in die hinteren geraden Vierkantbeine übergehend. Lehne als Rahmenkonstruktion mit Mittelbrett und geschnitztem Muscheldekor o.Mi. Schaumstoffpolsterung mit Gurtung, Stoffbezug.
Vereinzelte Wurmlöcher. Beine gekürzt.
H. 103 cm, B. 45 cm, T. 40 cm, Sitzhöhe H. 47 cm.
948 Neo-Empire-Spiegel. Deutsch. 3. Viertel 19. Jh.
Holz, Mahagoni (?) und Maserbirke (?) furniert, lackiert, Messing. Hochrechteckiger, dreiteiliger Aufbau. Kopfteil mit vertieftem Rechteckfeld und einem wiederum vertieften Bogenfeld, mehrfach gestuftes Kranzgesims mit abschließender, ebonisierter Giebelbekrönung. Das Unterteil mit vertieftem Rechteckfeld. Dort sowie im o. Bogenfeld mit applizierten Messingbeschlägen in Form von Grotesken unten sowie Sphingen und Flakon oben. Spiegelglas mit Facettenschliff. Verso mit einem Besitzeretikett.
Leicht geöffnete Fugen. Rechteckige Felder unter- und oberhalb des Spiegels verwölbt, das u. mit Trocknungsrissen sowie partiellen Fehlstellen u.li. Zwei Fehlstellen an den beiden o. re. Simsen. Furnier an den u. Ecken bestoßen. U.li. Ecke des u. Rechteckfeldes mit Spuren eines inaktiven Schädlingsbefalls mit partiellem Furnierverlust. Spiegelglas mit Sprung o.li.
H. 158 cm, B. 65 cm, T. 4 cm.
949 Spätklassizistischer Pfeilerspiegel. Michael Vogt & Sohn, Mannheim. Um 1820.
Holz, vergoldet. Hochrechteckiger Aufbau mit breiterer oberer und schmalerer unterer Abschlussleiste, beide mit reliefiertem Palmetten-, Rosetten- und Blattdekor. Leicht hervorkragendes, gerades Gesims, mit alternierendem Floral-Reliefdekor, darunter ein Eierstabfries. Verso mit dem Etikett "Michael Vogt & Sohn, Vergolder und Spiegel-Fabrikanten in Mannheim […]". Spiegelglas mit Facettschliff.
Erneuerte Vergoldung, mit kleineren Rissen und Fehlstellen, partiell berieben. Rückwand ebenfalls erneuert. Verso mit Tapetenresten. Spiegel erneuert.
H. 130 cm, B. max. 74,5 cm, T. max. 10,3 cm.
950 Kommode. China. 2. Hälfte 20. Jh.
Holz, lackiert, die Fronten der Schübe und der Türen polychrom staffiert. Messingmontierungen. Hochrechteckiger Korpus mit 15 kleinen Schüben über einem zweitürigen Fach und drei Blendkartuschen. Vier volutenähnliche Vierkantbeine nach innen einschwingend, die vorderen Beine jeweils mit den hinteren über eine Kufe verbunden. Geschweift gesägte Frontzarge. Seitlich auskragende Deckplatte mit seitlich aufschwingenden Kanten. Innen teilweise mit texiler Auskleidung. Der re. Türflügel innenseitig mit gestemptelter Signatur (?).
Deckplatte am re. Rand minimal bestoßen, dadurch eine winzige Fehlstelle im Lack. Türen etwas schwergängig.
H. 76,3 cm, B. 47,5 cm, T. 31,5 cm.
951 Unikaler "Mosaik-Tisch". Helmut Gebhardt, Dresden. Wohl 1970er Jahre.
Helmut Gebhardt 1926 Dresden – 1989 ebenda
Farbglas in Weiß und Grautönen, Kitt, Buche und Esche, mattiert und partiell schwarzbraun lackiert sowie Messingband. Dreibeinige Konstruktion mit trapezförmiger Deckplatte. Diese mit grafischem Bogenmuster aus unregelmäßigen Mosaikplättchen belegt. Konische Rundstabbeine mit Zwinge. Unterseits mit dem originalen Verkaufsetikett.
Helmut Gebhardt ist bisher ausschließlich als Grafiker bekannt. Die Übersetzung seiner grafischen Bildsprache in einen kunsthandwerklichen Bezug ist außergewöhnlich.
Oberfläche mit minimalen Nutzungsspuren, ein Mosaikplättchen bestoßen, vier mit feinem Riss, im Gesamtbild unauffällig. Messingband mit Oxidationsspuren und Bereibungen. Beine mit kleinen Trockenrissen, diese farblich leicht abweichend retuschiert.
H. ca. 56,5 cm, Deckplatte 90 x 77 cm (58,5 x 20 cm).
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *
952 "Menzel-Stuhl 50642". Erich Menzel für VEB Deutsche Werkstätten Hellerau. 1950/1951.
Erich Menzel 1910 Dresden
Buchenschichtholz, 29 Lagen, gebeizt. Seitenrahmenkonstruktion. Rechteckige Sitzfläche, vorderseitig in eine gerundete Zarge übergehend und rechteckiges Lehnenbrett. Vierkantbeine.
Einer der wichtigsten Nachkriegsentwürfe aus der ehemaligen DDR des bekannten Formgebers Erich Menzel. Dieser erste spanlos verformte Furnierstuhl "entstand aus geharzten Furnierschnittstücken [in 29 Lagen], die mit Hilfe eines dampfbeheizten Preßgesenkes bei einem hydraulischen Druck von 60 kg / cm2 und
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H. 78,5 x B 43,5 x T 52,5 cm.
Richard Riemerschmid 1868 München – 1957 ebenda
Eiche, geräuchert, Beschläge gescheuert. Trapezförmige Sitzfläche über geraden Vierkantbeinen. Zargenbretter, holzgenagelt, das vordere geschweift. Durchbrochen gearbeitete Lehne mit halbrundem Abschluss.
Vgl. Nerdinger, Windfried: Vom Jugendstil zum Werkbund – Werke und Dokumente. München, 1982. S. 205, Nr. 137e.
Das originale Rohrgeflecht der Sitzfläche durch eine Polsterung mit Lederbezug ergänzt. Lederbezug mit Rissen und oberflächlichen Materialverlusten.
H. 90 cm, B. 42 cm, T. 43 cm, Sitzhöhe 45 cm.
954 Drei Gardarobenhaken. Richard Riemerschmid für Deutsche Werkstätten Hellerau. Um 1908.
Richard Riemerschmid 1868 München – 1957 ebenda
Messing, gegossen. Auf ein Nadelholzbrett mit Aufhängeösen montiert.
Vgl. Deutsches Warenbuch. Hg. Dürerbund – Werkbund-Genossenschaft. Dresden-Hellerau und München 1915, S. 215, M 617.
Mit leichten Gebrauchsspuren. Holzleiste o.re. bestoßen.
H. 15 cm.
955 Stapel-Tablett. Richard Riemerschmid für Vereinigte Werkstätten München. Um 1931.
Richard Riemerschmid 1868 München – 1957 ebenda
Sperrholz (Buche ?), gepresst, dunkelbraun gebeizt. Rechteckform mit s-förmig aufschwingenden Stirnseiten und leicht aufgestellten Längsseiten. Auf der Unterseite bezeichnet "Ri.".
Große Ausführung, wohl eine der bei Nerdinger erwähnten Entwurfsvarianten, vgl. Nerdinger, Windfried: Vom Jugendstil zum Werkbund – Werke und Dokumente. München, 1982. S. 302, Nr. 353 a.
Ausst.-Kat. Richard Riemerschmid, Münchner Stadtmuseum, München 1982, S. 302, Nr. 353.
Eine Ecke mit Fehlstelle. Kleine Positionierleisten auf der Unterseite ergänzt. Nachträglich dunkelbraun gebeizt, Beize mit Bereibungen.
68,5 x 44,5 cm.
Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.5 % *
956 Paar Freischwinger "S 34". Mart Stam für Thonet. Um 1990.
Mart Stam 1899 Purmerend – 1986 Goldach (Schweiz)
Stahlrohrkonstruktion, verchromt. Sitzfläche, Rückenlehne und Armauflagen aus schwarzem Kernleder. Unterhalb der Sitzflächte mit Spannbügeln. Auf der Unterseite mit beidseitiger Lederprägung "THONET".
Entwurfsjahr: 1926; Ausführung: um 1990.
Verchromung in sehr gutem Erhaltungszustand. Lederbespannung mit leichten Gebrauchsspuren.
H. 85 cm, Sitzhöhe 45 cm.
961 Teppich mit Jagdszenen. Wohl Ghom, Zentraliran. Spätes 20. Jh.
Wolle auf Wolle, Kurzflor, ca. 700.000 Knoten / m². Zentralfeld mit Reitern, mit Pfeil und Bogen, Lanze bzw. Schwert verschiedene Tiere jagend sowie florale Elemente auf hellgrünem Grund. Umlaufende, vierreihige Bordüre, die Hauptbordüre mit Medaillons, stilisierten Blüten und Rosetten auf rotem Grund.
Sehr guter Erhaltungszustand.
192 x 124 cm.
Seide auf Seide, Kurzflor, mit eingewebten Metallfäden, ca. 800.000 Knoten / m². Zentralfeld mit vielfältigen Tier- und Baumdarstellungen auf hellem Grund. Umlaufende, dreiteilige Bordüre, die Hauptbordüre ebenfalls mit Tier- und Baumdarstellungen. Mit Signaturkartusche an der u. Stirnseite.
Sehr guter Erhaltungszustand. Der o. Kelimrand mit Reißzwecklöchlein und -abdrücken, teils mit unscheinbaren grünlichen Verfärbungen.
159 x 108 cm.
963 Felder-Teppich "Ghab-ghabi". Wohl Ghom, Zentraliran. Spätes 20. Jh.
Seide auf Seide, Kurzflor, ca. 1.000.000 Knoten / m². Zentralfeld mit vierzig rechteckigen Feldern mit Blumen- , Baum- und Tiermotiven auf beigefarbenem bzw. grünlich-ockerfarbenem Grund, umlaufend gerahmt einer mehrteiligen Bordüre, die Hauptbordüre mit Blütenranken und Vögeln auf rotbraunem Grund. Die Trennstege und Bordüreneinfassung mit stilisierten Blüten- und Blattranken. Verso ein geklammertes Verkäufer-Etikett, bezeichnet "Flor Kette Schuss Reine Naturseide".
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210 x 141 cm.
964 Gebetsteppich. Wohl Hereke, Anatolien, Türkei. Spätes 20. Jh.
Seide auf Seide, ca. 1.000.000 Knoten / m². Zentralfeld mit dem Motiv der Mihrab (Gebetsnische) sowie stilisierten arabischen Schriftzeichen in einer Kartusche auf roséfarbenem bzw. beigefarbenem Grund. Umlaufende, dreiteilige Bordüren, die Hauptbordüre mit Schriftkartuschen. Die Längskanten mit angesetztem Saumband. U.re. Mit einem ca. 8 mm großem Bleisiegel mit schwach lesbarer Pressmarke.
Sehr guter Erhaltungszustand. Der o. Kelimrand mit unscheinbaren Nagellöchlein.
148 x 104 cm.
965 Kleiner Felder-Teppich "Ghab-ghabi". Wohl Ghom, Zentraliran. Spätes 20. Jh.
Seide auf Seide, Kurzflor, ca. 800.000 Knoten / m². Zentralfeld mit 16 rechteckigen Felder mit Baum- und Tiermotiven auf hellbeigem, zart grünlichem Grund, gerahmt von einer umlaufenden Bordüre mit Sternmotiven, in der Ecke o.re. mit Schrift- / Signaturkartusche. Die Trennstege und Bordüreneinfassung mit stilisierten Blüten- und Blattranken ornamentiert. Die Stirnseiten mit schmalen Kelimenden.
Sehr guter Erhaltungszustand. Am o. Kelimrand unscheinbare Nagellöchlein.
46 x 60 cm.
966 Gebetsteppich. Tekke Hatschlu, Turkmenistan. Wohl um 1930.
Wolle auf Wolle, Kurzflor. Zentralfeld mit Baum- und Leuchtermotiven und Tekke-Göls, die untere Kante mit Botehs. Die Stirnseiten mit Kelimenden.
Der Hatschlu ist ein besonders fein geknüpfter Gebetsteppich der Turkmenenstämme. Häufig wird das Textil als Vorhang für Stammeszelte verwendet. "Hatschlu" bedeutet "mit Kreuz". Die Struktur dieses Teppichs ist fest, glatt und schmiegsam.
Leichte Gebrauchsspuren. Vereinzelt mit kleinen Reparaturen (?).
182 x 129 cm.
Seide auf Seide, Kurzflor, ca. 1.700.000 Knoten / m². Zentralfeld mit vielfiguriger Darstellung eines Zeltdorfes vor einem Gebirgszug mit Gewässer, Vegetation, verschiedenen Tieren sowie mit Kamelkarawane, Feuerstelle und weiteren Einzelszenen. Umlaufende, breite, dreiteilige Bordüre, die Hauptbordüre mit Jägern zu Pferde sowie floraler Ornamentik.
Sehr guter Erhaltungszustand. Verso drei kleine unscheinbare blasse Flecken o.li. sowie u.li. mit Faserstift nummeriert.
154 x 90 cm.