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AUKTION 63 28. März 2020
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Asiatika, Miscellaneen

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Miscellaneen

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Mobiliar / Einrichtung

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Teppiche

1150 - 1160

1161 - 1167





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KatNr. 61 Arno Drescher

061   Arno Drescher "Angler". Mitte 20. Jh.

Arno Drescher 1882 Auerbach/Vogtland – 1971 Braunschweig

Öl auf Hartfaser. Signiert u.re. "A.Drescher". Verso mit einem handschriftlichen Etikett versehen, nochmals signiert "Prof. A. Drescher" und betitelt sowie nummeriert.

Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers.

Firnis in der o. Mi. partiell matt. Bildträger an der o.re. Ecke ungerade beschnitten.

27 x 22 cm. 350 €
Zuschlag 300 €
KatNr. 62 Rudolf Esser, Mutterschaf und Jungtier, unter Kopfweiden weidend. 20. Jh.
KatNr. 62 Rudolf Esser, Mutterschaf und Jungtier, unter Kopfweiden weidend. 20. Jh.
KatNr. 62 Rudolf Esser, Mutterschaf und Jungtier, unter Kopfweiden weidend. 20. Jh.

062   Rudolf Esser, Mutterschaf und Jungtier, unter Kopfweiden weidend. 20. Jh.

Rudolf Esser 1900 Bocholt – 1970 Bocholt

Öl auf Sperrholz. Signiert "R. Esser" u.re. In einem goldfarben gefassten Stuckrahmen mit Eckkartuschen gerahmt.

Malschicht mit langem Einriss. Ein kleines Loch in der Darstellung mittig.

40,5 x 50 cm, Ra. 56 x 66 cm. 250 €
KatNr. 63 Max Feldbauer, Chiemgauer Mädchen. 1904.

063   Max Feldbauer, Chiemgauer Mädchen. 1904.

Max Feldbauer 1869 Neumarkt/Oberpfalz – 1948 München

Öl auf Leinwand. Monogrammiert "MF" sowie ausführlich datiert "10.IX.04" o.li. Verso in Blei auf dem Keilrahmen von fremder Hand bezeichnet "Feldbauer".

Das Gemälde entstand während der Zeit Feldbauers an der Damenakademie des Münchner Künstlerinnenvereins. Der Maler bezeichnete seine eigene Kunst dieser Periode als "Improvisationismus" anstatt Impressionismus und erklärte: "Ich stellte mich hin und fing an und hörte auf. Fertig. Sogenannte Phantasie liebe ich nicht, darum hielt ich mich der Komposition fern: ein Kopf, eine Figur, ein Akt, ein Roß genügten mir vollständig".

"Akt und Roß genügten mir…“. Der Maler Max Feldbauer 1869–1948. Katalog Gemäldegalerie Dachau. Dachau 2015.

Leinwand etwas locker sitzend, mit Deformationen und mehreren diagonalen und vertikalen, teils unscheinbaren Knickspuren. Kleine Malschicht-Fehlstellen, insbes. an den Knicken. Wenige Retuschen. Mehrere winzige Malschicht-Lockerungen. Dunkle Flecken li. im Hintergrund sowie winzige mit Ablösung der Malschicht o.re. Partiell maltechnikbedingt frühschwundrissig.

35,5 x 40 cm. 1.700 €
Zuschlag 1.400 €
KatNr. 64 Erich Fraaß
KatNr. 64 Erich Fraaß

064   Erich Fraaß "Paar im Wald" (Doppelbildnis des Künstlers mit seiner Frau). Um 1923.

Erich Fraaß 1893 Glauchau – 1974 Dresden

Öl auf Leinwand. Signiert "E. Fraaß" u.re. Leinwand verso mit einem ganzflächigen weiß-grauen Anstrich, wohl über einem verworfenen Gemälde. Auf Keilrahmen und Leinwand bemaßt und weitere Annotationen von fremder Hand. In einer profilierten, hellen Holzleiste gerahmt.
WVZ SKD 1959 1, mit Abbildung sowie abweichendem Titel "Liebespaar" und Datierung "1920"; WVZ Hebecker 67, dort mit dem Vermerk "Künstlernachlass".

Provenienz: Privatbesitz Dresden.

Im halbschattigen Bildmittelgrund zwischen zwei Bäumen steht Erich Fraaß selbst – das Kolorit und der Duktus, in welchem der Künstler seinen Anzug malte, gleicht jenen der neben ihm heraufragenden Stämme. Er blickt auf seine Frau Margarete, mit welcher er am 15. September 1919 die Ehe schloss. Wie eine schützende Konstante hält er sich direkt hinter dem Rücken Gretes auf. Gedankenverloren pflückt sie, in blauem Kleid vor ihm knieend, tiefrote Mohnblumen am Wegesrand. In ihrer Farbigkeit und Fragilität symbolisieren die Blüten Leidenschaft, Liebe und Vergänglichkeit.
Fraaß, Meisterschüler Robert Sterls, beschäftigte sich vorrangig mit den sozialen Themen der Malerei und wertete die geisteswissenschaftliche Betrachtung der Kunst wie folgt "Ein Kunstwerk erklärt sich selbst. Man schreibt zuviel über Kunst. Dadurch verwirrt man den Betrachter und macht ihn unfrei." So bleibt es dem Betrachter überlassen, die subtilen, friedvollen Einklänge des Werkes selbst wahrzunehmen.

Wir danken Dr. Andreas Timmler, Moritzburg, und Frau Christa Saager, Dresden, für freundliche Hinweise.

Partiell mit leichten, unscheinbaren Deformationen aufgrund beidseitiger Bemalung. Verso grauer Anstrich mit Bindemittel-Flecken. Malschicht partiell mit Frühschwund- und Alterskrakelee, vereinzelt leicht schüsselförmig. Obere Malschicht rahmungsbedingt im äußeren Randbereich stellenweise berieben. Kleine Lockerung und Malschicht-Fehlstelle u.re.

100,5 x 70 cm, Ra. 106 x 75,5 cm. 7.200 €
KatNr. 65 Georg Gelbke

065   Georg Gelbke "Rodachweiden". Um 1908.

Georg Gelbke 1882 Rochlitz – 1947 Dresden

Öl auf Leinwand. Signiert "G. Gelbke" u.re. Verso auf o. Keilrahmenleiste in Pinsel betitelt und nochmals signiert "G. Gelbke". In einer goldfarbenen, profilierten Holzleiste gerahmt.

Bildträger wellig, insbes. an den Ecken und o.re. deutliche Leinwand-Deformation (Markierung des Keilrahmens). Li.Mi. ein geschlossener und retuschierter, verso mit einem Flicken hinterlegter Riss. Kleines Löchlein in der Leinwand mit Malschicht-Fehlstelle Mi. Mehrere Retuschen, v.a. im Himmel. Firnis leicht gegilbt und vereinzelte bräunliche Flecken auf der Oberfläche. Geringfügiger Malschicht-Abrieb an den Bildkanten.

60,5 x 70,2 cm, Ra. 67,3 x 77,4 cm. 950 €
KatNr. 66 Erich Gruner, Dorfweg unter Bäumen. 1908.

066   Erich Gruner, Dorfweg unter Bäumen. 1908.

Erich Gruner 1881 Leipzig – 1966 ebenda

Öl auf Leinwand. Signiert "Erich Gruner" und datiert u.re. Verso auf dem Keilrahmen mit einem Papieretikett versehen, dort in Tusche bezeichnet.

Druckstelle im Bildträger mit Materialverlust an Ecke o.re. sowie dort Leinwand deutlich wellig. Malschicht im Falzbereich partiell berieben.

53 x 70 cm. 350 €
Zuschlag 300 €
KatNr. 67 Emil van Hauth (zugeschr.), Sommerliche Parklandschaft. 1915.

067   Emil van Hauth (zugeschr.), Sommerliche Parklandschaft. 1915.

Emil van Hauth 1899 Mayen – 1974 München

Öl auf leinwandkaschierter Malpappe. Monogrammiert "EvH" und datiert u.re. In einer profilierten, gold-braunen Holzleiste gerahmt.

Malschicht mit oberflächlichen Staub- und Schmutzablagerungen, bräunliche Flecken im Himmel sowie weiße Spritzer in der Wiese. Farbabrieb u.li. Verso vollflächige Papierbeklebung o.li. und umlaufendes Einrahmungspapierband partiell abgerissen. Rahmen mit kleinen Abplatzungen der Fassung.

43,7 x 39 cm, Ra. 49,9 x 45,3 cm. 240 €
KatNr. 68 Franz Gustav Hochmann, Villa am Waldrand. 1907.
KatNr. 68 Franz Gustav Hochmann, Villa am Waldrand. 1907.

068   Franz Gustav Hochmann, Villa am Waldrand. 1907.

Franz Gustav Hochmann 1861 Dresden – 1935 ebenda

Öl auf Leinwand, auf Karton montiert. Signiert o.re. "Franz Hochmann" und datiert. In einer goldfarbenen, profilierten Holzleiste gerahmt.

Bildträger verso gegilbt. Ra. mit Fehlstelle o.re.

31,5 x 39 cm, Ra. 35,5 x 41 cm. 240 €
KatNr. 69 Georg Ernst Kaulbach
KatNr. 69 Georg Ernst Kaulbach
KatNr. 69 Georg Ernst Kaulbach

069   Georg Ernst Kaulbach "Warnowstimmung". 1922.

Georg Ernst Kaulbach 1866 Szillen (Ostpreußen) – 1945 Graal-Müritz

Öl auf Malpappe. U.re. signiert "G. Kaulbach" und datiert. Bildträger verso grau gefasst und nochmals signiert "G.Kaulbach", ortsbezeichnet "Gehlsdorf" sowie betitelt und datiert. In einem goldfarbenen Rahmen mit Akanthusdekor gerahmt.

Oberfläche leicht angeschmutzt. Retuschen o.li. (am Himmel). Druckstellen und Farbabrieb im Falzbereich.

17,6 x 24,5 cm, Ra. 23,5 x 39 cm. 350-500 €
KatNr. 70 Robert Koepke, Torfgrube bei Worpswede. 1930er Jahre.

070   Robert Koepke, Torfgrube bei Worpswede. 1930er Jahre.

Robert Koepke 1893 Bremen – 1968 Worpswede

Öl auf leichtem Karton. Signiert u.li. "R.Koepke". In einer einfachen, grau gefassten Holzleiste gerahmt.

Malschicht im Falzbereich u. leicht berieben. Karton leicht gegilbt und verso mit punktuellen Stockflecken.

21 x 34,2 cm, Ra. 25 x 40 cm. 180 €
Zuschlag 150 €
KatNr. 71 Hermann Kohlmann
KatNr. 71 Hermann Kohlmann

071   Hermann Kohlmann "Elbkähne". 1950.

Hermann Kohlmann 1907 Veltheim (Schweiz) – 1982 Dresden

Öl auf Leinwand. Signiert "HKohlmann" und datiert u.re. Verso auf dem Keilrahmen betitelt, mit dem Künstlerstempel versehen und mehrfach nummeriert. In einem goldfarben gefassten Holzrahmen mit dunkelbraun akzentuierter Hohlkehle.

35,5 x 50,5 cm, Ra. 44 x 59 cm. 400 €
Zuschlag 550 €
KatNr. 72 Hermann Kohlmann
KatNr. 72 Hermann Kohlmann

072   Hermann Kohlmann "Ponte delle Guglie" (Venedig). 1937.

Hermann Kohlmann 1907 Veltheim (Schweiz) – 1982 Dresden

Öl auf Leinwand. U.re. signiert "HKohlmann" und datiert sowie u.li. ortsbezeichnet "Venezia, Rio terrà [San Leonardo]" und betitelt. Verso auf dem Keilrahmen mehrfach ortsbezeichnet. In einem hochwertigen Modellrahmen, inneres und äußeres Vierkantstabprofil vergoldet.

Leinwand mit geringfügiger Klimakante und unscheinbaren, punktuellen Deformationen. Leichte Druckstellen im Falzbereich sowie kleine Fehlstelle in der Malschicht im Bereich des Himmels. Retusche an einem alten Riss re.Mi. im Segel, verso mit einem Leinwandflicken kaschiert. Partiell Oberfläche minimal berieben.

68 x 84 cm, Ra. 80,5 x 96,5 cm. 1.700 €
Zuschlag 2.400 €
KatNr. 73 Hermann Kohlmann, Novembertag an der Adria, Lido bei Venedig. 1936/1938.
KatNr. 73 Hermann Kohlmann, Novembertag an der Adria, Lido bei Venedig. 1936/1938.

073   Hermann Kohlmann, Novembertag an der Adria, Lido bei Venedig. 1936/1938.

Hermann Kohlmann 1907 Veltheim (Schweiz) – 1982 Dresden

Öl auf Leinwand. In Blei geritzt signiert "HKohlmann" und datiert u.li. In einem goldfarbenen historisierenden Rahmen mit Blatteckdekor und Perlstabprofil gerahmt.

Im Jahr 1934 wurde Hermann Kohlmann der Hugo-Göpfert-Preis (kurz Rom-Preis) zuerkannt, welcher mit einem Italienaufenthalt verbunden war. Bis 1936 bereiste der Künstler das Land, weilte u.a. in Rom, Venedig, Neapel, Capri und Sizilien.
Entsprechend eines Beitrags im Dresdner Anzeiger vom 10.3.1937 stellte Kohlmann seine in Italien entstandenen Werke im Kunstsalon Emil Richter mit großem Erfolg aus. Insbesondere zwei Küstenlandschaften werden in dieser Rezension als "besonders malerisch" hervorgehoben.
Von 1934 bis 1939 reiste Hermann Kohlmann in Italien. Er besuchte Rom, Venedig, Neapel, Capri und Sizilien. Nach der Reise im Jahr 1937 stellte er zahlreiche Italienbilder im Kunstsalon Emil Richter in Dresden aus.

Das vorliegende Gemälde entstand wahrscheinlich nach Abschluss der Reise im Atelier des Künstlers. Siehe dazu die motivgleiche Pastellzeichnung, welche Kohlmann 1936 in Italien schuf (Schmidt Kunstauktionen Dresden Auktion 62, 7. Dezember 2019, Los 489).

Malschicht minimal angeschmutzt und mit punktuellen, kleinen bräunlichen Flecken sowie feinem Krakelee. Leinwand etwas locker sitzend.

57 x 69 cm, Ra. 69 x 81 cm. 950 €
KatNr. 74 Gotthardt Kuehl, Blick auf den Dresdner Neumarkt mit Goldenem Reiter und Dreikönigskirche. Um 1908.

074   Gotthardt Kuehl, Blick auf den Dresdner Neumarkt mit Goldenem Reiter und Dreikönigskirche. Um 1908.

Gotthardt Kuehl 1850 Lübeck – 1915 Dresden

Gouache und Öl über schwarzer Kreide auf ockerfarbenem Karton. U.li. in Blei signiert "G. Kuehl“. Verso mit minimalen Resten des Papieretiketts von "Emil Richter Hof-Kunsthändler Sr. Majestät des Königs". Auf der Rückwand von fremder Hand in Blei unleserlich bezeichnet und nummeriert. Im Originalzustand erhaltene, verso verklebte Rahmung mit goldfarbener Blattmetallauflage. Ovale, masseverzierte Leiste mit Lorbeer-Dekor zwischen zwei zarten, ornamentierten Bändern sowie einer Mittelkartusche am oberen Scheitelpunkt.
Nicht im WVZ Neidhardt, vgl. jedoch motivisch WVZ Neidhardt 630 und 631.

Im Jahr 1908 beauftragte der Dresdner Stadtrat Gotthardt Kuehl mit der Ausführung von elf Landschaftsgemälden für den Sitzungssaal der Stadtverordneten im Neuen Rathaus. Die Serie umfasste Ansichten der Alt- und Neustadt, sowie der historischen Dorfkerne Kaditz und Leubnitz-Neuostra. Als besonderes Charakteristikum prägt die Serie das Oval-Format, welches im Genre der Landschaftsgemälde eine außergewöhnliche Bildgrenze zieht und die Werkgruppe unabhängig der Sujets vereinheitlicht. Die Vorderseite des Goldenen Reiters bildete Kuehl um 1910 in einem Ölgemälde ab, welches heute im Stadtmuseum Dresden aufbewahrt wird (WVZ Neidhardt 644).

Hinter der originalen Verglasung Reste von winzigen Insektenhüllen. Zwei Reißzwecklöchlein o.Mi. Partielle Ablösung der oberen Malschicht im Bereich des Goldenen Reiters. Scheibeninneres aufgrund technikbedingter Bindemittelspuren leicht mattiert, an wenigen Stellen mit (oxidierter) Farbanhaftung. Rahmen mit Fehlstelle an der o. Kartusche sowie einzelnen Rissen. Partieller Verlust der Blattmetallauflage mit durchscheinendem Bolus.

BA. 49,5 x 41 cm, Ra. 59 x 47,5 cm. 9.000 €
Zuschlag 8.000 €
KatNr. 75 Gotthardt Kuehl, Dresden – Brühlsche Terrasse mit Hofkirche und Hausmannsturm. Um 1910.

075   Gotthardt Kuehl, Dresden – Brühlsche Terrasse mit Hofkirche und Hausmannsturm. Um 1910.

Gotthardt Kuehl 1850 Lübeck – 1915 Dresden

Gouache und Öl über schwarzer Kreide auf ockerfarbenem Karton. U.li. in Blei signiert "Gotthardt Kuehl“. Verso mit dem Papieretikett von "Emil Richter Hof-Kunsthändler Sr. Majestät des Königs". Im Originalzustand erhaltene, verso verklebte Rahmung mit goldfarbener Blattmetallauflage. Ovale, masseverzierte Leiste mit Lorbeer-Dekor zwischen zwei zarten, ornamentierten Bändern sowie einer Mittelkartusche am oberen Scheitelpunkt.
Nicht im WVZ Neidhardt, vgl. jedoch motivisch WVZ Neidhardt 651.

Im Jahr 1908 beauftragte der Dresdner Stadtrat Gotthardt Kuehl mit der Ausführung von elf Landschaftsgemälden für den Sitzungssaal der Stadtverordneten im Neuen Rathaus. Die Serie umfasste Ansichten der Alt- und Neustadt sowie der historischen Dorfkerne Kaditz und Leubnitz-Neuostra. Als besonderes Charakteristikum prägt die Serie das Oval-Format, welches im Genre der Landschaftsgemälde eine außergewöhnliche Bildgrenze zieht und die Werkgruppe unabhängig der Sujets vereinheitlicht. Das Bildmotiv gleicht dem in Auktion 61 unseres Hauses präsentierten Ölgemälde Kuehls jener Serie.

Hinter der originalen Verglasung Reste von winzigen Insektenhüllen. Ein kleines Reißzwecklöchlein o.Mi. Scheibeninneres aufgrund technikbedingter Bindemittelspuren leicht mattiert. Rahmen an der o. Kartusche mit kleiner Fehlstelle sowie einzelnen Rissen. Partieller Verlust der Blattmetallauflage mit durchscheinendem Bolus.

BA. 49,5 x 41 cm, Ra. 59 x 47,5 cm. 9.000 €
KatNr. 76 Emily Lengnick, Weg im Schlosspark Pillnitz. Anfang 20. Jh.
KatNr. 76 Emily Lengnick, Weg im Schlosspark Pillnitz. Anfang 20. Jh.

076   Emily Lengnick, Weg im Schlosspark Pillnitz. Anfang 20. Jh.

Emily Lengnick 1856 Dresden – letzte Erw. vor 1929

Öl auf Leinwand, wachsdoubliert. Ligiert signiert "ELengnick" u.re. Verso auf o. Keilrahmenleiste nochmals schwach lesbar signiert, ortsbezeichnet "Pillnitz" sowie mit weiterer unleserlicher Bezeichnung "Maille …" (?). In einer breiten, glänzend schwarz gefassten Holzleiste mit vergoldeter, ornamental verzierter Sichtleiste gerahmt. Verso auf dem Rahmen auf einem alten Papieretikett typografisch bezeichnet "Leipziger Kunstverein" und nummeriert "305" sowie auf einem weiteren Etikett bezeichnet "Gerstenberger Chemnitz 5101".

Die dargestellte Vase wurde um 1785 von dem Bildhauer Thaddäus Ignatius Wiskotschill (1753 Prag – 1795 Dresden) gefertigt, welcher 1772 in die kursächsische Residenzstadt kam und hier zahlreiche Figurengruppen und plastischen Schmuck schuf.

Malschicht leicht angeschmutzt. Altersbedingtes Krakelee sowie partiell minimal frühschwundrissig. Deformationen im Bildträger. Leinwand altdoubliert. Firnis leicht gegilbt. Rahmenecken mit kleinen Abplatzungen.

55 x 80 cm, Ra. 75 x 100 cm. 1.700 €
KatNr. 77 Emily Lengnick

077   Emily Lengnick "Ebbe" (Fischer beim Entladen eines Bootes bei Yerseke). 1902.

Emily Lengnick 1856 Dresden – letzte Erw. vor 1929

Öl auf Leinwand. Signiert "Lengnick" u.li. Verso auf dem Keilrahmen u.Mi. wohl von der Künstlerin in Feder datiert, bezeichnet "gemalt von Emily Lengnick Dresden" und ortsbezeichnet "Irseke [wohl Yerseke] in Holland" sowie auf re. Leiste in Buntstift unleserlich vermerkt "Bild[…]". Verso auf der Leinwand Mi. in Pinsel groß nummeriert "21/508".

Bildformat von der Künstlerin verkleinert (li., u. und re. Spannrand bemalt und beschnitten). Aufgrund pastoser Malschicht partielle, unscheinbare Deformationen in der Leinwand. Verso Leinwand fleckig und farbspurig. Ausgebrochene Malschicht entlang der Bildkanten leicht farbabweichend ergänzt sowie punktuelle Ausbesserung am re. Rand im Himmel. Partielles Alters- und Frühschwundrissnetz.

65 x 50 cm. 600 €
Zuschlag 500 €
KatNr. 78 Carl Adolf Korthaus, Stillleben mit Dahlien und Gladiolen. 1939.
KatNr. 78 Carl Adolf Korthaus, Stillleben mit Dahlien und Gladiolen. 1939.

078   Carl Adolf Korthaus, Stillleben mit Dahlien und Gladiolen. 1939.

Carl Adolf Korthaus 1879 Köln-Mühlheim – 1956 Haar b. München

Öl auf Leinwand. O.re. signiert "Carl A. Korthaus" und datiert. Verso auf dem Keilrahmen wohl von fremder Hand bezeichnet. In goldfarbener, profilierter Holzleiste gerahmt.

Teilweise mit Frühschwundkrakelee (rote Blüten und Blätter). Unscheinbarer Farbabrieb am o. Bildrand re.

83 x 66 cm, Ra. 93 x 75,5 cm. 150 €
KatNr. 79 Walter Moras, Abendstimmung in einer Mittelgebirgslandschaft mit Blick auf ein Dorf. Wohl Anfang 20. Jh.
KatNr. 79 Walter Moras, Abendstimmung in einer Mittelgebirgslandschaft mit Blick auf ein Dorf. Wohl Anfang 20. Jh.

079   Walter Moras, Abendstimmung in einer Mittelgebirgslandschaft mit Blick auf ein Dorf. Wohl Anfang 20. Jh.

Walter Moras 1856 Berlin – 1925 Harzburg

Öl auf Leinwand. Signiert "W. Moras" u.li. Verso auf dem Keilrahmen in Blei o.li. bezeichnet "Herrn Moraß". In einer profilierten, grau- und silberfarbenen Holzleiste gerahmt.

Keilrahmen stark ausgekeilt, Spannungsrisse in der Leinwand an den Ecken. Firnis gegilbt, mit blinden Stellen li.Mi. Mehrere Kratzer mit kleinen Malschicht-Fehlstellen auf der Bildfläche verteilt. Mehrere, teils größere Übermalungen und Retuschen im Haus im Vordergrund sowie im Himmel. Unfachmännisch geschlossener Riss u.Mi. Randbereiche berieben. Rahmen mit vereinzelten Fehlstellen der Fassung.

76 x 111,5 cm, Ra. 85 x 120,5 cm. 750 €
Zuschlag 600 €
KatNr. 80 Ludwig Muhrmann, Blick auf die Dresdner Altstadt vom Neustädter Ufer aus. Wohl Anfang 20. Jh.
KatNr. 80 Ludwig Muhrmann, Blick auf die Dresdner Altstadt vom Neustädter Ufer aus. Wohl Anfang 20. Jh.

080   Ludwig Muhrmann, Blick auf die Dresdner Altstadt vom Neustädter Ufer aus. Wohl Anfang 20. Jh.

Ludwig Muhrmann 1886 Iserlohn – 1940 Dresden

Öl auf Leinwand. Signiert "L. Muhrmann" u.re. In einer silber-grauen, masseverzierten Holzleiste mit mitte- und eckbetonenden Kartuschen gerahmt.

Provenienz: Süddeutscher Privatbesitz, 1981 in der Galerie Kuehl, Dresden, erworben.

Kleine horizontale Druckstelle mit unscheinbarer, leichter Beschädigung der Leinwand und Malschicht im Himmel o.re. (ca. 3 cm). Randbereiche im Falzbereich etwas berieben, mit dunklen Spuren. Kleines Leinwand-Löchlein im Falzbereich o.li. Winzige Malschicht-Fehlstelle in der Brücke. Firnis etwas gegilbt.

70,2 x 100,5 cm, Ra. 84 x 114,2 cm. 1.200 €
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