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AUKTION 61
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19 Datensätze

Adrian-Nilsson, Gösta

Altenbourg, Gerhard

Altenkirch, Otto

Barlach, Ernst

Braunsdorf, Julius Eduard

Dix, Otto

Fossi, Carlo

Glöckner, Hermann

Höst, Marianne

Kretzschmar, Bernhard

Kuehl, Gotthardt

Penck, A.R.

Pesne, Antoine

Richter, Günter

Thiele, Johann Alexander

Vedova, Emilio

Vos, Thomas Andreas (Theo)

Weiss, Johann Baptist

Wigand, Albert




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Thomas Andreas (Theo)  Vos

1887 Groningen – 1948 Haarlem

Vos wurde an der Minerva Academy bei Johan Peddemors ausgebildet und setzte sein Studium an der Académie des Beaux-Arts in Brüssel bei Victor Rousseau (1911–1912) fort. Er lebte und arbeitete in den folgenden Jahren in Paris, Köln und London und ließ sich 1916 wieder in den Niederlanden nieder. Anschließend lebte er abwechselnd in Haarlem, Den Haag und Amsterdam und ab 1944 endgültig in Haarlem. Vos entwarf unter anderem Frauen- und Kinderfiguren, Masken und Tierporträts. Für die Porzellanmanufaktur Hutschenreuther in Selb entwarf er von 1924 bis 1925 Statuen eines Lautenspielers und drei Tänzerinnen, für welche Gertrud Leistikow als Vorbild diente. Für Gerrit Jan Rutgers, Willem Kromhout und andere Architekten fertigte Vos viele Gebäudeskulpturen, Fassadenbilder und Reliefs an. Vos war Mitglied von Arti et Amicitiae, dem Nederlandse Kring van Beeldhouwers und De Onafhankelijken. Vos stellte mehrfach ebd. aus, hatte aber auch als Einzel- und Duoausstellungen u.a. mit Piet van Wijngaerdt im Stedelijk Museum Amsterdam (1924) und mit Gerrit van Houten im Pictura-Raum des Antikenmuseums in Groningen (1932).

KatNr. 600200
KatNr. 600200
KatNr. 600200

"Tänzerin" (Gertrud Leistikow). Thomas Andreas Vos für Lorenz Hutschenreuther, Selb. 1926– 1940.

Thomas Andreas (Theo) Vos 1887 Groningen – 1948 Haarlem

Porzellan, glasiert und partiell vergoldet. Unterseits des tropfenförmigen Sockels mit Manufaktur- und Künstlerstempel "Th. A. Vos, Amsterdam" in Aufglasurgrün sowie mit der Ziffer "56" in Aufglasurgold. Modellnummer 495. Entwurfsjahr: 1926 (H. 37,3 cm).

Für die Hutschenreuther-Kunstabteilung schuf Vos eine Serie von zehn Entwürfen, welche ab 1925/26 auf der Leipziger Messe präsentiert wurden – darunter drei Tanzstudien (Modellnummern 492, 494 und 495). Als Vorbild für diese ausnehmend expressiven und in ihrer Darstellung reduzierten Modelle konnte die Tänzerin Gertrud Leistikow, eine Vertreterin des Ausdruckstanzes, anhand fotografischer Aufnahmen identifiziert werden (Modellnummern 495 und 494). Den Charakter des modernen Tanzes, welcher sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte, gibt Vos in seinen Plastiken treffend wieder. Eindrucksvoll wurden die improvisierten, individuellen und teils bizarren Bewegungen in äußerst verknappter Form umgesetzt. Der Verkaufserfolg veranlasste Hutschenreuther die heutzutage sehr begehrte Ausformung in vier Größen anzubieten (Modellnummern 1164, 1273, 1472). Die Bronzegießereien De Plastiek in Bloemendaal und De Kroon in Haarlem führten bereits ab 1920 Tänzerinnenfiguren für Vos aus. Eine Erstausformung der Modellnummer 495 in Bronze wurde 1925 in der Bronzegießerei De Kroon in Haarlem gefertigt.

Vgl. Mey, E.: Im Zeichen des Löwen – Porzellan aus Künstlerhand. Die Kunstabteilung Lorenz Hutschenreuther, Selb, 1918–1945. Deutsches Porzellanmuseum, Hohenberg an der Eger, 2009, S. 237ff, Abb. S. 238.

Herstellungsbedingte Glasurunebenheiten u.a. im Bereich des Ellenbogens des ausgestreckten Armes oder des Sockels. Unterseite von Ellenbogen und ausgestreckter Hand sowie des Sockelrandes mit herstellungsbedingten Glasurfehlstellen. Vergoldung der Volute schauseitig sowie des Goldfadens am Sockel etwas berieben.

H. 37,3 cm. 2.800 €
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